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Full text of "Westfälisches Urkunden-Buch : Fortsetzung von Erhard's Regesta historiæ Westfaliæ ; hrsg. von dem Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens"

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1 


^p^.^try^-r  ^^i-^''^'^- 


Äarbarli  College  ILibrarg 

KUOM 

DENMAN    W.    ROSS, 

OF   CAMBRIDGE, 

Received  löjanuary,  1888. 


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REGEST  A  J  I  ^^ 

H18T0RIAE  WESTFALIAE. 

ACCEDIT 

CODEX  DIPLOMATICUS. 


D  i  e 

Quellen  der  Geschichte  Westfalens^ 

in  chronologisch  geordneten 

Nachweisungen    und    Auszügen, 

begleitet 

▼OQ  einem 

ü  r  kundenbuche* 

M  i  t 

Unterstützung  des  Vereins  für  Geschichte  und  Alterthumskunde  Westfalens  und  unter  Mitwirkung  einzelner 

Mitglieder  desselben 

bearbeitet   und    herausgegeben 
▼  on 

Dr.  Heinrich  August  Erhard, 

Köni{;lich  - PreuMischeiD  Arcfaivratb;  RiUer  des  rothen  Adler- Ordens  4.  ~Kl.;  Director  de«  Vereint  für  Geschichte  und 
Altert htttnukunde  Westfalens;  der  Königl.  Prenst.  Akademie  der  Wissenschaften  bq  Erfurth,  der  Westfalisdicn  Gesellschaft 
für  Taterla'odische  Cultur  su  Minden,  des  Korddeutscben  Apotheker -Vereins,  des  Thüringisch -Sächsischen  Vereins  fiir 
Erforschung  des  Taterliindiscben  AUerthums  und  Erhaltung  seiner  Denkmaale,  der  Gesellschaft  für  Pommersche  Geschichte 
und  Alterthumskunde,  des  Vereins  fiir  Geschichte  und  Alterthumskunde  au  Wetslar,  der  Königl.  Sächsischen  Gesellschaft 
fiir  Erforschung  und  Erhaltung  vaterländischer  Alterthümer  tu  Dresden,  der  Deutschen  Gesellschaft  für  vaterl.  Sprache  und 
AUerfhümer  au  Leipxig,  des  Hennebergischen  und  des  Vogtlandischen  Alterthumsforschenden  Vereins,  des  historischen 
Vereins  für  Miedersachsen  tu  Hanover,  des  Vereins. Tür  Hessische  Geschichte  und  Landeskunde  tu  Cassel,  der  Gesellschaft 
'  lur  Erforschung  der  vaterl.  Denkmaale  der  Vorteil  su  Sinsheim,   n.  «.  Ges.  tbeils  wirklichem,  tbeik 

Ehrco-  und  correspond.  Mitgiiede. 


Erster    Band. 
Von  den  ältesten  geschichtlichen  Nachrichten  «bis  zum  Jahre  1125. 

Mit  Monogrammen-  nnd  Siegel- Abbildungen. 

/ 

Münster, 

gedruckt  und   in  Commission   bei   Friedrich   Regensberg. 

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Vorrede. 


JL'as  Urkundenbach,  dessen  erster  Theil,  nach  Beseiti^ng  mannichfaltiger  Hindernisse,  nunmehr  der  ge- 
lehrten Weh  übergeben  wird,  hat  eine  zweifache  Bestinminng  und  theilt  sich  hiernach  in  zwei  Sectionen. 
Es  soll  I.  in  Regesten,  eine  chronologisch  geordnete  Übersicht  sämmtlicher  auf  die  Geschichte  Westfalens 
bezüglicher  Urkunden  und  historischer  Nachrichten,  so  weit  die  Kunde  derselben  zu  erlangen  war,  und 
n.  in  einem  Codex  diplomaticus,  eine  Sammlung  von  Urkunden  für  die  Geschichte  Westfalens,  nach 
planmässiger  Auswahl,  geben. 

Da  die  Regesten  alle  zu  erlangende  historische  Nachrichten  über  Westfalen  umfassen  sollten,  so 
mussten  sie,  hinsichtlich  des  Zeitumfanges,  nothwendig  mit  dem  ersten,  in  das  nordwestliche  Deutsch- 
land hereinfallenden  historischen  Lichtstrahle  beginnen.  Die  Bearbeitung  des  hiernach  sich  ergebenden 
ältesten  Theiles  unserer  Geschichte,  von  der  Zeit  Julius  Gäsars  bis  zum  historischen  Auftreten  der 
Franken  und  Sachsen  (Nr.  \ — 60.  der  Regesten),  hat  Herr  Dr.  Beckel  besorgt,  und  zwar  nach  dem 
Grundsatze,  zur  Vermeidung  aller  snbjecüv- willkürlichen  Deutungen,  die  betreffenden  Stellen  aus  den 
Schriften  der  alten  griechischen  und  lateinischen  Geschichtschreiber,  nach  kurzer  Innhaltsangabe,  voll- 
ständig  im  Grundtexte  mitzutheilen.  Der  Plan,  nach  welchem  die  Auswahl  und  Znsammenstellung  gesche- 
hen ist,  wird  aus  dieser  selbst  einleuchten;  Erläuterungen  und  weitere  Ausfuhrungen  einzelner  Gegenstände, 
für  welche  hier  ohnehin  der  Raum  nicht  in  Anspruch  genommen  werden  durfte,  sollen  später  in  der  Zeit- 
schrift für  vaterländische  Geschichte  und  Alterthumskunde  erscheinen.  Der  sorgfältige  und  umsichtige 
Fleiss,  mit  welchem  dieser  TheU  der  Arbeit  ausgeführt  wurde,  der  Werth  und  die  Yerdienstlichkeit  der- 
selben, werden  ebenfalls  dem  Kenner  sich  von  selbst  darstellen,  ohne  dass  es  weiterer  Andeutungen 
hierüber  bedarf,  für  welche  dieser  Ort  ohnehin  nicht  passen  wurde.  Mein  Antheil  an  dieser  Partie  be- 
schränkt sich  —  einige  unerhebUche  Zusätze  abgerechnet  —  auf  das  ganz  äusserliche  Geschäft,  die  Druck- 
einrichtung in  Gleichförmigkeit  mit  dem  übrigen  TheUe  der  Regesten  zu  ordnen. 

Mit  Nr.  64.  der  Regesten  beginnt  meine  eigne  Arbeit,  zu  welcher  auch  der  ganze  Codex  diplomaticus 
gehört;  und  über  diese  glaube  ich  hier  eine  ausführliche  Rechenschaft  schuldig  zu  sein. 

Was  zuerst  die  räumliche  Ausdehnung  des  behandelten  Landes  betrifft,  so  ist  der  Begriff  Westfalens, 
von  der  Zeit  an,  wo  die  festere  Gestaltung  der  Geschichte  auch  eine  bestimmtere  geographische  Begren- 
zung zulässt.,  in  dem  althistorischen  Sinne  genommen,  nach  welchem  das  Land  dieses  Namens  die  alten 
Diöcesen  der  Bisthümer  Münster,  Osnabrück,  Minden,  Paderborn,  und  den  Westfälischen  TheQ  der  Erz- 
bischöflich-Cölnischen  Diöcese  umfasst,  womit,  nach  der  jetzigen  Landes-EintheUung,  die  drei  Regierungs- 
bezirke der  Preuseischen  Provinz  Westfalen,  die  Hanoversche  Landdrostei  Osnabrück,  die  jetzt  Oldenbur- 
gischen TheUe  des  ehemaligen  Münsterschen  Niederstifts,  der  Hessische  Antheil  der  Grafschaft  Schauenburg, 

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rV  Vorrede. 

und  die  Fürstenthümer  Schauenburg,  Lippe,  Waldeck  und  Pyrmont  im  Ganzen  übereinkommen;  nur  dass 
von  den  Preussischen  Landestheilen  die  jetzt  zur  Provinz  Westfalen  gerechneten  Kreise  Siegen  und  Witt- 
genstein, als  dem  alten  Westfalen  nicht  angehörig,  ausgeschlossen  blieben,  und  dagegen  ein  kleiner  Theil 
der  jetzigen  Rheiuprovinz  herübergezogen  werden  musste,   wie  denn  schon  in  dem  vorliegenden  Theile 
dieses  Werkes  die  Stifter  Essen  und  Elten,  als  alte  Pertinenzien  Westfalens,  in  Berücksichtigung  kamen. 
Ein  Überschreiten  dieser  Grenzen,  oder  ein  Schwanken  iu  Ansehung  derselben,  konnte  bei   dem  Codex 
diplomaticus  nicht  leicht  vorkommen,    da  jede  Urkunde  sich  an  eine  bestimmt  gegebene  Persönlichkeit 
oder  örtlichkeit  anschliesst,  über  deren  Stellung  ein  Zweifel  nicht  leicht  aufkommen  kann.      Wohl  aber 
ist  ein  solches  Schwanken  möglich  in  den  Regesten,  die  —  nach  dem  in  den  Brandenburgischen  Regesten 
durch  G.  W.  von  Raumer  gegebenen  beifallswerthen  Vorbilde  —  nicht  bloss  die  eigentlichen  Urkunden, 
sondern  auch  die  historischen  Nachrichten  der  Nekrologien,  Annalen,  Chroniken,  Biographen  und  anderer 
den  Begebenheiten  möglichst   nahe  stehender  Greschichtschreiber,    überhaupt   so  viel  als  möglich  aller 
historischen  Quellenschriften ,  umfassen  sollen.    Die  Besoi^iss  eines  Überschreitens  der  provinziellen  Gren- 
zen lag  hier  um  so  näher,  als  Westfalen,  besonders  für  die  ältere  Periode  seiner  Geschichte,  nur  wenig 
einheimische  Geschichtschreiber,  und  auch  diese  —  die  späteren,  für  die  ältere  Zeit  unzuverlässigen  und 
unkritischen  Chroniken  abgerechnet  —  nur  für  einzelne  hervorragende  Persönlichkeiten,  besondere  Ereig- 
nisse und  kürzere  Perioden,  besitzt;  daher  bei  weitem  die  meisten  historischen  Nachrichten  aus  allgemei- 
neren Geschichtswerken  entlehnt  werden  müssen,  wo  sie  mit  fremdartigen  Gegenständen  vielfach  verwebt 
und  oft  nicht  leicht  von  diesen  zu  sondern  sind.     Wenn  es  nun  auch  als  Gesetz  galt,  das  Übergreifen  in 
aligemeine  und    auswärtige   geschichtliche   Verhältnisse   mit   möglichster   Aufmerksamkeit  zu   vermeiden, 
so  war  doch,  bei  dem  engen  Zusammenhange  der  speciellen  mit  der  allgemeinen  Geschichte,  welche  so 
oft  die  Grundlage  der  ersteren  ist  und  ihr  Verständniss  öfihet,  eine  scharfgezogene  Grenzlinie  nicht  immer 
einzuhalten.     Besonders  aber  schien  eine  Ausnahme  in  zwei  vorzüglich  wichtigen  Perioden  unerlässlich, 
nehmlich  in  der  Zeit  vom  historischen  Auftreten  der  Sachsen  bis  zum  Ausgange  der  Sachsenkriege  Karls 
des  Grossen,  und  in  der  Zeit  der  Sachsenkriege  Heinrichs  IV.  und  V.  im  44.  und  42.  Jahrhundert.     In 
jener  älteren  Periode  sind  die  Bewohner  Westfalens  an  den  bekannten  Kriegsereignissen  und  den  damals 
zusammengehörigen  Begebenheiten  meist  nur  in  ihrem  Zusammenhange  mit  dem  Sächsischen  Gesaromtvolke 
betheiligt,  und  eigenthümliche  Nachrichten  in  Beziehung  auf  Westfalen  überdies  nur  so  sparsam  vorhan- 
den,   dass,   getrennt  von  jenem  Zasammenhange,    die  Geschichte  Westfalens  in  lauter  verbindungslose, 
kaum  noch  verständliche  Bruchstücke  zerfallen  würde.    Deshalb  wurde  für  diese  Zeit  nicht  sowohl  die 
besondere  Geschichte  Westfalens,  als  die  Geschichte  des  Sächsischen  Volkes  und  Landes  überhaupt  ins 
Auge  gefasst,   und  nur  specielle  Geschichten  ausserwestfälischer  Orte  und  Gegenden,  die  mit  dem  ge- 
schichüichen  Ganzen  oder  den  besonderen  Angelegenheiten  Westfalens  iu  keinem  nothweudigen  Zusam- 
menhange stehen,  bei  Seite  gelassen.  —  In  den  Zeiten   Heinrichs  IV.  und  V.  verhält  es  sich  fast  in 
ähnlicher  Weise.    An  dem,  wie  im  Allgemeinen,  so  auch  für  Westfalen  insbesondere,  höchst  bedeutungs- 
vollen Kriege,  war  Westfalen  örtlich  zwar  nur  wenig  betheiligt,   und  es  sind  uns  überhaupt  nur  wenige 
speciell- westfälische  Nachrichten  aus  dieser  Zeit  erhalten;  aber  Westfalen  war  so  gut  wie  andere  Länder 
in  den  Kreis  der  allgemeinen  Ereignisse  mit  hineingezogen ;  erst  durch  die  Kenntniss  der  letzteren  erhalten 
die  sonst  nur  fragmentarischen  Nachrichten  über  Westfalen  Zusammenhang  und  Bedeutung;    und  eben  so 
werden  die  wesentlichen,  aber  unmerklich  ins  Leben  getretenen  Veränderungen,  welche  die  westfälischen 

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Vo^rrede.  V 

Zustände  im  Verlaufe  jener  langwierigen  Kriege  erfuhren ,  nicht  anders  als  durch  die  Erwägung  der  auf 
sie  einwiricenden  allgemeineren  Ereignisse  verständlich.  Die  Berücksichtigung  der  letzteren  stellte  sich 
daher  als  nothwendig  dar;  jedoch  geschah  sie  mit  strengster  Auswahl,  und  mit  Ausschliessung  alles  Au^ 
wärtig*Speciellen.  —  Ausser  diesen  beiden  Perioden  wurden  sonst  überall,  wo  nicht  in  einzelnen  Fällen 
ein  besonderer  geschichtlicher  Zusammenhang  für  eine  Ausnahme  sprach,  die  Grenzen  Westfalens  streng 
festgehalten.  Die  Erwähnung  der  auswärtigen  Besitzungen  Westfälischer  Stifter  und  der  auswärtigen  Yer* 
hältnisse  westfälischer  Regenten  ist  als  eine  solche  Ausnahme  kaum  zu  betrachten,  da  diese  Gegenstände 
eineü  integrirenden  Theil  der  Geschichte  dieser,  Westfalen  angehöriger,  Personen  und  Stiftungen  ausma- 
chen, und  somit  in  die  Geschichte  Westfalens,  wenn  diese  nicht  in  wesentlichen  Beziehungen  lückenhaft 
bleiben  soll,  nothwendig  gehören.  —  Was  insbesondere  das  Yerhältniss  zu  Friesland  betrifft,  so  lag  grund- 
sätzlich die  Geschichte  Frieslands  an  sich  —  abgesehen  von  den  dortigen  Angelegenheiten  des  Bisthums 
Münster  —  nicht  im  Bereich  unserer  Aufgabe;  sie  wurde  daher  nur  berücksichtigt  in  der  Zeit  der  Pflan- 
zung des  Christenthums,  die  ihren  Weg  über  Friesland  nach  Westfalen  nahm,  und  in  der  Zeit  der  Nor- 
mannenkriege, die  Westfalen  meist  von  Friesland  aus  berührten. 

Bei  dieser  Begrenzung  nach  aussen,  wurde  innerhalb  der  angenommenen  Grenzen  die  möglichste 
Vollständigkeit  der  historischen  Notizen  erstrebt,  und  dabei,  zur  Vervollständigung  der  für  Geschichte, 
Zeitrechnung  und  Urkundenkritik  oft  so  wichtigen  biographischen  Notizen,  auch  nicht  unterlassen,  die 
Theilnahme  westfälischer  Bischöfe  und  Grafen  an  Reichs-  und  Kirchenversammlungen,  ihre  Anwesenheit 
als  Zeugen  bei  fremden  Urkunden,  u.  d.  m.  so  weit  die  zugänglichen  Quellen  reichten,  zu  bemerken. 
Doch  bescheide  ich  mich  gern,  in  dieser  Richtung  von  eigentlicher  Vollständigkeit  noch  fern  gebliebeir 
zu  sein,  da  ich,  auch  bei  dem  lebhaftesten  Bemühen,  so  viele  der  gedruckten  Urkunden  als  möglich  zu 
benutzen,  mir  doch  nicht  alle  auswärtige  Urkunden -Sammlungen  zu  verschaffen  im  Stande  war,  und  noch 
weniger,  in  meiner  beschränkten  Lage,  daran  denken  durfte,. Behufs  der  etwa  noch  ungedruckten  Urkun- 
den, auswärtige  Archive  an  Ort  und  Stelle  zu  benutzen.  Nicht  unterlassen  kann  ich,  der  Hilfe  meines 
würdigen  Freundes  Mooyer,  der  mir  (ausser  den  nachher  zu  erwähnenden  Originalen  und  Kopien  seiner 
Sammlung)  eine  Übersicht  der  älteren  Minden  sehen  Urkunden,  und  seine  Notizen  über  die  Todestage  der 
Westfälischen  Bischöfe  freundlich  mittheilte,  dankbar  zu  gedenken. 

In  den  Regesten  wurde,  seit  dem  Aufhören  der  altrömischen  Literatur,  der  Kürze  wegen,  die  wört- 
liche Mittheilung  der  betreffenden  Stellen  der  Geschichtschreiber  und  Urkunden,  wo  sie  nicht  in  einzelnen 
Fällen,  besonderer  Umstände  wegen,  rathsam  schien,  unterlassen,  und  nur  der  Innhalt  summarisch,  jedoch 
möglichst  mit  Berücksichtigung  aller  merkwürdigen  Orts-  und  Personen -Namen,  angegeben.  —  Unterge- 
schobene und  verfälschte  Urkunden  und  andere  in  die  Geschichte  eingedrungene,  offenbar  irrige  Nach- 
richten, sind  zwar  nicht  mit  Stillschweigen  übergangen,  sondern  in  den  Regesten,  an  den  ihnen  angeblich 
zukommenden  Stellen  angeführt,  aber  durch  ein  besonderes  Zeichen  (*)  bemeridich  gemacht  worden.  — 
Undatirte  Urkunden  und  andere,  ohne  Zeitbestimmung  gegebene  Nachrichten,  sind,  so  weit  es  möglich 
war,  nach  den  Jahren,  zwischen  welche  sie  fallen,  berechnet,  und  in  der  Zeitfolge  da,  wo  sie  frühestens 
hingehören  können,  eingefügt.  Historische  Nachrichten,  die  sich  überhaupt  nicht  gut  auf  ein  bestimmtes 
Jahr  zurückführen  liessen,  oder  für  die  es  sonst  an  sichern  chronologischen  Daten  fehlte  (z.  B.  Reg.  Nr. 
102,  454,  496,  520,  524,  687  u.  a.),  wurden  dahin  geordnet,  wo  sich  ein  passender  sachlicher  Anknü* 
pfungspunkt  für  sie  fand.  —  Die  im  Codex  diplomaticus  abgedruckten  Urkunden  sind  in  den  Regesten 

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VI  Vorrede. 

mittels  der  eingeschlossenen  römischen  Zahlen  angegeben.  Zur  Vermeidung  unnöthiger  Wiederholungen 
ist  ihre  Innhaltsanzeige  in  den  Regesten  kürzer  gefasst,  und  im  Cod.  dipl.  eine  soldie  gar  nicht  beigefügt^ 
'^eil  die  Regesten  auch  dafür  genügen. 

Bei  der  Auswahl  der  Urkunden  für  den  Codex  diplomaticus  kam  nothwendig  die  Frage  in  Erwägung» 
wie  es  mit  den  früher  schon  gedruckten  Urkunden  zu  halten  sei.  Dass  der  Wiederabdruck  bereits 
irgendwo  gedruckter  Urkunden  ganz  unterlassen  werden  müsse,  wird  wohl  jetzt  überhaupt  nicht  mehr 
gefordert,  und  es  ist  die  UnStatthaftigkeit  des  Verlangens,  nur  noch  ungedruckte  Urkunden  neu  zu  publi- 
ciren,  verschiedentlich  sowohl  grundsätzlich  ausgesprochen,  als  thatsächlich  in  neueren  Urkundenbüchern 
bewährter  Meister  dieses  Faches,  wie  Hoefer,  Lacomblet,  u.  A.  zurückgewiesen  worden,  so  dass  ich 
mich  dabei  nicht  weiter  aufzuhalten  brauche.  An  eine  absolut  vollständige  Urkundensammlung  konnte 
aber,  aus  nahe  liegenden  Gründen,  auch  nicht  gedacht,  und  es  sollte  diese  ja  eben  durch  die  Regesten 
einigermassen  ersetzt  werden.  Es  wurde  daher  versucht,  zwischen  einer  Beschränkung  auf  noch  unge- 
druckte, und  einer  Ausdehnung  auf  alle  der  Geschichte  Westfalens  angehörige  Urkunden,  einen  ange- 
messenen Mittelweg  einzuschlagen,  und  zu  dem  Ende  der  Grundsatz  befolgt:  4)  nur  solche  Urkunden  im 
Abdrucke  zu  geben,  die  entweder  im  Originale,  oder  in  guten  archivalischen  Abschriften  vorlagen,  und 
2)  auch  von  diesen  noch  diejenigen  auszuschliessen,  welche  in  neueren,  allgemein  zugänglichen,  planmässig 
und  kritisch  bearbeiteten  Urkundensammlungen  gedruckt  sind.  Als  solche  wurden  die  Urkundenbücher 
Ton  Selber tz,  Lacomblet  und  Hoefer  anerkannt;  auch  schien  es  zweckmässig,  die  Zeitschrift  fiir 
Archivkunde  und  die  von  unserm  Verein  herausgegebene  Zeitschrift  für  vaterländische  Geschichte  und 
Alterthumskunde,  vorbehaltlich  besonderer  Ausnahmen,  hieher  zu  rechnen;  endlich  wurde  von  den,  in 
der  neuen  Ausgabe  von  Mosers  sämmtl.  Werken,  auf  den  Grund  einer  neuen  Vergleichung,  abgedruckten 
Osnabrückischen  Urkunden,  von  denen  ich  schon  vor  dieser  neuen  Herausgabe  gleichfalls  Abschriften  ge- 
nommen hatte,  nur  eine  Auswahl  der  wichtiG;sten  und  fiir  den  Zusammenhang  wünschenswerthesten  voll- 
ständig aufgenommen.  Die  bei  andern,  besonders  älteren  Schriftstellern  gedruckten  Urkunden,  blieben, 
theils  wegen  der  planlosen  und  unkritischen  Beschaffenheit  und  nicht  selten  (zumal  bei  Schaten  und 
Falke)  offenbaren  Verfälschung  vieler  jener  Abdrücke,  theils  wegen  ihrer  geringen  Verbreitung  ausser- 
halb  Westfalens,  nur  dann  vom  Wiederabdruck  ausgeschlossen,  wenn  keine  handschriftliche  Quelle  fiir 
einen  zuverlässigen  Text  aufzufinden  war.  Die  MittheUung  nach  gedruckten  Werken,  in  Ermangelung 
einer  unmittelbaren  handschriftlichen  Quelle,  unterblieb  überall,  weU  die  älteren  in  der  Regel  nicht  Si- 
cherheit genug  gewähren,  die  besseren  unter  jenen  aber  (z.  B.  Würdtwein),  so  wie  die  neueren,  ge- 
nugsam verbreitet  und  zugänglich  sind.  Eine  Auswahl  der  Urkunden  nach  ihrem  Innhalt  und  ihrer  rela- 
tiven Bedeutsamkeit,  hat,  bis  zum  Schlüsse  des  42.  Jahrhunderts,  noch  nicht  statt  gefunden,  sondern  es 
sind  alle  überhaupt  noch  auizufindenden  Urkunden,  unter  den  vorerwähnten  äusseren  Beschränkungen, 
aufgenommen  worden.  Später  wird,  bei  der  wachsenden  Menge  der  Urkunden,  allerdings  auch  eine  Be- 
schränkung nach  inneren  Gründen  erforderlich  werden.  —  Die  dem  Abdrucke  zum  Grunde  gelegten  Ab- 
schriften sind,  mit  wenigen,  ihres  Orts  anzugebenden  Ausnahmen,  alle  von  mir  selbst  gefertigt,  und  wer- 
den gesammelt  in  dem  Königl.  Provinzial- Archive  zu  Münster  aufbewahrt  Bei  weitem  die  meisten  sind 
den  Originalen  entnommen.  Wo,  in  Ermangelung  des  Originals,  ein  Kopialbuch  oder  eine  andere  Abschrift 
benutzt  werden  musste,  und  wo  das  Original  oder  die  an  dessen  Stelle  benutzte  Kopie  nicht  im  hiesigen 
Königlichen  Provinzial-Archive  oder  einem  andern  Königlichen  Archive  beruht,  da  ist  die  Quelle  jedesmal 

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Vorrede.  VI! 

angezeigt;  der  Mangel  einer  ausdrücklichen  Angabe  besagt  also  stillschweigend ,  dass  die  Urkunde  dem 
Original  entnommen  ist,  und  dieses,  oder  die  statt  dessen  benutzte  Kopie,  sich  in  einem  Königlich -Preus* 
sischen  Staats* Archive  befindet.  Beabsichtigt  wurde  die  möglichste  Correctheit  und  Übereinstimmung  mit 
dem  Originaltexte,  selbst  in  formellen  EigenthümKchkeiten;  nur  dass  die  Abkürzungen,  so  weit  es  mit 
Sicherheit  zulässig  war,  aufgelöst,  und  alle  Eigennamen  mit  grossen  Anfangsbuchstaben  geschrieben  wur- 
den. Die  sehr  inconsequente  Orthographie  der  Kopien  wurde  in  der  Regel  nach  der  bekannten  Schreib* 
weise  gleichzeitiger  Originale  berichtigt;  nur  in  einzelnen  wenigen  Fällen  ist  dies  —  weil  meine  Abschriften 
zum  TheH,  der  Zeit  nach,  weit  aus  einander  liegen  —  übersehen  und  die  jüngere  Schreibweise  beibe- 
halten worden.  Wo  in  den  Originalen  Majuskelschrift  angewandt  war,  ist  sie  auch  im  Abdrucke  wieder- 
gegeben. Die  veriängerte  Schrift  der  Monogramm*  und  Recognitionsformeln  u.  dgl.  ist  durch  Cursiv  er- 
setzt; im  Eingange  der  Urkunden  zeigen  zwei  senkrechte  Striche  an,  wie  weit  in  den  Originalen  die  ver- 
längerte Schrift  geht.  Die  in  einigen  Urkunden  vorgefundenen  tironischen  Noten  sind  getreu  nachgebildet. 
Die  Absicht,  dies  auch  mit  den  Chrismen  zu  thun,  wurde,  der  Raum-  und  Kostenerspamiss  wegen,  bei 
der  geringen  Bedeutung  dieser  Zeichen,  aufgegeben,  und  ist  das  lateinische  Ghrismon  durch  C  oder  JC, 
je  nachdem  die  eine  oder  die  andere  Grundform  darin  zu  bemerken  war,  und  das  griechische  Ghrismon 
durch  XP  angedeutet.  Nicht  unnütz  schien  es,  den  Monogrammen  der  Kaiser  und  Könige,  die  unter  allen 
Gegenständen  der  Urkundenwissenschaft  bisher  am  meisten  vernachlässigt  wurden,  eine  besondere  Sorg- 
falt zuzuwenden;  zur  Schonung  des  Raumes  sind  indessen  nur  die  ersten  in  den  Text  eingedruckt,  eine 
Auswahl  der  folgenden  ist  besonders  beigegeben.  Die  Siegel -Abbildungen  beschränken  sich  —  mit  Über- 
gehung der  kaiserlichen  und  sonstigen  auswärtigen,  von  denen  nur  das  noch  ganz  unbekannte  Bleisiegel 
Otto's  ni.  seiner  besondern  Seltenheit  wegen  mitgetheilt  ist  —  auf  die  Westfälischen,  und  es  wird  keine 
Missbilligung  finden,  dass  auch  zwei  Siegel  mitgetheilt  wurden,  die  sich,  beim  Verlust  der  dazu  gehörigen 
Urkunden,  allein  erhalten  haben. 

Eine  kritische  Übersicht  der  bisherigen  literarischen  Quellen  für  die  (xeschichte  Westfalens  behalte 
ich  mir  vor,  später  in  der  Zeitschrift  für  vaterländische  Geschichte  und  Alterthumskunde  zu  geben.  Da- 
gegen wird  eine  Nachweisung  der  zum  Zwecke  dieses  Werkes  benutzten  Archive  und  Privatsammlungen 
hier  am  rechten  Orte  stehen. 

I.  Das  Königliche  Geheime  Staats-  und  Kabinets- Archiv  zu  Berlin  enthält  eine  in  ihrer  Art  einzige 
Auswahl  der  seltensten  und  merkwürdigsten  Urkunden  aus  allen  Preussischen  Provinzen,  worunter  die 
Westfälischen  keine  der  unbedeutendsten  Stellen  einnehmen.  Die  Benutzung  der  hieher  gehörigen  Urkunden 
war  mir,  bei  eigner  Anwesenheit  in  Berlin,  im  Sommer  4842,  so  wie  eine  kleine  Nachlese  im  September 
1844  gestattet,  und  ich  habe  dabei  die  gefällige  Förderung  des  Herrn  Geheimen  Archivraths  Hoefer 
dankbar  zu  rühmen. 

II.  Das  Königliche  Provinzial -Archiv  zu  Münster  umfasst,  wie  leicht  zu  denken,  bei  weitem  die 
meisten  der  archivalischen  Schätze  Westfalens.  Mit  wenigen  Ausnahmen  sind  gegenwärtig  in  demselben 
die  sämmtlichen  Archive  der  verschiedenen,  früher  selbstständigen  Staaten,  aus  welchen  diese  Provinz 
gebildet  wurde,  und  ihrer  in  Domanialbesitz  übergegangenen  Stiftungen  vereinigt,  obgleich  viel  längere 
Zeit,  als  in  den  meisten  der  übrigen  Provinzen,  verfloss,  bis  diese  Vereinigung  vöUig  zu  Stande  kam. 
Namentlich  gehört  hieher: 

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via  Vorrede. 

1.  Das  Archiv  des  vormaligen  Bisthums  Münster,  jetzt  die  früher  getrennten  Archive  des  Landes* 
lierm  (das  Landes -Archiv)  und  des  Domkapitels,  so  wie  der  beiderseitigen  Behörden,  der  einzelnen 
Ämter  und  sonstigen  Besitzungen  derselben,  gemeinschafdich  umfassend;  nebst  den  Archiven  der  hieher 
gehörigen  Medial- Stifter  und  Klöster,  als  der  CoUegiatstifter  im  alten  Dome,  zu  S.  Mauritz,  S.  Ludgeri 
und  S.  Martini,  der  Klöster  S.  Marien  (Überwasser),  S.  Ägidü  u.  a.,  und  der  Deutsch  -  Ordens -Commende 
S.  Georg,  zu  Münster;  des  Collegiatstifts  zu  Beckum,  und  der  Klöster  Maria-Rosa  zu  Alen,  Biumenthal  zu 
Beckum,  Freckenhorst,  Gravenhorst,  Hohenholte,  Liesborn,  Marienfeld,  Notteln,  Rengering  und  Vinnenberg« 
so  vfie  einem  Theile  des  Archivs  des  ehemaligen  Stifts  Kappenberg,  die  kirchlichen  Patronatrechte  und 
etnzebe,  nicht  an  die  gegenwärtige  Standesherrschaft  übergegangene  Besitzungen  desselben  betreffend. 

2.  Das  Archiv  der  Grafschaft  Tecklenburg  und  des  zu  derselben  gehörigen  Klosters  Leedeu. 

3.  Die  Archive  des  Ftirstenthums  Minden  und  der  Grafschaft  Ravensberg  uno  jitcr  dazu  gehöri- 
gen Stifter  und  Klöster;  namentlich  das  eigentliche  Ravensbergische  Urkunden-  und  Lehens -Archiv;  die 
Archive  des  Domstifts,  der  Stifter  S.  Johannis,  S.  Marien,  S.  Martini  und  S.  Mauritz  und  Simeon  zu  Min- 
den; S.  Andreas  zu  Lübbecke;  S.  Marien  zu  Bielefeld;  des  Münster- Stifts,  des  Stifts  auf  dem  Berge,  des 
Stifts  S.  Johannis  und  Dionysii,  und  der  Johanniter -Commende  zu  Herford;  dann  der  Stifter  Levern, 
Quemheim  und  SchUdesche. 

4.  Die  Archive  der  ehemaligen  landesfürstlichen  Behörden  und  des  Domstifts  zu  Paderborn,  so 
wie  der  dorthin  gehörigen  Stifter  und  Klöster  Abdinghof,  Bussdorf  und  Gokirchen  zu  Paderborn;  Bödde- 
ken,  Dalheim,  Hardehauseu,  Heerse,  Helmershausen,  Holthausen  und  Marienmünster;  und  der  ehemaligen 
Herrschaft  und  nachherigen  Jesuiten -Residenz  Büren. 

5.  Die  Archive  des  ehemaligen  Stifts  Corvey  und  der  davon  abhängigen  Stifter  und  Klöster  Mars- 
berg, Kcmnade,  Brenkhausen,  Bursfeld  und  Schaken. 

6.  Aus  dem  ehemaligen  Cölnischen  Herzogthum  Westfalen:  die  Archive  der  früheren  dortigen 
Landstände,  der  Stifter  und  Klöster  Benninghausen,  Bredelar,  Brilon,  Drolshagen,  Eikeloh,  Ewig,  Galiläa, 
Gesike^  Glintfcld,  Grafschaft,  Himmelpforten,  Meschede,  Nazareth,  Odacker,  Olinghausen,  Rumbeck,  We- 
dinghausen,  und  der  Deutsch -Ordens -Commende  Mühlheim. 

7.  Aus  der  Grafschaft  Mark:  der  Überrest  des  ehemaligen  landständischen  Archivs,  und  die  Archive 
der  Stifter  und  Klöster  Ciarenberg,  Fröndenberg,  Gevelsberg,  Herdike,  Kentrup,  Marienborn,  Rhynern, 
Scheda  und  Welver,  so  wie  der  Stifter  und  Klöster  zu  Dortmund,  Soest  und  Lippstadt. 

Die  eigentlichen  landesherrlichen  Archive  des  Herzogthums  Westfalen  und  der  Grafschaft  Mark  befin- 
den sich,  in  Verbindung  mit  den  Archiven  des  Erzstifts  Cöln  und  des  Herzogthums  Cleve,  im  Königlichen 
Provinzial- Archive  zu  Düsseldorf  und  sind  aus  diesem  fiir  das  Lacomblet'schc  Urkundenbuch  zur  Ge- 
schichte des  Niederrheins  benutzt  worden,  das  sonach  auch  einen  Theil  wesentlich  westfälischer  Geschichts- 
quellcn  in  sich  schliesst.  Diese  Überschreitung  der  provin?iellen  Grenzen  und  TrennAig  des  Provinziell- 
Zusammengehörigen,  ist  freilich  in  mancher  Hinsicht  unangenehm;  für  die  Wissenschaft  im  Ganzen  geht 
indessen  daraus  kein  Verlust  hervor,  indem  das  bedeutsamste  urkundliche  Material  gleichzeitig  —  sei  es 
nun  hier  oder  dort  —  doch  ans  Licht  gefördert  wird  und  unsere  Urkundeubücher  sich  gegenseitig  er- 
gänzen« 

8.  Aus  dem  Vest  Recklinghausen  ist  sowohl  das  ehemalige  Statthalterei -  als  das  landständische 
Archiv  seit  kurzem  in  das  Provinzial -Archiv  übernommen« 

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VorreUe.  IX 

Es  bedarf  nicht  erst  der  Erinnerung,  dass  nicht  alle  die  genannten,  grossentheils  erst  in  jüngerer  Zeit 
beginnenden  Archive,  schon  Materialien  für  die,  in  diesem  und  dem  nächstfolgenden  Bande  des  Urkunden- 
buchs  bearbeitete  frühere  Periode  liefern  konnten. 

Ausser  den  zahlreichen  Original -Urkunden  lieferten  die  genannten  Special -Archive  dem  Königlichen 
Proviiizial- Archive  eine  bedeutende  Anzahl  Kopialbücher  und  anderer  alt-archivalischer  Manuscripte,  von 
denen  die  bemerkenswerthesten  hier  zu  nennen  sind. 

Das  grosse  Kopiarium  (gewöhnlich,  seiner  Eintheilung  wegen,  Liber  distinctionum  genannt)  des  Dom- 
kapitels zu  Münster,  in  zwei  starken  Pergament -Bänden  im  grössten  Folio -Format,  im  14.  Jahrhun- 
dert begonnen,  mit  jüngeren  Fortsetzungen  und  Nachträgen  bis  zum  46.  Jahrhundert.  Den  einzelnen 
Abschriften  fehlt  jedoch,  wie  die  Yergleichung  mit  noch  vorhandenen  Originalen  gelehrt  hat,  nicht 
selten  die  nöthige  Treue  und  Genauigkeit. 

Das  sogenannte  rothe  Buch  des  Domkapitels  zu  Munster,  oder  nach  seinem  Urheber,  Liber  Rotgeri, 
auf  Pergament  zu  Anfange  des  44.  Jahrhunderte  geschrieben,  enthält  ein  Verzeichniss  der  Güter, 
Gerechtsame  und  Statuten  des  Domkapitels  und  seiner  einzelnen  Dignitäten,  Obedienzen  und  Officien, 
mit  eingeschalteten  Urkunden. 

Das  Kopialbuch  des  Collegiatstifts  im  alten  Dome  zu  Münster;  Pergament- Handschrift,  im  44.  Jahrhundert 
angefangen  und  im  45.  fortgesetzt,  mit  jüngeren  Nachträgen. 

Das  sogenannte  rothe  Buch  (Liber  rubeus)  des  Collegiatstifts  S.  Mauritz  vor  Münster,  eine  sehr  reich- 
haltige Sammlung  von  Urkunden,  Güterverzeichnissen  u.  d.  m.;  Perg.-Handschr.  tun  das  Jahr  4492 
von  Bernhard  Tegeder,  Scholaster  des  genannten  Stifts,  gefertigt. 

Überreste  eines  alten,  im  44.  Jahrhundert  auf  Pergament  geschriebenen  Kopialbuches  des  Ludgeri- Stifts 
zu  Münster. 

Altes  Kopialbuch  des  Martmi-Stifts  zu  Münster,  aus  dem  44.  und  45.  Jahrhundert;  Pergament;  —  und 
ein  neueres,  im  J.  4594  ausgefertigt,  in  2  Bänden;  Papier. 

Kopialbuch  des  Ägidii- Klosters  zu  Münster;  Papier,  in  2  Bänden,  wovon  der  eine  die  Fundationen, 
Güter -Erwerbungen  u.  d.,  der  andere  die  Bentverschreibungen  enthält,  im  47.  Jahrhundert  von  dem 
Notarius  Wilkinghof  ausgefertigt.  Der  erste  dieser  beiden  Bände  wurde  aus  Nieserts  Nachlasse 
wieder  erworben. 

Kopialbuch  der  Deutsch- Ordens -Commende  S.  Georg  zu  Munster,  in  3  Bänden  auf  Papier  um  das  Jahr 
4733  geschrieben. 

Kopialbuch  des  Collegiatstifts  zu  Beckum,  unter  dem  Titel:  Liber  reddituum,  fundationnm,  statutorum 
ecclesiae  Bechcmensis;  Perg.  Handschr.  aus  dem  44.  Jahrhundert. 

Kopialbuch  des  Klosters  Freckenhorst;  Papier -Handschr.  des  45.  u.  46.  Jahrhunderts. 

Kopialbuch  des  Klosters  Frenswegen  in  der  Grafschaft  Bentheim;   Pap.  Handschr.  des  45.  Jahrhunderts. 

Kopialbuch  des  Klosters  Gravenhorst;  Pap«  Handschr.  aus  verschiedenen  Zeiten,  vom  45.  bis  zum  48. 
Jahrh.  zusammengetragen. 

Vom  Kloster  Liesborn  ist  die  älteste,  schon  im  42.  Jahrhundert  gefertigte  Sammlung  abschriftlicher  Ur- 
kunden unter  dem  Titel :  Liber  quorundam  privilegiorum  etc. ,  eine  schon  an  sich  sehr  ausgezeichnete 
Pergament -Handschrift,  in  das  Königl.   Geh.  Staats-  und  Kab. -Archiv  zu  Berlin  übergegangen.   — 

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Vorrede. 

Von  den  noch  hier  befindlichen  Kopialbüchern  dieses  Klosters  ist  das  älteste  auf  Papier  im  45.  Jahr- 
hundert, jedoch  im  Ganzen  gut  und  richtig  geschrieben;  —  ein  jüngeres,  ebenfalls  Papier  aus  dem 
17.  Jahrh.  in  2  Bänden;  —  ein  noch  neueres,  im  J.  1777  von  dem  Fr.  Placidus  Chur  gesammelt, 
wurde  aus  Kindlingers  Nachlasse  acquirirt. 

Ältestes  Kopialbuch  des  Klosters  Marienfeld;  Perg.  Handschr.  in  Quart-Format,  angefangen  im  14.  Jahr- 
hundert und  später  fortgesetzt;  von  sehr  reichem  Innhalt,  doch  nicht  selten  fehlerhaft;,  auch  oft 
durch  zu  sehr  gehäufte  Abkürzungen  unverständlich. 

Kopialbuch  des  Klosters  Rengering;  Pap.  Handschr.  im  J.  1612  angef.  mit  späterer  Fortsetzung. 

Kopialbuch  des  Klosters  Vinnenberg;  Pap.  Handschr.  aus  verschiedenen  Zeiten  zusammengetragen. 

Drei  dünne  Kopiarien  des  Martini  -  Stifts  zu  Minden;  Perg.  Handschr.  aus  dem  15.  u.  16.  Jahrhundert. 

Kopialbuch  des  Stifts  S.  Mauritz  und  Simeon  zu  Minden;  Perg.  notariell  aufgenommen  und  beglaubigt 
im  J.  1532. 

Zwei  dünne  Kopiarien  des  Domstifts  zu  Paderborn,  beide  Perg.,  das  eine  aus  dem  14.,  das  andere  aus 
dem  16.  Jahrb.,  jenes  jedoch  mit  jüngeren  Nachträgen. 

Drei  Kopiarien  des  Stiftes  Bussdorf  zu  Paderborn,  alle  auf  Papier;  das  älteste,  von  beträchtlicher  Stärke, 
scheint  noch  im  14.  Jahrhundert  begonnen  zu  sein;  die  beiden  andern  sind  aus  jüngerer  Zeit. 

Älteres  Kopialbuch  des  Klosters  Dalheim;  Perg.  notariell  beglaubigt  im  J.  1480;  —  ein  jüngeres,  theils 
Perg.  theils  Pap.  verschiedentlich  zusammengetragen. 

Drei  dünne  Kopiarien  des  Klosters  Marienmünster;  alle  Perg.  und  aus  jüngerer  Zeit. 

Evangelien -Buch  des  Stifts  Corvey;  Perg.  Handschr.  des  12.  (theilweis  vielleicht  schon  des  11.)  Jahrh., 
in  gross  Oktav -Format.  Voran  geht  ein  langes  Namens -Verzeichniss  von  Personen  männlichen  und 
weiblichen  Geschlechts,  die  wahrscheinlich  einer  gewissen  geistlichen  Bruderschaft  angehörten.  Hin 
und  wieder  sind,  auf  ursprünglich  leer  gelassenen  Blättern,  Urkunden  und  andere  historische  Nach- 
richten aus  verschiedenen  Zeiten  eingeschrieben. 

Bruderschafts -Buch  und  Rituale  des  Stiftes  Corvey;  Perg.  Handschr.  des  12.  Jahrh.  mit  merkwürdigen 
Gemählden  und  andern  Verzierungen.  Das  erstere  gibt,  nach  einem  genauen  Verzeichnisse  der  Äbte 
von  Corvey  bis  auf  Wieb old,  die  Namen  aller  in  der  Bruderschaft  des  Stifts  Verstorbenen,  nach 
den  einzelnen  Klöstern  und  Stiftern,  denen  sie  angehörten,  geordnet,  mit  vielen  jüngeren  Nachträgen. 
Auf  mehreren,  ursprünglich  leer  gelassenen  Blättern  und  Räumen,  sind  Urkunden,  meist  aus  dem 
13.  Jahrh.,  eingeschrieben. 

Das  älteste  eigentliche  Kopialbuch  des  Stifts  Corvey;  Perg.  Handschr.  aus  dem  15.  Jahrh.,  sehr  reich- 
haltig, lässt  jedoch  oft  die  wünschenswerthe  Genauigkeit  vermissen.  —  Aus  neuerer  Zeit  ist  eine  be- 
trächtliche Reihe  Corvey  scher  Kopialbücher  vorhanden,  die,  bis  auf  die  ersten  Anfänge  zurückge- 
führt, im  16.  und  17.  Jahrh.  begonnen  und  bis  in  das  18.  Jahrhundert  herein  fortgesetzt  wurden, 
aber  für  die  älteren  Zeiten  des  kritischen  Werthes  entbehren. 

Kleines  Kopiarium  des  Klosters  Schaken;  Pap.  aus  dem  15.  Jahrh. 

Liber  Privilegiorum  Ecclcsiae  Coloniensis.  Ein  Duplikat  des  unter  dem  Namen  des  Liber  coriaceus  be- 
kannten, im  Königlichen  Provinzial- Archive  zu  Düsseldorf  befindlichen,  grossen  Kopialbuches  des 
Erzstifts  Cöln ,  dessen  Westfälische  Besitzungen  mit  umfassend ;  Perg.  Handschr.  aus  der  Zeit  des  Erz- 
bischofs Friedrich  von  Saarwerden.  —  An  dieses  Buch  schliessen  sich  die,   mit  Friedrich  von 

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Vorrede.  '  XI 

Saarwerden  beginnenden,  und  bis  in  die  neuere  Zeit  vorgesetzten,  grossen  Lehen-  oder  sogenann- 
ten Mannbücher. 

Kopialbuch  des  Klosters  Bredelar;  Pap.  aus  dem  15.  Jahrh.  und  später.  Viele  der  älteren  lateinischen 
Urkunden  sind  hier  ins  Deutsche  übersetzt,  und  dürfen  nicht  etwa  für  deutsche  Originale ,  aus  einer 
Zeit,  wo  diese  noch  höchst  selten  sind,  gehalten  werden. 

Kopialbuch  des  Klosters  Wedinghausen ;  Pap.  2  Bände,  aus  neuerer  Zeit. 

Kopialbuch  des  Stifts  S..  Patroklus  zu  Soest;  Pap.  45.  Jahrb.;  —  von  einqm  älteren,  ebenfalls  Papier, 
Fragmente.  —  Ein  sehr  gutes  Kopialbuch  dieses  Stifts,  Perg.  44.  Jahrb.,  besass  der  verstorbene 
G.  J.  H.  Gehrken  zu  Paderborn,  und  würde  dessen  Acquisition  für  das  Provinzial- Archiv  sehr 
wünscheuswerth  sein. 

Kopialbuch  des  Barfüsser- Klosters  zu  Soest;  Pap.  45.  Jahrh. 

Nekrologium  des  Domstifts  zu  Münster  (3  Exemplare,  alle  aus  dem  46.  Jahrb.,  jedoch  aus  älteren 
Nachrichten  zusammengestellt);  —  des  alten  Domes;  — '  des  Stifts  Überwasser,  —  des  Klosters 
S.  Ägidii  (letzteres  sehr  dürftigen  Innhalts),  —  und  des  Fraterhauses  daselbst;  —  und  des  Collegiat- 
Stifts  zu  Beckum.  —  Das  Nekrologium  des  Stifts  S.  Mauritz  vor  Münster  befindet  sich  mit  in  dem 
oben  angeführten,  sogenannten  rothen  Buche  desselben. 

Vitae  SS.  Willehadi,  Ansgarii  et  Rimberti.  Perg.  Handschr.  aus  dem  Ende  des  44.  oder  Anfange  des 
42.  Jahrhunderts,  in  gross -Oktav -Format;  ursprünglich  Eigenthum  des  heil.  Yicilinus,  der  sie  dem 
Kloster  Abdmghof  zu  Paderborn  schenkte  (vgl.  Reg.  Nr.  4440.);  nach  der  Aufhebung  dieses  Klosters 
im  Besitz  des  Domherrn  Meyer  zu  Paderborn,  pnd  aus  dessen  Nachlasse  für  das  Archiv  acquirirt 
Unter  andern  Anhängen  befindet  sich  dabei  auch  der  Cölnische  Landfriede  von  4083  (Cod.  dipl. 
Nr.   CLXIU.). 

Endlich  sind  folgende  Privatsammlungen  jetzt  dem  Archive  einverleibt: 

4.  Die  Kind  ling  er 'sehe  Sammlung;  die  Frucht  des  bewundernswürdigen,  lebenslänglichen  Fleisses 
dieses  thätigen  Mannes.  Sie  bestand  ursprünglich  aus  202  Bänden,  wozu  noch  48  Folio-  und  44  Quart- 
Bände  sogenannter  Codices  kommen;  in  allem  also  aus  234  Bänden,  wovon  jedoch  24  Bände  schon  vor 
der  Einverleibung  in  das  Königliche  Archiv  abhanden  gekommen  sind.  Der  grössere  Theil  besteht  in 
alten,  von  Kindlinger  gesammelten,  der  kleinere  aus  den  von  ihm  selbst  gefertigten  Abschriften  und 
sonstigen  Ausarbeitungen. 

2.  Die  Niesert'sche  Sammlung.  Zwar  konnte  von  dem  urkundlichen  Nachlasse  dieses  mehr  fleissi- 
gen  als  kritischen  und  geschmackvollen  Sammlers  nur  ein  Thcil,  aber  doch  der  grösste  und  im  Ganzen 
wichtigste  acquirirt  werden.  Ausser  mehr  als  400  Original -Urkunden  und  mehreren  alten  Kopialbüchem, 
welche  an  den  betrefienden  Orten  im  Archive  selbst  eingereihet  wurden,  sind  die  von  ihm  gesammelten 
oder  selbst  gefertigten  Abschriften,  mit  andern  nicht  zu  den  eigentlichen  Urkunden  ge^jiörigen  Schriftstücken 
und  sonstigen  historischen  Nachrichten  und  Ausarbeitungen,  in  64  Bände  gesammelt,  die  theils  von  Niesert 
selbst,  nach  Analogie  der  Kindlinger'schen  Sammlung,  in  der  vorgefundenen  Weise  geordnet,  theils  erst 
nach  dem  Ankauf  aus  losen  Papieren  hergestellt  wurden.  In  den  von  Niesert  selbst  angelegten  Bänden 
sind  noch  manche  Original -Urkunden  befindlich,  die  ohne  Zerstörung  der  Bände  nicht  daraus  getrennt 

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XII  Vorrede. 

werden  konnten.    Nicht  nur  an  Umfange,  sondern  auch  an  Werth,  steht  übrigens  diese  Sammlung  der 
Kindlinger sehen  weit  nach,  weil  sie  vieles  enthält,  das  erst  aus  dieser  entlehnt  ist 

3.  Die  Wilkens'sche  Sammlung,  (ausser  mehreren,  im  Archive  selbst  an  den  gehörigen  Orten  unter- 
gebrachten Original -Urkunden)  bestehend  aus  44  Bänden  von  Wilkens  selbst  gefertigter  Abschriften, 
und  einer  beinahe  gleichen  Anzahl  von  ihm  gesammelter  Papiere  von  nicht  ausgezeichnetem  Werthe.  Auch 
jene  Abschriften  sind,  theils  wegen  der  schlechten  und  unleserhchen  Handschrift,  thcils  weil  ihre  Quellen 
sich,  mit  wenigen  Ausnahmen,  schon  im  Archive  befinden,  die  mindest  brauchbaren, 

4.  Die  Meyer'sche  Sammlung,  bloss  aus  den  eignen,  mit  vielen  Urkundenabschriflen  begleiteten, 
leider  nicht  zum  Abschlüsse  gefahrten  Arbeiten  des  unvergesslichen  Domherrn  Meyer,  über  die  Grafen 
von  Arnsberg  und  Rittberg,  die  Grafschaft  Pyrmont,  die  Herrschaft  Büren,  das  Kloster  Heerse,  und  andere 
Gegenstände  der  Westfälischen  Geschichte,  bestehend. 

HI.  Das  Königliche  Provinzial -Archiv  zu  Magdeburg  enthält  einzelne  urkundliche  Materialien  zur 
Geschichte  Westfalens,  besonders  in  Beziehung  auf  das  mit  Corvey  verbundene  ehemalige  Stift  Groningen 
im  Halberstädtischen,  das  der  Aufsicht  des  Erzbischofs  von  Magdeburg  untergebene  Stift  Borghorst  im 
Münster  sehen,  das  mit  dem  Bisthum  Münster  in  geschichtlicher  Verbindung  stehende  Kloster  Gerbstädt  im 
Mannsfeldischcn ,  u.  a.,  die  mir,  so  weit  sie  für  den  vorliegenden  Zweck  dienlich  und  mir  nicht  aus  frü- 
herer eigner  Amtsthätigkeit  schon  bekannt  waren,  durch  die  Gefälligkeit  des  Herrn  Archivars  Stock  zur 
Benutzung  mitgetheilt  wurden. 

IV.    Von  den  standesherrlichen  Archiven  der  Provinz  Westfalen  durfte  ich  benutzen: 

1.  Das  Fürstlich- Salm -Horstmar'sche  Archiv  zu  Coesfeld,  in  welches  die  Archive  der  ehemaligen 
Klöster  Asbeck,  Borghorst,  Langenhorst  und  Metein  übergegangen  sind,    woraus  die  betreffenden  Urkun- 
den bis  zum  Schlüsse  des  42.  Jahrhunderts,  durch  Vermittelung  des  zu  früh  verstorbenen   Gymnasial-  » 
Directors  Sökeland,  mir  bereitwillig  mitgetheilt  wurden. 

2.  Das  Fürstlich -Bentheim-Tecklenburgische  Archiv  zu  Rheda,  hinsichtlich  der  demselben  einver- 
leibten Archive  der  Klöster  Clarholt  und  Herzbrock,  aus  denen  ich  einen  Theil  der  älteren  Urkunden 
durch  gefällige  Vermittelung  des  dortigen  fürstlichen  Archivars,  Herrn  Brand,  erhielt. 

3.  Das  sehr  reichhaltige  und  noch  in  grosser  Vollständigkeit  erhaltene  Archiv  des  ehemaligen  Stifts 
Kappenberg,  zu  welchem  der  Herr  Graf  von  Kielmannsegge  den  Zutritt  mir  selbst  eröffnet  und  mir 
die  wissenschaftliche  Bearbeitung  desselben  anvertraut  hat. 

Zur  Benutzung  des  Fürstlich  Salm  -  Salm  sehen  Archivs  ist,  durch  gütige  Vermittelung  des  Fürstlichen 
Geheimen  Raths  und  Kammer -Directors  Herrn  Sarazin,  Aussicht  vorhanden;  für  die  ältere  Periode,  bis 
1200  einschliesslich,  sind  jedoch,  eingezogenen  Nachrichten  tüx  Folge,  keine  Urkunden  in  demselben 
vorhanden. 

V.  Die  städtischen  Archive  der  Regierungsbezirke  Münster  und  Arnsberg  sind  grösstentheils 
benutzt;  doch  gewährten,  bis  zuna  Ausgange  des  12.  Jahrhunderts,  nur  die  Archive  von  Soest,  Lippstadt, 
Hamm  und  Coesfeld  einige  wenige  Beiträge.  Erst  in  den  folgenden  Jahrhunderten  gewinnen  die  städti- 
schen Archive  grössere  Bedeutung.  Selbst  das  übrigens  so  wichtige  Archiv  der  ehemaligen  Reichsstadt 
Dortmund  hat,  dem  Vernehmen  nach,  keine  über  das  13.  Jahrhundert  zurückgehende  Urkunde  mehr  auf- 

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Vorrede.  XllI 

zuweisen.  —  Von  den  städtischen  Archiven  des  Regierungsbezirks  Minden  ist  zur  Zeit  nur  das  von  Wie- 
denbrück  mir  seinem  Innhalte  nach  bekannt  geworden,  die  Benutzung  aber  für  künftige  Zelt  vorbehalten. 

VI.  Das  Königlich -Hanover'sche  Landdrostei- Archiv  zu  Osnabrück.  Durch  Vermittelung  des  Herrn 
Landdrosten  Grafen  von  Wedell  wurde  mir  von  Seiten  des  Königlichen  hohen  Staats -Ministeriums  zu 
Hanover  die  Erlaubniss  zu  Theil,  jenes  Archiv  für  den  Zweck  dieses  Urkundenbuches  an  Ort  und  Stelle 
zu  benutzen,  welches  im  September  1843  geschah.  Ich  fand  indessen  in  demselben  nur  die  Archive  des 
ehemaligen  Dom-  und  Johannis- Stifts,  so  wie  des  Klosters  Gertrudenberg,  nicht  aber  die  der  ausserhalb 
der  Stadt  Osnabrück  gelegenen  Stifter  und  Klöster,  welche,  dem  Vernehmen  nach,  sich  noch  bei  den 
einzelnen  Ämtern  befinden,  und  da  weder  die  mir  ertheilte  Erlaubniss  auf  letztere  sich  bezog,  noch  meine 
Zeit  den  Besuch  derselben  gestattete,  so  mussten  diese  leider  von  mir  unbenutzt  bleiben.  Auch  im  0&- 
nabrücker  Archive  selbst  gingen  die  Original -Urkunden  nicht  über  die  Zeit  Bischof  BeAno's  II.  zurück; 
doch  war  meine  Ausbeute,  sowohl  aus  Originalen  als  aus  Kopialbüchern,  ziemlich  bedeutend.  Ich  wusste 
damals  noch  nichts  von  der  Absicht  eines  neuen  berichtigten  und  vermehrten  Abdrucks  der  bei  Mosers 
Osnabr.  Gesch.  befindlichen  Urkundensanunlung,  in  der  neuen  Ausgabe  seiner  sämmtlichen  Werke,  die 
später  mich  veranlasste,  nur  einen  Theil  meiner  eignen  Abschriften  für  den  nochmaligen  Abdruck  auszu- 
wählen; indessen  konnte  ich  doch  zu  manchen  der  vom  V\^iederabdruck  alisgeschlossenen,  in  meinen  Re- 
gesten einige  Berichtigungen  liefern. 

VU.  Von  älteren  handschriftlichen  Werken,  die  nicht  öffentlichen  Archiven  angehören,  konnte  ich 
benutzen : 

4.  Die  Hcnseler'scheu  Manuscripte  zu  Osnabrück.  Der  Jesuit  Henseler  hatte  die  Absicht,  in 
ähnlicher  Weise  wie  sein  Ordensgenosse  Sc  baten  Paderbornische  Aunalen  lieferte,  Osnabrügkische  An- 
nalen  auszuarbeiten,  in  denen  die  Geschichte  des  Bisthums  Osnabrück  zur  Grundlage  eines  umfassenden 
Geschichtswerkes  dienen  sollte;  er  hat  aber  dazu  nur  CoUectaneen  hinterlassen,  die  jedoch  sehr  voluminös 
und  besonders  reichhaltig  an  Urkundenabschriften  sind,  deren  viele  die  später  verloren  gegangenen  Ori- 
ginale ersetzen,  und  die,  so  viel  sich  in  Ermangelung  der  Originale  beurtheilen  lässt,  sich  durch  Treue 
empfehlen.  Diese  Manuscripte,  welche  für  Mosers  Osnabr.  Gesch.  hauptsächhch  zur  Grundlage  dienten, 
und  nun  der  BibKothek  des  Rafhsgymnasium  zu  Osnabrück  angehören,  befanden  sich  bei  meiner  dortigen 
Anwesenheit  noch  in  den  Händen  des  Herrn  Bürgermeisters  Dr.  Stüve,  von  dessen  Gefälligkeit  ich  die 
Benutzung  derselben  erlangte. 

2.  Die  Strunck'schen  Notae  criticae  ad  Schatenii  annales.  Strunck,  ebenfalls  Jesuit,  spricht 
zwar  dufch  diesen  Titel  seines  Geschichtswerkes  nur  die  Absicht  aus,  Schatens  bekannte  Annalen  zu 
berichtigen  und  zu  vervollständigen;  allein  wie  er  überhaupt  mehr  historisch -kritische  Bildung  zeigt  als 
Schaten,  so  hat  er  auch  seinem  Werke  nicht  geringen  eigenthümlichen  Werth  gegeben  und  unter  den 
ihm  einverleibten  zahlreichen  Urkundenabschriften,  manches  schätzbare,  im  Originale  verschwundene  Denk- 
maal,  vor  gänzlichem  Untergange  gerettet  Auf  dieses,  der  Gymnasial-Bibliothekzu Paderborn  angehörige 
Manuscript,  durch  den  verstorbenen  Geh.  Justizrath  Gehrken  aufmerksam  gemacht,  erhielt  ich  es  auch 
durch  seine  Vermittelung  zur  Benutzung. 

Vni.  Mit  dem  in  ihren  Privatsammlungen  befindlichen  urkundlichen  Material  unterstützten  mich 
vornehmlich:  der  schon  genannte  Geheime  Justizrath  Dr.  Gehrken  in  Paderborn,  und  der,  durch  seme 

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XIV  Vorrede. 

eignen  flcissigen  und  mühsamen  Arbeiten  längst  rühmlich  bekannte  Geschichtforscher  Mooyer  in  Minden. 
Die  Bereicherungen,  welche  das  Urkundenbuch  auf  diesem  Wege  erhalten  hat,  werden  sich  aus  diesem 
selbst  ergeben,  da  die  Besitzer  der  zum  Grunde  gelegten  Originale  oder  abschriftlichen  Quellen  an  den 
betreffenden  Orten  dankbar  genannt  sind.  Die  durch  den.  Tod  des  Erstcren  jetzt  ihres  kundigen  uud 
liberalen  Besitzers  beraubte  Sammlung  enthält  auch  fiir  die  folgenden  Zeiten  noch  manches  schätzbare, 
und  es  würde  zu  bedauern  sein,  wenn  nicht  durch  Erwerb  für  das  Königliche  Provinzial- Archiv  Westfa- 
lens, ihre  würdige  Aufbewahrung  und  Benutzung  auch  der  Zukunft  gesichert  bliebe.  —  Auch  dem  Herrn 
Justiz -Commissar  Weddige  in  Dülmen  habe  ich  einige  freundliche  Mittheilungen  zu  danken. 

Schliesslich  gebe  ich  nun  noch  ein  alphabetisches  Yerzeichniss  der  gedruckten  Urkundensanunlungen 
oder  mit  Urkunden  begleiteten  Geschichtswerke,  worin  Urkunden,  welche  Westfalen  unmittelbar  oder 
mittelbar  angehen,  enthalten  oder  nachgewiesen,  und  welche  für  die  Regesten  benutzt  sind. 

Bühiner  (Joh.  Fr.):  Regesta  chronologico - diplomatica  Karoloruni.     Die  Urkunden  Mimmtlicher  Karolinger  in  kursen  Aiusii- 

gen.    Frkf.  a.  M.  1S33.    4. 
-^— -^-^    Regeata  chronol.  dipl.  Regam  atque  Imperatoruoi  Romanorum  inde  a  Conrado  I.   usqoe  ad  Heinricom  VII.    Die 

Urkunden    der   Römischen    Könige    and    Kaiser    ?oa    Conrad   I.    bis    Heinrieb   Vil.    911—1313.  in    kurzen   Ausaiigen. 

Frkf  a.  M.  1831.    4. 
Boic hörst  (Alb.):   Vita   S.  Erphonis  Mimigardefordensis  aut  Miotigernefordensis    nunc  Mouasteriensis  Episcopi.     Monast. 

Westpb.  1649.    4. 
Bojrsen  (Fr.  Eberh.):  Allgemeines  historisches  Magasin.    1  —  6.  Stück.     Halle  lt€7 — tO.    8. 
Codex  Lauresharoeosis  Abbatiae  diplomaticus  ez  aevo  mazime  Carolingico.    Tom.  1 — III.     Manhem.  1768.     4. 
Chronicon  Gottwicense,  seu  Annales  liberi  et  ezempti  Monasterii  Gottwicensis  Ord.  S.  Bened.  inferioris  Austriae  etc.     Tomus 

prodrornus,  de  Codicibus  antiquis  Mstis,   de  Imperatorum  ac  Regum   Germaniae   Diplomatibus   etc.     Tom.   X — II.     T|p. 

monaüt.  Tegerosee  1732.     fol. 
Dronke  (F.rn.  Fr.  Joh.):  Traditiones  et  Antiquitates  Fuldenses.     Fulda  1844.    4. 
Eccard  (Jn.  Geo.):  Historia  genealogica  Princtpum  Sazoniae  superioris.    Lips.  1722.    fol. 
Emminghaus  (Theod.  Geo.  Guil.):   Memorabitia  Susatensia.     Jen.  1749.     4. 

Falke  (Jo.  Frid.):  Codez  Traditionum  Corbejensium ,  notis  crit.  atque  histor.  etc.  iilustratus.    Lips.  et  Guclpherb.  17S2.  fol. 
Förstemann  (K.  Ed.):  Neue  Mittbeilungen  au«  dem  Gebiete  historisch -antiquarischer  Forschungen.     1 — 7.  Band  (jeder  in 

4  H«lten).     Halle  1834-^46.     8. 
Georgisch  (Pet.):  Regesta  chronologico-diplomatica.     Tom.  I — III.  et  Indez.    FrcF.  et  Lips.  (deinde  Hai.)  1740  —  44.   fol. 
Grupen  (C.  V.):  Origines  et  Antiquitates  Hanoferenses ,  oder  umstiindl.  Abhandlung  von  dem  Ursprung  und  den  Alterthü- 

mern  der  Stadt  Hanover.     Gott.  1740.    4. 
Origines  Pjrmontanae  et  Swalenbergicae,   worinnen   die  AUerlhiimer   von   Pyrmont  nnd   der  dortigen   Gegend, 

auch  des  Pagi  Wettago,  ingleichen  die  Ankunft  der  Grafen  von  Schwalenberg  u.  s.  w.  erläutert  werden.     Gott.  1740.  4. 
— Origines  Germaniae,   oder  das   älteste  Deutschland   unter   den   Römern,  Sachsen   und   Franken.     1  —  3.   Tlieil. 


Lemgo  1764 — 68.     4. 

Gudenus  (Val.  Ferd.  de):  Codez  diplomaticus  ezhtbens  Anecdota  Jus  Germanicum  et  S.  R.  I.  Historiam  illustrantia.  Tom. 
I— -V.     Goetling.  (deinde  Frcf.  et  Lips.)  1743  —  68.    4. 

Günther  (Wilh):  Codez  diplomaticus  Rheno-Mosriianus.  Urkunden  -  Samrolong  sur  Geschichte  der  Rhein«  and  Mosel- 
lande etc.    1—5.  Theil  (davon  der  3.  in  2  Abth.).     Cobl.  1822  —  26.    8. 

Haeberlin  (Franc.  Domin.):  Analecta  medii  aevi  ad  illustranda  Jura  et  Res  Germanicas.    Norimb.  et  Lips.  1764.     8. 

(Harenberg,  J.  C):  Mooumenta  historica  adhuc  inedita.  Die  aus  sonst  ungedruckten  Schriften  erläuterte  Geschichte 
Teutschlands  und  der  angrentenden  Reiche.     1 — -2.  Stück.     Braunschw.  1758 — 59.     8. 

Heineccii    (Jo.  Mich.)    Antiquitatum   Guslariensium    et   vicinarum   regiunum   libri  VI.     Frcf.  ad  M.  1707.     fol.  —   Bildet 

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Vorrede.  XV 

auch  einen  Be$tandtheil  der:  Scriptores  Remm  Germanicaram  Jo.  Mich.  Heineccii  et  Jo.  Geo.  Lenckfeldi,  in  aoum  Volu- 
men eollecti.    Frcf.  ad  M.  ITOt.    fol. 
Hempel  (Poljc.  Gtl.):  InTentarium  diplomaticum  Historiae  Saxoniae  iDferioris  etc.,   d.  i.  Verxeichnist  derer  Urkunden  der 

Historie  von  Nieder -Sachsen  und  aller  Chur-  und  Fürstl.  Braunschw.  Liineb.  Staaten.    1 — 4.  TbeÜ.     Hanor.   n.  Lpa. 

1785—98.     fol. 
Herrgott  (Marquard):  Genealogia  diplgmatica  augustae  gentis  Habsburgicae.    Vol.  I — Hl.  aive  Tom.  I.  et  Tomi  IL    Pars 

I— U.      Vienn.  17ST.     fol. 
Hoefer  (Lodw.  Frz.):  Aiuwahl  der  älteaten  Urkunden  deutscher  Sprache  im  Königl.  Geh.  Staats-  u.Kab.- Archiv  su  Berlin. 

Hamb.  1835.    4. 
Hontheim  (Jo.  Nie):  Historia  Trevirensis  diplomatica  et  pragmatica.     Tom.  I  — IIL    Aug.  Vindel.  et  Herbip.  iT50.    fol. 
Jung  (Jo.  Henr.):  Historiae  antiquissimae  Comitatus  Benlbemiensis  libri  III.  Acced.   Codex  Diplomatüm  et  Documentorum. 

HanoT.  et  Osnabr.  1773.    4. 
Kindlinger  (nach  seinem  Klostemamen  Venantius,   nach  seinem  später  wieder  angenommenen  Taufnamen  NicoUus): 

Münsterische  Beiträge  aur  Geschichte  Deutschlands ,  hauptsächlich  Westfalens.    1 — 3.  Band  (der  letxte  in  2  Abtheilungen). 

Münster  1787  —  93.    8. 
Geschichte  der  Familie  und  Herrschaft  von  Volmestein.    1 — 2.  Band.    Osnabr.  18Ö1.    8.     Als  Fortsetzung  d. 

vor.  SU  betrachten. 
— -^— -    Geschichte  der  deutschen  Hörigkeit,  insbesondere  der  sogenannten  Leibeigenschaft.    Berl.  1819.    8. 


k  rem  er  (Chph.  Jac):    Akademische  Beiträge  zur  GÜlch-  und  Bergischen  Geschichte.    1 — 2.  Band.-    Mannh«  1769 — 16.  — 

3  B,  herausg.  v.  And.  Lamej.    Ebd.  1781.    4. 

— Historisch  -  diplomatische  Beiträge  zur  Gülch-  und  Bergischen  Geschichte.     Giessen  178T.    4. 

Krejrsig  (Geo.  Chph.):  Beiträge  zur  Historie  der  Chur-  und  Fürstl.  Sächsischen  Lande.     1 — 4.  TheH.     Altenb.  1754 — 58. 

8.  _  Vgl.  bei  Schöttgen. 
Kuchenbecker  (Jo.  Phil.).-^  AnalecU  Hassiaca.     Collectio  I— XII.     Marb.  1728  —  42.     8. 
Lacomblet  (Tlieod.  Jos.):  Urkuodenhuch  für  die  Geschichte  des  Niederrheins,  oder  des  Ersstifts  Cöln,  der  Fürstenthümer 

Jülich  und   Berg,   Geldern,  Meurs,  Cleve  und  Mark,  und  der  Reichsstifte  Elten,   Essen  und   Werden.     1 — 2.  Band. 

Düsseldf.  1840—46.    4. 
Lamey  (Andr.):  Diplomatische  Geschichte  der  alten  Grafen  von  Ravensberg.    Mannh.  1779.    4. 
Lappenberg  (Ji»h.  Mart.):  Hamburgisches  Urkundenbuch.     1.  Band.    Hamb.  1842.    4. 
Ledebur  (Leop.  v.):  Allgemeines  Archiv  für  die  Geschichtskunde  des  Preussischea  Staates.    1—18.  Band.  —  Neues  allg. 

Archiv  u.  s.  w.    1—3.  Band.    Berl.  1830—36.    8. 
Leuckfeld  (Joh.  Geo.):  Antiquitates  Halberstadenses ,  oder  historische  Beschreibung  des  vormaligen  Biscbofthums  Halber- 
stadt und  derer  darinnen  gelebten  Bischöfe.    WolAsnb.  1714.    4. 
Ladewig  (Jo.  Pet.):  Reliquiae  Manuscriptonim  omnis  aevt  Diplomatüm  ac  Monumentorum  ineditornm  adh«c.    Tom^  I— -XII. 

Frcf.  et  Lips.  (postea  Hai.)  1720—41.    8. 
Mabillon  (Jo.):  de  Re  diplomatica  libri  VI.    Lnt.  Paris.  1709.    fol. 
Meibomius  (Henr.):  Rerum  Germanicarum  Tomi  III.    Heimst.  1688.    fol. 
Mieris  (Frans  van):  Groot  Charterboek  der  Graaven  van  Holland,   van  Zeeland  en  Heeren  van  Vriesland.     1 — 4.  Deel. 

Te  Leiden  1753  —  56.     fol. 
Miraei  (Auberti)  Opera  diplomatica  et  historica.    Tom.  I  — IV.     Bruiell.  1723—48.    fol. 
Monumenta  Paderbornensia   ex  historia  Romana,  Francica,  Saxonica  eruta.     (Auct.  Ferdinande  e  L.  B.  de  Fiirstenberg, 

Episc.  Paderborn,  et  Monaster.).    Lemgov.  1714.    4. 
Mosers  (Justus)  Osnabrückische  Geschichte.    1—2.  Theil.    (3.  Aufl.)    Berlin  1819.  —  3.  Th.  herausg.  aus  des  Vfs.  haod- 

schrim.  Nachlasse.     Ebd.  1824.     8. 
— ■ säromtliche  Werke,  neu  geordnet  und  aus  dem  Nachlasse  desselben  gemehrt  durch  B.  R.   Abekea.     8.  Theil 


(oder  der  Osnabr.  Gesch.  4.  Th.  Urkunden).    Berlin  1843.    8. 

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XVI  Vorrede. 

Niese rt  (J.):  Beitrage  su  einem  Müniterischen  ürkuadenbucbe.    1.  Band,  1 — 2.  Abth.    Miinst.  lö..^.    4. 


Münsterische  Urkunden  -  Sammlung.     1 — 7.  Band.     Coesf.  1826  —  37.     8. 


Origincs  Guelßcae,  quibus  potentissimae  gentis  primordia,   magnitudo  variaque  fortuna  usque  ad  Ottonem  primum  BmnsTic. 

et  Lüneburg,  ducem  deducuntur.     Opus  praeeunte   Gdfr.  Guil.  Leibnitio,  stiio  Jo.  Ge.  Eccardi  lit.  consign.,  a  Jo. 

Dan.  Grube ro  no?.  probat,  instr.  etc.  jam  vero  in  lacem  emissum  ed.  Chr.  Lud.  Scheidio.    Tom.   I— FV«     HanoT. 

1750 --53.  —  Tom.  V.  ed.  Jo.  Heor.  Jungio.    1780.    fol. 
Pauli  in  i  fChr.  Franc):  Historia  nobilis  secularisque  virginum  collegii  Visbeccensis.    FrcX.  ad  M.  1699.    4. 
Sand  ho  fr  (Jo.  Jtel.):  Aotistitum  Osnabrugcnsis  Ecclesiae  Res  gestae,  Origines  et  iDcremeota  Coenobiorum  dioecesis,  «liaque 

memorabilia  quae  eam  cootingunt.     Pars  I— II.     Monast.  1785.     8. 
Scbannat  (Jo.  Frid.):  Vinderoiae  literariae,  hoc  est:  veterum  monumentorum  ad  Germaniam  sacram  praecipoe  apectantium 

CoUectio  I~U.    Fuld.  et  Lips.  1723 --24.     fol. 

Corpus  Tradttionum  Fuldensium  ord.  chronol.  digestum.    Lips.  1724.     fol. 

-^— —    Historia  episcopatus  Wormatiensts.    Frcf.  ad  M.  1724.     fol. 

Schalen   (JHic*):    Historia  Westphaliae.   —  Annalium    Paderbomensium    Pars  I — II.     (Operum  Tom.   I— III.)     Monast. 

Westph.  1774.     fol. 
Seh  ei  dt  (Chr.  Ludw.}:  historische  und  diplomatische  Nachrichten  von  dem  hoben  und  niedern  Adel  in  Teutschland«    Ha- 

noT.  1754.  —  Mantissa  Documentorum  etc.     1755.    4. 
Schoepfiin  (Jo.  Dan.):   Alsatia  diplomatica.    Pars  I — II.    Manhem.  1772 — 75.    fol. 
Schöttgen  (Chr.).  und  Krejsig  (Geo.  Cbph.):   Diplomatische  und  curieuse  Nachlese  der  Historie  Ton  Ober-Sachaen  und 

angrenzenden  Ländern.    1  — 12.  Theil.    Dresd.  1730  —  33.    8. 

Diploroataria  et  Scrtptores  Historiae  Germanicae  medii  M?i,  Acc.  praef.  Chr.  Gtl.  Buderi.    Tom. 

I— m.    Altenb.  1753  —  60.    fol. 

Schultes  (Job.  Adf.  ▼.)  Historische  Schriften  und  Sammlungen  ungedruckter  Urkunden  zur  Erläuterung  der  deutschen 
Geographie  und  Geschichte  des  mittlem  Zeitalters.     1—2.  Abth.     Hildburgh.  1798  —  1801.     4. 

Schultes  (Ludw.  Aug.):  Directorium  diplomaticum  oder  chronologisch  geordnete  Aussüge  von  sämmtlichen  über  die  G«* 
schichte  Obersachseos  vorhandenen  Urkunden.     1 — 2.  Band.     Altenb.  1821 — 25.    4. 

Schumacher  (C.  W.):  Vermischte  Nachrichten  und  Anmerkungen  aur  Erläuterung  und  Ergänaung  der  Sächsischen  Ge- 
schichte.   1 — 6.  Sammlung.    Eisenach  1766 — 72.    4. 

Scriptores  Rerum  Brunsviceosium  illustrationi  inservientes  antiqui  omnes  etc.  cura  Gdfr.  Guil«  Leibnitii.  Tom,  I  — 111. 
Hanov.  1707—11.     fol. 

Rerum  Germanicarum  septentrionalium  vicinorumque  populorum  diversi,  stud.  atque  op.  Erpoldi  Lindenbro* 

gii*    Frcf.  1609.    foL 

• Rerum  Germanicarum   aliquot  insignes  etc.  collectore  Jo.  Pistorio  Nidano;  nunc  den.  recogo.  etc.  cor.  Bure. 


Gthf.  StniTio.  Tom.  I— -IlL    Ratisb.  1726.    £oI.    Enthält  unter  andern  eine  Sammlung  Minden'acber  Urkunden |  deren 

Originale  sich  verloren  haben. 
Setberts  (Job.  Suib.):    Urkundenbuch    sur  Landes-  und  Rechtsgeschichte    des    Hertogtbums    Westfalen.     1-^2.   Band. 

Arnsb.  1839  —  43.     8. 
Spilcker  (Burcb.  Chr.  ▼.):  Beiträge  zur  älteren  deutschen  Geschichte.      1.  Band.     Geschichte  der  Grafen   von  Wölpe.  — 

2.  B.    Gesch.  d.  Grafen  ▼.  Everstein.    Arolsen  1827—33.     8. 
Steinen  (Job.  Dietr.  ▼.):  Kurze  Beschreibung  der  hochadel.  Gotteshäuser  Cappenberg  und  Scheda^  wie   auch  des  hochadel. 

Stifts  Averndorp  und  des  Klosters  Wedinghausen ;  als  ein  Beitrag  der  Westphäl.  Geschichte.     Dortm.  1741.     8. 

Westphälische  Geschichte.    1—4.  Theil.     Lemgo  1755  —  60.     8. 

(Stiive,  C):  (Aeschichte  der  Stadt  Osnabrück.    1—3.  Theil.     Osnabr,  1816—26.    8. 

TeschenmacberL  (Wem.)  ab  Elverfeldt  Anoales  Cliviae,  Juliae,  Montium,  Marcae  Westphalicae,  Ravensbergaef  Geldriae 

et  Zutphaniae;  quos  denuo  edi  curavit,  Codice  diplomatico  etc.  illustr.  Just.  Chph.  Dithmarus.     Frcf.  et  Lips.  1721. 


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Vorrede.  XVll 

fol.  —  L'  vielen  Fehlern  leidende  Cod.  dipl.  ist  sw«r  das  Werk  des  neuen  Herausgebers,   pflegt  aber  doch  gewöbn- 

lich  unter  dem  riamen  Teschenmacbers,  als  6ea  Vfs.  des  Hauptwerkes,  citirt  zu  werden. 

Treuer  (Gtl.  Sam.):  Griindlicbe  Geschlechts -Historie  des  bochadlichen   Hauses  der  Herren  von  Münchbansen.     Göttingen 

1T40.    fol. 
Trofts  (Ludw.):  Wochenblatt  sur  genaueren  Kunde  der  westphälisch -rheinischen  Geschichte.    Hamm  1824.  —  Westpbalia. 

Zeitschrift    für  Geschichte   und    Altertbumskunde  Westphalens    und    Rheinlands.     2 — 3.  Jahrgang    (in   Quartalheften). 

Ebd.  1825  —  26.    4. 
Urkuodenbuch  der  Stadt  Lübeck;  herausg.  von  dem  Vereine  für  Lübeckische  Geschichte.    1.  Theil.    Lübeck  1834.    4. 

Wedekind  (Änt.  Chr.):  üoten  zu  einigen  Geschichtschreibern  des  deutschen  Mittelalters.    1  —  3.  Band  (oder  1 — 10.  Heft). 

Hamb.  1821  — 3li.     8. 
Wenck  (Helfr.  Bernh.):  Hessische  Landesgeschichte.    1— -3.  Band,  jeder  mit  einem  Urkundenbuche.    Darmst.  u.  Giessen 

(nachher  Frkf.  u.  Lpz.)  1783—1803.    4. 
Westphalia.     S.  Tross. 
Westphälische  Provinzialblätter.    Verhandlungen  der  Westphal.  Gesellschaft  Hir  vaterländische  Cultur.    1 — 3.  Band  (jeder  in 

4  Hefteo).    Minden  1828—46.     8. 
Wigand  (Paul):    Archiv   für  Geschichte  und   Altertbumskunde  Westfalens.    1  —  8.  Band  (jeder  in  4  Heften).     Hamm  (vom 

3.  B.  an  Lemgo)  1826  —  38.    8. 

Das  Fehmgericht  Westfalens,    aus   den   Quellen   dargestellt   und   mit  noch  ungedmckten   Urkunden   erläutert. 

Hamm  1825.     8. 

Geschichte  der  gefursteten  Reichs -Abtei   Corvej  und   der  Städte  Corvej   und  Höxter.     1.  Band  (in   2  Abth.) 


Höxter  1819.    8. 
•—    Der    Corvej'sche    Güterbesitz,    aus    den    Quellen    dargestellt,    als   Fortsetzung    der    Corvej'schen    Geschichte 


Lemgo  1831.     8. 
Traditiones  Corbejenses.    Lpz.  1843.    8. 


Würdtitrein  (Stepb.  Alex.):    Subsidia  .diplomatica  ad  selecta  Juris  ecciesiastici  Germaniae  et  Historiarum  capita  elucidanda 
ex  originalibus  aliisque  autbeiiticis  documentis  congesta.    Tom.  I — XIII.    Heidelb.  (postea  Frcf.  et  Lips.)  1772 — 80.     8. 

Nova  Subsidia  diplomatica  etc.     Tom.  I— XIV.     Heidelb.  1781—92.     8. 

Zeitschrift  für  Archivkunde,  Diplomatik  und  Geschichte;  herausg.  von  L.  F.  Hoefer,  H.  A.  Erhard  und  F.  L.  B.  v.  Me« 
dem.    1  —  2.  Band  (jeder  in  3  Heften).     Hamb.  1833  —  37.    8. 

für  vaterländische  Geschichte  und  Altertbumskunde;   herausg.   von   dem  Verein  für  Geschichte  und  Alterthums- 

künde  Westfalens,  durch  dessen  Directoren  J.  Mejer  und  H.  A.  Erhard.  1  —  5.  Band.    —   H.  A.  Erhard  und  F.  J. 
Gehrken.   6—7.  Band.  —  H.  A.  Erhard  und  G.  J.  Rosenkranz.   8—9.  Band.     Münster  1838—46.     8. 

Einige  andere  Schriften,  welche  zwar  in  unsern  Zweck  einschlagende  Urkunden  enthalten,  aber  für 
die  älteste  Periode  unserer  Geschichte  noch  nicht  zu  benutzen  waren,  sollen,  zur  Vervollständigung  dieses 
Vei-zeichnisses,  in  der  Folge  namhaft  gemacht  werden.  Einer  ähnlichen  Übersicht  der  in  die  ältere  Ge- 
schichte Westfalens  einschlagenden  und  für  die  Regesten  benutzten  Geschichtschreiber  und  anderer  Hilfs- 
mittel wird  es  hier  nicht  bedürfen,  da  sie  im  Texte  selbst  deutlich  genug  bezeichnet  sind,  um  ohne  be- 
sondere Schwierigkeit  oder  Misverstand  nachgeschlagen  werden  zu  können,  und  eine  besondere  Abhand- 
lung über  die  literarischen  Quellen  der  Geschichte  Westfalens  künftig  in  der  zuletzt  genannten  Zeitschrift 
erscheinen  soll. 


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XVIII  Vorrede. 

Es  war  anfangs  die  Absicht,  den  ersten  Band  mit  dem  Jahre  4200  abznschliessen.  Da  jedoch  die 
Regesten,  auch  bei  möglichst  ökonomischer  Dmck-Einrichtong,  mehr  Raum  erforderten,  als  man  früher 
vermuthete,  der  Band  also  ein  zu  starkes  Volumen  erlangt  haben  würde,  so  schien  es  rathsam,  den 
Stoff  zu  theilen,  und  bei  1125,  als  einem  für  die  Geschichte  Deutschlands  wichtigen  Zeitpunkte,  vorläufig 
einen  Abschnitt  zu  machen.  Da  das  urkundliche  Material  bis  4200  vollständig  bereit  liegt,  der  Druck 
also  nur  eine  kurze  Unterbrechung  erleidet,  so  wird  es  mehr  zur  Erleichterung  als  zur  Erschwerung  des 
Gebrauchs  dienen,  dass  erst  mit  dem  zweiten  Bande  ein  möglichst  vollständiges  Register,  den  ganzen 
Zeitraum  bis  1200  umfassend,  geliefert  werden  soll. 

Münster. 

Dr.  H.  A.  Erhard. 


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CODEX  DIPLOMATICUS 


HISTORIAE    WESTFALIAE. 


Urkundenbuch 


Geschichte    W  estfalens. 


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I. 

Hildigrimns  omnipotentis  Dei  gratia  episcopus,  Reginberto  preposito  una  cum  reliqua  congregalione  in  do- 
mino  salutem.  Serenam  inprimis  caritatem  uestram  non  ignorare  optamus,  quomodo  prosperitatis  uestr^ 
securitatem  semper  Christi  in  gratia  poUentem  ouare  desideramus.     Deinde  quod  nostri  iugiter  in  domino 

memoriam  habeatis  tarn ris  excessibus   uel   infinnStatibus,   quam   etiam  pro   communibus 

omnium  nostronim  necessitatibus  siue  utOitatibtis,  obnixe  precamnr.  Proinde  nuncium  nostrum  modo  cum 
Oddone  ad  palatium  ire  sciatis  propter  ammonitionem  negotii  nostri,  pro  cuius  legatione  mcnüonem  uestram 
coram  sancto  patrono  nostro  cotidie  fieri  modis  onmibus  persuademus,  quatinus  per  Dei  misericordiam 
quandoque  bonitas  illius  in  hoc  negotio  nostro  preualere  mereatur  in  firmitate.  Snbinde  mandamus  pre- 
posito et  Omnibus  of&cialibus  nostris,  ui  unusquisque  suum  ministerium  ad  communem  fratrum  utUilatem 
quasi  coram  Deo  honeste  procuret  Nee  fratribus  aliopiid  ex  suis  necessariis  uel  etiam  in  uinali  propina- 
tione  inrationabiliter  subtrabatur,  sed  omnia  metisurate  fiant.  Nam  Deo  fauente  nobis  aduenientibus  mini- 
steria  uestra  et  cmictas  utilitates  uestras  uobiscum  ratiouabiliter  ordinäre  et  utiliter  constituere  speramus. 
Quod  tamen  quando  fieri  ualeat,  redeunte  prefato  nuncio  uobis  renunciare  curamus.  Propterea  aedificio 
turris  sine  intermissione  insistere  iubemus,  quatinus  Deo  uolente  cum  aliis  beneficiis  hoc  etiam  nostris  tem* 
poribus  perficiatnr.    Yalete  semper  herum  memores  IN  Christo  Jhesu. 

Auswendig:  Ragenberto  ppos. 


II. 

i  In  nomine  DOMINI  DEI  ET  SALVATORIS  NOSTRI  JHV  XPI.  HLVDOWICVS  DIVINA  ORDINANTE 
PROVIOENTIA  IMPERATOR  AVGVSTVS.  Si  sacerdotum  ac  seruorum  Dei  petitiones,  quas  nobis  pro  suis 
necessitatibus  innotnerint,  ad  effectum  perducimus,  Non  solum  imperialem  exercemus  consuetudinem,  uerum 
etiam  ad  beate  retributionis  mercedem  talia  nobis  facta  profutura  confidimus.  Quapropter  notum  sit  omnium 
fidelium  nostrorum  solertiae  presentium  scilicet  et  futurorum,  quia  uir  uenerabilis  Castus  abba  ecclesie 
quae  vocatur  Fiscbechi  cum  subiectis  aecclesiis  in  eodem  pago  Leriga  et  cum  decima  de  silna  ammeri  et 
ponte  bürg,  et  ceteris  ecclesiis  in  Hesiga  et  Fenkiga,  excepta  una  ecciesia  inSaxIinga,  quam  concessimus 
ad  porroechiam  sancti  Pauli  reuerti  ad  locum  qui  uocatur  Mimigemaford,  ubi  Gerfridus  episcopus  preesse 
uidetur,  Ueniens  ad  nos  petiit  celsitudinem  nostram,  ut  ipsum  sanctum  locum  pro  mercedis  nostre  augmen* 
to  sub  nostra  defensione  et  emunitatis  tuitione  reciperemus.  Cuius  petitioni  pro  diuino  amore  adsensimus, 
et  ita  in  omnibus,  quia  iuste  et  rationabiliter  petiit,  per  hanc  nostram  auctoritatem  confirmare  studuimtis, 
Praecipientes  ergo  iubemus,  ut  nuUus  iudex  publicus  neque  quislibet  ex  iudiciaria  potestate,  seu  aliquis 

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4  ,  821  —  832. 

ex  fidclibus  sanctae  Dei  ecclesiae  ac  nostris,  in  ecclesias  aut  loca  uel  agros  seu  reliquas  possessiones, 
quas  moderno  tempore  iuste  et  rationabilit-er  possidere  uidetor,  in  quibuslibet  pagis  et  territoriis  sitas,  uel 
quicquid  etiam  deinceps  propter  diuinum  amorem  conlatum  fuerit,  ad  causas  audiendas  uel  freda  exigenda, 
aut  mansiones  uel  paratas  faciendas,  aut  homines  ipsius  ecclesiae  tarn  ingenuos  quam  et  seruos  iniuste 
distringendos ,  aut  ullas  redibitiones  uel  inlicitas  occasiones  requirendas,  uUo  umquam  tempore  ingredi 
audeat  uel  exactare  presumat.  Quicquid  autem  de  rebus  praefate  ecclesiae  fiscus  sperare  poterat,  totum 
nos  pro  diuino  amore  concedimus»  ut  perennibus  temporibus  in  alimonia  pauperum  et  stipendia  seriiorum 
Dei  ibidem  Deo  famulanUum  proficiat  in  augmentum.  Quatenus  ipsis  seruis  Dei,  qui  ibi  Deo  famulari 
uidentur,  pro  nobis  et  coniuge  proleque  nostra  et  stabilitate  totius  imperii  nostri  a  Deo  nobis  concessi 
atque  conseruandi  iugiter  domini  misericordiam  exorare  delectet.  Praedictam  uero  abbatiam  illius  circum- 
quaque  per  diuersos  pagos  sitam,  Nemo  fidelium  nostronim  ei  exinde  aliquid  abstrahere  aut  prohibere 
praesumat.  Quin  ei  Uceat  per  hanc  nostram  auctoritatem  uerbum  praedicationis  domino  auxiliante  exercere, 
et  ministerium  suum  pleniter  peragere.  Et  ut  haec  auctoritas  nostris  futurisque  temporibus  domino  pro- 
tegente  ualeat  inconuulsa  manere,  manu  propria  subscripsimus  et  anuli  nostri  inpressione  signari  iussimus. 


m 


Signum  yJ^^  X  J"    Bludouici  Serenissimi  Jmperatoris. 
Durandus  diaconus  ad  uicem  Helisachar  recognoui    (L.  S.  R.) 

Data  y.  Non.  Septb.  anno  Imperii  nostri  YIII.  Indictione  Xu.  Actum  Aquisgrani  palatio  regio  in  Dei 
nomine  feliciter  ameN. 

Das  Siegel,  welches  auf  das  Recognitioiuseichen  aufgedruckt  war,  ist  verloreii  gegangen. 


III. 

v><«  In  nomine  Domini  Dei  et  saluatoris  nostri  Jhesu  Christi.  Hludouuicus  diuina  ordinante  prouidentia 
Imperator  augustus.  Si  erga  loca  diuinis  cultibus  mancipata  propter  amorem  Dei  eiusque  in  eis  locis  || 
sibi  famulantes  beneficia  potiora  largimur,  praemium  apud  Dominum  aetemae  remunerationis  nobis  rependi 
non  dißidimus.  Igitur  notum  esse  uolumus  cunctis  fidelibus  nostris  praesentibus  scilicet  et  futuris,  quia 
uenerabilis  uir  Baderadus  episcopus  ecclesiae  quae  est  constructa  in  honore  sanctae  Mariae  semper  uirgi- 
nis  et  sancti  Ciliani  in  loco  qui  dicitur  Paderbrunno,  missa  petitione  deprecatus  est,  ut  praedictam  sedem 
cum  umnibus  ad  se  iuste  et  legaliter  moderno  tempore  pertinentibus  uel  aspicientibus,  sub  nostra  tuitione 
et  immunitatis  defensione  cum  rebus  et  mancipiis  constitueremus,  quod  ita  et  fecisse  omnium  fidelium  no- 
strorum  cognoscat  industria. .  Praecipientes  ergo  iubemus ,  ut  nullus  iudex  publicus  uel  quislibet  ex  iudi- 
ciaria  potestate  in  ecclesias  aut  loca  uel  agros  seu  reliquas  possessiönes  memoratae  ecclesiae,  quas  mo- 
derno tempore  infra  dicionem  Imperii  nostri  legibus  possidet,  uel  que  deinceps  in  iure  ipsius  loci  uoluerit 
diuina  pietas  augeri,  ad  causas  iudiciario  more  audiendas  uel  freda  exigenda,  aut  mansiones  uel  paratas 
faciendas,  aut  fideiussores  tollendos,  aut  homines  ipsius  ecclesiae  contra  rationem  distringendos,  nee  ullas 
redibitiones  uel  inlicitas  occasiones  requirendas  ullo  umquam  tempore  ingredi  audeat,  uel  ea  quae  supra 
memorata  sunt  penitus  exigere  praesumat,  sed  liceat  memorato  episcopo  suisque  successoribus,  res  prae- 
dictae  ecclesiae  cum  omnibus  quae  possidet  quieto  ordine  possidere  et  nostro  fideliter  parere  Imperio. 
Quicquid  uero  fructus  exinde  sperare  potuerit,  totum  nos  pro  aeterna  remuneratione  praedictae  ecclesiae 
ad  stipendia,  pauperum  et  luminaria  concinnanda  concedimus,  qualiter  melius  delectet  clericos  in  eadem 
sede  degentes  pro  nobis,    coniuge  et  prole  nostra  Domini   misericordiam   exorare.     Et  ut  haec  aucto- 


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812  —  823.  5 

ritas  per  fiitura  tempora  melius  conseroetur,  mann  propria  subter  firmauimus  et  anali  nostri  inpressione 
signari  iussimus.  • 


C.  Hirmnmaris  diaconus  ad  utcem  Fridugisi  abbatts  recognoui  ei  (L.  S.  R.) 

Data  quarto  Nonas  Aprilis  anno  VIIII.  Imperii  domni  Hludouici  piissimi  augusti.    Indictione  XV.  Actum 
Aquisgrani  palatio  regio.    In  Dei  nomine  feliciter  ameN. 

Das  seitwärts  aurgedruckte  kleine  kreiilormige  Siegel   zeigt  das  ungekrönte,  seitwärts  sehende  Brustbild  des  Kaisers ,   mit 
der  Umschrift:   XPE  PROTEGE  HLVDOVVICVM  IMPERATOREM. 

IV. 

Jv>«.  In  nomine  Domini  Dei  et  saluatoris  nostri  Ihesu  Christi,  Hludouuicus  diuina  ordinante  prouidentia 
Imperator  augustus.  Cimi  petitionibus  seruorum  Dei  iustis  et  rationabilibus  diuini  cultus  amore  fauemus,  || 
supemi  muneris  donum  largiri  non  diffidimus.  Idcirco  nouerit  omnium  fidelium  nostrorum  tarn  praesentium 
quam  et  futurorum  sagacitas,  quia  adiens  serenitatem  culminis  nostri  uir  reuerentissimus  Adalardus  abba 
ex  monasterio  Corbeia,  quod  ei  dudum  in  prouincia  Saxonica  ad  augmentum  mercedis  nostrae  ex  nouo 
construere  iussimus  super  fluuium  Uuisera  iu  uilla  regia  in  loco  nuncupante  dudum  Hucxori,  dicatum  in 
bonore  sancti  Stephani  protomartyris,  suggessit  mansuetudini  nostrae,  ut  idem  monasterium  et  monachos 
ibidem  per  tempora  degentes  cum  rebus  et  hominibus  non  solum  sub  nostra  tuitione  et  defensione  con- 
stitueremus,  uerum  etiam  et  talem  inmunitatem  fieri  iuberemus,  qualem  omues  ecciesiae  in  Francia  habent. 
Cuius  petitioni,  dignam  et  proficuam  iudicantes,  hanc  auctoritatem  inmunitatis  erga  praedictum  monaste- 
rium*) Corbegiae  eiusque  rectores  fieri  iussimus,  per  quam  decemimus  atque  iubemus,  ut  nuUus  iudex 
publicus  uel  quilibet  ex  iudiciaria  potestate  in  ecclesias  aut  loca  uel  agros  seu  relicpias  possessiones  mem- 
braque  monasterii,  quas  praesenti  tempore  in  quibuslibet  pagis  et  territoriis  habet,  uel  deinceps  ibidem 
conlatae  fuerint,  ad  causas  iudiciario  more  audiendas,  uel  freda  exigenda,  aut  mansiones  uel  paratas  fa- 
ciendas,  aut  fideiussores  tollendos,  aut  homines  ipsius  monasterii  tam  ingenuos  quam  et  latos  distringendos, 
aut  ullas  redibitiones  aut  inlicitas  occassiones  requirendas  ullo  umquam  tempore  ingredi  audeat,  uel  ea 
quae  supra  memorata  sunt  penitus  exigere  praesumat,  sed  liceat  memorato  abbaü  suisque  successoribus, 
res  praedicti  monasterii  sub  inmunitatis  nostrae  defensione  quieto  ordine  uiuere  ac  residere.  Et  quicquid 
exinde  ius  fisci  exigere  poterat,  totum  et  ad  integrum  nos  pro  aetema  retributione  ad  pauperes  alendos 
et  luminaria  eidem  monasterio  concinnanda  concedimus,  qualiter  monachi  ibidem  degentes,  pro  nobis  pro- 
lecpic  nostra  atque  stabilitate  Imperii  nobis  ad  regendum  commisi ,  dominum  misericordiae  adtentius  exorare 
delcctet.  Sed  et  hoc  placuit  nobis  huic  inserere  auctoritati,  ut  licentiam  habeant  rectores  huiusce  mo- 
nasterii, cum  quibuslibet  hominibus  liberis**) uidelicet  ut  quiccpiid  iuste  et  ra- 

üonabiliter  pars  alteri  contulerit  parti,  per  hanc  nostram  auctoritatem  iure  firmissimo  teneatur  atque  possi- 
deant,  et  quicquid  exinde  facere  uoluerint,  libero  in  omnibus  perfruantur  arbitrio  faciendi  quicquid  elege- 


*)    So  ist  die  ursprüngliche  Lesart;  die  Endung  um  ist  aber  in  beiden  Worten  auxradirt,  und  o  dafiir  gesetzt. 
**)   Schaten  schiebt  hier  die  Worte  ein:  res  et  mancipia  legaliter  coinmutare;  die  Lücke  der^  an  dieser  Stelle  stark  beschä- 
digten Urkunde,  scheint  aber  nicht  so  gross,  dass  diese  Worte  könnten  da  gestanden  haben. 


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833. 


rint.    Et  ut  haec  auctoritas  inmunitatis  aiqae  confirmationis  nostrae  per  fatura  iempora  buiolabilem  obti- 
neat  firmitatem,  manu  propria  subter  firmauimus  et  anuli  nostri  inpressione  signari  iussimus.     A    t     ^ 


Signum      ^j  ^  my      Bludouuici  Serenissimi  Imperatoris. 

JC.  Durandus  diaconus  ad  uicem  Fridugisi  recognoui  et  (L.  S.  R.) 

Data  VI.  Kalendas  Augustas  anno  Christo  propitio  X.  Imperii  domni  Hludouuici  piissimi  Augusti,  In- 
dictionc  prima.    Aotum  Ingilinheim  palatio  feliciter  AmeN. 

Da«    nfben    dem   BpcognitionsteicheD  aur^edruckte   und   dasselbe   sum   Theil    bedeckende   Siegel  kommt  mit  dem   bei 
?Ir.  UI.  beschriebenen  überein. 

V. 

Aus  dem  ältesten  Kopialbuche  des  Stifts  Cor?ej. 

In  nomine  Domini  Dei  ac  saluatoris  nostri  Jhesu  Christi.  Hludouuicus  diuina  ordinante  prouidentia 
Imperator  augustus.  Neminem  fidelium  nostroram  dubitare  crcdimus,  quam  magnum  quondam  domnus  et 
«^enitor  noster  Karolus  christianissimus  Imperator  cum  Saxonibus  subiit  laborem,  ut  eos  ad  cognitionem 
uerac  fidei  adduceret,  quod  et  diuina  cooperante  gratia  sicut  optauit  effecit.  Nos  uero  in  eins  solio  superni 
numinis  dono  sublimati,  Cuidam  uenerabili  uiro  Adalhardo  seni  abbati  ex  monasterio  cuius  uocabulum  est 
Corbegia,  in  eadem  prouincia  Saxonia,  ob  mercedis  nostrae  augmentum,  monasterium  construere  iussimus, 
et  ad  idem  cenobium  dedicandum  ex  sacro  palacio  a  capella  nostra  misimus  uenerabiles  ac  sacrosanctas 
reliquias  beati  Stephani  prothomartiris,  quod  est  construclum  super  Vuisera  in  uilla  regia  in  loco  nuncn- 
pante  dudum  Hucxori.  Ac  quia  auctore  Deo  praedictus  diuae  memoriae  domnus  et  genitor  noster  in  eadem 
gente  primum  christianae  religionis  fidem  confirmauit,  ita  et  nos  ad  augmentandum  solidandumque  eiusdem 
fidei  uigorem,  primum  monachicae  religionis  ordinem  illic  seruandum  tencndumque  constituimus,  quod  ita, 
opitulante  omnipotentis  gratia,  ad  effectum  rei  peruenit,  et  praedictum  monasterium  *)  ideo  Corbegia  nomen 
impositum  est,  eo  quod  de  antiquo  quodam  monasterio  Corbegia  praedicto  Adalhardo  abbati  seni,  cui  hanc 
curam  commisimus,  adsumpto  secum  germano  suo  Yuidone  cum  ceteris  quantis  et  quibus  oportebat  mo- 
nachis,  inIVa  eandem  prouinciam  locum  aptum  et  congruum  eligcrent,  atque  ibi  prout  oportunius  potuissent 
pracfatum  monasterium  stabilirent  atque  construerent.  Idcirco  placuit  excellentiae  nostrae,  ut  praedictam 
uillam  quae  dicitur  Hucsori  cum  omnibus  linibus  uel  terminis  suis  et  cum  terris,  siluis,  aquis  aquaruroue 
decursibus,  cum  omnibus  adiacentiis  et  appendiciis  suis  ad  idem  monasterium  per  hanc  auctoritatem  iure 
perpetuo  conferre  öt  de  nostro  iure  in  Jus  et  dominationem  praedicti  mohasterii  praesentialiter  tradere,  Nee  non 
et  res  seu  possessiones  quae  a  Deum  timentibus  uel  Deum  diligentibus  Saxonibus  infra  ipsam  Saxoniam  ad  hoc 
opus  inchoandum  uel  adiutorium  praestandum  conlatae  sunt,  per  hanc  auctoritatem  confirmare,  etiam  et  res 
quae  ad  Corbegiam  antiquiorem  traditae  fuerant  infra  ipsos  supradictae  Saxoniae  fines,  in  terris,  siluis,  campis, 
pratis,  pascvis,  aquis  aquarumue  decursibus,  propriis  uel  communibus.domibus  ac  aedificiis  uel  prius  habitis 
uel  postea  constructis,  mancipiis  quoque  diuersi  generis  uel  condicionis,  mobilibus  et  immobilibus,  datum  uel 
tradilum  fuit,  cum  omni  integritate  ad  praedictum  monasterium,  una  cum  consensu  praefati  abbatis  uel  congrega- 


*)    Qhne  Zwfirel  war  dieser  Stelle  die  bei   der  vor.  Urk.  bemerkte  and   in  dieselbe  irrthümlicb  eiBgeschlicfaeiie  Correctur 

xngedaclit. 


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823  —  826.  7 

tionis  eius  celebri  donatione  contulimus,  et  perpetuo  mpiiachis  ibidem  Deo  militantibus  ad  possidcndum 
frucndumqae  concessimus  atque  confirmauimus.  Ideo  autem  ita  fieri  debere  rationabile  iudicauimus,  ut 
qiiia  constabat  praedictum  locum  ex  monasterii  prioris  Corbegiae  monachis  constructnm  esse,  et  quia  in 
omni  loco  uni  domino  seruitur,  uni  regi  militatur,  dignum  erat  ut  possessiones  illae  eorundem  monacho* 
rum  obsequiis  deputarenlur,  qui  infra  ipsam  prouinciam  eiusdem  monasterii  primi  aedifjcatores  et  perpetuo 
habitatores  in  omnipotentis  Dei  seruicio  sub  sancta  regula  depatati  fuisse  noscunlur.  Nam  si  forte  talis 
esset  causa ,  ut  idem  locus  ex  propriis  in  eadera  prouincia  sibi  conlatis  nequiuisset  subsistere  rebus,  dignmü 
ut  de  prioris  monasterii  rebus  benignitatis  seu  largitatis  causa,  prout  ex  utraque  parte  rationabile  esse  potuisset, 
larga  manus  porrigi  debuisset,  quanto  magis  de  hiis  quae  infra  eandem  prouinciam  conlatae,  ut  dictum  est,  prius 
fuisse  noscuntur,  cum  omni  benignitate  ardentissimo  caritatis  affectu  largiri.  Statuentes  etiam  decei*nimus  atque 
per  hos  imperiales  apices  sancimus,  ut  quandoquidem  diuina  uocatione  abba  praedicti  monasterii  de  hac  luce 
migrauerit,  quam  diu  ipsi  monachi  inter  se  tales  inuenire  potuerint,  cpii  ipsam  congregationem  secundum  regu* 
lam  sancti  Benedicti  regere  ualeant,  per  hanc  nostram  auctoritatem  et  consensum  licentiam  habeant  elegendi 
abbatem,  quatenus  ipsos  seruos  Dei,  qui  ibidem  Deo  militant,  pro  nobis,  coniuge  proleque  nostra  et  stabili- 
täte  totius  imperii  nostri  iugiter  Dei  misericordiam  exorare  delectet.  Sed  et  hoc  placuit  nobis  huic  inserere 
auctoritati.  Licentiam  habeant  rectores  huiusce  monasterii,  cum  quibuslibet  hominibus  liberis  res  et  man- 
cipia  commutare,  uidelicet  quidquid  iuste  et  rationabiliter  pars  alteri  contulerit  parti,  per  hanc  nostram 
auctoritatem  iure  firmissimo  teneant  atque  possideant,  et  quidquid  exinde  facere  uoluerint,  libero  in  Omni- 
bus perfruantur  arbitrio  faciendi  quidquid  elegerint.  Et  ut  haec  auctoritas  lai^itionis  atque  confirmationis 
nostrae  per  futura  tempora  iuuiolabilem  obtineat  firmitatem,  manu  propria  subter  firmauimus,  et  anuli 
nostri  inpressione  signari  iussimus. 

Signum  (L.  M.)  Bludouuici  Serenissimi  Imperatoris, 
Durandus  diaconus  ad  uicem  Fridugisi  recognoui  et  (L.  S.  R.) 

Data  VI.  Idus  Augusii,  anno  Christo  propicio  X.  Imperii  domni  Hludouuici  piissimi  augusti,  indictionel. 
Actum  Ingelinheim  palacio  regio  in  Dei  nomine  feliciter  Amen, 


VI. 

In  nomine  domini  Dei  et  saluatoris  nostri  Jhu  Xpf.  Hludouicus  diuina  ordinante  pronidentia  Imperator 
Augustus.  Baderado  episcopo  et  misso  nostro.  Nosse  te  non  dubitamus,  qualiter  nostra  iussione  Adalar- 
dus  quondam  abba  cpioddam  monasterium  in  Saxonia  a  nouo  opere  construxit,  quod  nos  et  aliqui  boni 
homines  de  quibusdam  rebus  sollemni  donatione  dotauimus.  de  quibus  omnibus  rebus  nostrae  ^uctoritatis 
praeceptum  circa  idem  monasterium  fieri  iussimus,  ut  perpetua  saluatione  in  iure  eiusdem  monasterii  eedem 
res  consisterent.  Sed  ut  relatione  Unarini  uenerabili  eiusdem  monasterii  abbatis  cognouimns,  quidam  comi^ 
tes  memoratum  praeceptum  nostrum  infringere  et  conuellere  uelint,  in  eo  uidelicet  quod  homines  tam 
liberos  quam  et  latos,  qui  super  terram  eiusdem  monasterii  consistunt,  in  hostem  ire  compellant  et  distrin* 
gere  iudiciariö  more  uelint,  quod  nolumus  ut  faciant,  et  ideo  per  has  litteras  nostras  tibi  praecipimus,  ut 
tu  iQud  praeceptum,  quod  sicut  diximus  eidem  monasterio  fecimus,  adsumas  et  in  praesentia  eorundem 
comitum,  in  cuhxs  ministeria  res  praedicti  monasterii  esse  noscuntur,  relegi  facias,  et  ex  nostra auctoritate 
eis  praecipias,  ut  ullerius  nostrae  auctoritatis  praeceptum  uiolare  non  praesumant,  sed  pocius  sicut  in 
eodem  praecepto  continetur  iUud  conservare  studeant,  si  gratiam  nostram  habere  uelint 

Aufwendig  mit  gleicher  Schrift: 

Ad  Baderadum  episcopum  et  missum  nostrum. 

Ein  Siegel  ist  aicht  Torhandeo. 

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g  832  —  833. 

VII. 

C  In  nomine  Domini  Dei  et  rcdemptoris  nostri  Jhesu  Christi.  Hluthuuuicus  diuina  ordinante  proui- 
dentia  Imperator  augustus.  Si  aecclesias  et  loca  diuino  cultui  dicata  nostris  largitionibus  pro||uehere  sata- 
gimus,  atque  ibidem  assidue  Deo  famulantibus  solacia  clementer  inpendimus,  non  solum  honorifica  regalis 
munificentiae  consuetudinem  exercemus,  sed  et  temporalium  erogatione  donorum,  perpetuae  nos  merccdis 
premia  promereri  posse  confidimus.  Quapropter  nouerit  omnium  fidelium  nostrormn  presentimn  scilicet  et 
futurorum  industria,  quod  pro  amore  diuino  atque  animae  nostrae  remedio,  ad  monasterium  cpiod  uocatur 
noua  Gorbeia,  quod  construximus  in  Saxonia,  in  honore  sanetorum  martyrum  Stephani  atque  Viti,  cui 
modo  preest  fidelis  et  propinquus  noster  Uuarinus  primus  substitutus  abbas,  concessimus  piscationem  quan* 
dam  in  fluuio  Uuisura,  in  pago  Uuimodia  nwicupato,  cui  confinis  est  uilla  Liusci  uocata,  in  comitatu  Abbo- 
nis.  Quae  quia  in  similitudinem  palorum,  quos  incolae  hocas  uocant,  construitur,  gcntilicio  nomine  ab 
indigenis  hocuuar  nuncupatur,  quae  ad  ius  nostrum  pertinebat,  quamque  idem  Abbo  comes  hactenus  in 
beneficio  habebat.  Sed  quoniam  eadem  piscatio  absque  familiis,  cpiae  ad  eins  prouisioncm  deputatae 
fuerant,  fratribus  predicti  coenobii  non  admodum  utUis  esse  poterat,  Idcirco  triginta  duas  familias  et 
quicquid  ad  eandem  piscationem  pertinens  sepedictus  Abbo  in  beneficio  habuit,  totum  et  ex  integro  in 
proprietatem  iam  dicti  monasterü  concedimus,  quatinus  ibidem  Domino  seruientes  monachos  sine  cessatione 
diuinam  clementiam  pro  nobis  exorare  delectet.  Et  ut  haec  concessionis  nostrae  auctoritas  firmier  habea- 
tur,^et  per  futura  tempora  a  fidelibus  nostris  uerius  crcdatur  ac  diligentius  obseruetur,  manu  nostra  subter 
oam  firniantes,  anuli  nostri  inpressione  iussimus  sigillari. 

Signum  (L.  M.)  Eluthouid  Serenissimi  Imperatoris] 
HirminmartLS  notarius  ad  uicem  Theodonis  recognom\  (L.  S.  R.) 

Data  XYI.  Kai.  Jul.  anno  Christo  propitio  XYIIII.  imperii  domni  Hludouuici  Serenissimi  augnsti,  Indi- 
ctione  X.  actum  Franconouord  palatio  regio,  in  Dei  nomine  feliciter.    AmeN. 

Dm  Siegel,  welches  neben,  und  som  Theil  noch  auf  dem  Recognitionsseichen  anfgeditickt  war,  Ut  ferloreo  gegangen. 

VIII. 

In  nomine  Domini  Dei  et  saluatoris  nostri  Jhesu  Christi.  Hludouuicus  diuina  ordiuina  (sie)  ordinante 
prouidentia  Imperator  augustus.  Omnibus  sanctae  Dei  ||  ecclesiae  nostrisque  fidelibus  praesentibus  scilicet 
atque  futuris  notum  esse  uolumus,  quomodo  Corbagiense  monasterium  in  Saxonia  «propiciante  Domino  cum 
consensu  fidelium  nostrorum  in  honore  sancti  Stephani  prptoraartyris  Christi  deuotissima  intentione  funda* 
uimus,  et  ibi  conpetentia  subsidia  quaeque  prae  manibus  inuenimus  debita  largitate  praedicto  sanctifica- 
tionis  loco  nostra  in  elimosina  contulimus,  Insuper  etiam  quia  locum  mercationis  ipsa  regio  indigebat,  mo- 
netam  nostrae  auctoritatis  publicam  ultra  ibi  semper  inessc  Christo  militaiitibus  proficuam  statuimus.  Qua* 
tenus  cum  omnitegritate  {sie)  absque  u^ius  contradictione  uel  impedimenti  occasione  locus  ipse  sanctitatis 
omne  inde  reditum  nostrae  auctoritatis  publicum  possideat,  et  utilitatibus  monasterü  perpetuis  temporibus 
multiplicatum  nostrum  hoc  largitatis  donum  proficiat.  Et  ut  fiduciali  perpetuitate  haec  onmia  nostrae  aucto- 
ritatis dona  sibi  potiatur  et  teneat,  anuli  nostri  inpressione  subter  roborando  firnWe  decreuimus. 

Signum  (L.  M.)  Hludouuici  Serenissimi  Imperatoris. 

C.  Hirminmarus  notarius  ad  uicem  Theodonis  recognoui  et  (L.  S.  R.) 

Data  Kai.  Junias  anno  Christo  propitio  XX.  Imperii  donmi  Hludouuici  piissimi  augusti,  Indictione  XI. 
Acta  üuormacia  ciuitate.    In  Dei  nomine  feliciter  amen. 

Das  aargedruckte  Siegel  ist  verloren  gegangen. 

Digitized  by  V^OOQIC 


833  — 834k  9 

IX. 

In  nomine  Domini  Dei  et  saluatoris  nostri  Jhesu  Christi.  Hludouuicus  diuina  ordinante  prouidentia 
Imperator  augustus.  Si  liberalitatis  nostrae  munere  de  bene||ficiis  a  Deo  nobis  conlatis,  locis  Deo  dicatis 
aliquid  conferimus,  id  nobis  et  ad  mortalem  uitam  feliciter  transigendam,  et  ad  aeternam  perpetoaliter 
oblinendam  profuturum  liquido  credimus.  Idcirco  notum  fieri  uolumus  omnium  fidelium  nostronim  tarn 
praesentiüm  quam  et  futurorum  soUertiae,  quia  cum  nos  monasterium  in  Saxonia  propitiante  Domino  cum 
consensu  fidelium  nostronim  in  honore  sancti  Stephani  protomartyris  Christi  deuotissima  intentione  funda- 
tum  habuissemus,  nomencpie  noue  Corbeie  aptassemus,  atque  ibi  conpetentia  subsidia  quaecpie  prae  mani- 
bus  inueneramus  debita  largitate  praedicto  sanctificationis  loco  in  nostra  aelymosina  contulissemus,  Uuarinus 
quem  in  eodem  monasterio  abbatem  praefecimus  suggerendo  petiit  celsitudini  nostrae,  ut  in  memoralo 
ducatu  Saxoniae  locum  prouideremus,  ubi  sal  fieri  ad  cibos  monachorum  in  eodem  monasterio  pro  tem- 
pore degentium  saliendos  atque  condiendos  potuisset,  quod  et  facere  curauimus,  et  dedimus  eidem  mona- 
sterio per  hoc  nostrae  auctoritatis  praeceptum  in  ducatu  Budinisuelt  quantumcunque  iuris  nostri  in  illo 
sale,  quod  est  super  fluuium  Uuisara,  erat,  in  pago  Logni.  Per  quod  statuentes  decernimus  ut  sub  iure 
ipsius  monasterii  quantumcumque  in  eodem  sale  habere  uisi  sumus  perpetuo  consistat  sicut  diximus  ad 
necessitates  seruorum  Dei  in  memorato  monasterio  degentium  fulciendas.  Et  ut  haec  nostrae  largitionis 
auctoritas  firmier  habeatur,  de  anulo  nostro  subter  eam  iussimus  si^iilare. 

C.  Meginarius  notarius  ad  vicem  Theodonis  recognoui  et  (L.  S.  R.) 

Data  VI.  Id.  Jun.  anno  Christo  propitio  XX.  Imperii  domni  Hludouuici  Serenissimi  Imperatoris,  Indi- 
ctione  XI ciuitate  In  Dei  nomine  feliciter  Amen. 

Das  Siegel  ist  terloren  gegangen  and  die  Charte  beschädigt. 

X. 

In  nomine  Domini  Dei  et  saluatoris  nostri  Jhesu  Christi.  Hludouuicus  diuina  repropitiante  dementia 
Imperator  augustus.  Si  hberalitatis  nostrae  munere  de  beneficiis  ||  a  Deo  nobis  conlatis  locis  Deo  dicatis 
quiddam  conferimus,  Id  nobis  et  ad  mortalem  uitam  feliciter  transigendam,  et  ad  aeternam  perpetualiter 
obtinendam  profuturum  liquido  credinmis.  Idcirco  notum  fieri  uolumus  omnium  fidelium  nostronim  tam 
praesentiüm  quam  et  futurorum  soUertiae,  quia  conplacuit  serenitati  nostrae,  quasdam  uillas  iuris  nostri  sitas 
in  Angrariis,  in  Logni*),  cpiarum  uocabula  sunt  Sulbichi  et  HemUon,  monasterio  quod  dicitur  noua  Cor- 
bßia,  ubi  praesenti  tempore  Uuerinus  uenerabilis  abba  pastor  et  rector  esse  dinoscitur,  sub  integritate  per 
haue  nostram  auctoritatem  delegare,  ut  nostris  et  successorum  nostronim  temporibus  in  ditione  eiusdem 
monasterii  perpetualiter  consistant  ad  slipendia  monachorum  inibi  constitutorum  et  necessitates  eiusdem 
monasterii  procurandas  atque  subleuandas.  Has  ut  diximus  uillas  sub  integritate,  cum  omnibus  rebus, 
appendiciis  et  terminis,  et  cum  omnibus  ad  se  pertinentibus  **) ,  id  est  domibus  ceterisque  aedificiis,  terris, 
pratis,  siluis,  campis,  pascuis,  aquis  aquarumue  dccursibus,  cultis  locis  et  incultis,  mobilibus  rebus  ac  se 
ipsas  mouenlibus,  mancipiis  diuersis  sexus  et  aetatis,  praedicto  monasterio  concedimus  atque  confirmamus, 
ut  ab  hac  die  in  futurum,  sicut  dictum  est,  in  iure  et  potestate  ipsius  perpetuo  pcrmaneant,  absque  cuius- 
libet  comitis  uel  publici  iudicis  aut  cuiuslibet  persone  contradictione  uel  refragatione.    Et  ut  haec  nostrae 


*)    Diese  beiden  Worte  sind  mit  anderer  Handschrift  und  Tinte  später  eingetragen. 
**)    Im  Originale  steht  aus  Versehen:  pertibus. 
Cod.  dipl.  bist.  WestfaL 


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40  834  —  838. 

donalioriis  atque  concessionis  anctoritas  inuiolabilem  et  inconuulsam  obtineat  firmitatem,  manu  propria 
sublcr  eam  firmauimus  et  anuli  nostri  inpressione  adsignari  iussimus. 

Sigmtm  (L.  M.)  Hludouuici  Serenissimi  Imperatoris. 

C.  Birminmaris  notarius  ad  uicetn  Theodonis  recognoui  et  (L.  S.  R.) 

Data  Id.  Mai.  anno  Christo  propitio  XXI.  Imperii  domni  Hludouuici  piissimi  augusti,  Indictione  XII. 
Actum  Aquis  grani  palatio  regio,  In  Dei  nomine  feliciter  amen. 

Bas  neben  d«*m  Rero{;niti<«n8seichen ,   nahe  am  Rande  der  Urkiin<ie  aufgedruckte,    noch  gut  erhaltene  Siegel  leigt  daa 
seitwarU  sehende  Brustbild  des  KaUers,  mit  der  Umschria:  XPE  FBOTEGE  HLVDOVVICVM  IMP.  +. 

XL 

v><*  In  nomine  Domini  Dei  et  saluatoris  nostri  Jhesu  Christi.  EQudouuicus  diuina  repropitiante  demen- 
tia Imperator  augustus.  Si  illius  amore,  cuius  munere  ceteris  mortalibus  praelati  sumus,  loca  diuino  cul- 
tui  II  consecrata  congruis  munüicentiae  nostrae  beneticiis  ad  diuinum  cultum  uberios  exseqnendum  sustolii- 
mus,  digne  retributionis  pracmio  nos  a  Domino  fideliter  remunerari  credimus.  Quapropter  notum  esse 
uolumus  cunctis  fidelibus  sanctae  Dei  ecclesiae  nostrisque  praesenübus  scilicet  et  fiituris,  quia  conplacuit 
nobis  ad  quoddam  mouasterium  uocabulo  Heriuurtb,  quod  in  ducatu  Saxoniae,  in  honore  sanctae  Dei 
genitricis  Mariae  semper  uirginis  constat  esse  dicatum,  quodque  praesenti  tempore  uenerabilis  Tetta  abba- 
tissa  regere  dinoscitur,  quasdam  res  et  mancipia  nostrae  proprietatis,  sitas  in  memorato  ducatu  Saxoniae, 
pro  mercedis  nostrae  augmento  delegare,  ut  inde  uberius  ancillis  Christi  inibi  per  tempora  degentibus 
stipendia  necessaria  ministrentur  et  necessitates  eiusdem  monasterii  procurentur.  Id  est,  in  pago  qui  dici- 
tur  Bursibant,  in  uilla  uocatam  Reni,  ecclesiam  inibi  constructam  cum  decimis  et  omnibus  rebus  ac  man- 
cipiis  ad  se  luste  et  legaliter  pertinentibus,  et  in  pago  qui  dicitur  Scopingus,  in  uilla  nuncupata  Uuateringas, 
ecclesiam  inibi  fundatam  cum  decimis  et  omnibus  rebus  ac  mancipiis  ad  se  inste  et  legaliter  pertinentibus, 
et  in  eodem  pago  qui  dicitur  Scopingus,  in  uilla  qui  appellatur  Stochheim,  ecclesiam  inibi  fabricatam  cum 
decimis  et  omnibus  rebus  ac  mancipiis  ad  se  iusto  et  legaliter  pertinentibus  et  aspicientibus.  Uerum  ut 
eadem  nostrae  maiestatis  largitio  Aituris  temporibus  inuiolabilis  permaneret,  hanc  nostrae  auctoritatis  con- 
scriptionem  circa  memoratum  monasterium  fieri  decreuimus,  per  quam  decernimus  atcpie  iubemus,  ut 
memoratae  ecclesiae  cum  decimis  et  omnibus  rebus  ac  mancipiis  ad  se  iuste  et  legaliter  pertinentibus  uel 
aspicientibus,  in  iure  eiusdem  monasterii  Heriuurth  nomine  perpetao  consistant,  et  nullus  ex  successoribus 
aut  etiam  ex  fidelibus  nostris  ullo  umquam  tempore  easdem  ecclesias  subripere  aut  inde  aliquid  minuero, 
aut  cas  de  iure  eiusdem  monasterii  abstrahere  praesumat,  sed  liceat  rectricibus  et  ministris  saepedicti 
monasterii  easdem  ecclesias  et  res  ac  mancipia  ad  eas  iure  pertinentibus  ecclesiastico  ordine  disponere 
atque  gubernare.  Et  ut  haec  auctoritas  nostra  firmier  habeatur,  manu  propria  subter  eam  firmauimus 
et  anuli  nostri  inpraessione  adsignari  iussimus. 

Signum  (L.  M.)  Hludouuici  Serenissimi  Imperatoris. 

C.  Hirminmaris  notarius  ad  uirem-  Hugonis  recognoui  et  (L.  S.  R.) 

Data  VII.  Id.  Jun.  anno  Christo  propitio  XXV.  Imperii  domni  Hludouuici  piissimi  augusti,  Indictione 
prima.    Actum  Nouiomago  palatio  regio,  In  Dei  nomine  feliciter  amen. 

Das  Siegel,  mit  dem  an  der  Urkunde  Hr,  111.  übereinstimmend,  iat  serbrochen. 

XII. 

Aus  dem  ältesten  Kopialbuche  des  Stifts  Corfej. 

C*  In  nomine  sancte  et  inuidue  Trinitatis.  Hludouuicus  diuina  ordinante  prouidentia  Imperator  augu- 
stus.   Si  unius  fidelis  nostri  iustam  et  rationabilem  petitionem  libenter  implemus,  procul  dubio  reliquorum 

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838  —  841.  41 

fidelium  nostroram  deuotionem  erga  nos  promptiorem  elBcimus.  Qua  propier  omnium  fidelium  sanctae 
Dei  aecciesiae  nostrorumque  praesentium  et  fiitororum  nouerit  uniuersitas,  Quia  propinquus  noster  Warinus 
abbas  monasterii  nouae  Corbeiae,  quod  super  Yuiseram  fluuium  in  honore  beati  prothomartiris  Stephani 
sanctique  Viti  construximus  in  pago  Augensi,  cum  matrona  quadam  Äddila  nos  adiit,  nostram  cum  ea  de- 
precatus  pietatem,  ut  res  quas  praedicta  matrona  pro  se  et  remedio  animae  mariti  sui  Bunichonis  ac 
filiorum  suorum  deAinctorum,  Folchmari,  Bunichonis,  Hemme  et  Berthildis,  prefato  monasterio  contulit, 
uidelicet  dominicale  in  Osthouen  et  quidquid  ibidem  uel  in  oppidis  hiis,  Opphenheim  et  Vuachenheim, 
possidere  uidebatur,  cum  manso  regali  Tyheyle,  per  nostrae  mansuetudinis  auctoritatem  ibidem  confirma- 
rcmos.  Secundum  petitionem  ergo  ipsorum  eidem  monasterio  ea  quae  tradidit  ab  hodierna  die  et  dein- 
ceps  in  nomine  Domini  per  hoc  nostrae  auctoritatis  scriptum  contirmamus,  ut  nullo  inquietante,  sed  Deo 
auxiliante  et  nostro  imperiali  decreto  prospiciente ,  perpetuis  temporibus  absque  ulla  contradictione  ibi 
permaneant,  quatcnus  Deo  ibi  seruientes  pro  traditorum  salute  et  regni  nostri  stabilitate  Domini  clemen- 
tiam  melius  exorare  delectet  Et  ut  haec  auctoritas  nostra  firmier  habeatur  et  per  futura  tempora  a  fide- 
iibus  uerius  credatur  et  diligentius  obseruetur,  manu  propria  nostra  subter  eam  firmauimus  et  anuli  nostri 
inpressione  assignari  iussimus. 

Signum  (L.  M.)  doinni  Hludouuici  Serenissimi  Imperatoris  augusii. 
Hrotmundus  notarius  ad  uicem  Hilduuini  rccognoui. 

Actum  Ingelenheim  XVIIl  Kai.  Dece^ibr.  anno  XXV.  Imperii  domui  Hludouuici  Imperatoris  augusti. 

XIIJ. 

In  nomine  Domini  Dei  et  saluatoris  nostri  Ihesu  Christi.     Hludouuicus  diuina  repropitiante  dementia 
Imperator  augustus.    Notum  sit  igitur   omnibus  fidelibus  sanctae   Dei  ecclesiae   et  nostris    ||    praesentibus 
sciJicet  et  futuris,  quia  ante  annos  aliquod  concessimus  cuidam  fideli  nostro  upcabulo  Gerulfo  quasdam  res 
proprietalis  nostrae,  quae  sunt  in  ducatu  Frisiae,  in  pago  Uuestracha,  in  uilla  Cammingehunderi  et  in  aliis    ^  /V\Mk 
uillis  circumquacpie  se  positis.   Sed  quia  interuenientibus  quibusdam  turbinibus,  per  ipsius  Gerulfi  negligen-  P«lv%\^\V^^*\^ 
tiam,   ab   eins  potestate  et  dominatione  eacdem  res  abstractae,  fisco  regio  sociatae  sunt,   tandem  diuinae    a        Jiv'u 
misericordiae  intuitu  placuit  nobis  easdem  res  ilii  restituere,  et  quemadmodum  pridem  fuerat,  in  eins  po-     ^^ 
testatem  et  dominationem  transfundere.     Quas  ut  certius  firmiusque  nostris  futurisque  temporibus  possidere 
ualeret,  has  auctoritatis  nostrae  litteras  ei  fieri  iussimus,  per  cpias  memoratas  res  cum  his  quae  ad  eas 
iure  et  legaliter  pertinent  deinceps  iure  propriaetario  ualeat  possidere,   et  quicquid  de  eis  agere  uoluerit, 
liberam  habeat  potestatem.     Neque  aliquam  ob  memoratam  occasionem  de  eisdem  rebus  uUo  umquam 
tempore  calumniam  patiatur,  sed  quicquid  sicut  diximus  de  eis  ordinäre  atque  disponere  uoluerit,  libemmo 
in  omnibus  potiatur  arbitrio.    Et  ut  haec  nostrae  restitutionis  auctoritas   et  nostris  et  futuris  temporibus 
inuiolabilem  ualeat  obtinere  firmitatem,  de  anulo  nostro  subter  eam  iussimus  sigillare. 

C.  Glorius  notarius  ad  uicem  Hugonis  recognoui  et  (L.  S.  R.) 

Data  YUI.  Id.  Jul.  anno  Christo  propitio  XXVI.  Imperii  domni  Hludouuici  Serenissimi  Imperatoris,   In- 
dictione  secunda.     Actum  Cruciniaco  palatio  regio.  In  Dei  nomine  feliciter  amen. 

Das  Deben  dem  Recognitionszeicben  aufgedruckte,  und  so  wie  die  ganse  Urkunde  noch  gut  erhaltene  Siegel,  ist  das  bei 
Nr.  Ili.  beschriebene. 

XIV. 

Jyj»  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  HludoQuicus  diuina  fauente  gratia  rex.  Cum  in  nomine 
nnic^  et  perpetuae  Trinitatis  pro  regimine  sanctae  matris  et  uniuersalis  ecclesiae  etiam  et  pro  statu  regni 

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f 


^  42  841. 

C;  nobis  diuinitus  et  paiemo  iure  ||  commissi,  Patherbrunnen  peruenimus,  aderant  inter  ceteros  fideles  nostros 

quidam  monachi  cum  uenerabili  eorum  praeposito  nomine  Uualanae  ex  monasterio  quae  noua  Corbegia 
nuncupatur,  coramque  familiaribus  consiliariis  nostris  in  praesentiam  culminis  nostri  adducti,  adtulenmt 
domni  ac  genitoris  nostri  Hludouuici  excellentissimi  Imperatoris  quoddam  praeceptum ,  In  quo  continebatur, 
quaiiter  Idem  christianissimus  Imperator  praefatum  monasterium  in  honorem  sancti  Stephani  protomartyris 
Christi  super  fluuium  Uuisera  in  uilla  regia  in  loco  nuncupante  dudum  Hucxori  Adalhardo  cuidam  scni  ab- 
bati  germanoque  suo  Uualanae  construi  ac  fabricari  praecepisset,  Obsecrantes  clemeiitiam  serenitatis  nostrae, 
ut  pro  maiori  firmitate  ac  certiori  studio  securitatis,  nostrae  mansuetudinis  super  hoc  praeceptum  paterno 
ac  regali  affectu  confirmari  debere.  Quorum  petitioni  iusta  et  rationabili  aurem  libenter  accommodauimus, 
ac  praescriptam  uillam  Hucxori,  quam  Serenissimus  augustus  ad  praefatum  monasterium  tradiderat,  cum 
Omnibus  finibus  uel  terminis  suis,  terrisque,  siluis,  aquis  aquarumue  decursibus,  seu  cunctis  adiacentiis 
nee  non  appendiciis  suis,  siue  res  et  possessiones  quae  a  Deum  timentibus  uel  gratiam  diuinam  diligentia 
bus  ibi  conlatae  sunt,  etiam  et  res  quae  ad  Corbcgiam  antiquiorem,  ex  cuius  uocabulo  illud  monasterium 
nomen  usurpat,  traditae  fuerant  infra  fines  regni  Saxoniae,  terris,  siluis,  campis,  pratis,  pascuis,  aquis 
Vy  A/vA'Ji)^^^  aquarumue  decursibus,  propriis  uel  communibus  aedificiis  prius  habitis  uel  postea  constructis,  mancipiis 
"Hv/uvil       quoque  diuersi  generis  uel  condicionis,  mobilibus  et  inmobilibus  datum  uel  traditum  erat,  cum  omni  inte- 

^  gritate,  praefato  monasterio  et  monachis  ibidem  Deo  soli  militantibus  ad  possidendum  fruendumque  per 

hanc  nostram  auctoritatem  in  elemosinam  praefati  piissimi  genitoris  nostri  ac  nostram  confirmare 
atque  stabilire  decreuimus.  Libuit  etiam  nostrae  celsitudinis  pietatem  erga  diuae  memoriae  genitoris  no- 
stri nobilissimi  augusti  institutionem,  quando  diuina  uocatione  abbas  praedicli  monasterii  uitam  finierit  mor- 
talem,  quamdiu  ipsi.  monachi  inter  se  talem  inuenire  huiusce  uitae  quiuerint,  qui  ipsam  congregationem 
secundum  re;i:ulam  sancti  Benedicti  primi  instructoris  illius  normae  regere  ualeat,  per  hanc  nostram  aucto- 
ritatem licentiam  habeant  eligendi  abbatem,  quatenus  ipsos  seruos  Dei  qui  illic  uni  Deo  die  noctuque 
seruiunt,  pro  nobis  proleque  nostra  et  stabilitate  regni  a  Deo  nobis  conlati  iugiter  Domini  misericordiam 
exorare  delectet.  Illud  uero  inserere  hoc  praecepto  nostrae  placuit  regiae  auctoritati,  ut  licentiam  ha- 
beant rectores  et  ministri  eiusdem  monasterii,  cum  quibusHbet  hominibus  liberis  res  et  mancipia  legaliter 
commutare,  uidelicet  ut  quicquid  pars  iustc  et  rationabiliter  alteri  contulerit  parti,  deinceps  per  hanc  no- 
*  stram  auctoritatem  iure  firmissimo  teneant  atque  possideant,  et  quicquid  exinde  facere  uoluerint  libero  in 
Dei  nomine  perfruantur  arbitrio  faciendi  quicquid  eligerint.  Et  ut  haec  auctoritas  largitionis  atque  confir- 
mationis  nostrae  per  diutuma  tempora  inuiolabilem  atque  inconuulsam  obtineat  firmitatem.  Manu  propria 
subter  firmauimus  et  anuli  nostri  inpressione  signari  iussimus    ^  ^  ^^ 

Signum  (L.  M.)  Hludouuici  gloriosissimi  regis,  ^  '  ^ 

JC.  Dominicus  notarius  ad  uicem  Radleici  recognoui  ei  (L  S.  R.) 

Data  lin.  Id.  Decembr.  anno  Christo  propitio  septimo  regni  domm  Hludouuici  regis  in  orientali  Fran- 
cia  Indictione  Uli.    Actum  Patherbrunnen  in  Dei  nomine 

Da«  Siegel  ist  fcrloren  gegangen  und  die  Urkunde  überhaupt  am  untern  Theile  sehr  beschädigt.   —  Wegen  der  Zeit- 
rechnung in  den  Urkunden  Ludwigs  des  Deutschen,  fgl.  Regest,  r^r.  368. 


XV. 

Aus  dem  ältesten  Kopialbuche  des  Stifts  Corfej. 

In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  HIudouuiQus  diuina  fauente  gratia  rex.  Si  erga  loca  diui- 
nis  cultibus  mancipata  propter  amorem  Dei  eorumque  in  eisdem  locis  sibi  famulantibus  beneficia  oportuna 
inpendimus,  atque  de  rebus  terreuis  diuina  miseratione  nobis  coulatis  largitionis  nostrae  munere  quiddam 


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841  —  843.  43 

conferimus,  hoc  nobis  procul  dubio  non  solum  ad  stal)ilitatem  regni  pertinere,  ueram  eiiam  aeternae  bca- 
titudinis  praemia  capessendo  profuturum  liquido  credimus.  Idcirco  notum  fieri  uolumus  omni  fidelium 
praesentium  scilicet  et  futuromm  sagacitati,  qualitcr  nos  ob  amorem  Dei  et  emolumentum  animae  nostrae, 
quasdam  res  proprietatis  nostrae  concessimus  ad  monasterium  quod  dicitur  noua  Corbeia,  quod  est  siUim 
super  fluuium  Yuisera,  constructum  in  honore  sancti  ac  bcatissimi  Stephan!  prothomartiris,  ubi  praesenti 
tempore  uenerabilis  uir  Vuarinus  auctore  Deo  abba  praeesse  uidetar.  Sunt  enim  praedictae  res  in  pago 
Guottinga  in  uilla  quae  dicitur  Amphidi,  hoc  est  mansum  dominicatum  cum  casis  et  reliquis  aedificüs,  ^(Aii^ 
cum  aliis  mansis  uiginti  ibidem  aspicientibus  ac  deseruientibus.  Has  itaque  res,  sicut  diximus,  cum  domibus, /^i/u^/#^«'«// 
aedificiis,  mancipiis  utriuscpie  sexus  sub  uariis,*)  terris  cultis  et  incultis,  siluis,  pratis,  ^ascuis,  aquis  aquarumue 
decursibus,  adiacentiis,  peruiis,  exitibus  et  regressibus,  quaesitis  et  adquirendis,  quemadmodum  Banzleibi 
comes  in  beneficium  hactenus  habuit  et  nostri  Juris  atque  possessionis  Jure  proprietatis  est,  toUim  et  ad 
integrum  praedicto  monasterio  concessimus  et  de  nostro  iure  in  ius  et  dominationem  eins  liberalitatis  no- 
strae munere  contulimus,  Ita  uideiicet  ut  quidquid  ab  hodierno  die  et  tempore  de  eisdem  rebus  et  manci- 
piis rectores  et  rainistri  supradicti  monasterii  ob  utilitatem  et  necessitalem  facere,  ordinäre  atque  disponere 
uoluerint,  per  hanc  nostrae  auctoritatis  largitionem  libero  in  Dei  nomine  perfruantur  arbitrio  faciendi  quid- 
quid elegerint.  Hanc  itaque  auctoritatem  largitionis  nostrae,  ut  per  curricula  annorum  inuiolabilem  atque 
inconuulsam  obtineat  firmitatem  et  a  fidelibus  sanclae  Dei  ecclesiae  nostriscpie  uerius  credatur  et  diligen- 
tius  obseruetur,  manus  nostrae  signaculis  subter  eam  decreuimus  roborare  et  anuli  nostri  inpressione  ius- 
simus  adsignare. 

Signum  (L.  M.)  Hludouuici  gloriosissimi  regis. 

Adalleodus  diaconus  ad  uicem  Rathleici  recognoui  et  (L.  S.  R.) 

Data  XVIIII.  Kai.  Januar,  anno  Christo  propitio  VII.  regni  domni  Hludouuici  in  orientali  Francia  Indi- 
ctione  IUI.    Actum  Rosbah  uilla  in  Dei  nomine  feliciter  iVmen. 

XVI. 

Jv><*  In  nomine  domini  nostri  Jesu  Christi  Dei  aeterni.  Hlotharius  diuina  ordinante  prouidentia  Imperator 
augustus.  Oportet  imperialem  sublimitatem  ut  fidelium  suorum  iustis  ac  rationabilibus  petitionibus||  pieta- 
üs  suae  aurem  accommodet  et  efFectum  concedat,  quatinus  id  faciendo  eorum  animos  in  suo  semper  red- 
dat  promptiores  obsequio  Idcirco  omniura  fidelium  sanctae  Dei  ecclesiae  ac  nostrorum  presentium  uide- 
iicet et  futurorum  comperiat  magniludo,  quia  Esich  fidelis  comes  noster  deprecatus  est  clementiam  nostram, 
ut  aliquantum  ex  rebus  iuris  nostri,  quibus  ipse  ordine  possidebat  beneficiario,  ad  proprium  concederemus 
ac  per  preceptum  nostrura  traderemus.  Cuius  deprecationem  ob  suae  fidelitatis  deuolionem  libenter  ad- 
nuentes,  hos  excellentiae  nostrae  apices  fieri  decreuimus,  quibus  iam  dicto  Esichoni  in  pago  Riboariense 
in  comitatu  Bunnense  in  uilla  Castenicha  mansos  octo  ex  beneficio  suo  cum  omnibus  pertinentiis  eorum,  ftii^vw^^^S 
Id  est  cum  terris,  campis  cultis  et  incultis,  uineis,  siluis,  pratis,  pascuis,  aquis  aquarumue  decursibus,  0^^^ 
exiribus  et  regressibus,  nee  non  et  mancipiis  utriusque  sexus  ibidem  pertincntibus  ad  proprium  tribuiraus 
et  de  iure  nostfo  in  ius  ac  dominationem  ipsius  perhenniter  mansurum  transfundimus,  ut  faciat  exinde 
potissima  a  nobis  percepta  licentia  quicquid  elegerit  uel  uoluerit,  sicut  et  de  reliquis  proprietatis  suae 
rebus  absque  cuiuslibet  potestatis  contradictione  uel  repetitione  seu  cpialibet  refragatione ,  Ita  tarnen  ut 
nusquam  a  nostra  discedat  fidelitate,  sed  inmobiliter  in  nostris  perseueret  obsequiis  absque  aliqua  tergi- 


*)  Für  diese  augenscheialicb  cormmpirteo  Worte  setst  Schalen,  nach  eigner  Conjectur:  salinarii«. 

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^r 


44  843  —  844. 

p- .  uorsntiono.    Ei  ut  haec  nostrae  largitiouis  auctoritas  inuiölabilem  obtioeat  firmitatem ,  maua  propria  subter 

eam  firmauiinus  et  anuli  nostri  iopressione  adsigoari  iussimus. 

Signum  (L.  M.)  Hlofham  Serenissimi  augusti. 

JC.  Uemigius  notarius  ad  uicem  Agilmari  recognoui  et  (L.  S.  R.) 

Data  XIII.  Kai.  April,  anno  Christo  propitio  Impcrii  domni  Hlotharü  pii  Iniperatoris  in  Italia  XXIIII.  et 
in  Francia  IUI.  Indictione  VI.    Actum  Aquisgrani  palatio  regio.   In  Dei  nomine. 

Djs  Siegel  ut  nebst  einem  Theile  der  Charte,  welchem  es  aufj^ed ruckt  war,  herausgerissen. 

XVII. 

C*  In  nomine  doroini  nostri  Ihcsu  Christi  Dei  aeterni.  HIotharius  diuina  ordinante  prouidentia  Impe- 
rator aiigustus.  Si  unius  fidclis  nostri  iustam  et  rationabilem  potitionem  libenter  implemus,  ||  procul  du- 
bio reliquorum  fidelium  nostrorum  deuotionem  erga  nos  promptiorem  effieimus.  Quapropter  omnium  Kde- 
lium  sanctae  Dei  ecclesiae  nostrorumque  praesentium  et  futurorum  nouerit  uniuersitas,  quia  Esich  uir  inlu- 
ster  comes  nostram  deprecatus  est  pietatem,  ut  res  sibi  in  pago  Riboariensi  in  comitatu  Bonnensi  in  uilla 
Chestinaeha  a  nostra  munificentia  adtributas,  quas  ipse  pro  remedium  animae  eius  ad  monasterium  in  Sa- 
xonia  situm  Corbeia  uocabulo,  quod  est  construetum  in  honore  beati  Stephan!  protomartyris  Christi,  dele- 
gauit ,  per  nostrae  mansuetudinis  praeeeptum  ibidem  confirmaremus.  Cuius  precibu^  libentissime  amiucntes, 
hos  excellentiae  nostrae  apices  fieri  slatuimus,  per  quos  memoratas  res  una  cum  mancipiis  inibi  pertinenti- 
bus  in  praedicto  pago  et  in  iam  dicta  uilla  consistentes  ad  praefatum  monasterium  Corbeiae  et  ecciesiam 
sancti  Stephani  confirmamus  modisque  Omnibus  corroboramus ,  quatenus  sicuti  a  praescripto  fideli  comiti 
nostro  Esichoni  tradite  et  delegate  fuerunt,  ita  pars  eiusdem  loci  sancti  deinceps  absque  cuiuspiam  pote- 
Statis  contradictione  uel  inquictudine  teneat  et  possideat,  faciatque  exinde  quicquid  utilitas  dictauerit.  Et 
ut  haec  nostrae  confirmationis  auctoritas  inuiölabilem  oblineat  firmitatem,  de  anulo  nostro  subter  iussimus 
sigillare. 

C.  Hrodmundus  notarius  ad  uicem  Hilduini  recognoui  et  (L.  S.  R.) 

Das  Siegel,  welches  au(  das  Recognitionsseicben  aufgedruckt  war,  ist  ferloren  gegangen. 

XVIII. 

ovj*  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Hludouuicus  diuina  fauente  gratia  rex.  Si  liberalita- 
tis  nostrae  munere  loca  Deo  dicata  et  necessitates  ecclesiasticas  per  petitiones  pontificum  atque  sacerdotum 
nostrorum  eleuamus  munimine,  atque  tucmur  iuuamine,  Id  nobis  et  [|  ad  mortalem  uitam  temporaliter 
transiendam  et  ad  aeternam  feliciter  obtinendam  profuturum  liquido  credimus.  Quapropter  nouerit  saga- 
citas  seu  utilitas  omnium  fidelium  sanctae  Dei  ecclesiae  nostrorumque  tam  praesentium  quam  et  futurorum, 
qualiter  uenerabilis  episcopus  fidelisque  noster  Bateradus  nomine  ueniens  in  procerum  nostrorum  prae- 
senliam,  obtulit  obtutibus  nostris  praeeeptum  domni  ac  genitoris  nostri  Hludouuici  uidelicel  serenissimi  im- 
peratoris,  quod  ipse  facere  iussit  per  peticionem  praefati  uenerabilis  episcopi,  ad  locum  ^ui  uocatur  Pa- 
derbrunno,  quod  est  construetum  in  honore  sanctae  Mariae  semper  uirginis  et  sancti  Kiliani,  In  quo  prae- 
cepto  contincbatur  inmunitas  atque  defensio  seu  tuicio  domni  imperatons  genkorisque  nostri  supra  prae- 
dictum  locum.  Sed  pro  integra  firmitate  ac  securitatis  studio  praefatus  uenerabilis  episcopus  Bateradus 
deprecatus  est  mansuetudinem  nostram,  ut  ipsam  defensionem  atque  tuicionem  per  nostrae  mansuetudinis 
praeeeptum  renouari  dignaremur.  Cuius  petitioni  ob  amorem  Domini  nostri  Ihesu  Christi  et  reuerentiam 
praonominatj  uenerabilis  episcopi  seu  anime  nostrae  remedium  libenti  animo  adsensum  praebentes,  Tale 
auctoritatis  praeeeptum. ad  ipsum  sanctum  locum  fieri  decreuimus,  quatinus  sub  quali   defensione  domni 


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844  —  85 J.  i5  S.*^  ! 


genitoris  nostri  fuit,  Ita  deinceps  sub  nostra  tuitione  et  inmunitatis  defensione  cum  omnibns  ad  se  inste  et 
Icgaliter  pertinentibus^  permaneat.  Praecipientes  ergo  iabemus,  ut  nuUus  iudex  publicus  uel  quislibet  ex 
iudiciaria  potestate  in  ecciesias  aut  loca  uel  agros  seu  reliquas  possessiones  memoratae  ecclesiae,  quas 
moderno  tempore  infra  dicionem  regni  nostri  legibus  possidet,  uel  quo  deinceps  in  iure  ipsius  loci  uolue- 
rit  diuina  pietas  augeri,  ad  causas  iudiciario  more  audiendas  uel  freda  exigenda  aut  mansiones  uel  para- 
tas  faciendas  aut  fideiussores  tollendos  aut  homines  ipsius  ecciesiae  contra  rationem  distringendos,  nee 
uUas  redibitiones  uel  inlicitas  occasiones  requirendas  ullo  umquam  tempore  ingredi  audeat,  uel  ea  omnia 
que  supra  memorata  sunt  penitus  exigere  praesumat.  Sed  Itceat  memorato  episcopo  suisque  sucessoribus, 
res  praedicte  ecciesiae  cum  omnibus  quae  possidet  quieto  ordine  possidere  et  nostro  fideliter  parere  im- 
perio.  Quicquid  uero  fiscus  exinde  sperare  potuerit,  totum  nos  pro  aeternae  fstcj  remuneratione  prae- 
•dictae  ecciesiae  ad  stipendia  pauperum  et  luminaria  concinnanda  concedimus,  quatinus  melius  delectet 
clericos  in  eadem  sede  degentes,  pro  nobis,  coniuge  proleque  nostra,  Domini  misericordiam  exorare. 
Haec  quippe  auctoritas  ut  pleniorem  in  Dei  nomine  obtineat  uigorem  et  a  fidelibus  sanctae  Dei  ecciesiae 
ac  noslris  uerius  credatur  et  diligentius  obseruetur,  manu  propria  nostra  subter  subter  fsicj  firmauimus 
et  anuli  nostri  inpressione  adsiguari  iussimus. 

Signum  domni  (L.  M.)  Hludoumci  Serenissimi  regis. 

Uualto  subdiaconus  ad  uicem  üuitgarii  cancellarii  recognoui  et  (L.  S.  R.) 

Data  XI.  Kai.  Jun.  anno  Christo  propitio  XXVII.  regni  Hludouuici  Serenissimi  regis  in  orientali  Francia 
regnante,  Indictione  VII.    Actum  Franconofurt  palatio  regio.    In  Dei  nomine  felicitcr  amen. 

Das  neben  dem  Recognitionsxeichen  aurgedrackfe  Siegel  xeigt  den  link.«  (nelimlich  nach  der  linkeii  Seite  des  Lesers)  se- 
henden ungekrönten  Kopf  des  König»  (welrher  aber  auch,  da  er  beträchtlich  tiefer  steht  als  die  Uaischrift,  der  Ab* 
druck  einer  Gemme  sein  könnte),  mit  der  Umschrin:  XP£  PROTEGE  HLVDOfCVM  REGEM,  f. 

XIX. 

In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Hludouuicus  diuina  fauente  gratia  rex.  Si  de  rebus  ter- 
renis,  quas  diuina  sumus  largilate  consecuti,  loca  sanctorum  ||  ob  amorem  Dei  quiddam  conferimus,  hoc 
nobis  procul  dubio  ad  aeteniae  remunerationis  prcmia  cappessenda  profuturum  liquide  credimus.  Idcirco 
nouerit  omnium  fidelium  sanctae  Dei  ecciesiae  nostrorumquc  praesenlium  scilicet  et  futurorum  industria, 
qualitcr  nos  concessimus  quasdam  res  proprietatis  nostrae  ad  monasterium  quod  dicitur  HerifurJ,  siue  ad 
rcliquias  sanctae  Marie  seraperque  uirginis  in  eodem  monasterio  conseruatas,  In  pago  uidelicet  Grainga  in 
uilla  quae  uocatur  Kelueri.  id  est  mansum  indominicatum  cum  domibus,  acdificiis  et  omnibus  adiacentibus 
terris  cultis  et  incultis,  siluis,  pratis  atque  pascuis,  de  reliquo  beneficio  quod  Hrodradus  comes  habuit 
dimidiara  partem,  cum  familiis  supermanentibus  utriusque  sexus  numero  uiginfi  nouem,  In  alio  autem  pago-Z1  /fl'^^'i*-" 
quod  dicitur  Sutherbergi,  in  uilla  quae  nuncupatur  Lodrc,  octo  familias  et  nouem  mansos,  Et  in  eodem  r  ^  i  o^w1  v -t »^. 
pai^o,  in  uilla  quae  uocatur  Arpinä;i,  unum  mansum  cum  familia  supermanente.  Has  itaque  res,  sicut  su- Ic.  Tj^vCt^i/j  i 
perius  diximus,  cum  domibus,  aedificiis,  niancipiis  utriusque  sexus,  et  terris,  pratis,  siluis,  pascuis,  aquis 
aquarumue  decursibus,  totum  et  integrum  predicto  monasterio  ad  proprium  concessimus  et  confirmauimus. 
Propterea  hos  apiccs  serenitatis  nostrae  circa  ipsum  monasterium  fieri  decrcuimus,  per  quos  praecipimus 
atque  iuberaus,  ut  nullus  iudex  publicus  in  homines  ipsius  loci  aspicientibus  potestatem  ullo  umquam  tem- 
pore habeat,  preter  aduocatum  eorum,  neque  fideiussores  illorum  tollende,  nee  in  utradiis  aut  publici$ 
placitis  aliquara  districtionem  in  eos  faciendo,  sed  ob  Dei  amorem  nostramque  concessionem  in  futurum 
omnes  res  superius  insertas  ad  iam  dictum  monasterium  pleniter  descruiant  absque  alicuius  contrarielate 
aut  inpedimento.    Et  ut  baec  auctoritas  donationis  seu  conGrmationis  nostrae  firmier  habeatur  et  per  futura 

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t/>v^ 


46  852  —  853. 

tempora  a  cunctis  fidelibus  sanctae  Dei  ecciesiae  nostrisque  uerios  credatur  atque  diligentius  consehieturr 
Manu  propria  subter  eam  firmauimus  et  anuli  nostri  üipressione  adsignari  iussimus. 

Signum  (L.  M.)  domni  Hludouuici  gloriosissimi  regis, 
Coaneatus  notarius  ad  uicem  Radleici  recognoui  et  (L.  S.  R.) 

Data  VI.  Idus  Decembris  anno  Christo  propitio  XYIIII.  regni  domni  Hludouuici  gloriosissimi  regis  in 
orientali  Francia,  Indictione  XV.    Actum  in  eodem  monasterio  Herifurd,  in  Dei  nomine  feliciter  Amen. 

Die  Original* Charte  ist  sehr  beachädigt  und  das  Siegel  verloren  gegangen. 

XX. 

%ArC    ..^    yUil^        In  nomine  saluatoris  mundi  et  in  honore  eiusdem  patris  spiritusque  sancti.    Jam  dudum  quidam  illn- 
^^  stris  homo  nomine  Sidag  quandam  aecciesiolam  ligneam  ad   monasterium  Paderbrunnense  tradidit,  simul 

[liA^  *^1>  (  )  cum  tercia  parte  hereditatis  eius  quae  ex  genitoris  eius  iure  contigit  ei  habere  in  pago  quod  Almango 
ytxAppy*/  j^nuncupatur,  cumque  iam  pro  uetuslate  slare  eadem  domuncula  nequiret,  successores  alodi  illius  inito  con- 
1^  ]i\v » ^  Ir  gjjj^  ^pjju  uoluniate  et  licentia  domini  episcopi  Liuthardi  in  eorum  possessiua  hereditate  iuxta  locum  ubi  prior 
aecclesiola  stetit  lapideam  domum  Dei  construxerunt.  Cum  uero  aedificatores  eiusdem  domus  Dei  domi- 
num antislitcm  Liudhardum  cum  precibus  cogerent  eandem  aecclesiam  dedicare,  et  ipse  eorum  petitioni 
faueret  et  in  honore  sancti  saluatoris  multorumque  sanctorum  eius  eam  consccraret,  tunc  predicti  constru- 
otores  et  coheredes  edem  eandem  ad  predictum  Paderbrunnense  monasterium  tradiderunt. 

Ob  ein  Siegel  vorbanden  gewesen,   ist  nicht  au  entscheiden,  da   am  untern  Rande  ein   Stück  von  der  Charte  wegge- 
schnitten ist. 

XXI. 

Nach  einer  (aus  dem  ehemaligen  Hervordischen  Archive)  im  Rönigl.  Geh.  Staats-Archive  au  Berlin  befindlichen,  alten  Abschrift. 

In  nomine  sancte  et  indiuidue  Trinitatis.  Hludouuicus  diuina  fauente  gratia  rex.  Si  peticiones  seruo- 
fum  Dei  iustas  et  racionabiles  ad  cffectum  perduxerimus,  et  ad  humanam*)  uitamjeliciler^)  traiisigendam, 
et*)  perpetuam  felicius*)  promerendam,  procul  dubio  nobis  profuturum  speramus.  Qua  propter*)  notum 
esse  uolumus,  quoniam  uenerabilis  abbas  Vuarinus  adiit  excellentiam  nostram  suppliciter  orans,  ut  nostra 
munificentia  prospiceremus  mouasteriis  illi  commissis,  cpiorum  unum  est  monachorum,  noua  Corbeia  nomi- 
natum^),  ubi  et  ille  primus  regulari  electione  abbas  extitit,  et  alterum  est  sanctimonialium,  Heriford  di- 
ctum, et  proprie^  abbatisse^,  cuius  nomen  Addila,  subiectum.  Scd  iuxta  consuetudinem,  qua  ancillarum 
Dei  congregationibus  procurari  solent  prepositi  ex  '^)  ecclesiastico  ordine ,  iam  diclo  abbati  commendauimus, 
ut  tam  in  disciplina  abbatissam  iuuaret,  quam  in  cunctis  negociis,  que  famule  Christi  pro  sexu  et  profos- 
sione  sua  exsequi  non  possent,  ipsarum  prouisor  et  patronus  existerct.  Is  ergo  petiit  celsitudinem  nostram 
recordari,  quod  pie  memorie  genitgr  noster  Hludouuicus  imperator  ambo  hec  monasteria  construi  iussit  ad 
normam  uidelicet  precipuorum  in  Gallia  monasteriorum ,  Nouam  utique  Corbeiam  ad  similitudinem  antique 
Corbeie,  Herifordense  uero  cenobium  ad  oxemplum  monasterii  sanctimonialium  in  Suessionis  ciuitate  con- 
sistentium,  et  ut  in  elemosinam  suam  hac^)  tocius  gcneris  sui  institutionum  ^arundem  profectio®)  comple- 
retur,  cellam  iuris  sui  que  uocatur  Meppia  cum  '^)  decimis  et  possessionibus  undique  ad  eam  pertinentibus, 
et  ccclesiam  Eresburg,  quam  auus  noster  Karolus  primo  construens  in  Saxonia  decimis  dotauit  circumqua- 
t|ue  habitantium  per  duas  saxonicas  rastas,  prefatus  noster  genitor^^j  ad  nouam  Corbeiam  tradidit.  ^^)    Ad 


Abweichende  Lesarten  in  der  vita  Wnttgeri:  ^)  hanc.     ^)  feliciiiA.     ^  ad.    *)  Tacilius.     ^)  omnibus.     ^  nuncupatum.     ^  fehlt. 
,*)  ac.     *)  profecto.     *<*)  fehlt.     ")  gen.  host.     »»^  trad.  Corb. 


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853  —  855.  47 

Herifordensis  antem  monasterii  adiomentum  dedit  in  episcopatu  quidem  Asnabniggensi  ^^)  ecclesiam  Bugh- 
nithi  cum  subiectis  sibi  ecclesiis,  In  parrochia  uero  Mimigemefordensi  ecclesiam  Hreni  com  his  que  ad 
eam  pertinent  ecclesUs,  ita  sane  ut  decimarum  aliorumque  redituum  prouentus  omnes  prefatis  cederent 
monasteriis,  et  ab  ipsis  uicissim  procurentur  subiecte  plebes  in  baptismate,  in  eucharistia,  in  sepultoris,  in 
confessione  peccatoram  audienda,  Et  presbiteri  qui  principales  ex  his  ecclesias  tenerent,  archipresbitero- 
rum  officio  fungerentur  ad  agenda  omnia  que  solent  fieri  ab  archipresbiteris  episcoporum.  Cum  autem 
ipsi  episcopi  circationes  suas  ibi  agere  deberent,  ad  eorum  mansionatica  daretur,  quod  in  capitularibus 
antecessorum  nostrorum  prescriptum  habetur.  Nos  igit^ir  rata  esse  uolentes  cetera  omnia,  tantum  expen- 
sas  ad  ministerium  episcopi  propter  egritudinem  et  senectutem  eius  qui  nunc  est  Gozberti,  '^)  augere  de- 
bemus.  Quod  iuxta  peticionem  sepe  dicti  abbatis  Uuarini  ita  moderari  placuit,  ut  descripto  quantum  satis 
sit  ad  seruiüum  episcopi,  hoc  nullo  modo  subtrahatur,  et  episcopus  uicissim  ampliora  non  requirat,  nee 
cum  pluribus  ueniat,  quam  ut^^)  eis  sufficere  possint.  In  quibus  satis  ^^^  consensit  prefatus  episcopus 
coram  nobis  et  archiepiscopo  uostro  Hrabano  ceterisque  cum  eo  in  sinodo^^)  agentibus,  id  est  ut  dentur 
ad  singulas  ecclesias  porci  Illl.or  ualentes  singuli  denariis^^)  XQ.  et^®)  octo  arietes,  qui  eadem  precii 
sunmia,  qua  IUI.  porci  estimarentur,  III  porcelli,  IUI  auce,  octo  puUi,  XX  situlf  de  medone,  XX  de  mel* 
Uta  ceruisia,  XL^)  de  non  mellita,  CSX  panes,  C.  modii  de  auena  manipuli  DO».*^)  sitque  in  potestate 
episcopi,  utrum  hec  per  singulas  ecclesias  ad  unam  mansionaticam^^)  an  ad  duas^^)  uelit  habere.  Ne 
autem  in  summa  debiti  his  plus  aut  minus  complectatur,  hoc  auctoritatis  nostre  precepto  cum  consensu 
synodali  decemimus  atque  iubemus.  His^)  eciam  adiungere  placuit  liberam  utrique  loco  concessionem 
eligende  de  propria  congregatione  in  regimen  sui  per  fiitura  semper  tempora  congrue  persone,  et  ut  omnis 
hinc  dubietas  tollatur,  manu  propria  hec  roborantes,  anuli  nostri  impressione  ea  signari  iussimus. 

Signum  (L.  M.)  HludouxUci  Serenissimi  Regis. 

Aelbertus^)  subdiaconus  ad  uicem  Baldrici  abhatis  reeognoui. 

Data  XI.  Kai.  Jun.  anno  XX.mo  regni  gloriosissimi '^^)  regis  Hludouuici  in  orientali  Francia  regnante. 
Indictione  I.    Actum  m  palatio  regio  Franconoford,  in  Dei  nomine  feliciter.    Amen. 

XXII. 

(><•  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinita tis.  Hludouuicus  diuina  fauente  gratia  rex.  Si  liberalitatis 
nostrae  munere  de  beneficiis  a  Deo  nobis  conlatis  locis  Deo  dicatis  aliquid  conferimus,  id  nobis  et  ad 
mortalem  uitam||  feliciter  transigendam ,  et  ad  aeternam  perpetualiter  optinendam  profuturum  liquide  cre- 
dimus.  Idcirco  notum  fieri  uolumus  omnium  fidelium  nostrorum  tam  praesentium  quam  et  futurorum  sa- 
gacitati,  quia  potente  atque  suggerente  Uuarino  uenerabili  abbate,  qui  monasterium  quod  dicitur  noua 
Corbeia  nostra  concessione  in  regimine  habere  dinoscitur,  quod  piae  memoriae  genitor  noster  construi 
iussit  in  honorem  Dei  et  sancti  protomartyris  Stephani ,  ubi  et  sancti  Uiti  martyris  preciosa  pignora  seruari 
noscuntur,  complacuit  celsitudini  nostrae,  quandam  cellulam  iuris  nostri  uocatam  Fischboeki,  quae  est 
constructa  in  pago  Leri,  memorato  monasterio  adiungere  atque  per  hanc  nostram  auctoritatem  ei  tradcre, 
ut  perpetuo  sub  eius  ditione  cum  omnibus  ad  se  pertinentibus  et  aspicientibus  consistat.  Hanc  ut  diximus 
coUulam  sub  integritate  cum  omnibus  rebus,  appendiciis  et  terminis  suis,  et  cum  omnibus  ad  se  pertinen- 
tibus et  respicientibus,  id  est  basilicis,  domibus  ceterisque  edificiis,  decimis,  siluis,  campis,  pascuis,  aquis 
aquarumue  decursil)us,  cultis  locis  et  incultis,  mobilibus  rebus  et  inmobilibus,  mancipiis  diuersi  sexus  et 
etatis,  memorato  monasterio  subditam  esse  facimus  atque  per  hanc  nostram  auctoritatem  ita  condonamus 


1»)  Otnaburg.     ")  Gauxbcrti.     '*)  non.     *•)  esse.     *^  sjnado.     *»)  dcnariof.     i»)  aut.    *>)  LX.    »>)  de  (offenb.  Missvertt.). 

^)  nnum  mansionaticum.    ^  duo.    ^*)  HiU.    ^}  Hadebertuf.    '^  glorioai. 
Cod.  dipl.  hUt,  Westfal.  3 


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48  855  —  858. 

atque  tradimus,  ut  in  iure  eiusdem  ac  monachorum  inibi  per  tempore  Deo  deseruientiam  in  diaersis  ne- 
cessitatibus  ad  diainum  cultum  propensius  exequendum  absque  cuiuslibet  diminoratione  aut  retractione 
permaneat,  et  nullus  fidclium  nostronim  ab  eorum  dominatione  uel  potestate  eam  quoquo  modo  auferre 
aut  in  aliam  quamlibet  partem  qnacumque  occasione  transferre  preesumat  Neque  uUus  iudex  publicus 
uel  quilibet  ex  iudiciaria  potestate  in  ecclcsias  aut  loca  uel  agros  seu  reliquas  possessiones  memoratae 
cellulae  quas  praesenti  tempore  in  quibuslibet  pagis  et  territoriis  habet  ac  deinceps  ibidem  conlatae  fue- 
rint,  ad  causas  iudiciario  more  audiendas,  uel  freda  exigenda,  aut  mansiones  uel  paratas  faciendas,  aut 
fideiussores  tollendos,  aut  homines  ipsius  cellulae  tarn  ingenuos  quam  et  latos  distringendos,  aut  ullas  re- 
dibitiones  aut  inlicitas  occasiones  requirendas,  uUo  umquam  tempore  ingredi  audeat,  uel  ea  que  supra 
memorata  sunt,  penitus  exire  praesumat,  sed  liceat  memorato  abbati  sub  immunitatis  nostrae  auctoritate, 
successoribusque  eins  et  monachis  in  memorato  monasterio  per  tempora  degentibus,  iam  dictam  cellam 
cum  Omnibus  ad  se  pertinentibus  uel  aspicientibus,  ad  Dci  et  domini  nostri  Jhesu  Christi  famulatum  dili- 
gentius  peragendum,  absque  cuiusquam  contrarietate  uti,  et  quecumque  ad  suos  in  domini  nostri  Jhesu 
Christi  militia  usus  et  necessitates  pertinent,  ordinäre,  disponere,  iusteque  eßicere,  quatinus  pro  pii  geni- 
toris  nostri  animae  saluatioue,  et  pro  nobis,  coniuge  proleque  nostra  et  pace  nostra  ac  stabilitate  totius 
imperii  a  Deo  nobis  commissi  alacrius  eos  indesinenter  domini  misericordiam  exprare  delectet.  Hanc  quo- 
que'ammonitionem  subiungere  curauimus,  ut  prefatus  abbas  eiusque  per  tempora  successores  prouideant 
de  prefata  cellula,  ne  aliquando  neglegatur  in  diuino  cultu,  neque  cuilibet  personcin  beneficium  tribuatur, 
,  sed  potius  procuretur  ut  ibi  in  perpetuum  Dei  cultus  perseueret  et  ad  prefati  monasterii  monachorumque 
ibidem  Deo  seruientium  usus  et  necessitates  in  perpetuum  prospiciat.  Et  ut  hec  nostra  auctoritas  inuiola- 
bilem  et  inconuulsam  obtineat  firmitatem,  manu  propria  subter  eam  subscripsimus  et  anuli  nostri  impres- 
sione  assignari  iussimus. 

C.  Signum  (L  M.)  Hludouuici  Serenissimi  regis. 

Badebertus  subdiaconus  ad  uicem  Baldrici  abbatis  recognoui  et  (L.  S.  R.) 

Data  Xlll.  K.  April,  anno  XXIII.  serenissimi  regis  Hludouuici  (in  orientali  Francia  regnantis).    Indictione 
ni.  Actum  in  uilla  Eipilingas  (in  Dei  nomine  feliciter  Amen.) 

Das  Siegel  ist  theilweis  terloren  gegangen  und  die  Charte  überhaupt  sehr  beschädigt.     (Die  im  Datum  eingeklammertea 
Worte  sind  tbeils  ausgerissen ,  tbeils  ganz  erloschen,   und  nach  der  Analogie  anderer  Urkunden  supplirt.) 

XXIIL 

^^  In  nomine  sanclae  et  indiuiduae  Trinilatis.  Hludouuicus  diuina  fauente  dementia  rex.  Si  enira  libera- 
litatis  nostrae  munere  loeis  Deo  dicatis  quiddam  conferimus  et  necessitates  ecclesiasticas  nostro  subleuemus 
iuuamine  atque  regali  tuemur  munimine,  id  nobis  ad  aeternam  uitam  felici||ter  optinendam  profuturum  li- 
quide credimus.  Quapropter  nouerit  omnium  fidelium  nostrorum  industi*ia  praesentium  scilicet  et  futuro- 
rum,  qualiter  nos  ob  amorem  Dei  et  remissionem  peccatorum  nostrorum,  atque  pro  remedio  animarum 
antecessorum  nostrorum  augustissimorum  Imperatorum,  ad  monasterium  quod  dicilur  Heriuurt,  quod  est 
conslructum  in  honore  sanctae  Mariae  semper  uirginis,  situm  in  ducatu  saxonico,  ubi  praesentis  tempori- 
bus  Hadeuui  abbatissa  et  rectrix  esse  uidetur,  quasdam  res  proprietatis  nostrae  in  pagis  Dreini  et  Boro- 
-  ctra  cognominantibus,  et  in  comitatibus  Burchardi   et  Uuariui  coniacentes,  id  est  casas  dominicatas  duas 

cum  territorio  dominicali,  unam  scilicet  in  Seliheim  et  alteram  in  Slocheim,  nee  non  et  mansos  triginta 
pertinentes  ad  loca  praenominata ,  et  quicquid  dici  aut  nominare  potest,  quae  ad  praedicta  loca  iure  per- 
tinere  noscuntur,  cum  familiis  sexaginta,  quae  lingua  eorum  lazi  dicuntur,  totum  et  integrum  per  hanc 
nostram  auctoritatem  ad  memoratum  monasterium  perpetualiter  in  proprium  tenendum  coucessimus,  et  de 
iure  nostro  in  ins  et  dominationem  eiusdem  monasterii  transfundimus  et  coudonamus,   ea  scilicet  ratione, 

QiAj>tr^^     U  i'^n*  A\»' 0  ^CoK^i      Ct^^vv  Digitized  by  V^OOQ IC 

>li^  Oll  Cii^^^S  ^^'i^'j  fi^/fv.. 


858-^859.  19 

ut  perpetuo  sanctis  monialibus  ibidem  Domino  iugiier  famulantibus  in  cibariis  et  uictualibus  reliquisque 
usibus  earum  per  futura  tempora  Christo  propitio  cousistant,  et  in  benefitio  res  ipse  nuUi  concedantur, 
sed  solummodo  absolute  ad  mensam  eorum  iugiter  deseruiant,  et  nullus  successor  noster  hanc  auetorita- 
tem  largitionis  nostrae  aliter  immutare  possit,  neque  uUus  publicus  iudex  aut  aliqua  iudiciaria  potestas  ^ 
aliquam  molestiam  aut  contrarietatem  in  liis  rebus  illis  facere  praesumat,  sed  liceat  ipsis  res  suas  libere 
et  absolute,  Domino  adiuuante  et  nostra  munitioue  tuente  possidere,  omni  iudiciaria  remota  potestate.  Et 
ut  haec  auctoritas  largitionis  nostrae  per  futura  tempora  firmier  habeatur  et  a  fidelibus  nostris  melius  con- 
seruetur  ueriusque  credatur,  subter  eam  manu  propria  nostra  firmauimus  et  impressione  anuli  nostri  ad 
signari  iussimus. 

C.  Signum  (L.  M.)  Hludouuid  Serenissimi  regis.    Hadebertus  subdiaconus  ad  uicem  Uuitgarii  canceüarii 
recognoui  et  (L.  S.  R.) 

Data  Id.  Junias,  anno  Christo  propitio  XXVI.  Hludouuici  serenissimi  regis  in  orientali  Francia  regnante, 
Indictione  VI.  Actum  in  uilla  Franconouurt  palatio  regio,  in  Dei  nomine  feliciter.  AmeN. 

Die  Schrift  der  Urkunde  läMt  keinen  Verdacht  gegen  die  Aechtheit  und  Originalität  derselben  sn;  das  Siegel  aber  ist 
nicht  mehr  das  ursprüngliche  und  gehört  einer  gaos  andern  Perstm  an«  £«  ist  kreisförmig,  sehr  dick,  mit  starken 
Pergameotriemen  an  die  Charte  geheftet,  und  zeigt  ein  vorwärts  sehendes  Brustbild  mit  unbedecktem  Kopfe;  von 
der  Umschrift  ist  mit  Sicherheit  nur  su  lesen:  .  .  dnlfus  Di.  Gra  ....  Den  vorhandenen  Spuren  nach,  muss 
früher  ein  anderes  Siegel  der  Urkunde  aufgedruckt  gewesen  sein,  dessen  Verlust  durch  das  gegenwärtige  wilikürlich 
erselEt  worden  ist. 

XXIV. 

^*    In  nomine    sanctae    et  indiuiduae  Trinitatis.     Hludouuicus   diuina    fauente  dementia  rex.     Si  enim 

locis  Deo  dicatis  quiddam  ex  rebus  quas  diuüio  munere  possidemus  largitatis  gratia  conferimus,  hoc  nobis 

procul  dubio  ad  aeternam  uitam  promerendam||profuturum  liquido  credimus.    Quapropter  nouerit  omnium 

fidelium  nostrorum  praesentium  scilicet  et  futurorum  industria,  qualiter  nos  ob  amorem  Dei  et  pro  abso- 

lutione  peccatorum  antecessorum  nostrorum  augustissimorum  Imperatorum  atque  pro  remedio  anime  nostrae, 

quasdam  res  proprietatis  nostre,  quas  Folcheri  fidelis  noster  actenus  in  beneficium  tenuit,  in  ducatu  Uuest- 

falorum  coniacentes  in  pagis  Grainga  et  Threcuuiti,  nee  non  et  in  comitatibus  Burchardi,  Uualtberti,  et  >  ^.. 

Albrici  atque  Letti,  id  sunt  mansi  Xllll.  cum  familiis  uiginti,  qui  lingua  eorum  lati  dicuntur,  ad  monaste-  A^'^^^  a^'**    , - 

rium  quod  uocatur  Heriuurt,  quod  est  constructum  in  honore  sanctae  Mariae  semperuirginis,  ubi  HaduuuiQ     :-^5*TVv 

praesentis  temporibus  abbatissa  et  rectrix  esse  uidetur,   cum  omnibus  appendiciis,  totum  et  integrum  ad  p  .^'^^/   (^/\^i^ 

praefatum  monasterium  in  proprium  perpetuäliter  tenendum  tradimus  et  de  iure  nostro  in  ius  et  domina-  f    .>;  JifiUN 

tionem  ipsius  monasterii  sollemniter  condonamus,  ita  uidelicet  ut  nullus  successor  noster  easdem  res  inde  />.  * 

ulterius  subtraendi  licentiam  habeat,  sed  ab  hodiemo  die  rectrices  atque  sanctae  mouiales  ipsius  mona-  ' 

sterii  easdem  res  recipiant  atque  deinceps  per  hoc  nostrum  praeceptum  data  licentia  Christo  propitio 

habeant  potestatem  utendi  pro  communi  utilitate  earum  qualitercumque  eis  libuerit    Et  ut  haec  auctoritas 

largitionis  atque  traditionis  per  futura  tempora  firmier  habeatur  et  a  cunctis  fidelibus  nostris  melius  con- 

seruetur  ueriusque  credatur,  subter  eam  manu  propria  nostra  firmauimus  et  impressione  anuli  nostri  robo- 

rari  iussimus. 

Signum  (L.  M.)  Hludouuici  serenissimi  regis.    Hadebertus  subdiaconus  ad  uicem  Uuitgarii  canceUarü 
recognoui  et  (L.  S.  R.) 

Data  Vn.  Kai.  Maias,  Anno  XXYII.  regni  Hludouuici  serenissimi  regis  in  orientali  Frantia  regnante,  Indi- 
ctione VII.  Actum  in  Franconouurt  palatio  regio,  in  Dei  nomine  feliciter.    AmeN. 

Die  Charte  ist  sehr  beschädigt  nnd  das  Siegel  veriorcn  gegangen. 


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20  S6S  —  8t0. 

XXV. 

^*  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Ludthuuuicus  diuina  fauente  gratia  Rex.  Si  enim  libera- 
litatis  nostre  munere  locis  Deo  dicatis  quiddam  conferimus,  ||  id  nobis  et  ad  mortalem  uitam  temporaliter 
transiendam,  et  aeternam  felicitet  obtinendam  profuturum  liquido  credimus.  Qua  propter  nouerit  omnium 
fidelium  nostronim  presentium  scilicet  et  futuronim  sollertia,  qualiter  nos  ob  nostre  mercedis  aogmentum 
et  pro  remedio  animarum  nostrarum,  et  per  interpellationem  Hemme  dilect^  coniugis  nostr^,  quasdam  res 
proprietatis  nostrf  concessimus  ad  monasterium  Heriuordensis  ad  usus  sanctimonialium  ibidem  domiuo 
famulantium,  quod  situm  est  inter  fluuios  Uuema  et  Hardna,  in  honorem  sancte^  Dei  genitricis  et  perpetue 
L/t? u/)  ("f  l'^ ;  uirginis  Marie,  ubi  requiescit  corpus  sacre^  uirginis  Pusinn^,  duas  uidelicet  casas  dominicatas,  Oueranberg, 
iWvs  ^^^^^^  L'^^^^i^^s^^o^P'  ^^  P^g^  Angeresgouue  super  fluuium  Hrenum,  cum  triginta  mansis  et  omnibus  suis  appen- 
diciis,  hoc  est  utriusque  sexus  mancipiis,  areis,  aedificiis,  terris,  cultis  et  incultis,  pratis,  pascuis,  aquis 
aquarumque  decursibus,  molis,  molendinis,  piscatiouibus ,  siluis,  uenationibus,  exitibus  et  reditibus,  uiis  et 
C:  inuiis,  quesitis  et  inqujrendis,  cum  decimis  et  omni  utilitate  que  ullo  modo  inde  potent  prouenire.  Ea 
scilicet  ratione,  ut  ab  hodiema  die  et  deinceps  per  hoc  nostrf  auctoritatis  preceptum  plenios  in  Dei 
nomine  confirmatum,  nullo  inquietante,  sed  domino  auxiliante  perpetuis  temporibus  ibi  permaneant  ad 
usus  sanctimonialium  ibidem  domino  famulantium,  ut  nuUa  abbatissa  neque  alia  quelibet  potestas  audeat 
Olas  alicui  in  beueficium  praestare,  sed  ille^  inde  faciant  quod  eis  expedit  pro  conununi  utilitate.  Uolumus 
etiam  atque  concedimus  ut  potestatem  habeant  ex  illis  ipsis  eligendi  abbatissam.  Decemimus  etiam  atque 
iubemus,  ut  nuUus  iudex  publicus  neque  quislibet  ex  iudiciaria  potestate  in  ecclesias  seu  reliquas  posses- 
siones  aut  uillas,  quas  memorato  monasterio  concessimus  uel  deinceps  ibi  uoluerit  diuina  pietas  augeri, 
ad  causas  audiendas  uel  fraeda  exigenda  seu  mansiones  uel  paratas  aut  teloneum  uel  fidei  iussores  tollere, 
aut  homines  predicti  monasterii  conmianentes  distringere,  nee  ullas  publicas  functiones  seu  redibitiones  aut 
illicitas  occasiones  reddendas  deinceps  praesumat,  sed  liceat  praedictis  famulabus  Christi,  absque  uUius 
inquietudine  perpetualiter  et  inrefragabiliter  Deo  seruire,  quatenus  pro  nobis  nostrisque  domini  clementiam 
deuotius  exorent,  et  ut  hec  nostra  traditio  ac  preceptio  firmier  habeatur,  manu  propria  firmauimus  et 
anuli  nostri  inpressione  signari  iussimus. 

Signum  domni  Ludthuuuici  (L.  M.)  seremssimi  regis. 
Euerhardus  cancellarius  uice  Grimaldi  recognaui. 

Data  Kai.  Julii  anno  XXXffl.  regni  domini  Luthuuuici  Serenissimi  regis  in  orientali  Francia  regnante, 
indictione  prima.    Actum  Engilahem  palatio  regio  in  Dei  nomine  feUciter 

Das  Monogramm  ist  nicht  ▼ollständig  ausgellihrt.    Daa15iegel|  welchea  mit  einem  durchgesogenen  Pei^gamentstreifen  anf 
die  Charte  geheftet  war  9  ist  lerstört. 

XXVI. 

v><«  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Hludouuicus  diuina  fauente  gratia  rex.  Si  liberalitatis 
nostrae  munere  locis  Deo  dicatis  quiddam  conferimus  beneficii  et  necessitates  ecclesiasticas  nostro  ||  rele* 
uamus  iuuamine  atque  regali  tuemur  munimine,  id  nobis  et  ad  mortalem  uitam  temporaliter  transigendam, 
et  ad  aeternam  uitam  feliciter  obtinendam  profuturum  liquido  credimus.  Quapropter  comperiat  omnium 
fidelium  nostrorum  praesentium  sqilicet  et  futurorum  sollertia,  qualiter  nos  ob  nostrae  mercedis  augmen- 
tum  et  pro  remedio  animae  domni  aüi  ac  gcnitoris  nostri  nee  non  fratris  nostri  Hlotharii  suique  filii  et 
aequiuoci,  concessimus  quasdam  res  proprietatis  nostrae  ad  monasterium  situm  in  Saxonia,  quod  nuncu- 
patur  nouaCorbeia,  id  est  uillam  quae  uocatur  Lizzicha,  ubi  sunt  homines  L  qui  picturas^)  faciunt  etpic* 


*)  Pictara  hat  hier  die  eigenthiimliche  Bedeutung  einet  bei  Weingärten  gebräuchlichen  Landmaasses. 

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8T0  ~  8T1.  24 

lurae  uineanim  II  et  YII  paiticulae  uinearam,  ubi  doae  carradae  colUgi  possunt,  et  sunt  ibi  XXX  feminae  iO^J^^^^^^ 
quae  dant  censnm  unaquaqae  sex  siclas  uini  et  de  Uno  XII  fusas,  HI  pullos  et  XV  oua,  et  de  terra  ara-  /Vh'^^ 
toria  ad  L  modios,  et  de  pratis  ad  carradas  X.  Has  itaque  praescriptas  res  cum  omni  integritate  totum 
et  ad  integrum  ex  iure  et  dominatione  nostra  in  ius  et  dominationem  praescripti  monasterii  tradimus  atque 
transfundimus,  ea  uidelicet  ratione,  ut  ab  hodierna  die  et  deinceps  per  hoc  nostrae  auctoritatis  praecep- 
tum  plenius  in  Dei  nomine  confirmatum,  nuUo  inquietante,  sed  Deo  auxiliante,  perpetuis  temporibus  ibi 
permaneant  absque  ulla  contradictione,  ut  eis  pro  nostra  ac  coniugis  carissimaque  prole  salute  domini 
clementiam  facilius  exorare  delectet.  Et  ut  haec  auctoritas  largitionis  nostrae  firmier  habeatur  et  per  futura 
tempora  a  fidelibus  nostris  uerius  credatur  et  diligentius  obseruetur,  manu  propria  nostra  subter  eam  fir- 
mauimus  et  anuli  nostri  inpressione  assignare  iussimus. 

Signum  (L.  M.)  damni  Hludouuici  Serenissimi  regis, 

Hebarhardus  canceüarius  ad  uicem  Liutberti  archicappellani  recognoui  et  (L.  S.  R.) 

Data  Vn.  Kai  Octob.  anno  XXXnil.  regni  donmi  Hludouuici  serenissimi  regis  in  orientali  Francia 
regnante,  Indictione  tercia.    Actum  Aquisgrani  palatil    In  Dei  nomme  feliciter  AMEN. 

Das  Siegel  liegt,  lerbrochen  ood  ▼erttfimmelt,  lose  bei  der  Urkunde. 

XXVII. 

Abschrift,  nach  dem  in  Mähren  aufgefundenen  Ortginale  berichtigt,  im  Besiti  des  Bibliothekars  Moojer  so  Minden*^). 

In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Hludouuicus  diuina  fauente  dementia  rex.  Oportet  igitur 
nos  qui  diuino  sumus  munere  quodammodo  prae  caeteris  mortalibus  sublimati,  eius  in  onmibus  parere 
praeceptis,  cuius  dementia  prelati  sumus,  ac  pro  suo  amore  loca  quae  fideles  nostri  ad  laudem  et  glo- 
riam  nominis  sui  aedificare  et  construere  ac  consecrare  uoluerint,  eis  ad  hoc  supplementum  et  solatium 
conferre  ac  sub  nostra  defensione  et  tuitione  suscipere,  quatenus  quidquid  deuota  mente  in  eisdem  locis 
boni  conati  fuerint  impendere  perpetualiter  absque  alicuius  molestia  et  inquietudine  ualeat  fixum  et  immo- 
bile permanere.  Quapropter  comperiat  omnis  fidelium  nostrorum  presentium  ....  et  futurorum  sollertia, 
qualiter  Theodericus  sanctae  Mindonensis  ecclesiae  episcopus  construxit  per  nostram  licentiam  ex  sua  here- 
ditate  in  honore  sancti  Petri  ancillarum  piarum  monasterium  quod  dicitur  Vuonherestorp,  et  ex  hoc  et  in 
omne  tempus  subiecit  ad  potestatem  sui  iam  dicti  episcopatus,  largiens  ex  eodem  episcopatu  ad  memo- 
ratum  monasterium  decem  mansus  litorum  et  quinque  seruos  cum  hoc  quod  habere  uidentur,  et  ducenta 
....  decimarum  ad  subsidium  piarum  ancillarum,  eo  quoque  pacto  ut  sub  potestate  successorum  suorum 
uidelicet  episcoporum  consistat  ad  regendum  prefatum  coenobium,  et  habeant  regulariter  ipsae  ancillae 
piae  inter  se  licentiam  eligendi  abbatissam  prout  oportet  futuris  temporibus,  et  omnibus  annis  pro  institu- 
tione  subiectionis  quinque  solides  pcrsoluant  ad  ecclesiam  sui  episcopatus,  et  deinceps  maneant  absc[ue 
ullius  inquietudine  cum  omnipotentis  Dei  seruicio  sine  ulla  quaerela  suorum  propinquorum,  et  idcirco  depre- 
catus  est  celsitudinem  nostram  uenerabilis  episcopus  Theodericus,  ut  hoc  nostrae  auctoritatis  preceptum 
scribere  iuberemus,  per  quod  decernimus  atque  iubemus,  ut,  sicut  superius  comprehensum  est  de  prefato 
monasterio  quod  predictus  uenerabilis  episcopus  construxit  et  ordinauit,  ita  deinceps  per  hoc  nostrae  aucto- 
ritatis preceptum  plenius  in  Dei  nomine  confirmatum,  nuUo  inquietante,  sed  Deo  auxÜiante,  perpetuis  tem- 
poribus firmum  et  stabile  permaneat  absque  ullius  contradicentis  obstaculo  et  sub  nostrae  immunitatis  tui- 
tione  et  defensione  tam  igitur  ancillae  Domini  quam  et  res  earum  perennis  temporibus  consistant,  ut  eis 
pro  nostra  ac  coniugis  carissimeque  prolis  salute  Domini  clementiam  delectabilius  exorare  delectet    Et  ut 


*)  Für  die  buchstäbliche  Richtigkeit  ist  doch  nicht  durchgängig  einsustehen. 

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22  '  871  —878. 

itacpie  anctoritas  firmior  teneatur  et  per  futura  tempora  a  fidelibus  nostris  uerius  credatur  et  diligentius 
obseruetur,  manu  propria  nostra  subter  cam  firmauimus  et  anuli  nostri  impressione  adsignare  iussimus. 

Signum  (L.  M.)  domni  Hludouuici  regis  Serenissimi. 

Euerhardus  cancellarius  ad  uicem  Liudberhti  archicapellani  recognoui  et  (L.  S.  R.) 

Datum  pridie  Id.  Octobr.  Anno  XXXIII.  regni  domni  Hludouuici  serenissimi  regis  in  orientali  Francia 
regnantis,  Indictione  IV.  Actum  in  Franconoford  .palatio  regio  in  Dei  nomine  feliciter  amen. 

XXVIII. 

C«  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Hludouuicus  diuina  fauente  gratia  rex.  Conuenit  regiae 
dignitati  scmper  studere  ne  ecclcsiarum  Christi  Status  aliqua  occasione  labefactari  incipiat.  Ex  hoc||  enim  et 
praesens  uita  sub  maiori  prosperilate  transigitur,  et  aeternae  beatitudinis  merces  maxima  adquiritur.  Qua- 
propter  expedit  nobis  sepius  retractare  concessiones  antecessorum  nostrorum,  simul  et  nostra  praecepta 
de  immuiiitate  ecclesiarum  ab  exactionibus  puplicis  confirmare,  ut  et  quae  prius  concessa  sunt,  numquam 
infringi  patiamur,  et  de  bis  quae  forte  minus  expresse  annotata  sunt,  et  ideo  in  antiquis  praeceptis  non 
contineri  contenditur,  per  nouorum  confectionem  omnem  in  futuro  dubietatem  tollamus.  Notum  ergo  esse 
uolumus  Omnibus  tam  praesentis  aeui  quam  succedentium  temporum  Christi  fidelibus,  quia  nouae  Corbeiae 
monasterium  iussu  gloriosi  genitoris  nostri  constructum  est  in  honorem  sancti  Stephan!  protomartyris  Christi, 
atque  per  uoluntatem  eiusdem  Imperatoris  corpore  est  beati  Uiti  martyris  insignitum,  sed  et  ex  integre  ab 
Omnibus  puplicae  exactionis  officiis  et  expeditione  hostili  tam  de  litis  quam  de  ingenuis  hominibus  terram 
eius  incolentibus  absolutionem  promeruit,  in  quo  et  nos  comprehensum  existimauimus,  et  hactenus  obser- 
uatum  comperimus,  ut  decimae  de  dominicatis  eiusdem  monasterii  mansis  non  darentur  episcopis,  sed  ad 
portam  monasterii  darentur  in  elemosinam  praefati  genitoris  nostri  et  totius  prosapiae  eius,  ut  uidelicet 
esset  unde  ministraretur  peregrinis  et  hospitibus  qui  numquam  desunt  monasterio.  Nunc  uero  exorta  que* 
stione  per  quosdam  episcopos,  utrumnam  hoc  eidem  monasterio  genitoris  nostri  nostroque  praecepto  con- 
cessum  sit,  quanquam  ut  ipsi  dicunt  nominatim  non  sit  expressum,  sub  generali  tamen  concessione  liberae 
dispositionis  rerum  suarum,  etiam  hoc  comprehensum  fatemur,  sicut  et  seuiori  Corbeiae,  ad  cuius  normam 
haec  noua  instituta  est,  et  praecipuis  quibusque  monachorum  monasteriis  antecessores  nostros  concessisse 
conperimus.  Et  ne  deinceps  hinc  aliqua  dubietas  fiat,  rogatu  uenerabilis  uiri  Adalgarii  abbatis  eiusdem 
Monasterii  per  hoc  nostrae  potcstatis  praeceptum  decemimus  atque  iubemus,  ut  et  omnia  quae  prius  ha- 
buit  immunitatis  praecepta  rata  et  inconuulsa  habeantur,  et  per  hanc  conscriptionis  nostrae  cartam  specia- 
liter  ei  concessum  sciatur,  ut  de  dominicatis  mansis  uel  nunc  habitis  uel  post  adquirendis  a  reddendis 
decimis  plenam  idem  monasterium  habeat  inmiunitatem,  Nisi  sicut  hactenus  fuit,  uidelicet  ad  portam  mo- 
nasterii in  susceptionem  hospitum  et  peregrinorum.  His  omnibus  astipulari  recens  Adriani  apostolici  prae- 
fato  abbati  collatum  priuilegium  cognouimus,  dum  huius  apud  nos  controuersiae  questio  uentilaretur.  Et 
ut  haec  auctoritas  nostrae  largitionis  firmior  habeatur  atque  per  futura  tempora  a  fidelibus  nostris  uerius 
credatur,  manu  propria  subter  eam  firmauimus  atque  anuli  inpressione  signari  iussimus. 

Signum  (L.  M.)  domni  Hludouuici  serenissimi  regis. 

Hebarhardus  cancdlarius  ad  uicem  lAudberti  archicappeüani  recognoui  ei  (L  S.  R.) 

Data  XVI.  Kai.  Jul.  anno  ab  incarnatione  dominica  DCCCLXXIII.  regni  autem  domni  Hludouuici  sere- 
nissimi regis  in  orientali  Francia  regnante  anno  XXXVII.  Indictione  VI.  Actum  Aquisgrani  Palacii  in  Dei 
nomine  feliciter.    AMEN. 

Das  Siegel  itt  Terloren  gegangen. 


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8t».  23 

XXIX. 

Aas  dem  Kopialbuche  dea  Stiftes  Corve/. 

Adrianns  episcopus  seruus  seniorum  Dei.  Adalgario  rcligioso  abbati  uenerabilis  monasterii  sanctorum 
martirum  Stephaui  atque  Yiti,  quod  nuncupatur  noua  Corbeia,  et  per  te  in  eodem  uenerabili  monasterio 
in  perpetuum.  Conuenit  apostolico  moderamini  pia  religione  pollentibus  beniuola  conipassione  succurrere^ 
et  poscencium  animas  alacri  deuotione  congruum  impertiri  assensum.  Ex  bis  enim  lucri  potissimum  premium 
a  conditore  omnium  Domino  promeremur,  dum  uenerabilia  loca  oportune  ordinata  ad  meliorem  siue  fir- 
miorem  fuerint  sine  dubio  statum  perducta.  Et  ideo  cum  constet  religionem  tuam  nostrae  sollicitudinis 
pontificio  satis  humiliter  suggessisse,  quatinus  prefatum  monasterium  sub  perenni  defensione  sanctae  sedis 
apostolicae,  cui  licet  indigni  preesse  dinoscimur,  recipere  dignaremur,  decernentes  scilicet  atque  apostolica 
auctoritate  modis  omnibus  statuentes,  ut  et  idem  monasterium  priuilegii  nostri  decore  iinetenus  uigeat,  et 
monachi  qui  illic  Domino  cotidianis  laudibus  famulantur,  de  propriae  congregationis  collegio  post  tuum 
decessum  deinceps,  quem  diuinitate  summa  annuente  omnes  concorditer  elegerint  ordinandi  abbatem  ha- 
beant  facultatem.  Et  quia  asseris,  nuncupatum  ipsum  monasterium  münificencia  principum  in  prediorum 
facultatibus  ditatum  fuisse,  petis  et  suggeris  ut  tam  hoc  quod  nunc  possidet  quam  etiam  quod  a  fidelibus 
illic  fortassis  oblatum  siue  coUatum  fuerit  emissa  preceptione  confirmare  nichilominus '  dignaremur.  Super 
quibus  non  solum  in  Domino  gauisi  sumus,  uerum  etiam  quia  pia  esse  conspeximus,  ut  moris  est  apostolici 
ad  tibi  hec  impendenda  amore  Dei  illecti  uotis  tub  fauere  decreuimus.  Qua  propter  a  presenti  sexta 
indictione  iam  dictum  monasterium  in  apostolicae  auctoritatis  defensionem  immo  perpetuam  recipimus  tui- 
cionem,  et  omnia  predia  illius,  tam  ea  scilicet  quae  a  gloriosis  principibus  uel  aliis  Christi  fidelibus  ibi 
coUata  sunt  et  concessa,  quam  illa  quae  deinceps  prestante  Domino  confcrri  poterunt  et  concedi  ibidem 
siue  mobilia  siue  immobilia  confirmamus,  et  ut  a  quolibet  non  usurpentur,  inuadantur  aut  rapiantur  aucto- 
ritate apostolica  promulgamus,  iubemus  ac  definimus.  Nichilominus  inuiolabiliter  apostolica  censura  ad 
nostrae  mercedis  augmentum  decemimus,  ut  omne  fas  atque  omnem  licenciam  habeant  monachi  eiusdem 
monasterii,  talem  de  suis  semper  abbatem  eligere,  qualem  omnium  uota  concorditer  postulaueriut  et  sibi 
preficiendum  fore  uno  animo  gracia  sancti  spiritus  sufFragante  illic  Domino  famulantes  uoluerint,  ncc  quis- 
quam  presumat  alienum  siue  extraneum  illic  umquam  abbatem  constituere  aut  introducere,  sed  sicut  dixi- 
mus  tales  de  ipsa  congregatione^  qui  eidem  monasterio  regulariter  presint,  cum  uel  tu  de  hac  uita  uocatus 
ad  Dominum  demigraueris,  uel  tempore  succedente  ab  unanimitate  omnium  eligantur' qui  uitam  er  omnem 
monasterialem  ordinem  teneant  et  cuncta  cum  timore  Dei  et  reuerencia  regularis  disciplinae  dispensare 
sununopere  fiant,  Statuentes  apostolica  censura  sub  diuini  iudicii  attestatione  et  anathematis  interdictu,  ut 
nulli  umquam  paruo  uel  magno  homini,  cuiuscumque  sit  dignitatis  uel  ordinis,  liceat  hanc  nostrae  auctori- 
tatis quam  pio  intuitu  promulgauimus  sanctionem  infringere  aut  floccipendere  uel  in  toto  siue  in  parte 
quoquo  modo  uiolare,  Et  si,  quod  non  credimus,  temerario  ausu  quisquam  uel  nunc  uel  umquam  trans- 
gredi,  contempnere,  uiolare  aut  hanc  nostram  preceptionem  infringere  presnmpserit  et  non  in  omnibus 
obseruauerit,  sciat  se  anathematis  uinculis  innodandum  et  a  regno  Dei  penitus  sequestrandum.  Qui  autem 
uerus  custos  huius  apostolicae  piae  sanctionis  Studiosus  obseruator  extiterit,  benedictionem  et  misericordiam 
uitamque  aetemam  a  domino  Deo  nostro  consequi  mereatur. 

Scriptum  per  manum  Stephani  notarii  Camarae  sanctae  Romanae  ecclesiae,  Imperante  domino  nostro 
piissimo  perpetualitelr  augusto  Hluthouuico  a  Deo  coronato  magno  imperatore  anno  uigesimo  quarto,  Et 
post  consulatum  eins  anno  uigesimo  quarto,  mense  Octobrio,  indictione  sexta.  Bene  nalete.  Data  Idos 
Octobris,  per  mauus  Sergii  primicerii  defensorum  sanctae  sedis  apostolicae. 


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24  891  —  88'r. 


XXX. 


In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Hludouuicus  diuina  fauente  gratia  rex.  Si  locis  Deo  di- 
catis  nostrae  regiae  potestatis  beniuolentiam  impenderimus,  hoc  nobis  ad  aeternae  ||  remunerationis  prae- 
mia  capesseuda  profuturum  liquide  credimus.  Quapropter  nouent  omnium  fidelium  nostrorum  tarn  prae- 
sentium  quam  et  futurorum  industria,  qualiter  uir  aenerabilis  nomine  Luithardus  episcopus  scilicet  aeccie- 
siae  constractae  in  honore  sanctae  Mariae  semper  uirginis  et  sancti  Chiliani  in  loco  qui  dicitur  Paderbrunno 
attulit  in  praesentiam  nostram  aui  nostri  piique  genitoris  nostri  conscripta,  in  quibus  continebatur  qualiter 
ipsi  antccessores  nostri  res  praefatae  aecclesiae  cum  hominibus  in  ipsis  rebus  consistentibus  sub  illorum 
receperunt  mundcburdo  et  tuitione,  precatusque  est  nostram  mansuetudinem.  ut  hoc  ipsum  a  nostrae  re- 
giae potestatis  consensu  fieri  non  recusaremus.  Nos  autem  ob  amorem  Domini  et  ob  remedium  animae 
pii  genitoris  nostri  caeterorumquae  antecessorum  nosti*orum  nee  non  et  pro  nostrae  mercedis  augmento 
paternos  mores  sequentes  et  benignitati  eins  consentientes,  ita  fieri  decreuimus.  Praecipientes  ergo  iube- 
mus,  ut  nullus  iudex  publicus  uel  quislibet  ex  iudiciaria  potestate  in  aecclesias  aut  loca  nel  agros  seu 
reliquas  possessiones  iam  dictae  aecclesiae,  quas  nunc  infra  dicionem  regni  nostri  legibus  possidet,  uel 
quae  deinceps  in  iura  ipsius  loci  diuina  pietas  uoluerit  augeri,  ad  causas  iudiciario  more  audiendas  uel 
freda  exigenda,  mansiones  uel  paratas  faciendas  aut  fideiussores  tollendos  aut  homines  ipsius  ecclesiae 
contra  rationem  distringendos ,  nee  uUas  reddibitiones  uel  inlicitas  occasiones  requirendas  uUo  umquam 
tempore  ingredi  audeat,  uel  ea  quae  supra  memorata  sunt  penitus  exigere  praesumat,  hominibus  quoque 
famulatum  eiusdem  monasterii  facientibus  in  Hursteromarku,  qui  saxonice  Mal  man  dicuntur,  praedictum 
mundeburdum  et  tuitionem  nostram  constituimus,  ut  etiam  coram  nulla  iudiciaria  potestate  examinentur 
nisi  coram  episcopo  aut  aduocato  quem  eiusdem  loci  episcopus  elegerit.  Quicquid  uero  fiscus  exinde 
sperare  potuerit,  praedictae  aecclesiae  ad  stipendia  pauperum  et  luminaria  concedimus.  Et  ipse  episcopus 
cum  Omnibus  rebus  suis  nostro  fideliter  pareat  imporio  et  sub  nostra  consistat  defensione,  quatinus  ipsum 
fratresque  eiusdem  loci  pro  nobis ,  coniuge  proleque  nostra  Dominum  melius  exorare  delectet.  Et  ut  haec 
nostrae  consensionis  auctoritas  pleniorem  in  Dei  nomine  obtineat  firmitatem,  manu  propria  nostra  subter 
eam  firmauimus  et  anuli  nostri  impressione  assignari  iussimus. 

Signum  Hludoumci  (L.  M.)  Serenissimi  regis. 

Amolfus  cancellarius  ad  uicem  Luitberti  arehiqapellani  recognoui. 

Data  Nouas  Junii.  Anno  dominicae  incarnationis  DCCCLXXXI.  Indictione  XIIL  Auno  Yto  regni  Hludo- 
uuici  Serenissimi  regis.    Datum  Franconofurt.    In  Dei  nomine  feliciter  Amen. 

Da«  Monogramm  kommt  mit  denen  Ludwigs  des  Deotschen  überein.   —  Das  aufgedrackte  Siegel  teigt  das  Brustbild 
des  Königs. 

XXXI. 

XP.  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Karolus  diuina  fauente  dementia  Imperator  augustus.  Si 
peticiones  seruorum  Dei  nostrorumque  fidelium,  quas  pro  suis  necessitatibus  et  maxime  pro  ecclesiarum 
Dei  utilitatibus  nobis  ||  suggesserint,  ad  e£Pectum  perducimus,  non  solum  honorificam  Imperialis  liberali- 
tatis  exercemus  consuetudinem,  uerum  etiam  ad  aeternae  retributionis  mercedem  talia  credimus  nobis  facta 
profutura.  Unde  nouent  omnium  fidelium  nostrorum  praesentium  scilicet  et  futurorum  industria,  quod 
fidelis  noster  Bobo  abbas  monasterii  quod  uocatur  noua  Corbeia  et  situm  est  in  Saxonia,  dedicatum  uero 
in  honore  sanctorum  martirum  Stephani  atque  Uiti,  insinuauit  amplitudini  nostrae,  qualiter  idem  monaste- 
rium  beatae  memoriae  auus  noster  Hluduuuicus  Imperator  primitus  inchoauerit  et  statim  inter  ipsa  con- 
structionis  eius  exordia  concesserit,  ut  neque  abbates  illius  loci,  neque  homines  eorum  cuiuscumque  coh- 


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w 


88T.  25 

ditioms  ia  expeditionem  umquam  ire  deberent,  sed  liceret  eis  cum  quiaete  ac  securitate  praefate  utilitates 
ecciesiae  prouidere»  nee  non  et  regiis  interdum  legationibus  exequeiidis  ubi  opus  esset  operam  dare.     Quam 
cpncessionem  ännam  in  futurum  esse  uolumus,  licet  ad  presens  eam  instantis  periculi  uecessitas  paululum 
minuere  cogat.    Nam  propter  immensam  barbarorum  infestationem  necesse  habemus  cum  uniuerso  populo 
nobis  diuinitus  commisso  ecclaesiae  Christi  defensioni  insistere,   et  ob  hoc  non  omnes  sub  memorati  loci 
dominio  consistentes  a  profectionibus  in  hostem  inmunes  relinquere  possumus,  sed  quoniam  eiusdem  loci 
abbates  missaticum  regium  peragere  soliti  erant,  concedimus  eis  ut  triginta  homines  nobiles  ab  aliis  pro- 
fectionibus secum  immunes  habeant,  et  si  extra  patriam  est  legatio  peragenda,  plures  nobiles  ad  hoc  opus 
parates  teneant,  reliqni  uero  cum  suo  populo  in  hostem  proticiscantur,  Et  hoc  quandiu  tanta  bellorum 
pericula  imminent.     übi  uero  diuina  pietas  pacem  dederit,   concessionem  quam  temporibus  gloriosae  me- 
nioriae  aui,  genitoris  et  germani  mei  habuerunt,   firmam  et  stabilem  manere  uolumus.    Tradimus  etiam  in 
remedium  animae  nostrae  et  patris  nostri   et  fratris   et  in   elemosinam  progenitorum  nostrorum  qnaedam 
benefitia  ad  prefatum  coenobium  in  propriam  hereditalem,  scilicet  in  üuehsigo  quinque  mansos^et  IL  fa-    )vU^^^  . 
milias  quos  habuit  Liuduuard  in  benefitium,  et  in  Hession  V.  mansos  et  duas  litorum  familias  quas  habuit  lv\t'^^'^'  >^' 
olim  Remeias  in  benefitium,  et  in  Marca  Asseki  in  uilla  Etrikeshusun  quicquid  ad  regium  ins  pertinet  in 
terris,    siluis  et  mancipüs.     Concedimus  quoque  partem  uille  quae  dicitur  Ouenhus,   quam  habuit  olim 
Uuihric  comes  in  benefitium,  et  quatuor  mansos  in  Sinutfeldun,  quos  Lantuardus  habuit  in  benefitium.    Et 
ut  liaec  nostrae  largitatis  concessio  pleniorem  in  Dei  nomine  obtineat  firmitatem ,  manu  propria  firmauimus 
et  anuli  nostri  impressione  assignari  iussimus.    Signum  (L.  M.)  domni  Karoli  Serenissimi  augusti,    LitUfre- 
dus  notarius  ad  uicem  lAutuuardi  archicancellarii  recognoui  et  (L.  S.  R.) 

Data  Non.  Mai.  Anno  incarnationis  Domini  DCCCLXXXVII.  Indictione  IUI.  Anno  uero  regni  domni  Ka- 
roli XI.  Imperii  autem  YII.    Actum  Uueibilinga  uilla  in  Dei  nomine  feliciter  amen. 

Da«  Siegel  Ut  ferloren  gegangen. 


XXXII. 

^«  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Karolus  diuina  fauente  gratia  Serenissimus  Imperator  Au- 
gustus.  Si  locis  Deo  dicatis  nostrae  imperiaU  potestatis  beniuolentiam  impenderimus,  hoc  nobis  ad  aetemae 
remunerationis  prae|{mia  capesscnda  profuturum  fore  liquide  credimus.  Quapropter  omniura  fidelium  no- 
strorum praesentium  scilicet  et  futurorum  cognoscat  industria,  qualiter  uir  uenerabilis  nomine  Biso  episcopus 
scilicet  aecclesiae  constructae  in  honore  sanctae  Mariae  semper  uirginis  et  sancti  Chiliani  in  loco  qui  dicitur 
Padcrbrunno  attulit  in  presentiam  nostram  beatissimorum  auorum  nostrorum  augustorum,  piique  genitoris  nostri 
conscripta,  in  quibus  continebatur,  qualiter  ipsi  antecessores  nostri  res  praefatae  aecclesiae  cum  hominibu$ 
in  ipsis  rebus  consistentibus  sub  illorum  receperunt  mundeburdo,  Precatusque  est  mansuetudinem,  ut  hoc 
ipsum  a  nostrae  imperialis  potestatis  consensu  fieri  non  recusaremus.  Nos  autem  ob  amorem  domini  et 
ob  remedium  animae  pii  genitoris  nostri  ceterorumque  antecossorum  nostrorum,  nee  non  et  pro  nostrae 
mercedis  augmento,  paternos  mores  sequentes  et  benignitati  eins  consentientes,  ita  fieri  decreuimus.  Prae- 
cipientes  ergo  iubemus,  ut  nullus  iudex  publicus  uel  quislibet  ex  iudiciaria  potestate  in  ecdesias  aut  loca 
uel  agros  seu  reliquas  possessiones  iam  dictae  aecclesiae,  quas  nunc  infra  ditionem  regni  nostri  legibus 
possidet,  uel  quae  deüiceps  in  iura  ipsius  loci  diuina  pietas  uoluerit  augeri,  ad  causas  iudiciario  more 
audiendas,  uel  freda  exigenda,  mansiones  uel  paratas  faciendas,  aut  fideiussores  tollendos,  aut  homines 
ipsius  aecclesiae  contra  rationem  distringendos,  nee  ullas  redibitiones  uel  iniustas  occasiones  requirendas 
ullo  umquam  tempore  ingredi  audeat,  uel  ea  quae  supra  memorata  sunt  penitus  exigere  presunoiat.  Ho- 
minibus  quoque  famulatum  eiusdem  monasterii  facientibus  in  Husteromarcu  qui  saxonice  Malman  dicuntur, 

Cod.  dipl.  bist.  Wettfal.  4 

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26  887. 

praedictum  mundeburdum  et  tuitionem  nostram  constituimus,  ut  etiam  coram  nuUa  iudiciaria  «potestate 
exammentur,  uisi  coram  episcopo  aut  aduocato  quem  eiusdem  loci  episcopus  elegerit.  Quicquid  ucro 
fiscus  exinde  sperare  potuerat,  praedictae  aecciesiae  ad  stipendia  pauperum  et  luminaria  concedimus.  Et 
ipse  episcopus  cum  omnibus  rebus  suis  nostro  fideliter  pareat  imperio,  et  sub  nostra  consistat  defensione. 
Quatinus  ipsum  fratresque  eiusdem  loci  pro  nobis  dominum  melius  iugiterque  exorarc  delectet.  Et  ut 
haec  nostrae  consensionis  auctoritas  plcniorem  in  Dei  nomine  obtineat  firmitatem,  manu  propria  nostra 
subter  eäm  confirmauimus  et  anuli  nostri  impressione  assignari  iussimus. 

Signum  domni  KaroK  (L.  M.)  Serenissimi  Imperatoris  Augusti, 

Amalbertus  cancellarius  ad  uicem  Liutberti  archicappellani  recognoui  et  (L.  S.  R.) 

Data  XI.  Kai.  Octobr.  Anno  dominicae  incamationis  DCCG1XXXYII.  Indiclione  Y.  Anno  uero  regni 
KAROU  Serenissimi  Imperatoris  Augusti,  in  Italia  YII.  in  Francia  Y.  in  Gallia  III.  Actum  ad  Lustinauua 
curte  regali  in  Christi  nomine  feliciter  AMEN. 

Das  aurgednicLte  kleine  kreifförmige  Siegel  seigt  dat  rechts   lebende  Brustbild  des  Kaisers,  unbärtig  und  mit  unbedeck- 
tem Haupte 9  aber  mit  Schild  und  Lanse;  mit  der  Umschrift:  Karolus  Imperator. 

XXXIII. 

Aus  dem  Original- Codex  der  Tita  Waltgeri. 

In  nomine  sancte  et  indiuidue  Trinitatis.  Amulfus  gratia  Dei  rex.  Si  seruorum  Dei  peticionibus  quas 
pro  ecdesiarum  sibi  conmiissarum  utilitatibus  nobis  suggesserint,  clementer  annuere  ac  pie  prospicere 
uolumus,  et  ad  presentis  uite  cursum  prospere  peragendum,  et  ad  future  beatitudinis  premia  promerenda 
id  nobis  profiiturum  liquide  credimus.  Unde  omnibus  sancte  Dei  ecclesie  nostrisque  fidelibus  notum  esse 
uolumus,  quod  fidelis  noster  Bouo  abbas  monasterii  quod  uocatur  noua  Corbeia  insinuauit  celsitudini  nostre, 
qualiter  ipsuin  monachorum  cenobium  sibi  commissum,  nee  nou  et  monasterium  puellarum  constitutum  in 
loco  Heriuort  nuncupato,  cui  preest  abbatissa  nomine  Ilatwigis,  a  uenerande  memorie  antecessore  nostro 
Lodowico,  pro  eterna  ipsius  omnisque  gloriosissimi  generis  sui  memoria  primum  constructa,  ac  deinde 
tam  illius  quam  filii  sui  Serenissimi  regis  Lodowici  et  successorum  eins  largitionibus  illustrata,  et  defensione 
ac  tuitione  actenus  fuerint  conseruata.  Quam  ob  rem  nostram  inplorauit  clementiam,  ut  eadem  monaste-  ^ 
ria  sub  nostra  tuitione  suscipientes,  omnes  donationes  atque  concessiones  a  progenitoribus  ac  predecesso- 
ribus  nostris  eis  coilatas  nostre  auctoritatis  precepto  firmare  ac  stabilire  uellemus.  Guius  rationabili  et 
iuste  petitioni  assensum  prebentes,  decernimus  atque  iubemus  in  primis  ut  utrumque  cenobium  cum  omni- 
bus ad  ea  pertinentibus  plenissime  inmunitatis  securitate  fruatur,  sicut  ab  antecessoribus  nostris  eis  con- 
cessum  fuerat,  et  in  eorum  preceptis  continetur,  neque  publicis  exactionibus  uel  quibuscumque  modis 
ülorum  homines  a  qualibet  iudiciaria  potestate  distringantur.  Sed  nee  prefatus  abbas  eiusque  successores 
aliquando  ih  hostem  ire  cogantur^ed  sicut  antea  eis  a  predecessoribus  nostris  concessum  Uni,  onmes 
suos  uassallos  nobiles  secum  in  pria  ab  expeditionibus  uacantes  habcant.  Inferioris  uero  conditionis  quan- 
tis  opus  habuerint,  ad  legationem  nostram  et  ad  monasterii  utilitatem,  prout  necessitas  flagitat  peragendam. 
Deinde  supradicta  monasteria  cum  uniuersis  rebus  suis  ita  in  nostram  tuitionem  ac  defensionem  suscipimus, 
Qt  eorum  decimas  uel  possessiones,  siue  regia  donatione  siue  aliorum  fidelium  traditione  adtributas  uel 
proprio  labore  acquisitas,  nulia  cuiuscunque  ordints  aut  dignitatis  persona  quolibet  modo  eis  auferre  pre- 
sumat.  Sed  et  episcopi  qui  ecclesias  ad  ea  pertinentes  oßicii  sui  causa  debent  adire ,  non  exigant  maiores 
sumptus  ad  sua  mansionatica ,  quam  primum  statutum  fuerat,  et  in  capitulari  libro  descriptum  habetur. 
Preterea  quod  ab  exordio  constructionis  eorundem  monasteriorum  a  nostris  antecessoribus  constitutum  est, 
nos  quoque  firmiter  seruari  uolumus,  uidelicet  ut  ubicumque  casas  uel  cortes  habuerint,  ex  rebus  quas 
bidem  sus  laböribus  acquirunt,  decimas  dent  ad  portam  monasterii,  nee  alibi  eas  dare  cogantur,  quatinus 


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88  7.  27 

/ 

inde,  in  nostram  ac  totius  generis  nostri  perennem  mercedem,  superuenientibus  peregrinis  et  hospilibus 
seruiatur,  sicut  in  capitulari  et  in  decreto  sinodali  pennissum  est  Scenodochia  et  reliqua  fideliam  paape- 
rumque  construi  hospitalia,  et  mos  fiiit  semper  in  sacris  concedi  cenobiis.  Proinde  utrique  congregalioni 
regularis  electionis  potestatem  concedimus,  ut  et  monachis  inter  se  abbatem,  et  sanctimonialibus  similiter 
abbatissam,  dum  ita  res  exigit,  eligere  liceat.  Ad  extremum  quoniam  superius  nominatus  cesar  Lodowicus 
gentem  quam  pater  suus  Serenissimus  imperator  Karolus  ferro  edomitam  ad  christianitatis  fidem  conuertit, 
ad  memoriam  pateme  uirtutis  et  religionis,  monasterionim  constructionibus  illustrare  disponens,  hec  duo 
ad  perpetuam  tarn  ipsius  quam  uniuerse  ut  supra  dictum  est  gloriosissime  prosapie  sue  elemosinam,  se- 
cuiidum  antiquam  monastice  discipline  rectitudinem  construi  et  ordinari  precepit.  Idcirco  uos  ea  cuncto- 
rum  fidelium  nostrorum  precipue  episcoporum,  in  quorum  parrochiis  uel  ipsa  uel  eorum  res  sunt  posite 
tuicioni  ac  benignitati  commendamus,  ut  eis,  ubi  illorum  ope  indiguerint,  prouidentiam  et  auxilium  magis 
exhibeant,  quam  molestiam  ingerant,  nee  in  ipsorum  ecclesiis  a  suis  presbiteris  missarum  celebrationes 
fieri  interdicant,  sed  si  quid  sui  iuris  sibi  inde  negari  putant,  ad  nostram  presentiam  et  synodalis  examinis 
iudicium  deferant.  lustum  est  enim  ut  eis  prosit,  quod  semper  sub  imperiali  et  regia  predecessorum  no- 
strorum tuitione  fuerunt,  et  quod  defensionem  et  confirmationem  rerum  suarum  a  potestate  beati  Petri  per 
precepta  sedis  apostolice  consequi  meruerunt.  Yt  autem  omnibus  innotescat,  nos  nichil  ex  hiis  que  ante- 
cessores  nostri  ad  eadem  loca  donauerunt  uelle  minuere,  etiam  ex  nostro  addere  aliquid  decreuimus,  con- 
ccdentes  ad  subsidia  fratrum  in  prefata  noua  Corbeia  domino  seruieutium ,  piscationem  in  Medrike  et  in  uici* 
nis  locis  que  ad  nostrum  ins  pertinebat,  atque  uniuersum  beneficium  quod  Norbertus  eins  prouisor  habuit, 
una  cum  omnibus  mansis  et  familiis  que  ad  ipsam  piscationem  prouidendam  et  ad  predicti  Norberti  bene- 
ficium perttnebanl.  Hec  uero  auctoritatis  nostre  concessio,  ut  pleuiorem  in  Dei  nomine  optineat  firmitatem, 
manu  propria  subter  eam  firmauimus  et  anulo  nostro  assignari  iussimus. 

Engilbero  notarius  ad  uicem  Theotmari  arehicappellani  recognouü 

Data  in.  Icftis  Decembris  anno  incarnationis  Domini  DCCC.LXXXVII*)  Indictione  YI.  anno  I.  regni  donmi 
Ärnulfi  piissimi  regis.    Actum  Phorpheim  palatio  regio  in  Dei  nomine  feliciter  AMEN. 

XXXIV. 

Conuenit  episcopali  auctoritati,  pie  solliciteque  semper  cogitare,  quatinus  ita  ecciesiarum  Dei  soUi- 
citudincm  habeant,  ut  sacris  locis,  in  quibus  iugi  Deus  famulantium  sedulitate  placatur,  oportuna  conferre 
sufTragia  non  detrectent.  Ynde  ego  Liudbcrhtus  licet  indignus  Magontiacensis  archiepiscopus,  omnibus 
sancte  Dei  ecciesie  fidclibus  suggero,  quia  uenerabilis  fratcr  noster  Bouo  abbas  monasterii  quod  uocatur 
noua  Corbeia,  attulit  nobis  quamplura  cyrographa  gloriosissimorum  principum,  ad  cunfirmalionem  priuile- 
giorum  eiusdem  monasterii  promulgata,  inter  qu^  proxime  ei  collatum,  communiter  et  ipsius  et  Herifor- 
dcnsis  monasterii  stalum  confirmabat,  datum  scilicet  a  glprioso  rege  Arnulfo  bis  ipsis  diebus  nouiter  ad 
regnum  prouccto.  Super  h^c  etiam  cartas  duas  ostendit  Romanorum  pontificum  Adriani  atque  Stephani, 
in  ipsis  carlis  concedentium,  ut  in  tuitione  sancte  sedis  apostolice  prefatum  nouae  Corbeiae  monasterium 
perpetualiter  haberetur,  simulque.apostolica  auctoritate  decernentium ,  ut  idcm  monasterium  plenissimam 
habeat  immunitatem  ab  omnibus  quoquo  modo  foris  uel  intus  monasterium  in  res  ad  illud  pertinentes  sese 
preter  uoluntatem  abbatum  loci  ipsius  permiscere  cupientibus.  His  igitur  omnibus  apud  nos  relectis,  petiit 
prefatus  uenerabilis  abbas,  quo  et  ea  qu^  sacris  litteris  piissimorum  principum  confirmata  fuerant,  nostra 
quoque  auctoritate  roboraremus,  et  his  que  ab  apostolica  sede  decreta  sunt,  nostre  subscriptionis  cartulam 
adiungoremus.    Nos  itaque  considerautes  religiosam  eins  esse  petitionem,  pastoralisque  esse  officii,  seruo- 


*)  Di«  AlMchrift  In  der  fite  yitligtn  hat  d:e  fehlerhaft«  Jahnahl  DCCCLXXXVL 

4* 

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28  88T.  * 

rum  Dei  iugiter  utilitati  commodisque  prospicere,  decemimus  ut  prefata  dao  monasteria,  Corbeiense  uide- 
licet  monachonim ,  atque  Herifordense  sanctimonialium,  de  omnibus  rebus  quae  uel  in  communi  supra 
memorati  principis  carta,  uel  specialibus  aliorum  principum  preceptis  confirmate  eis  esse  noscuntur,  nihiio- 
minus  talcm  ex  ecclesiastica  et  episcopali  sanctione  obtineant  iirmitatcm,  ut  nihil  hdbeant,  unde  se  tueri 
possint,  qiiicumque  sibi  promittunt  hec  aliquo  modo  se  posse  inmutare  uel  infringere.  Habeant  igitur 
prefata  monasteria  rerum  suarum  liberam  in  omnibus  disponendi  regulariter  potestatem,  ut  quecumque 
eisdem  monasteriis  in  auro  uel  argento,  in  agris  et  famulis  seu  quibuslibet  rebus  fuerint  oblata  siue  in 
presenti  die  collata  esse  constant,  in  dispositione  maneant  eorum  qui  eisdem  locis  prelati  sunt,  ut  quicquid 
secundum  Dei  timorem  regulariter  et  canonice  disposuwint  ad  ecclesie  ipsius  utilitatem,  liberam  in  omni- 
bus, cum  consilio  fratrum  sororumue,  faciendi  habeant  potestatem.  Et  ut  plenius  prosequamur  quod  san- 
etos  apostolicos  iam  dictos  intendisse  sentimus,  atque  ante  eos  beatum  Gregorium  et  reuerendo  memorie 
Nicolaum  sanxisse  de  statibus  monasteriorum  inuenimus,  nos  humiliter  tantis  auctoritatibus  subscribcndo 
confirmamus,  ut  nuUus  episcopus  Padrabrunnensis  aliquam  ex  eis  uel  accipiat  uel  exposcat  portionem, 
neque  uel  in  his  qui  regiminis  locum  tenent,  uel  in  ipsis  congregationibus  aut  in  ipsis  coenobiis  potesta- 
tem obtineat,  neque  ipsorum  dominatione  potiatur  uUa,  neque  in  clericis  neque  in  famulis,  et  in  omnibus 
quecumque  ad  monasteria  ipsa  uidentur  habere  possessiones  respectum,  sicut  ab  omnibus  eis  hactenus 
seraatum  et  consensum  est  episcopis,  in  quorum  parroechiis  res  eorundem  monasteriorum  coniacere  uiden 
tur.  Nee  ad  ipsa  monasteria  uel  cellas  eorundem  uel  ipse  per  se  uel  economus  eins  uel  archipresbiter 
aut  archidiaconus  illius  seu  quelibet  ex  cius  agentibus  persona  potestatem  habeat  accedendi,  nisi  forte  ne- 
cessitatis  causa  uel  dilectionis  gratia  uocatus  aduenerit,  ne  importunitate  sui  ministrorumque  suorum  in. 
quietudine,  sacris  locis  fiat  molestia,  neque  in  ecclesiis  prefatis  monasteriis  subiectis,  uel  in  presbiteris 
eisdem  ecclesiis  ordinatis,  aliquam  temptet  facere  perturbationem,  noua  constituendo  et  antiquam  consti- 
tutionem  uiolando,  sed  sicut  regulariter  et  canonice  disposita  sunt  et  longo  iam  tempore  manentia,  ita 
quoque  futuris  temporibus  maneant  inconcussa.  Ordinationes  quae  necessarie  fuerint  ipsis  monasteriis 
agere  uon  differat,  altaris  quoque  et  basilicarum  benedictiones  siue  consecrationes  prout  neccssitas  postu- 
lauerit,  uel  in  ipsis  monasteriis,  uel  in  agris  eorum  libcnter  concedat  Chrisma  quoque  oleumque  conse- 
cratum  per  siugulos  annos  prebere  nqn  differat,  et  pro  his  omnibus  nullum  munus  exigat,  ne  Spiritus 
sancti  gratiam  uendere  conatus,  Symonis  quod  absit  damnationem  incurrat.  Hoc  constitutum  non  solum 
Padrabrunnensem ,  uerum  etiam  omnium  locorum  episcopos,  ubicumque  prefata  monasteria  uel  ecciesias 
uel  agros  uel  familias  habere  noscuntur,  obseruare  sine  cunctatione  seu  contradictione  oportet,  ut  nullus 
'  potestatis  iure  rebus  eorundem  monasteriorum  abutatur,  sed  maneant  omnia  in   potestate  eis  prelatorum 

[,^  ^t^(  v»^  ,  p|.  reguiari  dispositione,  quecumque  ut  diximus  uel  in  agris,  uel  in  familiis,  uel  in  decimis  eis  constant 
j^^  sCv^^y  ^\  -^esse  collata,  sicut  et  apostolica  et  imperialia  pr9cepta  partim  simul  partim  singillatim  eis  confirraauerunt 
«*  iUt^  ^*'*-^  Abbatem  uero  uel  abbalissam  in  his  locis  eligendi  semper  habeant  potestatem,  et  eam  personam  eligant, 
*^'  que  propositum  conuersationis  in  utrolibet  monasterio  et  moribus  et  habitu  profiteatur,  non  canonicum  aut 

laicum,  neque  alterius  monasterii  monachum.  Iii  quo  specialiter  nos  audire  dignetur  regia  dominatio,  ut 
nullam  eisdem  monasteriis  preponant  personam,  que  non  ab  ipsis  congregationibus  fuerit  regulariter  electa« 
Debent  enim  mundi  principes  honorem  prestare  Deo,  quem  sibi  uolunt  prestari  a  Deo,  uidelicet  ut  quem- 
admodum  cupiunt  a  Deo  sibi  collatum  regni  honorem -conseruari,  sie  ecclesie  Christi  suam  non  dedignentur 
seruare  legem.  Non  enim  decet  neque  iustum  uideri  poterit,  ut  sibi  militantibus  de  ecclesie  Christi  pos- 
sessionibus  mercedem  restituant,  et  quod  de  re  publica  sua  retribuerc  dtbent,  id  redderc  uclint  de  his 
que  collata  sunt  Deo.  Qua  de  re  nouerit  dementia  uel  nunc  consistenlium ,  uel  successionis  iure  omnium 
futurorum  principum,  a  sede  apostolica  sancitum  nostraque  subscriptione  roboratum,  nee  non  et  antece- 
dentium  regum  preceptis  cautum,  ut  predictis  monasteriis  nullas  preficiant  personas  de  quecumque  ordine, 
nisi  qu§  per  electionem  probabilem  sumatur.  Quoniam  uero  multe  queruntur  ab  importunis  hominibus 
malignitatis  occasiones,  et  necesse  est 'semper  aduersarii  tela  clipeo  protectionis  repellere ,  quod  apostolica 


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decreuit  auctoritas,  nos  qnoque  approbamus,  nt  qui  ordinati  fuerint  ad  regimen  sepe  dictoram  monaste-  ^6L 

rionim,  nuUa  potestate  pr^ualente  deiiciantur,  uisi  criminis  causa  fuerint  deprehensi ,  cuius  merito  rectorum  ^ 

non  debeant  administrare  officium.  In  fame  uero  maculis  sine  criminis  alicuius  denotatione  si  fuerint  ap- 
petiti,  non  preter  canonicam  et  regulärem  deponantur  examinationem.  Si  quis  ergo  apostolice  sedis  de- 
cretum,  cui  nos  hanc  confirmationis  cartulam  ueneranter  subscripsimus,  contempserit,  procul  dubio  dam* 
nationis  censuram  suscipiet,  quam  credimus  diuino  spiritn  per  apostolicam  linguam  prolatam.  Nos  igitur 
nostram  subscriptionem  anuli  uostri  impressione  signantes,  obsecramus  fratres  et  coepiscopos  nostros  omnes, 
in  quorum  manus  ista  deuenerint,  ut  sua  etiam  auctoritate  et  subscriptione  hec  confirmare  uelint,  ut  qui- 
cunque  hec  temerare  pr^sumpserit,  generalitatis  nostre  sententiis  ita  anathematis  uinculo  obligetur,  ut  ne- 
minem habeat,  de  cuius  fauore  sibi  blandiatur  aut  se  tueri  posse  putet  a  sententia  damnationis.  Cunctis 
autem  ista  seruantibus  sit  pax  domini  nostri  Jhesu  Christi,  qnatinus  et  hie  fructum  bone  actionis  recipiant, 
et  apud  districtum  iudicem  pr^mia  eterne  quietis  inueniant.  Et  quia  apostolice  auctoritati  subscribentes 
ista  edidimus,  iustum  est  ut  illam  sacram  sedem  etiam  in  hoc  honoremus,  ut  appellationes  ad  eam  fieri 
liceat  a  predictis  locis  cum  necessitas  fuerit,  Eo  uidelicet  tenore,  ut  si  hoc  constitutum  ab  aliquo  fuerit 
preuaricatum,  mctropolitanus  eorum  episcopus,  quo  ego  nunc  licet  indignus  fungor  officio,  personam  huius 
sanctionis  uiolatricem  conueniat,  et  huius  nostri  decreti  testificationem  innotescat,  utque  ab  eo  quod  praue 
gessit  recedere  non  moretur,  ex  communi  omnium  coepiscoporum  auctoritate  contestetur.  At  si  ille  con- 
tumaciter  in  sui  facti  perpetratione  perstiterit,  licentia  eis  sit  Romanam  apostolicamque  sedem  adire  et 
necessitatis  sue  causas  ante  papam  qui  tunc  fuerit  urbis  Rome  deponere,  ut  per  eum  cognita  causa  reus 
iuste  damnationis  sententia  multetur. 

Folco  munere  diuino  metropolitanus  eccicsie  Remensis  episcopus  tenorem  huius  sanctionis  perlegens 
et  diligenter  pertractans,  in  omnibus  eam  probandam  et  corroborandam  esse  iudicaui,  tarn  propter 
antiquum  ins  monastcriorum  etiam  his  coenobiis  conseruandum ,  quam  ad  precauendas  nihilominus 
molestias  hie  summatim  prohibitas ,   que   modernis  temporibus  contra  sacra  monasteria  per  quos* 
dam  episcopos  recenter  ordinales,  nee  non  etiam  per  quorundam  laicorum  infestatjonem  grassari 
coepcinint.    Ad  quas  inhibendas  rationabilis  ordo  seruatus  est,    ut  et  gloriosorum  principum  hio 
concessiones,  et  pontificum  Romanorum  priuiicgia^  et  archiepiscopi  eiusdem  monasterit  bis  omni- 
bus astipulatio,  et  ut  ceteri  uelint  episcopi  assensum  prebere,  nequaquam  spemenda  hie  contineatur 
petitio.    Cuius  gratia  illectus  simul  et  presentialiter  ab  eodem  uenerabili  archiepiscopo  Liudberhto, 
nee  non  et  a  Bouone  religioso  eiusdem  monasterii  abbate  rogatus,  hoc  decretum  episcopali  aucto- 
ritate ratum  esse  decemens,  in  nomine  patris  et  filii  et  spiritus  sancti  confirmaui  et  subscripsi. 
WiUiberhtus  Agrippinensis  ecciesie  archiepiscopus  huic  decreto  mee  mediocritati  recitato  attestationem 
et  assensum  prebens,  quod  necessario  ac  rite  promulgatum  sit,  snb  obtestatione  nominis  Domini 
nostri  illud  confirmaui  et  subscripsi. 
Thiadmarus  ecciesie  Salzburgensis  archiepiscopus  huic  decreto  consensi  et  subscripsi. 
Redbodo  Treuerensis  archiepiscopus  approbaui  et  subscripsi. 
Johannes  Rotomagensis  archiepiscopus  consensi  et  subscripsi. 
Hildegrimus  Haluerstadensis  episcopus  consensi  et  subscripsi. 
Adalgarius  ecciesie  Hammaburgensis  archiepiscopus  consensi  et  subscripsi 
Liutuuardus  Uercellqnsis  ecciesie  episcopus  consensi  et  subscripsL 
Am.  Uuirziburgensis  ecciesie  episcopus  consensi  et  subscripsi. 
Hrodberhtus  Mettensis  ecciesie  episcopus  consensi  et  subscripsL 
Adalhelmus  Uurmacensis  episcopus  consensi  et  subscripsi 
Godethancus  Spirensis  episcopus  consensi  et  sub^ripsi. 
Vuicberhtus  Hildineshemensis  episcopus  consensi  et  subscripsi 
Deth.  Uuirdinensis  ecciesie  episcopus  consensi  et  subscripsL 

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-    30  887^888. 

Dodilo  Camaracensis  ecclesie  episcopus  consensi  et  subscripsi. 
Honoratus  Beluacensis  ecclesie  episcopus  consensi  et  subscripsi. 
Heidilo  Nouiomagensis  ecclesie  episcopus  consensi  et  subscripsi. 
Balthramnus  Strazburgensis  episcopus  consensi  et  subscripsi. 
Yualdo  Frisingeusis  ecclesie  episcopus  consensi  et  subscripsi. 
Thiadulfus  Curacensis  ecclesif  episcopus  consensi  et  subscripsi. 

Die  Schrift  der  Urkunde  iit  eine  schöne  und  sehr  charakteristische  germanische  Minnukel.  Die  Unterschriften  der  Bi- 
schöfe sind  in  zwei  Reihen,  deren  jede  etwa  ein  Drittel  der  ganzen  Breite  der  Urkunde  einnimmt,  so  dass  eio  Drtt* 
tel  leer  geblieben  ist,  und  zwar  sämmtlich  ton  einer,  dem  Texte  der  Urkunde  gleichförmigen  Hand,  geschrieben; 
nur  die  Unterschrift  des  Bischofs  Hildigrim  von  Halberstadt,  welche  am  Ende  der  ersten  Reihe  steht,  ist  too  einer 
besondern  Handschrift.  —  Das  unten  seitwärts  aufgedruckte  Siegel  ist  zerstört,  und  nur  noch  ein  formloses  unkennt- 
liches Bruchstück  davon  übrig. 

XXXV. 

v^«    In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.   Arnolfus  diuina  fauente  gratia  rex.   Conuenit  regiae  excel- 
lentiae  ut  inter  fideles  suos  mutuam  utilitatem  prouidere  et  de  singulorum  rationabilibus  commodis  assensum 
prebere  uelit.    Qnapropter  omnibus  notum  esse  uolumus,  ||  quoniam  inter  fideles  nostros  Bouonem  abba- 
tem  et  Oddonem  comitem  pro  mutua  utilitate  hanc  commutationem  fecimus,  ut  res  proprietatis  nostre  in 
Godeleueshem  et  in  pago  qui  dicitur  Nihthersi,  Oddoni  beneficiatas,  ad  monasterium  noue  Corbegae,  cui 
prefatus  preest  abbas,  in  ius  proprietatis  traderemus,  cum  omnibus  familiis.  manqipiis,  agris,  pratis,  siluis, 
aquis  aquarumque  decursibus,  et  onmibus  omnino  rebus  tarn  mobilibus  quam  inmobilibus,  quatinus  ex  hoc 
ad  predictum  monasterium  cum  omni  integritate  mancipentur,   e  diuerso  autem  res  eiusdem  monasterii  in 
orientali  parte  ultra  fluuium  Ouaccram  coniac^ntes  in  nostrum  ius  cum  omnibus  quae  ad  eas  pertinent 
receptas  Oddoni  in  beneficium  concessimus,  id  est  in  Dalhem  litos  XIIII.  Colonum  I.   et  sextam  partem 
salinarum.    In  Odonhem  litos  XIIII.  Colones  II.  In  Kikthi  litos  II.  In  Leri  litos  XY.  Colonum  I.   mansos  II. 
et  dimidium.  In  Lauhiugi  Colonum  I.  In  Scodersted  litos  II.  In  Mallumstedi  litos  III.  In  Sophingi  mansos  V. 
^  In  üradii  litos  YII.  mansos  XII.  In  Rodenesleua  litos  XX.  mansos  LX.  In  Dallangibudli  colonos  et  mansos  XV. 
\[A.i'\^  ^  S  €>  In  Heriuuidi  colonos  et  mansos  XVI.  In  Sladforde  colonos  VII.  et  octauam  partem  totius  marcae.  In  bene- 
()v\  iM/^  ^  ^  ^   fitio  aduocati  mansos  VIII.  In  Ailmundesrothe  mansos  XX.     Utrique  ergo  per  hoc  parti  consuluiraus  eo 
yi/|  quod  utrimque  maior  commoditas  in  locorum  situ  habeatur,  quam  antea  fueril,  et  ut  firmier  ista  omni- 

bus in  futurum  temporibus  constent,  manu  propria  roborata,  anuli  nostn  impressione  signari  precepimus. 

Signum  domni  Amolfi  (L.  M.)  Serenissimi  regis. 

Aspertus  cancellarius  ad  uicem  Theotmari  archicappeUani  recognoui  et  (L.  S,  R.) 

Data  IUI.  Id.  Jun.  Anno   dominicae  Incamationis  DCCCLXXX.VIII.  Indictione  VI.   Anno  uero  domni 
regis  ARNOLFI  largissimi  regis  primo.    Actum  Franchonofurt  palatio  regio,  in  Dei*)  feliciter  AmeN. 

Das  noch  gut  erhaltene  Siegel  zeigt  das  seitwärts  sehende  Brustbild  des  Königs,   mit  Schild  und  Lanze,   und  der  Um- 
schrift: Arnolfus  Rex. 


*)   nomine  fehlt, 

> 


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:5. 

88».  31  X- 

XXXVI.  4 


E  Strnnckü  aotii  crit.  ad  Schatcnii  tootles«  iiMq>t. 

In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Arnolfus  diuina  fauente  dementia  rex.  Si  iideliam  nostro- 
rum  petitionibus  pie  annuimus,  eonunque  commoditatibus  pro  Dei  amore  succurrimus,  sempiternae  retri- 
butionis  compendia  inde  nobis  impcrtiri  minime  dubitamus.  Quapropter  nouerit  omnium  fidelium  nostro- 
rum  tarn  presentium  quam  futurorum  solertia,  quoniam  Vuolfhelmus  uenerandus  ac  dilectus  episcopus 
noster,  mansuetudinis  nostrae  dignitatem  precatus  est,  ut  quasdam  iuris  nostri  casas  sibi  in  proprium  con-- 
cederemus.  Cuius  supplicationi  libenter  satisfacientes,  dedimus  ei  in  pagis  qui  uocantur  Gifaron  et  Reimdi*), 
inter  dua  loca  Selihcim  et  Solisun,  quidquid  inibi  fratres  eins  prius  in  beneficium  habuerunt,  cum  omni 
integritate  sua  perpetuo  iure  in  proprietatem,  cum  curte  et  casa  omnibusque  aedificiis,  familiis  et  manci- 
piis  utriusque  sexus,  agris,  pratis,  pascuis,  siluis,  aquis  aquarumue  decursibus,  molendinis,  piscationibus, 
uiis  et  inuiis,  accessibus  et  regressibus,  cultis  et  incultis,  quaesitis  et^inquirendis,  mobilibus  et  immobUibus, 
et  cum  Omnibus  iuste  et  legitime  ad  easdem  hobas  aspicientibus.  Haec  omnia  supra  nominato  presuli 
dedimus  atque  per  hoc  auctoritatis  nostrae  preceptum  de  iure  et  dominatione  nostra  sibi  in  ins  et  domi- 
nium donauimus  atque  tradimus»  eo  scilicet  rationis  tenore,  ut  ab  hodierna  die  ac  deinceps  perpetuis 
temporibus  liberam  securamque  habeat  potestatem  tenendi,  donandi,  uendendi,  commutandi,  uel  quidquid 
exinde  in  omnibus  sibi  placuerit  faciendi,  nuUo  umquam  tempore  successore  nostro  irrumpente  neque 
immutante,  sed  Deo  opitulante  haec  donatio  nostra  stabilis  et  inconcussa  persistat,  muniminis  nostri  aucto-* 
ritate  semper  roborata.  Et  ut  haec  largitionis  nostrae  auctoritas  inuiolabilem  obtineat  stabilitatem,  manu 
propria  subtus  eam  firmauimus  anuloque  nostro  assignari  iussimus. 

Signum  domni  Amolfi  (L.  M.)  serenissimi  regis. 

Aspertus  cancellarius  ad  uicem  Theoimari  archxcapeUani  recognoui  et  S, 

Data  IL  Non.  Julii,  anno  dominicae  incarnationis  DCCCLXXXVIIII.  Indictione  VII.  anno  autem  rcgni 
domni  Amolfi  serenissimi  regis  II.  Actum  Franconofort. 

XXXVII. 

Nach  deni)  gegenwärtig  in  Privatbesitz  befindlichen,  Ortginale. 

v><*  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Arnolfus  diuina  fauente  gratia  rex.  Notum  sit  omnium 
fidelium  nostrorum  praesentium  scilicet  et  futurorum  industriae,  qualiter  quaedam  religiosa  ||  femina 
Friduuui  nomine  nostram  adiit  serenitatem,  petens  ut  ei  liceret  omnem  sui  iuris  hereditatem  nostrae  pote- 
stati  tradere,  quatinus  nostrae  auctoritatis  permissione  daretur  ei  licentia  construendi  in  eadem  hereditate 
puellaris  monasterii,  quod  iuxtß  morem  aliorum  caenobiorum  sub  nostra  defensione  ac  tuitione  susceptum 
ipsi  diebus  uitae  suae  habere  liceret,  et  quamdiu  quaelibet  ex  ipsius  prosapia  in  eodem  monasterio  aptac 
ad  hoc  inuenirentur  personae,  ipsae  in  eins  regimen  sibi  succedere  permitterentur.  Cuius  pelitioni  assen- 
sum  prebentes,  omnem  ipsius  hereditatem  in  nostrum  ius  nostraeque  protectionis  munimen  suscipimus,  et 
ut  maiorem  habeat  quietem  et  securitatem  ad  construendum  ibidem  monasterium,  plenissimam  ipsi  et 
hominibus  ad  se  pertinentibus  immunitatem  concedimus,  per  quam  decemimus  atque  iubemus,  ut  nullus 
iudex  puplicus  uel  quilibet  ex  iudiciaria  potestate,  homines  ipsius  quibuslibet  puplicis  exactionibus  distrin- 
gcre  presumat.  sed  liceat  eis  coram  aduocatis  ex  nostra  iussione  constitulis  iustitiam  facere,  et  omnino 
iusta  conccssionem  qua  praedecessores  nostri  monasteriis  in  suam  defensionem  susceptis  immunitatem  dare 


'^^f 


*)   Diese  Stelle  acheiat  ferdorbeo  su  seio. 

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32  »«•• 

consucuerant,  sie  memoratae  sanctimoniali  feminae  cum  omnibus  ad  se  pertinentibus  pleniter  firmiterque 
concedimus.  Et  ui  haec  nostra  auctoritas  concessio  firmior  habeatur,  et  per  futura  tempora  melius  cre- 
datur,  manu  propia  subter  eam  firmabimus  et  anuli  nostri  inpressione  assignari  iussimus. 

Signum  domni  Arnolfi  (L.  M.)  piissimi  regis. 

Asperius  Cancellarius  ad  vicem  Deolmari  ArchicappeUani  recognaui  et  (L.  S.  R.) 

Data  XVil.  Kai.  Sept.  Anno  incarnationis  Domini  DCCCXXXVIIII  Indictione  VII.  Anno  11.  regni  Amolfi 
piissimi  regis,  actum  noua  Corpeia  in  Dei  nomine  AmeN. 

Das  aurgedruckte,  einen  Tbeil  des  Reoogoitionixeichcnt  bedeckeode    Siegel    kommt  mit    dem   bei    Nr.  XXXV«   be> 
•chriebenen  übereio. 

XXXVIII. 

v>'.  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Arnolfus  diuina  fauente  gratia  rex.  Notum  sit  onmibus 
sanctae  Dei  aecciesiae  fidelibus  nostrisque,  praesentibus  scilicet  et  futuris,  qualiter  Bobo  uen.  ||  abba  no- 
stram  precatus  est  celsitudinem ,  quatinus  nos  quasdam  res  proprietatis  nostrae,  quas  quidam  nobilis  uir 
Hohuuart  nominatus  prius  in  beneficium  habuit,  pro  remedio  animae  nostrae  parentumque  nostrorum,  ad 
monasterium  noua  Corphea  «nuncupatum ,  cui  idem  Bobo  et  fratribus  ibidem  Domino  famulantibus  praeesse 
dinoscitur,  in  proprium  concederemus.  Cuius  petitioni  pro  acternae  felicitatis  amore  annuimus  libenter, 
Dedimusque  ad  idem  monasterium  quidquid  praefatus  uir  Houuardus  in  pago  Huueitago  in  comitattbus  Ec- 
perti  et  Reithardi  et  Herimanni  et  in  locis  Piringisamarca,  Schidara,  Adekenhusun  et  Muchohusun  nostri 
beneficii  tenuil,  cum  consensu  eius,  in  perpetuam  proprietatem,  cum  omnibus  rebus  illuc  iuste  respicien- 
tibus,  curtilibus,  aedificiis,  terris  cultis  et  incultis,  agris,  pratis,  campis,  pascuis,  siluis,  aquis  aquarumque 
decursibus,  uiis  et  inuiis,  exitibus  ac  reditibus,  quaesitis  et  inquirendis,  mobüibus  et  immobilibus,  omnibus- 
que  appendiciis  et  adiacentibus  finibus  illuc  Icgaliter  pertinentibus.  Haec  uero  omnia,  hoc  sunt  hoba 
}\J}:L)cyY  ^^^-  ^^'  ^^^^^  ^^^^  *°  *"s  ^^  dominicationem  praelibati  monasterii  in  honore  sancti  Stephani  protomartyris 
fh  /y-xi^^r/j  Christi  dicati  tradidimus  atque  contulimus,  Et  iussimus  inde  hos  praesentes  regalitatis  nostrae  apices  titu- 
/avv^  lari,  per  quos  decernimus  atque  iubemus  ut  idem  Bobo  egregius  abba  suique  successores  ab  hodiema  die 
ac  deinceps  potestatem  habeant  integcrrimam,  easdem  res  ita  ordinäre  atque  disponere,  prout  usui  fratrum 
inibi  Domino  militantium  necessc  esse  conspexerint.  Et  ut  hoc  firmum  et  stabile  perpetualiter  consistat, 
idem  praeceptum  propria  manu  firmauimus  anuloque  nostro  sigillari  iussimus. 

Signum  domni  Arnolfi  (L.  M.)  inuictissimi  regis. 

Aspertus  cancellarius  ad  uicem  Deotmari  archicappellani  recognaui  et  (L.  S.  R.) 

Data  Xni.  Kai.  Septemp.  anno  incarnationis  Domini  DCCCLXXXVIUI.  Indictione  VII.  anno  U.  regni 
Arnolfi  piissimi  regis.    Actum  ad  curtem  quae  uocatur  Portanaha.    In  Dei  nomine  feliciter  amen. 

Das  Siegel  itt  ▼erloren  gegaogen. 

XXXIX. 

Aus  dem  Kopialbuche  des  DomstilU  su  Osoabrtick  *). 

In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.    Arnolfus  diuina  fauente  dementia  ^)  Serenissimus  rex.    Si 
iiberalitatis  nostrae  more^  loca  Deo^)  dicata  nostro  releuamus  iuuamine  atque  tuemar,  id  nobis  ad  tem- 


*)  Der  Abdruck  nach  Henteler,  in  Möiers  aämmtl.  Werken,  herauag.  t.  Abcken,  8.  Th.  S.  14. y  xeigt  die  unten  angegebenen 

Varianten. 
^)    gratia.     ^  munere.     ^  domino. 


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889.  33 

poralem  uitam  feliciter  deducendam  et  aeternae  premia  capessetida  profuiurum  esse  liquido  credimus. 
Quapropter  omnium  fidelium  nostrorum  presenttum  scilicet  et  futurorum^  cognoscat  industria,  qualitcr  uir 
uencrabilis  episcopus  atque  fidelis  noster  nomine  Egilmarus  Osnebruggensis  aecclesiae  presul  nostram  adüt 
serenitatem  postulans  ut  eidem  aecclesiasticae  *)  nostraeque  libertatLs  et  immunitatis  preceptum  fieri  decre- 
uissemus,  per  quod  res  et  potestates  quae  suo  episcopio  iure  debentur  firmius  ac^)  plenius  per  nostram 
auctoritatem  habere  ualuisset.  Cuius  peticiouem,  oh  amorem  domini  nostri  Jesu  Christi  assensum  libenti 
animo  prebentes,  ita  fieri  decreuimus.  Precipientes  ergo  iubemus  ut  sicut  reliquae  ®)  Dei  aecclesiae  quae 
per  totam  Franciam  et  Saxoniam  emunitatis  tuicione  ab  antecessoiibus  nostris  regibus  uidelicet  et  impera- 
toribus  consistunt,  ita  prefati  presulis  sancta  sedes  perpetuo  per  hoc  nostrum  preceptum  domino  opituiante 
consistat,  ita  ut  nuUus  iudex  publicus  neque  alia  iudiciaria  potestas  aut  comites  uel  missi  dominici  per  tem- 
pora  discurrentes  in  locis  illius  episcopatus  placita  habenda  uel  freta  exigenda  uel  parafreda  aut  paratas 
faciendas  uel  fideiussores  tollendos  aut  seruos  et  liddones  et  eos  qui  censum  persoluere  debent,  nee  pon- 
tem  restaurare.  Et  ut  liceret  in.  eodem  loco  Osnabruggensi '')  mercatum  habere  et  monetam  publicam^) 
instituere  et  teoloneum*^)  inde  accipere  omni  tempore  nemine  ^®)  contradicente,  sed  liceat  prefato  uenera- 
bili  episcopo  suisque  successoribus  et  suo  aduocato  ^^)  res  predicta^  aecclesiae  cum  omnibus  quae  possi- 
det  uel  ^')  deinceps  adquisierit  quieto  ordine  possidere  suasque  aecclesias  iuste  corrigere  et  earum  **)  cau- 
sas  absque  uUa  contrarietate  ordinäre  atque.  ^^)  disponere.  Insuper  etiam  ad  nostrae  celsitudinis  auctoris 
talem  idcm  ^^)  prefatus  episcopus  se  reclamauit  magnam  sibi  destitutionem  habere  de  decimis  quae  ad 
Osnabruggensem  aecclesiam  in  honore  sancti  Petri  principis  apostolorum  consecratam  seruire  debuissent. 
Maximac  scilicet  et  quantitate  et  numero  partes  ad  eandem  sedem  ex  debito  pertinentes  inter  monachos 
Huxorienses  ^^)  et  inter  puellas  Herifurdenses  ^'^  nostrorum  antecessorum  conspiramine  diuisas  esse ,  ob 
hocque  maxime  ^^)  nuUum  iter  exercitale  extra  eiusdem  episcopatus  confinia  posse  perficere,  ideoque  pro 
hac  causa  eius  reclamationi  consensum  dedimus,  ita  ut  nisi  Dani  ad  delendam  christianitatem  sui  episcopii 
naues  ascenderent,  nullum  se  suosque  ad  aliud  exercitale  iter  debite  conscensuros.  Nee  aliquod  de  regali 
seruicio  secum  haben,  sed  eius  solunmiodo  pastoralitati  christianitatis  animaduersio  ualida  '^)  persistat,  ac 
etiam  nos  nostrosque  predecessores  diuinae  pietati  eius  colidiana  commendet  iutercessio,  sicque  firma 
ratione  stabilitum  est,  ut  cuncti  eius  successores  haec  eadem  nobis  sancita  pari  modo  sortiti  fuerint,  et  ut 
hoc  uerius  credatur  et  per  futura  tempora  a  cunctis  fidelibus  nostris  diligentius  conseruetur,  manu  propria 
nostra  subter  eam  confirmauimus  et  sigillo  nostro  assignari  iussimus. 

Signum  domini  Arnolfi  (L.  M.)  piissimi  regis. 

A^pertus  cancellarius  ad  uicem  Theotmxiri  archicapellani  recognoui  et  S. 

Data  III.  Id.  Octobr.   die  anno  incarnationis  Domini  DCCCLXXXVUII.  Indict.  VII.  anno  regni  Arnolfi 
regis  IL    Actum  Franconofurt  curte  regia  in  Dei  nomine  feliciter  Amen. 

XL. 

E  Strunckii  not.  crit.  mscpt.  *) 

In  nomine  JESU  Christi  Domini  nostri.    Ego  Vuolfhelmus  indignus  Episcopus,  omnibus  desidero  mani- 
festari  Episcopis  et  Abbatibus  et  cunctis  sanctae  Dei  ecclesiae  fidelibus  hoc  quod  ad  prouisionem  salutis 


*)    ecdeciae.     ^)  et.     ^  eingesch.  sanctae.     ^  Osnepr.     ^  mooetum   pablicani.     ^  toloneom.     ^^  nemioi.     *^)  vocato.     '^  et 
^  eorum.     ")  et.     ^*)  isdero.     *^  hutilienses.     *')  herivordenses.     ***)  eingesch.  se.     *■)  talide. 

*)   Die  Urkunde  erscheint  hier,  wahrscheinlich  aus  dem  Originale,   an    Tcrschiedenen  StelJea  richtiger  als  bei  Kindlinger,  ob-, 
wohl  Strunck   den  Text  an  einigen  Orten,   wo  er  ihm   su   weitJaoflig  schien,  abgekürzt  hat    Die  Orthographie  ist  so 
wiederhergesteUt ,  wie  sie  sich  in  gleichseitigen  Urkunden  findet. 

Cod.  dipL  hut.  wctf...         ^  5       ^.g.^.^^^  ^y  Google 


'34  889. 

animae  nostrae  perficere  cogitaui  et  cogitatum  Deo  donante  peregi.  Cogitabam  enim  heredita.tem  paternam 
diuino  famulatui  dedicare,  ut  hoc  facto  animae  meae  et  parentum  germanorumque  meonim  redemptionem 
prouidercm.  Inter  haec,  prius  quam  certius  deliberare  possem  qualiter  id  fierct,  contigit  me  graui  infir- 
mitate  acgrotare.  Tunc  ergo  consilio  habito  cum  fratribus  meis  Aldrico  et  Yuald  et  pluribus  fidelibus 
nostris,  tradidi  ipsam  ecciesiam  in  loco  qui  dicitur  Ulfloa  et  ipsam  curtem  cum  aedificiis  et  terris  et  Omni- 
bus ad  eam  curtem  pertincntibus  ad  reliquias  sancti  Pauli  ad  Mimigerneford,  hac  duntaxat  ratione,  ut  si 
illa  infirmitate  prius  quam  aliter  inde  decernerem  aut  statuerem  finis  mihi  eueniret  uitae»  tunc  haec  traditio 
ad  ecciesiam  Mimigernefordensem  pertincrct,  si  uero  Deus  donare  mihi  dignaretur  spacium  longioris  uitae 
et  tempus  ah'ud  digcndi,  haberom  potestatem  illam  herediUitcm  tradendi  siue  canonicis  seu  monachis  seu 
sanctimonialibus  uol  aliis  quibuscumque  uellcm,  pro  tuitione  autcm  et  patrocinio  census  unius  solidi  annis 
singulis  ad  ecciesiam  Mimigernefordensem  solueretur;  nisi  forte  placeret  illius  fratribus,  ut  hie  annuus  cen- 
sus redimcretur  alia  qualibet  re  quam  eligercnt.  Haec  taliter  dicta  et  gesta  constant  coram  frequentia 
populi  in  ecclesia  sancti  Yiti  in  die  solemnitatis  sanctorum  Sebastian!  et  Fabian! ,  presentibus  istis  comitibus, 
Cobbone,  Thiadingo,  Hroduuerco,  Vuarino. 

Post  haec  dum  diuina  miseratione  ab  hac  infirmitate  conualerem,  prospexi  quod  pauperioribus  locis 
iustius  subueniri  possit,  et  tanto  sit  Deo   gratior  elemosina,  quanto  in   quibus  operatur  maiore  arctantur 
paupertate.     Consiliumque  reperi  cum  germanis  meis  et  aliis  fidelibus,   ut  ad  monasterium  sancti  Liudgeri 
ipsam  supradictam  hcreditatem  donarem  et  eius  ualerem  intercessionem  pro  meis  et  parentum  meorum 
et  germanorum  reatibus  obtinere,  et  societatem  fratemitatis .  et  recordationis  in  eodem  monasterio  prome- 
reri.    Tractabam  quoque  istud  cum  clero  ecclesiae  nostrae,    cum  maioribus  et  mediocribus  atque  minori- 
bus,  et  cunctis  super  hoc  consentientibus  et  comprobantibus  et  hortantibus,   Regem  gloriosissimum  Amol- 
fum  pro  hac  causa  adii,  eunte  mecum  eiusdem  monasterii  abbate  Hembile,  et  aperui  clcmentiae  eius  cau- 
sam, quam  cum  eius  permissu  et  auctorilate   perficere  desiderabam.     Quod  cum  ille  pro   sua  dementia 
suscipere  dignaretur,  iussit  hoc  in  sua  presentia  perfici  coram  uenerabilibus  archiepiscopis  Sunderoldo  et 
Vuilliberto.  abbate  quoque  uenerando  Sihardo  et  multis  aliis  episcopis  et  abbatibus,   comitibus  et  primati- 
bus  regni,  tradidique  ipse  supradictum  predium,  per  manum  aduocati  mei  Vuarini,  presente  rege,  in  regio 
palatio  Franconoford,  II.  Non.  Julii,  sancto  Liudgero  ad  reliquias  Sancti  Saluatoris  in  quarum  honore  ipsum 
monasterium  constructum  est,   quam  donationem  susccpit  comes  Ileremannus  ad  manus  abbatis  Hembil, 
fitif^/  ''^'  '  ^  uidelicet  Ulfloa  cum  aedificiis  et  sepibus,  cum  terris  et  siluis,  cum  aquis  et  pascuis,  et  quidquid  ad  ipsum 
rf  l*p*^**^    mansum  pertinet  qui  dicitur  Selihoua,   in  culta  terra  seu  nondum  culta,   quodcumque  in  ea  litis  traditum 
^       K^^'(,pst  uel  deinceps  colendum  et  possidendum,   insuper  homines  XXX.  cum   familiis  suis  et  terris  quas  tunc 
3  possidebant,  quorum  loca  et  nomina  subtus  habentur  scripta. 

Pro  hac  ergo  donatione  preceptum  regiae  auctoritatis  expetii  et  firmationem  signaculi  eius.  Deinde 
rediens  a  comitatu  ego  Vuolfhelmus  episcopus,  et  abbas  monasterii  sancti  Liudgeri,  ueni  ad  locum  eius- 
dem Sancti.  Ibi  ergo  III.  Id.  Julii,  die  dominica,  coram  omni  populo  et  congregatione  monachorum,  ego 
Vuolfhelmus  et  frater  mens  Aldric  eandem  traditionem  denuo  perfecimus  ad  corpus  sancti  Liudgeri,  astan- 
tibus  his  teslibus.  Vuilheri.  Helmdago.  Folckero.  Siuuardo.  Post  haec  in  Mimigerneford  in  conuentu  sacrae 
synodi,  quam  congregari  feci  Non.  Octobris,  presbyteri  et  diaconi  et  clerus  omnis  Mimigernefordensis  eccle- 
siae, coram  uniuerso  plebe  et  coram  comitibus  qui  aderant,  Herimanno,  Folcberto,  Hroduuerco,  Thiadingo, 
per  ordinem  interrogati  a  maximo  usque  ad  minimum  publice  fatebantur,  omnia  quae  in  supradicta  tradi- 
tione  gerebantur  secundum  suum  consensum  et  uoluntatem  ralionabilitcr  gesta  esse,  ne  cui  paterc  possit 
ullus  insidiarum  locus  et  occasio  hanc  traditionem  infringendi.  Concesserunt  etiam  unanimo  fauore,  ut  soli- 
dus  qui  ad  sanctum  Paulum  pro  supradicta  precaria  solui  dcbuerat,  uno  manso  et  familia  semcl  redimc- 
retur. Atque  hie  mansus  et  familia  ex  parte  nostra  datus  est  in  uilla  nuncupata  Gibonbeki  per  manus 
aduocati  nostri  Bernhardi  ad  memoriam  sancti  Pauli,  et  susceptus  ab  aduocato  familiae  sancti  Pauli  Ratech, 
qui  in  presentia  totius  concilii  precariam  aduocato  nostro  retradidit,  ne  deinceps  ex  illorum  parte  exigi 


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889  —  890.  33 

debeat.  Porro  presbyteri  qui  presentes  erant,  fuerunt  hii.  Hardrat  prepositus.  Liudolf.  Salamoa.  Engel- 
brath.  Gislolt.  *)  etc.  Horum  omnium  idem  consensus  et  uoluntas  fuit  ut  haec  agerentur,  et  anathematr- 
zauerant  a  parte  Dei  et  Sanctorum  eius  aeterna  separatione,  si  quis  unquam  hanc  traditionem  irritam 
facere  conatus  fuerit,  uel  auferre  et  demere  aliqua  ex  bis  quae  tradita  sunt,  nisi  emendauerit  se  et  corre- 
xerit.  Laici  quoque  qui  aderant  Nobiles  fuerunt  Comites  supradicti,  et  Meginbard.  Hardrad.  Sebrath. 
Thiadmar.  **)  etc. 

Tunc  uero  uenimus,  ego  Vuolfhelmus  episcopus  et  abbas  Hembil  monasterii  Yuerthinensis,  cupi  reli- 
quiis  sancti  martyris  Apolliuaris  sanctique  Liudgeri,  quas  memoratus  abbas  aduexit,  uenimus  autem  II.  Id. 
Octobris  cum  conuentu  multo  populorum  et  cum  comitibus  ad  Ulfloam,  et  coram  uniuersa  multitudine  hanc 
traditionem  perfeci  tercio ,  ego  Vuolfhelmus  episcopus  et  mecum  fratres  mei  Aldric  et  Yuald ,  ut  saepedictus 
locus  Ulfloa  sub  dominio  sancti  Liudgeri  ad  usum  monachorum  in  Werthina  deseruiret  cum  XXX.  familiis 
et  eonim  territoriis  et  cum  onmi  integritate  illius  Selihoue  quae  ad  ipsam  curtem  pertinet  *'^'^)  ....  In 
hac  ratione  suscepit  introductis  reliquiis  hanc  traditionem  Hembil  abbas  per  manum  meam  et  Herimaimi 
comitis  atque  possedit.  Si  aliquis  unquam  hanc  traditionem  infringere  et  reuellere  uoluerit,  hie  et  pubUcae 
exactionis  damnum  sustineat  et,  nisi  se  correxerit,  ante  tribunal  Christi  Jesu  domini  nostri  in  die  iudicii 
hoc  reatu  ligatus  appareat  Actum  anno  dominicae  incarnationis  DCGCLXXXVIIII.  anno  uero  gloriosissimi 
Arnolfi  regis  II.  Indictione  VII. 

Haec  loca  et  nomina  familiarum.  In  Ulfloa.  Yuendo  et  Baltger.  In  Langonezca.  Fastuuard.  InRicolfesheim.  Ydo 
et  Yuanger.  In  Dulmeni.  Marhard  et  Gebbo.  In  Bunhlaron.  Hroduuard.  In  Forkenbeki.  Milo.  In  Ternezca  ****) 
....  In  Punpon.  Hasla  et  Abbuco.  In  Nethubila.  Meginger.  In  Solison.  Yualdger.  Focco.  Athalheri.  Othelm 
et  Bernold.  In  Anrapun.  Hunuuard.  In  Westahem.  Erdag.  In  Nihem.  Buodo.  In  Stunni.  Yuendi.  In  Hramers- 
thorpe.  Embo.  Landric  et  Thiedo.  In  Helmun.  Ostuuord.  Liudhard.  Osico  et  Hoio.  In  Recnon.  Liadgrim  et 
Vuido. 

V 

XLI. 

Querimonia  Egilmari  Episc.  Osnabrug.  ad  Stephanum  Papam.  —  Accedit  huius  responsio. 

E  mscpt.  Hennelcri. 

Domino  sanctissimo  et  egregiae  sanctitatis  apice  praestantissimo,  Papae  Stephane,  exiguos  servornm 
Christi  servus,  Egilmarus  Osnaburgensis  episcopus,  cum  omni  subjectae  congregationis  caterva,  verae 
felicitalis  implorat  coronam.  Dum  orthodoxam  Christi  ecclesiam  apostolica  institutione  fundatam  et  a  sanctis 
patribus  firmissime  roboratam,  rabie  persequentium  et  fraude  iniquorum  dolemus  dilaniatam,  ac  per  hoc 
potius  tepidam  minusque  in  divino  cultu  fervidam  geminus,  Vestrae  pietatis  jura,  quae  peues  Deum  sunt 
manifesta,  deposcimus,  ut  nos,  quibus  ovium  cura  dominicarum  commissa  est,  fulcire  at  adjuvare  digne- 
mini,  quo  eas  ab  errore  devio  ad  viam  veritatis  et  ad  lumen  de  tenebris  reducere  quearaus,  quod  tunc 
recte  fit,  si  pravitas  in  rectitudinem  convertatur,  quae  ideo  diu  apud  nos  per  varias  negligentias  pullulat, 
quia  per  multos  retro  annos  sancta  S^nodus  minime  congregata  hanc  non  resecat.  Unde  audire  dignetur 
sanctissima  industria  vestra  rationis  sententiam,  de  cujus  controversia  quatitur  pusillanimitas  nosti*a.    Primi^ 


*)   In  Kindlingers  Abdrucke  folgeo  hier  noch  48,  xum  Th«il  wabncbeaolich   falsch  geschriebeoe  Namen,  die  Stranck,  der 

Kürze  wegen,  weggelassen  hat. 
**)    In  Kindlingers  Abdrucke  folgen  hier  noch  18  Namen. 

***)   Bei  Rindlinger  findet  sich  hier  noch  die  von  Strunck,  wahrscheinlich  der  Kurse  wegen,  weggelassene  Stelle:   et  quod  iam 
in  ea  pos^essum  est,  cum  omni  inuestitura  mobilium  renim  et  immobilium,  ut  nihil  inde  aliquis  demat  uel  auferaC,  sed  ex 
tnto  redeat  ad  sanctum  Liudgenim,  quodcunque  et  qnalecunque  fuerit,  dum  ego  ex  hac  oita  emigrauero. 
****)  Ktndlinger  schiebt  hier  den  wahrscheinlich  unrichtigen  Namen:  Salutet,  ein. 

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36  890. 

tus  de  decimis,  quibus  subditorum  icatervam  pascere  debemas,  contra  Jus  canonicum  et  fas  ecclesiasticum 
injusto  ordine  a  nobis  per  vira  ablatis,  pro  qua  vero  re  sint  ablatae,  et  unde  processerit  origo,  ut  deci- 
marum,  quibus  tanturomodo  cpiscopatus  in  Saxonia  sunt  constituti,  non  nisi  quarta  pars  ad  Osnabrugcnsem 
ecelesiam  in  honore  S.  Pctri  prineipis  apostolorum  consecratam  inserviat,  cujus  etiam  nos  servitores  sumus» 
cum  caetcrae  partes  majores  ex  quantitate  et  numero  ad  eandem  sedem  ex  debito  pertinentes,  intor  mo- 
nachos  Huxilienses,  ubi  noua  Corbeja  ab  eis  vocitatur,  et  puellas  Herivordenses  diuisae  sint,  praeter  prao- 
dia  nonnulla,  quae  eis  ex  ipso  episcopatu  pertinentia  subjecta  sunt,  et  ecclesias  baptismales  N.  quae  prius 
episcopatui  annexae,  subjugatae  erant,  quae  jam  non  requirimus,  sed  saltem  decima»  tantum  debite  per- 
tinentes  ad  nos  reddi,  qnae  ablatae  sunt,  flagitamus.    Haec  veridica  ratio  est. 

Cum  dudum  inquam  magnus  et  admirabilis  princeps  Karolus,  qui  geutem  Saxonicani  per  strenua 
bellorum  certamina,  Deo  adminiculante ,  ad  fidem  christianitatis  converterit,  synodalis  atque  canonici  Juris 
consultis  singulos  ejusdem  Provinciae  episcopatus  ex  decimarum  stipendiis  constituisset,  quia  aliis  ibi  paslo- 
res  et  episcopi  donariis  carebant,  unde  paulatim  roborari  Christianitas  potuisset,  Et  post  ejus  excessum 
filius  ejus  bonae  memoriae  Hludovicus  diu  sanctac  ecclesiae  propagator  viguissct,  accidit  ut  tres  filii  ejus, 
maligne  usi  consilio,  eum  in  custodiam  mitterent,  cui  consilio  una  conspiratione  consensum  et  adjutorium 
praedictae  sedis  nostrae  in  honore  Sancti  Petri  apostoli  dedicatae  episcopus  nomine  Goswinus  praebuit, 
ita  ut  mucronem  ab  eo  violenter  ipse  discingeret.  Cum  autem  rursus  ex  eadem  custodia,  Deo  volente, 
per  ac|jutorium  filii  ejus  omonimi  Hludovici  cum  honore  ad  regnum  remeasset,  praedictus  episcopus  suae 
perfidiae  et  infidclitatis  conscius,  ad  coenobium  Vuldense  confugiens,  monasticum  habitum  assumpsit,  et 
semel  in  anno  latenter  ipsius  episcopatus  locum  invisere  solebat.  Sicque  episcopalis  cura  sine  praesule 
et  rectore  ea  tempestate  remanebat.  Interim  a  multis  invaditur,  rapitur,  dispergitur  et  dissipatur,  donec 
post  mitissimi  praefati  Hludovici  prineipis  excessum,  cum  valida  et  periculosa  regni  disceptatio  inter  tres 
filios  immineret,  et  uni  ex  hiis,  scilicet  ejus  aequivoco,  hujus  divisio  in  sortem  cederet,  quidam  ejus  fide- 
lis  comes  ditissimus,  Cobbo  nuncupatus,  de  pracdicto  episcopatu  quidquid  voluit  agere  adeptus,  germano 
ejus  nomine  Worin  in  monasterio  Huxilicnsi  tunc  temporis  abbate,  et  sorore  ejus  in  puellarum  coenobio 
Herivordensi  abbatissa  degentibus,  quantum  voluit  de  decimis  quae  ad  eundem  episcopatum  pertinebant 
tradi  fecit  ad  eadem  monasteria,  in  alterius  parochia  alteriusque  diocesi  constituta,  praeter  synodum  et 
conscientiam  episcoporum.  Cum  interim  Gozbertus  episcopus  de  gente  Sueonum  (quo  ordinatus  erat)  cum 
persecutione  ejectus  esset,  necessitate  compulsus  praedictum  Cobbonem  adiit.  quo  impetrante  et  rege  con- 
cedente,  suscepit  gratulabunde  eundem  episcopatum,  decimis,  qnde  solummodo  constitutus  est,  maxima 
ex  parte  vacuatum,  eoque  faveute  et  timente,  ne  forte  ei,  ad  quod  ordinatus  non  erat,  auferretur,  suo 
tempore  sine  aliqua  contradictione  ita  permansit.  Egilbertus  vero  praedccessor  et  coepiscopus  noster, 
crebro  pro  ipso  negocio  Guntharium  et  Willibcrtum  archiepiscopos  interpellavit,  et  variis  occupationibus, 
quibus  sancta  synodus  per  longa  transacta  tempora  non  est  congregata,  obstantibus,  causa  finetenus  non 
est  determinata.  At  vero  cum  mihi  indigno  ejusdem  episcopatus  cura  fuisset  iiguncta,  et  inter  varias  negli- 
gentias,  quas  perlongum  est  enucleare,  plures  ecclesias  inconsecratas,  aliquantas  etiam  homicidiis  perpe- 
tratis  infectas,  variisque  spurcitiis  et  flagitiis  minime  purgatas  reperissem,  in  quibus  praedictorum  mona- 
steriorum  subjugati  de  plaga  occidentali  advenientes  presbyteri  ignoti,  de  quorum  consecratione  ambigi- 
mus,  officia  celebrant,  ne  ibi  divina  mysteria  ab  ipsis  celebrarentur  inhibendo  interdixi,  donec  Vos,  vene- 
rabiles  patres  et  magistros  super  hac  re  consulerem.  Quam  ob  causam  illico  praedicti  monachi  et  puellae 
ad  aures  prineipis  Arnulfi  accusationem  contra  canonica  sancita  detulerunt,  deferentes  praeceptum,  ut 
ajunt,  a  Hludovico  rege  et  Rabano  Magontiacense  alterius  pontifice  diocesis,  statutum,  sed  non  certis  testi- 
ficationibus  fidei  accommodatum ,  quia  fraudulenter  dicitur  ab  ipsis  fictum,  ut  ipsi  sine  nostra  dictione  vel 
aliqua  contradictione  possideant  decimas  praedicti  cpiscopii,  contra  Jus  canonicum,  et  quod  primum  in 
fundamento  ejusdem  ecclesiae  a  praefato  magno  Karolo.  coepiscopis  et  cauonico  decreto  erat  statutum, 
ut  maueret  ratum,  hoc  miro  et  detestabili  modo,  qualiter  a  Magontiacense  alterius  diocesis  praesule  fore 


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890.  37 

f 

queat  inritum,  ignoranras.  Unde  an  hoc,  qnod  contrariiim  canonicae  auctoritati  videtur,  an  illud  qiiod 
regulariter  ex  decimis  priu&  statntum  est,  restaurando  roboretur,  Vos  judicatc,  domine  pater  beatissime. 
Interea  supradicti  accusatores,  qui  me,  non  tarnen  in  praescntia,  de  infidelitate  regis  accusaverunt,  asse- 
rentes  me  hoc  velle  destruere,  quod  priores  Aagusti  vel  reges  sanierunt,  ad  rationem  me  venire  com- 
pulenint,  dum  coram  Arnulfo  principe  et  episcopis  novem,  quoram  haec  sunt  nomina,  Wllliberto 
Agrippinae  Coloniae  archiepiscopo ,  Am  Wirciburgense ,  Odilbaldo  Trectonse,  Drogone  Mindense,  Godethanc 
Spirense,  Wicberto  Hildensummense ,  Wiberto  Ferdense,  Evulfo  Holraorsteddense ,  Bisone  Patharburaense, 
causam  hujuscemodi  negocii  in  niedio  proferrem,  obnixis  prccibus  in  amore  summi  pastoris  et  pontificLs 
Jesu  Christi,  cujus  vicarii  esse  creduntur,  et  S.  Petri  apostoli  omniumque  Sanctorum  honore  postulavi,  ut 
secundum  conscriptum,  quod  coran^  eis  legi  feci,  et  quod  penes  nos  habchius,  et  justa  judicia  et  canonica 
scita,  recte  de  hoc  negocio  respondendo  decernerent.  At  illi  scientes  voluutatem  Principis  et  quorundam 
Comitum,  et  ne  eum  oflFenderent  renitentes,  nil  de  causa  prolata  respondere  praesumpserunt,  sed  penitus 
cum  responsione  canonica  in  amore  Dei  petita  justicia  mihi  denegata  est.  Sicque  adulando  Principi,  jussus 
sum  ab  eo,  si  ejus  gratiam  vellem  habere  propiciam,  ejusjque  potestati  non  contrairem,  ut  haec  in  deci- 
mis et  rehquis  hujuscemodi  negociis  querulosis  omnia  permitterem  fore  sicut  inveni,  meaque  compulsa 
intcrpellatio  cassata  est.  Sed  ne  hoc  impetrare  qui  vi,  ut  accusatores  in  praesentia  exhiberentur  et  causa 
recte  examinaretur.  Et  patres  benignissimi ,  nisi  super  hujus  controversiae  querimonia  dexteram  justiciae 
porrigatis,  ncc  episcopale  ministerium  ad  Christianitatis  observantiam  quiraus  exercere,  nee  claustra  mona- 
sterii,  quae  ncc  aliqua  inveni  propter  penuriam  et  deciraarum  ahstractionem ,  emendare,  quae  nuperrime 
coepimus  construere,  neque  clerum  ad  Dei  servicium  pascere  valebimus  et  vestire,  sed  cogendum  variis 
aerumnis  dispergi  dolcbimus  non  posse  rursus  congregari.  Eccc,  patres  egregii,  tot  annis  transactis  tem- 
pore praedecessorum  meorum  praefatae  ecclcsiae  inconsecratae  hactenus  permanent,  et  contra  voluntatem 
nostram,  quia  prohibetur  in  Canonibus  jubente  lege  divina,  missarum  officia  inibi  celebrantur  ab  hiis  de 
quorum  ordinatione  dubitatur.  Deciraae  a  nobis  tolluntur,  parvitas  nostra  non  mediocriter  in  omnibus  quae 
digna  sunt  emendatione  contemnitur,  quia  ibi  unum  foraminis  adilum  inimicus  invenerit  intrandi  offendens 
ad  caulas  ovium  hostes  exhibebit.  Unde  vos  summae  sedis  apostolicae  auctorem,  ceu  totius  Christianitatis 
Caput  invocamus,  et  qui  coram  altaribus  in  pavimento  prostrati  patrocinia  Sanctorum  imploramus,  ut  salu- 
lis  et  sanctitatis  vestrae  prosperitas  proteletur  et  in  aeternum  gloria  et  cornu  vestriira  dilatetur,  pedibus 
pietatis  vestrae  mente  provoluti,  petiraus  ut  super  hac  re  quid  nobis  faciendum  sit  censeatis,  aut  utrura 
sub  taciturnitatis  nodo  calcare  et  silentio  haec  talia  propter  scandala  vitanda  premere  debeamus,  vel  spem 
recuperandi  ex  decimis  habeamus,  sequendumve  nobis  sit,  ut  de  hac  censura  nobis  justiciam  fieri  recla- 
memus,  in  propatulo  nobis  enucleare  certumque  facere  dignetur  beatissima  paternitas  vestra,  quam  con- 
servare  dignetur  ineffabilis  pietas  sempiterna 

Responsio  Slcphani. 
Stephanus  sanctae  apostolicae  et  universalis  Romanac  Ecclesiae  Episcopus,  Egilmaro  venerabili  Osna- 
burgensis  Ecclesiae  Episcopo  in  Domino  salutem.  Bonorum  operum  et  spiritualium  studiorum  Deum  aucto- 
rem esse  non  dubium  est.  Unde  laetari  me  fecerunt  scripturae  tuae  ex  bono  studio  et  ex  integritate  lidei 
et  dcvotionis  tuae,  sed  ex  afflictione  tua  magna  ex  parte  tristari,  super  quo  tu  conquestus  es  et  crebrior 
ad  nos  sermo  commeantium  perlatus  est.  Non  oportuit  quidem  ab-  illis  quibus  sustentari  et  portari  atqiie 
honorari  debuisti,  tot  ac  tantas,  innocens  ut  credimus,  oppressiones  perpeti.  Mandasti  enim  nobis  Sancti- 
tatem  tuam  a  Godescalco  novae  Corbeiae  abbale  et  Hervordense  abbatissa  ipsorumque  fautoribus  variis 
calamitatibus  vexari  et  dilaniari,  et  apud  filium  nostrum  Arnulfum  crebris  accusationibus  plus  aequo  infa- 
raari,  Ecclesiara  tuam  suis  dotibus  et  fidelium  oblationibus  cxpohari.  Indc,  frater,  noli  mirari,  si  tc  mem- 
brum  malivoli  et  impii  persequuntur,  cum  ipsum  Christum  caput  nostrum  sint  persccuti,  sicut  ipsa  yeritas 
ait:  Si  patrem  familias  Beelzebuc  vocaverunt,  quanto  magis  domesticos  ejus.    Noli  multum  vexari,  noli 

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38  890  —  891. 

turbari,  sed  confortare  in  Domino  et  in  potentia  virtutis  ejus.  Nos  vero  ad  supplementum  fratres  et 
coepiscopos  nostros  amplius  quam  quinquaginta  vocavimus,  cum  quibus  regulariter  tractando  decrevimus, 
quae  et  qualia  tibi  et  tecum  litigantibus  responsa  remittamus,  quia  una  eademque  die  iliorum  literas  super 
hiisdcm  nogociis  simd  cum  tuis  suscepimus.  Hiis  enim  epistolis  in  omnium  audientia  praelectis,  multas  ui 
nosti  querimonias  et  oppressiones  super  illorum  temeritate  tua  continebat  in  se,  sed  et  iliorum  non  minor 
erat  lamentatio  de  te.  Quapropter  necessarium  esse  duximus,  ut  remotis  tergi versationibus ,  veritatis  elu- 
cubratione  adminiculum  tibi  a  nobis  impendatur  atque  ab  apostolica  sede  sufFragetur,  ne  in  totius  Eccle- 
siae  perturbationem  haec  impudens  procedat  intentio,  et  ea  quae  a  sanctis  praedecessoribus  nostris  dudum 
prohibita  fuerant,  denuo  reviviscant    Abbati  vero  literas  suis  respondentes  remisimus  in  haec  verba. .... 

XLIL 

Nach  einer  von  dem  HessUchtn  Bibliothekar  Raspe,  su  Paderborn  am  29.  November  1T73  gefertigten  und 

beglaubigten  Abschriil. 

quod  situm  est  in  loco     .     .    Hersi 

et  per  te  in  eodem  Yen.  Monast.  in  perpetuum.  Quanto  nos  pro  piorum  et  venerabilium  locorum  statu  aug- 
mentando  soUicitiores  existimus,  et  ad  eorum  utilitates  proficiendas  perpetuo  pastoralibus  vigilüs  insistimus, 
tanta  nobis  aeterne  remunerationis  praemia  eo  largiente  conquirimus,  qui  dixit,  beatus  seruus  ille,  quem 
cum  uenerit  dominus  inuenerit  uigilantem.  Et  ideo  omnibus  sanctac  Dei  Ecclesiae  fidelibus  atque  nostris 
notum  üeri  uolumus,  suggessisse  nostro  Apostolatui  Bisonem  rcuerendissimum  Padrabrunnensem  Episcopum, 
quatenus  praedictum  ven.  Monasterium,  cui  ipsa  praeesse  dinosceris,  situm  in  territorio  dioeceseos  suae, 
cum  omnibus  suis  iustis  pertinentiis  et  adiacentiis,  huius  auctoritatis*nostrae  Pribilegio  muniremus.  Cuius 
postulationi  fauere  nitentes,  praecipue  cum  omnium  sit  Ecciesiarum  cura  nobis  commissa,  hoc  apostolicum 
nostrum  pribilegium  fieri  decrebimus,  per  quod  et  id  ipsum  uenerandum  monasterium  roboramus,  et  apo- 
stolica auctorilate  iiiibi  ad  sustentationem  ancillarum  Dei  confirmamus  omnes  res,  quae  a  iure  praedicti 
Episcopi  cum  eodem  sunt  monasterio  coromutatae  legaliter,  uel  quae  a  fidelibus  et  Deum  timentibus  sunt 
ibi  collatae  ad  usum  et  utilitatem  earundem  Sanctimonialium,  nee  non  et  Decimas  eidem  praefato  mona- 
sterio annualiter  persolui  censemus,  quae  de  statutis  uillis  eidem  dari  persoluique  debent  episcopali  simul 
et  synodali  decretto.    Immo  et  consultu  ut  intuiti  sumus  statutum  est  et  canonice  ordinatum,  quod  si  ita 

res  se  habet,  infringi  non  debet,  ne  synodalis  et  canonicus  uigor 

in  praefata  sancta  Padrabrunnensi  ecclesia,  sicut  statutum  esse  comperimus,  cui  de  eodem  uen.  mon. 
curam  esse  reperimus  statuentos  apostolica  censura  dcccrnimus,  ut  nuili  fidelium  fas  sit  quoquo  modo 
contra  huius  priuilegii  noslrae  confirmationis  seriem  pie  et  misericorditer  a  nobis  promulgatam  agere  aut 
temerario  ausu  de  omnibus  quae  eidem  mon.  suaeque  congregationi  legaliter  tradita  sunt  uel  concessa 
sibique  a  modo  et  deinceps  Iradenda  uel  legitime  iure  conferenda  aliquid  minuere  uel  auferre,  sibi  etiam 
deripere,  potius  autem  ad  utilitatem  Domino  illic  famulantium  firma  potestate  consistant,  earum  bono  quae 
nunc  habentur  uel  sunt  iuste  conquirenda  .  .  Nam  qui  timore  Dei  postposito  huic  confirmationis  nostrae 
priuilegio  in  toto  uel  in  parte  contraire  repertus,  illudque  non  integriter  obseruare  distulerit  sancta 
cito  admonitus  resipuerit,  apostolico  mucrone  fcriendus  ....  qui  autem  custos  fuerit  et  obseruator, 
a  iusto  iudice  Domino  Deo  nostro  misericordiam  consequatur.  Scriptum  per  manum  Gregorii  Scriniarii 
sanctae  Romanae  ecclesiae  in  mense  Maio  Ind.  nona. 


f  Bene 
ualetc  f 


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891  —  893.  39 

XLiir. 

E  Copi«  recenliori  in  KiodliDgeri  Mu.  T.  XII. 

Steplianus  Episcopus  seruus  seruoram  Dei.  Hembil  religioso  abbati  venerabilis  monasterii  S.  Liudgeri 
et  per  te  eidem  venerabili  monasterio  in  perpetuum.  Quoties  ea  a  nobis  concedi  postulantur,  quae  piis 
et  venerabilibus  locis  congruunt,  decet  nos  libenter  concedere  et  votis  religiosorum  apostolica  sanctione 
fauere.  Et  ideo  religiositas  tua  nostro  suggessit  apostolatui,  quatcnus  idem  predictum  venerabile  monaste- 
rium  cum  omnibus  canonice  et  legaliter  sibi  pertinentibus  et  adiacentibus  apostolica  auctoritate  muniremus, 
quemadmodum  a  piis  Imperaloribus,  Luthouico  scilicet  et  Carolo  atque  Arnulfo  religiosis  quondam  Augustis 
per  augustalia  eorum  precepta  munitum  roboratumque  esse  dinoscitur.  Huius  rei  gratia  tuam  suggestionem 
congruam  fore  preuidentes,  ratum  duximus  aures  nostras  tuis  accommodare  precibus,  qui  uniuersalem 
normae  curam  diuina  sufiFragante  gratia  suscepisse  dinoscimur.  Quapropter  id  ipsum  sacrum  monasterium 
huius  presentis  priuilegii  nostri  sanctione  ut  prelibauimus  munientes,  decernimus  a  presenti  nona  Indictione 
ut  nulli  potestati  nee  cuilibet  magnae  paruaeque  personae  quacumque  dignitate  predilae  fas  sit  quoquo 
modo  illud  inuadere  vel  alii  commodare^  nee  quicquam  de  famulis  vel  mansis  nee  non  seruis  et  ancillis, 
litis  et  liberis,  siue  quicquam  de  rebus  mobilibus  vel  immobilibus  deque  cultis  et  incultis  memorati  mona- 
sterii sibi  vindicare  aut  alteri  donare  presumat,  sed  cum  omnibus  rebus  et  possessionibus  ac  oblationibus 
et  redditibus,  quae  canonice  et  legitime  inibi  data,  largita  sunt  et  donata  ac  deinceps  donabuntur,  iuri  ac 
utilitati  crebro  dicti  monasterii  et  usibus  Deo  inibi  famulantium  perennitcr  confirmamus  sub  tua  dicione 
dcgere  ad  regendum  ac  regulariter  dispensandum.  Imo  censemus  nulli  fidelium  licitum  fore  quamlibet 
super  eiusdcm  monasterii  homines  dicionem  habere  aut  ad  aliquas  exactiones  contra  rationem  compellere 
vel  distringere,  sod  sicuti  a  prefatis  Imperatoribus  Deumque  timentibus  concessa  existunt  atque  firmata, 
ita  nos  cum  ipsis  preceptis  augustalibus  omnia  ut  ea  continere  videntur  adscripla  inuiolabiliter  ab  omnibus 
sanctae  Dei  ecclcsiac  fidelibus  apostolica  auctoritate  firmata  obseruanda  precipimus,  slatuentes  decernendo 
ut  qui  temerario  ausu.  quod  non  optamus,  contra  hoc  nostrum  apostolicum  priuilegiura  ire  vel  agere  pre- 
sumpserit,  et  in  toto  vel  ex  parte,  quod  nequaquam  fieri  mandamus,  infringere  temptauerit  hoc  quod  ad 
laudem  Dei  omnipotentis  et  stabilitatem  eiusdem  monasterii  ac  monachorum  sustentationem  ad  nostrae 
mercedis  augmentum  diuino  tacti  amore  statuimus,  nouerit  se  excommunicandum  et  nisi  obediens  fuerit 
anathemate  feriendum,  qui  vero  custos  fuerit  ac  obseruator  benedictionem  ac  gratiam  consequatur.  Scri- 
ptum per  manum  Gregorii  scriniarii  sanctae  Romanae  ecclesiae,  in  mense    Maio,  Indictione  nona. 

f  Bene  valete.  f 

Data  nil.  Kai.  Julii  per  manum  Stephan!  secundicerii  sanctae  sedis  apostolicae,  anno  Deo  propicio 
pontificatus  domni  Stephani  summi  pontificis  et  uniuersalis  papae  in  sacratissima  sede  beati  Petri  apostoli 
sexto,  Indictione  Villi.    AMEN. 

XLIV. 

v^*  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Arnolfus  diuina  fauente  dementia  rex.  Si  seruorum  uel 
ancillarum  Dei  petitionibus,  quas  pro  ecclesiarum  sibi  commissarum  utilitatibus  nobis  ||  suggesserint,  cle- 
menter annuimus  ac  pie  prospicimus,  id  nobis  et  ad  praesentis  uitae  cursura  salubriter  transeundum,  et 
ad  perpetuae  beatitudinis  praemia  feliciter  promerenda  liquide  profuturum  esse  cpnfidimus.  Quam  ob  rem 
nouerit  omnium  fidelium  nostrorum  praesentium  scilicet  atque  futuronim  industria,  qualiter  üuicpreht  et 
Biso  venerabiles  ac  dilecti  episcopi  nostri  praecati  sunt,  vna  cum  Chanrado  fideli  comite  nostro,  clemen- 
tiam  nostram,  quatinus  sororibus  sanctimonialium ,  in  monasterio  Hcriford  nominato  sub  honore  sanctae 
Dei  genitricis  Mariae  constructo  atque  dicato  Domino  famulantibus,  electionem  suam  intcr  se  intrinsecus  ab 

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40  «92  —  913. 

antecessoribus  nostris  eis  prius  per  praeceptales  cartas  concessam,  pro  remedio  animae  pü  genitoris  nostri 
Karlomanni  regis  et  deinde  nostrae  caeterorumque  parentum  nostronim,  simili  modo  concedercmus,  no- 
straeque  auctoritatis  scripto  eam  corroboraremus.  Quorum  petiUonibus  et  salubri  consultui  libenter  assen- 
sum  praebuimus,  et  praesens  pracceptum  inde  conscribi  iussimus,  quicquid  boni  antecessores  nostri  eidem 
cenobio  contulerunt,  et  omnia  priuilegia  ab  ipsis  illuc  concessa,  per  hoc  conccdentes  ac  nostra  auctoritatc 
confirmantcs.  Et  iuxta  illorum  moiiitionem  hisdem  sororibus  securum  per  hoc  praeceptum  concedimus 
arbitrium  et  potestatem  inter  se  abbatissas  eligcndi,  quamdiu  Deus  aliquam  inter  ilias  talem  praesignauerit, 
ab  ipso  docta  quae  famulas  Dci  iuibi  Domino  militantes  gubernare  ac  regere  possit,  nuUusque  successo- 
rum  noslrorum  hanc  nostrae  auctoritatis  cartam  potestatem  habcat  uiolare,  ut  ipsas  ob  hoc  melius  pro 
uobis  et  praelibato  genitore  nostro  aliisque  parentibus  nostris  exorare  delectet.  Et  ut  praesens  auctoritatis 
nostrae  praeceptum  nulla  unquam  mutabilitate  uioietur  seu  uiolari  conetur,  manu  propria  illud  firmauimus 
anuloque  nostro  assignari  praecepimus. 

Signum  domni  Arnolß  (L.  M.)  Serenissimi  regis. 

Signum  domni  Hludouuici  (L.  M.)  Serenissimi  regis, 

Aimustus  notarius  ad  uicem  Rotmari  archicapeUani  recognoui  et  (L.  S.  R.) 

Data  III.   Nonarum  Noucmbrium   die,  Anno  Incarnationis  Domini  DCCCXCII.  Indictionum  X.nw   Anno 
regni  Arnolfi  regis  V.  Actum  Franchonofurt  in  Dei  Nomine  feliciter  AmeN. 

Zwei  aufgedruckte  Siegel,  ein  grösseres  über,  ein  kleineres  unter  der  Datumsrormel ,  sind  beide  verloren  gegangen,  und 
nur  die  Spuren  davon  noch  vorhanden. 

XLV. 

In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.    ARNOLFVS  diuina  prouidente   dementia  Imperator  augu- 

stus.     Episcopis,  abbatibus,   comitibus,  uicariis,   omnibusque   in  sublimitate   positis   et  natu   maioribus  in 

Saxoniac  partibus  constitutis,  In  Christo  saluatore  pacem  et  utriusque  uitae  felicitatem  cum  salute  perenni. 

.  Notum  itaque  generalitati  vestre  fieri  uolumus,  quia  serenitatis  nostr^  auribus  innotuit,   quod  sint  inter  uos 

ßflAAlf^^^      qui  militiam  coenobii  quod  uocatur  noua  Corbeia,  id  est  vassallos  eiusdem  abbatis  plus  iusto  in  hostcm 

^]  Am4^^    ^^^  compellant,  cum  hoc  auctoritate  diuorum  antecessorum  nostrorum  ipsi  loco  suisque  concessum  atqiic 

'  *     ^  '         indultum  clara  luce  dinoscatur.     Quod  et  nos  morem  sequentes  priorum,   non  minori  deuolionis  soUertia 

eidem  sacrosancto  loco  et  rectoribus  eins  cum  omnibus  regimini  illorum  subactis,  Domino  propitiante,  fine- 

tenus  confirmare  studemus.     Quapropter  uniuersitati  uestrae  expresse  mandamus  et  modis  omnibus  prorsus 

interdicimus,  ne  quisquam  ex  uobis  ipsos  milites  quoquo  modo  iniqua  districtione  seu  in  expeditionem  aut 

uUam  exactionem  huiusmodi  uiolcnter  reddere  aut  facere  coartari  praesumat,  sed  liceat  praefati  monasterii 

abbati  securc  cum  omnibus  curao  illius  subiugatis  degere,   et  sicut  ab  antecessoribus  nostris  sibi  suisque 

interius  exteriusque  concessum  scriptoque  roboratam  constat,  sine  alicuius  maioris  minorisue  ordinis  personae 

offendiculo  frui  perpetimque  potiri  in  gloriam  et  laudem  Dei. 

Von  dem  aufgedruckten  Siegel  ist  nur  ein  Bruchstück  übrig,  auf  welchem   das  Brustbild   des  'Kaisers  noch   tu   sehen, 
und  zwar  von  den  früheren  Siegeln  verschieden. 

XLVI. 

v>*  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Chuonradus  diuina  largiente  dementia  rex.  Conuenit 
nostrae  regali  celsitudini  ut  petitiones  fidelium  nostrorum,  has  precipue  quas  pro  ecclesiarum  sibi  commis- 
sarum  uiilitatibus  suggerunt,  ad  cfFectum  perducamus,  ||  quoniam  hoc  et  ad  presentem  uitam  prospere 
peragenüam ,  et  ad  futuram  beatitudinem  promerendam  profuturum  liquide  credimus.    Unde  nouerit  omnium 


{jibbi/itl  (^ 


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913  —  922.  44 

fidclium  Dostrorum  tarn  praesentis  quam  futuri  temporis  iodustria,  quod  uenientes  ad  monasterium  sancto- 
rum  martyrum  Stephan!  atque  Viti  noua  Corbeia  nuncupatum,  rogante  eiusdem  coenobii  venerabili  abbate 
Buobone  vna'cum  fratribas  sibi  commissis,  omnes  concessiones  quas  prionim  regum  temporibus  habuerunt, 
firmiter  eidem  loco  concessimus.  Praecipue  vi  potestatem  habeant  inter  se  cum  necessitas  uenerit  abba- 
tem  eligendi.  Et  ut  a  nullo  episcopo  de  dominicalibus  mansis  eiusdem  monasterii  decimae  exigantur,  neque 
a  comite  uel  ex  qualibet  iudiciaria  potestate  coloni  eonim  et  liti  ad  iusticiam  faciendam  aliquo  banno  con- 
stringantur,  sed  coram  aduocatis  eiusdem  loci  iusticiam  facere  cogaotur,  sicut  anteriorum  Francorum  regum 
temporibus  praefato  monasterio  concessum  fuisse  cunctis  fidelibus  nostris  liquido  patet.  Et  ut  haec  aucto- 
ritas  nostrae  largitionis  firmiter  habeatur  atque  per  futura  tempora  a  fidelibus  nostris  verius  credatur, 
nostra  propria  manu  subter  eam  firmauimus,  atque  anulli  {sie)  nostri  impressione  signari  iussimus. 

Signum  (L.  M.)  dofnni  Chuonradi  Serenissimi  regis. 

Salomon  cancellarius  ad  uicem  Piligrimi  archicapellani  recognoui  et  (L.  S.  R.) 

Data  in.  Non.  Feb.  anno  ab  incamatione  domini  DGCCC.XIII.  Regni  autem  domni  Chuonradi  Serenis- 
simi regis  anno  II.    Actum  in  ipso  monasterio  Corbeia  in  Dei  nomine  feliciter.    Amen. 

Das  aufgedruckte  kleioe  kreisförmige  Siegel  seigt  das  seitwärts  sehende  Brustbild  des  Königs,  mit  der  köuiglichen  Stirn- 
binde, einer  Fahne  und  Schild,  und  mit  der  Umschrift:  Chuonradus  Rex;  doch  ist  der  grösste  Theil  des  Randes 
nebst  einem  kleinen  Theile  des  Bildes  und  der  Schrift  ferloren  gegangen. 

XLVII. 

^»  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  diuina  fauente  dementia  rex.  Conuenit  nostrae 
regali  celsitudinL  ut  petitiones  fideUum  nostrorum,  has  praecipue  quas  pro  aecciesiarum  ||  sibi  commissa- 
rum  utilitatibus  suggerunt,  ad  effectum  perducamus,  quoniam  hoc  et  ad  praesentem  uitam  prospere  per- 
agendam,  et  ad  futuram  beatitudinem  promerendam  profuturum  liquido  credimus.  Unde  nouerit  omnium 
fidelium  nostrorum  tam  praesentis  quam  futuri  temporis  industria,  c[uod  rogatu  coniugis  nostrae  donuiae 
reginae  Mahthildis,  vna  cum  prole  et  equiuoco  nostro,  nee  non  episcopi  Adaluuarti,  qui  legatus  fuit  ad 
nos  missus  ab  abbate  uenerabili  Folcmaro  fratribusque  Christo  in  noua  Corbeia  militantibus,  et  sanctis 
martiribus  nostris  aduocatis  et  intercessoribus  Stephane  atque  Vito  fideUter  seruientibus,  omnes  concessio- 
nes quas  priorum  regum  temporibus  habuerunt,  firmiter  eidem  loco,  id  est  praedicto  abbati  et  fratribus 
concessimus.  Praecipue  ut  potestatem  habeant  inter  se  cum  necessitas  uenerit  abbatem  eligendi.  Et  ut 
a  nullo  episcopo  de  dominicalibus  mansis  eiusdem  monasterii  decimae  exigantur,  neque  a  comite  uel  ex 
qualibet  iudiciaria  potestate  coloni  eorum  et  liti  ad  iusticiam  faciendam  aliquo  banno  constringantur,  sed 
coram  aduocatis  eiusdem  loci  iusticiam  facere  cogantur,  sicut  anteriorum  Francorum  regum  temporibus 
praefato  monasterio  concessum  fuisse  cunctis  fidelibus  nostris  liquido  patet.  Et  ut  haec  auctoritas  nostrae 
largitionis  firmiter  habeatur  atque  per  futura  tempora  a  fidelibus  nostris  uerius  credatur,  et  ne  deinceps 
hinc  aliqua  dubietas  fiat,  nostra  propria  manu  subter  eam  firmauimus,  et  anuli  nostri  impressione  signari 
iussimus. 

Signum  domni  Heinrici  (L.  M.)  Serenissimi  regis, 

Simon  notarius  ad  uicem  Herigeri  archicappeUani  recognoui  et  (L.  S.  R.) 

Data  X.  Kai.  Maii  anno  incarnationis  domini  DCCCCXX.II.  Indictione  X.    Anno  autem  regni  gloriosis- 
simi  regis  Heinrici  III.    Actum  in  uilla  quae  dicitur  Quitilingaburg  in  Dei  nomine  feliciter  amen. 

Das  aufgedruckte  Siegel  wird  bei  der  gleich  folgenden  Urkunde  beschrieben. 
Cod.  dipL  hi.t.  W..tf,l.  6  Digitized  by  GoOglc 


42  93T  — 935. 

XLVIII. 

^*  In  noraine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  diuina  fauente  dementia  rex.  Omnium  naniquc 
fidelium  nostrorum  petitionibus  serenitatis  nostrae  aurem  accommodare  oportet»  maximo  tarnen  eonim,  qui  de 
sacris  ||  mentionem  faciunt  coenobiis  obtemperare  decreuimus.  Nam  nostris  crebrescentibus  peccatis,  mul- 
timodas  paganorum  castigationes,  quibus  Christicolas  afflixerant,  sentimus.  Inter  quas  etiam  Mahthildam 
dilectam  coniugcm  nostram,  una  cum  Bodarbrunnensis  aecciesiae  episcopo  uidelicet  Unuuano,  seu  et  cete- 
ris  fidclibus  nostris,  de  sanctis  Heriuurdensis  monasterii  monialibus  interpellantem  cognouimus,  quatenus 
illarum  praecepta  regia,  quae  ab  ethnicorum  infcstatione  exusta  sunt,  renouari  praeciperemus.  Quaproptcr 
nouerit  omnium  fidelium  nostrorum  industria,  quia  miseratione  earum  repleti,  ob  amorem  Dei  sanctorum- 
que  eins,  petitionibus  eorum  assensum  praebentes,  prout  ea  ab  antecessoribus  nostris  habere  uidebantur, 
nostrae  auctoritatis  renouatione  praenotare  iussimus,  ea  scilicet  ratione,  ut  quicquid  inuestilura  supradicti 
loci,  siue  de  regum  uel  cuiuslibet  personae  traditione  appareat,  nullo  iniustae  contradictionis  impedimento, 
aeternaliter  ad  eiusdem  congregationis  nutrimina  perseueret,  quatenus  absque  alicuius  secularis  uexationis 
conflicto,  sub  nostrae  tuitionis  munimine,  dignas  ac  Deo  placitas  persoluere  studeant  laudes,  nostrasque 
nostrorumque  antecessorum  quam  et  successorum  frequentent  orationes.  Quorundam  autem  locorum  uo- 
cabula,  quae  quidam  falsitatis  fraude  abstrahere  conantur,  huic  conscripto  subnectere  praecepimus.  An- 
geresgouue.  Uuinesuualde.  Oueranberh.  Liuduuinesdorp.  et  Hunbech  secus  fluuium  Sigina.  Haec  omnia 
cum  reliquis  cunctis  possessionibus,  tam  in  agris  cultis  et  incultis,  quam  et  in  omnibus  appenditiis  ad 
praefatum  locum  respicientibus,  firma  stabilique  statione  in  iam  dictae  familiae  potestate  perenni  tempore 
consistant.  Et  ut  hoc  nostrae  confirmationis  praeceptum  firmum  stabileque  permaneat,  manu  nostra  sub- 
tus  illud  firmauimus,  anuloque  nostro  sigillari  praecepimus. 

Signum  domni  Heinrici  (L.  M.)  Serenissimi  regis. 

Simon  notarius  ad  uicem  Herigeri  archicappellani  recognoui  et  (L.  S.  R.) 

Data  XV.  Kai.  APR.  Anno  incamationis  Domini  DCCCCXXVII.  Indictionum  XV.o   Anno  uero  regni  glo- 
riosissimi  Heinrici  regis  YII.^  Actum  Astnid  in  Dei  nomine  feliciter  Amen. 

Das  aufgedruckte  kleioe  kreisförmige  Siegel  zeigt  das  rechts  sehende  Brustbild  des  Königs  mit  der  königlichen  Stirnbindey 
eine  Lanse  in  der  rechten,  einen  Schild  in  der  linken  Hand  haltend;  mit  der  Umschrift:   Heinricus  Rez« 

XLIX. 

v>f.  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  diuina  fauente  dementia  rex.  Nouerint  fideles 
nostri  presentes  scilicet  et  fiituri,  qualiter  nos  Heinrici  aequiuoci  ac  dilecti  filii  nostri,  et  Hadeuui  filiae 
nostrae  rogatu,  concessimus  firatribus  in  loco  ||  qui  uocatur  Paderbrunno  Deo  famulantibus,  ut  in  eligendis 
episcopis  inter  se  propria  electione  iuxta  pristinum  morem  fruantur,  si  talem  inter  se  moribus  scientiaque 
probatum  inuenerint,  qui  eidem  officio  aptus  dignusque,  quantum  himaana  ad  hoc  competit  fragilitas,  di- 
noscatur,  eorundem  ergo  petitione  nostrae  auctoritatis  praeceptum  eidem  sancto  loco  fieri  decreuimus, 
quatenus  sub  quali  defensione  antecessorum  nostrorum  fuit,  Ita  deinceps  sub  nostra  tuitione  et  immunita- 
tis  derensione  cum  omnibus  ad  se  iuste  et  legaliter  pertinentibus  permaneant.    Praecipientes  *  *  * »)  uerius 


^)  Die  Charte  hat  durch  Feuchtigkeit  so  gelitten,  dass  in  der  Blitte,  durch  die  ganse  Breite  derselben,  ein  Stück  herausgeris- 
sen und  verloren  gegangen  ist,  so  dass  einige  Zeilen  fehlen.  Aus  den  wenigen  Ueberresten  derselben  ist,  in  Vergleichung 
mit  früheren  Urkunden,  i.  B.  Ludwigs  des  Frommen  von  822  und  Karls  des  Dicken  von  887,  lu  schlie.Men,  dass  die  aus- 
gefallene Stelle  die  Befreiung  ?on  der  Jurisdiction  weltlicher  Richter,  und  den  Anfang  der  Beglaubigungsforrocl,  beide 
jedoch  im  Ausdrucke  ?on  den  Formeln  jener  Urkunden  etwas  abweichend,  enthielt. 


-Digitized  by 


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935  —  986.  43 

credatur  et  diligentius  obseraetur,  mana  propria  nostra  subter  notando  firmauimus  et  anuli  nostri  impres- 
sione  eas  siguari  iussimus. 

Signum  domni  Heinrici  (L.  M.)  inuictissimi  regis. 

Poppo  canceUarius  ad  uicem  SiUeperti  archicapellani  recognoui  et  (L.  S.  R.) 

Data  VII.  Idus  Mali.  Anno  dominicae   incarnationis  DCCCC.XXX.V.    Indictione  YDI.    Anno  autem  Hein- 
rici regis  XVI.    Actum  in  Araeite  in  Dei  nomine  feliciter  amen. 

Das  aufgedruckte  Siegel  ist  forlier  beschrieben« 
XP.  I^- 

v>'.  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  diuina  ^fauente  dementia  rex:  Si  loca  ad  Dei 
seruitium  mancipata  in  aliquibus  ||  fulcimus  beneficiis,  hoc  profecto  ad  augmentum  aeternae  speramus  esse 
remunerationis.  Idcirco  nouerint  omnes  fideles  nostri  praesentes  scilicet  et  futuri,  qualiter  nos  interuentu 
Mahtildae  dilectae  coniugis  nostrae,  sanctis  monialibus  feminis  in  loco  Heriuurt  nominato  Deo  famulantibus 
concessimus,  ut  in  eligendis  abbatissis  propria  electione  fruantur.  Proinde  hoc  nostrae  auctoritatis  prae- 
ceptum  eis  inde  conscribi  iussimus ,  per  quod  praecipimus,  quatinus  ita  ut  praediximus  permaneat,  et  ut 
hoc  verius  credatur,  manu  nostra  illud  firmauimus  et  anulo  nostro  sigillari  iussimus. 

Signum  domni  Heinrici  (L.  M.)  inuictissimi  regis. 

Poppo  notarius  ad  uicem  HiUiberti  recognoui  et  (L  S.  R.) 

Data  im.  Idus  Octobr.  Anno  dominicae  incarnationis  DCCCCXXXV.    Indictione  IIII.  Anno  regni  Hein- 
rici regis  XVI.  Actum  in  Altsteti  amen. 

Das  Siegel  ist  ▼erloren  gegangen. 

v>.  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Otto  diuina  largiente  dementia  rex.  Conuenit  nostrae 
regali  celsitudini,  ut  petitiones  fidelium  nostrorum,  has  precipue  quas  pro  ecclesiarum  sibi  commissarum 
utilitatibus  ||  suggerunt*)  .  .  .  credimus.  Ünde  nouerit  omnium  fidelium  nostrorum  industria,  quia 
adiens  excellentiam  culminis  nostri  Folcmarus  uenerabilis  abbas  nouae  Corbeiae,  rogauit  ut  eidem  mona- 
sterio  talem  concederemus  Ubertatem,  qualem  ab  antecessoribus  nostris  Francorum  regibus  accepisse  di- 
noscitur.  Cuius  petitioni  assensum  prebentes,  interuentu  coniugis  nostrae  reginae  Eadiht  simulque  filii  no*. 
stri  Liudulfi,  in  supradicto  mouasterio  fratribus  Deo  seruientibus  eiusque  martyribus  Stephane  atque 
Vito,  omnes  concessiones  quas  anteriorum  regum  temporibus  habuerunt  concessimus.  Praecipue  ut  pote- 
statem  habeant    .    .    .**)  iussimus. 

Signum  domni  Ottonis  (L.  M.)  Serenissimi  regis. 

Adaldag  notarius  ad  uicem  Hildibertti  archicapellani  recognoui  et  (L.  S.  R.) 

Data  XVI.  Kai.  Nouembris.    Anno  incarnationis  domini  DCCCCXXXVI.  Indictione  VIIIL    Anno  autem 
Serenissimi  regis  Ottonis  I.  Actum  apud  Uuerla  in  Dei  nomine  feliciter  Amen. 

Das  aufgedruckte  kreisförmige  mit  einem  dicken  Rande  Tersebene  Siegel  seigt  das  seitwärts  sebende  Brustbild  des  Königs 
mit  der  königlicben  Stirnbinde,  mit  Lanse  und  Schild,  und  mit  der  Umscbrift:  Oddo.  DT.  Gra.  Rex. 


*)  AUes  ausgelassene  wie  in  der  Urkunde  Heinrichs  L  vom  J.  932. 
**)  Die  einiige  Abweichung  ist:  nostrae  largitionis  aactoritas,  und  manu  propria  nostra. 


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44  »«0  —  946. 

xp  LH. 

v>.  In  nomine  sanctae  et  indiulduae  Trinitatis.  Otto  diuina  faaente  dementia  rex.  Nouerit  omnium  fide- 
lium  nostrorum  ||  presentium  scilicet  et  futurorum  industria,  qualiter  nos,  Edgide  dilecta  coniuge  nostra  et 
Tutone  Bodarbrunnensis  aecciesiae  episcopo  intercedentibus,  de  sanctis  monialibus  Heriuurdensis  coenobii, 
quatenus  iHorum  praecepta  regia,  quae  a  paganorum  infestatione  exusta  sunt,  renouare  preciperemus,  ob 
Dei  amorem  ipsonimque  petitionem,  prout  ea  ab  antecessoribus  nostris  habere  uidebantur,  hoc  nostrae 
auctoritatis  renouatione  iussimus  redintegrari.  Id  est  inprimis  ut  eligere  inter  se  abbatissam  quando  opus 
contigerit  licentiam  habeant.  Et  quicquid  inuestitura  supradicti  loci  siue  monasterii  nunc  temporis  paret, 
siue  de  regum  siue  de  cuiuslibct  persone  dono  vel  traditione,  absque  ullo  iniuste  contradictionis  inpedi- 
mento  perpetualiter  ad  eiusdem  congregationis  nutrimina  perseueret.  Nee  aliquis  iudex  publicus  licentiam 
habeat  in  homines  ad  prefatum  monasterium  pertinentes  uUam  iudiciariam  exercere  potestatem,  sed  omnis 
eorum  res  coram  aduocato  ipsorum  definiatur.  Quam  nostrae  corroborationis  auctoritatem ,  ut  firma  in- 
conuulsaque  permaneat,  manu  propria  firmauimus  et  anulo  nostro  sigillari  iussimus. 

Signum  domni  Ottonis  (L.  M.)  inuicttssimi  regis. 
Poppo  ad  utcem  Frederici  recognoui  et  (L.  S.  R.) 

Data  IUI.  Non.   Apr.  Anno  dominicae  incamationis  DCCCCXL.  Indictione  Xn.  Anno  Ottonis  piissimi 
regis  IUI.  Actum  in  Quitilingoburg  amen. 

Das  aufgedruckte  Siegel  ist  serstört. 

LIII. 

v>.  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Otto  diuina  fauente  dementia  rex.  Nouerit  onmium  fide- 
lium  nostrorum  tarn  presentium  quam  et  futurorum  industria,  qualiter  nos  ||  pro  amore  Dei,  precatui  fra- 
tris  nostri  Brun  diaconi  obtemperantes,  pro  salute  nostra,  in  elemosina  eiusdem  germani  nostri,  usibus 
fratrum  Corbeiensis  monasterii,  in  honore  beatissimorum  Christi  martirum  Stcphani  atque  Yiti  constructi, 
proprietatis  nostrae  Centum  XX.  iugera  cum  XLIII.  curtilibus  locis  in  pago  Hesse  nominato,  in  uilla  Kot- 
mereshusun  dicta,  in  Osterbeun  marca,  in  coroitatu  Allionis,  hoc  liberalilatis  nostrae  precepto  Jure  perenni 
in  proprium  donauimus,  cum  omnibus  quae  infra  eandem  proprietatem  continentur  utilitatibus,  mobilibus 
et  inmobilibus.  Et  ut  haec  nostrae  regalis  munificentiae  concessio,  in  elemosina  ante  dicti  germani  fratris 
nostri,  in  prelibato  loco  Deo  seruientibus  inuiolabilis  perpetualiter  perduret  manu  nostra  subtus  illud  fir- 
mauimus et  anuli  nostri  impressione  corroborari  iussimus. 

Signum  domni  Ottonis  (L.  M.)  Serenissimi  regis. 

Brun  cancellarius  ad  uicem  Fridurici  archicappeUani  recognoui.  (L.  S.  R.) 

Data  X.  Kai.  Jul.  Anno  Incamationis  dommi  nostri  Jhesu  Christi  DCCCCXLII.  Indictione  XIII.    Anno 
domni  Ottonis  inuictissimi  regis  VI.   Actum  Inimileiba.    In  Dei  nomine  Amen. 

Das  aufgedruckte,  gut  erhaltene  Siegel  xeigt  das  Bildniss  des  Königs  in   halber  Figur,  seitwärts  sehend,  gerüstet,   mit 
Schild  und  Fahne,  aber  mit  unbedecktem  Haupte,  mit  der  Umschrift:  f  Otto  Di.  Gra.  Rex. 

LIV. 

v^f«  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Otto  diuina  auxiliante  dementia  rex.  Nouerit  omnium 
fidelium  nostrorum  sagacitas  tam  presentium  quam  etiam  futurorum,  ||  qualiter  nos  per  interuentum  di- 
lecti  germani  nostri  Brunonis  et  uenerabilis  abbatis  Bouonis  ad  monasterium  sanctorum  martirum  Stephani 


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946  —  948.  45 

atque  Yiti  quod  Gorbeia  nominatur,  bannum  super  duas  uillas  Meppian  nominatas,  sitas  iuxta  fluuium  Eipisa 
et  Hase  in  pago  Agrotingon  in  comitatu  Thuringi  comitis,  cum  moneta  et  theloneo,  iure  perenni  in  pro- 
prium concessimus.  Jussimus  quoque  inde  hoc  presens  preceptum  conscribi,  per  quod  uolumus  firmiter- 
que  iubemus,  ut  nullus  iudex  publicus  in  locis  antedictis  ullam  insuper  exerceat  potestatem  iudiciariam, 
nisi  prefati  legitimus  aduocatus  abbatis.  Mercatum  uero  constituant  pubblicum  in  illis  ubicumque  abbati 
placuerit  locis,  pacemque  firmissimam  teneant  aggredientes  et  regredientes  et  ibi  manentes,  eodem  modo 
sicuti  ab  antecessoribus  nostris  regibus  iam  pridem  aliis  publicis  mercatorum  locis  concessum  erat.  Et  ut 
haec  auctoritas  nostra  firma  et  stabilis  permaneat,  manu  nostra  firmauimus  et  auulo  nostro  insigniri  iussimus. 

Signum  domni  (L.  M.)  Ottonis  inuictisstmi  regis, 

Brun  canceliarius  ad  uicem  Fridurici  archicappellani  recognout,  (L.  S.  R.) 

Data  ni.  Kai.  Junii,  anno  dominice  incarnationis  DCCGCXLVI.  indictione  DI.  regnante  pio  rege  Ottone 
anno  X.    Actum  Frosa  in  domino  feliciter  Amen. 

Das  Siegel  ist  ferloren  gegaogen. 

LV. 

Aus  dem  ältesten  Ropialbuche'des  Stifts  Corvey. 

In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Otto  diuina  fauente  dementia  Rex.  Nouerit  omnium  fi- 
delium  nostrorum  tam  presentium  quam  futurorum  industria,  Qualiter  nos,  per  iuteruentum  dilecti  fratris 
nostri  Heinrici  et  ueiierabilis  abbatis  Bouonis,  ad  monasterium  sanctorum  martirum  Stephani  atque  Yiti 
monetum  atque  theloneum  in  loco  Meppia  nominato,  sito  inter  aquas  Emisa  et  Hasa,  in  pago  Agrotingun 
in  comitatu  Duringi  comitis,  Jure  perenni  in  proprium  donauimus,  iussimus  quoque  hoc  praeceptum  inde 
conscribi,  manu  nostra  subtus  signato  et  anuli  nostri  inpressione  roborato. 

Signum  domni  (L.  M.)  Ottonis  Serenissimi  regis. 

Brun  canceliarius  ad  uicem  Fridurici  archicapellani  recognoui. 

Data  III.  Kai.  Januar,  anno  incarnationis  dominicf  DCCCCXLVI.  indictione  m.  anno  autem  domni  Ot- 
tonis X.  Actum  in  Tulaheim. 

Jvj»    In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.    Otto  Dei  gratia  rex.    Quicquid  locis  Deo  dicatis  Hbera- >;^  ^*i  »».«^a»  J 

litatis  regie  contulerimus,  et  ad  presentem  uitam  feliciter  transeundam,    ||    et  ad  aetemam  nobis  profutu-  j^   cjiij  . 

ram  ueraciter  credimus.    Proinde  pro  remedio  animae  domni  genitoris  nostri  Heinrici  regis,  et  in  elemosina   /^///^'^ 

domnae  genitricis  nostrae  Mahthildae  et  nostri  coniugisque  nostrae  Aetigidis,   ceterorumque  nostri  debito- 

rum,  ad  monasterium  in  loco  Angeri  nuncupato,  ab  eadem  domina  matre  nostra  regina  in  honore  sanctae 

Dei  genitricis  semperque  uirginis  Mariae  sanctique  Laurentii  martiris  constructum,  tradidimus  proprietatem 

a  Dioterico  nobis  datam,  quam  idem  eatenus  habuit  in  locis  subnotatis.     In  Selispura  Y.  familias,  et  in        z:^ 

Burae  I.  famil.  et  in  Oete  I.  fam.  et  Lutten  I.  fam.  in  Dulnme  etiam  II.  fam.  et  in  Halahtre  I.  f.  in  Garta 

I.  f.  in  Emphstete  I.  f.  in  Tettenbura  I.  f.  in  Driontbeim  I.  f.  in  pago  Lere,  in  comitatu  Heinrici  comitis, 

in  pago  autem  Hasagovue,   in  comitatu  Liutulfi,   in  Armike  I.  f.   in  Tungheim  I.  f.,  in  pago  Agartinga,  in 

comitatu  Sigibcrti,  in  Yueres  H.  f.  in  Yuestereim  I.  f.  in  Holnidde  I.  f.  in  Anarupe  I.  f.  in  Laasdorpe  L  f. 


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46  948  —  959. 

in  Terseburhc.  in  Aromcre.     In  bis  et  prenominatis  pagis  quicquid  idem  cum  omnibus  adiacentiis  suis. 
Jussimus  quoque  hoc  presens  preceptum  conscribi,  manu  nostra  finnatum,  anuloque  nostro  roboratam. 

Signum  domni  Ottonis  (L  M.)  Serenissimi  regis. 

Brun  cancellarius  ad  uicem  Fridurid  archicapeüani  recognoui,  (L.  S.  R.) 

Data  II.  Idus  Julii,  anno  incarnationis  Domini  DCCCCXLYIU.  Anno  regni  Ottonis  regis  XI.  Indict.  III. 
Actum  in  Throlmannia,  in  Dei  nomine  amen. 

Das  au fged rockte,  hier  aber  nicht  Torxüglich  erhaltene  Siegel,  ist  anderswo  beschrieben. 

LVII. 

Atischrift  nach  dem  sa  Fischberk  aufbewahrten  Originale  mitgetheilt  von  den  Bibliothekar  Moojer  lu  Minden. 

^«  In  nomine  omnipotentis  Dei  et  saluatoris  nostri  Jhesu  Christi.  Otto  diuina  fauente  dementia  rex. 
Notum  sit  Omnibus  fidclibus  uostris  tam  praesentibus  quam  futuris,  Nos  tradidissc  cuidam  ||  uenerandae 
matronae  nomine  Helemburhc  predium  quod  nos  habuimus  in  uilla  quae  dicitur  Viscbike  iure  hereditaiio 
et  in  aliis  locis  quorum  nomina  hie  subter  notata  sunt.  Itaque  eadem  uenerabilis  prescripta  Helmb.  postea 
adiit  nostram  serenitatem,  rogans  quatenus  concederemus  sibi  ut  congregationem  sanctimonialium  liceret 
congregari  in  antedicta  uilla  Viscbike.  Hanc  ipsam  petitionem  concessimus  in  nomine  Domini  nostri  Jhesu 
Christi  et  pro  amore  sanctae  Mariae  onmiumque-  Sanctorum ,  pro  remedioque  animarum  Ricperhti  domini 
sui  et  Richarddi  et  Aelfdehc  filii  sui  nee  non  et  aliorum  suorum  proximorum.  Haup  etiam  Ulis  concedimus 
potestatem,  ut  habeant  seu  inter  se  siue  aliunde  abbatissam  cligendi  liberam  ac  propriam  facultatem,  et 
ut  nulli  seculari  dominio  sint  subiectae,  excepto  nostro,  qui  earum  aduocatus  ac  defensor  Deo  annuente 
esse  uolumus.  Precipientes  etiam  iubemus,  ut  nullus  iudex  publicus  neque  quislibet  ex  iudiciaria  potestate 
homines  predictae  aecclesiac  liberos  seu  Colones,  litos  aut  seruos,  in  aliquo  negocio  iniuste  distringere 
presumat,  nisi  tan  tum  aduocatus  loci  illius.  Haec  sunt  predia  quae  pertinent  ad  supra  dictam  aecclesiam 
Viscbike.  In  illo  loco  sex  mansi  pleni.  Insuper  etiam  in  bis  locis  ita  nominatis.  Vuendredesa  I.  Vuigbaldes- 
husun  IUI.  mansi.  Benneshusun  I.  mansus.  Haddeshusun  I.  mansus.  Tiadanhusun  I.  mansus.  Hainanhusun 
II.  mansi.  Et  in  aliis  locis  ad  ministerium  aecclesiae  Viscbiki  XXVllII.  mansi  in  pago  Tilithi  in  comitatu 
Herimanni  comitis,  iterumque  in  pago  Mersten  in  comitatu  eiusdcm  comitis  VIII.  mansi,  et  in  pago  Laginga 
VI.  mansi  in  comitatu  Dodican,  et  in  pago  Vuestfala  in  comitatu  Heinrici  comitis  X.  et  VIII.  mansi,  et  in 
comitatu  Hroduuerkes  VI.  mansi,  et  in  uilla  quae  uocatur  Hramnesberg  II.  mansi,  in  Flahtthorpe  I.  mansus, 
in  Anion  IIII.  mansi,  et  in  comitatu  Vuirinhardi  curtem  nomine  Thuliberch  V.  mansi. 

Signum  doinni  Ottonis  (L.  M.)  Serenissimi  regis. 

Liutulfus  notarius  ad  uicem  Brunonis  archicappellani  recognouit.  (L.  S.  R.) 

Data  IIII.  Idus  Januaiii,  aimo  dominicae  incarnationis  DCCCC.L.IIII.  Indictione  VII.  Regnante  pio  rege 
Ottone  anno  XX.  Actum  Brugkihem  feliciter  in  Domino. 

Das  aufgedruckte  Siegel  Ist  aur  Hälfte  abgefallen. 

LVIII. 

v>f.    In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.    Otto Nouerint  omnes  fideles  nostrj  presentes 

sciiicet  ac  futuri,  ||  qualiter  nos  per  interuentum  ADAtBERTI  episcopi  nostrique  fidelissinu  .  .  .  HARDI, 
cuidam  fideli  nostro  RETOLT  dicto  quasdam  nostri  iuris  tes  in  pago  Hessi,  in  comitatu  comitis  qui  dicitur 
BERN,  in  loco  Uuestnetri  nuncupato,  quicquid  ibidem  BRUNINC  comes  filiusque  eius  AMALUNC  in  benefi- 
cium  habere  uisi  sunt,  nee  non  et  omne  quicquid  Ulis  in  temporibus  ad  nostram  regalem  potestatem  ibi 


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959  — 9T3.  47 

pertinuit,  cum  curtibus,  Mancipiis,  Edificiis,  Pratis,  Pascuis,  Siluis,  Aquis  Aquarumque  decursibus,  Agris 
cultis  et  incultis,  Molendinis,  PiscatioDibos,  Mobilibus  et  inmobilibus,  Uiis  et  inuiis,  ....  Quesitis  et  inqui- 
rendis,  omnibusque  iare  legitimeque  ad  predictum  locum  pertinentibus,  in  proprietatem  .  .  .  .  Ea  scilicet 

ratione,   quatinus  praescriptus perpetualiter  habeat  potestatem  tenendi,  tradendi Et  ut 

hoc  Dostrae  largitionis cartam  scribi  anulique  nostri 

Liutholf  cancellaritis  ad  nicem  Brunonis  archicancellarii  recognouit  et  subscripsiL  (L.  S.  R.) 
Signum  domni  Ottonis 

Data  XVI.  Kai.  DECEMBRIS.  Anno  dominicae  incarnationis  D  .  .  .  .  Anno  OTTONIS  Serenissimi  regis 
regni  XXIIII.  Actum  in  loco  Dornpurc  feliciter  AMEN. 

Die  Charte  ist  sehr  ▼erdorben,  das  Siegel  aber  noch  follkommeo  gut  erhaltea  aad  wie  bereits  beschrieben« 

LIX. 

v^*  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Otto  diuina  fauente  dementia  Imperator  augustus.  Nouerit 
omnium  fidelium  nostrorum  tarn  praesentium  quam  futurorum  ||  industria,  qualiter  nos  sub  optentu  per* 
petue  remunerationis  et  pro  statu  imperii  nostri  quoddam  nostrae  proprietätis  predium  in  comitatu  fidelis 
nostri  Osdagi  et  in  pago  Nordagoe  et  in  loco  uidelicet  subnotato  situm,  ad  monasterium  sanctae  Mariae 
uirginis,  quod  nostra  genitrix  uidelicet  Mahthildis  regina  in  loco  qui  dicitur  Angeri  ob  memoriam  domini 
Heinrici  regis  scilicet  et  patris  nostri  construxit,  ad  augendum  et  corroborendum  donauimus,  curtem  uide- 
licet que  nominatur  ....*)  cum  omnibus  appendiciis  suis,  mancipüs  utriusque  sexus,  aedificiis,  terris  cultis 
et  incultis,  quesitis  et  inquirendis,  uiis  et  inuiis,  pratis,  pascuis,  aquis  aquarumque  decursibus,  exitibus  et 
reditibus,   molendinis,   mobilibus  scilicet  et  inmobilibus,  uel  quicquid  utilitatis  exinde  haben  potuerit,  ad 

constr ad  utilitatem  famulorum  inibi  Deo  sanctaque  Maria  uirgine  seruientium,  prouisor  monasterii  et 

congregationis  sine  uUius  contradictione  teneat  etpossideat,  et  quatnor  mansus,  quas  domina  nostra  uidelicet 
Mahthildis  regina  cum  nostra  conibentia  cum  curtibus,  locis  omnibusque  appendiciis  suis  scilicet  aedificiis, 
mancipiis  utriusque  sexus,  duas  in  Drodminne  sitas,  III.  in  Uuinide,  Uli.  in  Lenglere,  ad  predictum  mona- 
sterium donauit,  sub  ipso  imperii  tcnore  uolentes  ut  per  futura  sfcula  sine  uUius  contradictione  perma- 
neant.  Et  ut  hec  nostrae  imperialis  auctoritas  firmiorem  obtineat  uigorem  et  a  cunctis  sanctae  Dei  aeccle- 
siae  fidelibus  nostris  melius  credatur  et  diligentius  conseruetur,  hanc  cartam  conscribi  et  anuli  nostri  im- 
pressione  signari  iussimus,  quam  et  propria  manu  subtus  firmauimus. 

Signum  domini  Ottonis  (L.  M.)  magni  et  inuictissimi  Imperatoris  augusti. 
Liudolfus  notarius  ad  uicem  UuilUhelmi  archicappellani  recognoui. 

Data  XVI.  Kai.  Aug.  anno  dominice  incarnationis  DGCCCLXVI.  Indictione  Villi,  anno  uero  regni  Sere- 
nissimi regis  Ottonis Actum feliciter  Amen. 

Das  aufgedruckte  grosse  und  wohlerhaltene  Siegel  zeigt  das  vorwärts  sehende  Bildniss  des  Kaisers,  mit  einem  Mantel 
bekleidet,  mit  dem  Feldherrnstab  und  Reichsapfel,  den  Kopf  mit  einem  Helme  bedeckt;  darüber  im  Halbkreise: 
-)~  Otto  Imp.  Aug.  — •  Die  Charte  ist  sehr  beschädigt. 

LX. 

v>f*  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Otto  diuina  fauente  dementia  Imperator  augustus.  Nouerit 
omnium  fidelium  nostrorum  praesentium  scilicet  ac  futurorum  industria:   ||   Qualiter  quaedam  venerabilis 


*)   Die  Stelle,  wo  der  Name  gestanden  hat,- ist  ganz  serstört;  die  äussere  Aufschrift  der  Urkunde  aber  heisst:  De  curte  6e« 
uerse  pertinente  ad  Angaron. 


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48  9t3-974. 

abbaUssa  Hefordensi  (sie)  monasterii  nomine  Imma,  nobis  scripta  Hluthuuuici  regis,  de  quodam  mercato 
cum  Omnibus  inde  exigendi  usibus,  id  est  moneta,  teloneo,  vel  quicquid  ad  publicum  uidetur  pertinere 
mercatum,  in  loco  Adonhusa  nominato,  afferens,  nostramque  dilectam  coniugem  nomine  ADELHEID  AM» 
haec  eadcm  scripta  nos  nostri  praecepto  eius  interuentu  praefato  monasterio  renouari  precabatur.  Nos 
uero  pro  animae  nostrae  remedio  et  aetema  remuneratione,  more  antecessorum  nostrorum  regum  uel 
imperatorum  facientes,  eiusque  intcrcessioni  consentientes,  memoratae  aecclesiae  Herofordensi  eiusque 
abbatissae  Imma  praedictae  per  futura  succedentium  tempora,  in  loco  supdtius  nominato,  potestatem 
non  solum  mercationis  constituendum,  sed  etiam  ad  ius  eiusdem  praelibatae  abbatissae  banno  nostro 
imperiali  exigendum,  pacemque  omnibus  (juaerentibus.  mercatum  ac  redeuntibus  facieudum  concessimus. 
Et  ut  haec  nostrae  auctoritatis  praeceptum  cunctae  sanctae  Dei  aecclesiae  filiis  nostrisque  perpetuo  verius 
credatur  fidelibus,  ac  firmum  stabileque  permaneat,  manu  nostra  subtus  propria  firmauimus,  anulique  nostri 
impressione  cousigillari  iussimus. 

Signum  domni  Ottonis  (L.  M.)  Serenissimi  Impr,  Aug. 

VuilUgisus  canceüarius  ad  uicem  Rotberti  archicapeUani  recognoui. 

Data  y.  ID.  APR.  Anno  incarnationis  Domini  DCCCC.LXX.IIII.  Indictione  11.  Anno  regni  domni  Ottonis 
XXXnn.  Imperii  eius  XIII.  Actum  Vualbech. 


Das  Siegel  ist  verloren  gegaogco. 

LXI. 

Ex  vetere  manoacripto ,  in  Struockii  not.  crit.  mscpt.  ad  Schatenii  annale«. 

In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Otto  diuina  fauente  dementia  Imperator  augustus.  Nouerit 
omnium  fidelium  nostrorum  tarn  praesentium  quam  et  futurorum  industria,  qualiter  Folcmarus  Patherbur- 
nensis  ecclesiae  uenerabilis  episcopus,  et  Emma  Schildecensis  ecciesiae  uenerabilis  abbatissa^  nostram 
rogauere  serenitatem,  ut  illis  concederemus  concambium  quoddam  in  locis  sibi  commodis  facere.  Nos  uero 
quia  pie  rogabant,  dignum  duximus  uoluntati  illorum  consentire.  Praedicta  uero  abbatissa  quoddam  prae- 
dium  in  comitatu  Regenuuerchi  comitis  et  in  pago  Nieherseo  et  in  uilla  Sarramanninhusen,  cum  omnibus 
appendiciis  suis,  mancipiis  utriusque  sexus,  terris  cultis  et  incultis,  pratis,  siluis,  aquis  aquarumque  dccur- 
sibus,  quesitis  et  inquirendis,  exitibus  et  reditibus,  ad  haec  sex  equas,  praelibato  episcopo  et  suae  eccle- 
siae per  manum  aduocati  sui  Lutberti  in  perpetuam  proprietatem  donauit  et  concessit.  E  contra  autem 
episcopus  similiter  per  manum  aduocati  sui  Thiderici  abbatissae  et  suae  ecclesiae  concessit  quantum  deci 
mationis  habuisset  in  suo  episcopatu,  uidelicet  in  octo  uillis  huiuscemodi  nuncupatis,  Schildece,  Alden 
Schildece,  Burigbike,  Pauenhusen,  Lutbrecteshusen ,  Selihusen,  Edishusen,  Gerinctorp,  et  omnia  quae  ad 
curtes  eiusdem  abbatissae  et  earum  sanctimonialium  pertingere  uidentur,  ad  suum  dominium  et  suae  eccle- 
siae in  perpetuam  proprietatem  donauit,  concessit  et  largitur,  et  eo  tenore,  ut  liberam  inde  habeat  pote- 
statem dandi,  uendendi,  commutandi,  uel  quicquid  sibi  libuerit  faciendi.  Et  ut  hoc  a  sanctae  Dei  ecclesiae 
fidelibus  nostrisque  melius  credatur,  praesens  praeceptum  conscribi  iussimus  anulique  nostri  impressione 
sigillari,  manuque  propria  subtus  firmauimus. 

Signum  domni  Ottonis  Imperatoris  augusti. 

Vuillegisus  canceUarius  ad  uicem  Rotbeiii  archicapeUani  notaui. 

Data  XIII.  Kai.  Maii,   anno  dominicae  incarnationis  DCGCCLXXIIII.  Indictione  II.  anno  uero  domni 
Ottonis  Regni  XIII.  Imperii  VI.  Actum  Quidelingeburg. 

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974.  49 

LXIl. 

Aos  dem  ältesten  Corve^schen  Kopialbucbe. 

v>««  In  Nomine  sanctae  et  indiaiduae  Trinitatk  Otto  diuina  fauente  dementia  Imperator  Augustus.  Con- 
uenit  nostrae  imperiali  celsitudini,  ut  petitiones  fidelium  nostrorum,  has  praecipiie  quas  pro  ecclesiarum 
8ibi  commissarum  utilitatibus  suggerunt,  ad  effectum  perduöamus,  quando  hoc  ad  praesentem  uitam  pro- 
spere  peragendam  et  ad  futuram  beatitudinem  promerendam  profuturum  liquido  credimus.  Vnde  Douerit 
omnium  fidelium  nostrorum  industria,  quia  adiens  excellentiam  nostri  culminis  Liadulfus  abbas  uenerabilis 
nouae  Corbeyae  rogauit  ut  eidem  monasterio  concederemus  talem  libertatem,  qualem  a  patre  nostro 
coimperatore  augusto  ceterisquö  antecessoribus  nostris  regibus  uel  imperatoribus  accepisse  dinoscitur.  Cuius 
petitioni  assensum  prebentes,  interuentu  matris  nostrae  Adalheide,  in  supradicto  monasterio  fratribus  Deo  seruien- 
tibus  eiusque  martiribus  Stephano  atque  Vito,  omnes  concessiones  quae  anteriorum  regum  uel  imperatorum 
temporibus  habuerunt,  concessimus  nostraque  auctoritate  renouauimus,  praecipue  ut  potestatem  habeant  inter 
se  cum  necessitas  uenerit  abbatem  eligendi,  et  ut  a  nullo  episcopo  de  dominicalibus  mansis  eiusdem  monasterii 
decimae  exigantur,  neque  a  comitibus  ex  qualibet  iudiciaria  potestate  coloni  eorum  et  liti  ad  iusticiam  facien-  ::^ 
dam  aliquo  banno  constringantur,  Sed  coram  adüocatis  eiusdem  monasterii  iusticiam  facere  cogantur,  sicut 
anteriorum  regum  uel  imperatorum  temporibus  prefato  loco  concessum  fuisse  cunctis  fidelibus  nostris  liquido 
patet.  Et  ut  haec  nostrae  renouationis  ac  firmationis  auctoritas  firmier  stabiliorque  cunctis  perpetim  credatur, 
hanc  cartam  inde  scribi  manuque  propria  nostra  subtus  roboratam  anuli  nostri  impressione  iussimus  insigniri. 

Signum  domni  Otlonis  inuictissimi  Imperatoris  augusti,  (M.) 
Vuilligisus  cancellarius  uice  Ropbertt  arcfucappellani  sitbscripsi. 

Data  V.  Kai.  Junii  anno  dominice  Incarnationis  DCCCCLXXIIIF.  Indict  X.  anno  regni  domni  Ottonis 
Xin.  Imperii  autem  V.  Actum  Altera  in  Dei  nomine  feliciter  Amen. 

LXIII. 

Aus  dem  Fürstlich  Salm-Horstmar'scheii  Archive. 

Borcliardus  Dei  gratia  Sancte  Magdeburgensis  Ecclesie  Archiepiscopus.  Vniuersis  ad  quos  presens 
scriptum  peruenire  contingerit,  Salutem  in  Domino  sempiternam.  Ex  relatione  fideli  quorundam  nobis 
iiinotuit,  quod  quidam  Episcopi  ac  alii,  forsan  propter  errorem  ignorancie,  ^e  de  luribus  ac  pertinentiis 
cuiusdam  cenobii  dicti  Bruchurst,  Monasteriensis  dyocesis,  ad  se  tamen  minime  spectantibus,  intromittunt, 
in  nostram  et  Ecclesie  nostre,  ad  quam  dicta  iura  et  perlinentie  spectare  noscuntur,  iniuriam  et  iacturam. 
Quare  tam  presentibus  quam  fiituris  per  presentis  scripti  testimonium  volumus  esse  notum,  Quod  inclite 
recordationis  domini  Ottonis  Imperatoris  Augusti  recepimus,  uidimus  ac  tenemus  et  habemus  literas  super 
dicto  Cenobio,  non  cancellatas,  non  abolitas,  sed  omni  suspicione  carentes,  in  hec  verba. 

In  nomine  sancte  et  tndiuidue  Trinitatis,  Otto  diuino  nutu  Imperator  Augustus.  Cum  nostrum  esse 
sciamus,  quorumcunque  fidelium  nostrorum  honestis  obsequii  petitionibus,  sed  maxime  cum  de  diuinis 
rebus  ob  animarum  remedia  gerendis,  a  quibus  quam  nostra  supplicetur  serenitas,  assensum  prebere  equum 
ac  condignum  esse  censemus.  Inde  cunctorum  fidelium  nostrorum  tam  presentium  quam  et  futurorum 
comperiat  industria,  Quia  vir  venerabilis  Adalbertus,  sancte  Magdeburgensis  Ecclesie  Archiepiscopus,  nostram 
adiit  serenitatem ,  quoddam  ferens  preceptum ,  cuius  auctoritate  piissimus  genitor  noster  Imperator  Augustus 
Cenobium  quoddam  Sanctimonialium  Burchurst  nuncupatum,  duarum  Christi  ancillarum,  Berthe  atque 
Hathwige,  primo  labore  Dei  seruicio  constructum,  et  ab  ipso  iam  primordio  ad  eiusdem  Archiepiscopi 
Magdeburgensis  ea  ratione  subsidium  mundiburdio  ditatum,  quo  per  singulos  annos  decem  solidi  illuc  inde 
persoluantur,  in  sui  tutaminis  concluserit  defensione,  rogitans  quoque  iam  dictus  Archiepiscopus,  vt  idem 
Cod.  dipi.  hut.  we.tr.i.  7  ^.g.^.^^^  ^^  (^OOgle 


50  974  —  980. 

preccptum  Maiestatis  nostre  auctoritate  firmaretur.  Cuius  nos  petitioni  benigne  consentientes ,  eadera  scriptti 
renouauimus,  et  idem  Monasterium  cum  omnibus  apertinentiis  eius  in  nostrum  etiam  conclusimus  mundi- 
burdium,  cum  vtriusque  sexus  mancipiis,  edißciis,  terris,  cultis  et  incultis,  pratis,  pascuis,  siluis,  aqiiis 
aquarumque  decursibus,  molcndinis,  mobilibus  et  inmobilibus,  viis  et  inuiis,  exitibus  et  reditibus,  quesilis 
et  inquirendis,  et  cum  omnibus  ad  hoc  iure  pcrtinentibus.  Inde  precipientes  iubemus,  vt  nee  eiusdem 
loci  Episcopus,  nisi  precatu  abbatisse,  idem  monasterium,  sanctimoniales  velandas,  cappellas  dedicandas, 
vel  etiam  Clericos  ad  gradus  promouendos,  ingredi  presumat,  nee  Judex  publicus  uel  exactor,  seu  quisli- 
bet  iudiciarie  potestatis,  illarum  seruis  vel  lateris"^)  aliquam  iniuriam  vel  districtionem  inferre,  aut  equos 
tollere,  freda  inde  exigere  vel  mansiones  poscere,  vel  actionis  vUius  rationem,  nisi  coram  illius  Cenobii 
adnocato,  quisquam  facere  presumat  vel  potestatem  habcat.  Insuper  etiam  arbitrium  illis  concessimus, 
abbatissas  inter  se  eligendi,  scilicet  quam  diu  ex  supradiclarum  Christi  ancillarum  genere  aliqua  ibidem 
tali  digna  officio  reperiatur,  communi  sensu  eligantur.  Post  autem  huius  generis  defectum,  de  ceteris,  si 
qua  probabilis  ad  eandem  dignitatem  fuerit,  licenter  abbatissa  constituatur,  Scd  nulla  omnino  illic  tiat 
electio,  nisi  sub  iam  dicti  Magdeburgensis  Archiepiscopi  conniuentia.  Et  vt  hec  nostre  renouationis  ac  de~ 
fensionis  auctoritas  firmier  stabiliorque  cunctis  perhenniter  credatur,  hanc  cartam  iussimus  conscribi,  anu- 
lique  nostri  inpressione  signalam  propria  manu  subtus  fifmauimus.  Datum  IIII^o  Kai.  Julii,  Anno  Domini 
DCCCC9.LXXIIII.  et  Actum  Magd.  In  Dei  nomine  Amen. 

Cum  igitur  Cenobium  et  iura  ipsius  prefata,  vt  liquide  apparet  ex  premissis,  ad  que  etiam  confir- 
matio  apostoiice  sedis,  sicut  in  aliis  priuilegiis  Magd.  Ecclesie  reparandis  accessit,  ad  nos  et  Ecclesiam 
Magd,  spectare  noscantur,  Rogamus  et  hortamur  vniuersos  in  filio  Dei  patris,  quateuus  ob  apostoiice  scdis 
et  Ecclesie  Magd,  reuerentiam  nos  sinant  perfrui  absque  perturbatione  iuribus  antcdictis.  In  quorum  etiam 
possessione  hactenus  dicta  Magd.  Ecclesia  fuisse  dinoscitur  pascifica  et  quieta.  Datum  Magd.  Anno  Domini 
MO.  CCCo  Xo  VR  Kai.  Aprilis. 

LXIV. 

E  mffcpt.  Henseleri. 

In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Otto  diuina  prouidcnte  dementia  Romanorum  Imperator 
augustus.  Nouerint  omnes  fideles  nostri  prcsentes  scilicet  et  futuri,  quod  nos  in  Dei  nomine  et  dilectissi- 
mae  nostrae  coniugis  Theuphanu  rogatu,  talera  potestatem  donauimus  Sigiburgae  et  aliis  sanctis  monialibus 
in  Hertzenbroike  Deo  seruientibus,  ut  nuUus  comes  aut  comitis  uicarius  earum  litos  liberos  uel  seruos 
supra  dictarum  sanctimonialium  in  publice  mallo  aut  in  alio  communi  coUoquio  diiudicet  siuc  baimo  con- 
stringat,  sed  eiusdem  monasterii  aduocatus  et  congrcgalionis  exinde  suo  proprio  iudicio  reü;at  et  secundura 
qualitatem  regiminis  diiudicet.  Concessimus  etiam  prediclis  sanctimonialibus  ex  imperiali  maiestate  per 
priuilegii  huius  munitionem  licentiam  eligendi  inter  se  abbatissam  Dei  seruicio  aptam  ipsisque  ad  regendum 
idoneam,  et  aduocatum  quemcunque  utilem  fecerint.  Et  ut  haec  nostra  imperialis  auctoritatis  concessio 
firma  permaneat,  iussimus  hoc  priuilegium  conscribi  et  anuli  nostri  impressione  muniri. 

Data  VIL  Id.  Nouembr.  anno  dominicae  incarnationis  DCCCCLXXVl.  Indictione  IUI.  anno  uero  rogni 
domni  Ottonis  XV.  Imperii  Villi.  Actum  Aruita. 

LXV. 

^^  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Otto  diuina  fauente  dementia  imperator  augustus.  Omni- 
bus christianae  lidei  religiosis  cultoribus  ac  regiae  et  imperialis  excellentiae  magnitudi||nem   fide    Uebita 


*)   Wohl  richtiger  Ulis. 

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9  8  0.  51 

iure  honorantibus  astantibus  et  futuris  adhibiti  scripti  per  subieclioncm  pateat,  qualiter  nos  et  fidelem 
nostrum  Liudolfum  uidelicet  Corbeiensis  ecclesie  abbatem  condecuit  quoddam  concambium  de  praediis 
nostris  ob  locorum  oportunitatcm  inter  nos  facere.  Dedit  igitur  pracfatus  Liudolfus  venerabilis  abbas  ex 
rationc  suae  abbatiae  per  inanum  aduocati  sui  Liudolß  duas  marcas  Meginrichesdorf  et  Mimilevu  dictas, 
in  pago  Hassej2:ovue  et  in  comitatu  Sigefridi  comitis  sitas  cum  omnibus  rebus  illuc  rite  pertinentibus,  in 
mancipiis  utriusque  sexus,  aedificiis,  areis,  agris,  pratis,  campis,  pascuis,  siluis,  cunctisque  aliis  appendicüs 
que  dici  possunt,  nobis  ob  nostram  petitionem  firmiter  in  proprium  atque  ad  integrum  a  suo  iure  eteccle* 
siae  suae,  quod  voto  placeat  nostro  inde  agondum,  redegit.  E  contra  autem  in  recompensatione  huius 
traditionis  abbati  praedicto  et  ecclesie  sibi  commisse  de  portione  nostrae  proprietatis  per  manum  aduocati 
nostri  Liutgcri  dedimus  quicquid  visi  sumus  habere  in  uillis  Budineveldon,  Brungeringhuson,  Lellibechi, 
Rehou,  Curbechi,  et  in  Halegehuson  dictis  in  pago  Nihthei'se  et  in  comitatu  Asichonis  comitis  sitis  cum 
omnibus  vtensilibus  illuc  iure  aspicientibus,  in  mancipiis  vtriusque  sexus,  aedificiis,  arcis,  agris,  pratis, 
campis,  pascuis,  siluis,  aquis,  cunctisque  aliis  pertinentiis  que  dici  adhuc  aliquomodo  aut  norainari  possunt, 
atque  hoc  a  nostro  iure  in  ecciesiae  superius  dictae  et  abbatis  antefati  Liudolfi  successorumque  illius  pot«- 
statem  perpetualiter  ibi  standum  omnino  redegimus,  et  imperiali  dominatione  ad  integrum  tradidimus,  sed 
quia  praescriptus  abbas  nostrae  votum  petitionis  sequendo  hanc  mutuo  inter  nos  factam  commutationem 
comprobauit,  id  propter  suam  dilectionem  adiecimus,  vt  ipse  suique  successores  in  prefatis  deinceps  locis 
quiotem  habeant,  atque  ut  nullus  comes  vel  iudiciaria  persona  hanc  tranquillitatem  uiolare  prfsumat  hoc 
nostri  impcrii  precepto  firmiter  interdiciraus.  Ut  autem  huius  concambii  vtrimque  facti  traditio  per  futura 
dehinc  tempora  stabilior  habeatur,  hoc  nostrae  dominationis  praeceptum  inde  conscriptum  sigilli  nostri  in- 
pressioue  signare  iussimus  manuque  propria  vt  infra  uidetur  corroborauimus. 

Signum  domni  Ottonis  muictissimi  (L.  M.)  imperatoris  augusH, 

Hildiboldus  episcopus  et  cancellarius  ad  uicem  Uuilligisi  archicapeUani  recognout. 

Data  XVIl.  Kai.  Oct.  Anno  dominice  incarnationis  DCCCCLXXX.  indictione  VII.  Anno  uero  regni  secundi 
Ottonis  XX.  Imperii  autem  XIII.  Actum  Vualahuson  feliciter  amen. 

Das  durch  Beschädigung  der  Charte  verdorbene  Monogramm   ist   dasselbe   wie   in    der  Urkunde  für   Herford   Ton   eben 
diesem  Jahre.  —  Von  dem  aufgedruckten  grossen  Siegel  ist  nur  ein  Bruchstück  übrig. 

LXVI. 

In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Otto  Imperator  Augustus.  Si  enim  liberalitatis  nostrae 
munore  locis  Deo  dicatis  •  .  .  confcrimus,  et  ad  mortalem  uitam  temporaliter  transeundam,  et  ad 
aoternam  promeren[|dam  credimus  liquido  profuturum.  Qua  propter  nouerit  omiiium  fidelium  nostrorum 
prcscntium  scilicet  ac  futurorum  soUertia,  qualiter  nos  pro  remedio  animae  nostrae,  interuentu  dilectae 
contccfalis  nostrae  Theophanu,  quasdam  res  a  Ludthuvvico  rege  monasterio  Heriuordensi  in  honorem 
sanctae  Dci  genitricis  perpetuae  uirginis  Mariae  constructo  et  sanctae  Pusinnae,  quae  ibi  integre  tenetur 
corpore,  duas  scilicet  curtes  Oueranberh  et  Liudvuinesthorp ,  in  pago  Angeresgauuue  et  in  comitatu*) 
sitas,  in  usum  sanctimonialium  Deo  ibidem  famulantium  datas,  nostrae  auctoritatis  scriptis  renouare  uos  et 
confirmare,  continentes  scilicet  XXX.  mansos  cum  mancipiis  utriusque  sexus,  terris  cultis  et  incultis,  pratis, 
pascuis,  arcis,  aedificiis,  quesitis  et  inquirendis,  siluis  quoque,  piscationibus ,  et  exitibus  et  reditibus,  et 
omnibus  quae  in  prefatis  locis  ad  regium  ius  Ludthuuuici  pertinere  uidebantur,  Ea  scilicet  ratione,  ut  per- 
petualiter in  usum  sanctimonialium  in  praedicto  manentium  loco  sine   cuiusquam  contradictione  teneantur. 


*)   Hier  im  Original  eine  Lücke  für  den  Namen  des  Grafen. 

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52  980  —  983. 

nemini  in  beneficium  praestandae.  Nee  non  etiam  ipsius  traditionem  in  arbitrio  electionis  itidem  renouamus 
et  confirmamus,  danies  sanciimonialibus  sanctaeque  ecclesiae,  sub  qua  ipsae  regulariter  uiuunt,  eligendi 
inter  se  abbatissam  potestatem,  cum  quaelibet  earum  dominatus  iura  morte  mutauerit  Illud  etiam  a 
praedicto  rege  datum  roboramus  atque  sancimus,  ut  nulla  iuriditiaria  persona  in  his  quae  eadem  ecclesia 
continere  uideatur,  uel  exactor,  uel  publicus  iudex  causas  agere,  uel  freda  exigere,  seu  ad  mansiones 
uel  ad  quodlibet  ministerium  compellere,  nisi  aduocatus  quem  eiusdem  loci  elegerit  abbatissa,  quia  homi- 
nes  sub  tutela  eiusdem  ecclesiae  cuiuscumque  conditionis  agentes  ab  omni  quod  nobis  debebatur  seruitio 
prorsus  absoluimus,  data  aduocatum  constituendi  potestate.  Et  ut  hec  nostrae  confirmationis  ac  traditionis 
auctoritas  firma  in  futurum  stabilisque  permaneat,  hanc  cartam  nostra  iussione  conscriptam  atque  signatam 
manu  propria  subtus  firmauimus. 

Signum  domni  Ottonis  (L.  M.)  inuiciissimi  imperatoris  augu8t%. 
Hildiboldus  canceUarius  et  episcopus  uice  UuiUigisi  archicapellani  notaui. 

Data  autem  Idus  Octobris  anno  dominicae  incarnationis  DCCCCLXXX.  indictione  VIL  anno  uero  regni 
secundi  Ottonis  XX.  imperii  autem  XIII.  actum  Brocsalio  in  Domino  feliciter  AMEN. 

Dai  aufgedrockte  grosse  krelsrörroige  Siegel  seigt  das  Torwarts  sehende  Bildoiss  des  Kaisers  in  halber  Figur,  gekrönt,  in 
der  rechten  Hand  einen  Stab,  in  der  linken  den  Reirbsapfel  haltend;  mit  der  Umschrift:  f  Otto  Imp.  Aug. 


LXVII. 

Ez  Strunckii  mscpt.  Not.  crit.  ad  Schatenii  Annal. 

In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Otto  diuina  fauente  dementia  Imperator  Augustus.  Si 
sacerdotum  ac  seniortmi  Dei  petitionibus  quas  nobis  pro  suis  necessitatibus  insinuauerint  aurem  äccommo* 
damus  et  eas  ad  effectum  ducimus,  non  solum  imperialem  exercemus  morcm,  uerum  etiam  ad  aetemae 
retributionis  praemia  promerenda  hoc  nobis  profuturum  esse  liquide  credimus.  Quapropter  onmium  fide- 
lium  nostrorum  praesentium  uidelicet  et  futurorum  cognoscat  industria,  qualiter  fidelis  noster  Gisalharius 
Magathburgensis  secundus  et  uenerabilis  archiepiscopus,  nee  non  et  uenerandus  abbas  Yuerenbrahtus  nfio> 
nasterii  Yuerdinensis,  adierunt  celsitudinem  nostram,  postulantes  ut  per  omnem  abbatiam  antedicto  abbati 
a  nobis  concessam  aduocatos  illi  pro  monasterialis  utilitatis  causa  disponere  ex  nostra  permitteretur  aucto- 
ritate.  Quorum  rationabili  et  iustae  petitioni  assensum  praebentes,  concessimus  proprietates  monasterii 
quod  in  Yuerdina  situm  est  per  aduocatos  quos  ipse  elegerit  ex  hoc  praeseuti  auctoritatis  praccepto  sta- 
tuere  et  ordinäre,  et  ne  quaequam  iudiciaria  dignitas  aut  potestas  eis  iniuste  obsistere  ullo  modo  praesu- 
mat.  Si  autem  aliquis  de  aduocatis  inutiliter  res  monasterii  tractauerit  et  aliis  aduocatis  locum  euacuare 
noluerit,  et  ad  imperialem  dignitatem  in  longum  tractando  peruenerit,  non  solum  in  illius  defectu  occurri- 
mus,  uerum  etiam  nostrae  dignitatis  gratiam  perdere  non  dubitet.  Et  ut  haec  nostrae  auctoritatis  largitio 
cunctis  retro  temporibus  uerius  a  cimctis  fidelibus  credatur,  manu  propria  subtus  eam  firmauimus  et  annuli 
nostri  impressione  signari  iussimus. 

Signum  domni  Ottonis  Serenissimi  et  magni  Imperatoris  Augusti, 
Hildiboldus  episcopus  et  canceUarius  uice  Vuilligisi  archicapellani  notaui, 

Data  YI.  Kai.  Maji,  anno  dominicae  incarnationis  DCCCCLXXXllI.  anno  uero  regni  domni  Ottonis  XXY. 
imperii  autem  XY.  indictione  XI.    Actum  Romae  in  Dei  nomine  feUciter  Amen. 


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983  —  987.  53 

LXVIII. 

^*  In  nomine  sancte  et  indiuie  (sie)  Trinitatis.  Otto  diuina  fauente  dementia  Imperator  augustus.  Omniiim 
fidelium  nostrorum  presentium  scilicet  atque  futurorum  ||  pie  deuocioni  pateat,  quomodo  Liudulfus  Corbe- 
iensis  äecclesiae  uenerabilis  abbas  per  fidelem  suum  legatum  Aeilberhtum  nomine  nobis  conquestus  est» 
quod  predecessores  sui  eiusdem  ecclesiae  uidelicet  abbates  per  neglegentiam  perdidissent  quandam  pr^- 
ceptionem  quam  Hludouuicus  quondam  rex  prefato  monasterio  dedit,  in  qua  continebatur,  qualiter  ipse 
Hludouuicus  rex  ad  monasterium  iam  dictum  in  honore  sancti  Stephani  protomartyris*)  consecratum  tra- 
didit  quendam  locum  Ponteburg  nominatum  et  omnem  decimacionem  in  pago  Ammeri  in  episcopatu  Adal- 
dagi  Br^mensis  ecclesiae  archiepiscopi  sitam,  et  sua  preceptione  traditionem  ipsam  confirmauit,  pro  rei 
firmitate  peciit  nostram  celsitudinem,  ut  nos  omnem  rem  quam  prefatus  rex  preceptione  sua  prelibato 
monasterio  tradidit,  de  nouo  eidem  ecclesiae  traderemus.  Nos  uero  ob  peticionem  dilectae  contectalis  nostrae 
Theophanu  üidelicet  consortis  imperii  nostri,  et  interuentum  fidelium  nostrorum  Uuilligisi  scilicet  Mogontine 
sedis  archiepiscopi  et  Gisilharii  Magadeburgensis  uenerabilis  secundi  archiepiscopi,  piam  peticionem  pr^fati 
abbatis  Liudulfi  benigne  suscipientes,  nostrae  dominationis  et  preceptionis  auctoritate  prescriptum  locum 
Ponteburg  uocatum  omnemque  decimationem  in  predicto  pago  Ammeri  sitam,  sicut  prefatus  rex  Hludouui- 
cus precepto  suo  donauit,  tradidit  ac  confirmauit,  denuo  ac  nouiter  donamus,  tradimus  atque  confirmamus, 
et  Omnibus  regia  et  imperiali  potencia,  ne  aliam  controuersiam  prefato  abbati  suisque  successoribus  in 
predicto  loco  et  decimacione  faciant,  pmnino  interdicimus.  Et  ut  haec  nostrae  donationis  tradicio  ac  con* 
firmacio  per  futura  temporum  cuiricula  a  cunctis  fidelibus  firmier  habeatur,  hoc  nostre  magnitudinis  pre- 
ceptum  inde  conscriptum  sigilli  nostri  inpressione  signare  iussimus,  manuque  nostra  ut  infra  uidetur 
corroborauimus. 

Signum  domni  Ottonis  inuictissimi  (L.  M.)  imperatoris  augusti. 
Hildibaldus  episcopus  et  cancellarius  uice  Uuilligisi  archicapeUani  recognoui. 

Data  XV.  Kai.  Julii  Anno  dominicf  incamationis  DCCCCLXXXIII.  Indictione  XI.   Anno  uero  regni  se- 
cundi Ottonis  XXV.  Imperii  autem  XV.  Actum  üerone  feliciter  ameN. 

Die  Charte,  und  mit  derselben  insbesondere  das  Monogramm,  ist  sehr  beschädigt;  letsteres  gleicht  jedoch  den  Monogram- 
men von  980,  nur  ist  es  grösser.  —  Das  Siegel  ist  verloren  gegangen. 

LXIX. 

\j*  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Otto  diuina  fauente  dementia  rex.  Omnium  fidelium 
nostrorum  tam  praesentium  quam  et  futurorum  piae  deuotioni  pateat,  quomodo  uir  uenerabilis  ||  Thietma- 
rus  Corbeiensis  äecclesiae  abbas  nostris  obtutibus  praesentauit  praeceptum  donmi  genitoris  nostri  beatae 
memoriae  Ottonis  imperatoris  augusti,  in  quo  continebatur,  qualiter  ipse  quendam  locum  Ponteburg  nomi- 
natum a  rege  Hludouuico  traditum  ad  praelibatam  ecclesiam  in  honore  sancti  Stephani  protomartiris  con- 
secratam,  omnemque  decimacionem  in  pago  Ammeri  dicto  et  in  episcopatu  Adaldagi  Bremensis  ecclesiae 
archiepiscopi  sitam,  ab  eodem  rege  illuc  condonatam,  sua  praeceptione  a  nouo  concessit  ac  confinnauit. 
Pro  rei  tamen  firmitate  petiit  celsitudinem  nostram,  ut  nos  denuo  praefati  regis  traditionem  ac  genitoris 
nostri  confirmationem  praeceptione  nostra  confirmaromus.  Cuius  vero  petitionem,  pro  araore  dilectae  ge- 
nitricis  nostraö  Theuphanu  videlicet  imperatricis  augustae ,  et  interuentione  fidelis  nostri  Vvilligisi  Moguntinae 
sedis  uenerabilis  archiepiscopi,  benigne  suscipientes,  praescriptum  locum  Ponteburg  vocatüm  omnemque 
decimacionem  in  praedicto  pago  Ammeri  sitam,  sicut  praefatus  rex  Hludouuicus  antea  praecepto  suo  do- 


*)  Hier  ist  von  einer  andern  Hand  darüber  geschrieben  und  eingeschaltet:  Sanctique  ViTi. 

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5i  987  —  989. 

nauit,  tradidit  ac  confirmauit,  et  postca  superius  iam  dictus  genitor  noster  bonae  commemorationis  Otto 
Imperator  augustus  nouitcr  per  suam  praeceplionem  donauit  ac  corroborauit,  nos  hac  nostrae  dominationis 
et  praeceptionis  modcrna  anctoritate  ad  praedictam  Corbeiensem  ecclesiam  donamus,  tradimus  atque  con- 
firmamus.  ündc  et  regia  oranibus  maioribus  et  minoribiis  firmiter  interdiciraus  poteritia,  ut  praenominato 
abbati  Thielmaro  fideli  nostro   aut  suis  successoribus  nullam   in  praedicto  loco  Ponteburg  nuncupato   et 

decimacione  supra  scripta  controuersiam  faciant,  si  nostrae  pietatis  regio  com desiderent.    Et 

vt  hec  nostro  donationis  traditio  ac  confirmatio  per  futura  temporum  curricula  cunctis  fidelibus  firmiter  ha- 
beatur,  hoc  nostrae  magnitudinis  praecoptum  inde  conscriptum  sigilli  nostri  impressione  signare  iussimus 
manuque  propria  ut  infra  vidotur  corroborauimus. 

Sigfvim  domni  Ottonis  (L.  M.)  gloriosisstmi  regis. 

Hildibaldus  episcopus  et  cancellarius  uice  Uuilligisi  archiepiscojA  recognoui. 

Data  VI.  Kai.  Junii.  Anno   dominice  incarnationis  DCCCCLXXXVII.  Indictione  VI.    Anno  autem  tertii 
Ottonis  regnantis  quarto.    Actum  Corbeia^feliciter.  Amen. 

Von  dem  Siegel  ist  nur  ein  BraclMtUck  erbalten. 

LXX. 

v>-  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Otto  diuina  fauente  dementia  rex:  Omnibus  fidelibus 
nostris  praesentibus  scilicet  atque  futuris  notum  esse  uolumus  quomodo  quaedam  nobiIis||  matrona  Berhta 
nominata  in  quodam  coenobio  BuFghurst  dicto  a  Fundamente  coepit  aedificare  aecclesiam  in  honore  sancti 
Nicomedis  martiris  consecratam,  et  illuc  omnia  predia  sua  sibi  iuste  inheredata  cum  consensu  et  compro- 
batione  coheredum  suorum  condonauit.  Pro  rei  tarnen  firmitate  prefatam  aecclesiam  cum  omnibus  appen- 
diciis  suis,  ne  ab  inuidis  auclli  aliquid  inde  possit,  in  ius  et  tuitionem  bonae  memoriae  aui  nostri  Ottonis 
imperaloris  uidelicet  augusti  tradidit,  deprecans  illius  gratiam,  ut  iam.  dicta  aecciesia  et  omnia  illuc  ab 
ea  tradila  in  mundeburdium  sancle  Magadaburgensis  aecclesiae  per  eins  preceptionem  et  priuilegium  dona- 
rontur.  llle  autem  eins  uotum  benigne  suscipiens,  eandem  aecclesiam  cum  omnibus  illuc  traditis  uel  do- 
nandis,  Magadaburgensi  ecclesiae  sui  preccpti  auctoritate  subiugauit  et  confirmauit.  Ea  scilicet  ratione  ut 
sub  eins  patrocinio  perpetim  consistat,  et  archiepiscopus  parthenopolitanus ,  quando  opus  euenerit,  abba- 
tissam  et  aduocatum  ibi  constituat,  atque  a  prefato  monasterio  census  decem  solidorum,  sicut  eadem  ma- 
trona statuit  ac  fieri  rogauit,  propter  subiectionem  ad  suam  ecclesiam  quotannis  persoluatur.  Sed  cum 
post  mortem  suprascriptc  Berhtae  inter  filiam  eins  Bertheidam  et  fidelem  nostrum  Gisalharium,  prelibate 
urbis  parthenopolitane  secundum  archicpiscopum,  altercatio  quedam  magna  oboriretur  de  pr^diis  quae 
ipsa  ecclesiae  a  se  constructe  tradidit,  eo  usque  excreuit  eadem  contentio,  quod  finiri  non  potuit,  nisi  in 
nostra  presentia.  Nos  autem  fidelium  nostrorum  Uuilligisi  uidelicet  Mogontini  archiepiscopi,  et  Retharii 
Poderbrunnensis  episcopi  piura  consilium,  aliorumque  quam  plurium  rectas  suasiones  sequentes,  ut  lis 
oborta  dissolueretur  et  Dei  seruilium  non  deficeret  in  prefato  monasterio,  nostra  regia  potestate  fcciraus 
inter  eos  reconciliationem  utrimque  comprobatam,  ita  ut  archiepiscopus  iam  dictus  Gisalharius ,  ob  nostrum 
uotum  et  iussum  comprobaret,  quod  eadem  Berlheid  a  manu  aduocali  eins  Uuigmanni  pro  reconqiliatione 
susciperet  omnem  hereditatem  sui  patris  Liutberti  in  sua  uestitura  semper  tenendam.  Et  e  contra  ut  san- 
ctimoniales  prescripti  monasterii  ad  Dei  seniitulem  prebendam  deinceps  haboant,  per  suam  manum  ipsa, 
filiis  eins  Bernharde  et  Thuringo  consentientibus ,  pro  nostro  uoto  et  iussu  in  ^cclesiae  ius  ad  integrum 
dimitteret  ac  redderet  cunctam  proprietatem  uitrici  eins  Berenradi  perpetualiter  tenendam,  excepto  uno 
loco  qui  dicitur  Cumi,  quem  ipsa  concedente  archiepiscopo  et  eins  aduocato  iam  dicto  üuigmanno,  cum 
doc(»m  mansis  et  familiis,  pro  stabilitate  reconciliationis  semper  possidendam  accepit.  Hac  itaque  recon- 
cilialione  utrimque  comprobata  et  facta,  ipsius  et  filiorum  suorum  rogatu,  atque  predictis  fidelibus  nostris 


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989  —  993.  55 

üuilligiso  archiepiscopo  et  Rethario  episcopo  ceterisque  perplurim's  intercedentibus,  quae  in  ecciesiae  ins 
pro  reconciliatione  dereliquit,  nos  nouiter  iiostra  auctoritate  ad  eandem  ecclcsiam  donauimus,  et  tie  inde 
ab  aliqua  persona  inuida,  quod  a  nobis  illuc  donatum  est  seu  ab  aliis  traditum  siue  donatam,  uinquara 
diuelli  possit,  hac  nostra  preceptione  confirmauimus ,  et  insuper  nostro  regio  iussu  omnino  interdicimus, 
lU  nullus  dux  uel  comes  aut  regius  exactor  seu  alia  qu^Iibet  iudiciaria  persona  magna  siue  parua  in  agen- 
dis  rebus  ipsius  ecclesie  aut  prediis  illuc  traditis  aliquam  dehinc  potestatem  exerceat,  nisi  solummodo  po- 
testatiuus  aduocalus  ab  archiepiscopo  Magadaburgensi  super  idem  monasterium  constitutus.  Et  ut  haec 
nostrae  donationis  traditio  et  confirmatio  presenti  ac  futuro  tempore  firma  stabilisque  permaneat,  hoc  pre- 
ccptum  inde  conscriptum  sigilli  nostri  impressione  signari  iussimus  manuque  propria  ut  infra  uidetur  cor- 
roborauimus. 

Signum  domni  Ottonis  (L.  M.)  gloriostssinU-regis. 

Hildibaldus  eptscopus  et  cancellarius  uice  Uuilligisi  archiepiscopi  recognoui. 
Data  V.  Idus  Feb,  Anno   dominice  incarnationis  DCCCCLXXXVIIU.  Indictione  IL   Anno  autem  tertii 
Ottonis  regnantis  sexto.    Actum  Aruite  feliciter  amen. 

Das  aufgedruckte  grosse  Siegel  zeigt  das  yorwärU  sehende  Brustbild  des  Königs  mit  Krone,  Scepter  und  Reichsapfel, 
und  der  ümschrin:  Otto  Di  Gratis  Res. 

LXXI. 

Nach  dem,  gegenwärtig  in  Privatbesitz  befindlichen,  Originale. 

y^»  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Otto  diuina  faucnte  dementia  rex.  Notum  sit  omnium  || 
fidelium  nostrorum  praesentium  scilicet  et  futurorum  industriae,  quomodo  sanctimoniales  de  loco  Matellia 
nominato  ad  nos  uenerunt,  nostris  oblutibus  premonstrantes  preceptum  predecessoris  nostri  Amolfi  rcgis, 
in  (juo  continebatur ,  qualiter  ipse,  rogatu  Frideuui,  prime  eiusdem  monasterii  abbatisse,  que  hoc  in  ho- 
nore  sanctorum  martyrum  Coruelii  et  Cypriani  cum  sua  licentia  a  fundamento  construxit,  suaque  hereditate 
ditauit,  prefattim  monasterium  cum  omni  predio  ab  ipsa  et  aliis  religiosis  personis  illuc  tradito  sub  sue 
immunitatis  rcgiam  tuitionem  suscepit,  et  sanctimonialibus  Deo  ibi  soruientibus,  quando  opus  et  usus  exe- 
gcrit,  inter  se  eligendi  abbatissam,  sua  preceptione  concessit,  et  aduocatum  super  homines  et  loca  eius- 
dem monasterii,  quem  ipse  comprobauerint,  a  regibus  vel  imperatoribus  constituendum  simul  condonauit, 
scd  quia  contcntio  quedam  inter  eas  et  Duodonem  Mimierueuurdcnsem  episcopum,  qui  hoc  sue  potestati 
usurpaüit,  de  electione  abbatLsse  et  aduocati  constitutione  oborta  est,  rogauerunt  nostram  celsitudinem ,  vt 
huic  discidio  nostra  auctoritate  finem  faceremus.  Quarum  petitionibus,  ob  interuentum  fidelis  nostri  Ever- 
geri  Coloniensis  ecclesie  venerabilis  archiepiscopi,  aliorumque,  Berenhardi  ducis  et  Egberti  comitis,  cete- 
rorumque  fidelium  perplurium  consultu,  obtemperantes ,  secundum  electionem  et  comprobationem  earum, 
communi  consilio  fidelium  nostrorum,  archiepiscoporum  et  episcoporum,  sapientumque  laicorum,  abbatis- 
sam  Godesdiu  nominatam,  eis  dedimus,  nostraque  manu  in  presentia  omnium  abbatiam  ei  procurandam 
commendauimus,  et  aduocatum  iuxta  uotum  iliarum  Vuigmannum  nomine  super  homines  et  loca  superius 
iam  dicti  monasterii  regendum  constituimus ,  et  hac  nostra  preceptione  electionem  et  omnia  ab  antecesso- 
ribus  nostris  regibus  vel  imperatoribus  aut  ab  aliis  religiosis  illuc  tradita  confirmamus,  pr^cipientes  firmiter  \ 
regia  potestate,  ut  nullus  eas  dehinc  in  aliquibus  rebus  inquietare  presumat.  Et  hoc  vt  uerius  credatur, 
hoc  preceptum  inde  conscriptum  manuque  nostra  firmatum  sigillo  nostro  signare  iussimus. 

Signum  Domini  Ottonis  (L.  M.)  gloriosissimi  regis. 

Hildibaldus  eptscopus  et  ^anceüarius  uice  Uuilligisi  archiepiscopi  recognoui. 
Data  Vlll.  Kai.  Februarii,  Anno  dominice  incarnationis  DCCCCXCIII.  indictione  VI.    Anno  autem  tertii 
Ottonis  regnantis  decimo.    Actum  Trotmannie  feliciter  amen. 
Das  Siegel  ist  zerstört. 

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56  995. 

LXXII. 

^*  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Otto  diuina  fauente  dementia  rex.  Si  ecclesias  Dei 
nostra  regali  potentia  sublimare  conamur,  hoc  procul  dubio  et  ad  praesentis  ||  nostri  regni  statum,  et  ad 
eterne  beatitudinis  proemium  nobis  profuturum  fore  credimus.  Quapropter  omnibus  fidelibus  nostris  prae- 
sentibus  scilicet  atque  futuris  notum  esse  volumus,  quomodo  nos  cum  consilio  Hildibaldi  Uuormaciensis 
ecclesie  honorandi  presulis  ac  Bernhardi  ducis  aliorumque  fidelium  uostrorum,  uota  et  petitiones  domne 
Imme  Heriuortensis  monasterii  uenerabilis  abbatissae  cunctaeque  congregationis  sanctae  Mariae  sibi  com- 
missae  sequentes,  nostra  regia  auctoritate  tres  ecclesias  in  pagis  Bursibant  et  Scopingon  nominatis,  in 
uillis  quoque  Reini,  Vuadiringus  et  Stochheim  constructas,  cum  omnibus  rebus  et  decimacionibus 'suis  a 
Hludouuico  imperatore  ob  remedium  anim^  suae  ad  prefatum  Heriuurtense  monasterium  traditas,  eidem 
mouasterio  more  antecessorum  nostronim  confirmamus,  eo  tenore  ut  iam  dicta  domna  Imma  abbatissa 
omnesque  in  eodem  honore  sibi  succedentes  cum  predictis  ecclesiasticis  rebus  aliisque  omnibus  a  regibus 
et  impei  atoribus  per  precepti  paginam  illuc  traditis  liberam  dehinc  potestatem  habeant  cum  suis  ministris 
ecclesiastico  ordine  disponere  atque  gubemare,  remota  omnium  hominum  contradictione.  Insuper  sub 
eadem  corroboratione  concludimus  quicquid  a  religiosis  et  Deum  timentibus  personis  ad  saepe  iam  dictum 
monasterium  Heriuurtense  in  praesenti  traditum  est  uel  in  futuro  tradendum  erit.  Et  ut  haec  nostrae 
regiae  donationis  corroboratio  ab  hac  hora  in  antea  firma  et  inconuulsa  permaneat,  hanc  nostrae  domina- 
tionis  confirmationem  inde  conscriptam  sigilli  nostri  impressione  signare  iussimus  manuque  propria  ut  infra 
uidetur  corroborauimus. 

Signum  domni  Otionis  (L.  M.)  ghriosissiini  regis. 

Hildibaldus  episcopus  et  cancellarius  uice  üuiUigisi  archiepiscopi  recognovi. 

Data  VI.  Id.  Jul.  Anno  dominicae  incamationis  DCCCCXCV.  Indictione  VIII.    Anno  autem  tertii  Ottonis 
regnantis  XII.  Actum  Bodfeldon  feliciter. 

Das  Siegel  iit  abgefallen. 

LXXIII. 

d*  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Otto  diuina  fauente  dementia  rex.  Si  piis  petitionibus 
fidelium  nostrorum  maximi^  quas  pro  ecciesiis  sibi  commissis  auribus  nostris  infuderint  ||  benignum  pre- 
buerimus  auditum,  hoc  procul  dubio  et  ad  preseiitis  nostri  regni  statum,  et  ad  eterne  beatitudinis  premium 
nobis  profuturum  fpre  credimus.  Unde  omnium  fidelium  nostrorum  tam  presentium  quam  et  futurorum 
nouerit  sollers  industria,  quia  adiens  excellentiam  nostri  culminis  Dietmarus  abbas  uenerabilis  noue  Cor- 
beiae,  rogauit  ut  eidem  monasterio  concederemus  talem  libertatem,  qualem  ab  auo  genitoreque  nostro 
nee  non  et  ceteris  coimperatoribus  uel  regibus  nos  precedentibus  accepisse  dinoscitur.  Cuius  petitioni 
assensum  prebentes,  interuentu  fidelium  nostrorum,  üuillisi  Mogontiacensis  ecclesie  uenerabilis  archiepiscopi, 
ac  Hildibaldi  Vvormaciensis  ecclesie  episcopi  honorabilis,  in  supradicto  monasterio  fratribus  Dco  seruienti- 
bus  eiusque  martiribus  Stephane  atque  Vito,  omnes  concessiones  quas  anteriorum  regum  vel  imperatorum 
temporibus  habuerunt,  concessimus  nostraque  auctoritate  renovauimus,  precipue  vt  potestatem  habeant, 
cum  necessitas  venerit,  abbatem  elegendi,  et  vt  a  nuUo  episcopo  de  dominicalibus  mansis  eiusdera  mona- 
sterii decime  exigantur,  neque  a  comite  vel  ex  qualibet  iudiciaria  potestate  goloni  eorum  et  liti  ad  iusti- 
ciam  faciendam  aliquo  banno  constringantur ,  sed  coram  aduocatis  eiusdem  monasterii  iusticiam  facere 
cogantur,  sicut  anteriorum  regum  vel  imperatorum  temporibus  prefato  loco  concessum  fuisse ,  cunctis  fidelibus 
nostris  liquide  patet.    Et  vt  hec  nostre  renouationis  ac  confirmacionis  auctoritas  firmior  stabiliorque  cunctis 


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995  —  looa.  57 

perpctim  credatur,  hanc  cartam  inscribi,  maDuque  propria  nostra  subtos  roboratam,  anuli  nostri  imprcs- 
sione  iussimus  insigniri. 

Signum  dotnni  Ottonis  (L.  M.)  gloriostssimi  regts. 

Hildibaldus  episcopus  et  canceUarius  uice  Uuilligisi  archiepiscopi  recognoui, 

Data  III.  Kai.  Aug.  anno  dominicae  incarnatioiiis  DCCCCXCV.  indict.  YIII.    Anno  uero  tertii  Ottonis 
regnantis  XII.  Actum  in  Gandereshem  feliciter  ameN. 
Das  Siegel  ist  Terloren  gegangen. 

LXXIV. 

^»  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Otto  seruus  apostolonim  Romanorum.  Imperator  augustus. 
Omnium  fidelium  nostrorum  tarn  presentium||quam  et  futurorum  nouerit  uniuersitas,  quod  nos  intenientu 
ac  petitione  Geppe  uenerabilis  abbatisse,  Maginuuardo  nostro  uenerabili  capellano  dedimus  duos  mansos 
regales  in  uilla  Lutterun  in  pago  Ventsgoi  dicta,  in  burguuardio  quoque  Dalehem  atque  comitatu  Herieldi 
comitis  sitoa,  Quos  scilicet  cum  onmibus  eorum  utiiitatibus,  areis  scilicet,  aedificiis,  terris  cultis  et  incultis, 
agris,  pratis,  campis,  pascuis,  siluis,  uenationibus,  aquis  aquarumue  decursibus,  molendinis,  uiis,  inuiis, 
exitibus  siue  reditibus,  tarn  quaesitis  quam  inquirendis,  sibi  in  proprium  tradidimus,  eo  tenore  ut  idem 
Maginuuardus,  qui  nostram  ut  propriam  diligit  uitam,  de  eadem  proprietate  modis  onmibus  quicquid  uo- 
lucrit  faciat,  et  secundum  suum  uelle  disponat.  Et  ut  haec  traditio  firmier  remaneat,  hanc  paginam 
manu  roboratam  propria,  ut  cemitur  inferius,  sigillo  nostro  signari  precepimus. 

Signum  domni  Ottonis  (L  M.)  caesaris  augusti. 

Mit  schmalen  ledernen  Riemen  ist  ein  Bleisiegel  angehängt,  welches  ohngefahr  einen  Zoll  im  Durchmesser  hat,  und  auf 
der  einen  Seite  einen  Kopf  mit  der  Umschrift :  Aurea  Roma ;  auf  der  andern  aber  die  Innschrift :  Oddo  iperator 
Romanor.  enthält. 

LXXV. 

In  nomine  domini  nostri  Jesu  Christi.  |[  Ppstulamus  notum  fieri  cunctis  fidelibus  eorumque  successo- 
ribus  in  posterum  affuturis,  quod  quidam  über  homo  Adalbertus  nomine  quoddam  aUodium  suum  uidelicet 
septuaginta  iugera  et  II.  cimi  domo  et  curte  in  Bedelinkthorp,  collaudante  berede  suo  Hamizone,  nee  non 
Yerdicone  et  Aezone,  in  proprium  tradidit  sancto  Johanni  Baptiste  eiusque  regulari  famili^  Schildecensis 
cenobii,  eo  pacto  ut  ei  cotidie  una  cotidiana  prebenda  unius  sanctimonialis  in  loco  supradicto  deseruientis 
detur^  et  in  singulis  annis,  preter  dimidiam  marcam  tunc  ad  manus  solutam,  tres  soiidi  ei  persoluantur. 
Hec  traditio  exacta  est  consensu  iusti  heredis  sui,  ut  dictum  est,  sub  domna  GEVA  abbatissa  supradicti 
loci,  et  aduocato  Reginaldo,  atque  ut  in  omne  tempus  stabilis  permaneat,  consolidata  est  regis  banno. 
Huius  traditionis  testes  sunt  fideles.  Godescalcus.  Reinbertus.  Johannes.  Bemingus  et  Meinzo  presbiteri.  et 
Geroldus  diaconus.  et  Rothierus  acolitus.  Halinkgerus.  Walbertus.  Bruno.  Liuzico.  Rethierus.  laici. 

Von  einem  Siegel  leigt  sich  keine  Spur. 

LXXVI. 

^«  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  diuina  fauente  dementia  rex.  Si  aecciesias  Dei 
nostra  regali  potentia  sublimare  conamur,  hoc  procul  ||  dubio  et  ad  presentis  nostri  regni  statum  et 
aetemae  beatitudinis  premium  nobis  profuturum  esse  credimus.  Qua  propter  onmibus  fidelibus  nostris 
presentibus  scilicet  atque  futuris  notum  esse  uolumus,   quomodo  nos  per   intenientom   dilectf  coniugis 

Cod.  dipl,  hut.  W..tf.l.  8  DigitizedbyCjOOgle 


58  1003. 

nostre  et  regine  Canigunde,  nna  cum  consilio  Uuilligisi  Mogontiacetisis  aecclesiae  archiepiscopi  honorandi, 
ac  Bcrenhardi  ducis  aliorumque  fidelium  nostrorum,  uota  et  petitiones  dorane  Godesdhiui  Herifurdensis 
inonai>terii  uenerabilis  abbatissac  cuncteqiie  congregationis  sanctae  Mariae  sibi  commissae  sequentes,  nostra 
regia  auctorilate  trcs  aecclesias  in  pagis  Bureibant  et  Scopingon  nominatis,  in  uillis  quoque  Hreini,  Uuadi- 
ringas  et  Stochheim  constructas,  cum  omuibus  rebus  et  decimationibus  suis  a  Hludouuico  imperatore  ob 
remedium  aniraae  suae  ad  prefatum  Herifurlense  monasterium  traditis,  eidem  monasterio  more  antece^o- 
rum  nostrorum  confirmamus,  eo  tenore  ut  iam  dicla  domna  Godesdhu  abbatissa  omnesque  in  eodera  ho- 
nore  sibi  succedcntes  cum  predictis  aecclesiaslicis  rebus  aliisquc  omnibus  a  regibus  et  imperatoribus  per 
precepti  paginam  illuc  traditis  liberam  dehinc  potestatem  haheant  cum  suis  ministris  aecclesiastico  ordine 
disponere  atcjue  gubernare,  remota  omnium  horainura  contradiclione.  Insuper  sub  eadem  corroboratione 
concludimus  quicquid  a  religiosis  et  Deum  timenlibus  personis  ad  sepe  iam  dictum  monasterium  Herifur 
tense  in  preseiiti  traditum  est  uel  in  futuro  tradendum  erit.  Et  ut  haec  nostrae  rogiae  donationis  corro- 
boratio  ab  hac  hora  in  antea  firma  et  inconuulsa  permaneat,  haue  nostrae  dominationis  confirmationem 
inde  conscriptam  sigilli  nostri  inpressione  signare  iussimus  manuque  propria  ut  infra  uidetur  corroborauimus. 

Signum  domni  Heinrici  (L.  M.)  regis  inuictissimi. 
Egilbertus  canceUarius  uice  Uuilligisi  archicapellani  recog. 

Data  II.  Id.  Aug.  Anno  dominicae  incarnationis  MII.  Indict.  XV.    Anno  uero  domni  Heinrici  regis  t. 
Actum  Aruitdi. 

Das  aufgedruckte  Siegel  ist  swar  abgefallen,  Hegt  aber  noch  lose  bei  der  Urlcuode,  und  es  ist  nur  wenig  davon  verloren 
*  gegangen.  Es  teigt  den  König,  sitzend  auf  einem  Stuhle  ohne  Lehne,  aber  mit  einem  Pc»lslcr  bedeckt,  das  su  den 
Seiten  des  Königs  xwci  dicke,  fast  kugelfurmige  Wulste  bildet.  Das  Haupt  des  Königs  ist  mit  einer  flachen  Krone 
bedrckt ;  seine  Hände  hoch  aufgehoben ;  in  der  rechten  hält  er  einen  kurxen,  in  ein  Doppelkreuz  geendigten  Zepter, 
in  der  linken  eine  Kugel  mit  einem  Kreua«  (den  Reichsapfel).  Von  der  Umschrift  ist  noch  su  leaeo:  Heinricbua 
D a  Rex.  f. 

LXXVII. 

^*  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  diuina  fauente  dementia  rex.  Notum  sit  omnibus 
fidelibus  nostris  presentibus  scilicet  et  futuris,  qualiter  uenerabilis  abbas  nomine  Hosat  ||  nostram  adiit 
excellentiam,  suppliciter  orans  ut  nostra  magnifica  munificentia  prospiceremus  monasterio  cui  presidere 
uideretur,  quod  est  constructum  super  fluuium  Vuiscra  in  loco  qui  dicitur  noua  Corbeia  in  honorem  Dei 
et  sancti  protomartyris  Stephani ,  ubi  et  sancti  Viti  martyris  pretiosa  pignora  seruari  noscuntur.  Cuius  petitioni 
rationabili  propter  diuinum  amorem  et  ueuerationem  beatorum  martyrum  assensum  prebentes,  hos  apices 
serenitatis  nostrae  circa  ipsum  monasterium  fieri  iussimus,  per  quos  decernimus  atque  iubemus,  ut  nuUus 
iudex  publicus  uel  quilibet  ex  iudiciaria  potestate,  nisi  solus  illius  loci  prouisor  et  aduocatus  predicti  mo- 
nasterii  in  ecciesias  aut  loca  uel  agros  seu  reliquas  possessiones  prefati  monasterii ,  quas  modemo  tempore 
iuste  et  rationabiliter  possidere  uidetur,  in  quibuslibet  episcopiis,  pagis  uel  territoriis,  uel  quicquid  ibidem 
propter  diuinum  amorem  et  illius  sancti  loci  uenerationem  coUatum  fuerit,  ad  causas  audiendas  uel  freda 
exigenda  aut  mansiones  uel  paratas  faciendas  aut  (ideiussores  tollendos,  aut  ullas  reddibitiones  uel  illicitas 
occasiones  requirendas,  aut  homines  ipsius  monasterii  tam  ingenuos  quam  et  seruos  uel  latos  iniuste  di- 
stringendos,  ullo  umquam  tempore  iugrcdi  audeat,  uel  ea  que  supra  memorata  sunt  penitus  exigcre  aut 
exactitare  presumat,  sed  liceat  ibidem  Deo  famulantibus,  sub  nostrae  immunitatis  tuitione  quieto  ordine 
uiuere  ac  residere,  quatinus  melius  illos  delectet  omni  tempore  pro  nobis  et  coniuge  nostra  atque  stabih- 
tata  toüus  regni  a  Deo  nobis  coUati,  domini  misericordiam  attentius  exorare.  fnsuper  etiam  decimas  uel 
decimales  ecciesias  in  quibuscpe  episcopüs  ita  teneant  atque  disponant,  sicut  sub  anticessoribus  nostris 
TOgibus  ujdelicet  et  imperatoribus  tenere  per  precepta  uisi  sunt  atque  disponere.     Episcopis  uero  quibus 

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1002  —  i003.  69 

seruitium .  et  mansionatica  debent  tempore  circuitus  sui,  sccundum  scripta  sua  singulis  annis  persoluant. 
Et  ut  haec  auctoritas  concessionis  atque  confirmationis  nostrae  firtnior  habeatur,  et  per  futura  tempora  a 
cunctis  fidelibus  sanctae  Dci  ecolesiae  nostrisque  presentibus  et  futuris  melius  credatur  atque  diligentius 
conseruetur,  manu  propria  subter  eam  firmauimus  et  sigilli  nostri  inpressione  assignari  iussimus. 

Signum  domni  Heinrici  (L.  M.)  regis  inuictissimi, 
Egilbertus  cancellarius  vice  Uuilligisi  archicapeüani  recogn, 

Data  Villi.  Kai.  Sept.    Anno  dominicae  incarnationis  MII.  Indictione  XV.  Anno  uero  donmi  Heinrici 
regis  1.  Actum  Nouiomago. 

Von  dem  au r{;ed rockten  Siegel  ist  zwar  ein  grosser  Theil  des  ganzen  Umfanges  abgebrochen,  doch  ist  die  Figur  des 
Königs,  aur  einem  eiofacben,  mit  einem  Polster  bedeckten  Stuhle  sitzend,  den  Kopf  mit  einer  niedrigen  Krone  be- 
deckt, die  Hände  hoch  aurgehoben  und  in  der  linken  den  Reichsapfel  haltend  (die  rechte  ist  grösstentheils  mit  ab« 
gebrochen]  noch  deutlich  zu  sehen. 

LXXVIII. 

Aua  dem  Kopialbuche  des  Domstifls  zu  Paderborn. 

^*  In.  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  diuina  fauente  dementia  rex.  Notum  sit  Omni- 
bus fidelibus  nostris  presentibus  scilicet  et  futuris,  qualiter  nos  incendio  Paderbumensis  ecclesie  miserabili 
condolentes,  peticionique  nostri  fidelis  Retharü  uenerabilis  episcopi,  qui  eidem  sedi  modo  preesse  uidetur, 
ut  oportuit  annuentes ,  in  subplementum  iam  dicte  ecclesie  iu  ius  concedimus  et  per  hoc  regale  preceptum 
corroboramus  forestum  quod  incipit  de  Luthera  flumine  et  tendit  per  Osnig  et  Sinidi  usqde  in  uiam  que 
ducit  ad  Horohuscn ,  et  de  hominibus  predicti  episcopi  tarn  liberis  quam  et  seruis  nulia  iudiciaria  potestate 
constringendis ,  nisi  coram  aduocato  quem  ipse  episcopus  elegerit,  nostra  omniumque  nostrorum  successo- 
.rum  et  omnium  mortalium  contradictione  remota.  Et  ut  haec  confirmatio  stabilior  cunctis  permaneat 
temporibus,  hanc  paginam  manu  propria  corroborauimus  et  sigilli  nostri  impressione  insigniri  precepimus. 

Signum  domni  Heinrici  (L.  M.)  regis  inuictissimi. 

Egilbertv;s  cancellarius  uice  Willigisi  archicapellani  recognoui. 

Data  XVII.  Kai.  Octobr.  auno  incarnationis  dominicae  lAPAl^.    Indictione  I.  anno  uero  domni  H.  re* 
giiantis  I.  Actum  Bochbardon. 

LXXIX. 

^*  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  superna  fauente  dementia  rex.  Si  locum  diuino 
cullui  mancipatum  igneque  subitaneo  cum  ornatu  et  corroborationum  paginis  concrematum  restaurare,  || 
ornare  et  iterum  sublimare  uidebimur,  scimus  et  certi  sumus,  id  non  solum  laude  humana  predicandum, 
uerum  etiam  diuina  mercedo  remunerandum.  Cunctis  igitur  aecciesiae  Dei  fidelibus  nostrisque  astantibus 
et  succedentibus  compertum  fore  uolumus,  quod  de  incendio  Paterbrunnensis  aecciesiae  nimium  condolen- 
tes,  precepta  antecessorum  nostrorum  et  oblationes  fidelium  memorate  sedi  hac  preceptali  pagina  renoua- 
mus  iterumque  confirmamus,  de  quibus  unum  est  de  episcopatus  statu,  dehinc  de  tuitione  atque  mundi- 
burdio  eiusdem  aecciesiae,  et  de  omni  proprielate  ad  eandem  aecclesiam  pertinenti,  et  de  eins  hominibus 
tarn  liberis  quam  et  seruis  nuUa  iudiciaria  persona  constringendis,  nisi  coram  aduocato,  quam  ipse  episco- 
pus elegerit.  Insuper  renouamus  et  confirmamus  iam  habitae  sedi  comitatus  super  pagos  Paterga,  Aga, 
Threueresga,  Auga,  Sorehtfeld,  datos  pro  decimis  noue  Corbeie  ad  monasterium  pertinentibus ,  et  de  pro- 
prietate  clericorum,  si  quis  sine  berede  illorum  abierit,  eidem  aecciesiae  concessa,  et  de  tribus  mansis  in 
Tuisburcg  et  in  Trutmannia,  et  de  foresto  quod  incipit  de  Delhna  flumine  et  tendit  per  Ardenaam  et  Si- 

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60  i003  —  1004. 

nedi  usqoe  in  uiam  quae  dncit  ad  Herisi.  Haec  igitur  omnia  quae  supra  scripta  habentur,  et  qu^  illa 
die  tenere  et  possidere  uidebatur  quando  combusta  fuit,  sepe  nominate  sedi  Paterbninnensi  in  ius  pro- 
prietarium  donamus  et  firmissima  traditione  restauramus,  Ea  scilicet  serie,  ut  domnus  Retharius  memoratae 
sedis  uenerabilis  antistes  omnesque  sui  successores  uniuersa  que  ad  episcopium  aliqua  legali  datione  per- 
tinent,  securiter  obtineant  nostra  omniumque  nostrorum  successonim  et  omnium  mortalium  contradictione 
remota.  Et  ut  haec  renouatio  et  confirmatio  stabilior  cunctis  permaneat  temporibus,  hanc  paginam  manu 
propria  roboramus  et  sigilli  nostri  inpressione  insigniri  precepimus. 

Signum  domni  Heinrici  (L.  M.)  regis  inuictissimi. 
Egilbertus  cancellarius  uice  Umlligisi  archicapellani  recog. 

Data  Uli.  Non.  April.  Anno  dominicae  incamationis  MIII.  Indictione  I.   Anno  uero  donmi  Heinrici  re- 
gis I.   Actum  Quidilingaburc. 

Das  grosse,  den  «uf  dem  Throne  sitzenden  König  darstellende  Siegel  ist  der  Urkunde  seitwärts  aufgedruckt.  —  Am 
äussersten  Rande  der  Charte  steht  mit  sehr  feiner,  aber  viel  jüngerer  Schrill:  Hoc  non  est  legendum  nisi  comuio* 
nicato  consilio. 

LXXX. 

y^*  In  nomine  sancte  et  indiuidue  Trinitatis.  Heinricus  diuina  fauento  dementia  rex.  Omnium  sancte  Dei 
aecclesiae  nostrorumque  fidelium  presencium  ac  futuronim  comperiat  ||  uuiuersitas,  Qualiter  domna  Fredc- 
runa  uenerabilis  abbatissa  eiusque  soror  Imma  comitissa  Gerone  comite  adiuuante  construcserunt  quoddam 
monasterium  ad  honorem  sancte  Dei  genitricis  et  perpetue  uirginis  Marie  dedicQtum,  ad  quod  omnem  hc- 
reditatem,  hoc  est  Keminetan,  Hegen,  Barigi,  Tundiriun,  Othere,  hec  sunt  in  Tilithi,  Uarstan  in  Auga, 
Rothe  in  Uuikanauelde,  Bardenuuic,  Hotmannessun ,  Uuitthorp,  Britlingi,  Biangibudiburg,  Addunesthorp, 
Hatherbiki,  Bodanhuson,  Sutherburg,  in  Bardanga,  Cianiki,  in  Dreuani,  Uuigmannesburstal,  Bennedesthorp, 
in  Mosidi,  Uuidila,  Uualdersidi,  Kokcrbiki,  in  Heilanga,  Holana,  Aun,  Setila,  in  Hogtrunga,  Hepstidi,  Sini- 
gas,  cunctaque  earum  hie  prememorata  prcdia  gratissima  uoluntate  tradiderunt,  que  uero  sita  sunt  in 
comitatu  Bernhardi  ducis,  unde  nostram  regalem  aggresse  maiestatem,  suplices  rogauerunt,  ut  ipsum  mo- 
nasterium in  nostri  mundiburdio  susciperemus,  talisquc  libertatis  ac  legis  prima  tum  concederemus ,  qualem 
Gandesheim,  Quitilinburg,  Heriuurti  tenere  uidentur.  Quod  nos  petitione  Theodrici  Mimidonensis  episcopi 
fecisse,  omnium  noscat  uniuersitas  fidelium.  Ad  hec  statuimus  ut  in  prefate  abbatisse  sueque  sororis  comi- 
tisse  potestate  predictum  monasterium  et  abbacia  nostro  persistat  concessu  diebus  uite  earum,  post  obitum 
uero  utrarumque  earum  ad  nostrum  publicum  eadem  abbacia  ius  in  perpetuum  pertineat.  Insuper  autem 
uolumus  ut  nulla  maior  sine  minor  regni  nostri  persona  in  eadem  abbacia  placitum  facere  aut  aliquam 
sibi  molestiam  inferre  uel  publicam  funccionem  exercere,  nisi  aduocatus  abbatisse  sanctarumque  monialium. 
Hoc  etiam  nostra  regali  auctoritate  eidem  concedimus  abbacie,  ut  sanctg  moniales  eiusdem  monasterii  ab- 
batissa defuncta  licenciam  habeant  eligendi  aliam  ad  hoc  idoneam.  Et  ut  huius  nostre  auctontatis  prc- 
ceptum  firmius  omni  tempore  perseueret,  hanc  paginam  manu  propria  roborantes,  sigillo  nostro  iussimus 
insigniri. 

Signum  domni  Heinrici  (L.  M.)  regis  inuictissimi. 

Egilbertus  cancellarius  uice  Uuilligisi  archicappellani  notaui, 

Data  nil.  Non.  Nouembr.  Anno  dominice  incamationis  M.IIII.  Indiccione  H.    Anno  uero  domni  Hein- 
rici n.  regis  ni.  Actum  Magadeburc. 

Die  Charte  ist  sehr  beschädigt,  und  vom  Siegel  nur  ein  BruchstUck  übrig,  auf  welchem  jedoch  der  Zepter  in  der  rech- 
ten Hand  des  Königs  noch  sehr  deutlich  zu  erkennen.  —  Die  im  Originale  Tcrschwundcne  Angabe  des  Regicrungs* 
Jahres  ist  aus  dem  Correjf'schen  Kopialbucfae  ergänst. 


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1006  —  1011.  61 


LXXXI. 


i  Johannes  episcopus  seruus  seraorum  Dei.  Dilecto  filio  Ratario  Paterbrunensi  uenerabili 
episcopo  snisqne  successoribus  In  perpetuum.  Sacrosancta  apostolica  sedes  dum  materne  pietatis  et  regi-, 
minis  uniuersalis  in  ecciesiis  Christi  optinet  officium  corroborationis  doctrine  et  auctoritatis  impendere  in- 
cessanter  eisdem  debet  suffragium.  Quocirca  tue  postulationi ,  karissime  fili,  in  concedendo  tibi  tueque 
sedis  ecciesie  apostolice  auctoritatis  priuilegio,  et  libenti  animo  anbuimus  et  gratissima  animi  indulgentia 
concedimus.  Ita  enim  caput  gaudere  poterit,  si  membra  integra  stabilito  robore  se  habere  senserit.  Igi- 
tur  ut  ab  antiquis  sancte  Paterbrunnensis  ecciesie  sedes,  cui  Deo  auctore  presides,  fundata  ac  rebus 
diuersi  generis  dotata  est,  ut  que  bonorum  uirorum  ac  fidelium  Christi  coUatione  actenus  copiis  diuitiarum 
possessionumque  accreuisse  uisa  est,  ita  eam  perpetuo  apostoKci  iuris  precepto  tibi  tuisque  successoribus 
in  perpetuum  manere  decemimius.  Sintque  a  prauorum  incursione,  dolo  et  direptione  tuta  quecumque 
predicta  ecciesia  immo  sedes  episcopalis  posscdisse  actenus  uidetur,  uel  quecumque  acquirere  fidelium 
Christi  coUatione  acquirere  potuerit,  id  est  uicos,  possessiones,  curtes,  dioceses  diocesensiumque  territoria 
sibi  pertinentia.  Item  domos,  castella,  agros,  uineta,.flumina,  lacus  cum  omnibus  que  in  eis  fiunt  instru- 
mentis,  seruos  etiain  et  ancillas,  itemque  colonos,  census  seu  reditus,  aut  etiam  pensiones.  Ista  omnia  et 
sicut  supra  dictum  est  quorumcumque  possessionem  predicta  ecciesia  habere  uisa  est  aut  uidebitur,  aucto- 
ritate  apostolica  eidem  confirmamus  et  corroboramus,  et  in  perpetuum  ualere  decernimus,  ut  nuUa  uio* 
lentia  aut  iiigenio  ab  ea  subripiantur  aut  alienentur.  Item  decernimus  beati  PETRI  apostoli  auctoritate,  ut 
nuUa  ordinatio  ibi  episcopalis  existat,  id  est  nullus  consecretur  episcopus  in  predicta  ecciesia,  nisi  electione 
filiorum  eiusdem  ecciesie  approbatus.  Si  quis  autem  insanus  aut  presumtor  res  eiusdem  ecciesie  deua- 
Stande  aut  diripiendo  itemque  minuendo  contra  hoc  nostre  auctoritatis  priuilegium  uenire  temtauerit  aut 
obseruare  despexerit,  nisi  condigna  emenda  t  .  .  .  e  resipucrit,  excommunicationi  subiaceat  anathematis 
uinculo  innodatus,  maledictione  eterna  damnatus  sit  et  cum  reprobis  poenis  subiaceat  perpetuis. 

f  BENE  VALETE. 

Datum  et  scriptum  per  manus  Petri  abbatis  et  cancellarii  sacri  palatii  in  mense  Decembrio  indictione 
quarta,  Anno  Deo  propitio  domni  Johannis  XVIII.  pape  tertio. 

Das  Siegel  iU  Tcrloren  gegangen. 

LXXXII. 

C  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  diuina  ordinante  prouidentia  rex.  Diuinae  pie- 
tatis dementia  ||  quae  Nos  ad  cülmen  regiae  maiestatis  perduxit,  ad  hoc  uoluit  regnare,  ut  ecclesiarum 
ordini  firmando  atque  corroborando  subueniamus.  His  autem  raaxime  locis,  quae  ab  antecessoribus  nostris 
regibus  imperatoribus  fundata,  sed  iam  peccatis  exigentibus  p^ne  uidebantur  annuUata.  Quapropter  omnium 
fidelium  nostrorum  presentium  scilicet  ac  futurorum  industriae  notum  esse  volumus,  qualiter  Nos  diuini 
amoris  instinctu,  pro  remedio  animae  Nostrae  seu  parentum  nostrorum,  Nee  non  et  tercii  Ottonis  bonae 
memoriae  imperatoris,  dilecteque  coniugis  nostre  CVNIGVNDAE  reginae  interuentu,  atque  Meginvvero  sanctae 
Podrebronnensis  §cclesiae  venerabilis  episcopi  rogatu,  sibi  sanctaeque  suae  ecdesiae  a  Karolo  magno  im- 
peratore  olim  fundatae,  nostris  vero  temporibus  incendium  passae,  in  honore  enim  sanctae  Dei  genitricis 
semperque  virginis  MARIAE  et  sancti  Kiliani  martiris  LIBORIIque  confessoris  dedicatae,  comitatum  quem 
Hahold  comes  dum  vixit  tenuit,  situm  scilicet  in  locis  Hauerga,  Limga,  Thiatmalli,  Aga,  Patherga,  Treue- 
resga,  Langaneka,  Erpesfeld,  Silbiki,  Matfeld,  Nihterga,  Sinatfeld.  Balleuan  prope  Spriada,  Lambiki,  Les- 
sion, Seuuardeshusun,  cum  omni  legalitate  in  proprium  concedimus   atque  largimur  per  hanc  nosU^m 


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62  lotl  — 1013. 

regalcm  paginam,  eo  videlicet  ratioiiis  tenore,  vt  prefatus  episcopus  Meginvverc  suique  successores  prae- 
scriptac  aecclesiac  presidentes  dehinc  liberam  habeant  potestatem ,  de  eodem  comitatu  eiusque  utUitalibus 
quicquid  eis  placuerit  faciendi,  ad  eorum  tarnen  utilitatcm  ecclesiae,  omni  videlicet  inquietudine  remota. 
Et  ut  haec  nostre  traditionis  seu  confirmationis  auctoritas  stabilis  et  inconuulsa  omni,  habeatur  tempore, 
hoc  preceptum  inde  coiiscriptum  manu  propria  firmare  curauimus,  et  sigillo  nostro  insigniri  iussimos. 

Signum  domm  Beinrici  (L-  M.)  regis  inuictissimi. 

Gunthenus  canceUarius  ad  uicem  Erkambaldi  archicappellani  recognoui, 

Datum  IUI.  Idus  April.  Indictione  Villi.  Anno  dominicae  incarnationis  millesimo  \l^<>  Anno  vero  domni 
secundi  Heinrici  regnantis  Villi.  Actum  Tribura  regia  villa  FELICITER  AMEN. 

Das  seitwärts  dicht  neben  der  Monngrarom*  und  Recognitions«Formel  •ur};edrttckte ,  grosse  kreisförmige  Siegel,  seigt 
dfn  König,  mit  einer  niedrigen  Krone  bedeckt,  beide  HÜnde  hoch  aufgehoben,  in  der  rechten  einen  in  eine  Lilie 
ausgehenden  Stab,  in  der  linken  eine  Kugel  haltend,  auf  einem  niedrigen,  yerzierten  Stuhle  ohne  Lehne,  ond  auf 
einem  Kissen  sitxend,  das  tu  beiden  Seiten  des  Königs  xwei  dicke  Wulste  bildet;  die  Umschrift  heisC:  Heinricus  Di. 
Gratia  Rez.  f. 

LXXXIII. 

v>i«  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  diuina  fauente  dementia  rex.  Quoniam  diuinae 
disposilionls  prouidentia  nos  ad  summum  rei  publicac  culmen  regendum  prouexit  ||  et  uniuersitati  multo- 
rum,  quamuis  merito  inferiores,  tarnen  eminentiore  quadam  nominis  prcrogatiua  preesse  disposuit,  eius, 
cuius  misericordia  suraus  sublimati,  in  omnibus  oportet  obedire  preceptis,  vt  ulililati  subditorum  proui- 
dentes,  quanto  plus  pre  ceteris  sub  specie  honoris  ascendisso  cernimur,  tanto  magis  interius  humiliati,  bis 
qui  sub  umbra  regiminis  deseruiunt,  dcbitum  retributionis  exhibendo  familiari  conpassione  condescendamus. 
Nam  si  qualitates  seruicntium  nobis  piae  discrecionis  intuitu  examinantes  unicuiquc  pro  qualitate  meritorum 
recompensare  studuerimus,  debitum  persoluendo  dominicum  preceptum  implemus,  et  excellcntiam  regiac 
dignitatis  *  *^  *  ^) 

^studere  uidimus,^)  quandam  cortem  nostrae  proprietatis  Berneshuson  dictam,  in  pago  Lisga,  in  comi- 
tatu Vdonis  sitam,  quam  ab  Vnevvano  Bremonense  archicpiscopo  donante  per  aduocatum  suum  Ydonem 
absque  omni  contradictione  *)  legitima  traditione  accepimus,  sanctae  Paderbrunnensi  aecclesiae  in  honore 
sanctae  Dei  genitricis  Mariae  sanctorumque  Kiliani  martiris  et  Liborii  confessoris  consecratae,*)  pro  reme- 
dio  animarum  diu^  memoriae  Ottonis  imperatoris.  tercii  senioris  scilicet  nostri  omniumque  parentum  nostro- 


>)  Da  die  Charte  sehr  yerdorben  und  in  twei  SlUrke  zerrissen  ist,  so  ist  in  der  Mitte,  durch  die  ganze  Breite  derselben,  ein 
Theil  verloren  gegangen.  Auf  den  ungleich  hervorstehenden  Riindern  »ind  von  zwei  Zeilen  noch  einzelne  unzasammeuhan- 
gende  Worte  lesbar,  aus  denen  sich  schliessen  lässt,  dass  in  dem  Fehlenden  die  Personen  genannt  waren,  auf  deren  Ver- 
wendung die  Schenkung  geschah. 

')  In  einer  andern,  gleichzeiligefi,  aber  ebenfalls  nur  fragmentarisch  erhaltenen  Ausfertigung  derselben  Urkunde,  findet  sich, 
anstatt  der  obigen  Einleitung  (Qucmiam  —  uidimus),  die  folgende:  Tribunal  animae  dilatamus,  si  aecclesias  Christi  cum 
sibi  subiertis  amptiamus.  Qua  de  re  fidelium  Dei  uniuersitati  pateat,  quod  hac  intentione,  interuentu  dilectissimae  con- 
tectalis  nostrae  Cunigundae  reginae,  nee  mm  et  Heriberti  archiepiscopi  Coloniensis,  Adalbaldi  Traiectensis ,  Theoderici 
Mimegardeourdensis ,  Theoderici  Metensis,  Bernuuardi  Hildeneshemenüis,  Thietroari  Osnebrugensis ,  Erici  llauelbergensis, 
sanctae  Paterbrunnensi  aecclesiae  in  honorem  sanctae  Dei  genitricis  Mariae  sanctique  Kiliani  martiris  et  sancti  Liborii 
confessoris  consecratae,  cui  etiam  Meinuuercus  venerabilis  episcopus  presidet, 

^  Die  drei  letzten  Worte  fehlen  in  der  zweiten  Ausfertigung. 

^)  In  der  2.  Ausf.  fehlen  die  Worte  sanctae  —  cooaecr.  weil  sie  schon  früher  eingeschaltet  tiod. 


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1013  —  1014.  63 

rum  simul  ac  dilectissiine  coniugis  nostrae  et  stabilitatc  regni ,  *)  proprietario  iure  concedimus  cum  omnibus 
appertinentiis,  rebus,  territoriis,  uillis,  maucipiis  utriusque  scxus,  siluis,  uenationibus ,  aquis  aquarumue 
decursibus,  molendinis,  piscationibus,  uiis  et  inuiis,  evitibus  et  redilibus,  pralis  et  pascuis,  et  cum  omni* 
bus  acquisitis  uel  inquirendis,  Ea  ratione  vt  prcnominatus  episcopus  eiusque  successores  liberam  potesta- 
tom  in  eiusdem  äecclesiae  utüitatem  uertendi  habeant.  Si  quis  autcm  in  postcrum,  quod  absit,  prefatam 
aecciesiam  inquietare  contendat  de  eisdem  prediis,  perpetuo  anathemate  condemnetur.  Insuper  C.  libras 
auri  optimi  componat,  dimidictatem  regiae  camere,  et  reliquam  partcm^)  eidem  äecclesiae  quam  inquietare 
presumpsit.  Et  ut  haec  nostrae  tradicionis  auctoritas  stabilis"')  permaneat,  hanc®)  regalis  precepti  paginam 
conscribi  ac  manu  propria  confirmantes  sigillo  noslro  iussimus  insigniri. 

Signum  domni  Heinrid  secundi  i^egis  (L.  M.)  inuictissimi, 
Guntherius  cancellarius  uice  Ercambaldi  archicappellani  .  .  .•) 
Von  dem  aurgedruckten  Siegel  ist  noch  ein  Bruchstück  vorhanden. 

LXXXIV. 

Aufl  dem  jüngeren  Kopialbuche  des  Domstifls  sn  Paderborn. 

In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  diuina  fauente  dementia  Romanorum  Imperator 
augustus.  Quoniam  diuinae  dispositionis  prouidentia  nos  ad  regendum  tocius  reipublicae  monarchiam  apo- 
stolica  benedictione  prouexit,  ante  omnia  autem  hoc  laborare  dcbemus,  ut  qui  coronam  terreui  imperü 
concessit,  post  emensum  huius  uitae  spacium  ea  etiam  coronari  permittat,  quae  non  auferatur  in  aeternum. 
Quod  potissimum  fieri  decernimus,  si  loca  ecciesiasticis  obsequiis  deputala  nostra  auctoritate  corroborentur, 
ut  omni  exteriore  inquietudine  remota  in  tranquilitate  permaneant,  quatinus  eorum  precibus  adiuuemur, 
(jui  ibi  die  noctuque  orationibus  in  Dei  seruicio  uacare  debentur,  et  quod  per  nos,  utputo  consciencia 
trepidi,  querere  non  presumimus,  sanctae  Dei  ecclesiae  seruienlium  pia  intercessione  impetremus.  Qua- 
propter  uniuersilati  fidelium  nostrorura  patere  uolumus,  qualiter  Megenuuercus  Paterbrunnensis  ecclesiae 
ucncrabilis  Episcopus,  pro  ecclesiastica  utililate  arduum  laborem  aggressus,  nobiscum  limina  beatorum 
apostolorum  Petri  et  Pauli  pia  intentione  quesiuit,  dpuote  supplicaturus ,  ut  ecciesia  cui  ipse  pastorali  cura 
presidet,  in  prirais  apostolica,  deinde  nostra  imperiali  auctoritate  corroboretur,  pro  eo  maxime,  quia, 
quando  ecciesia  fuit  concremata,  omnia  eiusdem  ecclesiae  precepta  atque  priuilegia  incendio  perierunt. 
Cuius  peticioni,  quia  rationabilis  uidelur,  gratuilo  adsentientes,  quicquid  eadem  ecciesia  per  iusticiam  ob- 
tinere  debet  antecessorum  nostrorum  uel  nostra  oblatione,  ceterisque  iidelibus  ibi  collatum  in  rebus,  tcrri- 
toriis,  uel  in  comitatibus  ac  districtu,  uel  quibuscumque  utensilibus,  ac  quicquid  ipse  Episcopus  predictus 
Megenuuercus  de  sua  hereditate  ibi  contulit,  uel  aliunde  per  coramutationem  aut  precanam  legaliter  ad- 
quisiuit,  denuo  stabili  dono  concedimus  et  imperiali  auctoritate  confirmamus.  Si  quis  autem  nostrae  con- 
firraationis  edictum  ulterius  aliqua  prcsumptione  infringere  temptauerit,  Centum  librarum  auri  ad  nostrum 
pondus  compositione  multetur,  ac  dimidium  camerae  nostrae  persoluat,  reliquum  uero  eidem  ecclesiae, 
quam  temerarie  inquietare  presumpsit.    Et  ut  haec  conlirmatio  per  successiones  temporum  stabilis  et  in- 


*}  Anstatt  der  Stelle  omniumque  —  regni,   hat  die  2.  Ausf.:   et   incolomitate  uitae  nostrae  utriusque  presentis  uidelicel  et 

futurae,  coniugisque  nostrae  dilectissimae,  nee  minus  pro  stabililate  regni, 
^  Anstatt  dimid.  —  partem,  heisst  es:  L.  reg.  cam.  et  L. 
^  Die  2.  Ausf.  schiebt  ein:  et  incoauolsa 

^  Von  hier  an  ist  in  der  »weiten  Ausf.  der  übrige  Theil  des  Textes,  nebst  Monogramm,  Datum  und  Siegel  yerloren  gegangen. 
•)  Das  übrige,  nebst  der  gansen  Datums-Formel,  ist  weggerissen.  -^   Eine  dritte,  über  dieselbe  Schenkung  von    Heinrich  als 

Kaiser  ausgefertigte  Urkunde,  die  am  meisten  mit  der  aweiten  Ausfertigung  übereinstimmt,   wird  weiter  unten  vorkommen. 

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64  1014  —  1015. 

i^onuulsa  permaneat,  hanc  imperialis  precepti  paginam  inde  coiiscribi  ac  manu  propria  confirmantes  Sigillo 
nostro  iussimus  insigniri. 

Signum  domni  Heinrici  sereinssimi  et  inuicHssimi  Imperatorts.  (L.  M.) 
Gunterius  Cancellarius  uice  Ercanbaldi  Archicapellani  recognoui, 

Data  Indictione  XI.  anno  dominicae  Incarnationis  M.  XIIII.  anno  uero  domni  Heinrici  secondi  regnan- 
tis  XII.  Iinperii  uero  L  Actutn  Papiae  feliciter  Amen. 

LXXXV.  *) 

C.  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  diuina  fauente  dementia  Romanonim  Imperator 
augustus.  Necesse  est  utcum  res  bona  agilur,  prius  eius  ...  ||  ...**)  in  corde  uincatur.  Ne  si  a  ra- 
dice  misere  intentionis  prodeat,  amaros  nequiciae  fructus  producat.  Ea  propter  non  surdi  auditores  euan- 
£ielicae  Marthae,  cuius  more  Meinuuercus  episcopus  nobis  frequenti  ministerio  satagit  deseruire,  ob  inter- 
uentum  Cunigundae  imperatricis  augustae  contectalis  uidelieet  nostrae,  nee  non  Euerhardi  sanctae  Baben- 
bergensis  sedis  episcopi,  sed  et  Egilberti  Frisingensis  ecclesie  pontificis,  sacrosanctae  Patherbrunnensi  eccle- 
siae  in  honore  S.  Mariae  mundi  dominae  sanctique  Kyliani  martyris  atque  Lyborii  confessoris  Domini  con- 
secratae,  curtem  Honstede  dictam  cum  omnibus  pertinentiis,  terris  uidelieet  cultis  et  incultis,  mancipiis 
utriusque  sexus,  molendinis,  piscationibus,  aquis  aquarumue  decursibus,  quibus  scilicet  archiepiscopus 
Onvvan  eam  possedit  nobisque  legaJiter  tradidit,  in  pago  Rittiga,  in  comitatu  Bernhardi  comitis,  perpetuo 
iure  possidendam  tradidimus.  Et  ut  haec  nostrae  imperialis  traditionis  auctoritas  firma  et  inconuuLsa  per- 
maneat, sigilli  nostri  impressionc  hanc  paginam  manu  propria  corroborando  supter  bullari  iussimus. 

Signum  domni  Heinrici  (L.  M.)  imperatoris  inuicHssimi, 
Gunterius  cancellarius  uice  Erchanbaldi  archicapellani  notaui, 

Data  X\1II.  Kai.  Febr.  Anno  dominicae  incarnationis  Mill.  XV.  Indictione  XIII.  Anno  autem  domni 
Heinrici  secundi  regnantis  XIII.  Imperii  uero  primo.    Aotum  Mulinhusen  feliciter  AMEN. 

Das  Siegel  war  mit  einer  rotben  Schnur,  yon  welcher  noch  ein  XJeberreat  forhanden  iit|  angehängt,  also  wahrachein- 
licb  ein  Metallsiegel. 

LXXXVl. 

Aus  dem  Kopialbuche  des  Domstifls  sa  Paderborn. 

Anno  dominice  incarnacionis  Millesimo  XV®.  Mainuuerco  uenerabili  episcopo  Paterbrunnense  cenobium 
digne  Deo  laudabiliterque  mundo  regente  et  custodiente,  quidam  miles  Mainheri  nominatus,  diuina  ut  cre- 
dimus  ammonicione  compunctus,  qualiter  se  aeternae  hereditati  adsociaret  atque  inextinguibiles  flammas 
euaderet,  quicquid  uUius  habuit  proprietatis  in  Burgnun  et  in  Balhomun  et  in  Scharhem  ad  monasterium 
a  prefato  episcopo  nouiter  constructum  et  ad  ministerium  fratrum  et  utilitatem  ibidem  famulantium, ,  omni- 
bus altercationibus  amissis,  Amulungo  eiusdem' monasterii  aduocato  accipiente,  in  proprium  tradidit  et 
amisit,  Ea  uidelieet  ratione  addicta,  ut  post  huius  suae  uitae  cursum  unusquisque  fratrum  prenominatorum 


^]  Das  Original  dieser  Urkunde  ist  sehr  beschädigt,  der. Text  musste  daher  grossentheils  aus  dem  Kopialbuche  ergäntt  werden. 
Dieses  gibt  der  Urkunde  die  Jabnahl  1012 ;  auch  im  Originale  scheint  die  Zahl  ursprünglich  XU.  gewesen,  und  erst  später 
in  XV.  verändert  zu  sein.  Der  in  der  Urkunde  gebrauchte  Imperator -Titel,  und  die  angegebenen  Regierungs-  und 
Kaisertbums- Jahre  seigen  indessen  unwidersprechlich ,  dass  die  Urkunde  nur  in  das  Jahr  1015  gehören  kann. 

^)  Im  Kopialbuche  steht  an  dieser  Stelle:  elatio;  im  Originale  ist  indessen  der  Baum  des  Ausgefallenea  so  groasi  dass  man 
mehr  als  ein  Wort  vermuthen  muss.  ^^ 

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1015.  65 

per  anniuersarios  eiusdem  dies  unum  panem  et  unam  camem  et  eminam  mediam  pro  commemoratione 
ipsius  animae  accipiat.  His  uidelicet  firmiter  peractis,  predictus  Mainuuercus  episcopus  superna  compun- 
ctione  ammonitus,  qualiter  omnibus  quibus  hoc  foret  compertum ,  ad  diuini  cultus  aucmentacionem  cor 
promtius  adtraheret  suaeque  uoluntati  animum  uniuscuiusque  deuotiorcm  subnecteret,  unam  curtem  Suli- 
chem  nominatam  cum  omnibus  utilitatibus  ad  eandem  curtem  perlinentibus,  et  triginta  aratrorum  decimas 
eidem  iMainhario,  cum  suo  aduocato  Ämulungo,  non  in  precariam  sed  in  beneficium  ad  suae  uitae  tempus 
prestiiit,  et  si  aliquis  sui  successorum  prescripti  beneficii  aliquid  infringendo  minuerit,  sua  accipiendi  licen 
ciam  habere  sibi  promisit.  Huius  tradicionis  testes  introducamus.  Dodica  comes.  Brun.  Amulung.  Ecbehrt. 
Vuikin.  Tamma.  Rediald.  Engiimar.  Thiadric.  Othelric.  Alfric.  Iba.  Brunhard.  Buna.  Isger.  Thiatmar.  Sicca. 
Liücika.  Aciiin.  Eza. 

LXXXVII. 

Überreste  der  Urkunden  über  die,  durc|;j  den  Bischof  Meinwerk,  für  die  Kirche  zu 
Paderborn,  von  verschiedenen  Personen  erworbenen  Besitzungen. 

I.  Quidam  nobilis  qui  uocabatur  iunior  Meinheri,  human^  fragilitatis  memor,  quoddam  predium 
nomipe  Hengilderi  ad  dominium  sanct^  Dei  genitricis  Marie  et  sancti  Kiliani  martyris  sanctique  Liborii  con- 
fessoris,  cum  consensu  uxoris  sue  Hunime  et  filie  eius  Ode,  iuslissime  heredis  sue,  pro  remedio  anime 
sue  in  proprium  tradidit.  Vnde  episcopus  Meinuuercus  presul  Patherbrunertsis ,  Dei  misericordia  motus,  XX. 
aratra  et  C.  maldra  annone,  quamdiu  ipse  Mainhcrius  uiueret,  omni  anno  concessit.  Vxori  uero  suf  in 
presentia  Ekkihardi  et  Liudulfi  comitum,  ut  hoc  laudaret,  IUI.  libras  denaiiorum  misit. 

IL  Diuina  gratia  ammonente,  Yolcmarus  cum  assentatu  suorum  fratrum  nomine  Nithig  et  Warinherd, 
duo  predia  Holthem  et  Aslan,  in  sancto  die  Lamberti  martyris,  in  quodam  loco  qui  uocatur  Ringhelmi,  ad 
sedem  Patherbrunnensis  ecclesie  in  honore  Kiliani  martyris  et  Liborii  confessoris,  cum  omni  utilitate  eius- 
dem predü,  Eilberto  id  accipiente,  omni  contradictione  procul  remota,  in  proprium  tradidit.  Huius  tradi- 
tionis  fuerunt  testes.  Liudulf  comes,  et  Erpo  Qomes,  et  ipse  episcopus  Machinuuardus,  et  Benna  comes, 
et  Ekkico  comes,  et  Eilbracht  et  Tiada  milites  Liudulfi  comitis. 

III.  Quidam  uoster  fidelis  frater  nomine  Nithing,  mcmor  humane  fragilitatis,  quedam  loca  Holthem  et 
Buronan,  cum  omnibus  appendiciis,  mancipiis  utriusque  sexus,  in  uillis,  in  agris  cultis  et  incultis,  in  pratis, 
in  siluis,  in  piscationibus ,  pro  remedio  anim^  sue  suorumque  parentum,  per  aduocatum  suum  nomine 
Uucrinhardum,  ad  dominium  sancte  Mari^  matris  domini  nostri  Jesu  Christi  et  sancti  Kiliani  martyris  Libo- 
riique  confessoris  in  proprium  tradidit  Quo  facto  Paterbrunnensis  ecclesie  uenerabilis  presul  nomine 
Meinuuercus  bannum  super  Horohusun  et  quendam  locum  Uuaueri  nominatum  atque  Bokinauurdi  usque  in 
exitum  sue  uite  eidem  concessit,  ea  uidelicet  ratione,  si  predictus  domnus  Nithing  uitam  imperatoris  Hein^ 
rici  superuiueret,  ut  anniuersarium  eius  sicut  unius  episcopi  Paterbrunnensis  de  sola  curte  Bokinauurdi 
faceret,  et  CCC.  elemosinas  pro  anima  eius  daret,  et  in  eadem  die  exitus  eius  et  anniuersarii  unum  pau- 
perem  cum  I.  camisia  et  I.  bracca  et  L  cotte  et  I.  tunica,  duabus  hosan  et  untiunculis  et  caltiamcntis  et 
cirotecis  et  pilleo  et  cingulo  uestiret,  et  in  natali  sancti  Kiliani  martyris  plenum  conuiuium  ecciesiasticis 
fratribus,  sicut  in  natali  sancti  Liborii  confessoris,  de  prcnominata  curte  Bokinauurdi  similiter  pcrsolueret. 
Post- uitam  domni  Nithinches,  si  quis  confratrum  eandem  curtem  Bokinauurdi  tenuerit,  anniuersarium  impe- 
ratoris et  conuiuium  in  natali  sancti  Kiliani,  sicut  prenominatus  domnus  pleniter  faciat. 

Hoc  cirograuum  ideo  scriptum  est,  si  ipse  episcopus  Meinuuercus  aut  aliquis  eius  successorum  domno 
Nithinche  aliquid  de  his  subtrahere  uoluerit,  ut  ei  intra  episcopatum  I.  uorouuerc  cum  XX.  litis  et  XII. 
aratris  concedatur.  Super  hec  omnia  üuerinhardo  heredi  suo  I.  crusinam  marthrinam  et  111.  uncias  auri 
pro  mercede  dedit.  II.  Non.  Novembr.  actum  in  Paterbrunnen. 


Cod.  dipl.  bist.  Westfal.  9 

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66  1015. 

IV.  Quidam  presbyter  nomine  VVlfdagus  quicqnid  proprietatis  habuit  in  Baddudhuson ,  domno  Main- 
uuerco  episcopo  ad  dominium  sancte  Dei  genitricis  Marie  sanctique  Kiliani  atcpie  sancti  Liborii  per  suum 
tutorem  cum  uolunlale  sui  heredis  iustissimi,  Paterbrnnnensis  cenobii  aduocado  Ymmido  id  accipienle,  in 
proprium  tradidil,  Ea  uidelicet  ratione,  ut  a  domno  Mainuuerco  qiiedam  ecclesia  in  oppido  Pumissun  sita 
cum  Omnibus  ad  eam  pertincntibus,  et  pars  ecclesie  in  uilla  Baldereshusun  site,  que  ad  episcopum  Pater- 
brunnensem pertinet,  supradicto  presbytero  usque  in  finem  uite  sue  in  beneficium  concederetur,  et  post 
eiusdem  presbyteri  obitum  sue  matri  ex  parte  episcopi  in  Pumissun  omnibus  ^iebus  uite  su^  detur  annona. 
At  si  istud  beneficium  ab  eodem  episcopo  aut  eius  successore  uel  minuitur  uel  abstrahitur  omnino,  pre- 
dictus  presbyter  suum  predium  liberara  habeat  potestatem  accipiendi. 

V.  Quedam  sancte  monialcs  Imize  et  Imuke,  etiam  sorores,  per  suum  aduocatum,  totum  quod  habe- 
baut  predium  in  Karalasthorp  cum  omnibus  appendiciis  ad  dominium  sancte  Dei  genitricis  Marie  perpetue 
uirginis  et  sancti  Kiliani  märtyris  sanctique  Liborii  confessoris  in  proprium  tradidcrunt.  Hac  uidelicet  tra~ 
ditione  firmiter  peracta,  uenerabilissimus  Paterbrunensis  ecclesie  prcsul  Meinuuercus  pia  misericordia  motus, 
eis  duo  talenta  pro  illo  predio  dedit,  et  insuper  decem  maldra,  et  I.  baconem ')  cum  intestinis,  uel  I. 
saginatum  porcum,  et  XXX.VI.  modios  brasii  quotannis  se  daturum  eis  promisit,  Ea  ratione,  si  ipse  uel 
aliquis  eius  successor  illud  infringere  studuerit,  quod  ipse  prenominate  sorores  libere  sua  reciperent  predia. 

De  testibus.  Amulunc  comes.  Ekibracht.  Tfaietmer.  Thiedric.  Imuca.  Liudbran.  Eppa.  Rotbald.  Hosadus 
prepositus.  Hecil  capcUanus. 

VI.  Quidam  miles  nomine  Brun,  huius  uite  fragilitatis  memor,  pro  grauedine  suorum  peccaminum, 
et  pro  anim9  remedio  sui  fratris  Thiadmari,  ad  dominium  sanctf  Marie  et  sancti  Kiliani  martyris  et  sancti 
Liborii,  quicquid  habuit  proprietatis  in  Bctanun  et  in  Uualdenstidi ,  in  mancipiis  utriusque  sexus,  in  areis, 
in  agris,  in  pratis,  in  aqnis,  in  siluis,  cum  consensu  sue  heredis  Idae,  in  proprium  tradidit,  Eo  uidelicet 
pacto,  ut  quamdiu  uiueret  hoc  beneficium  quod  ei  Mainuuercus  Paterbrunnensis  ecclesie  episcopus  con- 
cessit,  hoc  est  Boffessun  et  Hemmedesun  cum  omnibus  appendiciis  in  integrum  ad  suos  usus  possideret,  et 
si  uel  isle  uenerabilis  episcopus  M.  uel  alius  eius  successor  inde  quid  eripcret,  tum  potestatem  suum  habe- 
ret  iterum  recipere.  Huius  tradicionis  hos  inlroducimus  testes.  Dodican  comitem.  Ymmiden  comitem.  Volc- 
bald  comitem  Gerbard.  Amulung.  Triadric.  Sicca.  Benna.  Benneka.  Mainuuerc.  Egia.  Bosa.  Ysica.  Azilin. 
Thiadric.  Adalbert.  Adulf.  Bernhard. 

VII nomine  Alfric  dedit  episcopo  Meinuuerco  XX.  agros  et  I.  aream  in  Aldunthorpe.    Ob 

hoc  dabantur  sibi  et  uxori  eius  L  caballus,  et  XII.  solidi  denariorum,  et  II.  panni  lanei,  et  II.  bacones  ^), 
et  VI.  maldra  frumenti.  ' 

Ob  quoddam  predium  quod  Hidda  dcdit  in  Burchhusun,  dabantur  sibi  II.  caballi  et  II.  boues,  et  I. 
crusina  grisea,  et  III.  bacones,  et  IL  panni  lanei,  et  VIII.  solidi  denariorum  et  III.  solidi  frumenti. 

Wicil  de  quodam  loco  qui  uocatur  Uuittisungan  dedit  episcopo  Meinuuerco  predium  quod  iacet  in 
Othihem,  heredibus  eius  annuentibus.  Ob  hoc  accepit  I.  marthrinum  roc'^)  pro  L  solidis,  et  insuper  IIII. 
talenta  denariorum  et  X.  solides. 

Heriman  de  Holthusun  accepit  in  Paterbmnuen  XXX.  solides,  cuidam  uiro  qui  uocatur  Tada  pro  una 
domo  ad  dandum. 

Quidam  uir  nomine  Amulung  accepit  de  episcopo  Meinuuerco  X.  solides  et  L  mulierem  ad  deferen- 
dam  cuidam  sanctimoniali  in  M^sscethi  pro  duobus  pueris. 


')    Die  vitft  Meiow.  setzt  dafür  anain  pernam. 

*)    Auch  hier  hat  die  Tita  Meiow.  duas  pemaa,  «o  wie  in  ferneren  ähnlichen  Fallen. 

^    Die  Vita  Meinw.  setst  dafür  tunicam. 

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1015,  67 

VIII.  Quidam  miles  Bruno  uocatus,  diuina  inspiratione  instinctus,  cum  consensu  Weudilburge  coniu- 
gis  sue,  quicquid  habuit  in  marca  que  uocatur  Ananroth,'in  ^luis,  in  aquis,  in  mancipiis  utriusque  sexus^ 
ad  dominium  sancte  Dei  genitricis  Marie  et  sancti  Kiliani  martyris  et  sancti  Liborii  confessoris  in  proprium 
tradidit.  Cunctorum  notitie  fidelium  innotescimus,  quam  benigne  qui  tunc  preerat  Patherbrunensi  sedi 
Meinuuercus  episcopus  susceperat,  IUI.  aratra  quamdiu  uiueret  in  beneficium  ei  concessil.  Huius  traditio- 
nis  testes  introducimus.    Hosadum  prepositum.  Raetluf.  Benno.  Vito.  Sicco.  Hizil. 

IX.  Isti  omnes  uiderunt,  quando  domnus  episcopus  M.  I.  libram  denariorum  misit  Beuoui  per  suum 
nuncium  Thrudbertum.  Benna  comes.  Amulung  comes.  Erp.  Heriman.  Alfrid.  Godica.  Meinuuerc.  Cathol. 
Volchcrd.  Ecilin,  Widula.  Helmier.  Rodherd.  VflFa. 

X.  Diuina  fauente  dementia  quidam  nobilis  nomine  Ecilin  cum  suo  filio  Meinhardo  iusUssimo  berede, 
quicquid  habuit  hereditatis  in  Hamm  cum  VIII.  mancipiis  et  omnibus  illuc  pertinentibus  ad  altare  sancte 
Dei  genitricis  Marie  et  sancti  Kiliani  martyris  Liboriique  confessoris  in  proprium  tradidit.  Episcopus  uero 
Meinuuercus' illius  traditionis  memor,  prenarrato  Ecilino  quotannis  XL.  maldra  frumenti^  IUI.  bacones  sine 
minutiis,  V.  oues  de  episcopali  substantia  dari  constituit.  Vnusquisque  meorum  successorum  quotannis  hec 
persoluat,  aut  predium  sibi  restituat.  Filio  autem  Ecilini  in  mercedem  I.  caballus,  et  I.  lineus  pannus,  et 
X.  maldra  frumenti,  et  II.  bacones  dabantur. 

XI.  Notum  sit  omnibus  fidelibus  presentibus  scilicet  ac  futuris,  qualiter  quidam  nobilis  Richardus 
nomine,  pro  remedio  anime  sue  parentumque  snorum,  quicquid  hereditatis  uel  proprielatis  habuit  in  uillis 
ac  mercan  Gledabiki,  Hiridechessun ,  Hemmanhusun,  Heristi,  Perranhusun,  BuUanhusun,  aut  in  omni  orien- 
tali  exercitu,  cum  consensu  ac  peticione  sui  iustissimi  heredis  Wiris,  cum  omnibus  appendiciis  illuc  perti- 
nentibus, edificiis,  areis,  terris  cultis  et  incultis,  pratis,  pascuis,  siluis,  uenationibus,  aquis  aquarumue 
dccursibus,  molendinis,  piscationibus,  mancipiis  utriusque  sexus,  et  cum  omni  utilitate  que  inde  fieri  potest^ 
ad  dominium  sancte  Dei  genitricis  Marie,  Kiliani  martyris  Liboriique  confessoris,  omni  contradictione  remota,* 
in  proprium  tradidit,  delegauit  atque  concessit.  Vnde  episcopus  Meinuuercus,  qui  tunc  Patcrbrunnensi 
ecclesie  presidebat,  hoc  pie  perpendens,  unam  curtim  que  uocatur  Betanun  cum  XVI.  familiis  et  XX.  ara- 
tra decimacionum  predicto  Richardo  usque  ad  terminum  uite  sue  concessit. 

Hec  autem  eo  tenore  facta  sunt,  si  ipse  episcopus  aut  aliquis  eius  successorum  hoc  pactum  infrin<yere 
uoluerit,  tunc  habeat  Richardus  potestatem  reducere  sua.  Huius  traditionis  testes  sunt.  Bernhardus  dux. 
Conradus  comes.  Amulunc  comes.  Thiedric  comes.  VflFa.  Thiedric.  Eppa.  Hemma.  Thiedric.  Thietmer.  Ercun- 
brecht.  Thiedric.  Liudbran.  Benni.  Rodbai.  Alamer.  Wicilin.  Cristin.  Vda.  Berda.  Gazuuin.  Liudric.  Ernast.  Reinza. 
Alauuich.  Aethelherd.  Wickier.  Poppa.  Tiamma.  Thiaduuard.  Azzaca.  Eiza.  Gela.  Wlfherd.  Hilliuuard.  Liuza. 

XU.  Vestra  fidelitas  nouerit,  quendam  de  numero  fidelium  nomine  Ricmarum,  cum  consensu  iustis- 
simi heredis  atque  fratris  stii  Hrohtuuard  uocitati,  quicquid  hereditatis  habuit  in  üolkiereshusun  cum  omni- 
bus illuc  pertinentibus,  in  uillis,  in  siluis,  in  agris  cultis  et  incultis,  in  pascöis  et  in  aquis  et  in  mancipiis 
utriusque  sexus,  ad  dominium  sancte  Marie  genitricis  Dei  et  perpetue  uirginis  et  sancti  Kiliani  martyris 
sanctique  Liborii  confessoris  pro  remedio  anime  sue  in  proprium  tradidisse,  ut  in  aliquo  sua  peccata  dele- 
ret.  Quod  uidelicet  Paterbrunnensis  ecclesi^  uenerabilis  presul  nomine  Meinuuercus  pie  perpendens,  eidem 
quendam  locum  cum  quattuor  mansis  Niganbrunnun  uocitatum,  et  decimacionem  super  quandam  uillam 
noraine  Doddanhusun,  excepta  curte,  quamdiu  uiueret,  tribuit,  et  unum  caballum,  et  I.  unciam  auri,  et 
I.  scutum  et  I.  lanceam  illi  et  fratri  suo  super  hec  dedit.  Hoc  cyrographum  idcirco  scriptum  est,  si  ali- 
quis successor  prefati  episcopi  hec  infringere  studuerit,  ut  ille  habeat  licentiam  reducere  sua. 

Xni.  v>i.  In  Christi  nomine  notum  sit  omnibus  fidelibus,  qualiter  ego  Bernuuardus  *)  pro  remedio 
anime  mee  animarumque  predecessorum  successorumque  meorum,  coessentibus  et  consentientibus  cohere- 


*)    Die  Tita  Meiaw.  schreibt  den  Namen  Bennaka. 

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68  1015. 

dibus  meis,  fratre  meo  scilicet  Goddescaico  ^)  et  filio  meo  Goddescalco,  tradidi  ecciesie  sancte  Marie  geni- 
tricis  Dei,  sanctorumque  Kiliani  martyris  et  S.  LiEorii  confessoris,  quoddam  predium  in  uilla  Wiriesi  cum 
Omnibus  appendiciis  eins,  situm  in  pago  Äuga  et  in  comitatu  Bennonis  comitis.  Ynde  episcopus  Meinuuer- 
GUS  eiusdem  sedis  honorandus  antistes  eins  rei  gratia  dedit  mihi  in  uita  XI.  aratra  in  Baddanhusun,  et  in 
Ahusun  Villi,  aratra®),  et  II.  talenta  denarionim,  et  III.  ceruisias,  et  IUI.  bacones,  et  XX.  maldra  annone. 
Actum  in  üuardbergi,  presente  predicto  episcopo,  et  testibus  hiis.  Erp.  Hunald.  Godefrith.  Raedulf.  Bacca. 
Dodapa.  Volcmer.  Daia.  Poppica.  Thiaduuard.  Brun.  Poppa.  Eica.  Eppa.  Gela.  Hoica.  Worad.  Wlfheri.  . .  rza. 
Azzaca.  Euuriza.  Ika  pbr.  Otic  pbr.  Poppa  pbr.  Eclef.  pbr.  Ika  pbr.  Tiaza  diaconus. 

XIV.  Notum  fore  uohimus,  qualiter  quidam  uir  nomine  Randuuard,  cum  laudatione  fratrum  suonim 
VoIckieres  et  Ekkionis,  quoddam  predium  in  Bikihusun  in  proprium  tradidit  ad  Paterbr.  Episcopus  uero 
Meinuuercus  ob  hoc  illis  donauit  I.  equum  et  II.  bonos  et  IUI.  solides  denariorum.  Huius  cause  testes  sunt 
Amulunc  comes.  Gerbracht  comes.  Ekkica  comes.  Herdrad.  Reinfriht. 

XV.  Notum  sit  omnibus,  quendam  ex  numero  fidelium,  Ethilierum  nominatum,  cum  sue  uxoris  uolun- 
täte  Wicsuithae,  quicquid  proprietatis  in  Diesna  habuerat,  cum  omnibus  appendiciis  illuc  pertinentibus,  in 
edificiis,  areis,  agris  cultis  et  incultis,  pascuis  et  in  siluis,  ad  dominium  sancte  Dei  gcnitricis  et  perpetuc 
xiirginis  Marie  et  sancti  Kiliani  martyris  sanctique  Liborii  confessoris,  omni  contradictione  remota,  in  pro- 
prium tradidisse.  Vnde  Paterbrunnensis  ecciesie  uenerabilis  episcopus  Meginuuercus ,  misericordia  motus, 
eisdem  I.  pallium  pro  VII.  libris,  et  VI.  unicas  auri  et  XVII.  libras  argenti  et  IUI.  solides  denariorum  pro 
mercede  restituit.  Huius  traditionis  testes  sunt.  Amulunc  comes.  Brun.  Thidier.  Hiliuuard.  Thancbern.  Vnuca. 
Alfric.  Ekuuard.  Actum  Ekuuardinchusun. 

XVI.  Notum  sit  omnibus  fidelibus,  qualiter  duo  fratres  Liudric  et  Becilinus  cum  Wicilino,  quicquid 
proprietatis  habuerunt  in  Halogokircan ,  per  uoluntatem  domne  Helmburga  instissime  heredis,  ad  dominium 
sancte  Dei  gcnitricis  Marie  et  S.  Kiliani  martyris  Liboriique  confessoris  in  proprium  tradiderunt.  Episcopus 
uero  Meinuuercus  pro  mercede  illis  restituit  IUI.  libras  denariorum. 

XVII.  Notum  sit  omnibus  fidelibus  ppcsentibus  scilicet  atque  futuris,  qualiter  quidam  bonus  christia- 
nus  FertImmunt  uocatus,  cum  uoluntate  filii  sui  Alfdeches  iustissimi  heredis,  ad  dominium  S.  Dei  gcnitricis 
Marie  et  S.  Kiliani  martyris  et  S.  Liborii  confessoris,  XXIII.  agros  et  I.  aream  in  marca  Calriki  in  proprium 
tradidit.  Episcopus  Meinuuercus,  qui  tunc  Palerbrunnensi  sedi  preerat,  ad  uitam  illorum  duorum  I.  man- 
sum  in  Ouoran  Duergian,  ea  uidelicet  ratione,  quatinus  in  natali  S.  Liborii  III.  denarios  persoluerent,  illis 
concessit.  Huius  rei  testes  sunt.  Amulunc  comes.  Thiedric.  Sicca.  Bennaca.  Godica.  Volcherd.  Sicca.  Poppo. 
Ekkica.  Liudbran.  Rotbald. 

XVIU.  Notum  sit  omnibus,  quendam  fidelem  Aethelherd  nominatum,  cum  sui  iustissimi  heredis  Liu- 
cican  assentatu  et  uoluntate,  L  houam  in  marca  Listungun  cum  omnibus  appendiciis  illuc  pertinentibus,  in 
edificiis,  areis,  agris  cultis  et  incultis,  pascuis  et  in  siluis,  ad  dominium  sancte  Dei  gcnitricis  Marie  et  S. 
Kiliani  martyris  Liboriique  confessoris  in  proprium  tradidisse.  Vnde  Paterbrunnensis  ecciesie  episcopus 
Meginuuercus,  misericordia  motus,  eidem  W.  maerc  pro  Uli.  libris  pro  mercede  restituit.  Huius  traditionis 
testes  sunt.  Amulunc  comes.  Erp.  Hosadus  prepositus.  Mercred.  V^aldbem.  Vnumer.  Wenna.  Thiaduuard. 
Hizza. 


&)   Die  Tita  Meinw.  schreibt  diesen  Namen  Godica. 

*)    Die  Tita  Meinw.  schaltet  hier  noch  ein:  in  Heieck ieressun  X.  aratra,  in  ßadoellun  V.  et  diroid.  in  Bodckerlthorpe  VIII.  in 

Cuadian  X.  in  Geradessan  VII.    Es  scheint  also  dem  Vf.  eine  andere  als  die  jetst  noch   Torhandcne  Urkunde  vorgelegen 

SU  haben. 


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1015.  69 

XIX.  Quidam  uir  nomine  Wlfheri,  XV.  agros  in  loco  qui  dicitur  Wlfliereshusun  cum  uxore  suimot 
possedit  Qui  uidelicet  uir,  paupertatis  nimietate  constrictus,  illos  predictos  agros,  ad  honorem  sancte 
Marie  sanctique  Kiliani  martyris  et  sancti  Liborii  confessoris,  cum  consilio  et  uoluntate  iuste  heredis  suimet 
uxoris,  absque  ulla  contradictione  in  proprium  tradidit.  Tunc  episcopus  Meinuuercus,  per  amorem  Christi, 
pro  illis  XV.  agris  pr^nominato  uiro  I.  libram  denariorum  persoluit. 

Huius  rei  testes  sunt.    Reinoldus.  Tiazo.  Becilin.  Tadico.  Wicil.  Disizo.  Wino.  Luicico.  Erp.  Osdag. 

XX.  In  istius  mundi  procellis,  Quidam  senior  nomine  Thiatmarus  non  minimum  superbiens,  sese 
cum  Omnibus  humanis  quibus  potuit  omare  non  tardauit  honoribus.  Quodam  uidelicet  tunc  tempore  ille 
predictus  iter  suimet  ad  quoddam  monasterium  Heriuorde  nuncupatum  dirigens,  ibi  magnam  fecit  iniquita- 
tem,  sanctorumque  ibi  requiescentium,  sueque  sororis  abbatisse  nomine  Godesthi  nee  non  et  congregatio- 
nis  sancte  Marie  thesaurum  confregit,  et  inde  plus  iusto  furauit  pecunie.  Tunc  non  post  longum  tempus 
secundum  canonicam  constitutionem  in  synodum  ille  prefatus  uocatus,  qualiter  apud  Deum  et  apud  omnes 
sanctos  suos  sese  agnosceret,  et  ut  iusta  faceret  et  iniusta  derelinqueret  ammonitus  est.  Ista  uidelicet 
ammonitione  nimis  corde  Dei  gratia  commotus,  omnia  que  eidem  essent  constituenda  libentissime  sese  pre- 
dixit  adimplere.  Nam  illi  tunc  constitutum  est  episcopo  dare  XXX.  talenta  denariorum  illud  capitale 
crimen  ad  emendandum  profecto.  Uli  siquidem  tantum  peccunie  non  habente,  omne  predium  quod  habuit  . 
in  Brunincthorpe  cum  omnibus  appendiciis  illuc  pertinentibus,  in  mancipiis,  in  siluis,  in  aquis,  in  agris 
cultis  et  incultis,  cum  consensu  et  uoluntate  iustissimi  heredis  sui  Bernhardi  ducis  atque  fratris  sui,  ad  do- 
minium sancte  Dei  genitricis  Marie,  sanctique  Liborii  confessoris  et  sancti  Kiliani  martyris,  pro  reconcilia- 
tione  illius  peccunie  in  proprium  tradidit. 

Si  hanc  traditionem  quisquam  studeat  infringere,  ante  conspectum  §temi  iudicis  in  die  iudicii  red- 
dat  rationem. 

Illius  traditionis  testium  nomina  introducimus.  Eins  miles.  Vda.  Heriman  comes.  Heinric.  Rothulf. 
Engilmer.  Vuicman.  Nithard.  Bernhard  comes.  Rocilin.  Liudier  comes.  Alfric.  Vuega. 

XXI.  Episcopus  Meinuuercus  dedit  in  reconciliationem  cuidam  uiro  nomine  Reinharde  et  sue  conte- 
ctali  Ricmode,  de  quodam  predio  in  Sidiginchr  Hl.  libras  denariorum  et  I.  familiam  in  Suinuellun. 

Hoc  uidebat  Gerbrach  comes.  Ekbracht.  Erp.  Mercrad.  Ecilin.  Bennaca.  Alfric.  Tiamma.  Thiaduuard. 
Hosadus  prepositus. 

(Auf  der  Rückseite:)  Adhuc  autem  debet  episcopus  XXIIII.  sol. 

XXII.  Notum  Sit  omnibus  fidelibus,  quandam  domnam  e±  numero  fidelium,  Geppe  nominatam,  de 
Halthorpe,  quicquid  hereditatis  in  Forsti  habuit  cum  omnibus  appenditiis  illuc  pertinentibus,  in  edifitiis, 
areis,  agris  cultis  et  incultis,  pascuis  et  in  siluis,  ad  dominium  sanct^  Dei  genitricis  et  perpetue  uirgini^' 
Marie  et  sancti  Kiliani  martyris  sanctique  Liborii  confessoris,  cum  consensu  suorum  heredum,  omni  con- 
tradictione remota,  in  proprium  tradidisse.  Vnde  Patherbr.  ecciesie  uenerabilis  episcopus  Meginuuercus 
misericordia  motus  eidem  domne  XXV.  libras  denariorum  pro  mercede  dedit. 

Huius  traditionis  testes  sunt.  Amulung  comes.  Erp  comes-  Godica.  Azaca.  Volcherd.  Liuda. 

XXIII.  Quedam  mulier  nomine  Mirihild,  per  suum  aduocatum  atque  heredem  Auican,  quicquid  he- 
redis in  Heringi  possedit,  Mainuuerco  uenerabili  episcopo  et  suo  aduocato  in  proprium  tradidit,  pro  Xlt 
siclis  nummorum  et  una  libra,  quod  est  talentum.  Huiusv  tradicionis  testes  sunt  Dodica  comes,  Ymmid. 
Brun  comes.  Benneca.  Reinhald.  Acca. 

XXIV.  Isti  fuerunt  presentes,  quando  tradidit  ad  Paterbruif.  Oda,  quicquid  habuit  in  Siuuardessun. 
Cunrad  comes.  Amulungc  comes.  Erp  comes.  Thiedric  comes.  Franca.  V^ikin.  VflFa.  Hemmi.  Ekbi'ect.  Thie- 
dric.  Thiatuuard.  Haica.  Waldric. 

Episcopus  Meinuuercus  dedit  illi  XX.  solidos  denariorum.  ^ 

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70  «015. 

XXV.  In  natali  sanctorum  martirum  Abdonis  et  Sennetis  dedit  episcopus  Meinuuercus,  Bosan  et  Crir 
sfine  et  Ebbican  sororibus,  ob  illud  predium  quod  uocatur  Thesli.  Sidessun.  Yffanhusmi.  Essiberch.  Anan- 
roth,  Walieressun.  Suthem.  Erpessun.  I.  marthririum  pelliz  pro  VI.  tal.  et  L  zebelinum  roc'')  pro  VI.  tal.  et 
insuper  ioter  aurum  et  argentum  et  inter  eaballos  XVIII.  talenta. 

Istud  prescriptum  predium  Dux  Bernhardus,  annuentibus  et  postulantibus  duabus  prenominatis  soro- 
ribns,  ad  altare  Saiicte  Marie  et  sancti  Kiliani  martiris  Liboriique  confessoris,  omni  contradictione  procul 
remota,  in  proprium  tradidit  Illius  traditionis  sunt  testes.  Amulung  comes.  Bernhafdus  comes.  Ekkica 
comes.  Prepositus  Nithing.  Decanus  Ilaica.  Werinza  presbiter.  Tamma.  Heriman.  Item  Heriman.  Item  Heri- 
man.  Tiamma  comes  et  eius  miles  Godiea.  Bennaca.  Prepositus  Ramuuard.  Wacilin.  Meinuuerc.  Brun.  Erp. 
Cona.  Hunald.  Godefrid.  Osuuald.  Geba.  Meinza.  Volcherd.  Tianmia.  Yda  comes.  Benna  comes.  Heriman 
comes.  Reinuuard.  Wega.  Frederic.  Berding.  Gerbracht. 

Qucdam  domna  norainata  Oda,®)  cum  assentatu  sue  matris  Bechtbildae  et  suimet  filii  Gerhard!  et 
Thietbaldi,  I.  familiam  et  LX.  agros  ad  altare  sancte  Dci  genitricis  Marie  et  sancti  Kiliani  martiris  Liborii- 
que confessoris  in  Asopo  proprio  tradidit.  Episcopus  autem  Meinuuercus,  non  inmcmor  illius  traditionis, 
II.  plena  talenta  et  dimidium  tal.  dedit  Uli,  et  ad  finem  sue  uite  et  filiorum  eius  Gerhardi  et  Thietbaldi, 
in  Paterbrunnen  unam  domum  cum  XXX.  agris  eis  tribuit. 

Hoc  autem  traditio  in  natali  Jacobi  apostoli  in  Paterbrunnen  facta  est 

XXVI.  Episcopus  Meinuuercus  dedit  cuidam  mulieri  nomine  Wennikin,  et  matri  eius  Hamoda,  et 
aduocato  earum  Tadican,  I.  caballum  et  II.  boues  et  I.  uaccam  et  II.  libras  lane,  pro  XXIIII.  iägris  et  pro 
I.  area  in  Hilimeri. 

XXVII.  Episcopus  comparauit  ad  Tiedricum  et  ad  suam  vxorem  Geppam  in  Gosleri  IL  familias  in 
Lanchel,  cum  VII.  unciis  auri  et  III.  libris  denariorum.  Amulunc  fecit  traditioncm.  Hoc  uidebat  Benna 
comes.    Vda  comes.  Hecil  caluus. 

(Auf  der  Rückseite:)  De  predio  Tiedrici  et  V^^iciles. 

o 

XXVIII.*)  Notum  sit  omnibus  tam  futuris  quam  presentibus,  quod  quidam  Cuno  Patherbrunnensis 
ecclesic  ministerialis  pro  decima  sui  predii  in  Adanun,  preposito  Winone  et  ceteris  fratribus  maioris  ecclesie 
consenticntibus,  annis  singulis  decem  malder  in  uillicationem  Silikensothe ,  fidelium  amicorum  suorum  ro- 
gatu  pprsoluere  promisit,  promittendo  confirmauit.  Hec  autem  acta  sunt  coram  bis  testibus.  Winone  pre- 
posito. Bernharde  decano.  Godescalco.  Reinberto.  Esico.  Cunrado  preposito  cum  reliquis  fratribus  et  mini- 
sterialibus  ecclesie.  Vffone.  Hugone.  Manegoldo.  Heinrico.  Volberto.  Altmanno.  Adelberono.   cum  aliis  multis. 

XXXIX.  Notum  sit  omnibus  tam  futuris  quam  presentibus,  quaUter  Digga,  quicquid  proprietatis  ha- 
buit  in  .  .  durpe,  cum  coniuge  sua,  sancte  Marie  uirgini  et  sancto  Kiliano  martyri  sanctoque  Liborio  con- 
fessoria ad  prebendam  fratrum  in  Paterbrunnun,  per  suum  aduocatum  Widikin,  in  manum  nostri  aduocati 
Theoderici  tradidit,  et  ipse  hoc  modo  sue  utilitati  consuluit,  ut  per  singulos  annos  duas  fersingas  porcinas 
et  X.  maldra  ...  de  parte  prepositi  sibi  darentur.  Quod  huiusmodi  ratum  esse  stabiliuit,  ut  si  quis  hec 
infringere  uoluerit,  per  annum  habeat  liceutiam  proclamandi,   et  post  annuqa  si  auditus  hon  fuerit,  sua 

recipiendi.     Cuius  rei  testes  infra  notamus.    Widikin  comes.  Thiederic  comes.  Hildelec  comes Aesic. 

Annica.  Mainwerc.  Poppa.  Reinhard.  Poppa.  Sihard.  Reinmar.  Wil.  .  .  Aebbic.  Hunika.  Wiza.  Liuthard. 
Rotdag.  Eilhard.  W^alika.  Mila.  Heriman.  .  .  .  Wiga.  Waldbreth.  Thiederic.  Aescolf.  Bernhard.  Fritheric. 
Ramward. 


^  Die  Vita  Meinw.  hat  dafür  tunicam. 

^  Diese,  auf  die  Rückseite  der  Torigen  geschriebene  Tradition,  wird  in  der  vita  Meinw.  der  folgeodeo  Dachgesetst. 
*)  Diese  und  die  folgende  Tradition  sind  in  diir   vita  Meinwerci  nicht  erwähnt;  es  ist  daher  ungewiss,  ob  sie  in  diese  Zeit, 
oder  in  welche  Zeit  sie  gehören. 


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1015  —  1016.  71 

XXX.  ^^)  Notum  sit  omnibus  tarn  futuris  quam  presentibns,  qualiter  Cunigunda  per  aduocatum  snura 
Gisibertum  cum  consensu  et  laude  sororis  et  iustissime  heredis  sue  Berte  quicquid  in  pao;o  Almanga  et  ia 
uilla  Brenkiun  et  in  Vuithi  et  in  Spurca  hereditario  iure  possedit,  sancte  Dei  ecciesie  in  Patherbrunnon  ad 
prebendam  fratrum  tradidit,  legauit,  concessit,  in  agris  cultis  et  incultis,  mancipiis  nuptis  et  innuptis,  pra- 
tis,  pascuis,  aquis  aquarumue  decursibus,  molis,  molendinis,  piscationibus ,  siluis,  uiis  et  inuiis,  quesitis  et 
inquirendis,  exitibus  et  reditibus,  et  cum  omnibus  iure  ibi  pertinentibus,  ea  uidelicet  ralione,  ut  sibi  suo- 
que  aduocato  XV.  libre  in  precariam  quamdiu  uiuerent  concederentur  in  decimis'  et  mansis.  Insuper  etiam 
duos  mansos  in  Humbergehusun  eidem  ecciesie  contulit  pro  sua  suorumque  memoria,  eo  pacto  ut  frater- 
nitas  et  prebenda  iugiter  ei  concederentur  habenda.  Pepigit  quoque  eadem  Cunigunda  cum  hec  nobis 
tradidisset,  ut  Radulff  beneficium  suum  in  Staipo  et  Wisil  suum  per  totam  uitam  suam  secundum  morem 
et  consuetudinem  familie  nostre  ecciesie  obtinerent,  nisi  forte  pro  peccato  aliquo  iure  in  iudicio  familie 
amitterent.  Idem  ius  in  reliquis  ministris  quos  ipsa  dedit  habealur.  Quod  si  hec  pactio  fuerit  fracta,  ipsa 
toUat  sua  et  nobis  reddantur  nostra.  Huius  rei  testes  sunt  hi.  Bernhard  comes.  Meinbold.  Albo.  Azo.  Thiat- 
mar.  Thiathard.  Reinfrid.  Waltere.  Alueric.  Frethebolt.  Hizil.  Meinhard.  Ruothulf.  Helmdag.  Wizil.  Walderic. 
Bodo.  Vdo.  Heinric.  Helmeric.  Wicman.  Worin.  Werinheri.  Hoico.  Hamuco.  Admund.  Heio.  Tammo.  Godefrit, 
Adclgar.  Heinric.  Hunico.  Beringer.  Benno.  Walbrahl.  Hunir.  Abichin.  Acelin.  Arnust.  Abbelin.  Niso.  Poppo» 
Wilbraht.  Thiaza.  Tiemma.  Wichart.  Asceco.  Aica.  Boso.  Rantwic.  Racico.  Rodbraht.  Bernhart.  Wemizo. 
Thiadbolt.  Meinbold.  Fdcmar.  Thiederic.  Rocbraht.  Adechin.  Azechin.  Haico.  Dodicho.  Eppo.  Aluico.  Menger. 
Ticderic.  Hibo.  Liudbrath.  Tiaza.  Wezil.  Tiaza.  Hamiza. 


LXXXVIII. 

y^*  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  Dei  gratia  Romanorum  Imperator  augustus.  Si 
aecclesiarum  Dei  sublimationibus  omni  studio  |I  inseruimus,  aeternae  retributionis  premia  nobis  affutnra 
esse  speramus.  Quapropter  omnium  fidelium  Christi  presentium  scilicet  ac  futurorum  nouerit  uniuersitas, 
qualiter  Meinuuerccus  sanctae  Paterbrunnensis  aecclcsiae  venerabilis  episcopus,  omnia  predia  quae  here- 
ditario iure  possederat  matri  suae  Adalae  contradidit.  Dehinc  ipsa  cum  manu  mariti  et  aduocati  sui  Bal- 
derici  comitis,  consensu  etiam  heredum,  eadem  predia  potestatiue  nobis  donauit.  At  nos  perpetuae  bea- 
titudinis  spe  ac  pia  prefati  episcopi  dilectique  nepotis  nostri,  qui  se  omniaque  sua  diuino  seruicio  manci- 
pare  gaudet  prece  et  deuocione  commoniti,  predia  eadem  legitime  nobis  tradita,  inter  quae  principales 
Cortes  sunt  iste.  Immideshusun.  Walmonthem.  Hauurlon.  Hukilhem.  Mandelbiki.  Golthbiki.  Doddonhusun. 
Hokinnesleuo.  Wakeresleuo.  Cum  appertinentibus  uillis,  mancipiis  utriusque  sexus,  siluis,  uiis  et  inuiis, 
exitibus  et  reditibus,  molendinis,  piscationibus,  pascuis,  uenationibus .  quesitis  et  inquirendis,  omnibnsque 
utensilibus  quae  quolibet  modo  dici  uel  nominari  possunt,  sanctae  Paterbrunnensi  aecclesiae  in  honorem 
sanctae  Dei  genitricis  Mariae  sanctique  Kiliäni  martiris  ac  beati  Liborii  confessoris  constructae,  per  hanc 
imperialem  paginam  largimur,  omnium  hominum  contradictione  remota.  Insuper  etiam  imperiali  auctoritate 
precipimus,  ut  nulla  maior  minorue  persona  aliqua  iudiciaria  potestate  in  eisdem  prediis  se  intromittat, 
nisi  aduocatus  quem  eiusdem  aecclesiae  episcopus  sibi  eligat.  Si  quis  autem,  quod  absit,  hoc  nostrae 
donacionis  preceptum  infringere  ausus  fuerit,  centum  libras  auri  persoluat,  L,  eidem  aecclesiae,  et  L. 


1^  Die^e,  in  der  vita  Meinw.  nicht  erwähnte  Tradition,  findet  lich  in  dem  älteren  Copiario  dea  Dom&tiO«  za  Paderborn^  Nr.  L., 
Bwischen  Urkunden  aus  der  Zeit  des  Bischofs  Meiuwerk,  und  wird  deshalb  hier  angeschlossen,  obgleich  der  Name  dieses 
Bischofs  in  derselben  nicht  genannt  wird. 


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72  1016. 

nostre  camerc.  Et  ut  haec  nostrae  largicionis  auctoritas  firtba  et  inconuulsa  permaneat^  hoc  preceptum 
indc  coiiscriptum  manu  propria  corroborantes  sigillo  nostro  iussimus  insigniri. 

Signum  Heinrici  Romanorum  inutctissimi  (L.  M.)  imperatoris. 
Guntherius  cancellarius  uice  Ercambaldi  archicappellani  recognouiL 

Data  IUI.  Idus  Jan.  Indictione  XIII.  Anno  dominicae  incarnationis  M**XVI.  Anno  uero  domni  Heinrici 
secundi  regnantis  XIIII.  Irpperü  autem  U^.  Actum  DRODMANNIA.  FEUCITER.  AMEN. 

£«  fiodea  sieb  noch  Ueberreste  tod  scbmaleo  Lederriemen ,  mit  welcbeo  das  Siegel ,  wabracbeinlicfa  also  ein  Metallsiegely 
aogebäogt  gewesen. 

LXXXIX. 

Aus  dem  Kopialbuche  des  Domstifts  su  Paderborn. 

C  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  diuina  fauente  dementia  Romanorum  Imperator 
augustus.  Ecclesias  Christi  ampliare  seruorumque  eius  necessitatibus  pie  ac  clementer  subuenire  imperialis 
promotionis  ordo  deposcit.  Proinde  fidelium  Christi  noucrit  industria,  qualiter  diuino  instinctu  ammoniti, 
et  interuentu  dilectissimae  coniugis  nostrae  Cunigundae  imperatricis  augustae,  in  id  ipsum  fratema  caritate 
collaborantibus  Heriberte  Coloniensi  archiepiscopo ,  Theodcrico  Mimegardeuordensi,  Adelbaldo  Traiectensi, 
Theoderico  Metensi,  Wiggero  Verdensi,  Thietmaro  Ossenbrugensi ,  Erico  Hauelbergensi,  sanctae  Pather- 
bumcnsi  aecclesiae  in  honorem  sanctae  Dei  genitricis  Mariae  sanctique  Kiliani  martyris  et  sancti  Liborii 
confessoris  constructae,  cui  etiam  Meinuuerchi^ß  uenerabilis  episcopus  presidet,  quandam  nostram  curtem 
Moronga  dictam,  in  pago  Morongano  in  comitatu  Bennonis  comitis  sitam,  quam  nobis  Ynouuanus  Bremo- 
nensis  archiepiscopus  cum  manu  aduocati  sui  Vdonis  tradidit,  omnium  hominum  contradictione  remota,  pro 
remedio  animae  senioris  nostri  tercii  Ottonis  diuae  scilicct  merooriae  imperatoris  augusti,  et  incolumitate 
uitae  nostrae  praesentis  ac  spe  futurae,  per  hanc  imperialem  paginam  concedimus  atque  largimur,  cum 
Omnibus  appendiciis,  areis,  uillis,  pascuis,  aquis  aquarumue  decursibus,  piscationibus ,  molendinis,  siluis, 
ncnationibus,  cunctisquc  qualicunque  modo  nominari  possint  utensilibus,  ea  uidelicet  ratione  utpredictus 
Meinuuerchus  episcopus  eandem  curtem  quamdiu  uiuat  in  usus  proprios  potestatiue  possideat,  post  finem 
uero  uitae  suae  ad  uestitum  canonicorum  in  eadem  Dco  sanctaeque  genitrici  eius  Mariae  nee  non  beatis 
Kiliano  ac  Liborio  seruientium  annuatim  meliorandum  pertineat.  Si  quis  uero  hanc  nostram  donationem 
infringere  presumpserit,  centum  libras  auri  persoluat,  L  eidem  aecclesiae,  L.  uero  nostrae  camerae.  Et 
ut  haec  nostrae  liberaUtatis  auctoritas  stabilis  et  inconuulsa  permaneat,  hanc  cartam  inde  conscriptam 
manu  propria  roborantes,  sigillo  nostro  iussimus  insigniri. 

Signum  domni  Heinrici  imperatoris  inuictissimi,  (L.  M.) 
Guntherit^  cancellarius  uice  Erchanbaldi  archicapellani  recognoui, 

Data  IUI.  Id.  Januar.  Indictione  XIH.  anno  dominicae  incarnationis  M^.XVIo  anno  uero  donmi  Heinrici 
secundi  regnantis  XIIII.  Imperii  äutem  IL    Actum  Drodmannia  feliciter  AmeN. 

xc. 

Aus  dem  Kopialbuche  des  Domstifts  zu  Paderborn. 

In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  diuina  fauente  dementia  Romanorum  Imperator 
augustus.  Tribunal  animae  dilatamus,  si  ecclesias  Christi  cum  sibi  subiectis  ampliamus.  Qua  de  re  fide- 
lium Dei  uniuersitati  pateat,  quod  hac  intentione,  interuentu  dilectissimae  contectalis  nostrae  Cunigundae 
imperatricis  augustae,  nee  non  et  Heriberü  archiepiscopi   Coloniensis,  Adalbaldi  Traiectensis,   Theoderici 


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1016.  73 

Mimigardeuurdeo^is,  Theoderici  Metensis,  Wiggeri  Verdeosis,  ThieQn^ri  Osenburgensiai  Erici  Banelbergensis» 
sanctae  Paderburnensi  aecclesiae ,  in  honore  sanctae  Dei  genitricis  Mariae  sanctique  Kyliani  marlyris  et  sanoti 
Liborii  consecratae,  cui  etiam  Meinuuercus  uenerandus  episcopus  presidet,  quandam  curtem  nostrae  proprietatis 
Berneshusen  dictam,  in  pago  Lisga  in  comitatu  Vdonis  sitara,  quam  ab  Vnuuano  Bremonense  archicpiscopo 
donante,  et  per  aduocatum  suum  Ydonem  legitima  traditione  accepimus,  pro  remedio  animarum  diuae  memoriae 
Ottonis  imperatoris  lercii,  senioris  scilicet  nostri,  et  incolomitate  uitae  nostrae  utriusque  presentis  uidelicet 
ac  futurae,  coniugisque  nostrae  dilectissimae,  nee  minus  pro  stabflitate  regni,  proprietario  iure  concedimus, 
cum  Omnibus  appertineneiis,  rebus,  territoriis,  uillis,  mancipiis  utriusque  sexus,  siluis,  uenationibus, 
aquis  aquarumue  decursibus,  molendinis,  piscationibus,  uiis  et  inuiis,  exitibus  et  reditibus,  pratis  et  pascuis, 
et  cum  Omnibus  acquisitis  uel  inquirendis,  Ea  ratione  ut  prenominatus  episcopus  eiusque  successores  libe- 
ram  potestatem  in  eiusdem  aecclesiae  utilitatem  uertendi  habeant.  Si  quis  autem  in  posterum ,  quod  absit, 
prefatam  aecclesiam  inquietare  contendat  de  eisdem  prediis,  perpetuo  anathemate  condempnetur.  Insuper 
C.  libras  auri  optimi  componat,  dimidietatem  regiae  camcrae,  et  reliquam  partem  eidem  aecclesiae  quam 
inquietare  presumpsit.  Et  ut  haec  nostrae  traditionis  auctoritas  stabilis  et  inconuulsa  permaneat,  hanc 
cartam  inde  conscriptam  manu  propria  roborantes,  sigillo  nostro  iussimus  insigniri. 

Signum  domni  Heinriei  imperatoris  augusti,  (L.  M.) 

Gunthcrius  cancellarius  uice  Erkenbaldi  archicapellani  recognouiL 

Data  XVDII.  Kai.  Febr.  Indictione  XIH.  Anno  domin.  incarn.  M<».XVI*.  anno  uero  domni  Heinriei  se- 
cundi  regnantis  XIIII.  Imperii  autem  secundo.    Actum  Drodmanniae. 

XCI. 

Aas  dem  Kopialbucbo  des  Domstids  zu  Paderborn.'^) 

In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  Dci  gracia  Romanorum  Imperator  augustus. 
Diuinae  pietatis  clemencia  quae  nos  ad  culmen  Imperialis  maiestatis  perduxit,  ad  hoc  uoluit  regnare,  ut 
aecclcsiarum  ordini  firmando  atque  corroborando  subueniamus,  hiis  autem  maxime  locis,  quae  ab  ante- 
cessoribus  nostris  regibus  uel  imperatoribus  fundata,  sed  iam  peccatis  exigentibus  pene  m'debantur  annul- 
lata.  Qua  propter  omnium  fidelium  nostrorum  presentium  scilicet  ac  futurorum  industriae  notum  esse 
uolumus,  qualiter  nos  diuini  amoris  instinctu,  pro  remedio  animae  nostrae  seu  parentum  nostrorum,  nee 
non  et  tercii  Ottonis  bonae  memoriae  imperatoris,  dilectaeque  coniugis  nostrae  Cunigundae  imperatricis 
augustae  interuentu,  atque  Meginuuerc  sanctae  Padrebronnensis  aecclesiae  uenerabilis  episcopi  rogatu, 
sibi  sanctaeque  suae  aecclesiae  a  Karolo  magno  imperatore  olim  fundatae,  nostris  uero  t^mporibus  in- 
cendftim  passae,  in  honore  enim  sanctae  Dei  genitricis  semperque  uirginis  Mariae  et  sancti  Kiliani  martiris 
IJboriique  confessoris  dedicatae,  Comitatum  quem  Hahold  comes  dum  uixit  tenuit,  situm  scilicet  in  locis 
Hauerga,  Limga,  Thiatmalli,  Aga,  Patherga,  Treueresga,  Langaneka,  Erpesfeld,  Silbike,  Matfelt,  Nihterga, 
Sinatfelt,  Balleuan  prope  Spriada,  Bambiki,  Gession,  Seuuardeshuson ,  cum  omni  legalitate  in  proprium 
coucedimus  atque  largimur  per  hanc  nostram  imperialem  paginam,  eo  uidelicet  racionis  tenore,  ut  pre- 
fatus  episcopus  Meginuuerc  snique  successores  prescriptae  aecclesiae  Presidenten  dehinc '  liberam  habeant 
potestatem  de  eodem  comitatu  eiusque  utilitatibus  quicquid  eis  placuerit  faciendi  ad  eorum  tarnen  utilita- 
tem aecclesiae,  Onmium  uidelicet  inquietudine  remota.     Et  ut  haec  nostrae  tradicionis  seu  confirmacionis 


*)  Von  dem  Originale  sind  nur  noch  Brocbstücke  übrig. 

Cod.  dipl,  bUt.  Westfal.  10 


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74  1016  —  1017. 

aucioritas  stabilis  et  inconcnssa  omni  babeatur  tempore,  boc  preceptom  inde  oonocriptsm  mann  propra 
firmare  curanimus  et  »gillo  nostro  iiisignire  iussimus« 

Signum  domni  Heinrici  Imperatoris  augtisti  (L  M.) 

Guntherius  cancellarius  uice  Erkinbaldi  archicapeMam  recognoui, 

Data  XYIin.  KaL  Febr.  Indict.  XIII.  Anno  dominicae  incarnationis  MUlesimo  XVI.  anno  nero  domni 
Heinrici  secundi  regnanüs  XIIL  Imperii  II. 

XCII. 

Aas  dem  Kopialbuclie  det  DonstifU  so  Paderborn. 

In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  Dei  gracia  Romanomm  Imperator  angustus. 
Omnium  Cbristifidelinm  industria  nouerit,  qualitcr  nos  diuini  amoris  respectu,  et  dilectissimae  coniugis 
noßtrae,  qni  doo  sumus  in  carne.una,  Cunigundae  uidelicet  imperatricis  augustae  rogatu  et  inslinctn,  san- 
ctae Paterbrunnensi  aecclesiae  in  honore  sanctae  Dei  genitricis  Mariae  et  sancti  Kiliani  martiris  sanctique 
Liborii  ter  beati  confessoris  dedicatae»  tale  predium  proprietauimus ,  quäle  nobis  omnium  hominum  con- 
tradictione  remota  tradidit  Helmicus,  uidelicet  in  comitatu  Herimanni  comitis  in  Dulipine  mansum  unum, 
in  Nienhem  mansum  I.,  in  Situnne  mansum  I.,  Haiostron  mansum  I.,  in  Berthaiostron  mansum  I.,  in  Le- 
hembeke  mansuni  I.,  in  Horion  mansum  L,  in  comitatu  Ottonis  comitis  in  Eluepo  mansum  L,  in  Ricoldino 
huson  mansum  I.  cum  L.  mancipiis  utriusque  sexus,  areis,  uillis,  pascuis,  aquis  aquarumue  decursibus,  pisca* 
tionibus,  molendinis,  siluis,  uenationibus  et  omnibus  appendiciis  cunctisque  qualicumque  modo  nominari 
possint  utensilibus,  Ea  scilicet  ratione,  ut  uterque  nostrum  tam  uestitura  quam  uictu  stipendialem  amodo 
ab  episcopo  sedis  subscriptae,  nunc  uero  a  domno  Meginuuerco  presule  et  post  a  successoribus  ipsius, 
communi  canonicorum  consensu,  cum  perpetua  orationum  participatione ,  plenarie  inibi  sicut  unus  fratrnm 
accipiat  et  potestatiue  possideat.  Et  ut  hacc  traditio  nostrae  liberalilatis  stabilis  et  inconcnssa  permaneat, 
hanc  cartam  inde  conscriptam  manu  propria  roborantes,  sigillo  nostro  subter  bullari  iussimus. 

Signum  domni  Heinrici  Romanorum  inuictissimi  Imperaloris  augusti.  (L.  M.) 
Guntherius  canceüarius  uice  Archanbaldi  archicapellani  recognouit, 

Data  IUI.  Id.  Junii,  ludictione  XII.  anno  dominicae  incarnationis  M.XVII.  anno  uero  domni  Heinrici 
secundi  regnautis  XYI.  Imperii  UH.  Actum  Patherbrunnon. 

XCIII. 

Aas  dem  Knpialbache  des  Bisthums  Paderborn. 

In  nomine  Sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  Dei  gratia  Romanomm  Imperator  Augustus.  Ca- 
nouum  statuta  non  ore  hominum  sed  spiritu  Dei  condita  precipiunt,  ut  Episcopi  frequenter  claustra  mona* 
chorum  uisitent,  et  si  qua  extra  regulam  illic  inuenerint,  abscidant  et  corrigani  Haec  uigilanter  int^rius 
contemplantes,  et  in  huius  uitae  iünere  onera  nostra  episcopis  imponendo  leuigantes,  caritatis  causa,  sine 
qua  diues  pauper  est»  cum  interuentu  amantissimae  coniugis  nostrae  Cunigundae  nidelioet  Imperatricis  augustae» 
cum  archiepiscoporum  Erchanbaldi  Moguntinensis ,  Popponis  Treuerensis ,  Gcronis  Hagedeburgensis,  Unwani 
Bremensis,  et  episcoporum  Arnoldi  Haluei-stadensis,  Epponis  Babenbergensis,  Theoderici  Mettensis,  Heinrici 
Wirceburgensis,  Theoderici  Mimigardeuurdensis,  Heinrici  Parmensis,  Theoderici  Mindensis,  Thiemonis  Mcrs- 
burgensis,  Erici  Hauelbergensis ,  Laicorum  quoque,  Bernhardi  ducis,  Sigifridi  atque  Ezziconis  comitum, 
Abbatiam  nomine  Helmwardeshusen ,  cum  omnibus  suis  appendiciis  mobilibus  et  immobilibu»»  sedi  Pader- 
Jbornensi  in  honore  sanctae  Mariae  sanctorumque  Kyliani  atque  Liborii  constructae ,  cui  iiisignii$  acquisitionis 


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1017  —  1018.  75 

presul  Meynwerchus  in  presentianim  preest,  in  proprium  dedimus,  nostroque  iure  et  dominio  in  ios  et 
dominium  ipsius  amodo  potestatiue  et  iuxta  regulam  sancti  Benedicti  episcopaliter  disponendam  atque  pos« 
sidendam  tradidimDS.  Et  ut  haec  nostrae  traditionis  pagina  firma  et  inconnulsa  pennaneat,  mann  propria 
corroborantes  atque  oonfirmantes,  sigilli  nostri  impressione  subter  eam  sigillari  iussimus. 

Signum  domni  Heinrici  inuicttssim  iMomanorum  Imperatoris  AugusH,  (L.  M.) 
Guntherius  cancellarius  uice  Erchanbaldi  archicapellani  notauit, 

Data  V.  Idus  Juiii,  Indictione  XIL  anno  dominicae  incarnationis  M^.XVII^.  anno  uero  donani  Heinrici 
secundi  rcgnantis  XVI®.  Imperii  IHR  Actum  Lietzo. 


Wabrscbeiolich  auf  diese  oder  eine  verwandte  Angelegenheit,  bezieht  sich  folgende,  im  Original  auf  einen  schmalea  Peiy»- 
mentstreif  geschriebene  Notiz : 

Hi  sunt  testes.  Thietmer.  Ekkica.  Ludier.  Ekkica.  Raedig.  Yualhem.  Yuidukin.  Benna.  Kiza.  Amulag. 
Volcbal.  Thietmer.  Immed.  Gerbraht  Vuiking.  Thiedric.  Ibo.  Aeica.  Heriuuard.  Burchard.  Dodica.  Tiaza. 
Vretheric.  Leftierd.  Eschulf.  Oua.  Uuidula.  Fronca.  Heriman.  Thiaza.  Boua. 

Episcopus  Thieodericus. 

Dux  Bernhardus. 

De  abbatia  Helmuuardesh*« 

XCIV. 

v^*  In  nomine  sauctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  diuina  fauente  dementia  Romanorum  Imperator 
Äugustus.  II  Nouerit  omnium  Dei  fidelium  nostrorumque  tam  presentium  quam  subsequentium  industria^^ 
qualiter  nos  interuentu  dilectae  coniugis  nostrae  CVNIGVNDAE  uidelicet  imperatricis  augustae,  fideliumque 
nostrorum,  Popponis  Treuerensis  archiepiscopi,  Erkanbaldi  Mogontini  archiepiscopi,  Eberhard!  Babenber^ 
gensis  episcopi^  Adelbaldi  Trajectensis  episcopi,  item  Popponis  abbatis  Vultensis,  Godefridi  ducis«  Bem- 
hardi  ducis,  Becelini  comitis,  aecclesiae  Paterbrunnensi»  cui  venerandus  episcopus  Meinwercus  nostrae 
uidelicet  seruituUs  paratissimus  presidet,  sub  honore  agiae  Dei  genitricis  Mariae  sanctique  martiris  Kiliani 
nee  non  et  beatissimi  confessorum  sancti  Liborii  episcopi  constnictae  atque  dedicatae,  tale  predium  quäle 
Willa  per  manum  nobis  dedit  et  consensum  coniugis  et  aduocati  sui  Ottonis,  in  loco  Siburgohusun  nomi* 
nato,  in  comitatu  Vdonis  comitis,  in  pago  Henunerueldun ,  cum  omnibus  pertinentüs  suis»  possessionibus, 
mancipiis  utriusque  sexus»  agris»  aedificiis,  terris  cultis  et  incultis,  aquis  aquarumque  decursibus,  pratis, 
pascuis  siue  compascuis,  molendinis,  piscationibus,  siluis,  uiis  et  inuiis,  cunctisque  quesitis  uel  inquirendis» 
in  proprium  iure  perenni  tradidimus.  Et  ut  haec  tradicio  precepti  nostri  firma  et  inconuulsa  permaneat, 
hanc  paginam  inde  conscriptam  manu  propria  roborantes  sigilli  nostri  subterbuUari  iussimus  impressione. 

Signum  domm  Heinrici  Romanorum  (L.  M.)  imiictissimi  Imperatoris  Augusti, 
Guntherius  cancellarius  uice  Ercambaldi  ardiicappellani  recognouit. 

Data  I.  Id.  Apr.  Indictione  I.  Anno  dominicae  incarnationis  Millesimo  XVIII^.  anno  uero  domni  Heinrici 
secundi  regnantis  XVI.  Imperii  autem  Y.  Actum  Nouiomago.''*) 

Der  Urkunde  war,  mit  ledernen  Riemen,  wahrscheinlich  ein  Bleisiegel  angehängt,  das  aber  verloren  gegangen. 


^)  Der  Monatstag  und  Ausstellaogsort  sind  später  mit  anderer  Tinte  eingetragen.  Zwischen  den  beiden  leisten  Worten  war 
«rsprunglich  ein  grosser  Zwischenraum,  welchen  eine  viel  jüngere  Hftnd  mit  dem  unverständlichen  Worte  TRITILE  aus* 
gcfiilH  hat. 

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76  1018. 


xcv. 


In  nomine  patris  et  filii  et  Spiritus  sancti.  Dodico  comes  peccaminum  suorain  atque  homanae  fra- 
gilitatis  memor,  ac  diuina  ammonicione  conpunctus,  pro  remedio  et  conunemoradone  animae  suae,  ad  altare 
et  ad  seruicium  sanctae  Dei  .genitricis  Mariae  et  sancti  Kiliani  m^iris  et  sancti  Liborii  eonfessoris,  cum 
consensu  matris  suae  uidelicet  Hildigundae  heredis  suae  primitiuae,  fratrisque  sui  Sigobodonis  assensu  et 
asstipulacione,  suum  predium  tradidit  in  proprium  in  bis  loeis  quorum  nomina  bic  subsequuntur.  Vuari- 
berhgi.  Rainlefcssun.  JErungun.  Radi.  Radi  in  superiori  Vuurmlahun.  Rohthem.  Garametti.  Roduuardesbusun. 
niandebusun.  Silibem.  cum  agris  cultis  et  incultis,  siluis,  aquis  aquarumue  decursibus,  pratis,  pascuis,  nee 
non  cum  utriusque  sexus  mancipiis  et  cum  omnibus  ad  haec  loca  pertinentibus  appendiciis^  uidelicet  octo 
molendinisy  ceterisque  quae  adhuc  nominari  queunt  uel  nequeunt  et  tarnen  in  eis  sunt  uel  fieri  possunt 
utilitatibus,  exceptis  ministerialibus  eius  hominibus,  Eilbchrt,  Randuuihg,  Äcilin,  Gela,  Doda,  Hoika,  Mainza, 
Tamma,  Hibuke,  Hizule,  ceterisque  mulieribus  iam  ad  geniceum  eius  assumptis  non  ulterius  assumendis. 
Ea  racione  atque  paccione  interposita,  ut  dum  Deo  iubente  monosterium  Paterbrunncnse  maueret  inco- 
Inme,  pro  eodem  Dodicone  sacerdoti  atque  diacono  et  subdiacono  cotidie  publicam  missam  celcbrantibus 
Stipendialis  refocilacio  quae  conuenit  uni  eiusdem  ecclesiae  fratri  constipendiali  dari  daretur.  Sin  autem 
ab  episcopo  uel  preposito  pubblica  missa  celebraretur,  eadem  eius  Stipendialis  refocilacio  pro  animae 
eius  remedio  inter  duodecim  egenos  diuideretur.  Cum  uero  idem  comes  Dodico,  diuina  sie  disponente 
prouidencia,  huius  uitae  terminum  transiret,  in  omnigena  recommemoracione  quam  pro  eiusdem  mouosterii 
episcopo  agere  consuetudo  est,  pro  eodem  comite  Dodicone  celebrari  debere.  Yidelicet  in  missarum  et 
salmorum  celebracionibus,  luminoinimque  incendiis,  eulogiarumque  donacionibus,  centenorumque  pauperum 
refocilationibus,  et  in  omnibus  quae  in  episcopi  eiusdem  loci  annuali  dcposicionis  die  conuenit  facere. 
Rac  tradicione  et  paccione  peracta  ante  altare  sanctae  Dei  genitricis  Mariae,  domii^us  episcopus  Mainuuercus 
cum  suo  aduocato  Ämulungo  pro  eodem  predio  in  precariam  eidem  Dodiconi  prestitit  quicquid  in  Desburg, 
Astnederi,  Vuestnederi,  Dalpanhusun,  Dueriun,  Vflahun,  Rasbiki,  Silihem,  Vuepplithi,  ad  ecclesiam  Pater- 
brunncnsem  proprietatis  pertinebat,  atque  eandem  tradicionem,  quam  idem  comes  Dodico  ad  altare  sanctae 
Mariae  tradidit,  ut  utrumque,  dum  ipse  uiucret,  tradicionis  atque  precariae  usu  fmctus  uterelur,  illo  autem 
mortem  obeunte,  in  integrum  precaria  et  tradicio  ad  supradictam  Paterbrunnensem  ecclesiam  restitueretur, 
similiter  exceptis  tribus  ministerialibus  uiris,  Tiazone,  Bennone,  Mainzoue,  ac  duabus  familiis  in  Vuepplithi 
habitantibus  et  ad  Hcristelli  pertinentibus,  quas  ei  in  precariam  non  concessit.  Haec  autem  tradicio  tali 
tenore  atque  interdictione  facta  est,  ut  si  isdem  episcopus  uel  aliquis  eius  successor  de  precaria  jiel  pac- 
cione, eodem  Dodicone  uiuente,  infringere  uoluerit,  isdem  Dodico  supradictum  predium  recipiendi  licenciam 
habeat.  Huius  rei  testes  sunt.  Sibodo.  Immed,  Sibehrt.  Thiatmar.  Bernhard.  Amulung.  Bernhard.  Erp. 
Ailbrat.  Volcpold.  Kono.  Roduuard.  Haika.  Hagervuored.  Helmuure.  Alfric.  Mainheri.  Ratheri.  Vuiking.  Adal- 
bart.  Imuka.  Asman.  Folcmar.  Hiddi.  Becilin.  Vual.  Vuidier.  Vffa.  Hunald.  Thiadmar.  Hiriman.  Frithuric. 
Rainhald.  Hiriman.  Redald.  Hildiuuard.  Asdag.  Acca.  Bacca.  Vnaca.  Aica.  Asic.  Redig.  Imuca.  Mainbald. 
Duda.  Tamma.  Thiadmar.  Isger.  Hardered.  Mainuuerc.  Hiriman.  Oua.  Hamaca.  Heiluuard.  Frithuric.  Godes- 
scalc.  Vuluered.  Vualdhard. 

Das  aufgedracktef'ldeioe,  runde  Siegel  zeigt  ein  weibliches  Tertcbleiertes  Bnistbild  mit  der  Umichrift:  Soa.  Di.  Genetrix 
Maria,  f  (Es  scheint  das,  sonst  weiter  nicht  bekannte,  Siegel  des  Bischofs  Meinwerk  tu  sein.} 

XCVI. 

Aus  dem  Kopialbuche  des  Domstifts  tu  Paderborn. 

Quidam  comes  nomine  Sygobodo  suaquc  contectalis  Windilmod  nuncupata,  peccaminum  suorum 
atque  humanae  fragilitatis  non  immemores  ac  diuina  iuspiratione  ammoniti^  pro  remedio  et  suarum  com- 

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1018 --.1019.  77 

memoratione  animaram  nee  non  suorum  parentum,  ad  altare  sanctae  Dei  genitricis  Mariae  et  sancti  Ki- 
liani  sanctique  Liborii  coufessoris,  cam  consensu  iustissima^  heredis  Hiidigundae,  unam  curtem  quae  nomi- 
natur  Liudoluingerod  cum  omnibus  utilitatibus  ad  prenominatam  curtem  pertinentibus,  mancipiis  utriusque 
sexus,  agris  cultis  et  incultis,  pascuis,  praüs^  siluis,  aquis  aquarumue  decursibus,  omnibusque  utensilibus 
quae  nominari  queunt  uel  nequeunt  \u  proprium  tradiderunt,  Hac  uidelicet  tradicione  in  presencia  Impcratoris 
Heinrici  firmiter  peracta  atque  ante  altare  Dei  geuitricis  cognoscendo  reiterata,  domnus  Meinuuercus  epi- 
scopus  cum  suo  aduocato  Amulungo  quoddam  predium  quod  nominatur  Curbiki  cum  sedecim  familiis  et 
una  molendina  pro  eadem  curte  eidem  Sygobodoni  atque  Wendilmodi  in  precariam  prestitit,  ut  quamdiu 
ulerque  uiueret,  precariae  usu  fructus  uteretur.  Ulis  autem  obeuntibus,  in  integrum  precaria  ad  prenota« 
tum  altare  restitueretur.  Haec  itaque  tradicio  tali  tenore  atque  interdictione  facta  est,  ut  si  isdem  episco- 
pus  uel  aliquis  sui  successor  de  precaria  eisdem  uiuentibus  infringere  uoluerit,  supradictam  curtem  rcci- 
piendi  licenciam  habeant  Huius  tradicionis  paucos  ex  pluribus  testes  introducamus.  Dodico  comes.  Bern- 
hart.  Brun.  Amulung.  Asic.  Becilin.  Kono.  Imuka.  Sicca.  Sicca.  Hemuca.  Dodica.  Oua.  Alfric.  Meinhere. 
Thiatmar.  EngUmar.  Hiriman.  Kräht.  Hiriman.  Ricdag.  Kobbo.  Erdag.  Waldric*  Wikinc  Bette.  Brun.  Wicman. 
Isger.  Thiadric.  Ecbehrt.  Brunhart.  Bona.  Hiridag.  Eika. 

XCVII. 

Aus  dem  Liber  quAniDdam  priTilegioruin  etc.  des  Klostert  Liesboro. 

In  nomine  sancte  et  indiuidue  Trinitatis.  Heinricus  diuina  faueute  dementia  Romanorum  imperator 
augustus.  Ubi  ecclesiarum  uenerabilia  loca  a  nostris  predecessoribus  nobiliter  adaucta,  ut  in  suo  uigore 
persistant,  nostra  auctoritate  sanccimus,  ab  omnipotente  Deo,  quem  in  suis  sanctis  honoramus,  eterne 
retributionis  prcmium  recipere  fideliter  et  ueraciter  speramus.  Quocirca  sancte  Dei  ecclesie  omniumque 
fidelium  nostrorum  presentium  uidelicet  et  futurorum  uniuersitati  uolumus  pateat,  qualiter  Thiedericus 
sancte  Mimigardeuordensis  ecclesie  uenerabilis  episcopus,  nostre  celsitudinis  adiit  clementiam,  petens  ut 
sue  ecclesie  per  nostri  precepti  paginam  concederemus  et  confirmaremus  unam  abbatiam  Liesbern  nomi- 
natam,  quam  antea  prefata  Mimigardeuordensis  ecciesia  habere  uidebatur  etsi  sine  scripto,  sitam  m  pago 
Drcni  ac  in  comitatu  Herimanni  comitis.  Cuius  peticionibus  ut  iustum  est  annuentes,  interuentu  etiam  ac 
petitione  Cunigunde  imperatricis  auguste  nosti^que  contectalis  dilectissim^,  aliorumque  fidelium  nostrorum 
c|ui  inibi  presentes  fuerunt,  Euerhardi  Bauenbergensis  et  Meinwerki  Podilbrunnensis,  Adalboldi  Traiectensis 
episcoporum,  ducisque  Godefridi,  per  hanc  nostri  precepü  paginam,  prelibate  sedi  episcopali  sibique  suis- 
qne  successoribus  in  perpetuum  confirmamus  et  corroboramus,  ut  in  prescripto  loco  liesbem  diclo  nostra 
imperiali  auctoritate  dehinc  liberam  habeant  facultatem  seruitium  Dei  ordinandi  penes  diuinum  amorem 
atque  timorem.  Preter  hec  etiam  de  aduocatis  in  predicto  loco  episcopis  liceat  agere  et  ordinäre  secun- 
dum  eorum  uoluntatem  aduocationem  in  ipsonun  militia,  iuxta  quod  illis  melius  uisum  fuerit  ad  utilrtatem 
ecclesie  pretitulate.  Et  ut  h^c  nostre  preceptiunis  auctoritas  onmi  tempore  stabilis  et  inconuulsa  permaueat, 
hanc  paginam  manu  propria  confirmantes,  sigilli  nostri  impressione  iussimus  insigniri. 

Signum  domm  Heinrici  Serenissimi  et        (L.  M.)        Guntarius  canceUarius  uice  Arckenbaldi 
inuictissimi  imperatoris  augusti,  archiepiscopi  et  archicapellani  recognouit. 

Datum  anno  dominice  incamationis  M.XIX.*)  indictione  ü.  anno  domni  Heinrici  regnantis  XVIII.**) 
Imperii  uero  eius  VI.  XVII.  Kai.  Aprilis.  Actum  Goslarif  feliciter. 


*)  Urspffinglidi  bat  da  gestaadeo:  H.  VII.  es  ist  aber  auf  obige  Weise  oorrigirt 
**)  Das  letste  1.  in  dieser  Zahl  scbeiat  too  jüngerer  Hand  beigefügt. 

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78  ""• 


XCVllI. 


(>'•  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  Dei  graiia  Romanonim  Imperator  angustus, 
Quoniam  predecessores  nostros  reges  uel  imperatores  operatos  ||  esse  in  suramo  capite  quod  est  Christus 
non  ignoramus,  quos  scimus  in  eins  membris  per  fidem  operatos  haben  augmentando  aecclesias  Deo  vel 
sanctis  sacratas,  et  pro  ea  ipsa  re  aeternae  recompensationis  premia  adeptos  fore,  non  secus  si  sanctam 
Dei  aecciesiam  ad  honorem  sanctorum  suorum  crescere  et  multiplicare  donis  uel  augmentis  studuerimus, 
perpetuae  remuneratiouis  exultationem  nos  nancisci  speramus.  Quapropter  vniuersali  ecciesiae  praesenti 
videiicet  et  futurae  manifestum  esse  optando  desideraraus,  qualiter  Mcginuuerchus  Paterbrunnensis  episco- 
pu8,  nostrae  imperiali  excellentiae  dilectissimus ,  -  sublimitatem  nostram  conuenit,  postulans  aecclesiae  suae 
vnam  Äbbatiam  Sceldice  vocatam  dari,  cuius  continuis  petitionibus  non  inmerito  fauentes,  interuentu  Chu- 
nigunde  imperatricis  nostrae  videiicet  dilectissime  coniugis,  episcoporum  quoque  Geronis,  Unuani,  Amoldi, 
Dietrici,  HÜtiuuardi  et  Erici,  optimatumque  nostri  regni,  Pernhardi  duet«;,  Sigifridi  comitis,  Herimanni  et 
Eggihardi  consilii  ventflatione ,  supradictam  äbbatiam  sitam  in  pago  Wessaga  et  in  comitatu  Friderici  comi- 
tis  sibi  nee  non  suae  aecclesie  Paterbrunnensi  suisque  successoribus  omni  concedimus  iure  deinceps  pos- 
sidendam.  Ut  uero  haec  precepti  pagina  stabilis  et  inconuulsa  futuris  vel  presentibus  temporibus  perma- 
nere  ualeat,  propriae  manus  cautione  firmamus,  et  nostri  sigilii  impressione  ratum  ducentes  siguari  iussimus. 

Signum  damni  Heinrici  serefiissind  (L.  M.)  et  inuktissimi  imperaioris, 
Gunffierius  canceUarius  mce  Erchanbaldi  archicapeUani  recognouiL 

Datum  anno  dominicae  incamationis  M^XVIin.   Indictione  II.  anno  domni  Heinrici  regnantis  XYII. 
Imperii  uero  eins  VI.  XIII.  Kai.  Apr.  Actum  ad  Gosilare  feliciter  Amen. 

Dm  Siegel  ist  spurlos  Terloren  gegangeo. 

xcix.*) 

i^*  In  nomine  sanctae  el  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  diuina  fauente  dementia  Romanomm  Imperator 
augustus.  Ubicunque  sancta  Dei  loca  bonis  nobis  ||  a  Deo  donatis  extollimus,  non  solum  uitae  nostrae 
longanimitatem ,  uerum  etiam  regni  nos  prosperitatem  augere  speramus.  Quapropter  nouerit  omnium 
Christi  nostroramque  fideiium  uniuersitas,  qualiter  nos  pro  remedio  animae  nostrae  antecessormnque  no- 
strpnim,  nee  non  pro  salute  dilectae  coniugis  nostrae  CVNIGVNDAE  imperatricis  uidelicet  augustae,  atque 
per  interuentum  Geronis  Magedeburgensis  archiepiscopi ,  Dotichonisque  comitis,  quandam  nostrae  propric- 
tatis  forestim  in  comitatu  eiusdem  Dotichonis  sitam ,  quae  terminum  iuxta  fluuiolum  Fulda  nominatnm  sumens 
prope  Reginhereshuson  et  Utenhuson  atque  Biberbach  et  Rotbrehteshuson  in  quoddam  flumen  Vvisera 
uocatum  usque  protenditur,  inde  sursum  directa  quandam  uillam  nomine  Gimundin  attingit,  abinde  circulum 
prosecuta  iterum  in  Fuldam  et  sie  sursum  usque  iam  predictam  uillam  scilicet  Reginhereshuson  pergiratur, 
sanctae  Paderbrunnensi  aecclesiae,  cui  uenerabilis  et  nobis  dilectus  presul  Meinuuercus  preesse  uidetur, 
ad  altare  et  reliquias  sanctae  Dei  genitricis  Hariae,  sanctique  martiris  et  episcopi  Kiliani  et  sancti  Liborii 
confessoris,  cum  onmi  utilitate  quae  ab  eadcm  prouenire  ullatenus  possit,  firmiter  et  perpetuo  habendam 


*)  Die  Charte  hat  siemlich  in  der  Mitte  des  Textes  ein  grosses  Loch.     Die  dadarrli  ▼erlorea  gegaogeaea  Worte  iifid  aas 
dem  alteoy  sehr  genauen  Cupiariam  ergäott,  so  wie  dasselbe  auch  in  einigen  spälereo  öhftlicheo  Fittleo  geicbihcn. 


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(^oogle 


1019  —  1090.  *  70 

tradimos  atqae  concedimus.  Et  ut  haec  nostra  auctoritas  stabUis  et  inconuulsa  permaneat,  eaiii  mann 
propria  roborantes,  sigilli  nostri  impressioiie  iussimus  insigniri. 

Signum  domni  Heinrici  Romanorum  (L.  M.)  inuictissimi  imperatoris  augusti. 
GufUherius  canceUarius  vice  Erchembaldi  archiepiscopi  ac  archicappeUani  recognouit. 

Anno  dominicae  incarnationis  mUIesimo  XYIIIImo  Indictione  W^  Anno  uero  domni  Heinrici  Romano 
rum  imperatoris  augnsti  secmidi  regnantis  XYIIIfno  Imperii  autem  VIto  Actum  XVIII.  Kai.  Januvarii  Mulin 
huson  feliciter  AmeN. 

Da«  groaie,  sor  Seite  der  Moaa(raniii*Foniiel  auf  die  Charte  aofgednickte  Siegel  seigl  den  siUeades  Kaiaer,  wie  auf 
detaen  kÖniKlicben  Siegeln,  mit  der  Umachrift:  Heioricbna  Di.  Gra.  Ronoanoru.  Imp.  Aug.  f. 

c. 

^«  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  diuina  fauente  dementia  Romanorum  Imperator 
Augustus.  Saluberrimis  sacri  eloquii  institutionibüs  erudimur,  ||  exemplisque  religiosoram  excellentissimis 
admonemur,  ut  temporaiia  et  terrena  pro  Dei  amore  donantes  commoda,  aetema  et  sine  fine  manentia 
studeamus  adipisci  bona.  Quapropter  nouerint  omnes  Christi  fideles  presentes  scilicet  atque  futuri,  qualiter 
nos  per  interuentum  spiritalis  patris  nostri  domni  uidelicet  pape  BBNEDICTI,  dilectissimeque  coniugis  nostrae 
Chunigundae,  nee  non  uenerabilis  Mogontinensis  aecciesiae  archiepiscopi  Erchanbaldi,  dilectissimique  nostri 
Babenbergensis  episcopi  Eberhardi,  Frisingensis  quoque  episcopi  Egilberti,  maximeque  ob  iuge  et  inde-« 
fessum  seruicium  venerandi  Meginuuerchi  episcopi,  ut  ille  nullius  aemuli  obprobriis  subiaceat,  quin  plus 
Omnibus  nobis  seruiens,  premia  honoresque  plures  a  nobis  accipiat,  exemplisque  nostri  emolumenti,  alios 
ad  nostrum  fidele  prouocet  seruicium,  ad  Paderburnensem  aecclesiam  in  honore  sanctae  Dei  genitricis 
Mariae  sanctique  Kiliani  martyris,  nee  non  sancti  Uborii  confessoris  constructae,  cui  predictus  uenerabilis 
Mechinuuerchus  episcopus  preesse  dinoscitur,  quandam  nostri  iuris  curtem  Hammonstedi  dictam,  in  pago 
Rittega  et  in  comitatu  Ytonis  comitis  sitam,  una  cum  omnibus  eius  pertinentiis  siue  adherentiis,  in  quo- 
cunque  pago  uel  comitatu  sita  sint,  uidelicet  cum  uicis,  uillis,  ecclesiis,  seruis  et  ancillis,  areis,  aedificiis» 
terris  cultis  et  incultis,  uiis,  inuiis,  exitibus  et  reditibus,  quesitis  et  inquirendis,  siluis,  forestibus,  uenatio- 
nibus,  aquis,  piscationibus,  molis,  molendinis,  rebus  mobilibus  et  inmobilibus,  ac  ceteris  onmibus  quae 
rite  scribi  uei  quoquolibet  modo  dici  possunt  utilitatibus,  hac  nostrae  auctoritatis  imperiali  pagina  donamus 
ac  omnium  contradictione  remota  proprietamus,  precipientes  ut  in  Deo  dilectus  nobis  sepe  dictus  M.  epi- 
scopus liberam  dehinc  habeat  potestatem,  suique  successores,  eandem  curtem  Hammonstedi  cum  omnibüs 
appendiciis  suis  tenendi,  possidendi,  seu  quicquid  sibi  inde  iibeat  iu  usum  episcopatus  faciendi.  Et  ut 
haec  traditio  nostra  ab  omnibus  incorrupta  permaneat,  hanc  cartam  inde  conscriptam  manu  propria  con- 
firmantes,  sigilli  nostri  impressione  insigniri  iussimus. 

Signum  domni  Heinrici  Romanorum  (L.  M.)  imperatoris  augusti. 
Guntherius  canceUarius  ad  uicem  Erdianbaidi  archicapeüani  recognoui. 

Data  Yini.  Kai.  Maii,  in  festiuitate  sancti  Georgii  martiris,  Indictione  HI.  Anno  dominicae  incarnationis 
M^.XX^.  Anno  uero  domni  Heinrici  secundi  regnantis  XVIIIF.  Imperii  autem  VH^.  Actum  BABENBERC 

Daa  Siegel  war  mit  achmaleo  ledernen  Riemen  augeba'ngt,  wahrscheinlich  alao  ein  MeUUsiegd;    iat  aber  verloren 
gegangen. 


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80  toao  — toai. 


CI. 


Aus  den  beiden  Paderbornischen  Kopialb üchem. 

v><«  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  diuina  fauente  dementia  Romanonim  Imperator 
augustus.  Si  sanctarum  Dei  aecclesiarum  loca  bonis  nobis  a  Deo  donatis  ditando  extoUimus,  non  solum 
uitae  nostrae  longanimitatem,  uerum  etiam  regni  nos  prosperitatem  augere  speramoss.  Quapropter  nouerit 
omnium  sanctae  Dei  aecclesiae  fidelium  nostrorumque  uniuersitas  presentium  scilicet  ac  futurorum,  qualiter 
nos  pro  animae  nostrae  remedio  nostrorumque  antecessorum,  nee  non  et  pro  salute  dilectae  coniugis 
nostrae  Cunigundae  imperatricis  uidelicet  augustae,  atque  per  interuentum  Geronis  Magedeburgensis  archie- 
piscbpi  Dulichonisque  comitis,  quandam  nostrae  proprietatis  forestim  in  comitatu  eiusdem  Dutichonis  sitam, 
quae  inicium  sumit  de  Rothalmingahusun ,  rectoque  tramite  protenditur  in  Vuisaram  fluuium,  sicque  ascen- 
sum  ducit  in  fluuium  Fulda  dictum,^)  inde  uero  continuatim  serüat  sui  ascensus  tenorem  iuxta  eundem 
fluuium  Fulde  usque  in  riuum  qui  dicitur  Grumelbichi,  nee  non  ad  oppidum  quod  Holthusun  uocatur 
uiam  tendit,  simul  graditur  in  Othilanham  et  in  Rcchinherishusun  atque  ad  Rothiereshusun,  mox  pergit 
ad  Rikillahusun  atque  ad  Beuerbiki,  sicque  protenditur  in  uiam  quae  tendit^)  ad  Vulfredeskirchun,  itemque 
ia  alteram  uiam  quae  extenditur  ad  Gunnesburin  et  ad  Vuicmonncshusun,  sicque  girando  circuit  quandam 
uiam  quae  peruenit  usque  ad  predictum  oppidum  Rothalmingahusun,  sanctae  Paderbrunnensi  aecclesiae, 
cui  uenerabilis  nobisque  dilectus  presul  Meinuuerchus  preesse  uidetur,  ad  altare  et  reliquias  sanctae  Dei 
genitricis  Mariae  sanctique  martyris  et  episcopi  Kiliani  ac  sancti  Liborü  confessoris,  cum  omni  utilitate 
quae  ab  eadem  ullatenus  prouenire  possit,  firmiter  et  perpetuo  habendam  tradimus  atque  concedimus, 
ac  de  nostro  iure  et  dominio  in  eiusdem  sanctae  Paderbninnensis  aecclesiae  ius  et  dominium  transfundi- 
mus  et  delegamus,  eo  uidelicet  ordine,  ut  nuUus  episcopum  iam  dictae  aecclesiae  eiusque  successores  de 
predicta  foresti  disuestire  uel  inquietare  presumat.  Et  ut  haec  nostrae  auctoritatis  pagina  stabilis  ei  ia- 
conuulsa  permaneat,  eam  manu  propria  roborantes  sigilli  nostri  impressione  insigniri  iussimus. 

Signum  domni  Heinrici  Serenissimi  et  inuictissimi  Romanorum  Imperatoris  augusti.  (L.  M.) 
Guniarius  cancellarius  uice  Ercumbaldi  archiepiscopi  et  ardiicaneellarii  recognouiL 

Anno  dominicae  incarnationis  Millesirao  XX^.  Indictione  III.    anno  uero  domni  Heinricr  imperatoris 
augusti  secundi  regnanlis  XVIIII.  imperii  autem  VII.   Actum  XI.  Kai.  Junii  Chofunga  feliciter  Amen. 

CIL 

AJr  •  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  diuina  gratia  Romanorum  Imperator  augustus.  || 
Diuinae  pietatis  clemencia,  quae  nos  ad  culmen  imperatoriae  maiestalis  perduxit,  ad  hoc  uoluit  imperare, 
ut  ecclesiarum  ordini  firmando  atque  corroborando  subueniamus.  Hiis  autem  maxime  locis,  quae  ab  ante- 
cessoribus  nostris  regibus  et  imperatoribus  fundata,  sed  iam  peccatis  exigentibus  pene  uidebantur  annullata. 
Quapropter  omnium  fidelium  nostrorum  presentium  scilicet  ac  futurorum  industriae  notum  esse  uolumus, 
qualiter  nos  diuini  amoris  iijslinclu,  pi*o  remedio  animae  nostrae  seu  parentum  nostrorum,  nee  non  et 
tercii  Ottonis  bonae  memoriae  Imperatoris,  dilectaeque  coniugis  nostrae  CHVNIGVNDE  augustae  interuentu, 
utque  Meginuuerc  sanctae  Padrebrunnensis  ecclesiae  uenerabilis  episcopi  rogatu ,  sibi  sancteque  suae  eccle- 
siae  a  Karolo  magno  Imperatore  olim  fundatae,  nostris  uero  temporibus  incendium  passae,  inhonore  enim 
sanctc  Dei  genitricis  Mariae  semper  uirginis  et  sancti  Kyh'ani  martiris  Liboriique  confessoris  dedicatae, 
comitatum  quem  D5dico  comes  dum  uixit  tenuit,  situm  scilicet  in  locis  Hessiga,  Netga,  Nihterga,  cum 


1)  Das  zweite  Copiar.:  in  flouium  qui  uocatur  Fulda.      ^)  ducitur. 

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1021  —  1022.  81 

omni  legaliiate  in  proprium  concedimus  atque  largimur  per  hanc  nostram  imperialem  paginam,  eo  uideEcet 
tenore  rationis,  ut  prefatus  episcopus  M.  suique  successores  prescriptae  ecciesiae  presidentes  dehinc  libe- 
ram  habeant  potestatem  de  eodem  comiiatu  eiusque  utilitatibus  quicquid  eis  placuerit  faciendi,  ad  eorum 
tamen  utilitatem  ecciesiae,  omnium  uidelicet  inquietudine  remota.  Et  ut  haec  nostrae  traditionis  seu  con- 
firmationis  auctoritas  stabilis  et  inconuulsa  omni  habeatur  tempore,  hoc  preceptum  inde  conscriptum  manu 
propria  firmauimos  et  nostro  sigillo  repercusso  insigniri  iussimus. 

Signum  domni  ffeinrici  uictoriosissimi  (L.  M.)  Imperatoris  augusti, 

Guntherius  cancellarius  ad  uicem  Herkembaldi  Mogontini  archtepiscopi  et  archicapellam  recognouit, 

DATA  XIIII.  KAL.  MARCH,  INDICTIONE  IUI.  ANNO  DOMINICAE  INCARNATIONIS  MILLESMO  XXI« 
ANNO  VERO  DOMNI  HEINRICI  SECUNDI  REGNANTIS  XVIffl«.  IMPERII  AUTEM  Vffl.  ACTUM  PODREBRüN 
FELICITER  AMEN. 

Das  Siegel  war  mit  schmalen  ledernen  Kiemen  angehängt,  also  wahrscheinlich  ein  Metallsiegel. 

cm. 

Aus  dem  Fürstlich -Bentheim-Tecklenburgischen  Archive. 

Nouerit  omnium  fidelium  presentium  scilicet  ac  futurorum  industria,  Qualiter  Nithardus  Mimigerne- 
fordensis  aecclesiae  humilis  antistes,  ob  peticionem  fidelis  sui  Bruningi,  dedicauit  basilicam  que  sita  est 
in  pago  Belaun  iuxta  fluuium  Acarse  nominatum,  in  honore  sanctf  Mariae  semper  uirginis,  cuique  talem 
condonauit  libertatem,  ut  presbiter  illius  loci  sine  censu  degeat,  nihilque  aliud  episcopus  prefate  aecclesiae 
inde  accipiat,  nisi  congruentibus  synodum  temporibus  illic  habeat,  et  que  corrigenda  sint  corrigat,  et  ut 
hec  plenius  stabilitentur,  ipse  Bruningus  tradidit  episcopo  familiam  unam  in  pago  Scopingun,  Adalbemum 
cum  cunctis  suae  possessioni  accidentibus,  terris,  siluis,  pratis,  aquis,  aquarumue  decursibus.  Quis  pera- 
ctis,  talem  predicto  potestatem  Bruningo  episcopus  dedit,  aecclesiae  suisque  perpetuo  posteris  possidendam, 
ut  sine  molestiarum  turbatione  quasi  iure  dominarentur  hereditario. 

Post  multorum  uero  discessus  temporum,  Domnus  Sigifridus  supradictae  aecclesiae  sedem  suscipiens 
ad  regendum,  hanc  eandem  traditionem  in  commuui  synodo  Engilberhto  successori  eiusdem  Bruningi  con- 
cedens  firmauit,  et  hanc  cartam  sigillo  sancti  Pauli  imprcssam  scribi  precepit 

Die  Charte  ist  sehr  beschädigt,  doch  ohne  bedeutenden  Verlust  des  Textes,  in  welchem  das  wenige  AusgefaUene  leicht 
und  sicher  zu  ergänzen  war.  Die  Schrift  ist  eine  schöne  germanische  Minuskel.  Das  Siegel  ist  unten  seitwärts  auf 
einem  von  der  Schrift  frei  gelassenen  Räume,  durch  zwei,  in  das  Pergament  gemachte,  lange,  parallel  laufende 
Querschnitte  aufgedruckt;  zwar  ist  davon  nur  noch  ein  Bruchstück  übrig,  man  erkennt  daran  aber  deutlich  das 
Brustbild  des  Apostels  Paulus,  wie  auf  dem  bekannten  Domkapitularischen  Siegel,  von  welchem  also  hier  der  älteste 
Abdruck  vorliegt. 

cm''. 

Aus  Kindlingers  Handschriften -Sammlung,  Bd.  12.  u.  19. 

In  nomine  Sanctae  Trinitatis.  Sigifridus  Dei  gratia  Episcopus.  Gratia  et  pax  a  Deo  patre  et  a  Do- 
mino Jesu  Christo  et  a  Spiritu  Sancto  paraclito  omnibus  qui  parati  sunt  testimonium  perhibere  ueritati  et 
non  erubescunt  ueritatem  quando  fuerint  interrogati.  Domnus  Sigifridus  tercius  et  decimus  a  sancto  Liud- 
gcro  Mimigardeuordensis  ciuitatis  episcopus,  primum  in  contemplatiua  uita  sub  nomine  abbatis  profectus, 
postea  ad  gubemationem  actiue  presul  a  Deo  electus,  cum  magnum  Studium  haberet  totius  Dei  famulami- 
nis,  inuenit  in  parochia  sua  quandam  matronam  genere  et  moribus  claram,  diuiciis  et  possessione  latissi- 
mam,  Reinmod  appellatam,  cum  unica  fiUa  Yrederuna,  cuius  tam  magna  uoluntas  fuit  nouas  basilicas  con^ 
struendi,  sicot  episcopo  consecrandi,  cuius  consilio  atque  permissu  Septem  elaborauit  monasteria  in  locis 

Cod.  dipi.  hut.  w«..f...  11         ^.g.^.^^^  ^y  (^oogle 


82  1023  — 102S. 

quibus  permaxime  erant  necessaria.  Ynum  in  loco  qui  dicitur  Farlari.  alterum  in  Oppenhulisa.  tercium  in 
Buntlagi.  quartum  in  Curithi.  quintum  in  Ihtari.  sextum  in  Honthorpa.  septimum  in  Ynkingthorpa.  Haec 
Septem  loca  nobiiiter  consummata,  ans  et  reliquiis  Sanctorum  ornata  et  caeteris  suffulta  quibus  indigent 
sacerdotes,  cum  magna  laude  et  deuotione  unumquodque  in  suo  tempore  predictus  dedicauit  antistes,  qui 
noiens  se  tam  boui  operis  expertem  esse,  de  domibus  et  uillis  adiacentibus  quod  sibi  uidebatur  adunam- 
quamque  deputauit  ecciesiam,  ut  esset  locus  idoneus  uisitare  infirmos,  sepelire  mortuos,  et  illa  implere 
quae  ad  Dei  seruitutem  et  ad  fidelis  populi  tam  uiui  quam  defuncti  pertinent  salutem.  Si  quis  ex  nostris 
successoribus  surrexerit  et  hanc  conscriptionem  iostigante  diabolo  dissipare  presumpserit,  sciat'  se  episco- 
pali  bauno  in  die  iudicii  obligatum  et  obstrictum,  si  quicquam  euacuauerit  quod  hie  habetur  scriptum. 
Ideo  ne  periculum  faciat  animae  suae,  sit  ei  haec  charta  pro  testimonio  Sancti  PauH  apostoli  patroni 
hostri  impressa  sigillo,  nee  dubitet  quod  si  spernit  episcopum,  spernit  apostolum,  si  spernit  apostolum, 
spernit  filium  Dei  unigenitum,  qui  est  testis  fidelis  primogenitus  mortuorum  ct4)rinceps  Regum  terrae,  cui 
honor,  gloria  et  imperium  in  saecula  saeculorum.  Hae  sunt  uillae  quae  tradente  episcopo  Sigifrido  ad 
Farlari  pertinebunt  ad  ecciesiam  ibi  constitutam.  De  Billarbeki.  Gardiuelt.  Vuesthelnon.  De  his  uillis 
XXX.  domus.  De  Cosuelda.  Hamim.  Mottonhem.  Gapion.  Suthuuick.  Herabruggion.  Hiidiuuordinghuson.  Quin 
quaginta  et  quatuor  domos.  Ostaruuik  omnis.  Farlari  usque  ad  domum  Geliconis  in  Kurtbeki.  Bardarnaras- 
uuick.  Holtuuik.  Liudbeki.  Bermothem.  Segmeri.  Septuaginta  et  quatuor  domus  de  Gascheri.  Burion  uiginti 
et  quatuor  domus.  Hae  uillae  ad  Hoentorp  pertinebunt.  Wersethorp.  Aldenthorp.  Hoenthorp  tota. 
Blasheri.  Hauokhurst  Weppenthorp.  Hae  pertinebunt  ad  Buntlagi.  VSenhem.  Sueduuinkila.  Harhem. 
Suthreni.  Waathhalhem.  Landrikashem,  Honhurst.  Stokhem.  Buntlagi.  Oldenhreni.  tres  domos  in  foresto. 
Hae  uillae  pertinebunt  ad  Ihtari.  De  ecclesia  Wemon.  ipsa  curtis  Ihtari  et  uilla  Simanningtharp.  I^ngi. 
Westhomon.  Wigeringthorp.  De  his  uillis  uiginti  et  septem  domus.  De  ecclesia  Ihtari  quae  Suthkirike 
uocatur  undecim  domus  de  uilla  Ledscipi  in  qua  sedent  Gelo,  Woldahre  etAneke.  De  Northkirken.  Ihtari. 
Hathouuorkingthorp.  Hildingthorp.  et  omnis  Pikenbrok.  De  his  uillis  uiginti  quinque  domus.  De  ecclesia 
Ascasbergh.  Westeringen  et  Ostaringen  et  tres  curtes  et  una  domus  Razonis  et  Garikingthorp.  De  his  uülis 
uiginti  quatuor  domus.  Westsmithikingthorp.  Paringthorp  dimidia.  Ad  Vnkingthorp  pertinebit  quicquid 
trans  Lippiam  flnuium  est  ex  integre.  Ad  Curithi  pertinebit  Ybbenbergh  omnis.  Curithi  ex  integre,  duo 
Sandontliorp.  Sprakenlo.  Hemmonhem.  Getillingthorp.  duo  Galmeri.  Frigicsthorp.  Bettisthorp.  Lengriki.  Leg- 
setin.  Hae  sunt  uillae  quae  ad  Oppenhulisa  pertinebunt  Omnis  Alfstedi.  Papingthorp.  Fronothorp.  Bre- 
denbeki.  Holtebures.  Gerlinkingthorp.  Frilingthorp.  Hanguni  tota.  Werilhon.  Appenhulis.  Haec  sunt  nomina 
testium  qui  his  interfuerunt  et  haec  audierunt.  Odo  prepositus.  Werni  uicedominus.  De  kappalanis.  Hatte. 
Grothuuerk.  Hripo.  Yko.  Benno.  Walh.  Gerfrid.  Radlef.  Guncilin.  De  laicis.  Godefrid.  Heriman  frater  eins. 
Lefgard.  Item  Godefrid  et  Heriman  fratres.  Ezo.  Berte.  Geto.  Scripturam  istam  iubente  episcopo  Godescal- 
cus  decanus  dictauit,  Adalhard  diaconus  scripsit,  ipse  domnus  episcopus  nomine  et  effigie  sancti  Pauli 
signauit,  signatam  domnae  Reinmod  et  eius  filiae  tradidit  et  secundo  ac  tercio  diuinae  authoritatis  malleo 
solidauit. 

civ.*) 

v>.  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  diuina  fauente  dementia  Romanorum  Imperator 
augustus.  Si  uenerabilia  aecclesiarum  Dei  loca  ditare  ac  sublimare  studuerimus,  nobis  id  animaeque  nostrae 
remedio  parentumque  nostrorum  nee  non  regni  nostri  ||  statui  profuturum  esse  minime  dubitamus.     Qua- 


*)  Mit  dieser  TTrkuDde  stimmt  die,  nur  noch  abschriftlich  erhaltene  Urkunde  von  gleichem  Datum,  wegen  dea  Gutes  Hohunseh', 
bis  auf  die  nothwendige  Verschiedenheit  der  Ortsangabe,  wörtlich  iibereio. 


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1033.  83 

propter  nouerit  omnium  Christi  fidelium  nostrorumque  uniuersitas,  qualitcr  nos  inspicientes  interucntum 
dilectissimae  coniugis  nostrae  CYNIGVNDAE  imperatricis  augustae,  assidue  monentis  atque  incessabiliter 
nobis  in  memoriam  reducentis,  quod  Meinuuercus  Paderbrunnensis  aecclesiae  venerabilis  episcopus  plus 
caeteris  fidelibus  nostris  in  seruitute  nostra  iugi  deuotione  sudauit,  eidem  Paderbrunnensi  aecclesiae  in 
honorem  sanctae  Dei  genitricis  Mariae  sanctique  Kiliani  martiris  nee  non  preciosi  confessoris  Liborii  dedi- 
catae,  cui  idem  nobis  dilectus  antistes  preesse  uidetur,  quoddam  predium  nostrum  Steini  dictum,  situm 
in  pago  Westfalon,  in  comitatu  uero  Bernhardi  comitis,*)  cum  omnibus  eiusdem  predii  pertinentiis,  terris 
uidelicet  cullis  etincultis,  curtificiis,  areis,  edificiis,  mancipiis  utriusque  sexus,  pratis,  pascuis,  siluis,  uena- 
tionibus,  aquis  aquarumque  decursibus,  piscationibus,  molendinis,  uiis  et  inuiis,  exitibus  et  reditibus,  que- 
sitis  uel  inquirendis,  ceterisque  omnibus  quae  quomodocunque  dici  siue  scribi  aut  nominari  possunt  utili- 
tatibus  ad  ipsum  predium  pertinentibus,  per  hanc  nostram  imperialem  paginam  concedimus  atc[ue  largimur, 
et  de  nostro  iure  ac  dominio  in  eins  ius  et  dominium  omnino  transfundimus.  Ea  uidelicet  ratione,  ut  pre- 
dictus  M.  episcopus  sibique  posthinc  succedentes  liberam  habeant  de  eodem  predio  eiusque  pertinentiis 
potestatem  quicquid  eis  placuerit  ad  usum  aecclesiae  faciendi,  omnium  hominum  regni  uostri  contradictione 
remota.  Et  ut  haec  nostrae  ingenuitatis  auctoritas  stabilis  et  inconuulsa  omni  posthinc  permaneat  tempore, 
hoc  imperiale  preceptum  inde  conscriptum  manu  propria  confirmantes,  sigilli  nostri  impressione  iussimus 
insigniri. 

Signum  domni  Heinrici  Romanorum  inuictissimi  (L.  M.)  imperatoris  augusti. 
Guntherius  canceUarius  uice  Aribonis  archicappellani  recognouiL 

Data  XVIin.  Kai.  Febr.  Indictione  VI.  Anno  dominicae  incamationis  Millesimo  XXIII.  Anno  uero  domni 
Heinrici  secundi  regnantis  XXI.  Imperii  autem  YIIIP.  Actum  Poderbrunnon  feliciter  amen. 

Das  aufgedruckte  grosse  kaiserliche  Siegel  ist  das  bereits  beschriebene« 

cv. 

v><*  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  diuina  fauente  dementia  Romanorum  Imperator 
augustus.  Quoniam  diuine  dignationis  dementia  ||  ad  regendum  totius  rei  publicae  statum  nos  prouexit  suae 
immense  pietatis  magnificentia,  ante  omnia  ad  hoc  laborare  debemus,  ut  qui  Corona  terreni  imperii  glo- 
riamur,  illa  inestimabilis  gaudii  gloria  non  priuemur.  Quod  certissime  posse  fieri  creditur,  si  loca  aeccle- 
siasticis  obsequiis  a  christianis  uiris  deputata,  nostra  auctoritate  confirmentur  et  corroborentur,  ut  onmi 
exteriori  inquietudine  remota,  diuinis  laudibus  in  eis  mancipati  in  pace  et  quiete  domino  seruire  delecten- 
tur,  et  qui  curis  et  negociis  secularibus  grauamur,  eorum  qui  in  lege  eins  die  ac  nocte  meditantur  preci- 
bus  a  peccatorum  nostrorum  nexibus  liberemur.  Qua  propter  omnium  fidelium  Christi  nostrorumque 
nouerit  uniuersitas,  qualiter  dilectus  nobis  uenerabilisque  MEGINWERCYS  Potherbrunnensis  aecclesiae  anti- 
stes, celsitudinem  nostram  adiit,  suppliciter  exorans,  ut  Monasterium  in  occidentali  parte  Potherbrunnensis 
suburbii  ab  eo  in  honore  sancte  Dei  genitricis  et  perpetue  uirginis  MARie  bmniumque  sanctorum  fundatum 
nostra  imperiali  auctoritate  confirmaretur ,  quatinus  fratres  ipsius  Monasterii  in  diuino  seruitio  iugiter  per- 
mansuri,  ab  omni  s^culari  uiolentia  et  molcstia  remoti  et  muniti,  tanto  expeditius  uiam  mandatorum  Dei 
currerent,  quanto  eis  terren^  incommoditatis  impedimenta  nulla  obstarent.  Cuius  laudabilis  studii  intentione 
congaudentes,  et  per  interuentum  dilectissime  coniugis  nostrae  Cunigunde  uidelicet  imperatricis  auguste, 
aliorumque  fidelium  nostrorum  iustis  petitionibus  gratuito  assentientes,  imperiali  auctoritate  decreuimus,  ut 
onmia  a  nobis  uel  ab  ipso  uenerabili  episcopo  de  sua  hereditate  uel  aliunde  per  commutationem  aut  pre- 


*)  quoddam  predium  Dostrum  Hohunseli  dictum^  situm  In  pago  Westfalon,  in  comitatu  uero  Bernhardi  oomitis, 

11* 

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84  1023. 

cariam  uel  ab  aliis  Dei  cultoribus  eidem  Monasterio  collata,  uidelicet  in  territoriis,  nillis,  areis,  curtis, 
aedificiis,  mancipiis  utriusque  sexus,  terris  cultis  et  incultis,  pratis,  pascuis,  campis,  aquis  aquarumque 
decursibus,  molis,  molendinis,  piscationibus ,  siluis,  uenationibus ,  exitibus  et  reditibus,  iiiis  et  inuiis,  que- 
sitis  et  inquirendis,  cum  omni  utilitate  et  integritate  qu^  ullo  modo  ex  eis  prouenire  potent,  ipsius  Mona- 
steril  abbas  cum  suis  fratribus  proprietario  iure  potestatiuae  habeat  atque  possideat,  et  cum  episcopi 
Hcentia  quicquid  Ulis  placuerit  ad  communem  usum  aecclesiae  faciat.  Insuper  eciam  firmiter  et  stabile 
perpetuo  iure  sanctimus,  ut  nuUus  dux  aut  comes  aut  aliqua  persona  pania  uel  magna  quemlibet  abbatum 
ipsius  Monasterii  cum  suis  fratribus  super  eisdem  bonis  inquietare,  molestare  aut  diuestire,  aut  aliqua  lu- 
diciaria  potestate  se  intromittere  presumat,  nisi  aduocatus  aecclesiae  ab  abbate  et  fratribus  in  defensorem 
electus  et  ab  episcopo  constitutus,  eo  uidelicet  tenore,  ut  iure  contentus  ecclesiae  cum  precepto  et  con- 
silio  abbatis  omnia  faciat  atque  disponat.  Si  quis  autem  hoc  nostrae  imperialis  confirmationis  edictum 
aliqua  presumptione  infringere  temptauerit,  centum  librarum  examinati  auri  ad  nostrum  pondus  composi- 
tione  multetur,  ut  quinquaginta  nostr^  camere  persoluat,  quinquaginta  eidem  ecclesie  quam,  ausu  temerario 
inquietare  presumpsit.  Et  ut  h^c  confirmatio  uerius  credatur  stabilisque  et  inconuulsa  omni  tempore  ha- 
beatur,  hanc  imperialis  edicti  paginam  inde  conscribi,  et  manu  propria  confirmantes ,  sigillo  nostro  in- 
signiri  IVSSIMVS. 

Signum  domni  Heinrici  Romanorum  inuictissimi  Imperaioris  augustu 

Guntherius  cancellarius  uice  Aribonis  archicappellani  recognouit.  (L  M.)  Datum  XVini.  Kai.  Feb.  IndicU 
VI«.  Anno  dominicae  incarnationis  Millesimo  XXIIP.  Anno  uero  domni  Heinrici  secundi  regnantis  XXI<*. 
Imperii  autem  eius  YIIII.    Actum  Paderbrunnon  feliciter  amen. 

Das  aufgedruckte  Siegel  Ut  das  bereits  beschriebene« 


GVL 

v>*.  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  diuina  fauente  dementia  Romanorum  Imperator 
augustus.  Si  uenerabilia  aecclesiarum  Dei  loca  ditare  ac  sublimare  studuerimus,  nobis  idregnique  nostri|| 
statui  profuturum  esse  minime  dubitamus.  Quapropter  nouerit  omnium  Christi  fidelium  nostrorumque  uni- 
uersitas,  qualiter  nos  pro  remedio  animae  nostrae  dilectissimaeque  coniugis  nostrae  Cmiigundae  uideHcet 
imperatricis  augustae  atque  pareutum  nostrorum  nee  non  pro  animabus  fidelium  nostrorum  quorum  ibi 
Corpora  requiescunt,  Erphonis  scilicet  comitis  atque  Cononis,  monasterio  nostro  Cofunga  nominato,  in 
honorem  domini  saluatoris  sanctaeque  eins  genitricis,  nee  non  uictoriosissimae  crucis  atque  beati  Petri  apo- 
stolorum  principis  constructo,  ad  usum  sanctimonialium  ibidem  Deo  seruientium,  quoddam  nostri  iuris  pre- 
dium  Hardinghusbn  dictum,  situm  in  Pago  in  comitatu  uero  comitis,*)  cum  omnibus  eins-- 

dem  predii  pertinentiis,  terris  uidelicet  cultis  et  incultis,  curtificiis,  areis,  acdificiis,  mancipiis  utriusque 
sexus,  pratis,  pascuis,  siluis,  uenationibus ,  aquis  aquarumque  decursibus,  piscationibus,  molendinis,  uiis 
et  inuiis,  exitibus  et  reditibus,  quesitis  uel  inquirendis,  ceterisque  omnibus  quae  quomodocumque  dici 
siue  scribi  possunt  utilitatibus  ad  ipsum  predium  pertinentibus,  per  hanc  nostram  imperialem  paginam  con- 
cedimus  atque  largimur,  et  de  nostro  iure  ac  dominio  in^eius  ius  et  dominium  omnino  transfundimus,  Ea 
uidelicet  ratione  ut  ipsius  aecclesiae  uenerabilis  abbatissa  Ota  sibique  posthinc  succedentes  Hberam  habeant 
de  eadem  proprietate  eiusque  pertinentiis  quicquid  eis  placuerit  ad  usum  aecclesiae  faciendi  potestatem, 


*)  Im  Originale  sind  die  Stellen  für  den  Namen  des  Ganes  und  des  Grafen  leer  gelassen. 

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1033  —  1025.  85 

omnium  hominum  regni  nostri  contradictione  remota.  Et  ut  haec  nostrae  ingenuitatis  auctoritas  slabilis  ac 
inconuulsa  omni  posthinc  permaneat  tempore,  hoc  imperiale  preceptum  inde  cooscriptum  manu  propria 
confirmantes,  sigilli  nostri  »impressione  iussimus  insigniri. 

Signum  domm  Beinrici  Romanorum  inuictissimi  (L.  M.)  Imperatoris  Augusti. 
Guntherius  canceüariu^  uice  Aribonis  archicappellani  recognouit. 

Datum  XVIIII.  Kai.  Febr.  Indict.  VI.  Anno  dominicae  incarnationis  Millesimo  XXIU^.  Anno  uero  domni 
Heinrici  secondi  regnantis  XXP.  Imperii  autem  eins  YIIII^.  Actum  Paderbrunnon  feliciter  amen. 

Dm  aufgednidLte  Siegel  ist  das  bereits  beschriebene. 

CVII. 

Quidam  diis.  nomine  Brun,  cum  nepte  sua  Idae  uocitata,  ad  dominium  sancte  Dei  genitricis  Marie  et 
sancti  Kiliani  martiris  Liboriique  confessoris  sua  predia  in  Sutdesburch  et  Betanum,  Wallanstedi,  cum 
Omnibus  illuc  pertinentibus  in  proprium  tradidit.  Interea  post  quinquennium  obitu  imperatoris  secundi  Hein- 
rici adueniente,  predicta  Ide  cum  uiro  suo  Brunone  has  omnes  traditiones  iniuste  rennuere  uolcbat  Epi- 
scopus  uero  Meinuuercus  tanta  predia  quasi  sapiens  noiens  perdere,  donme  Idan  usqpie  ad  exilum  sue 
uite  LXXX  aratra  ad  reconciliationem  tribuit,  ea  uideiicet  ratione,  si  ipse  aut  aliquis  eins  successorum 
abstrahere  uoluerit  presignata  aratra,  quatinus  hcc  predia  eidem  penitus  restituat.  XVIII.  Kai.  Octobr.  actum 
in  Hirutueldun. 

Huius  reconciliationis  sunt  testes.  Bemhardus  dux.  Heriman  comes  et  filii  eins.  Heinric.  Conrad.  Adal- 
bracht.  Bernhard.  Ekkica  comes  de  Aslan.  Bernhard  comes.  Erp  comes.  Tiedric  comes  Fresonie.  Widukin 
comes.  Amulungo  comes  et  frater  eins  Ekbracht.  Ekkica  comes.  Geba  et  filii  eius.  Heinric.  Cona.  Volcherd. 
Benna  et  frater  eius.  Godica.  VflFa.  Beua.  Eppa.  Ricdach.  Engiza.  Viza.  Hildilin.  Tamma.  Rothard.  Ekkica. 
Tiedric  miles  Ekkiconis.  Bennaca  et  frater  eius  Tiaza.  Reinald.  Godikin.  Wizuca.  Gela.  Droga.  Thiapbalt. 
Tiamma  comes  et  frater  eius.  Esic.  Iringe.  Oua.  Ecilin.  Tiedric.  Meinhard.  Tiedric. 

Ein  Siegel  war  aafgedrucktf  ist  aber  irerloren  gegangen. 

CVIII. 

Aas  dem  Ropialbuche  des  Domstifts  so  Paderborn. 

Notum  sit  Omnibus  fidelibus  presentibus  scilicet  et  futuris,  quod  quidam  fidelis  nomine  Hildelin,  per 
consensum  sue  contectalis  Ode  et  iustissimi  heredis  ipsius  Arnaldi,  unam  aream  et  XL.  iugera  cum  Omni- 
bus appendiciis,  in  pago  Nihterga,  in  uilla  qu^  dicitur  Holthusen,  et  Amaldus  scilicet  cum  consensu  su^ 
matris  eiusdem  Od^  et  predicti  Hildelini  unum  litum  in  pago  Almunga  in  uilla  que  uocatur  Barghusun  cum 
sua  uxore  et  filio  et  cum  omnibus  que  tuuc  habuit  in  area  quoque  et  predio  et  omnibus  eiusdem  predii 
appendicüs,  ad  dominium  sancte  Dei  genitricis  Marie  et  sancti  Kiliani  martiris  sanctique  Liborii  confessoris 
atque  pontificis,  pro  decimatione  super  uillam  Emiggarothun  acquirenda,  in  proprium  tradidit.  Quod  uero 
Meinuuercus  episcopus  pie  perpendens,  predicto  Hildelino  et  sue  contectali  Ode  et  Amaldo  omnibusque 
posteris  eius  eandem  decimationem  super  uillam  qu^  uocatur  Emiggarothun  pro  predicto  predio  per  suum 
aduocatum  Amulung  in  proprium  dedit.  Hec  itaque  traditio  III.  Non.  Nouembris  primum  facta,  IUI.  Non. 
Januar,  in  Paterb.  iterata  atque  confirmata  est,  consedentibus  ibidem  archiepiscopo  Hunfritho  et  episcopo 
Siberhto  et  Hildiuuardo  atque  Liuzone  episcopis,  et  adstantibus  Fritherico,  Gerberto,  Thiaderico  comitibus. 
Brun.  Godebald.  Erp.  Rathuboda.  Ecbert  Vuikin.  Thiaderic.  Haold.  Uffa.  Haold.  Godescalc.  Bennaka«  Folchard. 


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86  1035. 

CIX. 

^»  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Chuonradas  diuina  fauente  cleitientia  rex.  Si  seruonim 
Dei  pelicionibus  faciiem  aurem  accommodantes,  locis  diuino  cultui  manci{|patis  aliquam  munificentia  nostra 
adicit  immunitatenoi,  unde  comnnorantes  inibi  securius  et  commodius  uitae  ceiestis  quietudini  ualeant  inseniire, 
existimamus  hinc  presentibus  uti  felicius  ac  mansuris  perfrui  beatius.  Quocirca  nouerit  omnium  Christi 
nostrique  fidelium  caulela,  tarn  presentium  quam  succedentmm ,  qualiter  nos  pro  remedio  anime  nosir^ 
parentumque  nostrorum,  nee  non  intenientu  ac  peticione  dilecte  coniugis  nostre  GISEL£  regin^  et  uene- 
rabiiium  Archipresulum  Aribonis  Mogontini  atque  Piligrimi  Coloniensis,  traditionem  Hluduwici  imperatoris, 
quam  tradidit  ad  monasteria  quorum  unum  est  monachorum  noua  Corbeia  nuncupatum,  aliud  est  sancti- 
monialium  Heriuordi  nominatum,  quae  pie  memoria  genitor  illius  Hluduuuicus  imperator  ad  normam  pre- 
cipuorum  in  Gallia  monasterionim  construxit,  Corbeiense  uidelicet  ad  similitudinem  antique  Corbeie,  He- 
riuordense  uero  ad  Suessionis  similitudinem,  abbati  Corbeiensi  commeudauimus,  ut  iuxta  consuetudinem 
qua  ancillarum  Dei  congregationibus  procurari  solent  prepositi  ex  ecclesiastico  ordine,  tarn  in  disciplina 
quam  in  cunclis  negociis  qu^  famule  Christi  pro  sexu  et  professione  sua  exequi  non  possent,  ipsarum  pro- 
uisor  et  patronus  existeret.  Pro  elemosina  autem  generis  sui  tradidit  cellam  que  uocatur  Meppia  cum 
decimis  et  possessionibus  undique  ad  eam  pertinentibus,  et  ecclesiam  Heresburc  circumquaque  per  duas 
saxonicas  rastas  ad  nouam  Corbeiam,  ad  Heriuordense  uero  monasterium  in  episcopatu  Asnabruggensi 
ecclesiam  Biunidi  cum  subiectis  sibi  ecclesiis,  in  parroechia  Mimierneuordi  ecclesiam  Reni  cum  his  quae 
ad  eam  pertinent  ecclesiis^  ita  sane  ut  decimarum  aliorumque  redituum  prouentus  omnes  prefatis  cederent 
monasterüs,  et  ab  ipsis  uicissim  procurentur  subiecte  plebes,  in  baptismate,  in  eucharistia,  in  sepulturis, 
in  oonfessione  peccatorum  audienda,  et  presbiteri  qui  principales  ecclesias  tenerent  archipresbiterorum 
officio  fungerentur,  ad  agenda  omnia  que  solent  fieri  ab  archipresbiteris  episcoporum,  et  cum  ipsi  episcopi 
circationes  suas  ibi  agere  deberent,  ad  eorum  mansionem  daretur  ut  in  capitularibus  antecessorum  nostro- 
rum prescrip tum  habetur,  uidelicet  quantum  satis  sit  eis  dari,  et  episcopi  non  plus  querant,  nee  cum 
pluribus  ueniant,  quam  ut  eis  sufficere  possint.  Ne  autem  in  summa  debiti  episcoporum  seruitii  plus  exi- 
geretur  quam  opus  sit,  statuerunt  predictarum  ecclesiarum  episcopi  cum  consensu  synodali  coram  ante- 
cessore  nostro  Ottone  imperatore  et  archiepiscopo  Rhabano  ceterisque  cum  eo  in  synodo  agentibus,  ut 
dentur  ad  singulas  ecclesias  porci  IUI.  ualentes  singuli  denarios  XII.  aut  arietes  YIII.  tantundem  ualentes, 
porcelli  IUI.  auce  IUI.  pulli  VIII.  Situle  XX.  de  medone,  de  mellita  ceruisia  XX.  de  non  mellita  LX.  panes 
CXX.  de  auena  modii  C.  manipuli  DC.  essetque  in  potestate  episcoporum,  utrum  h§c  per  singulas  ecclesias 
ad  unum  mansionaticum  an  ad  dua  uellent  habere.  Statuit  ergo  prefatus  antecessor  noster  Otto  imperator 
Uberam  utrique  loco  concessionem  eligend^  de  propria  congregatione  in  regimen  sui  per  futura  semper 
tempora  congrue  personae,  et  ut  nullus  iudex  publicus  licentiam  in  homines  ad  prefatum  monasterium 
Heriuordense  pcrtinentes  uUam  iudiciariam  habeat  exercere  potestatem,  sed  omnis  eorum  res  coram  ad- 
uocato  ipsorum  definiatur.  Quam  constitutionem  antecessorum  nnstrorum  iustam  et  raüonabilem,  nos  quo- 
que  prcdicto  monasterio  Heriuordensi  precepto  nostro  regali  confirmamus  atque  corroboramus.  Et  ut  hec 
confirmationis  nostre  auctoritas  stabilis  et  inconuulsa  omni  permaneat  oeuo ,  haue  paginam  inde  conscriptam 
manu  propria  roborantes,  sigilii  nostri  impressione  iussimus  insigniri. 

Signum  domni  Chuonradi  (L.  M.)  regis  inuictissimi. 
Odalricus  canceüarixis  uice  Aribonis  archicapellani  recognoui. 

Data  IUI.  Id.  Januar.  Indictione  VUI.  Anno  dominice  incamationis  M.XXV**.   Anno   uero  donmi  Kuon- 
radi  secundi  regnantis  I«.  CORBEIE. 


Das  Siegel  Ut  terloren  gegaogen. 

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loas.  87 

CX. 

Absdirift  nach  dem  %u  Fiicbbeck  aufbewahrten  Originale  mitgetheilt  ▼om  Bibliothekar  Moojer  su  Mindeq. 

v>*  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Chuonradus  diuina  fauente  dementia  rex.  Notum  sit 
Omnibus  fidelibus  nostris  tarn  praesentibus  quam  futuris,  qualiter  quaedam  uenerabilis  ||  abbatissa  nomine 
Abug,  antecessorum  nostrorum  regum  scilicet  uel  imperatorum  scripta ,  suae  aecclesiae  quae  est  in 
Vuiscbiki  coUocata,  tradita,  in  nostram  presentiam  contulit,  eademque  ex  nostra  regali  potestate  confirmari 
ac  corroborari  quam  humillime  rogitauit.  Cuius  petitioui  ita  ut  dignum  est  assensum  prebentes,  ob  amo- 
rem  Dei  nostraeque  remedium  animae  scilicet  et  per  interuentum  SIGEBERTI  sanctae  Mindensis  aecclesiae 
uenerandi  presulis  nee  non  et  Berinhardi  ducis  ceterorumque  nostrorum  fidelium,  iam  dictam  abbatissam 
una  cum  congregatione  sibi  subiecta  omnibusque  illuc  rite  pertinentibus,  in  nostrum  mundiburdium  ac 
defensionem  ex  integro  suscepimus.  Precipientes  igitur  iubemus  ut  nuUus  iudex  publicus  neque  aliquis 
ex  iudiciaria  potestate  homines  praedictae  aecclesiae  liberos  seu  colonos,  litos  aut  seruos,  in  aliquo  nego- 
cio  distringere  presumat,  nisi  tantum  aduocatus  loci  illius,  habeantque  sanctimoniales  illae  liberam  pote- 
statem  per  successionem  temporis  inter  se  siue  aliunde  abbatissam  eÜgendi»  nullius  seculari  dominio  sub- 
iectae,  excepto  nostro,  qui  earum  defensor  Deo  annuente  esse  uolumus. 

Haec  sunt  predia  quae  pertinent  ad  supra  dictam  aecclesiam  Yiscbiki.  In  illo  loco  VI.  mansi  pleni. 
Insuper  etiam  in  bis  locis  ita  uominatis.  Vuendredesa  L  Yuigbaldeshusun  IUI.  mansi.  Benneshusun  I.  mansus. 
Haddeshusun  I.  mansus.  Tiadanhusun  I.  mansus.  Hainanhusun  II.  mansi.  Et  in  aliis  locis  ad  ministerium 
aecclesiae  Yiscbiki  XXYIIII.  mansi  in  pago  Tilithi  in  comitatu  Herimanni  comitis,  iterumqne  in  pago  Mer- 
stem  in  comitatu  eiusdem  comitis  YIII.  mansi,  et  in  pago  Laginga  YI.  mansi  in  comitatu  Dodican,  in  pago 
Y^estfala  in  comitatu  Heinrici  comitis  X  et  YIII.  mansi,  et  in  comitatu  Hroduuerkes  YI.  mansi.  Et  in  uilla 
quae  uocatur  Hramnesberg  II.  mansi,  Fiahtthorpe  I.  mansus,  in  Anion  IUI.  mansi,  et  in  comitatu  Wirin- 
hardi  öurtem  nomine  Thuliberh  Y.  mansi.  In  Tundirin  YII.  mansi.  In  Hartingehusun  uilla  integra.  Et  ut 
haec  nostra  confirmatio  stabilis  et  inconuulsa  permaneat,  haue  nostri  precepti  paginam  inde  conscriptam 
manu  propria  roborantes  sigilli  nostri  inpressione  insigniri  iussimus. 

Signum  domni  Chuonradi  (L  M.)  gloriosissimi  regis. 
Odalricus  canceUarius  uice  Aribonis  archicapellani  recognoui. 

Data  II.  Id.  Januar.  Indictione  YIU.  Anno  dominicae  iucamationis  H^.XXY^.  Anno  autem  domni  Kuon- 
radi  secundi  regnantis  P.  Actum  Corbeie.    * 

Dem  Originale  lag  daa  Siegel  abgefallen  beL 

CXI. 

^*  In  nomine  sanctae  et  indiuidu^  Trinitatis.  Chuonradus  diuina  fauente  dementia  rex.  Notum  sit 
Omnibus  Christi  nostrique  fidelibus  praesentibus  scilicet  atque  futuris,  qualiter  uenerabilis  abbas  nomine 
Truchtmarus  nostram  adiit  excellentiam  ||  suppheiter  orans,  ut  nostra  magnifica  munificentia  prospiccremus 
monasterio  cui  preesse  uideretur,  quod  est  constructum  super  fluuium  WISERA  in  loco  qui  dicitur  noua 
CORBEIA  in  honorem  Dei  et  sancti  STEPHANI  protomartyris,  ubi  et  beati  YITI  martyris  preciosa  pignera 
seruari  noscuntur.  Cuius  peticioni  rationabili  propter  diuinum  amorem  et  uenerationem  beatorum  marty- 
rum  assensum  prebentes,  hos  apices  serenitatis  nostrae  circa  ipsum  monasterium  fieri  iussimus,  per  quos 
decemimus   atque  iubemus,    precipue  ut  potestatem  monachi,   si  necessitas  uenerit,  habeant,  abbatem 

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88  i025. 

cligendi  de  fratribus  suis,  et  ut  nullus  episcopus  aut  iudex  publicus  uel  quilibet  ex  iudiciaria  potestate, 
nisi  solus  illius  loci  prouisor  et  aduocatus  predicti  monasterii,  in  ecciesias  aut  loca  uel  agros  seu  reliquas 
possessiones  prefati  monasterii  quas  modemo  tempore  iuste  et  racionabiliter  possidere  uidetur,  ad  causas 
audiendas  uel  freda  exigenda  aut  mansiones  uel  paratas  faciendas  aut  fideiussores  toUeudos,  aut  ullas 
redibitiones  uel  illicitas  occasiones  requirendas,  aut  homines  ipsius  monasterii  tarn  ingenuos  quam  et  senios 
uel  litos  iniuste  distringendos  ullo  umquam  tempore  audeat  ingredi,  uel  ea  que  supra  memorata  sunt  pe- 
nitus  exigere  aut  actitare  presumat.  Sed  et  de  dominicatis  mansis  uel  nunc  habitis  uel  post  acquirendis» 
a  reddendis  decimis  plenam  idem  monasterium  habeat  immunitatem,  et  sicut  hactenus  fuit,  ut  dentnr  ad 
portam  in  susceptionem  hospitum  et  peregrinorum ,  in  quibuslibet  episcopiis,  pagis  uel  territoriis,  uel 
Omnibus  que  ibidem  propter  diuinum  amorem  et  illius  sancti  loci  uenerationem  collata  fuerint,  ut  liceai 
ibidem  Deo  famulantibus  sub  nosti^  immunitatis  tuitione  quieto  ordine  uiuere  ac  residere,  et  melius  illos 
delectct  omni  tempore  pro  nobis  et  coniuge  nostra  atque  stabilitate  regni  a  Deo  nobis  coUati,  domini  mi- 
sericordiam  attentius  exorare.  Insuper  etiam  decimas  uel  decimales  ecciesias  in  quibusque  episcopiis  ita 
teneant  atque  disponant,  sicut  sub  antecessoribus  nostris  regibus  uidelicet  et  imperatoribus  teuere  per 
precepta  uisi  sunt  atque  disponere.  Episcopis  uero,  quibus  seruitium  et  mansionatica  debent  tempore 
circuitus  sui,  secundum  scripta  sua  singulis  annis  persoluant.  Et  ut  haec  auctoritas  concessionis  atque 
confirmationis  nostre  firmier  habeatur  et  per  futura  tempora  a  cunctis  fidelibus  sancte  Dei  ecclesie  nostris- 
que  presentibus  et  futuris  melius  credatur  diligentiusque  obseruetur,  manu  propria  subter  eam  finnauimus 
et  sigilli  nostri  impressione  assignari  iussimus. 

Signum  domni  Chuonradi  (L  M.)  regis  itmictissimi. 
Odalricus  cancellarius  uice  Aribqnis  archicapeUani  recognoui. 

Data  XI.  Kai.  Febr.  Indictione  VIII.*  Anno  dominicae  incamationis  MXXV.*^  Anno  uero  domni  KVON- 
RADI  secundi  regnantis  L®  Actum  GOSLARE. 

Das  Siegel  ist  verloren  gegaogen. 

CXII. 

C<«    In  nomiue  sanctae  et  indiuidue  Trinitatis.     Giuonradus  Dei  donante  dementia  rex.     Omniam  sancte 
Dei  ecclesie  nostrorumque  fidelium  presentium  ac  futurorum  comperiat  uniuersitas,   qualiter  domna  Fride- 
runa  |l   uenerabilis  abbatissa  eiusque  soror  Imma  cometissa,  Gerone  comite  adiuuante  construxerunt  quod- 
dam  monasterium  in  uilla  Keminata  dicta,  in  pago  Tilithi,  in  comitatu  Bernhardi   ducis  situm,   in  honore 
Dei  genitricis  sancte  Marie  uirginis  dedicatum,  ad  quod  omnem  hereditatem  suam,   curtes  scilicet  ac  uillas 
infra  nominatas,  Keminata,  Heigen,  Bogen,  Tundiriun,  Othere,  Varstan,  Rothe,  Bardeuuic,  Hotmannessun, 
Witthorp,  Britlingi,  Biangibudiburg,  Addunesthorp ,  Hatherbiki,  Bodanhuson,  Suotherburg,   Cianiki,  Wig- 
mannesburgstal ,  Bennedestorp ,  Vuidiia,  Vualdersidi,  Kokerbiki,   Holana,    Ann,    Setila,  Hepstidi,  Sinigas, 
gratissima  uoluntate  tradiderunt.    Ynde  nostram  maiestatem  regiam  aggresse  supplices  rogauerunt,  ut  ipsum 
monasterium  in  nostri  mundiburdio  susciperemus.      Quod  nos  peticione  Gisle  scilicet  regin^  dilectissim^ 
coniugis  nostre,  sed  et  interuentu  Sigebrahdi  Mindonensis  episcopi  fecisse  cognoscat  uniuersitas  fidelium. 
Ad  hec  statuimus,  ut  eiusdem  monasterii  abbatisse  talis  libertatis,  legis  ac  regule  primatu  fruerentur,  quali 
cetere  sancte  moniales  in  regno  nostro  sub  regula  sancti  Benedicti  iuste  uiuentes  utantur.     Insuper  conce- 
dimus  eidem  abbatie,  ut  nullus  marchio,  nullus  comes,  nullaque  nostri  imperii  magna  uel  parua  persona, 
in  ea  placitum  facere,  uel  publicam  functionem  exire,  nisi  aduocatus  quem  abbatissa  qu^  tunc  temporis 
fuerit  cum  sanctimonialium  consensu  eligere  uoluerit.    In  obitu  uero  abbatiss^  eiusdem  monasterii  liberum 

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1025  -  1027.  89 

habeant  arbitrium  aliam  digendi  iuxta  regulam  sancti  Benedict!.    Et  ut  huius  nostre  auctorltatis  priuilegiam 
pcrseueret,  haue  paginam  mana  propria  roborantes,  sigiilo  nostro  iussimus  insigniri. 

Signum  domni  Chuonradi  (L.  M.)  regis  inuictissimi. 
Odalricus  cancdlarius  uice  Aribonis  archicapellani  recognoui. 

Anno  dominice  incarnationis  M.  7LXIIII.  Indictione  YII.  VI.  Id.  Febr.  Data  est  in  Merseburg.  Anno  autem 
domni  Kuonradi  secundi  regnantis  I.  Actom;; 

Das  Siegel  ist  terloren  gegangen. 

CXIII. 

Quando  domnus  episcopus  Maeginuuercos  suimet  iter  ad  Romam  direxerit,  pro  hereditate  Hatheburge,  . 
Alhulfo  et  Hicile  XV.  ta]enta  dedit,  et  IUI.  mansos  cum  XX.  mancipiis.  Unusquisque  eorum  soluere  debet 
V.  siclos  argenti. 

Postquam  episcopus  Meinuuercus  de  Roma  ueniebat,  tunc  iterum  prenominatLs  in  reconciliationem 
dedit  I.  crusinam  marthrinam  et  X.  solides  denariorum. 

CXIV. 

Aus  dem  Kopialbucbe  des  Domstifts  su  Paderborn. 

o 

In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Cunradus  diuina  gratia  Romanorum  Imperator  augustus. 
Perpendimus  atque  considerauimus  animas  nostras  peccatorum  maculis  obfuscatas  hoc  multum  posse  iuuare, 
nos  ad  diuini  honoris  et  gloriae  maiostatem  ecclesias  Christi  sublimare,  aedificare,  et  de  nostris  rebus 
ditaro,  pariterque  nouimus  ad  nostrae  imperialis  potenciae  dignitatem  pertinere.  eis  qui  nobis  domi  uel 
miliciae  bene  seruierint  condignam  seruitutis  remunerationem  exhibere.  Proiude  nouerint  Christi  nostrique 
fideles  uniuersi,  qualiter  nos  per  interuentum  dilectissimae  coniugis  nostrae  Gislae,  nee  non  filii  nostri 
Ileinrici  regis  et  Brunonis  Augustensis  episcopi  et  Herimanni  raarchionis  et  Eggilhardi  fratris  sui,  ad  diui- 
nam  gratiam  et  gloriam,  pro  remedio  nostrae  animae,  Paderbrunnensi  ecclesiae  in  honorem  sanctae  Mariae 
Bei  genitricis  et  sancti  Kyliani  martiris  et  sancti  Liborii  confessoris  consecratae,  eiusque  prouisori  Mein- 
uuerco,  qui  nobis  sepe  et  multum  frequenter  et  fideliter  seruiuit,  quandam  curtem  nomine  Eruitte  ad  no- 
strum  imperiale  ius  pertinentem,  in  pago  Engere,  in  comitatu  autem  Marcuuardi  sitam,  perpetualiter  ha- 
bcndam  tradidimus,  cum  mancipiis  utriusque  sexus  omnibus  ad  hanc  iure  pertinentibus,  cum  ceteris  quo- 
quc  uniuersis  appendiciis,  scilicet  areis,  aedificiis,  terris  cultis  et  incultis,  pratis,  pascuis,  siluis,  uenationi- 
bus,  uiis  et  inuiis,  exitibus  et  reditibus,  aquis  aquarumue  decursibus,  piscationibus,  molendinis,  quesitis 
et  inquirendis,  cum  banno  et  mercato  etiam  quod  apud  candem  curtem  solet  haben,  et  cum  omni  utiiitate 
quac  inde  poterit  peruenire.  Et  ut  haec  nostrae  traditionis  auctoritas  firma  omni  permaneat  aeuo,  hanc 
paginam  inde  conscriptam  manu  propria  roborantes  iussimus  insigniri  sigiilo. 

Signum  domni  Chuonradi  inuictissimi  Romanorum  imperatoris  augusti,  (L  M.) 
Odalricus  canceUarius  recognomt. 

Data  VII.  Idus  Aprilis,  Indictione  X«.  anno  dominicae  Incamationis  M^.XXVU^^.  anno  autem  domni 
Cunradi  secundi  regnantis  III®.  Impeni  uero  R  Actum  Romae. 

Cod.  dipl.  hUt.  Westfal.  12 

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90  1028  —  1029 

cxv. 

v>*  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Chuonradus  diuina  fauente  dementia  Romanorum  Impe- 
rator Augustus.  II  Si  piis  petitionibus  fidelium  nostrorum,  maxime  quas  pro  ecclesiis  sibi  commissis  auribus 
nostris  infuderint,  benignum  prebuerimus  audituro,  hoc  procul  dubio  et  ad  prOsentis  inperii  nostri  statum, 
et  ad  aeternae  beatitudinis  premium  profuturum  credimus.  Unde  omnium  fidelium  nostrorum  tarn  presen- 
tium  quam  et  futurorum  noucrit  sollcrs  industria,  quia  adions  excellentiam  nostri  culminis,  Druthmanis 
uenerabilis  nouae  Corbeiae  abbas  curtem  quandam  Godeleuesheim  nuncupatam  anteriori  tempore  eidem 
monasterio  questus  est  iniuste  fore  sublatam.  Detulit  preterea  secum  Amolfi  diui  progenitoris  nostri  inpe- 
riale  decretum,  cui  eiusdem  curtis  inerat  concambia,  inter  eundem  inperatorcm  atque  Bouonem  predicti 
monasterii  patrem  peracta.  Cuius  suggestioni  fidero  accommodantes,  matronam  quandam  Aluered  uocatam, 
cpiae  ipsam  curtem  uelut  hereditario  iure  tunc  temporis  possedit,  ad  palacium  nostrum  euocari  precepimus. 
Quae  dum  prolata  refellere  nequiuisset,  prefatam  curtem  cum  omnibus  appendiciis,  adnitentibus  sibi  filio 
Osdago  patronoque  suo  comite  Frithericho,  predicto  uenerabili  abbati  absque  uHa  controuersia  reddidit, 
atque  hanc  Hiddi  monasterii  aduocatus  iussu  nostro  recepit.  Post  uero  abbas  dementia  nostra  prouocalus 
eidem  matronac  sepedictam  curtem  alteramque  Gimundian  uocatam  ac  familias  quasdam  in  uilla  Brumc- 
rinchthorp  ea  condicione  beneficiauit,  ut  si  quid  post  obitum  eins  in  hisdem  possessionibus  repperiatiir, 
abbatis  arbitrio  disponatur.  Fiiio  uero  eins  curtem  nomine  Imminghusun  eo  pacto  concessit ,  quatinus  dum 
uiuat  hanc  teneat,  nisi  hunc  munificentia  nostra  aKcubi  prius  promoueri  contingat.  Post  uero  in  ius  mo- 
nasterii redeat.  Et  ut  huius  restitutionis  auctoritas  firmior  perpetim  credalur,  manu  propria  subtus  robo- 
ratam  si.^illi  nostri  inpressionc  iussimus  insii^niri. 

TESTES.  Hunfridus  archicpiscopus.  Meinuuercus  episcopus.  Godehardus  episcopus.  Sigifridus  episcopus. 
Odalricus  cancellarius.  Asculfus.  Sigibcrtus.  Bernhardus  dux.  Adalbero  dux.  Ernastus  dux.  Liudulfus  comes 
et  priuignus  imperaloris.  Hiddi.  Amulungus  conics,  et  frater  eins  Ecbertus.  Wigger.  Gerlo.  Vffo.  Tiammo. 
Poppe.  Bern.  Thiathard,  Brun.  Gebe. 

Signum  domni  Chuonradi  inuicHssimi  Romanorum  (L.  M.)  imperatoris  augustL 
Odalricus  cancellarius  uice  Aribonis  archicancellarii  recognouiL 

Data  Kai.  Jul.  Indictione  XI.  Anno  dominice  incarnationis  Millesimo  XXVIII.  Anno  autem  domni  Chuon- 
radi secundi  regnantis  IUI.  Imperii  uero  L  Actum  Magdeburch  felicitcr  AMEN. 

Das  Siegel  ist  terloreo  gegangen. 

CXVI. 

v>i»  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Chuonradus  dementia  diuina  fauente  Romanorum  Impera- 
tor Augustus.  II  Nouerit  omnium  sanctae  Dei  aecclcsiae  fidehum  nostrorumque  prosentium  scih'cet  ac  futu 
rorum  industria,  qualitcr  nos  ob  interuentum  ac  petitionem  dilectae  coniugis  nostrae  GISILAE  imperatricis 
augustae,  et  amantissimae  nostrae  prolis  Heinrici  rcgis,  nee  non  Brunonis  Augustensis  venerabilis  episcopi, 
fidoli  nostro  Sigiberto  Mindensi  episcopo  et  accclesiae  cui  ipse  Deo  donanto  presidet,  in  honore  sancli 
PETRI  principis  apostolorum  et  sancti  GORGOMI  martyris  Christi  constructae,  quandam  sihiam  sitam 
singulariter  in  proprietate  prcdiorum  eiusdem  Mindensis  aecclcsiae,  et  in  pago  Entcrgouui,  in  comitatu 
uero  Bernhardi  ducis,  cum  consensu  et  conlaudatione  prefati  ducis  B.  et  sui  fratris  Detmari,  cetcrorum<]ue 
ciuium  in  eadem  siiua  usque  modo  communionem  venandi  habentium,  in  sihiis,  campis  etpaludibus,  inter 
flumina  Ossenbeke  et  Alerbeke,  usque  in  medium  flumen  Wermonon,  et  inde  usque  ad  Northsulerecam- 
pon,  ad  Cortem  pcrtinens  Sulegon  nominatam  forestari  concessimus  et  banni  nostri  districtu  circumuallaui- 

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1029  --1031.  91 

inus,  ea  uidclicet  ratione,  ut  nemo  ulterius  in  oodem  foresto  absque  prelibali  episcopi  suoruülque  succes- 
sorum  liccntia  potestatem  habeat  uenandi,  sagittandi,  retia  aut  laqucos  ponendi,  aut  ullo  ingenio  feras 
dccipiendi,  ({uae  merito  sub  iure  banni  continentur.  Si  quis  autem  huius  uostri  imperialis  precepti  teme* 
rarius  uiolator  extiterit,  sciat  se  episcopo  et  suo  aduocato  banni  nostri  summam  compositurum.  Et  ut 
hoc  uerius  credatur  diligentiusque  per  futura  annorum  curricula  obseruetur,  hanc  kartam  inde  conscriptam 
subtusque  manu  propria  roboratam  sigilli  nostri  impressione  iussimus  insigniri. 

Signum  domni  Chuonradi  inuictissim  Romanorum  imperatoris  (L.  M.)  augusti. 
Odalricus  cancellartus  uice  Aribonis  archicapellani  recognouit, 

Data  IIL  Kai.  Apr.  Indictione  XII.  Anno  dominice  ineamationis  Millesimo  XXVIIII.  Anno  autem  domni 
Chuonradi  secuudi  regnantis  Y.  Iropcrii  uero  II.  Actum  Ratispone. 
Das  Siegel  Ut  terloren  gegangen. 

CXVIL 

v^«  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Chuonradus  diuiua  fauente  dementia  Romanonim  Impe- 
rator augustus.  II  Notum  sit  omnibus  Christi  fidelibus  presentibus  scilicct  atque  futuris,  qualiter  nos  ob  in- 
tcruentum  ac  peticionem  nostrae  dilectae  coniugis  GISALAE  imperatricis  uidelicet  augustae,  et  amanlissimae 
nostrae  prolis  HEINRICI  regis,  nee  non  Meinuuerchi  Paterbrunuensis  aecclesiae  episcopi,  quoddam  Beren- 
hardi  comitis  predium,  Badperch  dictum,  cum  mansis  decem  circa  eundem  montem  adiacentibus,  In  pago 
Nichterga  et  in  comitatu  Hahoidi  comitis  situm,  quod  ideo  hereditario  iure  in  nostram  potestatem  successit, 
quia  idem  ipse  B.  comes  spurius  erat,  quod  uulgo  Wanburtich  dicunt,  ad  Paterbrunne  prescripti  epi- 
scopi monasterium  in  honore  Sanctae  Mariae  et  Sancti  Chiliani  martyris  sanctique  Liborii  confessoris  con- 
secratum  tradidimus,  cum  manclpüs  utriusque  sexus,  uillis,  areis,  aedificiis,  agris,  terris  cultis  et  incultis, 
uiis  et  inuiis,  pratis,  pascuis,  siluis,  uenationibus,  aquis  aquarumue  decursibus,  piscationibus,  molendinis, 
exitibus  et  reditibus,  quesitis  et  inquirendis,  nee  non  cum  omnibus  appendiciis  ad  idem  predium  iure  per- 
tinentibus,  ea  uidelicet  ratione,  ut  in  prescripti  monasterii  potestate  perpetualiter  existat.  Et  ut  haec 
nostra  traditio  stabilis  et  inconuulsa  omni  permaneat  aeuo,  hanc  paginam  inde  conscriptam  propriaque 
manu  subtus  roboratam  sigilli  nostri  inpressione  iussimus  insigniri. 

V  ( 

Signum  domni  Chonradi  Romanorum  imperatoris  (L.  M.)  inuictissimi. 

i» 

Odalricus  cancellartus  uice  Aribonis  archicapellani  recognoui. 

Data  Kai.  Junii,  Anno  dominicae  ineamationis  M.XXX.  Indictione  XIII.  Anno  domni  Chuonradi  regnan- 
tis VI.  Imperii  uero  IUI.  Actum  Mcrsiburch  feliciter  amen. 

Das  aurged rockte,  grosse  und  noch  siemlich  gut  erhaltene  Siegel  zeigt  den  Kaiser,  auf  einem  niedrigen  Throne  sitzend, 
die  Hände  hoch  aufgehoben,  und  in  der  rechten  einen  Stab,  auf  dessen  Spitze  ein  Adler,  in  der  linken  den  Reichs» 
apfel  mit  einem  Kreuze  haltend;  mit  der  Umschrift:  Chuonradus  Di.  Gra.  Romanows.  Imp.  Aug.  -]-.  —  Die  Figur  dea 
Kaisers  ist  sehr  zusammengedrückt  und  der  Kopf  desselben  unlormlich  gross,  mit  einem  langen  Rarte. 

CXVIII. 

^*  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Chuonradus  diuina  disponente  gratia  Romanorum  Impe- 
rator augustus.  Omnium  Dei  noslrique  fidelium  uniuersitati  notum  ||  esse  uolumus,  qualiter  nos  propter 
amorem  caelestis  palri^,  atque  ob  iuteruentum  ac  peticionem  dilectae  coniugis  nostrae  GISILAE  imperatrts  ^) 


0  sie 

12* 

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92  iosi. 

augustae,  nee  non  kari  filii  nostri  HEINRICI  regis,  et  propter  iage  deuotumque  nobis  seruitiom  MEGIN- 
WERCHI  sanctae  Paderbrunnensis  sedis  uenerabilis  episcopi,  ecciesiae  cui  ipse  Deo  donante  presidet,  in 
honore  sanctae  Dei  genitricis  MARIE,  beatique  Kyliani  martyris,  nee  non  confessoris  Christi  Liborii  con- 
struetae,  illa  predia  que  habuerunt  Bernhart  et  soror  eins  Hazecha  in  locis  Alflaan  et  Etlinun  sita,  in  pago 
Paderga,  in  comitatu  Amulungi,  eum  aliis  omnibus  illuc  pertinentibus,  et  cum  omni  uülitate  que  uel  seribi 
aut  nominari  ullo  modo  ualet,  cum  mancipiis  utriusque  sexus,  cum  areis,  aedificiis,  agris,  campis,  terris 
eultis  et  incultis,  pratis,  pascuis,  siluis,  ucnationibus,  aquis  aquarumue  decursibus,  piscationibus,  molis, 
molendinis,  uiis  et  inuiis»  exitibus  et  reditibus,  quesitis  et  inquirendis,  perpetualiter  habenda  donauimus, 
ea  ratione  ut  prefatus  episcopus  suique  suecessores  de  eisdem  prediis  nobis  imperial!  iure  hereditatis  libe- 
ram  dehinc  habeant  potestatcm,  quicquid  sibi  placuerit  faciendi,  ad  utih'tatem  tarnen  eeclesi^  sue,  omnium 
eontradictione  remota.  Et  ut  hec  nostre  traditionis  auctoritas  stabilis  et  inconuulsa  omni  permaneat  oeuo, 
hanc  paginam  iude  eonscriptam  manu  propria  roborantes,  sigillo  nostro  insigniri  iussimus. 

Signum  domni  Chuonradi  inuictissimi  Romanorum  (L.  M.)  Imperatoris  augu8ii, 
Odalricus  canceUarius  uice  Aribonis  archicapellani  recognomL 

Data  XIII.  Kai.  FEBR.  Indictione  XIIII^.  Anno  dominicae  ineamationis  M.XXXI®.   anno  uero  domni 
Kuonradi  secundi  regnant  VIF.  Imperii  autem  1111®  Actum  ALTSTETE. 

Das  Siegel  Ut  das  bereits  beschriebene* 

cxix/) 

^  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Chuonradus  Dei  ordinante  dementia  Romanorum  Impera- 
tor augustus.  Omnium  Dei  nostrique  fidelium  uniuersitati  notum  esse  ||  uolumus,  qualiter  nos  diuinae  mer- 
cedis  ob  intuitum,  nee  non^)  per  intei*uentum  ^)  dilectissimae  contectalis  nostrae  GiSeLae  imperatricis  au- 
gustae  simul  etiam  dilecti  filii  nostri  regis  Heinrici,^)  et  iuge  seruicium  Mcginuuerchi  Patherburnensis  aec- 
clesiae  episcopi  sepissime  nobis  fideliter  impensum,  eidem  aeeclesiae  in  honore  sanctae  Dei  genitricis 
Mariae  ac  saneti  Kyliani  martyris  et  sancti  Liborii  episcopi  et  confessoris  constructae,  predium  Bennanhu- 
sun,  Uaiabroch,  Dadanbroch,  situm  in  pagis  Wetiga  et  Tilithi  in  comitatu  Widukindi,^)  cum  omnibus  ad 
ipsum  predium  iure  ac  legaliter  pertinentibus,^  cum  mancipiis  utriusque  sexus,  cum  areis,  aedificiis,  agris, 
campis,  terris  eultis  et  incultis,  pratis,  pascuis,  siluis,  uenationibus,  aquis  aquarumue  decursibus,  piscatio- 
nibus,  molis,  molendinis,  uiis  et  inuiis,  exitibus  et  reditibus,  quesitis  et  incfuirendis ,  seu  cum  omni  utilitate, 
quae  uel  seribi  aut  nominari  ullo  modo  potest,  in  proprietatem  condonauimus,  et  de  nostro  iure  ac  do- 
minio  in  eiusdem  aeeclesiae  ius  ac  dominium  omnino  transfundimus,  ea  uidelicet  ratione,  ut  prenominatus^ 
episcopus  eiusque  suecessores  de  eodem  predio  liberam  posthae  potestatem  habeant  tenendi,  commutandi 
uel  quicquid  sibi  utilitatis  aeeclesiae  placuerit  faciendi,  onmium  hominum  eontradictione  remota.     Et  ut 


1}  Die  nur  abschriniich  noch  erhaltene  Schenkungsurkunde  über  Heinhusen  o.  s.  w.  von  gleichem  Datam,  kommt  mit  der 

▼erliegenden  in  der  Fassung  grössteniheils  überein,  und  seigt  nur  die  unten  ang^ebenen  Verschiedenheiten. 

^  diuinae  —  non  fehlt. 

^  ob  interu.  et  peticionem 

*)  nee  non  et  Heinr.  reg.  dil.  filii  nostri 

'  o  o  - 

*)  pred.  Heinhasen,  Winiden,  Windelmuderode,  Aldendorp,  Rudbertesseii,  'SnnderesseOy  rfisa^  Hameressen,  situm  in  pago  Auga 

in  comitatu  Cunradi, 
*)  hier  ist  eingeschaltet;  Haikonem  et  Ricbaldum  cum  suis  omnibus. 
^  idem 

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1031.  93 

nostrae  traditionis  aactoritas  stabflis  et  inconuulsa  per  antiqua  seculorum  curricula  permaneat,  hanc  pagi- 
nam  inde  conscriptam  manu  propria  ro^orantes,  sigilli  nostri  impressione  iussimus  sigillari. 

Signum  domni  Chuonradi  inuictissimi  Romanorum  Imperatoris  (L  M.)  augusti. 
Odalricus  canceUarius  uice  Aribonis  archicapellani  recognoui. 

Data  XI.  Kai.  Marcii,  Indict.  XIUI.  Anno  dominicae  incarnationis  M^XXXF.  anno  uero  domni  Chuon- 
radi secundi  regnantis  VIP.  Imperii  autem  lUF.  Actum  Goslare. 

Das  Siegel  i&t  irerloreD  gegaogen. 


cxx. 

Ans  dem  Kopialbuche  det  Dornst ift«  su  PaderiH>ra. 

o 

In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis«  Cunradus  diuina  fauente  dementia  .Romanorum  Impera^ 
tor  augustus.  Si  ulli  ex  uostris  pontificibus  sui  fidolis  seruicii  non  immemores  aliquid  ex  hiis  quae  nostri 
iuris  deputantur  benigne  animo  inpendimus,  eum  postea  in  nostro  oramine  et  seruimine  promtiorem  et 
multo  studiosiorem  existere  procul  dubio  credimus.  Quapropter  omnibus  Christi  nostrique  amatoribus 
presentibus  sciiicet  ac  futuris  perspicuum  esse  uolumus,  qualiter  Wicilo  nostram  adiit  serenilatem,  numiiiter 
rogans  ut  predium  Sannanabiki  dictum,  in  istis  uillis.  Horiian.  Frodinctorp.  Yinesbiki.  Rafseti.  Knechtahusen. 
Buckinhusen.  Bennanhusen.  Scuni.  Berchem.  Homan.  Holthusen.  situm,  sua  uxorisque  suae  Odae  fiiiaeque 
suae  Ceciliae  nee  non  Gerburch  filiique  eins  Hodonis  peticione  ac  collaudatione ,  ad  nostram  imperialem 
manum  recipere  curaremus,  predium  Zurici  quod  nostrae  fuit  proprietatis  illorum  econtra  subiugantes  di- 
cioni.  Horum  igitur  desiderio  primatum  nostrorum  satisfacientes  consilio,  id  quod  illorum  ins  quod  nostri 
erat  iuris  amicabiliter  remisimus.  Transactis  autem  ita  hiis  omnibus,  predictum  predium  Sannanabiki,  quod 
tunc  nostrae  iudicabatur  esse  proprietatis,  in  comitatu  Widukini  in  pago  Wetiga  situm,  cum  omnibus  uti- 
litatibus  ad  idem  pertinentibus,  arcis,  aedificiis,  agris,  terris  cultis  et  incultis,  pratis,  pascuis,  campis,  siluis, 
uenatibus,  aquis  aquarumue  decursibus,  piscationibus,  molis,  molendinis,  uiis  et  inuiis,  exitibus  etreditibus, 
quesiüs  et  inquirendis,  ob  amabilem  coniugis  nostrae  Gislae  imperatricis  augustae  interuentum,  et  ob  mi- 
nime  denegandam  dilectissimae  prolis  nostrae  Heinrici  regis  peticionem,  nee  non  Herimanni  marchionis, 
Mcinuuerco  uenerabilis  uitae  episcopo  suaeque  aecclesiae  in  sanctissimae  Dei  genitricis  Mariae  et  precio- 
sissimi  martyris  Kyliani  nee  non  gloriosissimi  confessoris  Liborii  honorem  constructae,  eo  tenore  in  pro- 
prium tradidimus,  ut  ipse  suique  successores  de  eodem  liberam  deiuceps  babeant  poteslatem  tenendi, 
tradendi,  uendendi,  conmiutandi,  uel  quicquid  placuerit  sibi  faciendi,  ad  utilitatem  tarnen  predictorum 
sanctorum  aecclesiae.  Recordati  sumus  namque  non  in  hoc  tantum,  sed  in  aliis  sibi  adhuc  Deo  uolente 
a  nobis  tradendis  prediis,  quod  suum  assiduum  seruicium  deuotius  et  ceteris  nostris  pontificibus  frequentius, 
non  quasi  uno,  sed  fere  in  omni  tempore  certum  habuimus.  Et  ut  haec  nostrae  tradicionis  auctoritas 
stabilis  et  inconuulsa  per  labentia  temporum  curricula  obsenietur,  hoc  preceptum  inde  conscriptum  subtus 
manu  propria  confirmauimus  et  corroborauimus  ac  sigilU  npistri  impressione  diligentius  insigniri  precepimus. 

Signum  domni  Cunradi  inuictissimi  Romanorum  Imperatoris  augusti.    (L  H.) 
Odalricus  CanceUarius  recognouit, 

Data  III.  Non.  Augusti,  Indictione  XIIII.  Anno  dominicae  incarnationis  M^.XXXI®.  anno  autem  domni 
Cunradi  secundi  regnantis  YII^  Imperii  uero  Y^  Actum  bnmeteshusun. 


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94  103  2. 

CXXI. 

Aus  dem  Kopialbuche  des  Dom&tifts  zu  Paderborn. 

In  nomine  sanclae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Chtionradus  diuina  fauente  dementia  Roraanorum  Impe- 
rator anjj;iistus.  Nouerit  omnium  Dei  nostrique  lidelium  presentium  scilicet  ac  futurorum  industria,  qualiler 
nos  fideii  nostro  Meginuuerco  Paderburnensi  episcopo  et  aecclesiae  cui  ipse  Deo  donante  presidet,  ob  in- 
teruentiim  et  peticionem  dilectae  coniugis  nostrae  Gislae  Imperatricis  augustae  et  amantissimae  nostrae 
prolis  Hcinrici  regis  et  Egilberti  Frisingensis  aecclesiae  uenerabilis  episcopi,  nee  non  ob  suum  frequens  et 
deuotum  scruiciuro,  quandam  nostrae  proprietatis  curtem  Gardenebiki  nominatam,  situm  in  pago  Lacni  in 
comitatu  Herimanni  comitis,  cuni  omni  sua  integritate,  uel  quicquid  predii  habuimus  in  uillis  Huuinadal, 
Molduggane,  Liudulueshusun ,  situm  in  eodem  pago  et  in  comitatu  prenominati  H.  comitis,  cum  omnibus 
ad  idem  pertinentibus,  cum  areis,  aedificiis,  mancipiis  utriusque  sexus  inibi  habitantibus,  agris,  terris  cultis 
et  incultis,  pratis,  pascuis,  campis,  siluis,  uenationibus,  aquis  aquarumue  dccursibus,  piscationibus,  molis, 
roolendinis,  uiis  et  inuiis,  exitibus  et  reditibus,  quesitis  et  inquirendis,  seu  cum  omni  utilitate ,  quae  aut 
scribi  aut  nominari  potest,  in  proprium  tradidimus  et  de  nostro  iure  ac  dominio  in  suum  ius  atque  domi- 
nium omnino  transfiindimus,  co  quoque  tenore,  ut  prcdictus  fidelis  noster  M.  episcopus,  siue  longe  siue 
prope  sit,  nos  suae  seruitutis  non  immemores  esse  recognoscat,  et  ut  ipse  suique  successores  de  supra- 
nominatis  prediis  liberam  deinceps  potestatem  habeant  tenendi ,  tradendi,  uendendi,  commutandi,  uel  quic- 
quid placuerit  faciendi  ad  usum  tamen  prenominatae  suae  aecclesiae  in  honore  sancti  Liborii  constructac 
et  consecratae.  Et  ut  haec  nostrae  tradicionis  auctoritas  stabilis  et  inconuulsa  omni  tempore  perseueret, 
hoc  prcceptum  inde  conscriptum  subtusque  manu  propria  roboratum  sigilli  nostri  impressione  insigniri 
iussimus. 

Signum  domni  Chuonradi  inuictissimi  Romanorum  Imperatoris  augusti,  (L.  M.) 
Odalricus  cancellarms  ad  uicem  Bardonis  archiepiscopi  recognouit. 

Data  XV.  Kai.  Febr.  Indictione  XV.  Anno  dominicae  incarnationis  Millesimo  XXXIP.  anno  autem  domni 
Chuonradi  secundi  rcgnantis  VIII.  Imperii  uero  V.  Actum  Hiltiuuardeshusun  feliciter  Amen. 

cxxii.*) 

^*  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Chuonradus  diuina  fauente  dementia  Romanorum  Impera- 
tor augustus.  II  Quia  nos  diuina  disponente  dementia  ceteris  supereminemus  mortalibus»  oportet  vt  euius 
munere  precellimus,  eius  quoque  uoiuntati  omnibus  modis  parere  studeamus.  Quapropter  omnibus  Christi 
nostrique  fidelibus  presentibus  scilicet  ac  futuris  notum  esse  uolumus,  qualiter  nos  ob  intenientum  ac  pe- 
tilionem  dilectae  coniugis  nostrae  Gislae  imperatricis  augustae  et  filii  nostri  Heinrici  regis,  et  Egilberti  Fri- 
singensis aecclesiae  episcopi,  fideli  nostro  Meginuuercho  Bodrebrunnensi  uenerabili  episcopo,  et  ecclesiae 
in  honore  sanctae  Dei  genitricis  MARIE  et  sancti  Kiliani  martiris  et  sancti  Liborii  confessoris  construclc  et 
consecrate,  cui  ipse  Deo  donante  presidet,  omnem  potestatem  comitatus,  quam  Herimannus  comes  iii  istis 
tribus  pagis,  Auga,  Netega,  Hessiga,  habet,  cum  omni  iure  ad  eundem  comitatuia  iuste  ac  legaliter  per- 
tinenlc,  et  omnia  predia  in  eisdem  pagLs  ad  nostras  manus  habita  et  postmodum  acquirenda,  cum  omnibus 
ad  eadem  merito  aspicientibus,  cum  areis,  edificiis,  mancipiis,  agris,  terris  cultis  et  incultis,  pratis,  pascuis, 
campis,  siluis,  uenationibus,  aquis  aquarumue  decursibus,  piscationibus,  molis,  molendinis,  uiis  et  inuil^s 
exitibus  et  reditibus,  quesitis  et  inquirendis,  seu  cum  omni  utilitate  quae  ullo  modo  inde  prouenire  poterit» 


*)  Dm  sehr  beschädigte  und  ▼crstümmelte  Original  ist  mit  Hilfe  einer  alten  Abschrift  ergänzt.  ^^ 

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1032  —  1033.  95 

per  hoc  nostrum  imperiale  preceptum  in  proprium  donäuimus  atque  largiti  sumns,  omnium  hominum  con- 
Iradictione  remota,  eo  quoque  tenore  vt  predictus  fidelis  nostcr  M.  episcopus,  siue  longe  siue  prope  sit, 
nos  sue  seruitutis  non  immemores  esse  recognoscat,  et  ut  ipse  suique  successorcs  de  cisdem  prediis  libe- 
ram  deinceps  potestatem  habeat  tenendi,  tradetidi,  uendendi,  commutandi,  uel  quicquid  placuerit  faciendi, 
ad  iisum  tarnen  prenominatae  aecclesiae.  Haec  uero  donationis  auctoritas  vt  in  Dci  nomine  pleniores  ob- 
tineat  firmitates,  manu  propria  subtus  eam  firmauimus,  sigilloque  nostro  insigniri  iussimus. 

Signum  domni  Chuonradi  inuictissimi  Eomanoi^m  imperaiorts  (L.  M.)  axigusii, 
Odalricus  cancellartus  ad  uicem  Bardonis  archiepiscopi  recognouit. 

Data  XV.  Kai.  Feb.  Indictione  XV.  Anno  dominicae  incarnationis  Millesimo  XXX.  IL  Amio  autem  domni 
Chuonradi  secundi  regnantis  VIII.  imperii  uero  V.  Actum  Fritislare  feliciter  amen. 

Das  Siegel  ist  verloren  gegaogeo. 

CXXIIL 

^«  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis,  Chonradus  diuinli  fauente  dementia  Romanorum  Impcra- 
tor  augustus.  ||  Sicut  nos  ex  promptis  et  assiduis  seruiciis  fidelium  nostrorum  gaudemus,  ita  quoque  dignum 
et  iustum  esse  nobis  uidetur,  vt  eos  de  condignis  suis  premiis  gaudere  faciamus.  Quapropter  comperiat 
omnium  Dei  nostrique  fidelium  presentium  scilicet  ac  futurorum  industria,  qualiter  nos  ob  interventura  ac 
petitionem  dilecte  coniugis  nostrae  Gislae  imperatricis  augustac,  et  karissimi  filii  nostri  Heinrici  regis,  fideli 
nostro  Meginuuercho  vencrabili  episcopo  et  aecclesiae  cui  ipse  Deo  donante  prcsidet  in  lionore  sanctae 
Dei  genitricis  Mariac  et  sancti  Kiliani  martyris  sanctique  Liborii  egregii  confessoris  constructe,  sex  mancipia, 
quorum  haec  sunt  nomina.  Thiethardns  pbr.  Liuza.  Ileregrim.  Ethilier.  Atlialuuard.  Wicburch.  cum  omnibus 
suis  substantiis  per  hoc  nostrum  imperiale  preceptum  perpetualiter  in  proprium  tradidimus  et  de  nostro 
iure  ac  dominio  in  suum  ius  atque  dominium  omnino  transfudimus  atque  largiti  sumus,  eo  quoque  tenore, 
vt  predictus  fidelis  noster  Meginuuerchus  episcopus  suique  successores  de  eisdem  mancipiis  liberam  dein- 
ceps potestatom  habeant  uendendi,  tradendi,  coramutandi,  uel  quicquid  sibi  placuerit  faciendi,  ad  usum 
tamen  sue  ecclesiae  Bodrabrunncnsi  nominatae.  Et  ut  haec  nostrae  traditionis  auctoritas  plenas  in  Dei 
nomine  habeat  firmitates,  hanc  cartam  inde  conscriptam  subtusque  manu  propria  roboratam,  sigillo  nostro 
insigniri  iussimus. 

Signum  domni  Chonradi  inuictissimi  Romanorum  imperatoris  (L.  M.)  augusti. 
Odalricus  cancellarius  uice  Bardonis  archyepiscopi  recognouit. 

Data  XII.  Kai.  Sept.  Indictione  XV.  Anno  dominicae  incarnationis  Millesimo  XXXIP.  Anno  autem  domni 
Chonradi  secundi  regnantis  \1II.  Imperii  uero  VI.  actum  Magadcburc. 
Das  Siegel  ist  das  schon  beschriebene,  aber  zerbrochen. 

CXXIV. 

Aas  dem  Kopialbuche  des  Domstifts  zu  Paderborn. 

In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Chuonradus  diuina  fauente  dementia  Romanorum  Impera- 
tor augustus.  •  Omnibus  Christi  nostrique  fidelium  uniuersitati  notum  esse  uolumus,  qualiter  nos  ob  inter- 
uentum  ac  poticionem  carac  coniugis  nostrae  Gizalae  uidelicet  Imperatricis  augustae  nee  non  et  dilecti  filii 
nostri  Heinrici  regis,  et  Meinuuerci  Paderbrumiensis  aecclesiae  episcopi  fidele  seruicium  nobis  secundum 
nostrum  uotum  frequeutissime  impensum,  quoddam  nostri  iuris  prediam  in  Marsuelde  in  pago  Rietcga  et 


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96  1033. 

in  comitatu  Udonis  comitis  situm,  cum  mancipiis  utriusque  sexus,  quorum  haec  sunt  nomina.  Wiga  et  uxor 
eius  Olika  et  filius  eius  Albern  et  soror  eins  Athelhilt.  Volclach  et  filius  eins  Buua  et  soror  eius  Gele,  et 
cum  omni  lege  ad  idem  predium  iure  pertinente,  areis,  aedificiis,  agris,  pratis,  terris  cultis  et  incultis, 
pascuis,  siluis,  uenationibus,  uüs  et  inuiis,  aquis  aquarumue  decursibus,  piscationibus,  molendinis,  quesitis 
et  inquirendis,  omnique  utilitate  quae  scribi  aut  nominari  potest,  ad  monasterium  sanctae  Mariae  et  saneti 
Chiliani  sanctique  Liborii  tradidimus  in  proprium  perpetualiterque  ibi  existendum,  eo  uidelicet  tenore  ut 
eiusdem  sacrae  sedis  episcopus  suique  successores  liberam  inde  habeant  potestatem  tenendi,  tradeudi, 
uendendi,  commutandi,  uel  quicquid  sibi  placuerit  faciendi,  ad  usum  tarnen  eiusdem  aecciesiae.  Ad  haec 
sub  eadem  precepti  auctoritatc  tria  mancipia,  q[uorum  haec  sunt  nomina.  Emma.  Sicca.  Vorthubreht,  ad 
predictum  monasterium  in  proprium  tradidimus.  Et  ut  haec  nostrae  tradicionis  auctoritas  stabilis  et  in- 
conuulsa  per  omnium  curricula  annorum  permancat,  hoc  preceptum  inde  conscriptum  subtusque  propria 
manu  nostra  confirmatum,  sigilli  nostri  impressione  iussimus  insigniri. 

Signum  domni  Chuonradi  Romanorum  Imperatoris  inuicdssimi,  (L.  M.) 
Burchardus  cancellarius  uice  Bardonis  archicapellani  recognouit. 

Data  III.  Id.  Maii,  anno  dominicae  incamationis  Millesimo  XXX®  IIP.  Indictione  I.  anno  autem  domni 
Chuonradi  secundi  regnantis  Villi.  Imperii  VI.  Actum  Nouiomago  feliciter  amen. 

cxxv. 

Vi.  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Chuonradus  diuina  fauentc  dementia  Romanorum  Impe- 
rator Augustus.  II  Si  in  monasteriis  construendis  Studium  habuerimus  aut  aliis  in  idem  conspiranübus  uotum 
prebuerimus  assensum,  uon  solum  ad  temporalis  uerum  etiam  ad  aetemi  regni  commodum  hoc  nobis  pro- 
futurum  esse  non  ambigimus.  Qua  propter  notum  sit  omnibus  Christianae  religionis  presentibus  scilicet 
atque  futuris,  qualiter  nos  ob  interuentum  ac  petitionem  dilecte  coniugis  nostrae  GISELAE  imperatricis 
uidelicet  augustae,  et  amantissimae  nostrae  prolis  HEINRICI  regis,  nee  non  ARIBONIS  Mogonlinensis  aecciesiae 
archiepiscopi  et  PILIGRIMI  Coloniensis  aecciesiae  archiepiscopi ,  simul  etiam  cum  consensu  omnium  nostro- 
rum  fidelium  qui  tunc  temporis  ibi  affuerunt,  SIGEBERTO  Minduncnsis  ecclesie  episcopo  inibi  construendi 
monasterii  in  honore  saneti  MARTINI  licentiam  concessimus.  Insuper  omnium  nouerit  industria,  qualiter 
eiusdem  sedis  episcopus  curtiferum  I.  in  quo  idem  monasterium  et  claustrum  cimiteriumque  sunt  constructa, 
et  curtifera  VI.  ex  ulraque  parte  monasterii,  et  salice  telluris  III.  mansos  cum  sui  iuris  predio  id  est  man- 
feis  XII.  de  monasterii  saneti  PETRI  proprietate  in  istius  saneti  MARTINI  monasterii  ius  ac  potestatem  cora- 
mutauerat.  In  loco  enim  Hildiuuardingahusun  dicto  et  in  aliis  uillis  ad  eundem  locum  iure  pertinentibus 
VIII.  pro  commulatione  dedit  mansos,  et  in  Chizzindorf  II.  mansos.  In  Lohe  I.  m.  In  Westirbracha  I.  m. 
Et  in  his  IUI.  locis  XXV.  mancipia.  Fratribus  autem  ad  idem  sepedictum  monasterium  Deo  seruientibus  in 
utilitatem  tradidit  quoddam  predium  Chemmin  dictum,  quod  ob  interuentum  nostre  dilecte  coniugis  G.  no- 
streque  prolis  H.  regis  de  nostro  iure  in  suum  ius  atque  poteslatem  suscepit.  Insuper  etiam  ad  Rothcris- 
dorfa  uini  decimationem,  quam  de  nobis  acquisiuit,  in  eorundem  fratrum  usum  concessit.*)  Aliud  autem 
in  eodem  loco  uinetum  suis  in  utilitatem  decreuit  successoribus,  ea  uidelicet  racione ,  vt  in  vini  decimatione 
nullam  iniustitiam  aut  molestiam  inferant  fratribus,  et  quando  de  illo  bibant  uino  hoc  intendant,  quia  prius 
ad  omnem  episcopatum  suum  tantum  non  habucrunt  uini  quantum  sciphus  capere  potest,  ideoquc  fre- 
quentiores  sint  ad  Deum  intercessores  nostri  dilecteque  coniugis  nostrae  G.  et  prolis  nostrae  H.  regis, 
quorum  petitione  hec  ipsa  uineta  S.  prelibate  sedis  episcopo  in  proprietatem  tradidimus.    Quin  etiam  idem 


«)  Vgl.  die  Urkunde  des  Bischoi«  Siward,  b.  Wurdtw.  T.  VI.  p.  332. 

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1«33.  97 

cpi5»copus  ad  prescriptum  sancti  Martini  monasterium  alia  que  sui  iuris  erant  loca  tradidit,  id  est  Egisberun, 
Wolgatingahusun ,  In  Diotanhusun  I.  mansum  et  utilitatem  siluae,  et  tale  predium  quäle  habuit  ad  Nianbui^. 
Insuper  etiam  ad  Ybhusen  III.  m.  In  Lolia  I.  m.  In  pago  etiam  Lainga  in  uillis  Triburin,  Stocheim,  Helin- 
gaburstalla,  Holinbeke,  VI.  m.  In  pago  quoque  Marstem  in  uiiia  que  dicitur  Brunhildisdorf  II.  m.  et  in  Hu- 
pida I.  m.  et  in  Oride  II.  m.  et  in  Yolkeressun  II.  m.  In  pago  Cizide.  In  uilla  Herisiqroda  II.  m.  In  Mun- 
ncre  I.  m.  cum  utilitat«  salis.  Item  in  Munnere  curtiferum  I.  cum  utilitate  salis.  In  Bodukun  I.  m.  In  Bed- 
debure  I.  m.  lu  Hemezungahusun  I.  m.  In  Helan  Y.  m.  In  Uanebeke  I.  m.  In  Fridegerssun  I.  m.  In  Nisinun 
IL  m.  In  Lierbeke  I.  m.  Ad  Folchardesdorf  utilitatem  silue  cum  tribus  curtiferis.  In  Heruide  I.  m.  In  Hern- 
mincburun  IUI.  m.  In  Uuoluaradingahusun  curtiferum  L  cum  utilitate  siluae.  In  Eildissun  curtiferum  I.  cum 
utilitate  siluae.  In  Haddenhusun  dimidium  mansum.  In  Ekishusun  II.  m.  In  Nitalstete  I.  m.  In  Rodun  I.  m. 
In  Holzhusun  III.  m.  In  Lippeke  curtiferum  I.  cum  utilitate  silue.  In  Retbere  dimidium  m.  In  Sueuerdun 
IUI.  m.  et  salice  telluris  II.  m.  et  dimid.  In  Honredere  YI.  m.  et  dimid.  In  Eddorunhusun  II.  m.  In  Morsilea 
unum  mansum.  In  Nitalstet«  X.  m.  cum  omni  utilitate  illuc  pertinenti.  In  Weluen  IUI.  m.  Ad  hec  prenotata 
loca  omnia  predia  que  tunc  temporis  sub  suo  iure  habuit  aut  postea  adquisiuit,  vel  etiam  iusto  concambio 
horum  predictorum  locorum  commutatione,  vel  alia  iuris  ordiuatione  .  recepit  preter  illa  que  ad  alia 
delegauerat  monasteria,  ad  prefatum  sancti  M.  monasterium,  cum  mancipiis,  villis,  areis,  aedificüs,  agris, 
terris  cultis  et  incultis,  uiis  et  inuiis,  exitibus  et  reditibus,  quesitis  et  inquirendis,  pratis,  pascuis,  siluis, 
uenationibus ,  aquis  aquarumue  decursibus,  piscationibus,  molendinis  et  utilitate  siluarum,  nee  non  cum 
Omnibus  appendiciis  que  dici  aut  uominari  possunt,  tradidit  perpetualiter  ibi  existenda.  Sed  ut  idem  mo- 
nastenum  in  maiori  securitate  esset  positum,  et  ut  bona  illuc  data  minus  ab  eins  successoribus  uel  ab 
aliis  dissiparentur,  in  mundiburdio  monasterii  sancti  PETRI  collocauit,  et  ut  per  singulos  annos  cidem  mo> 
nasterio  censum  id  est  Y.  solides  soluat  decreuit.  Quin  etiam  constituit  ut  semper  in  festiuitate  sancti  M. 
eiusdem  sedis  episcopus  cum  fratribus  monasterii  sancti  P.  ad  predictum  monasterium  ueniat  ut  soliemnia 
missarum  celebret  et  alia  ostendendo  caritatem  adimpleat.  At  si  aliquid  aliud  ipsum  adesse  impediat,  fra-* 
tres  ibi  conueniant  et  eadem  simul  faciant,  ut  hoc  modo  concordia  et  amicitia  inter  illos  solidetur.  Et  per 
haue  mutu^  caritatis  exhibitionem  in  Dei  seruitio  unanimes  coapteutur.  Ad  hec  notum  sit  omnibus ,  qualiter 
id  ipsum  sancti  M.  monasterium  et  fratres  inibi  Deo  seruientes  sub  nostra  imperial!  filiique  nostri  H.  alio- 
rumque  nostrorum  successorum  tuitione  defendi  uolumus,  sie  scilicet  ut  nuUus  eins  successor  potestatem 
habeat,  bona  eiusdem  monasterii  aliquo  modo  destruere  aut  aliquid  de  bonis  eisdem  auferre,  quia  pre- 
scriptus  episcopus  S.  idem  monasterium  a  fundamento  edificare  cepit  et  nuUa  alia  predia  illuc  tradidit,  nisi 
que  de  nostro  dono  in  suum  ius  acquisiuit  aut  per  se  absque  ulla  contradictione  proprietatis  iure  tenuit. 
Idcirco  si  quis  eiusdem  destructor  est  monasterii  aut  predictorum  dissipator  bonorum,  uere  sciat  quia  ei- 
dem  monasterio  fratribusque  ibidem  Deo  seruientibus  in  nobis  nostrisque  successoribus  certum  est  inde 
refugium.  .  Et  ut  hoc  nostre  concessiouis  preceptum  per  omne  tempus  stabile  permaneat  et  inconuulsum, 
hanc  paginam  inde  conscriptam  subtusque  manu  propria  corroboratam,  sigilli  nostri  impressione  iussimus 
insigniri. 

Signum  domni  Chuonradi  Romanorum  Imperatoris  (L.  M.)  inuictissimi 
Burchardus  cancellarius  vice  Pardonis  archicapellani  recognouit 

Data  YI.  Non.  Jul.  Anno  dominicae  incamationis  M.XXX.IU.  Indictione  I.    Anno  autem  domni  Chuon- 
radi secundi  regnantis  YUU.  Imperantis  uero  YI.  Actum  Mersiburch  feliciter  amen.';. 

Dm  Siegel  ist  swar  abgefalleo,  liegt  aber  loie  und  fast  noch  nnyersehrt  bei  der  Urkunde.    Es  ist  das  schon  beschriebene. 
Cod.  dipl.  bist.  West&l.  13 


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98-  1033  —  103«. 

CXXVI. 

1  v^*  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Chuonradus  diuina  fauente  dementia  Romanorum 
Imperator  augustus.  ||  Notum  sit  omnibus  Christi  nostrique  fidelibus,  presentibus  ac  futuris,  qualiter  ante- 
cessor  Tioster  beatae  memoriae  Heinricus  imperator,  cuius  semper  animus  in  Dei  ecciesiis  meliorandis  et 
amplificandis  inuigilauit,  Paderbrunnensis  paupertatem  miseratus  ecclesiae,  multa  ei  bona  tam  in  prediis 
quam  in  aliis  facultatibus  larga  manu  pro  Dei  amoro  dilectique  sibi  presulis  Meginwerci  assiduo  et  deuo- 
tissimo  obsequio  contulit.  Inter  quae  etiam  comitatum  Duodiconis  quondam  comitis  eidem  ecciesiae  impe- 
riaK  munificcntia  legitime  donauit,  tradidit,  delegauit.  Ulo  autem  antecessore  nostro  defuncto,  nos  qui  loco 
illius  in  regnum  surreximus,  per  suggestionem  Magontini  presulis,  eundem  comitatum  a  prefata  ecclesia 
talimus,  et  in  ius  Magontine  ^cclesiae,  rüdes  adhuc  in  regno,  iniusto  persuasi  consilio  irratioiiabiliter  trans- 
tulimus  et  transmutauimus.  Imperiali  autem  nostra  potestate  Dei  gratia  magis  magisque  in  regno  confirmata 
et  corroborata,  ^eginwercus  presul  imperatorum  deuotissimus  seruitor  et  amator,  Marthae  sedulis  satagens 
obsequiis,  non  cessauit,  non  quieuit,  supplicando,  seniiendo,  quoadusque  nos,  omnipotentis  Dei  in  cuius 
manu  corda  sunt  regum  commoniti  instiactu,  dilectaeque  coniugis  nostrae  Gisele  nee  non  Heinrici  filii  nostri 
magnifici  regis  interuentu,  ecciesiae  suae  scilicet  Paderbninnensi,  totum  Bernhardi  comitis  quondam  comi- 
tatum, qui  Situs  est  in  locis  Hesse,  Nitergo,  Netgo,  Ohteresgo,  legitima  traditione  reddidimus,  restituimus, 
redonauimus.  Precauentes  autem  nos  et  precogitantes,  ne  aliqua  postmodum  inter  ipsas  qcclesias  de  hac 
re  controuersia  fieret  et  discordia,  Magontinae  fcclesie  comitatum  qui  situs  est. in  Cluuinga  propter  pacis 
confirmationem  imperiali  nostro  iure  conccssimus,  et  hoc  nostra  parte  ita  est  conpactum  sicque  definitum, 
ut  neutra  ecclesiarum  illarum  aliquod  de  predictis  rebus  sibi  inquisitis  aliquomodo  patiatur  detrimentum. 
Si  quis  autem  diabolica  suasione  seductus,  haue  nostram  traditionem  in  aliquo  infringerit,  sciat  se  odium 
Dei  sanctorumque  eins  habiturum,  et  M.  Üb.  auri  puri  compositurum ,  medietatem  camerae  nostrae,  et 
medietatem  predicte  Paderbrunnensis  ecciesiae  rectori.  Quod  ut  uerius  credatur  et  diligentissime  ab  omni- 
bus in  perpetuum  seruetur,  preceptum  hoc  inde  conscriptum  manu  propria  subtus  firmauimus  et  sigillo 
nostro  insigniri  iussimus. 

Signum  domni  Chuonradi  Romanorum  imperatoris  (L.  M.)  inuictissimi, 
Burchardus  cancellarius  vice  Bardonis  archicapeUani  recognouit. 

Datum  IUI.  Non.  Aug.  Indictione  I.  anno  dominice  incamationis  M.XXX.UI.  anno  autem  donmi  CHuon- 
radi  secundi  regnantis  VIIU.  imperantis  VII.  actum  Lintburg  feliciter.  Amen. 

Dm  Siegel  war  mit  schmalen  ledernen  Riemen  angehängt,  ohne  Zweifel  also  ein  MeUillsiegel ;  ist  aber  verloren  gegangen. 

CXXVII. 

Aas  einem  alten  Güter -Verzeichnisse,  Terglichen  mit  dem  Kopialbuche  des  Stiftes  Bussdorf. 

IN  HONORE  SANCTAE  TRINITATIS  ET  INDIVIDVAE  VNITATIS.  Notum  sit  regiae  potestati  omnique 
pontificali  dignitati  cunctoque  ecclesiastico  ordini  uniuersoque  populo  christianae  fidei  signato,  Quod  ego 
Meinuuercus  peccator,  anno  ab  incarnatione  Domini  Millesimo  Trigesimo  sexto,  licentia  Serenissimi  Impe- 
ratoris Cunradi,  ac  consensu  Maguntini  archiepiscopi  Bardonis,  Coloniensis  archiepiscopi  Herimanni ,  Werce- 
burgensis  episcopi  Brunonis,  cepi  construere  ecclesiam  extra  Patherbumensem  ciuitatem  in  orientali  parte 
positam,  ad  similitudinem  sanctae  Iherosolimitanae  ecciesiae ,  et  ob  honorem  sanctae  Dei  genitricis  et  per- 
petue  uirginis  MARIAE  ac  beatorum  apostolorum  Petri  et  Andreae,  pro  illa  obtinenda  celesti  Iherusalem. 
In  hac  autem  ecclesia  canonicos  Deo  seruientes  congregaui,  quibus  uictum  et  uestitum  de  propriis  bonis 
ministraui.  .  In  die  autem  sanctificationis  ecciesiae ,  benedictione  peracta,  ante  missarum  soUempnia,  sermone 


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1036.  99 

ad  populum  finito,  more  aliarum  ecclesiarum  Deo  consecratarum  dotaui  eam.  dans  cartem  uiiam  in  Thel- 
dcn,  quam  ex  hereditate  paierna  possedi ,  duas  precarie  acquisitas,  unam  in  Wellethe,  alteramin  Esbike,  et 
uniim  voruuerc  in  Essike,  unam  cartem  in  Yalle.  Quia  uero  de  predio  in  confinio  tantum  non  habebam,  ut 
sußicere  posset  ad  usus  ecciesiae  ac  Deo  seruientium  in  ea,  consilio  fideiium  meorum  accepto,  decimas 
subtcr  scriptas  de  dominicalibus  curtibas  ad  me  pertinentibus  eidem  ecciesiae  dedi.  Quarum  prima  est  Euenhus 
et  tredecim  voreuuerc  ad  eam  pertinentes.  Stidenen.  Bencdcslo.  Colstide.  Dedinchusen.  Heddinchusen.  Dalen. 
Henkeid ere.  Hylamare.  Suaueren.  Barchusen.  Brochusen.  Balhonien.  Patherburna.  Suthem  et  tres  voruuerc  ad 
eam  pertinentes.  Kerecthorp.  Holthem.  Syuuardissen.  Nyenhus  et  quatuor  voruuerc  ad  eam  pertinentes.  Elesen. 
Ascha.  Burch.  Tune.  Bekena  et  quatuor  voruuerc  ad  eam  pertinentes.  Henke.  Eluere.  Brochusen.  Asien.  Barchusen 
et  quinque  voruuerc  ad  eam  pertinentes.  Orlinchusen.  Meginchusen.  Burchusen.  Hepyn.  Ykamannincthorp.  Byke- 
soteu  *)  et  tres  voruuerc  ad  eam  pertinentes.  Hyse.  Vnrikissen.  Ekama.  Heligenkerken  et  duo  voruuerc  ad  eam 
pertinentes.  Aldenthorp.  Bardincthorp.  Lugethe  et  duo  voruuerc  ad  eam  pertinentes.  Dodenbroke.  Breca.  Hegen- 
husen  et  quatuor  voruuerc  ad  eam  pertinentes.  Rothbagtissen.  Berga.  Holtisminne  duo.  Ogenhusen  et  sex  vor- 
uuerc ad  eam  pertinentes.  Sendenebyke.  ^)  Homa.  Sastincthorp.  Stenhem.  Bardincthorp.  Lo.  Nyhem  et  quatuor 
voruuerc  ad  eam  pertinentes.  Malride.  Leuerincthorp.  Pumesen.  Baddenhusen.  Herstelle  et  quinque  voruuerc 
ad  eam  pertinentes.  Wergis.  Thesle.  Brecal.  Heinriadassen.  Buffesen.  Dasburch  et  duo  voruuerc  ad  eam 
pertinentes.  Dasburch.  Ostnedere.  Vuartberch  et  tres  voruuerc  ad  eam  pertinentes.  unum  in  ipsa  uilla. 
Westnedere.  Ostdagesen.  Culete  et  tres  voruuerc  ad  eam  pertinentes.  unum  in  ipsa  uilla.  Vorste.  Rothen 
Hci*suithehusen  et  tres  voruuerc  ad  eam  pertinentes.  Asle.  Bylinchusen.  Teninchusen.  Curbyke  ^)  et  quatuor 
voruuerc  ad  eam  pertinentes.  Daluuic.  Enshe.  Item  Eushe.  Lenkeuolde.  Vilese  et  unum  voruuerc  ad  eam 
pertinentem.  Vernethe.  Ebike  qu^  est  iuxta  Horste.  Ipsis  autem  uillicis  qui  domos  has  predictas  inhabitant, 
uel  hiis  qui  post  eos  ponendi  sunt,  uichil  omnino  prelermittentes»  nisi  Quindecim  lugera  pro  uestitu,  alia 
uero  que  laborauerint  in  agro  uel  nutrierint  in  domibus,  tarn  propria  sua  que  habent  aut  postea  Deo  an* 
nuente  possessuri  sunt,  quam  ad  nostram  potestatem  pertinentes,  quadrupedia  siue  pennata,  more  solito 
absque  ulla  contradictione  addecimarent.  Yt  ergo  nulla  ex  hiis  pretermitterem,^)  que  mihi  a  Deo  data 
eraut,  dedi  etiam  decimam  in  Synatha  super  armenta  mea  et  super  examina  apum,  fideliter  Deo  et  do- 
mino  Ihesu  Christo  sauctoque  spiritui  offerens  uota  mea.  Si  quis  auteni  eorum  qui  uidentur  hiis  omnibus 
preesse,  presumptuose  hanc«  nostram  tradicionem  per  malam  uoluntatem  aut  propter  nequiciam  cordis  sui 
irritauerit,  et  secundum  nostram  dispositionem  decimam  non  dederit,  diceiis  se  non  iuste  daturum,  et  hoc 
a  procuratore  fratrum,  uel  ab  ipso  preposito  loci,  uel  quod  maius  est  a  communi  fratrum  querimonia 
proclamatum  fuerit,  si  ministerialis  noster  huius  rei  rector  est,  iuramento  se  in  reliquiis  nostris  purgabit, 
si  lito,  iudicio  ferri  igniti  synodali  sentencia  se  liberabit.  Ne  uero  alicui  successorum  meorum  non  bonae 
uoluntatis  uiro,  neque  amorem  Dei  in  corde  suo  retinens,  mensae  suae  stipendia  diminuisse  uidear,  sciat 
has  decimas  me  et  de  hereditariis  et  de  acquisitis  bonis  centies  restituisse.  Ponebam  etiam  termiimm  ut 
unaquaeque  solet  habere  ecclesia,  andiente  clero  meo  cunctoque  populo  congregato,  nullo  contradicente 
sed  magis  uoluntati  mee  in  omnibus  consentiente ,  confitente  uniuerso  clero  haee  omnia  sine  ulla  contra- 
dictione posse  fieri,  in  primis  uillam  hanc  que  dicitur  Aspethera,  aliam  queuocatur  Hildelinchusun,  terciam 
que  uocatur  Haxsuithehusun,  Quartam  HohensUe  qu^  uulgari  uerbo  dicitur  Quedun,  Quintam  Esbegtinchusun. 
Super  haec  omnia  cum  non  possent  habere  utilitatem  uUam  siluarum,  potestate  episcopali  dedi  eis  in  Benedeslo, 
et  in  Marchiis  Thomethorum,  Rentinchusorum,  Hildelinchusorum ,  Aspetharorum,  in  una  quaeque  ebdomada 
pondera  sex  plaustrorum.  Dedi  etiam  ad  honorem  et  utilitatem  ecciesiae  partem  Sunderae  mee  in  orientali 
plaga  uiae  quae  uadit  ab  urbe  ista  usque  in  Esbegtinchusun.    Sciat  namque  fidelis  in  Domino  frater  nostri 


ordinis  locum  nostrum  possessurus  onmisque  ecclesia  catholica,  hiis  literis  jj]^  et  ^J^  a  me  priuflegium 

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1)  Daf  Co|i.  tchreibt  BeluMcten.     ^  Saodeoebeke.     *)  Curbeke.     *)  premiiterem. 

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400  los« -- 1039. 

hoc  signatum,  propriis  manibus  meis  sigillatum,  peractaque  benedictione  sepulchri  et  altaris  antepositi, 
Octauo  Kai.  Jauü,  missa  celebrata,  filiis  ecciesiae  traditum,  ea  uidelicet  ratione,  ut  si  quando  tribulacio- 
nem  seu  cootradictionem  harum  rerum  prenominatarum  ab  aliquo  patiantur,  scripturaram  testimonio  ueri- 
tas  approbetur.  Tradicionem  autem  hanc  si  quis  successorum  meorum  aut  consanguineorum  seu  posierorum 
eoinim  a  quibus  precario  partem  quandam  acquisieram  infringere  uoluerit,  Beatorum  apostolonim  Petri  et 
Audreae,  et  episcoporum  Bardonis,  Herimanni,  Bninonis,  quorum  testimonium  priori  introduximus  loco, 
nostroque  banno  et  omnium  animarum  Deo  consecratarum  in  secundo,  cum  uenerit  Dominus  unicuique  ope- 
rum  suorum  premia  redditurus,  cum  Juda  traditore  anathemate  feriatur  perpetuo.  Qui  autem  post  insün- 
ctum  Dei  patris  omnipotentis  ex  nostris  interfuere,  quorum  consilio  auxilioque  haec  omnia  perfecerim, 
paucis  notabo  nominibus.  Sigehardus  abbas  Patherburnensis.  Vuino  abbas  Helmuuordishusensis,  qui  men- 
suras  ecciesiae  et  sepulchri  de  Iherusalem  apportauit.  Hosadus  prepositus  matris  ecciesiae,  et  frater  eius 
Vffo.  Dodico  decanus.  Bouo  prepositus  loci  istius.  Becelinus  camerarius.  Eppo  dapifer.  Eizo.  Geylo.  fratres 
et  pinceme.  Eue  et  filii  eius.  Landico  et  Eue.  Dudo.  Tydman  de  Euenhus.  Aldericus  de  Nyenhus. 

CXXVIII. 

E  Strunckii  not.  crit.  mscpt.  ad  Schatenii  annale«. 

In  nomine  Jesu  Christi  Domini  nostri.  Ego  indignus  seruus  Dei  Herimannus  episcopus  ecclesiam  que 
est  in  Ludinghuson,  anno  dominice  incarnalionis  M^.  XXX**.  VIP.  Indiclione  V*.  Y.  Idus  Julii,  in  honorem 
Domini  nostri  Jesu  Christi  et  sancte  eius  genitricis  perpetue  uirginis  Marie  et  sancti  Stephani  protomartyris 
et  sancte  Felicitatis  matris  et  Septem  filiorum  eius  dedicaui.  Et  cum  ipse  uenerabilis  abbas  Geroldus  de 
monasterio  sancti  Liudgeri,  ad  quod  pertinet  h§c  ecclesia,  presens  adesset,  et  propter  fratemitatem  nostram 
me  rogaret,  ul  predict^  ecclesie  et  bonis  eius  firmissimam  pacem  metuendo  anathemate  facerem,  hoc  etiam 
rogauit,  ut  ita  liberam  dimitterem  de  decimis,  sicut  dimissa  fuit  ab  omnibus  antecessoribus  meis,  ita  uide- 
licet ut  quoscunque  mansos  uel  agros  in  hoc  episcopatu  tunc  haberet  uel  post  habitura  esset,  libere  et 
sine  omnibus  decimis  possideret.  Cuius  petitioni  ego  in  primis  per.aroorem  sancti  Liudgeri,  deinde  per 
honorem  nostre  fraternitatis  libenter  satisfacicns ,  eodemmodo  prefate  ecclesie  concessi,  et  forti  anathemate 
confirmaui,  ut  nullus,  quod  omnino  absit,  de  successoribus  nostris  uel  aliis  quibuslibet  personis  hoc  im- 
mutet  uel  infringat.  Quod  ego,  quamuis  peccator,  exemplum  bonorum  qui  hoc  prius  concesserant  secutus 
renouaui,  et  hoc  presens  manuscriptum  abbati  et  ecclesie  sancti  patris  nostri  Liudgeri  coram  omni'  populo 
tradidi. 

CXXIX. 

IN  NOMINE  SANCTE  ET  INDlülDüE  TRINITATIS.  ROTHO  DEI  GRATIA  PATHERBRÜNNENSIS  ECCLE- 
SIE EPISCOPUS.  II  Pastoralis  officii  cura  nos  anmionet,  de  subiectorum  quiete  et  salute  soUicite  cogitare, 
et  ^cclesiarum  commissarum  profectui,  augmento  honestatis,  prospectu  utilitatis,  sollerter  inuigilare.  Ynde 
omnium  fidelium  Christi  tam  presentium  quam  futurorum  nouerit  uniuersitas,  qualiter  domnus  Meinwercus 
uenerabilis  huius  Sancte  sedis  episcopus  predecessor  mens,  se  suaque  omnia  diuino  seruitio  pro  eternitatis 
amore  mancipare  gaudens,  inter  multimoda  pi^  deuotionis  et  intentionis  opera,  auctoritate,  consilio,  auxilio 
gloriosissimi  imperatoris  Heinrici  secundi,  monasterium  in  suburbio  ciuitatis  huius  construxit,  quod  in  ho- 
nore  beate  MARIE  perpetue  uirginis  sanctorumque  APOSTOLORÜM  PETRI  et  PAVLI  et  omnium  Sanctorum 
consecranSy  et  fratres  sub  beati  Benedicti  regula  domino  famulantes  in  eo  coadunans,  in  dotem  et  mundi- 
burdium  jpsius  bona  qu^  hereditario  iure  possederat,  uel  aliunde  sua  instantia  legitime  obtinuerat,  solemp- 
niter  tradidit,  delegauit,  concessit  Cuius  laudabile  Studium  ut  numero  et  merito  omni  tempore  habeat 
augmentum  et  ecciesiastice  defensionis  firmamentum,  onmia  eidem  monasterio  canouice  coUocata  et  firmata, 

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1039.  401 

in  thesauro,  ornatu,  ecclesüs,  bannis,  decimis,  curtis,  mansis,  areis,  edificiis,  mancipiis  utriusque  sexus, 
cum  Omnibus  ad  hec  legaliier  pertinentibus,  mobilibus  et  immobilibus,  licentiam  quoque  liberam  secundum 
Dei  timorem  eligendi  abbatem,  tarn  regulari  quam  episcopali  auctoritaie  ipsius  monasterii  fratribus  con- 
cessam,  animarumque  curam  et  sepulturam  in  hominibus  dumtaxat  ad  ipsum  monasterium  pertineiitibus 
siue  eciam  in  possessione  eins  degentibus,  nostra  pontificali  auctoritate  et  banno  confirmamus  et  corrobo- 
ramus,  quatinus  fratres  inibi  sub  regulari  norma  domino  seruientes,  omnium  hominum  exactione  et  inua- 
sione  remota,  communi  hec  usui  et  honori  profutura  possideant,  et  nostri  nostrorumque  successorum  in 
orationibus  suis  memores  existant.  Guiuscunque  ergo  condicionis  uel  religioois  persona  quolibet  modo  uel 
ingenio  hec  uiolare  uel  annullare  presumpserit,  anathema  sit,  et  cum  suis  fautoribus,  auctoribus,  sequaci- 
bus,  a  liminibus  sanct^  ecciesie  tamquam  sacrilegus,  inuasor  ac  destructor  segregatus,  omnipotentis  Dei, 
patris  scilicet  et  filii  et  Spiritus  sancti,  iram  et  ofFensam  contra  se  sentiat,  et  beate  MARIE  perpetue  uir* 
ginis  sancUNPumque  Apostolorum  PETRI  et  PAYLI  et  omnium  Sanctorum,  quorum  presumit  confundere 
ecciesiam,  in  hac  uita  et  in  futura,  si  non  uelociter  resipuerit,  furorem  repperiat.  Omnes  autem  decreti 
huius  fautores  et  prefäti  monasterii  defensores  et  tutores,  omnipotens  dominus  sua  gratia  benedicat,  et 
meritis  omnium  sanctorum  a  peccatorum  uinculis  absolutes,  ad  ^tema  gaudia  perducat.  Cunctis  eciam  in 
eodem  loco  pro  eterne  beatitudinis  desiderio  militantibus,  ueniat  a  Deo  patre  salus  et  protectio,  et  labo- 
rum  suorum  eterna  remuneratio. 

Huius  confirmationis  testes  sunt.  Hosadus  prepositus.  Dodica  decanus.  Yffo.  Becelin.  Heriman«  We- 
rinza.  Tamma.  et  ceteri  fratres  omnes  tam  canonici  quam  monachi  nostr^  sedis.  Laici  uero.  Heinric.  Erp 
comites.  Heriman  tnbunus.  Bernhard.  Hunald.  Heriman.  Sibrath.  Hiddi.  Guntheri.  Thiathard.  Ekkihard.  Eze* 
lin.  Athalbrath.  Hoika.  Hemuka.  Azoko.  Bennic.  Wicil.  Hathawerc.  Widier.  Tadika.  Hoika.  Ecelin.  Hillin.  Ger- 
rad. Eiia.  Dudi.  Eppo.  Thiederic.  Haald  et  frater  eins  Gerald.  Wicman.  et  alii  plures. 

Data  Patherbruimon  VIIL  Id.  Jan.  in  Sancta  die  Epiphanie  Domini.  Anno  ab  incamatione  eius 
MXXXVIIII.  Indictione  VII.  Regnante  Conrado  Romanorum  imperatore,  regni  eius  XV.  Imperii  uero  XH. 
Episcopatus  autem  nostri  HI. 

Das  aufgedruckte  |[rosse  kreislbrmige  Siegel  teigt  das  vorwärts  sehende  Brustbild  des  Bischofs  mit  nnbedecktem  Haupte» 
in  der  rechten  Hand  den  Bischofsstab  haltend.  Sowohl  Bild  als  Umschrift  ist  sehr  verwischt,  daher  die  letatere 
nicht  genau  ansugeben. 

cxxx. 

v<«  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  diuina  fauenie  dementia  rex.  Notum  sit  Omni- 
bus Christi  nostrique  fidelibus  presentibus  scilicet  atque  futuris  ||  qualiter  uenerabilis  abbas  nomine  TRVCHT- 
MARVS  nostram  adiit  excelleutiam  suppliciter  orans  etc.  (alles  wörtlich  wie  in  der  gleichartigen  Urkunde 
Conrads  IL  von  4025,  bis:)  et  melius  illos  delectet  omni  tempore  pro  uite  animaeque  nostrae  perpetua 
felicitate,  et  pro  remedio  pie  memorie  genitoris  nostri  CHVONRADI  Romanorum  uidelicet  imperatoris  au- 
gusti,  atque  pro  stabilitate  regni  a  Deo  nobis  collati,  domini  misericordiam  attentius  exorare.  (Das  Fol- 
gende wieder  gleichlautend  biä  zum  Schlüsse.) 

Signum  domni  Heinrici  tercii  (L.  M.)  regis  inuictissimi, 
Theodericus  canceUarius  uice  Bardonis  arducappellani  recognouit. 

Data  ni.  NON.  SEPT.  Indictione  VII.  Anno  dominic^  incarnationis  Mo.XXX.VniI.  Amio  autem  domni 
HEINRICI  tercii  ordinationis  XH.  regni  uero  1.  Actum  GOSLARE  feliciter  AMEN.; 

Das  Siegel  ist  veriorea  gegangen. 

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402  *ö3»- 


CXXXI*>. 


C  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  diuina  fauente  dementia  rex.  Si  petiliones 
seruorum  Dei  iustas  et  rationabiles  ad  eiFectum  perduxerimus,  et  ad  hanc  uitam  ||  felicius  transigen- 
dam,  et  ad  perpetuam  facilius  promerendam  procul  dubio  nobis  profuturum  speramus.  Quapropter 
notum  esse  uolumus,  quoniam  uenerabilis  abbas  TRVCHTMARVS  adiit  excellentiam  nostram  suppliciter 
orans,  ut  nostra  munificentia  prospiceremus  monasteriis  sibi  commissis,  quorum  uhum  est  noua  COR- 
SEIA  nuncupatum,  ubi  et  iile  rcgulari .  constitutione  abbas  extitit,  et  alterum  est  sanctimonialium  HERI- 
FORT  dictum,  et  propric  abbatisse,  cuius  nomen  GOTESDIV,  subiectum,  sed  iuxta  consuetudinem  qua 
ancillarum  Dei  congregationibus  procurari  solent  prepositi,  ex  ecclesiastico  ordine,  lam  dicio  abbati 
commendauimus,  ut  tarn  in  disciplina  abbatissam  loci  iuuet,  quam  in  cunctis  negotiis,  que  famulc 
Christi  (pro  sexu  et)  professione  sua  exequi  non  posscnt,  ipsarum  prouisor  et  patronus  existeret  Is  ergo 
petiit  celsitudinem  nostram,  (recordari)  quod  pie  memorie  antecessor  noster  Hludowicus  imperator  ambo 
haec  monasteria  construi  iussit  ad  normam  uidelicet  precipuorum  in  Gallia  monasteriorum,  nouam  scilicct 
Corbeiam  ad  similitudinem  antique  Corbeic,  Herifordense  uero  coenobium  ad  exemplum  monasterii  sancti- 
monialium in  Su(essionense  ciuitate  constructi),  et  ut  in  elemosinam  suam  ac  totius  gcneris  sui  insütutionum 
earundem  perfectio  compl(eretur),  ecclesiam  iuris  sui  que  uocatur  Meppia,  cum  decimis  et  possessionibus 
aliisque  ad  eam  pertincntibus,  et  eccjesiam  Eresburc,  quam  Karolus  primo  construens  in  Saxonia  decimis 
dotauit  circumquaque  habitantium  per  duas  Saxonicas  rastas,  prefatus  (Hludowicus)  ad  nouam  tradidit  Cor- 
beiam. Ad  Herifordensis  autem  monasterii  adiumentum  dedit  in  episcopatu  Asnabruggensi  ^cclesiam  Bugi- 
nithi  cum  subiectis  sibi  ecclesiis],  in  parrochia  uero  Mimigernafordensi  ecclesiam  Hreni  cum  bis  que  ad  eam 
pertinent  ecclesiis,  ita  sane,  ut  decimarum  (aliorumque)  redituum  prouentus  omnes  prefatis  cederent  mo- 
nasteriis, et  ab  his  uicissim  procurarentur  subiecte  plebes  in  baptismate,  in  eucharistia,  in  sepultura,  in 
confessione  peccatorum  audienda,  et  presbiteri  qui  principales  ex  his  ecclesias  tenerent,  archipresbiterorum 
officio  fungerentur,  ad  (omnia  facienda)  que  solent  fieri  ab  archipresbiteris  episcoporum.  Cum  autem  ipsi 
episcopi  circatioues  suas  ibi  agere  deberent,  ad  eorum  mansionatica  daretur  quod  in  capitularibus  ante- 
cessorum  nostrorum  prescriptum  habetur.  Ule  igitur  rata  esse  uolens  cetera  omnia,  tantum  expensas  ad 
ministerium  episcopi  propter  egritudinem  et  senectutem  eins  qui  tunc  fuit  Gauzbcrti  augere  debuit,  qaod 
iuxta  petitionem  primi  eiusdem  loci  abbatis  Warini  ita  moderari  placuit,  ut  descripto  quantum  satis  sit  ad 
seruitium  episcopi  hoc  nullo  modo  subtrahatur,  et  episcopus  uicissim  ampliora  non  querat,  nee  cum  plu- 
ribus  ueniat  quam  ut  eis  sufficere  possint.  In  quibus  satis  esse  consensit  prefatus  episcopus  coram  anle- 
cessore  nostro  Hludowico  et  archiepiscopo  Hrabano,  ceterisque  cum  eo  in  synodo  agentibus,  id  est,  ut 
dentur  ad  singulas  ecclesias  porci  IUI.  ualentes  singuli  denarios  XII.  aut  VIII.  arietes  tantundem  ualcntes. 
porcelli  IUI.  auce  IUI.  pulli  VIII.  situle  XX.  de  medone.  de  mellita  ceruisia  XX.  de  non  mellita  .  .**)  panes 
CXX.  de  auena  modii  C.  manipuli  DC.  sitque  in  potestate  episcopi  utrum  haec  per  singulas  ecclesias  ad 
unum  mansionaticum  an  ad  duo  uelit  habere.  Ne  autem  in  summa  debiti  his  plus  minus  compleretur,  hoc 
auctoritatis  sue  decreuit  atquc  iussit.  (His  etiam)  adiungere  placuit  liberam  utrique  loco  concessionem  eli- 
gende  de  propria  congregatione  in  regimen  sui  per  futura  semper  tempora  congrue  persone,  quod  et  nos 


^  Die  aus  der  febr  beschädigen  Ortgioal-TIrkunde  Tcrschwan denen,  hier  nach  Huthmassung  und  Analogie  anderer  Urkunden 

ergänzten  Worte  iind  in  Klamnern  eingeschlossen. 
**)  Gleichartige  Urkundeni  s.  B.  Nr.  CXXXill.  haben  hier  die  Zahl  LX. 


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1039  —  1040.  403 

confirmamns  et  corroboramus.    Et  ut  omnis  hinc  dubietas  toUatar,  manu  propria  corroborantes,  sigUli 
nostri  impressione  ea  signari  iussimus. 

Signum  domni  Heinrici  tercü  (L.  M.)  regis  inuictissimi. 
Theodericus  canceUarius  uice  Bardonis  aacMcapellani  recognouiL 

Data  III.  Non.  Sept.  Indictione  VII.  Anno  dominice  incarnationis  M®.  XXX.  Villi.   Anno  autem  domni 
Heinrici  tercü  ordinatioms^  XII.  regni  uero  1.  Actom  GOSLARE  Feliciter  AMEN. 

Das  Siegel  ist  verloren  gegangen. 

CXXXII. 

^*  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Reinricus  diuina  fauente  dementia  rex.  Quoniam  diuinae 
dispositionis  prouidentia  ad  regeudam  totius  rei  publicae  ||  monarchiam  su^  immense  pietatis  magnificentia 
nos  prouexit,  ante  omnia  autem  hoc  laborare  debemus,  ut  qui  coronam  terreni  rcgni  concessit,  post 
emensum  huius  uite  spacium,  ea  eliam  coronari  permittat,  que  non  auferatur  in  aet^rnum.  Quod  potissi- 
mum  fieri  posse  decernimus,  si  loca  aecclesiasticis  obsequiis  deputata  nostra  auctoritate  corroborentur,  ut 
omni  exteriore  inquietudine  remola  in  tranquillitate  permaneant,  quatinus  eorum  precibus  adiuuemur,  cpii 
ibi  die  noctuque  orationibus  in  Dei  seruicio  uacare  debentur,  et  quod  per  nos  utpote  conscientia  trepidi 
querere  non  presumimus,  sanctae  Dei  aecclesiae  seruientium  pia  intercessione  impetremus.  Quapropter 
uniuersitati  fidelium  nostrofum  patere  uolumus,  qualiter  RVODOLFVS  sanctae  Paterbrunnensis  ecclesiae 
ucnerabilis  episcopus,  pro  ecciesie  sue  honore,  immo  maxima  utilitate,  pie  intentionis  deuotione  nos  sup- 
pliciler  aditurus  exorauit,  ut  ecciesia  cui  ipse  pastorali  cura  presidet,  nostra  regali  auctoritate  corrobora- 
rctnr.  Cuius  petitioni  quia  rationabiiis  uidetur  gratuito  assentientes,  quicquid  eadem  ecciesia  per  iusticiam 
obtinere  debet  antecessorum  nostrorum  regum  uel  imperatorum  uel  nostra  oblatione  ceterisque  fidelibus 
ibi  collatum,  in  rebus,  territoriis,  uel  in  comitatibus  ac  districtu,  uel  quibuscumque  utensilibus,  ac  quic- 
quid MEGENWERCVS  episcopus,  antecessor  scilicet  prelibati  Ruodolfi  episcopi,  de  sua  hereditate  ibi  con- 
tulit,  uel  aliunde  per  commutationem  aut  precariam  legaliter  adquisiuit,  denuo  stabil!  dono  concedimus  et 
regali  auctoritate  confirniamus.  Si  quis  autem  nostre  confirmationis  edictum  ullerius  aliqua  presumptione 
infringere  temptauerit,  centum  librarum  auri  ad  nostrum  pondus  compositione  multetur,  vt  dimidium  ca- 
mere  nostre  persoluat,  reliquum  uero  eidem  ecciesie  quam  temerarie  inquietare  presumpsit.  Et  ut  haec 
confirmatio  per  successiones  temporum  stabilis  et  inconuulsa  permaneat,  hanc  regalis  precepti  paginam 
inde  conscribi  ac  manu  propria  confirmantes  sigillo  nostro  iussimus  insigniri. 

Signum  domni  Heinrici  tercii  (L.  M.)  regis  inuictissimi. 
Theodericus  canceUarius  uice  Pardonis  archicanceUarii  recognouiL 

Data  XIII.  Kai.  Oct.  Indict.  VII.  Anno  dominice  incarnationis  M*^.  XXX.  Villi,    anno  autem  domni  HEIN- 
RICI tercii  XII.  regni  I.  Actum  Bohtfelht  feliciter  AMEN. 

Das  grosse  aufgeditickte  Siegel  seigt  den  König  auf  dem  Throne*  sitsend  nnd  is  der  rechten  Hand  einen  Stab  haltend, 
mit  einem  Vogel  (Adler)  auf  der  Spitae. 

CXXXIII- 

C«  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  HEINRIcus  diuina  fauente  dementia  rex.  Si  locis  diuino 
cultui  roancipatis  aliquam  munificentia  nostra  adicit  immunitatem,  unde  commorantes  inibi  ||  securius  et 

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404  i040. 

commodius  uitae  celestis  quietudini  ualeant  inseruire,  existimamus  hinc  presentibus  uti  felicius  ac  mansuris 
perfrui  beaiius.  Quo  circa  nouerit  omnium  Christi  nostrique  fidelium  cautela,  tarn  preseaiium  quam  suc- 
ccdeutium,  qualiter  nos  pro  remedio  animae  nostrae  parentumque  nostronim,  nee  non  pro  petitione  HE- 
REVORTENSIS  aeclesiae  abbatiss^  GOTESDIEnominate  nostri  dilecle,  tradilionem  HLVODEWICI  impera- 
toris  quam  tradidit  ad  monasteria  quorum  unum  est  monachorum  noua  CORBEIA  nuncupatum.  Aliud  est 
saactimonialium  HERIVORTI  nominatum ,  quae  piae  roemorie  genitor  illius  HLYDUWICüS  imperator  ad  nor- 
roam  precipuorum  in  Gallia  monasteriorum  construxit,  CORBIENSE  uidelicet  ad  simiiitudinem  antique 
CORBEIJ^,  HERIVORTENSE  uero  ad  SVESSIONIS  simiiitudinem,  abbati  CORBEIENSI  commendauimus,  ut 
iuxta  consuetudinem,  qua  ancillarum  Dei  congregationibus  procurari  solent  prepositi  ex  eclesiastico  ordine, 
tarn  in  disciplina  quam  in  cunctis  negociis,  que  famul^  Christi  pro  sexu  et  professione  sua  exequi  non 
possent,  ipsarum  prouisor  et  patronus  existeret.  Pro  elemosina  autem  generis  sui  tradidit  cellam  que 
uocatur  MEPPIA,  cum  decimis  et  possessionibus  undique  ad  eam  pertineutibus ,  et  eclesiam  HERESBVRC 
circumquaque  per  duas  saxonicas  rastas,  ad  nouam  CORBEIAH.  Ad  HERIVORTENSE  uero  monasterium 
in  episcopatu  ASNABRVGENSI  eclesiam  BVINIDI  cum  subiectis  sibi  eclesiis,  in  barrochia  MIMIERNEYORDI 
eclesiam  RENI  cum  his  qu^  ad  eam  pertinent  eclesüs,  ita  sane  ut  decimarum  aliorumque  redituum  pro- 
uentus  omnes  prefatis  cederent  monasteriis,  et  ab  ipsis  uicissim  procurarentur  subiecte  plebes,  in  baptis- 
mate,  in  eucharistia,  in  sepulturis,  in  confessione  peccatorum  audienda,  et  prespiteri  qui  principales  ^cle- 
sias  tenerent  archiprespiterorum  officio  fungerentur,  Ad  agenda  omnia  qu^  solent  fieri  ab  archiprespiteris 
episcoporum.  Et  cum  ipsi  episcopi  circationes  suas  ibi  agere  deberent,  ad  eorum  mansionatica  daretur 
ut  in  capitularibus  antecessorum  nostrorum  prescriptum  habetur,  uidelicet  quantum  satis  sit  eis  dari,  et 
episcopi  non  plus  querant,  nee  cum  pluribus  ueniant  quam  ut  eis  sufficere  possint.  Ne  autem  in  summa 
debiti  episcoporum  seruitii  plus  exigeretur  quam  opus  sit,  statuerunt  predictarum  eclesiarum  episcopi  cum 
consensu  synodali  coram  antecessore  nostro  OTTONE  imperatore  et  archiepiscopo  RABANO  c^terisque 
cum  eo  in  synodo  agentibus,  ut  dentur  ad  singulas  eclesias  porci  IIII.  ualentes  singuli  denarios  XII.  aut 
arictes  VIII.  tantundem  ualentes,  porcelli  IIII.  aucae  IUI.  pulli  VIII.  situlae  XX.  de  medone,  de  mellicia 
eeruisa  XX.  de  non  mellita  LX.  panes  CXX.  de  auena  modii  C.  manipuli  DC.  essctque  in  potestate  episco- 
porum, utrum  haec  per  singulas  eclesias  ad  unum  mansionaticum  an  ad  duo  uellcnt  habere.  Statuit  ergo 
prefatus  antecessor  noster  OTTO  imperator  liberam  utrique  loco  concessionem  et  potestatem  eligende  de 
propria  congregatione  in  regimen  sui  per  futura  semper  tempora  congru^  persone,  et  ut  nuUus  iudex 
publicus  licentiam  in  homines-  ad  prefatum  monasterium  HERIVORTENSE  pertiuentes  ullam  iudiciariam  ha- 
beat  exercere  potestatem.  Sed  omnis  eorum  res  coram  aduocato  ipsorum  definiatur,  quam  constitutioncm 
antecessorum  nostrorum  iustam  et  rationabilem  nos  quoque  predicto  monasterio  HERIVORTENSI  precepto 
nostro  regali  confirmamus  atque  corroboramus.  Et  ut  haec  confirmationis  nostrae  auctoritas  stabilis  et 
inconuulsa  omni  permaneat  aeüo,  hanc  paginam  inde  conscriptam  manu  propria  ut  infra  uidetur  corrobo- 
rantes,  sigilli  nostri  impressione  iussimus  insigniri. 

Signum  domni  Heinrtci  tercii  (L.  M.)  regis  inuictissimi. 
Eberhardus  cancellarius  uice  Bardonis  archicancellarii  recognouit. 

Data  XI.  Kai.  Januar.  Indictione  VIII.  Anno  domiuicae  incamationis  Millesimo  XL.    Anno  autem  domoi 
HEINRICI  tercii  ordinationis  eins  XIU.  Regni  uero  IL  Actum  HERIVORTE  feliciter  amen. 

Das  aurgedmckte^  den  König  auf  dem  Throne  tiUend  yontellende  Siegel  ut  sehr  beichadigt. 


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1040.  405 

CXXXIV. 

Älteste  urkundliche  Nachrichten  zur  Geschichte  des  Stifts  Überwasser. 

Eiaem  su  Ende  des  11.  oder  Anr«oge  des  12.  Jahrhunderts  geschriebenen,  ehemals  cum  Archive  des  gedachten  Klosters  gehörigen 

ETangelien-Codex,  gleichseitig  beigefügt. 

Anno  ab  incarnatione  Domini  Millesimo  XLl.  Indictione  Villi.  IUI.  Kai.  Januarii,  regnante  et  astante 
imperatore  Heinrico  tercio,  in  monasterio  sancte  Marie,  quod  est  in  Miraigardevvord,  consecratum  est 
principale  altare  a  uenerabili  Agrippinensis  ecclesie  archiepiscopo  Herimanno,  administrantibus  Bremensi 
archiepiscopo  Alebrando  et  Mindensi  episcopo  Brunone,  In  honore  sancte  crucis  et  sancte  Dei  genitricis 
et  plurimorum  sanctorum. 

Meridianum  altare  a  Magociacensi  archiepiscopo,  sancto  scilicet  Bardoue,  assistentibus  sibi  Bauen- 
bergensi  episcopo,  Svithgero,  qui  postea  Rome  papa  ordinatus  est,  et  Thietmaro  episcopo  Hildine^eimensi, 
In  honore  sancti  Johanuis  Baptiste  et  omnium  sanctorum  martirum. 

Aquilonare  altare  consecratum  est  a  Parthenoponensi*)  archiepiscopo  Hunfrido,  iuuantibus  Gazzone 
episcopo  de  Cizce,  et  Osneburgensi  episcopo  Aluerico,  In  honore  sancti  Johannis  euuangeliste  et  omnium 
sanctorum  confessorum. 

Occidentalis  arra  dedicata  est  a  patre  nostro  domno  HERIHANNO  episcopo,  huius  loci  fundatore  et 
structore,  fauentibus  Leodicensi* episcopo  Nithardo,  et  Scelsvuiccensi  episcopo  HRvotholfo,  In  honore  san- 
ctorum apostolorum  PETRI  et  Pavli,  et  aliorum  plurimorum  sanctorum,  quorum  nomina  scripta  sunt 
in  celis. 

Hanc  Dei  sponsam,  ipse  qui  affuit  imperator  augustus  Heinricus,  quadam  sue  proprietatis  dotauit 
curte,  Haruia  dicta,  que  sita  est  in  pago  Liuegovve,  astantibus  pene  tocius  regni  primatibus,  et  presente 
felicis  memorie  prima  domna  ac  matre  nostra  spiritali,  abbatissa  BERTHEITHE,  ipsius  domni  et  patris 
nostri  Herimani  sorore,  qu^  ab  infancia  sua  nee  cum  mundo  flere,  nee  cum  mundo  umquam  uisa  est 
gaudere,  sed  super  gregem  sibi  creditum  cura  peruigili  studuit  excubare,  que  monachice  rellionis  sub 
obscuritate  quanti  apud  Deum  in  uita  sua  fulgeret  meriti,  testantur  nonnuUi,  qui  quacumque  ex  causa  an- 
gustiaii,  ad  sepulcrum  eins  confugientes  receduut  consolati. 

Tricesimo  primo  quidem  tam  gloriose  et  memoria  dign§  consecrationis  anno,  scilicet  incamationis 
Domini  MLXXI.  Nonas  Aprilis,  peccatis  nostris  uere  /exigentibus,  tota  hec  dedicatio,  tot  Deo  electorum 
sacerdotum  confirmatio,  igne  deuorante,  in  momento  est  euacuata,  omnisque  edificiorum  honorabilis  stru- 
ctura  ad  nihilum  pene  redacta.  Ex  quo  graui  merore  affecta  est  huius  loci  tunc  temporis  abbatissa  IDA, 
uere  ut  speramus  beata,  secundum  nominis  sui  interpretationem,  mente  et  corpore  valde  speciosa,  que 
prime  domne  nostre  cognata,  eins  in  laribus  teuere  educata,  et  ut  preciosus  lapis  multiplicibus  polita  ar- 
gumentis,  pluribus  uirtutum  resplenduit  ornamentis,  qua  tante  excellentie  filia,  talis  matris  successor  efiß- 
ceretur  emerita«  Erat  enim  ad  omnem  Dei  gloriam  studiosissima,  ad  ömnem  cultum  studii  relligionis  et 
edificii  inuigilantissima ,  quodque  rarissimum  habetur  in  sanctorum  moribus,  diuine  miserationi  multis  sepe 
commendauit  obsecrationibus,  salubri  prosperitate  nos  iocundari,  suis  non  sohim  temporibus,  sed  et  si 
pösset  fieri,  usque  ad  consummationem  seculi,  utque  breuiter  omuia  concludam,  rectricem  tam  soUicitam 
ea  superstite  nee  qutsquam  comperit,  nee  in  tota  huius  mundi  latitudine  deinceps  inuenit,  cuius  laudi  me- 
rito  asscnbitur  in  secula,  quecunque  hoc  in  loco  Deo  digna  resonat  gloria«  H^c  tanta  ac  talis  matrona  in 
Omnibus  uüs  suis  laudabilis  et  gloriosa,  timoris  Domini  thesaurum  mente  recondens,  non  ex  quanto,  sed 


*)  Darüber  geschrieben:  Magetbeburg. 

Cod.  dipl.  bist.  WestfaL  14 

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406  1040. 

diuin^  benignitatis  quanta  sit  habundantia  perpeiidens,  ad  reedificandum  toto  nisu  consurrexit,  quod  opifice 
summo  cooperante  ad  perfoctionis  lirnam  pene  nsque  perduxit.  Nam  cum  hanc  Dei  spousam  multo  appa- 
ratu  iam  perornasset  undique,  occulto  Dei  iudicio  heu  preuenta  mortalitate,  uno  tantum  anno  ante  huius 
aulc  consccraiionem,  sine  dubio  celcstem  intrauit  ad  Jherusalem,  ubi  felici  commercio  pro  perituris  eterno 
potitur  gaudio.  Sed  incoromutabili  Deitatis  dispositione,  quod  non  licuit  per  se,  ipsius  reseruatum  est 
consobrine,  nostre  scilicet  domne  abbatisse  CRISTINE,  bene  quidem  et  perfecte  Christian^,  que  omnes  ma- 
terterf  sue  probitatis  semitas  argumentose  instrucla,  locum  hunc  et  congregationem  summa  electione,  quod 
uere  scimus,  strennue  regit  tercia,  et  qucmcunque  cordis  sui,  dum  adhuc  uiueret,  sensit  affectum,  infati- 
gabili  studio  perducere  non  cessat  ad  effectum.  Est  enim  ad  uniuersa  quo  optima  sunt  studiosa,  pronam 
humilitatis  et  compassionis  scalam  condescendere  admodum  perita,  in  commisso  fidelis,  orationis  contem- 
platione  stabilis,  compunctione  facilis,  omnibus  affabilis,  et  totam  Dei  glorie  structuram,  quam  precessores 
eius  supra  lirmam  fundauerunt  petram,  suis  temporibus  per  neglegentiam  ne  difluat,  multis  lacrimis  san- 
Ctorum  suffragiis  non  solum  attentius  commendat,  sed  et  ipsa  cotidie  super  edificare  non  cessat,  ut  talium 
matrum  competit  proli,  quarum  si  radix  sancta  et  rami.  Huius  instanti  peticione,  immo  diuina  preucniente 
inspiratione,  anno  M.LXXXV.  indictione  YIII.  regnante  imperatore  Hcinrico  llll^o.  m.  Idus  Januarii,  iterum 
dedicata  est  occidentalis  plaga  monasterii  nostri  a  uenerabili  ERPHONE,  huius  sedis  antistite,  presulatus 
sublimitate  meritis  decorato  ut  nomine,  In  honore  Domini  nostri  Jhesu  Christi,  et  uictoriosissime  crucis,  et 
sancte  Marie  perpetue  uirginis,  et  sancti  Michahelis  archangeli,  omniumque  celestium  uirtutum,  et  specialiter 

.  sancli  Pelri  apostoli,  sanctorumque  apostolorum  Pauli,  Andree  et  omnium  sanctorum,  in  quo  altari  conti- 
nentur  relliquie  apostolorum  Phiiippi  et  Bartholomei  et  aliorum  plurimorum  sanctorum«  Eodem  anno  idem 
bone  uoluntatis  episcopus,  VIII.  Kai.  Aprilis,  consecrauit  aram  in  capella  que  uocatur  Iherusalem,  In  ho- 
nore Domini  nostri  Ihesu  Christi  et  omnium  sacramentorum  «ius,  sancte  annunciationis,  natiuitatis,  passio- 
nis,  sepulture,  sancte  crucis,  resurrectionis ,  ascensionis,  et  in  honore  aduentus  spiritus  sancti,  et  sancte 
Marie  matris  Domini,  et  sancti  Thomc  apostoli,  Quirini,  Hermetis,  et  omnium  sanctorum.  In  quo  conti- 
nentur  relliqui^  de  sepulchro  Domini,  de  ligno  Domini,  de  mensa  Domini,  de  lapide  super  quem  sedebat 
angelus  Domini,  Andree,  Johannis,  Jacobi,  Thome,  Mathei,  Quirini,  Victorini,  Hermetis,  Alexandri,  Oswaldi, 
Gregorii,  Nicolai,  Seuerini,  Cuniberti,  Alexis,  Leonis,  Cecilie,  Petronillc,  Marie  magdalene  et  Marie 
egiptiace. 

Ab  incamatione  Domini  anno  M^.LXXXVI.  indictione  Vlllla.  IUI.  Kai.  Januarii,  consecratum  est  prin- 
cipale  altare  a  glorioso  presule  nostro  ERPHONE,  In  honore  Domini  nostri  Ihesu  Christi,  et  sancte  crucis, 
et  sancte  Dei  genitricis,  et  sancti  Michahelis  archangeli,  et  omnium  colestium  uirtutum,  Sancti  Petri,  Pauli 
et  onmium  sanctorum.  In  quo  continentur  relliquie  de  ligno  Domini,  de  ueste  sancte  Mari^,  Pauli,  Bar- 
tholomei, Pantaleonis,  Nerei,  Achillei,  Prisce,  Aquilo,  Quintini  martirum,  Benedicti  abbatis,  Gerthrudis  vir- 
ginis,  Genofeue,  Vereng,  Serene,  et  sanctarum  XI.  milium  uirginum,  et  plurimorum  sanctorum.  Meridianum 
altare  consecrauit  idem  noster  domnus,  In  honore  sancti  Johannis  bapliste.  In  quo  continentur  relliquie 
sancti  Stephani  protomartiris,  sanctorum  innocentum,  Sancti  Ciriaci  martiris,  Sancti  Sebastiani,  Fabiani, 
Gratiani,  Quintini,  Pantaleonis,  Abundantii  et  aliorum  sanctorum.  Aquilonare  altare.  In  honore  sancti  Jo- 
hannis euuangeliste,  Martini,  Abundantii,  Pancratii,  Benedicti,  Brictii,  Nicolai,  Seruatii,  V^Ticberti  et  aliorum 
sanctorum. 

Anno  ab  incarnatione  Domini  M<*.LXXXVII.  indictione  X.  Villi.  Kai.  Februarii,  dedicata  est  Meridiana 

•  capella,  a  uenerabili  huius  sedis  episcopo  ERPHONE,  In  honore  Sancti  Pauli  apostoli,  Sancti  Miniatis  mar- 
tiris, Ambrosii,  Egidii,  Iimocentii,  Sancte  Marie  Magdalene,  Afre  et  omnium  sanctorum;  In  quo  continentur 
relliquie  Sancti  Pauli  apostoli,  Miniatis,  Ambrosii,  Egidii,  Marie  Magdalene,  Agathe  et  aliorum  sanctorum. 

Anno  ab  incarnatione  Domini  M^.LXXXVIII.  Kai.  Februarii,  Indictione  XI.  Idem  domnus  noster  ERPHO 
dedicauit  aquilonarem  capellam.  In  honore  Sancte  et  indiuidue  Trinitatis,  et  victoriosissim^  crucis,  et  sancte 
Marie  perpetue  uirginis,  et  sancti  Raphahelis  archangeli,  et  Jacobi  fratris  Domini,  et  Jacobi  fratris  Joban- 


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1040.  ^o^ 

n\s,  Symonis  ei  Jude,  et  sanctorum  martirum  Cosme  et  Damiani,  Dionisii,  Processi,  Martiniani,  et  specia- 
liier  Sancii  Benedict!,  Amati,  Romarici,  Columbani,  Galli,  Adelfi,  Maurini,  Seueri,  Scolasiice,  Brigid^, 
Sophie,  Spei,  fidei,  kariiatis,  et  omnium  sanctorum.  In  quo  coniinentur  relliquie  sanctorum,  de  fibra 
sancii  Jacobi  fratris  Domini,  Cosme  et  Damiani,  Processi  et  Mariiniani,  Quirini,  Dionisii,  Rustici  et  Eleu- 
therii,  Nicomedis,  Materniani,  Lambert!,  Maurini,  Benedicii  abbatis,  Scolasiice  virginis. 

Eodem  anno,  XVII.  Kai.  Sepiembris,  Idem  ipse  episcopus  nosier  ERPHO  chorum  nostrum  consecra- 
uit,  In  honore  Domini  nosiri  Ihesu  Christi,  et  sancte  Marie,  et  sancii  Michahelis  archangeli,  et  sanctorum 
apostolorum  Petri  et  Pauli,  Gereonis  sociorumque  eins,  Viciorini  et  omnium  sanctorum.  In  quo  coniinentur 
relliquie  S.  Victorini,  Dionisii,  Floriani,  Scucrini,  Liudgeri,  Vualdburgis,  Gerlhrudis,  et  Sancte  Ide,  ei  alio- 
nim  plurimorum  sanctorum.  Eodem  die  consecrata  est  occidentalis  ara  ipsius  chori,  In  honore  Dominj 
nostri  Ihesu  Christi,  et  Sancte  Dci  genitricis,  S.  Michahelis,  Gabrihelis  et  neuem  ordinum  angelorum,  An- 
drce  apostoli,  Valeniini,  Mauricii  ei  sociorum  eins,  Basilii,  Simphorose  et  omnium  sanctorum.  In  quo  con- 
iinentur relliquie  de  sacorphago  fsicj  Sanctf  Marie,  sancti  Andree,  Mauricii,  Marcellini  et  Peiri,  Laureniii, 
Yiii,  Gregorii  Pape,  Remigii,  Agathe,  Druihildis  virginis. 

Omne  debitum  seruicii,  quod  in  hac  dedicatione  nosiro  exhibendum  erat  aniisiiti,  et  omnia  genera 
donorum,  regine  iam  reseruauit  polorum,  que  ut  seiet  cunciis  sibi  deuotis,  ceniuplicaia  ilU  recompenset 
hie  et  in  celis.  Landes  referimus  benigniiati  diuine,  que  nos  huius  consecrationis  iocundauit  reparatione, 
ipsum  incessabili  prece  rogiiantes,  qui  non  dormitat  neque  dormiet,  ut  super  hanc  domum  patema  pro- 
teciione  uigilet,  nosque  habitanies  in  ea  nunc  et  in  cuum  letificet  AMEN. 


cxxxv. 

v>c  In  nomine  sanciae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  diuina  fauenie  dementia  rex.  Omnium  fidelium 
nostrorum  iam  presentium  quam  et  ||  futurorum  sollers  nouerit  indusiria,  Qualiier  nos  diuina  ammoniiione 
compuncii,  nee  non  fidelissimo  ac  frequentissimo  seruitio  HEREMANNI  MIMIGARDEVVRDENSIS  ecclesi§ 
uenerabilis  episcopi  non  parumper  incitaii,  quandam  curtem  nosirae  proprieiatis  HARVIA  dictam,  in  pago 
LIVEGOWE  et  in  comiiatu  DIETBALDI  comitis  silam,  pro  rcmedio  animae  dileciissimi  genitoris  nosiri 
CHVONRADI  uidelicet  imperatoris  augusti,  ac  pro  pia  recordatione  anime  coniugis  nosirae  CHVNEHILDIS 
reginc,  simulque  pro  stabilitate  uilae  nosire,  nosireque  matris  GISILE  imperairicis  auguste,  aique  pro 
desiderio  diuine.  retributionis,  ad  hanc  ^cclesiam,  quam  predicius  HEREMANNVS  episcopus  in  MIMIGAR- 
TE\TRTENSI  loco  a  fundamenio  incepit,  eamque  ad  finem  perdueiam ,  nobis  asiantibus,  in  honorem  sancte 
Dei  genitricis  MARIae  honorifice  consecrauit,  cum  omnibus  suis  periinentiis,  hoc  est  utriusque  sexus  man- 
cipiis,  areis,  edificiis,  terris  cultis  et  inculiis,  agris,  praiis,  pascuis,  campis,  siluis,  uenationibus,  aquis 
aquarumque  decursibus,  molis,  molendinis,  piscaiionibus,  exitibus  ei  reditibus,  uiis  et  inuiis,  quesitis  et 
inquirendis,  seu  cum  omni  uiiliiaie  qu§  scribi  aut  dici  poierit,  Eo  tenore  in  proprium  dedimus  atque  tra- 
didimus,  ut  eiusdem  ecclesi^  abbatissa  ceier^que  raoniales  Dei  sancteque  genitricis  MARIE  seruiiium  abhinc 
die  noctuque  in  commemorationem  nostri  parentumque  nostrorum  copiosius  possint  adimplere.  Firmissime 
autem  in  eadem  facienda  iraditione  hoc  excepimus,  ui  neque  presens  HEREMANNVS  episcopus  neque 
futuri  successores  sui  deinceps  prefatam  curtem  ullam  poiestatcm  habeant  de  eadem  ecclesia  reirahendi 
uel  in  suos  usus  uendicaudi,  nisi  eo  concambio  aut  ea  restituiione,  que  eiusdem  ecclesic  abbaiisse  dmni- 
busque  suis  monialibus  aut  ex  uicinitale  aut  ex  utiliiaiis  magnitudine  commodior  uel  utilior  esse  uideatur. 
Et  ut  haec  nosirae  traditionis  aique  largitionis  aucioritas  nunc    et  per  succedentia  temporum  curricula 


14* 

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408  1040  —  1043. 

stabOis  et  inconuulsa  permaneat,  hanc  paginam  inde  conscribi  eamque  manu  nostra  ut  sobtus  uidetar  cor- 
roborantes,  sigilli  nostri  impressione  precepimus  insigniri. 

Signum  damni  Heinrici  tercü  (L.  M.)  regis  inuictissimi, 
Eberhardus  cancellarius  uice  Bardonis  archicancellarii  recognoui. 

Acta  im.  Kai.  Januar.  Indictione  YIIII.  Anno  dominicae  incarnationis  M.XL.I.  anno  autem  domni 
HEINRICI  tercii  ordinationis  eins  XIII.  Regni  uero  II.  Actum  MIMIGARTEVVRTE.  AMEN. 

Vom  Siegel  ist  keine  Spur  tu  eotdecken;  dagegen  ist  auf  dem  leeren  Räume  der  Charte,  wo  sich  das  Siegel  befinden 
sollte,  eine  verschoben  vierseitige  Schleife  von  gelbseidenen  Schnuren  angeheftet.  (Wahrscheinlich  war  an  dieser 
das  Siegel,  ohne  Zweifel  von  Blei,  dergleichen  von  Heinrich  II.  und  III.,  jedoch  auiserst  selten,  vorkommen,  so 
angehängt,  dass  es  cur  Seite  der  Urkunde  herabhing,  und  ist  davon  abgeschnitten  worden.  Gans  auf  ähnliche  Weise 
ist  die  Bleibulle  an  einer  Urkunde  Papst  Leo's  IX.  im  Königl.  Provintial*Archive  tu  Diisseldorf  befestigt.) 

cxxxvi. 

In  nomine  sanctf  et  indiuidue  Trinitatis.  ||  Nota  sint  omnibus  fidelibus  tarn  presentibus  quam  faturis 
ea  que  in  bis  intitulauimus  litteris.  Sicut  imperatoria  dignitas  omnes  in  hoc  mundo  antecedit  honores  cum 
magna  uirtutum  excellentia,  ita  nimirum  necesse  est  ipsius  gesta  cum  maxima  obseruari  diligentia,  ut  non 
sit  quisquam  ubiuis  gentium,  qui  ulla  presumptuosa  temeritate  audeat  regale  infringere  sacramentum. 
HERIMANNVS  igitur  uenerande  memorie  Mimigardefordensis  episcopus,  peracta  edificatione  templi  in  honore 
uidelicet  sanct^  et  perpetue  uirginis  MARIE,  ad  dedicationem  ipsius  ecclesie  domnum  suum  HEINRICVM 
piissimum  ac  inuictissimum  imperatorem  inuitauit,  et  reuerentissima  ut  talem  decuit  uirum  accuratione  cum 
multorum  episcoporum  nee  non  et  principum  nobilium  comitatu  sustentauit.  Sed  predictus  imperator  ob 
premerendam  Dei  omnipotentis  sueque  sacratissime  matris  gratiam,  consentiente  et  coUaudante  regni  sui 
principatu,  eandem  ecclesiam  nobilissimo  dotauit  munere,  eo  sciiicet,  ut  decima  que  in  Frisia  dari  debet 
ex  debito  quod  regium  dicitur,  eidcm  ecclesie  pro  sui  memoria  annuatim  fideli  persoluatur  amministratione. 
Vnde  quidem  sanctorum  patrum  uerissima  difSnitum  est  auctoritate,  hunc  fuisse  reum  maiestatis  illius 
summi  et  eterni  imperatoris,  quicunque  huiusmodi  largitionem  irritam  fecerit,  uel  aliquid  ab  ea  iniuste 
subtraxerit,  ipsumque  indissolubili  obligari  examinatione ,  nisi  digna  resipuerit  emendatione.  Acta  uero  est 
hec  consecratio  et  traditio  anno  dominice  incarnationis  millesimo.  XL.I.  Indictione  Villi.  IIII.  Kai.  Januar, 
regnante  domino  nostro  Ihesu  Christo,  cui  laus  et  gloria  per  cuacta  secula  AMEN. 

Weder  ein  Siegel  noch  eine  andere  äussere  Beglaubigung  ist  vorhanden,  am  untern  Rande  der  Charte  aber  eine  kleine 
Schleife  von  gelbseidenen  Schnuren  angeheftet.    (Vgl.  die  Bemerkung  tu  der  vor.  Urk.) 

CXXXVII. 

Ans  dem  im  Jahre  1533  aufgenommenen  nnd  gerichtlich  beglaubigten  Ropialbuche  der  Kirche  St.  Hauricii  su  Minden. 

In  nomine  patris  et  filii  et  spiritus  sancti.  Bruno  Mindensis  ecclesie  solo  nomine  episcopus,  Dei 
tarnen  gracia  quicquid  est,  successori  suo*cunctisque  suis  successoribus  diuina  ordinatione  futuris,  presentis 
vite  securitatem  et  eteme  beatitudinis  certitudiuem.  Quantum  diuine  seruitutis  obsequiis  antecessorum 
meorum  Studium  semper  fuerit,  vestre  sanctitati  notum  erit,  qui  hac  vita  positi,  omni  qua  potuerunt  deuo- 
tione  solummodo  nitebantur,  ecclesie  sibi  a  Deo  commisse  aliquam  religionis  vtilitatem  conferre,  quatinus 
mundauo  cursu  peracto  noue  resiurectionis  cum  bonis  consortio  et  perpetue  vite  cum  electis  premio 
mererentur  obtinere.  Quorum  ordinis  vicem  cum  ego  quoque  humilimus  et  nullo  merito  sed  sola  Dei 
gracia  susciperem  locum  hunc  quem  pro  salute  sua  vnusquisque  eorundem  et  de  propriis  et  diuinitus  sibi 
collatis  beneficiis  benigne  amplicauerunt  affectu,  ad  exemplum  ipsorum  pro  modulo  meo  adaugere  etiam 


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1043.  409 

postmodom'desideraoiy  sperans  certissime  me  aliquem  eiusdem  vite  fore  participeni,  si  in  diuinis  ministe- 
riis  eorum  actus  aliquatenus  imitari  inciperem.  Ynde  cum  tarn  venerabilium  patrum  strennuos  actus  ex 
integro  coequare  non  possem,  saltem  vt  in  aliquo  amabile  eorum  exemplum  prosequerer,  monasteriis  loci 
huius  que  de  labore  eorum  fundata  et  de  beneuolentie  ipsorum  collatione  postea  sunt  adaucta,  ego  etiam 
queque  Ali  eisdem  contulerant,  meo  tempore  inuiolata  corroboraui,  et  pro  possibilitate  de  propriis  here- 
ditatis  mee  bonis  et  parte  decimarum  quas  extra  vsum  necessarium  seruicii  mei  coUectas  in  potestate 
habere  potui,  ibidem  Deo  famulantium  prandia  augmentaui,  quatinus  eorundem  intercessionibus  largiter 
fretus,  si  de  labore  meo  aliquid  deuotionis  munus  Deo  placabile  inciperem,  ipsi  maiori  animi  fiducia  ofiFerre 
valerem.  Hac  ergo  fiducia  in  solo  spem  habiturus  domino,  hanc  pauperculam  et  adhuc  rudern  ecclesiam 
voto  magis  quam  ex  posse  fundare  cepi  ad  laudem  et  honorem  domini  nostri  Jesu  Christi  eiusdemque 
genitricis  gloriosissime  et  semper  virginis  Marie  et  victoriosissime  sancte  crucis,  sanctique  Michaelis  archan- 
geli  et  totius  celestis  milicie,  sanctique  Petri  nostri  patroni  et  sancti  Gorgofiii  martyris,  et  speciali  sancti 
Mauricii  sociorumque  suorum  commendatam  priuilegio,  et  sanctorum  martirum  Fabiani  et  Sebastiani,  Ci- 
riaci,  Lambefti,  Georgii,  Blasii  venerationi  construendam  destinaui,  pro  salute  videlicet  animarum  eorundem 
antecessorum  meorum  et  cunctorum  subsequentium  communi  prouectu,  et  pro  parentum  meorum  seu  et 
propria  recordatione  id  agens,  et  in  quantum  potui  tum  de  propriis  iuris  hereditarii  bonis  dotaui,  tum  de 
substantie  mee  collectiuis  et  acquisitis  vtilitatibus  augmentaui.  In  qua  uidelicet  deuoUone  si  qua  est  ad 
sanctitatis  vestre  iudicium  confugio,  obsecrans  vos  per  nomen  domini  sanctorumque  simul  quorum  meritis 
hanc  ecclesiam  destinaueram ,  quatinus  sortis  mee  vestreque  conditionis,  qua  omnis  caro  post  mortem  in 
suam  transit  originem,  non  immemores,  bona  que  eidem  ecclesie  contuli,  non.  solum  ad  meam  salutem 
sed  ad  prouectum  vestrum  perpetuo  profutura,  eo  tenore  stabilire  velitis,  vt  si  humane  fragilitatis  impe- 
dientibus  negociis  de  vestra  parte  plura  non  addantur,  saltem  hec  inuiolata  permanere  patiamini,  et  sub 
manu  vestre  potestatis  corroboranda  et  firmanda  preualeant,  quatinus  predictorum  sanctorum  martirum 
interuentu  apud  Christum  subleuati,  pariter  cum  ipsis  eterne  vite  regno  participemini.  Ad  hec,  o  vene- 
rabilis  ordinis  mei  Deo  disponente  successor,  me  indignum  et  peccatorem  specialiter  tue  sanctitati  com- 
mendo,  vt  si  quid  negligentius  circa  preceptum  domini  et  in  commissi  cura  gregis  humane  fragilitatis  tor- 
pore  commiserim,  tue  sanctitatis  apud  dominum  experiar  medicinam,  quatinus  et  post  sortis  tue  terminum 
tibi  succedentium  certius  et  eificacius  persentias  patrocinium,  si  oneris  mei  molestüs  tue  sanctitatis  oratione 
aUquatinus  dignaberis  supponere.  Hec  autem  ex  mea  paruitudine  huic  contuleram  ecclesie.  De  propria 
hereditate  mea  in  Lecha  et  in  Berka  quecumque  ego  uel  mater  mea  possidere  videbamur,  videlicet  tri- 
ginta  et  quattuor  mansos,  excepto  predio  ibidem  posite  familie,  cum  mancipiis  cunctis  ad  eadem  loca 
determinatis,  vno  scilicet  excepto  clerico  meo  cui  nomen  est  Bruno,  aliisque  vtilitatibus,  villis,  areis,  edi- 
ficüs,  agris,  terris  cultis  et  incultis,  viis  et  inuiis,  exitibus  et  reditibus,  quesitis  et  inquirendis,  pratis, 
pascuis,  siluis,  venationibus,  aquis  aquarumue  decursibus,  piscationibus,  molendinis  et  vtilitate  siiue  cuius- 
dam,  in  qua  duas  portiones  habuimus,  et  cum  vtilitate  salis,  nee  non  cum  omnibus  appendiciis  que  dici 
aut  uominari  possunt.  Mundiburdio  eiusdem  ecclesie  tradidimus,  In  AfiForde  decem  mansos  quos  Mein- 
wardus  dedit,  in  Gegonhuson  vnum  mansum  quem  Liutbureh  dedit,  in  Wederbergon  quinque  mansos 
quos  HUdiboldus  frater  noster  dedit.  In  Ridanthorpe  quecunque  Helmburg  sanctimonialis  possidere  vide- 
batur,  queque  ab  ipsa  cum  patroni  sui  traditione  in  proprium  suscepi,  et  ducentis  talentis  comparaui#  In 
Lerbiki  quecunque  Hemuko  frater  noster  in  beneficium  habuiC,  et  mansum  vnum  in  AUerikheshusun  quem 
Abbiko  habuit,  et  sex  mansos  quos  Thiatmarus  Comes  pro  se  et  Widikindo  comite  eidem  ecclesie  tradidit^ 
et  duos  mansos  quos  Abbik  et  Erp  dederunt  in  Aidanthorppe,  et  in  Thumethe  decem  mansos,  etpredium 
quodcumque  Widikindus  Comes  in  Buttingthorppe  habuit,  et  quodcunque  Alfkier  in  Trato  in  beneficium 
habuit. 


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410  1042  —  1043. 


CXXXVIII. 


Cum  iam  fidei  et  ueritatis  regnantibus  pcccatis  rara  usqnam  terranim  habeantur  uestigia,  aequum 
censemus  ea  que  nostra  modcrnitas  utilitatibus  ecciesiarum  Dei  contulerit,  süb  scriptione  determinare 
firmissima,  ui  si  quis  succedentium ,  quod  minas  cupimus,  uesania  instigante,  irritare  disposuerit  modum 
nostrae  tradilionis,  hac  testimoniali  cartula  conuictus,  se  certo  obnoxium  recognoscat  aeterne  ultionis. 
Nouerit  uniuersa  prcsentium  futurorumque  in  Christo  uobis  cara  dilectio,  qualiter  ego  BENNO  Mimigeme- 
fordensis  uicedominus  gratia  Dci  indigcns,  utriusque  uitae  mee  statum  commendare  satagens  Sancte  Dei 
genilricis  presidio,  conductus  assuasu  et  admonitione  pii  patris  nostri  scilicet  RODPERTI  episcopi,  tradidi 
per  manum  aduocati  mei  RODVVARDI  in  ius  et  dominium  eiusdem  sancte  Mariae  quoddam  predium  in 
Walthorpe  situm  Hoanasche  nuncupatum  cum  omnigenarum  adiaccntia  utilitatum,  ut  et  nostrae  caritatis 
memoria  inibi  perpelualiter  scribatur,  et  palrum  nostrorum  episcoporum  HERIMANNI  scilicet  SIGIFRIDI 
dilectio  per  huiusmodi  traditionis  nostrae  intenientum  etema  bcatitudine  felicius  perfruatur.  Vt  autem  no- 
strae traditionis  nulla  sit  dubietas,  quicquid  ibi  possidere  uidebar  integre  modo  tradidimus  donatumque 
esse  uolumus,  cum  mansis  et  mancipiis,  pratis,  pascuis,  piscinis  aquarumque  dccursibus.  Domnus  uero 
episcopus  RODPERTVS  ad  presens  unum  mansum  in  Ihtere  situm  sua  industria  acquisitum  sanct^  Marie 
donauit,  quem  pro  precario  iure,  addito  alio  quodam  sue  proprietatis  manso  in  Risonbeke,  michi  eiusdem 
loci  abbatissa  per  manum  aduocati  sui  LIVPONIS  concessit,  ea  ratione,  ut  quamdiu  aduixero  et  precario 
et  predicte  traditionis  utar  predio,  annisque  singulis  duos  denarios  sancte  Marie  pro  recognitione  traditionis 
habeam  exoluere,  postquam  me  uiam  uniuerse  camis  ingresso  precarium  et  predium  in  usum  redeat  in- 
tegre. Hec  sunt  mancipia  ad  supradictam  traditionem  pertinentia.  Adelword  presbiter.  Volcmar.  Abbaco. 
Tiedo.  Wiuekin.  Rozeia.  Meresuind.  Folcsit.  Betteka.  Benna.  Wcnnikin.  Ecsuit.  Euekin.  Testes  autem  huius 
rei  sunt.  Arnold  prepositus.  HRipo  decanus.  Helmerik  diaconus.  Nithing  diaconus.  Suetger  subdiaconus. 
Heinrik  subdiaconus.  Rothulf  presbiter.  Hereman  miles.  Gisolbraht.  Etzo.  Sigewin.  Engizo  uillicus.  Item  En- 
gezo.  Ricbraht.  Liupraht.  Thiedrik.  Godescalc.  Et  ut  hec  traditio  stabilis  et  inconuulsa  permaneat,  sigillo 
domni  nostri  RODPERTI  iussu  ipsius  insigniuimus. 

Vun  dem  aurgednickteo ,  der  zurückgelasseoen  Spar  ooch,  kreisförmigen  Siegel,  dem  eintigen,  welches  tod  Biscfaor 
Ruodpert  bekannt,  ist  nur  noch  ein  Bruchstück  torbanden,  auf  welchem  ein  TheU  von  dem  Bildnisse  des  Bischofs 
zu  erkennen  ist. 

CXXXIX. 

Aus  dem  gericbtUch  beglaubigten  Kopialbuche  des  Stilles  S.  Maaricii  zu  Minden. 

In  nomine  sancte  et  indiuidue  Trinitatis.  Hinricus  diuina  fauente  dementia  rex.  Si  in  monasteriis 
construendis  Studium  habuerimus  aut  aliis  nostris  fidelibus  idem  volentibus  assensum  prebuerimus,  non 
solum  ad  temporalis  verum  etiam  ad  eterni  regni  commodum  hoc  nobis  profuturum  esse  non  ambigimus. 
Quapropter  notum  sit  omnibus  Christiane  religionis  cultoribus  presentibus  videlicet  et  futuris,  qualiter  Bruno 
Mindensis  episcopus  nos  adiit,  et  monasterium  ex  propriis  hereditatis  sue  bonis,  in  insula  quadam  Wisare 
flumtnis  iuxta  Mindun  posita,  et  sub  potestate  sancti  Petri  apostoli  constituta,  in  honore  sancti  Mauricii 
martiris  sociorumque  eins  et  aliorum  sanctopum,  et  pro  nostri  patris  Chonradi  imperatoris  memoria,  qui 
eundem  pontificali  dignitate  sublimauit,  et  pro  nostra  sospitate  et  regni  nostri  stabilitate,  et  pro  se  suisque 
antecessoribus  siue  successoribus  suisque  etiam  parentibus,  a  nobis  licentiam  construere  impetrauit,  quo 
in  loco  vitam  monachorum  constituere,  eisdemque  abbatem  se  licenter  ordinäre  nos  postulauit.  Et  quia 
vllam  in  hac  re  nouitatem  incipere  vel  nos  aliquid  exiude  postulare  antea  non  presumpsit,  quam  mona- 
steriis suis  que  inuenit  aliquod  supplementum  adderet,  locumque  hunc  sub  nostram  defensionem  suscipere 
^os  rogauit.    Cuius  petitioni  quia  iusta  ac  religiosa  fuerat,  nequaquam  contrarii,  ob  interuentum  videlicet 


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1043-^1044.  411 

familiarium  nostrorum  Hirimanni  Coloniensis  Archiepiscopi  et  Hunfridi  Magdeburgensis  episcopi,  simul  etiam 
cum  consoDSu  ceteronim  nostrorum  fidelium  qui  tunc  temporis  presentes  affuerunt,  prefatum  monasterium 
construere  et  monasticam  vitam  abbatemque  inibi  constituere  illi  permisimus.  Quod  cupi  merito  eius  de- 
sidcrio  permitteremus,  eo  tamen  maiori  fiducia  voto  ipsius  consensimus,  quia  sicut  prediximus  idem  epi- 
scopus  in  primis  sedis  sue  primatem  ecclesiam  fratrumque  suorum  prandium  ibidem  Deo  sanctoque  Petro 
famulantium  de  hereditariis  suis  bonis  benigne  adauxit.  Et  duo  monasteria,  sancte  Marie  videlicet  et  sancti 
Martini,  ab  antecessore  suo  Sigeberto  episcopo  incepta,  iste  alterum  eorundem  quod  est  sancte  Marie  et 
opere  et  consecratioiie  consummauit,  alterum  sancti  Martini  vero  ex  parte  deuote  augmentauerat,  aliaque 
monasteria  que  in  episcopatu  eius  sub  suo  iure  erant,  et  prandia  ibi  Deo  seruientium  fideli  charitate  sup- 
pleuit,  quatinus  votum  suum  in  hoc  quoque  monasterio  eo  maiori  fiducia  postmodum  expedire  posset, 
quo  ecclesiis  suis  quas  inuenit  vtilitatibus  antea  prodesset.  Ad  idem  vero  monasterium  ex  proprio  here- 
ditatis  sue  bonis  siue  et  ex  aliis  quecunque  acquirere  potuit  coUationibus  octoginta  mansos  cum  mancipüs, 
villis,  areis,  edificiis,  agris,  terris  cultis  et  incultis,  viis  et  inuiis,  exitibus  et  reditibus,  quesitis  et  inqui- 
rendis,  pratis,  pascuis,  siluis,  aquis  aquarumue  decursibus,  piscalionibus ,  molendinis  et  vtilitate  siluarum. 
Nee  non  cum  omnibus  appendiciis  que  dict  aut  nominari  possunt,  tradidit  perpetualiter  ibi  permaneuda, 
exceptis  bis  que  vel  ipse  Deo  opitulante  postea  acquirere  poterit,  vel  coUatione  fidelium  huic  prouenire 
possint  ecclesie,  quin  etiam  triginta  mansos  et  octoginta  aratra  decimationum  de  monasterii  sancti  Petri 
bonis  ad  supplementum  eidem  monasterio  condonauit.  Constituit  quoque  vt  per  singulos  annos  in  festiui- 
täte  sancti  Mauricii  eiusdem  sedis  episcopus  cum  fratribus  monasterii  sancti  Petri  ad  supradictum  mona- 
sterium veniat  ac  missarum  solemnia  celebret  ibique  prandendo  charitatem  adimpleat.  Et  si  episcopum 
adesse  aliquid  impediat,  fratres  tamen  ibi  eadem  charitatis  vocalione  conueniaut,  vt  per  hanc  concordiam 
et  dilectionem  in  Dei  seruicio  deuotiores  coadunentur.  Atque  vt  eadem  ecclesia  cum  bonis  suis  nunc  ab- 
ipso  ei  collatis  vel  postmodum  conferendis  ab  eius  successoribus  vel  ab  aliis  magis  secura  consisteret, 
in  mundiburdium  sancti  Petri  et  tuitionem  nostram  et  sub  potestatem  episcopi  loci  illius  coUocauit.  Idcirco 
notum  sit  omnibus,  qualiter  id  ipsum  monasterium  eiusdemque  abbatem  et  fratres  inibi  manentes  sub  nostra 
regali  siue  imperiali  successorumque  nostrorum  tuitione  defendi  volumus,  sie  scilicet  ut  nuUus  eiusdem 
episcopi  successor  potestatem  habeat  bona  eiusdem  monasterii  aliquo  modo  destruere  aut  minuere.  Quace 
si  vel  ille  vel  alius  aliquis  huius  destructor  et  monasterii  bonorumque  suorum  dissipator  vere  sciat,  quia 
abbati  fratribusque  ibidem  Deo  seruientibus  in  nobis  nostrisque  successoribus  certum  est  inde  refugium. 
Et  vt  hoc  nostre  concessionis  preceptum  per  omne  tempus  stabile  permaneat  et  inconuulsum,  hanc  pagi- 
nam  inde  conscriptam  subtusque  manu  propria  corroboratam  sigilli  nostri  impressione  iussimus  insigniri. 
Datum  decimo  kalendas  Februarii,  anno  dominice  incarnationis  millesimo  quadragesimo  tercio,  Indictione 
vndecima,  Anno  autem  dni.  Hinrici  ordinationis  XV.  Regni  vero  quarto.  Actum  Goslare  in  Dei  nomine 
feliciter  Amen.    Adelgerus  Cancellarius  vice  Bardonis  Archicapellani  recognouit 

CXL. 

v>'»  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  diuina  fauente  dementia  rex.  Si  regiae  übe- 
ralitatis  munificentia  locis  Deo  dicatis  quiddam  conferimus,  ||  et  ad  temporalem  uitam  et  aeternam  nobis 
profuturum  esse  liquide  confidimus.  Quapropter  omnium  Christi  nostrique  fideUum  tam  futurorum  quam 
presentium  soUercia  nouerit,  qualiter  nos  precipue  pro  amore  diuino  et  animae  nostrae  remedio,  tum  ob 
interuentum  dilectae  contectalis  nostrae  AGNETIS  reginae,  quasdam  res  ab  antecessoribus  nostris  regibus 
uel  imperatoribus  monasterio  Heriuordensi  in  honorem  sanctae  Dei  genitricis  perpetuae  uirginis  MARIAE 
constructo,  et  beatae  BOSINNE  corporaliter  inibi  quiescenti,  duas  scilicet  curtes  OVERANBERH  et  LIVT- 
WINESDORF,  in  usum  sanctimonialium  Deo  ibidem  famulantium  datas,  nostrae  auctoritatis  renouare  scri- 
ptis  et  confirmare  uoluimus,  sitas  in  pago  Anger esgauwe  et  in  comitatu  WIIECHINDI  comitis,  cum  omnir 


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412  1044^1047. 

bus  suis  appendiciis,  hoc  est  utriusque  sexus  mancipiis,  areis,  aedificiis,  terris  ciüiis  et  incultis,  pratis» 
pascuis,  aquis  aquanimque  decursibus,  molis,  molendinis,  piscationibas,  siluis,  uenationibus,  exitibus  et 
reditibus,  uüs  et  inuiis,  quaesitis  et  inquirendis,  cum  omni  utilitate  quae  uUo  modo  inde  poterit  prouenire. 
Ea  uidelicet  ratione,  ut  predicta  loca  in  usum  sauctimonialium  inibi  onmium  remota  contradictione  perpe- 
tualiter  teneantur,  nuUi  in  beneficium  prestanda.  Illud  etiam  cum  antecessorum  nostrorum  traditione  et 
astipülatione  benigne  concedimus  et  confirmamus,  ut  sanctimoniales  inibi  Deo  famulantes  arbitrium  et  po- 
testatem  habeant  eligendi  abbatissam,  cum  quaelibet  earum  locum  morte  intercidente  mutauerit,  et  ut 
nulla  iudiciaria  persona  in  bis  quae  eandem  ecclesiam  continere  uideatur,  uel  exactor,  uel  publicus  iadex 
causas  agere  uel  freda  exigere,  seu  ad  mansiones  uel  ad  quodlibet  ministerium  compellere  presumat,  nisi 
aduocatus  quem  eiusdem  loci  elegerit  abbatissa,  locorum  quidem  herum  homines  a  coeterorum  omniom 
districtu  sint  liberi.  Et  ut  haec  regiae  nostrae  traditionis  et  confirmationis  auctoritas  stabilis  et  inconuulsa 
onuii  aeuo  permaneat,  hanc  cartam  inde  conscriptam  manu  propria  ut  infra  uidetur  corroborantes  sigilli 
nostri  iussimus  inpressione  signiri. 

Signum  domni  Heinrici  tercii  (L.  M.)  regis  inuiclissimi,  f  CR.  -• 

t 
Theodericus  cancellarius  uice  Bardoms  archicanceUarii  recognouit. 

Data  VII.  Kai.  Oct.  Anno  dominicae  incarnationis  M^.  XL.  IUI.  Indictione  XII.  Anno  autem  domni  Hein- 
rici tercii  ordinationis  eins  XVII.  regni  uero  VI.  actum  Aquisgrani  in  Dei  nomine  feliciter  AMEN. 

Das  Siegel  ist  serstört. 

CXLI. 

v>(*  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  diuina  fauente  dementia  Romanorum  Imperator 
augustus.  II  Nouerint  omnes  fideles  nostri  tarn  futuri  quam  presentes,  qualiter  nos  ob  diuinum  amorem  et 
ob  remedium  anime  nostre  ac  fidelis  nostri  Adalhardi,  ad  ecclesiam  sanctae  Dei  genitricis  MARIAE  semper 
uirginis,  et  saucti  Kiliani  martiris  sanctique  Liborii  confessoris  et  sancte  Brigide  uirginis,  in  elemosinam 
fratrum  inibi  Deo  sub  canonica  regula  seruientium,  tale  predtum  quäle  nos  habuimus  in  Euerschutte  dicto 
in  pago  HESSI,  in  comitatu  Bennonis  comitis,  cum  omnibus  ad  idem  pertmentibus,  scilicet  areis,  manci- 
piis  utriusque  sexus,  edificiis,  agris,  terris  cultis  et  incultis,  pascuis,  campis,  sUnis,  uenationibus,  aquis 
aquarumue  decursibus,  piscationibus,  molis,  molendinis,  uiis  et  inuiis,  exitibus  et  reditibus,  quesitis  et 
inquirendis,  seu  cum  omni  utilitate  que  uUo  modo  inde  prouenire  poterit,  per  hoc  nostrum  imperiale  pre> 
ceptum  in  proprium  concessimus  atque  condonauimus ,  et  iUuc  perpetualiter  existendum  tradidimus,  eo 
quoque  tenore  ut  nuUus  rex,  dux,  comes,  uel  ulla  alia  magna  paruaque  persona  id  ipsum  inde  alienare 
uel  auferre  presumat.  Si  quis  autem  huius  nostrae  kartae  temerarius  uiolator  extiterit,  diuinae  senteutiae 
periculum  incurrat,  et  in  die  iudicii  inde  reddere  se  sciat.  Et  ut  haec  nostrae  traditionis  auctoritas  sta- 
bilis et  inconuulsa  omni  tempore  permaneat,  Hanc  kartam  inde  conscriptam  subtusque  manu  propria  cor- 
roboratam,  sigilli  nostri  impressione  iussimus  insigniri. 

Signum  domni  Heinrici  inuictissimi  Romanorum  imperatoris  (L.  M.)  augusti. 
Hartuuicus  cancellarius  uice  Bardonis  archiepiscopi  et  archicanceUarii  recognoui. 

Data  nil.  Non.  SEPT.  anno  dominice  incarnationis  M.XLVII.  Indictione  XV.  anno  autem  donmi  Hein- 
rici tercii  ordinationis  eins  XNW?.  regnantis  Villi**,  imperantis  F.  Actum  in  SOSAEI  feliciter  AMEN. 

Das  aurgedruckte  Siegel  seigt  den  Kaiser  auf  einem  Stuhle  sitzend,  in  der  rechten  emporgehobenen  Hand  den  Reichs- 
apfel mit  einem  grossen  Kreuxe,  in  der  linken  einen  langen  Stab  mit  grossem  rändern  Knopfe  haltend ;  mit  der  Um- 
schrift: Heinricus  Di.  Gra.  Romano^.  Imper.  Aug.  f. 


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1048  —  1052.  413 

CXLII. 

In  nomine  saucte  et  indiaidof  Trinitatis.  Rotho  Dei  gratia  Patherbninnensis  ecclesie  episcopns.  ||  Quia 
saluatore  nostro  attesiante,  qui  recipit  prophetam  in  nomine  prophete,  seu  justum  in  nomine  justi,  merce- 
dem  prophete'  uel  justi  accipiet,  expedit  onmibus  fidelibus  obtemperare  monitissalutaribus,  rebusque  trans- 
itoriis  acquirere  sibi  requiem  celestis  mansionis.  Ynde  nouerint  omnes  fideles  Christi  tarn  presentes  quam 
fuluri,  qualiter  nos  diuini  amoris  instinctu,  pro  remedio  anime  nostre  predecessorisque  nostri  venerabilis 
domni  Meinwerci  episcopi,  monasterio  ab  ipso  in  saburbio  huius  nostre  sedis  in  honore  Sancte  Dei  geni- 
tricis  MARIE  perpetue  uirginis,  Sanctorumque  Apostolorum  PETRI  et  PAVLI  constructo,  cui  Wolfgangus 
venerabilis  abbas  preest,  territorium  quoddam  in  Folcbettinchuson  ad  amminiculum  probende  fratrum  con- 
Uilimus,  quod  cum  omnibus  suis  appenditiis  viginti  marcis  a  quodam  libero  homine  Bernhardo  nomine 
suisque  heredibus  legaliter  proprietario  jure  acquisiuimus.  Dedimus  preter  hec  locum  salis  in  Yflon,  uas 
argenteum,  de  decimis  episcopii  nostri  in  Wilgodessun  triginta  solidos  singulis  in  posterum  annjs,  de  qui- 
bus  continuum  lumen  ad  sepulchrum  predicti  domni  Meinwerci  episcopi  prouideatur  et  in  anniuersario  de- 
positionis  eins  et  nostro  fratribus  in  refectorio  karitas  in  nosti*e  commcmorationis  memoriam  amministretur. 
Hoc  Deo  sanctisque  eius  tali  tenore  ut  predictum  est  deuota  mente  oblata,  banni  nostri  auctoritate  confir- 
mauimus ,  per  terribile  nomen  Dei  qui  judicaturus  est  uiuos  et  mortuos  et  seculum  per  ignem  contestantes, 
ut  nulla  persona  magna  uel  parua,  domestica  uel  extranea,  conjtra  huius  rei  seriem  uenire  agereue  pre- 
sumens,  prefati  monasterii  fratribus  quamlibet  injuriam  uel  molcstiam  inferat.  Quod  si  quis  presumptuose 
atteraptaucrit,  damnationem  et  ultionem  inuasoribus  ecclesiarum  predestinatam  a  Deo  incurrat,  et  cum 
diabolo  et  angelis  eins  sempitem^  maledictioni,  nisi  resipuerit,  subiaceat.  Vt  ergo  tarn  predictarum  rerum 
oblatio»  quam  nostri  episcopalis  banni  confirmatio  ueraciter  credatur,  stabilisque  et  inconuulsa  omni  tem- 
pore habeatur)  paginam  hanc  in  testimonium  ueritatis  conscribi  jussimus,  et  eam  impressione  sigilli  nostri 
signauimus.  Huius  rei  testes  sunt  tam  canonici  quam  Monachi  nostr^  ciuitatis.  Laici  uero.  Erp  comes.  Esic. 
Heinric  comes.  Eppa.  Eckiliard.  Thiederic.  Engilmer.  Athalbald.  Heriman.  Godika.  Hunald.  Godefrid.  Warmon. 
Iba.  Ethelric.  Ezilin.  Ynumer.  Tiaza.  Wicman.  Wicker.  Azaka.  Tiaza.  Eiza.  Hiza.  Liuza.  Eika.  Gela.  Sicca. 
Tiemma.  Ezika.  Ynuka.  Ennika.  Benuika.  Emmica.  Azaka.  Item  Azaka.  Willika.  Alabrant.  Gerald.  Becelin. 
Ebbika.  Esic.  Tiezeliu.  Helmier.  Bernheri.  Wirinbrath.  Gezelin. 

Data  Patherbrunnon.  Y.  Id.  April.  Anno  ab  incamatione  Domini  M.XLYIII.  Indictione  I.  Regnante  rege 
HEIXRICO  tercio. 

Von  dem  anrgedruckten  Siegel  sind  nur  noch  Sparen  Torbanden« 

CXLIII. 

In  nomine  sancte  et  indiuidu^  Trinitatis.  Immadus  Dei  gratia  Patherbninnensis  ecclesie  humilis  mi- 
nister. II  Officii  nostri  est  et  desiderii,  paci  ecclesiarum  nobis  commissarum  inuigilare,  et  earum  utilitatibus 
in  futurum  Dei  cooperante  adiutorio  paterna  sollicitudine  prouidere.  Ynde  nouerint  omnes  fideles  Christi 
tam  presentes  quam  futuri,  qualiter  domnus  Wolfgangus  uonerabilis  nostr^  ciuitatis  abbas  iugi  uigilautia 
sie  subditorum  profectibus  prospiciens»  ut  internorum  curam  in  exteriorum  occupatione  non  minuat,  exte- 
rorumque  prouidentiam  in  internorum  sollicitudme  non  relinquat,  fratern^  unanimitatis  consensu  et  consilio, 
prcdium  quoddam  in  Sturibrock,  a  quodam  uiro  Ricberto  nomine  suisque  legitimis  heredibus  in  comitatu 
Erponis  comitis  legali  iure  triginta  marcis  acquisiuit,  quod  pro  spe  salutis  sue  et  incolumitatis  augmento 
communis  utüitatis  rebus  monasterii  cui  hactenus  laudabiliter  prefuit,  utiliter  adiecit,  cuius  suorumque  fra- 
trum supplici  rogatu,  tum  etiam  dilecti  nobis  auunculi  nostri  domni  Meinwerci  uenerabilis  episcopi  ipsius 
ecclesie  fundatoris  intuitu,  ipsum  predium  cum  omnibus  suis  appendiciis,  hoc  est  utriosque  sexus  mancipiis, 

Cod.  dipl.  hUt.  Westfal.  15 

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\j00gle 


4U  1053. 

terris  cultis  et  incultis,  pratis,  pascuis,  siluis,  uiis  et  inaiis,  ceterisque  rebus  que  in  eo  sunt  uel  deinceps 
fieri  possunt,  nostra  pontificali  auctoritate  confirmauimus,  et  omnem  hominem  qui  contra  huius  rei  tenorein 
uenire  agereue  temptauerit,  anathematis  innodari  uinculo  quoadusque  resipiscat  censuimus.  Yt  autem  hoc 
nostr^  pontificalis  confirmationis  auctoritas  stabilis  et  inconuulsa  a  generatione  in  generationem  iugiter  per- 
maneat,  banc  paginam  conscribi  et  sigilli  nostri  impressione  signari,  testesque  qui  affuerunt  fecimus  assi- 
gnari.  Sunt  autenä  hi.  Erp  comes.  Heremannus  tribunus.  Godica.  liamma.  Azala.  Gela.  Eiza.  Meinza.  Eica. 
Azaka.  Thiaza.  Poppo.  Waza.  Afric.  Esic.  Waidric.  Godefrid.  Hunald.  Ezelin.  Yolckerd.  Vnumer.  Godescaic. 
Eza.  Ebbica.  Wicman.  Sibal.  Wigunc.  Germer.  Hager.  Becelin.  Liudric.  Thiethard.  Heimdach.  Hunald  iunior. 
Waidric.  Actum  Patherbrunnon  111.  Non.  Febr.  Anno  ab  incarnatione  Domini  M.Lil.  Anno  autem  domni 
Heinrici  tercii  regis,  imperatoris  autem  secundi,  ordinatiouis  eins  uigesimo  quarto,  Regni  quidem  XUI>n<». 
Imperii  uero  V.  Episcopatus  autem  nostri  primo. 

Dm  aufgedrackU»  kreisförmige  Siegel  zeigt  daa  vorwärU  fehende  firostbild  des  Bischofs,  mit  entblömlem  Haapte,  in  der 
rechten  Hand  den  Bischofsstab,  in  der  linken  ein  geschlossenes  Buch  haltend;  mit  der  Umschrift:  Immad.  Gra.  Di. 
Paderbron.  Ep-s.  f. 

CXLIV. 

Nouerint  omnes  tarn  futuri  quam  presentes,  qualiter  Sicco  quicquid  proprietatis  in  Nauilgowe  in  uilla 
Ruoleichesdorf  uel  Builo  in  comitatu  Herimanni  ex  dono  Conradi  imperatoris  possedit,  sancte  ecclcsi^  Pa- 
terbrunnensi  iure  Francorura,  concedente  et  simul  tradente  uxore  sua  Azelon,  cui  idem  Sicco  predium  hoc 
in  dotem  dederat»  in  proprium  tradidit  et  Icgauit,  ea  uidelicet  ratione  ut  sibi  ad  exitum  uite  sue  in  pre- 
caria  sine  seruitio  Y.  libre  in  decimationibus  et  XV.  in  debitis  litarum  uectigalibus  concederentur,  uxori 
uero  ipsius,  si  forte  post  mortem  eius  superstes  foret,  tantum  Y.  ille  decimarum  libre  ad  obitum  uite  sue 
prcstarentur.  Quibus  utrisquc  defunctis  episcopus  sua  reciperet,  et  quod  sibi  placuerit  inde  disponeret 
Ad  hoc  idem  Sicco  feras  IUI.  in  foresto  Reingereshusun  singulis  annis  concedi  postulauit,  que  omnia  uene- 
rabilis  IMMAD YS  episcopus  concessit,  laudauit,  et  manuscripto  confirmauit.  Si  uero  dominus  Immadus 
episcopus  uel  successorum  eius  quisquam  pactum  hoc  infregerit,  Sicco  liberam  habeat  potestatem  sua 
recipiendi  et  quod  uoluerit  inde  faciendi.  Huius  rei  testes  sunt,  tam  clerici  quam  laici,  tam  nobiles  quam 
ignobiles.  Winbrat.  Adelo.  Thiattoduard.  Gerold.  Hezo.  Thiederic.  Bernhard.  Wulfer. 

Ein  Siegel  scheint  nicht  vorhanden  gewesen  au  sein. 

CXLV. 

Notum  sit  Omnibus  tam  futuris  quam  presentibus,  qualiter  Wirinbertus,  cum  consensu  et  laude  filii 
et  iustissimi  heredis  sui  Bouonis,  duo  curtilia  in  pago  Thictmelli  et  in  uilla  Aldenthorpo,  et  XL.  iugera 
et  X.  iugera  in  Remikenhusun  et  insuper  medietatem  cuiusdam  siluul^  in  Bennenberge,  sancte  Patherbrun- 
nensi  ecclesie  et  domino  ac  uenerabili  IMMADO  eiusdem  sedis  episcopo  in  proprium  tradidit,  legauit,  con- 
cessit.  Ea  uidelicet  ratione  ut  prefatus  episcopus  I.  Tres  uillas.  Odisthorp.  Lauenhusun.  Thesperi.  ad 
ecclesiam  que  in  Odisthorpe  sita  et  consecrata  est  terminaret,  et  terminationem  episcopali  banno  firmaret. 
Quod  ut  firmius  ac  magis  ratum  inconuulsumque  permaneat,  idem  Wirinbertus  ecclesie  que  est  in  Liuithi, 
et  Widikindo  presbytero,  de  cuius  parrochia  tres  prefate  uiU^  sumpto  sunt,  ipso  annuente  et  conlaudante. 
unum  mansum  in  Ubbcnbrocke  in  proprium  tradidit  ac  donauit  Quod  si  prefatus  episcopus  I.  uel  aliquis 
successorum  eius  terminationem  haue  infringere,  et  predictas  uiilas  auferre  uoluerit,  liberam  habeat  pote- 
statem Y^irinbertus  uel  heres  eius  sua  recipidiendi  et  quod  uoluerit  inde  faciendi.  Hi  sunt  testes.  Bern- 
hard. Ibo.  Benno.  Bernhard.  Wiribraht  Thiammo.  Wirinzo.  Bescelin.  Acelin  Brunig.  Uocil.  Ermundag.  Ekbraht 

Ein  Siegel  scheint  nicht  vorhanden  gewesen  an  sein. 


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1093  — lOSS.  4/|5 

CXLVI. 

Avw  dem  Paderbornuchea  Kopialbuche. 

In  nomine  sancte  et  indiuidne  Trinitatis.  Nouerint  omnes  tarn  futuri  quam  presentes,  qualiter  Asculff 
cum  consensu  et  laude  fratrum  suorum  Burghardi,  Fretherici,  iustissimorum  heredum  quicquid  proprietatis 
in  pago  Rittiga  et  in  uilla  Ascoluingerothe  in  comitatu  Theoderici  coraitis  heredilario  iure  possedit,  sancte 
Patherbrunnensi  ecclesie  in  proprium  tradidit,  legauit,  concessit,  in  agris  cultis  et  incultis,  siluis,  pratis, 
pascuis,  aquis  aquarumue  decursibus^  piscationibus,  molis,  molendinis,  quesitis  et  inquirendis,  exitibus  et 
reditibus,  et  omnibus  iure  ibi  periinentibus ,  ea  uidelicet  ratione,  ut  unum  foreuuerc  in  Daslingerothe  cum 
Omnibus  suis  appendiciis  et  insuper  VI.  lile  concedantur  ei  in  precariam  ad  exilum  uite  sue,  et  pro  ipsius 
scruicio  libra  denariorum  detur  ei  omni  anno,  conlaudante  et  corroborante  hoc  domno  et  uenerabili  Im- 
mado  eiusdem  sedis  episcopo.  Si  uero  aliquis  uenturus  episcopus  constitutum  hoc  infringere  et  concessa 
sibi  tollere  uoluerit,  liberam  habeat  potestatem  Ascolf  sua  recipiendi  et  quod  libitum  ei  fuerit  inde  fa- 
ciendi. Huius  rei  testes  sunt.  Ekkibraht.  Fretheric.  Reinold.  Oddo.  Helmdag.  Cono.  Ekbraht.  Ricuual.  Hoico. 
Aluolf.  Iciko.  Sibraht.  Azo.  Ascolf.  Reinmar.  Reinmar.  Meingrim.  Hozico.  Erpo.  Heio.  Thammo.  Thiathard. 
Hamaca.  Yneca.  Athelbarn. 

CXLVII. 

Aus  eiaem  Kopialbuche  des  MartinUStins. 

Ego  Egilbertus  Dei  gratia  Mindensis  episcopus.  In  nomine  Domini  nostri  Jesu  Christi  aecciesiae  sancti 
Martini  ad  prebendam  fratrum,  Almagehuson,  Bodinga  burstal,  quae  acquisieram  ab  quadam  matrona  cui 
nomen  Helmburch,  in  Adelberinghuson  cpioque  tale  predium  qualecumque  mihi  dederat  Godefridus  filius 
Bardonis  comitis,  et  decimationem  in  eodem  loco.  Insuper  unam  decimacionem  in  Yanredere  XXX.  soli* 
dorum,  et  unum  moleudinum  Mindae.  Ex  hiis  constitui  singulis  diebus  unicuique  fratrum  album  panem 
dari  trium  librarum  pondere,  quibus  non  dabatur  prius  nisi  dominicis  et  paucis  festis  diebus.  Dedi  quo- 
que  duo  aratra  in  Egisbergun  ad  concinnandum  lumen  in  dormitorio  fratrum  quod  prius  non  habebant 
Insuper  dedi  sancto  Martine  predium  in  ManninchufTen,  quod  antecessores  mei  ab  quadam  matrona  Hizuka 
tribus  decimationibus  precariando  acquisierant,  et  uuam  decimationem  Lutteron.  Preterea  cum  consensu 
et  collaudatione  clericorum  et  laicorum  bannum  super  ciuitatem  Mindam,  ad  aedificandum  et  meliorandum 
claustrum,  ad  preposituram  sancti  Martini  perpetualiter  constitui.  Ego  Egilbertus  Mindensis  episcopus  haec 
propria  manu  scripsi,  et  ut  sciatur  eum  esse  inbannitum,  quicumque  ex  hiis  donationibus  minimam  partem 
usurpauerit,  tam  futuris  quam  presentibus,  sigilii  officio  assignaui. 

Ego  Egilbertus  Mindensis  episcopus  haec  propria  manu  scripsi  et  sigillaui. 

CXLVIII. 

In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Egilbertus  humillimus  Mindensis  aecciesiae  Deo  annuente 
episcopus.  II  Omnibus  suis  successoribus  diuina  ordinatione  futuris  post  huius  uitae  longitudinem  aetemam 
beatitudinem.  Quam  uana  et  quam  instabilis  huius  mundi  gloria  sit  omnibus  quae  uelut  umbra  pertransit» 
cuius  memoria  amplius  nulla  erit,  beatae  memoriae  antecessor  meus,  huius  Mindensis  sedis  antistes  Bruno, 
rite  pertractans»  quicquit  de  propriis  hereditario  iure  sibi  successis,  et  de  eiusdem  sibi  commissae  aeccie- 
siae beneficiis  extra  usum  necessarium  habere  potuit,  ibidem  Deo  famulantium  ad  sustentationem ,  pro 
Chonradi  imperatoris  memoria,  suique  filii  Heinrici  tercii  regis  sospitate,  et  regni  eiusdem  stabilitate,  nee 
non  pro  se  suorumque  antecessorum  et  cunctorum  se  posi  subsequentium,  seu  pro  omnium  fidetium  tam 

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116  1055  —  1059. 

defunctonim  quam  uiuentium  requie  fideliter  contulit,  quatinus  pro  his  transitoriis  aeterna  beatitudine  per- 
fnii  mererentur  in  caelis.  Huius  pie  deuotionis  conceptum  diuinae  miserationis  indeficiens  dementia,  quae 
semper  quod  bonum  est  inspirando  praeuenit,  dedit  etiam  perficere,  quod  se  inspirando  excogitauit  Loci 
igitur  eiusdem  monasteria  quae  antecessorum  suorum  industria  inuenit  constructa  et  iusta  eoram  collatione 
adaucta  non  solum  mihi  sua  soUicitudine  reliquid  inuiolata,  sed  de  propriis  hereditatis  suae  bonis  satis 
ample  et  magnifice  in  prandiis  fratrum  et  sororum  ibidem  in  Dei  seruitio  manentium  augmentata.  His 
uirtutum  gradibus  predictus  Dei  famulus  ad  alta  proficiscens,  coepit  in  insula  quadam  Wisarae  fluminis 
iuxta  Mindon  posita  aecclesiam  fundare  ad  laudem  et  honorem  doinini  nostri  Jesu  Christi  sanctique  Petri 
patroni  nostri  et  sancti  Gorgonii  martiris,  et  speciali  sancti  MAVRITII  sociorumque  suorum  commendatam 
priuilegio,  in  qua  religiöses  monachos  congregauit,  quatinus  in  sancto  proposito  tanto  liberius  ibidem 
Deo  seruirent,  quatinus  a  secularibus  longius  distarent.  Verum  haec  in  Deo  rite  administrata,  uti  per 
omne  tempus  inconuulsa  permaneant,  sapienti  usus  consilio  sub  tuitionem  Heinrici  inperatoris  suorumqoe 
successorum  in  perpetuum  defendendam  ipsam  aecclesiam  cbUocauit.  Huius  uenerabilis  patris  tarn  egrcgia 
facta  quotiens  ego  indignus  et  omnium  minimus  mecum  reuoluo,  illius  uicem  suscepisse  ualde  erubesco, 
qui  in  nuUo  opere  actus  eius  prosequi  ualeo.  Sed  haec  mihi  sepius  cogitanti  occurrit  illa  sancta  uidua, 
quae  pro  duobus  minutis  recepta  est  iu  aeterna  tabernacula ,  et  quod  prius  paniitas  mihi  hereditatis  ne- 
gauit,  bona  uoluntas  postmodum  habundanter  subministrauit.  Tradidi  uero  ad  idem  monasterium  quod 
Bruno  antecessor  meus  construxit,  ex  his  quae  ad  ins  meum  proprie  pertinebant,  nee  quisquam  mihi  con- 
tradicere  habebat,  LVI.  mansos  et  XXVIIU.  mancipia  utriusque  sexus.  In  RETERESTHORPE  per  singulos 
annos  II.  carrata  uini.  In  Lindungou  HI.  mansos.  In  WETBERGA  III.  mansos.  In  AMANHVSON  X.  mansos 
cum  V.  mancipiis.    In  HEVERICSTIDE  III.  mansos    cum  IUI.  mancipiis.    In  HVMENHEIM  X.  mansos  cum 

I.  prato,  et  cum  V.  mancipiis.  In  WEHCBIKAE  XIIII.  mansos  cum  X.  mancipiis  et  I.  molendinum.  In  ALES- 
BIKE  Vlin.  mansos.  Et  decimacionera  in  VALETHORPE,  et  in  VNHVSON,  et  in  HOLTHVSON,  et  in  HIL- 
DINESFELDA  decimalionem  trium  aratrorum.    In  HOLTHVSON  U.  mansos  et  l  mancipium.    In  OTHERON 

II.  mansos  et  V.  mancipia.  In  WICBOLESSON  H.  mansos.  In  HATDISSON  II.  mansos.  In  PAPINGOHVSON 
I.  mansum  et  I.  aream.  In  DIDINGOHVSON  I.  mansum  et  I.  aream.  Et  aream  I.  in  ipsa  ripa  fluminis  Wi-^ 
sarae  iuxta  Scalcaburg  ad  acquirenda  ligna  in  silua  uicina.  Et  hortum  I.  in  Mindon  iuxta  curtim  episco- 
palem.  Haec  pro  nostra  mediocritate  huic  contuUmus  aecciesiae,  et  uti  perpetualiter  inuiolata  et  incon- 
uulsa permaneant,  ex  auctoritate  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis  et  principiaii  potestate  beati  Petri  apo- 
stoli,  cuius  vicem  ego  indignus  gero,  quisquis  ea  infregerit  aut  ulla  fraude  minuerit,  nisi  cum  satisfactione 
redeat,  in  perpetuum  excommunico,  nee  sit  ei  pars  in  terra  uiuentium,  sed  corpore  et  anima  descendat 
in  infernum. 

Das  Siegel  hi  ferloren  gegangen« 

CXLIX. 

y^*    In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  diuina  fauente  dementia  rex.  |I 

Nouerint  omnes  Christi  nostrique  fideles  tam  futuri  quam  presentes«  qualiter  antecessor  noster  et  • 
amabilis  pater  dignissimae  memoriae  Heinricus  tercius  rex  et  secundus  imperator  augustus  predium  quod> 
dam  dedit  in  concambium  sanctae  Patherbrunnensis  aecciesiae  uenerabili  episcopo  Rodolfo  pro  uno  foresto 
Reginherishusun  dicto  eidem  aecciesiae  pertinenti.  Et  hoc  concambium  quamdiu  uterque  uixit  tamdiu 
ratum  permansit.  Sed  post  patris  nostri  semper  lamentandum  obitum  nos  pro  animae  illius  aeterna  re- 
quie et  per  interuentum  dilectissimae  matris  nostrae  Agnetis  imperatricis  augustae,  nee  non  ob  deuotum 
ac  fidele  seruicium  Immadi  prefatae  aecciesiae  post  Rodolfum  digni  presulis,  forestum  reddidimus,  atque 
ad  altare  sanctae  Mariae  matris  Domini,  et  sancti  Kiliani  martyris  sanctique  Liborii  confessoris  ipsum  pre- 
dium scilicet  curtim  unam  domiiiicalem  Puningun  dictam  cum  tribus  minoribus,  Sumerseli,  Bettesdorf, 
lulinbichi,  quae  uulgo  dicuntur  Forauuerch,  cum  uiginti  Septem  mansis  ad  easdem  curtes  pertinentes,  in 

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1059.  417 

pagis  Weslnalun  et  Treine  situm  et  in  comitatibus  Bernhardi  ducis  et  Rotgeri  atqae  Bernhardi  comitum, 
cum  Omnibus  suis  appendiciis,  hoc  est  utriusque  sexus  maneipiis,  areis,  aedificiis,  terris  cultis  et  incultis, 
agris,  pratis,  pascuis,  campis,  siluis,  uenationibus,  aquis  aquarumque  decursibus,  piscationibus,  molis, 
molendinis,  exitibus  et  reditibus,  uüs  et  inuiis,  quesitis  et  inquirendis,  et  cum  omni  Jure  et  ulilitate  quae 
ullo  modo  inde  potent  prouenire,  in  proprium  dedimus  atque  tradidimus»  Ea  scilicet  ratione  ut  iam  dictus 
Immadus  Patherbrunnensis  sedis  uenerabilis  antistes  suique  successores  de  prenominato  predto  liberam  dein- 
ceps  potestatem  habeant  tenendi,  commutandi,  precariandi,  uel  quicquid  sibimet  tantum  in  usum  aecciesiae 
placuerit  inde  faciendi.  Et  ut  haec  nostra  regalis  traditio  stabilis  et  inconuulsa  omni  permancat  aeuo, 
hanc  cartam  inde  conscriptam  manu  propria  corroborantes  sigilli  nostri  impressione  ut  subtus  cernitur 
iussimus  insigniri. 

Signum  domni  Heinrici  quarti  regis.  (L.  M.) 

Gebehardus  canceUarius  uice  Liutpoldi  archicappellani  recognoui. 

Data  est  YII.  Id.  Apr.  Anno  dominicae  incamationis  M.  L.  YIUI.  Indictione  XII.  Anno  autem  ordinationis 
donmi  Heinrici  quarti  regis  Y.  regni  uero  III.  Actum  apud  Traiectum  in  Dei  nomine  feliciter  Amen. 

Du  Siegel,  welches  oeben  dem  Monogramm  aurgednickt  war,  ist  terloren  gegangen. 

CL. 

Original  im  Besitz  des  Bibliothekars  Moojer  in  Minden. 

v><*  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  diuina  fauente  dementia  rex.  ||  Omnibus 
Christi  nostrique  fidelibus  tam  futuris  quam  prcsentibus  notum  esse  uolumus»  qualiter  Egilbertus  episcopus 
sanctae  Mindonensis  aecciesiae  in  honore  sancti  Petri  apostolorum  principis  constructae  in  nostram  attulit 
prcsentiam  piissimi  nostri  genitoris  Heinrici  imperatoris  augusti  ceterorumque  antecessorum  nostrorum  regum 
uel  imperatorum  scripta,  in  quibus  continebatur,  qualiter  ipsius  prefatae  aecciesiae  res  cum  omnibus  in 
ipsis  rebus  consistentibus  in  illorum  receperunt  mundiburdium  ac  defensionenl,  precatusque  est  serenitatem 
nostram,  ut  hoc  ipsum  a  nostre  imperialis  potestatis  conseiisu  fieri  non  recusaremus.  Nos  autem  ob  amo- 
rem  Dei  nostreque  animae  remedium  nee  non  pro  regnorum  nostrorum  stabilitate,  predecessorum  nostro- 
rum et  paternos  mores  sequentes  et  eius  benignitati  assentientes,  ita  fieri  decreuimus,  precipientes  ut 
nuUus  iudex  publicus  uel  quilibet  ex  iudiciaria  potestate  in  aecclesias  aut  loca  uel  agros  seu  reliquas  pos- 
sessiones  iam  dictae  aecciesiae,  quas  nunc  infra  ditionem  regni  nostri  legibus  possidet  uel  quae  deinceps 
in  iura  eius  diuina  pietas  uoluerit  augeri,  ad  causas  audiendas,  uel  freda  exigenda,  mausiones  uel  paradas 
faciendas,  aut  fideiussores  tollendos,  aut  homines  ipsius  aecciesiae,  francos  liberos  et  aecclesiasticos  litones 
maalman  uel  seruos  cuiuslibet  conditionis  seu  colonos  contra  rationem  distriugendos,  nee  uUas  redibitiones 
uel  inlicitas  occasiones  requirendas  ullo  unquam  tempore  ingredi  audeat,  aut  bannum  siue  heribannum 
seu  ea  quae  supra  memorata  sunt  ab  Ulis  penitus  exigere  presumat.  Hominibus  quoque  eidem  aecciesiae 
famulantibus  predictum  mundiburdium  constituimus,  ut  etiam  coram  nulla  iudiciaria  potestate  examinentur, 
nisi  coram  episcopo  et  aduocatis  eius,  quos  eiusdem  aecciesiae  episcopus  elegerit.  Insuper  etiam  bannum 
nostrum  et  monetam  teloneumque  siue  macellum  publicum  ibi  constmi  licere,  et  quicquid  ad  nostram 
potestatem  pertinere  uidebatur,  eidem  aecciesiae  donauimus,  quicquid  uero  fiscus  exinde  sperare  potuerit, 
pro  aetema  remuneratione  predictae  aecciesiae  ad  stipendia  pauperum  et  luminaria  concinnanda  concessi- 
mus,  et  per  se  episcopus  cum  omnibus  rebus  suis  nostro  fideliter  pareat  imperio,  et  sub  nostra  constet 
defensione,  uti  c^tcrae  regnorum  nostrorum  aecciesiae  et  episcopi,  quatenus  ipsum  fratresque  eiusdem 
loci  pro  nobis  dominum  melius  et  iugiter  orare  del^cteU  Concessimus  quoque  eisdem  fratribus  licentiam 
eUgendi  inter  se  pastorem  dignum  et  idoneum,  saluo  tarnen  regis  siue  imperatoris  consensu.    Et  ut  haec 

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448  1059  —  1064. 

nostra  regalis  confirmatio  stabilis  et  inconuulsa  omni  permaaeal  aeuo,  haue  cartam  inde  couscribi  manuque 
propria  corroborantes  sigilli  nostri  impressione  iussimus  insigniri. 

Signum  domni  Heinrici  quarti  regts.  (L.  M.) 

Gebehardus  cancellarius  uice  Liutpaldi  archicancellarii  recognoui, 

Data  est  VI.  Kai.  Aug.  Anno  dominicae  incaraationis  IM.  L.  Villi.  Indictione  XII.  Anno  autem  ordinationis 
domni  H.  quarti  regis  VI.  Regni  uero  III.  Actum  Polide  in  Dei  nomine  faeliciter  amen. 

Das  Siegel,  welche«  aufgedruckt  war,  ist  herausgeschnitten. 

CLL 

Notum  sit  Omnibus  tarn  presentibus  quam  futuris,  qualiter  Imadus  episcopus  curtim  que  est  Uesper- 
don,  que  in  pago  qui  dicitur  Sinehtueld  sitä  est,  cum  omnibus  suis  appendiciis,  tum  in  pratis,  tum  in 
campis,  tum  in  siluis,  tum  in  aquis,  Paterbrunuensi  hierosolimitane  ecciesie  in  die  consecrationis  eiusdem 
ecciesie  donauit  ad  laudem  et  gloriam  beatorum  apostolorum  Petri  et  Andree,  tum  pro  se,  tum  pro  auon- 
culi  sui  Meinwerci  episcopi  memoria,  qui  huius  ecciesie  fundator  exstitit.  Hoc  autem  insuper  constituit, 
ut  in  festo  sancti  Andree  fratres  de  matrice  ecclesia  illuc  quot  annis  conuenirent  et  Dei  seruitio  deuote 
Interessent,  peractisque  missarum  sollempniis,  communem  de  eadem  quam  dixi  curti  refectionem  ibidem 
perciperent,  et  in  cathedra  sancti  Petri  in  utraque  congregatione  dari  unicuiquc  fratri  duospanes,  I.  album 
et  I.  nigrum,  et  II.  cames  et  1.  assaturam,  et  I.  eminam  ceruise  et  dimid.  et  I.  hendilingum  medönis.  Si 
uero  in  XLma  ipsa  dies  euoniret,  daretur  unicuique  caseus  integer  et  dimid.  Hec  autem  traditio  banno 
Sifrithi  archiepiscopi  Mogonlini,  et  Ricberti  üerdensis  episcopi,  et  ipsius  christianissimi  pastoris  Immadi 
scilicet  sanccita  est,  ut  si  quis  ,  .  .  e  hoc  uel  alia  que  prius  a  Meginwerco  episcopo  ecciesie  donata  erant, 

infringere  presumpsisset,  ab  illa  celesti  Hierusalem  per municatione  cum  Juda  traditore  secluderetur 

Huic  traditioni  interfuerunt  .  .  .  s  abbas  loci  istius.  Tammo  abbas  de  ...  .  huson.  Werinhari  camerarius 
Corbeigcnsis.  Winotus  prepositus.  Hezelinus  decanus  omnisque  clcrus  matris  ecciesie.  Prepositus  .  .  gico. 
Decanus  noster  Puluerel,  nostreque  congregationis  fratres.  Cinoman  prepositus emensis  archiepi- 
scopi. Egico  et  Wulfhard  de  Hiriuordi.  Bernhardus  aduocatus.  Rcmbertus  et  Witherald  de  D  .  .  .  Conradus 
de  Burin.  Cobbo.  et  alii  multi  nobiles  et  ignobiles,  omnes  ministri  ad  episcopatum  pertinentes,  canctusque 
populus  ad  benedictionem  congregatus. 

Das  Siegel,  welches  auf  die  Charte  geheftet  war,  ist  verloren  gegangen. 

CLIL 

C  In  nomine  sanctae  et  indiuiduae  Trinitatis.  Heinricus  diuina  fauenta  dementia  rex.  Quantum  regie 
liberalitatis  est  ||  ad  usus  ecciesie  res  uel  hereditates  donare,  tantum  regie  dignitatis  et  beniuolentie  esse 
consistit,  donata  perpetua  pace  stabilique  iure  confirmarc,  ne  quibus  gaudet  bene  partis,  unquam  doleat 
peius  amissis.  Vnde  omnibus  Christi  nostrique  fidelibus  tam  futuris  quam  presentibus^ notum  esse  uolumos, 
qualiter  nos  X.  mansos  in  uilla  Ersten  dicta,  in  pago  Engeren,  in  comitatu  autem  OSOLT  comitis  sitos, 
quos  dilectissima  mater  nostra  AGNES  imperatrix  augusta  ob  remedium  anime  su^  et  anim^  patris  nostri 
pie  memorie  HEINRICI  imperatoris  augusti,  nee  noh  ob  longeuam  uitam  nostram  uit^que  tranquilla  tempora, 
fratribus  PODELBRVNNEN  Deo  in  ^cclesia  sancte  MARIE  sanctique  LIBORII  confessoris  seruientibus,  cum 
omnibus  appendiciis,  hoc  est  utriusque  sexus  mancipiis,  agris,  pratis,  pascuis,  siiuis»  ueuationibus,  molis, 
molendinis,  terris  cultis  et  incultis,  uiis  et  inuiis,  exitibus  et  reditibus,  quesitis  et  inquirendis,  in  proprium 
tradidit,  nos  inquam  eidem  sanct^  Dei    congregationi  perpetuaUter  confirmauimus,  et  in  ^temum  cootra- 


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1064  —  1068.  419 

diclione  remota  omniam  possidendos  concessimns,  Ea  nidelicet  ratione»  üt  predicti  fratres  liberam  inde 
potestatem  .habeant  tenendi,  in  melius  commutandi,  uel  quicquid  ad  communem  illorum  utilitatem  uolueriht 
faciendi.  Et  ut  hec  nostra  regalis  confirmatio  sine  traditio  stabilis  et  inconuulsa  omni  permaneat  tempore, 
hanc  cartam  inde  conscribi,  manuque  propria  corroborantes ,  sigilli  nostri  impressione  iussimus  insigniri. 

Signum  domni  Heinrici  quarti  regis.  (L.  M.) 

Sigehardus  cancellartus*J  uice  Sigefridi  archicanceHarii  recognoui. 

Data  XIII.  Kai.  Augusti  .  .  . 

(Daa  übrige  des  Datums  ist,  durch  Verrooderung  des  untern  Theiles  der  Urkunde,  verloren  gegangen.) 

Das  aufgedruckte  kreisförmige  Siegel  zeigt  den  Könige  in  sehr  jugendlicher  Gestalt,  auf  einem  Stuhle  sitsend,  in  der 
rechten  Hand  einen  Stab,  auf  dessen  Spitze  ein  Vogel,  in  der  linken  den  Reichsapfel  mit  einem  grossen  Kreuse 
haltend;  mit  der  Umschrift:  Heiuricus  Di.  Gra.  Rex.  f 

CLIII. 

In  nomine  sancte  et  indiuidue  Trinitatis.  Immadus  Dei  Gratia  Patherbninnensis  ecclesie  episcopus.  || 
Quocienscunque  religiosorum  uirorum  in  suis  oportunitatibus  preces  exaudientes,  quieti  et  utilitati  eorum 
pateruo  affectu  prouiderous,  ab  omnipotente  Deo,  quem  in  suis  membris  honoramus,  premium  laboris  nos 
recepturos  fideliter  et  ueraeiter  speramus.  Vnde  omnium  fidelium  Christi  presenüum  ac  futurorum  nouerit 
deuotio,  qualiter  domnus  Hubertus  venerabilis  abbas  ecclesie  beatorum  apostolorum  PETRI  et  PauLi,  quam 
in  occidentali  parte  suburbii  ciuitatis  nostre  domnus  MEINWERCVS  digne  et  laudabiliter  memorandus  epi- 
scopus auunculus  noster  deuotissime  construxit,  nos  suppliciter  adiit,  et  ut  predium  quoddam  in  comitatu 
Bernhardi  ducis  in  uilia  que  Hallo  dicitur,  quod  a  quodam  uiro  Thancmaro  nomine  suisque  heredibus 
uiginti  marcis  comparauit,  episcopalis  auctoritatis  confirmatione  corroboraremus ,  humiliter  petiiU  Cuius 
iustis  precibus  gratuito  annuentes,  ipsum  predium  cum  uniuersis  ad  h^c  legaliter  pertinentibus,  suis  suo- 
rumque  fratrum  presentium  ac  futurorum  usibus  banni  nostri  munimine  confirmauimus  et  presentis  scripti 
paginam  in  monimentum  et  munimentum  perpetuum  sigilli  nostri  impressione  insigniri  mandauimus.  Huius 
rei  testes  sunt.  Adelbertus  comes.  Ekkibertus  comes.  Fritheric.  Oddo.  Cono.  Erpo.  Hoico.  Azo.  Iciko.  Hociko, 
Heio.  Tanamo.  Hamaka.  Vnika.  Reinmar.  Item  Reinmar.  Meingrim.  Thiathard.  Adelbrand.  Ascolf.  Aluold. 
Sibrath.  Ricwald.  Ecbrath.  Helmdag.  Reinold.  Ekkibrath.  Bninhard.  Becelin.  Weliko.  Brun.  Widelo.  Liefdach. 
Wlfberi.  Thancmar.  Acta  sunt  hec  Patherbrunnon.  Kai.  Aug.  Anno  ab  incarnatione  dom.  M.LXyi.  Ind.  IUI. 
Regnante  Heinrico  rege  IUI. 

Das  aufgedruckte  Siegel  ist  das  bereits  beschriebene. 

CLIV. 

Nach  dem  Original  im  ArchiTe  su  Osnabrück.  **) 

In  nomine  sancte  et  indiuidue  Trinitatis.  Notum  sit  omnibus  fidelibus  (tam  presentibus  quam)  futuris, 
qualiter  domnus  Gisilbertus  et  domna  Cuniza,  preseute  scilicct  sorore  sua  et  collaudante»  duo  loca  (uide- 
Ucet)  Essene  et  Bamuuide  cum  familiis  et  mancipiis  nee  non  et  aliis  utilitatibus  ad  illa  iure  pertinentibus, 


*)  Da  dieser  Kanzler  sich  in  Urkunden  von  1064  — 1069  findet,  so  lasst  sich  hiemach  die  Zeit  dieser  Urkoode  aaniihenid 
bestimmen. 
**)  Die  eingeklammerten  Worte  sind,  durch  Beschädigung  des  Original!,  Tcrloren  gegangen,  nnd  hier  nach  Wahrscheinlich- 
keit ergänst. 


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420  1068  —  1073. 

domno  (Bennoni)  episcopo  superstite  eiusque  aduocato  Euerhardo  ad  Osnabniggensem  aecclesiam  saocto 
Petro  apostolo  in  haec  uerba  ....  tradiderunt»  ut  quot  annis  uite  su^  econtra  in  beneficium  Illlor.  libras 
decimacionis  ei  lUIor.  feras,  id  est  duos  porcos  et  duas  ceruas  Uli  utrique  ad  nsque  finem  oit^  sue  ha- 
berent.  Isti  sunt  testes  qui  hoc  uiderunt  et  audierunt.  Canonici.  Eilhard.  Fobrath.  Eiluuord.  Athalbrath. 
Liuzico.  Alfuuord.  Nobiles  laici.  Otto  prefecti  Godescalci  filius.  Haolt  Amulung.  Yueriu.  Ezo.  Benniko. 
Hrolhulf.  Hezil.  Godebold.  Thiederic.  Thiedo.  Vuidilo.  Liudolf.  Celico.  Ricfrith.  Ratolf.  Vdo.  Vuerinheri.  Azo. 
Odo.  Bcrnold.  et  alii  multi,  nee  non  et  omnes  eines.  Haec  sunt  loca  in  quibus  decimatio  sita  est.  Bam- 
üuida.  Vuernapi.  Nimodon. 

Von  dem  unteo  seitwärts  mit  Pergamentstreiren  angehefteten  Siegel  ist  noch  ein  grosses  Stiick  erhalten  and  auf  dem- 
selben  das  vorwärts  sehende  bischöfliche  Brustbild  kenntlich. 

CLV. 

Aus  dem  Kopialbuche  des  Johannis-Stifts  su  Osnabrück. 

Prebenda  fratrum  constituta  est  maxime  ex  istis  villis.    Hengerinehusen.  Thiedenhusen.  Dodishusen. 

Gretanescha.  Aldontorpa.  Heslim.  Burcia.  Hramasithi.  Haren.  Gerithi. 
Dei  gratia  B.  Episcopus.  Successoribus  suis  episcopis  sempitenjam  salutem  in  Christo.  Nouerit  Cari- 
tas uestra  ymo  diligenter  attendat  que  in  hac  pagina  dicturus  sum  de  Prepositura  ad  sanctum  Johannem 
Osnabr  Sancte  memorie  domnus  Tbetmarus  Episcopus  congregationeih  canonicorum  ibi  primus  instituit. 
Post  illum  Meginherus  pie  memorie  cum  suis  denariis  locum  ampliauit  atque  regulariter  ordinanit.  Pnoii 
prepositi  res  ecciesie  diligenter  seruabant,  cenobiales  diuinis  secularibusque  alimentis  sapienter  pascebanL 
Deinde  inprudenti  consilio  constitutus  est  in  prepositum  quidam  nomine  Tiho.  Propter  illius  negligentiam, 
desidiam,  ignauiam,  honor  claustri  penitus  defeciu  Ministri  deputati  super  decimas  et  uillas  bona  fratrum 
ad  se  trahebant,  tanta  fraudulentia  ut  de  libris  Triginta  duabus  non  amplius  profitercntur  quam  tredecim 
libras.  Et  nepharium  illud  furtum  stabat  fere  XL.  annis.  Tarn  scelerati  sacrilegü  princeps  erat  quidam 
Hartericus  archidiaboli  signifer  ad  destrueudum  Dei  seruicium.  Ad  ultimum  Deo  nostro  summas  grates 
atque  gratias  agamus,  quod  tam  diu  opertum  erat  reuelatum  est.  Deinde  prout  uisum  est  meis  fidelibus 
distribut  singulis  officiis  quantum  euenire  potuit  sicut  infra  uidebitur,  ad  mensam  fratrum  viginti  quatuor 
libras,  ad  uinum  emendum  UI.  libras,  adauxi  beneficium  prepositi  cum  duabus  libris,  ad  ecciesie  tectum 
unam  libram  ad  emendum  scindulas.  Insuper  remanent  U.  librepreter  frisgingas  et  pingues  porcos,  preter 
conuiuia,  preter  uestimenta  fratrum  atque  beneficia,  et  quidquid  potest  fieri  de  ociosis  aruis.  Nam  Dcus 
dixit,  Ego  sum  uia,  ueritas  et  uita« 

CLVI. 

Original  im  Besitze  des  Bibliothekars  Moojer  in  Minden« 

Notum  esse  cupimus  omnibus  fidelibus  tam  futuris  quam  presentibus,  qualiter  E.  Mindensis  episcopus 
et  dux  scilicet  MAGNVS  conuenerunt  in  capella  que  est  in  uilla  Runiberc,  et  fide  data  dextras  inuiccm 
acceperunt,  ea  quidem  conditione,  ut  ipse  dux  fidelissimus  tutor  et  defensor  sit  Mindensis  ecciesie  in 
omnibus  quidem  rebus  et  bonis,  famiIHs  atque  libertis,  et  ubicunque  ins  et  ratio  ualent  tueatur  firmissime, 
si  autem  ius  et  ratio  uacillent,  consilio  iuuet  fidelissime.  Ipse  autem  dux  decimarum  quas  auus  suus  dux 
B.  felicis  memoria  habuit  super  curtes  suas  ex  predicti  Mindensis  episcopi  concessione  eam  tantum  partem 
babeat,  que  eum  attinet  in  particione  locorum  cum  patruo  suo.  Namreliquam  partem  ipse  comes  H.  prius 
est  in  beneficium  consecutus.    Et  ipsa  quidem  decimarum  loca  iuferius  sunt  subscripta. 

(Hier  hört  aber  die  Urkunde  aur,  und  zwar  mitten  in  einer  Zeile,  woraus  um  so  deutlicher  erheUet,  dass  auf  der  klei- 
nen Charte  nie  mehr  geschrieben  stand,  wie  denn  auch  unter  der  Schrift  noch  für  mehr  als  eine  Zeile  leerer  Raum 
übrig  ist.    Ein  Siegel  scheint  nicht  vorhanden  gewesen  zu  sein.} 


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1075  -  10T9.  42t 

t 

CLVII. 

Aus  dem  Kopialbuche  des  Domstifls  su  Paderborn. 

Notum  sit  Omnibus  tum  futuris  quam  presentibus,  qualiter  Immadus  Paderburnensis  Ecclesie  Episco- 
pus,  memor  humane  fragilitatis  et  eterne  in  Christo  retributionis ,  pro  anime  sue  suorumque  predecessorum 
Meinwerchi  scilicet  et  Ruodonis  Episcoporum  remedio ,  nee  non  et  pro  diue  memorie  Heinrici  secundi  regis 
et  primi  imperatoris  pie  recordationis  affectu,  curtem  Moronga  in  pago  Moronga  sitam  et  ab  ipso  Heinrico 
imperatore  eidem  Paderbumensi  Ecclesie  ad  uestitum  fratrum  iam  traditam,  a  Meinwerco  episcopo  reten- 
tam,  a  Ruodone  uero  episcopo  eiusdem  successore  postea  fratribus  redditam,  ab  ipso  autem  hac  usque 
iniuste  possessam,  patris  et  filii  et  spiritus  sancii  tactus  miseratione  et  fraterna  ammonitus  caritate,  salubri 
penitencia  ductus,  fratribus  suis  ipsius  Ecclesie  canonicis  ad  uestitus  sui  supplementum  absque  omni  con- 
tradictione  reddidit,  ea  uidelicet  ralione,  ut  unus  fratrum  preter  Episcopum  ei  prepositum  eligatur,  cui 
cum  fraterna  electione  et  episcopali  consensu  huius  obediencie  cura  ingeratur,  qui  fideli  dispensatione 
fratrum  commodilati  preuideat  et  bene  administrando  eterne  retributionis  premium  acquirat.  Quod  ut  in- 
conuulsum  et  stabile  iugiter  permaneat,  bannis  episcopalibus  confirmauit  et  manu  propria  subscripsit,  ut 
si  quis  umquam  hanc  ratam  confirmationem  uoluerit  infringere,  perpetuo  cum  Juda  proditore  feriatur 
anathemate. 

Ego  Immadus  diuina  fauente  clemencia  episcopus  manu  propria  subscripsi. 

Actum  dominice  incarnationis  anno  M*^LXXV<>.  Indictione  XIII».  Regni  autem  Heinrici  llllti.  XVIII®.  Epi- 
scopatus  uero  Immadi  XXIIIP.  XV.  Kai.  Sept.  in  cripta  Paderburnensis  monasterii  iuxta  sepulchrum  episco- 
porum, coram  omni  cleri  et  populi  conuentu  et  presencia  feliciter  ameN. 

CLVIII. 

E  Mss.   Henseleri. 

In  nomine  sancte  et  indiuidu^  Trinitatis.  Heinricus  diuina  fauente  dementia  rex.  Justicia  est  qua 
suum  cuique  ius  tribuimus,  qua  uia  si  incesserimus  uiam  regiam  sub  duce  magno  IHCV  in  terram  pro- 
missionis  ingredimur.  At  si  forte  fragilitate  humana  rectis  gressibus  aliquando  exorbitauerimus,  legibus 
ecclesiasticis  salubriter  admonemur,  ut  ad  uiam  reuertamur  iusticie,  emendemus  in  melius  quod  per  ne- 
gligenliam  aut  maliciose  peccauimus.  Quam  ob  rem  in  omne  tempus  notum  esse  uolumus,  quatinus  fidelis 
noster  BENNO  secundus,  uenerabilis  sancte  Osnebruggensis  ecclesie  episcopus,  nostr§  celsitudinis  clemen- 
üam  adiit,  coepiscoporum  suorum  frequentia  stipatus,  ac  ueterem  super  ecclesie  sue  decimis  querimoniam 
lacrimabiliter  in  aures  nostras  effudit.  Idem  uero  cum  per  omnem  uitam  suam  a  nobis  optirae  meruisset, 
tum  ea  de  causa  dignior  erat  audiri,  quod  in  omnibus  necessitatibus  nostris  fideliler  nobis  et  inreraotus 
comes  adhesit.  Talis  autem  eiusdem  fidelis  nostri  proclamatio  fuit,  quod  antecessor  noster  uir  diue  et 
imperialis  memorie  KAROLVS  ecclesiam  sibi  commissam  a  primis  fundamentis  condiderat  et  decimas  in 
episcopio  circumquaque  terminatas  eidem  ecclesie  in  dolem  contulerat,  eo  quod  in  prediis  aut  regalibus 
reditibus  donaria  ad  manus  in  primiciis  fidei  et  nouelle  planlationis  tecbpore  illis  in  partibus  nulla  habebat. 
Quas  donaliones  iuste  a  prefato  principe  eidem  ecclesie  datas  et  manuscripto  regio  sub  impressione  anuli 
ex  more  confirmatas,  ad  multum  tempus  aiebat  ecclesi§  mansisse,  usque  dum  bellicis  perturbationibus 
pars  earundem  decimarum  sub  Ludeuuico  secundo  per  manus  Copponis  ab  eadem  scinderelur.  Ea  de 
causa  cum  per  episcopos  eiusdem  ciuitatis  actio  et  discussio  iii  audientia  principum  atque  antecessorum 
nostrorum  regum  et  imperatorum  sepius  haberetur,  diiudicata  est  iustior  pars  episcoporum,  intustior 
aduersariorum.     Equidem   prefatus  Coppo  primus  Usurpator  earundem  decimarum  cum  totum  occasione 

Cod.  dipl.  bUt.  Westfdl.  16 

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\j00gle 


422  1079. 

bellorum  iniusta  dominatione  suos  in  usus  raperet,  partem  Warino  fratri  suo  germano  Corbeicnsi  abbali, 
parlem  abbatisse  Adele  Hercfurdensi  gormane  sue  concessit.  Ilaqae  episcopi  causam  haue  in  curia  agentes 
manifestis  comprobationibus  euicerunt,  dccimas  ad  sese  legitima  donatione  redire  debere.  Ventilala  est 
res  in  conciliis  qualuor,  primo  Rome  sub  papa  Stephano,  secundo  Tribüne  sub  Arnolfo  imperatore,  tercio 
Bunne,  quarlo  Ingelinheim.  Vt  in  omnibus  possessio  decimarum  communi  sentencia  episcopis  adiudicare- 
tur.  In  ultimo  cliara  presentibus  fcre  omnibus  Teutonicarum  partium  episcopis,  mediantibus  Legatis  Roma- 
nis, Rub  Johanne  papa,  cum  XXX.  librarum  auri  compositione  restitueretur.  Verum  ut  semper  dominatur 
iniqiiitas  iniustis,  res  superius  cmendata  et  correcta  rursus  corrupla  est.  Huiuscemodi  uero  causam  cum 
fidclis  nosler  prefatus  Osnebruggensis  eccicsie  episcopus  ad  aures  nostras  sepius  referret  atque  emendari 
et  corrigi  postularet,  nos  et  elatis  imbecillitate  detenti  et  aduersariorum  eins  precibus  exorati,  multo  tem- 
pore facere  negleximus.  Tandem  assiduis  eius  et  coepiscoporum  suorum  ius  suum  agnoscentium  admo- 
nitionibus  deuicti,  locum  et  diem  statuimus,  ad  quem  episcopus  et  aduersarii  eius  cum  manuscriptis  utrim- 
que  uenirent.  Aderant  XX.  aut  plures  episcopi,  tum  principes  regni  atque  aliorum  fidelium  nostrorum 
numerosa  multitudo.  Lecta  sunt  in  auribus  omnium  amborum  cyrografa,  dicta  atque  acta  sunt  diligentius 
omnia.  Acclamatum  est  ab  omnibus  iustas  esse  partes  episcopi,  aduersariorum  iniustas,  atque  ut  eidem 
episcopo  sueque  ecclesie  iusticiam  faceremus  studiosius  omnes  instabant.  Quam  ob  rem  iniustum  putanles 
equitatem  negligere  et  iusticie  diutius  obnili,  peticioni  fidelium  nostrorum  et  consiliis  acquieuimus.  Proinde 
auctorilate  huius  precepti  nostri  statuentes  statuimus,  ut  eaedem  decirae  ad  dominium  episcopi  eiusque 
dispositionem,  uti  KAROLVS  instituit,  reuertantur.  Neque  sit  aduocatus  aliquis  aut  alia  maior  ucl  minor 
persona,  qui  episcopos  eiusdem  ciuitatis  hac  in  re  amplius  inquietare  audeat,  sed  episcopi  easdem  decinias 
quieto  ordine  et  pace  perpetua  teneant,  possideant,  disponant,  ea  spe  et  in  diuine  pictatis  confidentia, 
ut  hoc  decimarum  iusta  restitutio  animabus  parentum  nostrorum,  id  est  aui,  auie,  matrisque  nostre  impe- 
ratricis  A.  et  cari  patris  nostri  H.  imperatoris  augusti,  fiat  peccatorum  remissio  et  negligcncie  quam  ipse 
in  hac  causa  commisit  apud  Deum  fiat  obliuio,  et  ut  in  singulis  diebus  et  in  anniuersario  eorum  qui  in 
belle  contra  Saxones  corruerunt  ibidem  memoria  fiat  et  specialis  oratio  anime  Sigfridi  in  eodem  hello 
occisi  ordinetur  et  fiat,  ita  ut  sibi  cottidie  specialis  missa  et  omni  111«.  feria  communiter  a  fratribus  in 
choro  una  missa  pro  omnibus  interfectis  nostris  et  omnibus  fidelibus  decantetur,  et  ad  cursus  horarum 
Ps.  P.  Prebenda  quoque  detur  ei  clerico,  qui  hec  qu§  Sigfrido  debent  diligenter  obseruet.  Conuenimus 
etiam  cum  episcopo  collaudatione  clericorum  suorum  pro  salute  corporis  et  anime  nostre  omni  ebdomada 
XXX.  misse  pro  uiuis  et  defunctis  ibidem  decantentur.  Post  obitum  autem  nostrum  specialiter  pro  anime 
nostre  et  parentum  nostrorum  remedio  misse  et  totidem  psalteria  ibidem  decantentur  nunc  et  in  omne 
tempus  futurum.  Talia  enim  optantes  credimus  apud  misericordem  Deum  et  nostram  deleri  negligentiam 
et  antecessorum  delicta  redimi,  qui  hac  in  causa  negligenter  et  maliciose  egerunt.  Et  ut  huius  precepti 
nostri  auctoritas  omni  euo  maneat  stabilis  et  inconuulsa,  kartam  hanc  scribi  precepimus  et  manu  nostra 
ut  est  consuetudo  regum  et  imperatorum  corroborauimus  et  sigillo  nostro  signari  iussimus. 

Signum  domni  Beinrici  regis  quarii  inuictissimu  (L.  M.) 
Gebehardus  cancellarius  uice  Sigefridi  archiepiscopi  recognouiL 

Data  VI.  Kai.  Febr.  Indict.  II.  Anno  dominice  incamationis  M^LXX^VIII^    Anno  autem  regni  domni 
Heinrici  regis  quarti  XX^IIF.  Actum  Moguncie  feliciter  AMEN. 

CLIX. 

E  Mss.  Heoseleri. 

In  nomine  sancto  et  indiuidu^  Trinitatis.     Heinricus   diuina  fäuente  dementia  rex.     Si  querimonias 
sacerdotuin,   quas    nobis   de  necessitatibus  ecciesiarum   sibi    commissarum  obiulerunt,    adtenterimus,   et 


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10T9.  423 

iusticiam  misericorditer  Ulis  impcndeudo  ad  finem  pcrduxerimus,  prescntis  scilicet  et  etcrne  felicitatis  pre- 
mia  exinde  mercari  liquido  confidimus.  Idcirco  notum  esse  uolumus  omnibus  sancte  Dei  ecciesie  nostrisque 
fidelibus  presentibus  scilicet  et  futuris,  qualiter  fidclis  noster  OSNENBRVGGENSIS  episcopus  secundus 
BENNO  in  nostro  seniicio  longo  tempore  deuotissimus,  serenitatis  nostre  clementiam  adiit,  apostoli  pre- 
ceptum  sequens,  arguendo,  increpando,  obsecrando  et  iuuentutem  noslram  incusando ,  querimoniam  faciens, 
se  suosquc  antecessores  nostrorum  antecessorum  scilicet  aui  nostri  KtNRADI  et  cari  patris  nostri  bone 
memorie  HEINRICI  imperatorum  forsitan  in  hac  causa  ignoranter  delinquentium  temporibus  multas  iniu- 
rias  et  uarias  oppressiones  de  potentibus  illius  regionis,  maxime  autem  a  Corbeiense  abbate  et  Herifar- 
dense  abbatissa  Uionimque  fautoribus,  in  decimarum  direptione  ad  suam  ecclesiam  debite  pertinentiom 
iam  diu  miseVabiliter  sustinuisse.  Cuius  prociaroationi  quamuis  sepius  iterate  diutius  quam  felicius  assentire 
renuentes,  etatis  teneritate  ac  quorundam  consiliariorum  nostrorum  tunc  temporis  iuuentuti  nostre  proui- 
dentium  dissuasione  ad  hec  determinanda  uariis  occasionibus  prefixis  nos  excusauimus.  Sed  tandera  cre- 
bris  et  infinitis  etiam  pro  Christianitatis  miserabili  defectu  queriraoniis  et  multorum  clericorum  et  laicorum 
ius  suum  agnoscentium  rogatu  et  consilio  deuicti,  WORMACIAM  eidem  episcopo  suisque  aduersariis^  ubi 
principibus  nostris  pro  ceteris  regni  negociis  conuenire  statutum  est,  ut  et  ipsi  uenirent  preccpimus.  Ibi 
uero  X.  episcopis  X.  abbatibus  ceterisque  quam  plurimis  clericis  ac  laicis  presentibus  utriusque  partis 
scripta  episcopus  et  sui  aduersarii  in  medium  proferebant.  Episcopi  uero  scriptis  lectis  et  intellectis  Osne- 
bruggensem  ecclesiam  Adriani  pape  consilio  et  consensu  a  magno  et  illustri  uiro  KAROLO  primitus  in 
prouincia  WESTFALA  fundatam  et  a  uenerabili  Egilfrido  Leodicensi  episcopo  consecratam,  et  quia  sibi  tunc 
temporis  predia  uei  alia  in  illa  regione  non  erant  donaria,  unde  episcopus  uei  clerici  ibi  Deo  militantes 
sustentarentur,  decimis  cunctorum  infra  terminos  eiusdem  episcopatus  degentium  et  nouiter  ad  Christiani- 
tatem  conuersorum  consccrationis  eius  die  dotatam,  et  postea  IUI.  apostolicorum  uironim  priuilegiis,  scili- 
cet Leonis,  Paschalis,  Eugenii  et  Gregorü,  slabilitam  esse,  et  omnem  hominem  eisdem  priuilegiis  ante  nos 
rclectis,  qui  hec  sancita  aliquo  modo  irrilauerit,  anathematizatum  constare,  absque  ulla  ambiguitate  didi- 
cimus.  Ex  abbatis  autem  scripto  quod  attulit  regali  auctoritate  confirmato  iuniorem  Ludeuuicum  quandam 
cellam  Corbeiensi  ecciesie  nomine  MEPPIAM,  Herifurdensi  autem  ecclesiam  nomine  BVNEDE  cum  decimis 
sibi  pertinentibus  in  episcopatu  OSNEBR.  concessisse  intelleximus.  Ad  hec  infringenda  et  adnihilanda  eius- 
dem iunioris  Ludeuuici  cartam  ipsius  propria  manu  roboratam  et  sigillo  eius  assignatam  episcopus  in  pa- 
Iam  proferebat,  in  qua  idem  Ludeuuicus  aui  patrisque  sui  statuta  super  eisdem  decimis  prefale  Osnabrug- 
gensi  ecciesie  stabiliuit  et  in  earundem  decimarum  traditionibus  quicquam  derogasse,  ut  abbatis  scripta 
referunt,  denegauit.  Abbate  autem  et  abbatissa  propter  hoc  solum  quod  ibi  uidebatur  ficticium  aliquid 
quo  inniti  possent  non  habentibus,  episcopus  plurimorum  antecessorum  nostrorum  regum  et  imperatorum, 
scilicet  ARNOLFI  filiique  eius  LVDEVVICI,  HEINRICI  primi,  trium  OTTONVM  cartas  ipsorum  manibus  ro- 
boratas  et  sigillis  assignatas,  ecciesie  sue  easdem  decimas  stabilientes  prescntauit  legendas.  Ibi  uero  utro- 
ruraque  sentenciis  auditis  et  subtiliter  diiudicatis,  archiepiscopi ,  episcopi  cum  omni  clero ,  duces  et  coraites, 
etiam  ipsis  prius  fauentes,  peticionibus  episcopi  oonsentire  debere  iusticia  exigente  unanimi  concordia 
omnes  affirmabant.  Promisit  etiam  nobis  prefatus  episcopus,  decano  ceterisque  eiusdem  ecciesie  clericis 
adstipulantibus,  dum  locus  maueret  integer  et  indesiructus,  pro  uita  nostra  statuque  regni  dum  uiueremus, 
pöst  obitum  autem  pro  nostri  et  cari  patris  nostri  HEINRICI  imperatoris  augusti,  matrisque  nostre  AGNETIS 
imperatricis,  aui,  auieque  animarum  remedio  XXX.  missas  totidemque  psalteria  per  singulas  ebdomadas 
ibidem  deuote  decantari,  et  ad  omnes  cursus  horarum  psalmum  unum.  Insuper  statutum  est,  ut  in  ^uum 
omni  tercia  feria  communiter  a  fratribus  in  choro  pro  anima  Sigefridi  cari  seruientis  nostri  ceterorumque 
qui  pro  nostro  honore  defendendo  in  publice  hello  comierunt,  specialis  missa  decantetur.  Qua  propter 
Domini  nostri  Jesu  Christi  et  beati  Petri  principis  apostolorum  et  preciosissimorum  martyrum  Crispini  et 
Crispiniani,  nee  non  pro  ueneratione  KAROLI  imperatoris  augusti  magni  et  pacifici  et  eiusdem  ecclesi§ 
fundatoris  deuotissimi  et  ceterorum  antecessorum  nostrorum  eandem  ecclesiam  suis  scriptis  et  preceptis 

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424  iOT9  — 1083. 

roborantium,  nee  non  aui  patrisque  nostri  atque  nostra  ceterorumque  uidelicet  regum  qui  in  eandem 
ecclesiam  iusticiam  sibi  denegando  peccauerunt  animarum  remedio  et  liberatione,  et  eiusdem  episeopi 
sedula  et  diuturna  proclaniatione,  nostre  immunitatis  et  libertatis  preceptum  super  eisdem  decimis  episcopo 
sueque  ecclesie  stabiliendis  fieri  decreuimus.  Precipientes  ergo  iubemus  ut  sicut  relique  in  regno  nostro 
sancte  Dei  ecclesie  ab  antecessorum  nostrorum  regum  et  imperatorum  preeeptis  et  scriptis  stabilite  consi* 
slunt,  ita  et  hec  OSNEBR.  ecclesia  per  hoc  nostrum  preceptum  Domino  opitulante  stabilita  consistat.  Con- 
cedimus  etiam  eidem  episcopo  et  licentiam  damus  imo  precipimus,  secundum  Karoli  institutionem  decimas 
cunctorum  infra  sui  episcopatus  terminos  habitantium,  quibus  iam  diu  iniuste  caruit,  in  suam  episcopalem 
potestatem  recipere  nemine  contradicente.  Sed  liceat  prefato  episcopo  easdem  decimas  ceterascpie  res 
sue  ecclesie  quas  modo  possidet  uel  dcinceps  acquisierit  quieto  ordine  possidere,  suasque  ecciesias  sicuti 
ceterorum  ius  est  episcoporum  corrigere  et  earum  causas  absque  ulla  contradictione  disponere,  Sicque 
firmiter  stabilitum  est,  ut  cuncti  eins  successores  h^c  eadem  a  nobis  sancita  pari  modo  sortiantur.  Ei  ut 
hec  auctoritas  nostra  firmiorem  in  Dei  nomine  habeat  stabilitatem,  manu  nostra  propria  ut  subtus  uidetar 
hanc  cartam  roborantes  sigillo  nostro  iussimus  assignari. 

Signum  domni  regis  Heinrid  quarti  inuictissimi.  (L  M.) 
Gebehardus  canceüarius  uice  Sigefridi  archicanceUarii  recognovi. 

Data  in.  Kai.  April.  Indict  II.  Anno  dominice  incarnat.  M^LXX^  Villi®.  Anno  autem  regnl  domni  regis 
Heinrici  quarti  XXIIF.  Actum  Ratispone  in  Dei  nomine  feUciter  AMEN. 

(Nach  StruDck  Mscpt.  p.  329.  war  das  Original  dieser  Urkunde  mit  Goldschrifl  geschrieben  und  hatte  eine  goldene 
Bolle,  auf  deren  einer  Seite  sich  das  Bild  des  Königs  befand,  mit  der  Umschrift:  Heinricus  Bex;  auf  der  andern 
Seite  die  Stadt  Bom,  mit  der  XJmschrill:  Borna  caput  mundi  regit  orbis  frena  rutundi.) 

CLX. 

Duo  fratres  Hezel  et  Einelen  de  Westheim  tradiderunt  quandam  ancillam  suam  Thietburgam  sorori 
sue  Ibikin  uxori  cuiusdam  Rödegeri  de  uilla  Durpethe,  quam  matertera  ipsius  Thietburg^,  Ebbescin  uxor 
Hameconis  pistoris  de  Horehuson,  XIIII.  solidis  a  domina  sua  et  uiro  ipsius  redemit  et  Sancto  PETRO  io 
Eresberg  ad  persoluendum  annuum  censum  II«»*-  nummorum  tradidit.  Quod  actum  est  sub  Marquardo 
abbate  et  Hiddicone  comite,  cuius  rei  testes  sunt  hi.  Hiddico  comes.  Sinicho  presbiter  qui  traditionem 
ipsam  banno  firmauit.  Volcsuit  uxor  Hezelini,  et  fratres  eins.  Immo  et  Bemhardus.  Eluenis  caluus.  Re- 
there.  Rathebodo.  Thidericus.  Wlfnot.  Eluerus  albus.  Heio.  aliique  quam  plures. 

Et  ut  hec  traditio  firma  et  inconuulsa  permaneat,  sigillo  Sancti  YITI  signata  est  et  corroborata. 

Das  Siegel  ist  Terloren  gegangen  und  die  Charte  beschädigt;  das  wenige  am  Schlüsse  gans  Ausgerissene  aber  aus  dem 
ältesten  Corve^f'schen  Kopialbuche  ergänzt. 

CLXI. 

Ans  dem  ältesten  Kopialbuche  des  Stifts  Conrej. 

In  nomine  sancte  et  indiuidue  Trinitatis.  Herimannus  diuina  fauente  dementia  rex.  Nouerint  t)mnes 
sancte  Dei  ecclesi^  atque  fideles  regiii  tam  futuri  quam  presentes,  Quod  uenerabilis  abbas  Corbeyensis 
Marchwardus  exorauit  clementiam  nostram,  ut  cyrographa  predecessonim  nostrorum  duobus  cenobiis  sibi 
commissis  iam  olim  collata  nostra  quoque  auctoritate  firmaremus,  nostreque  illis  confirmationis  cartulam 
adiungeremus.  Cuius  rationabili  et  iuste  petitioni  coram  episcopis  ceterisque  principibus  nostris  assencien- 
tes,  sicut  in  apostolicis  et  imperialibus  assignatis  scriptis  concessum  eis  et  confirmatum  est,  decemimus 
atque  iubemus,  ut  utrumque  cenobium,  Corbeyense  uidelicet  monachorum  atque  Herefordense  sanctimo- 

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1082.  425 

nialium,  cum  omnibus  ad  ea  pertinentibus  sub  apostolica  et  imperiali  tuitione  nostra  plenissiiue  libertatis 
iure  fruatur.  Volumus  enim,  ipso  donante  quo  fauente  regni  gubernacula  suscepimus,  omnium  ecclcsiarum 
iura  infra  regna  nostra  firmiter  stabilire,  concessiones  antccessorum  nostrorum  singulis  ecclesiis  suas  con- 
firmare,  omnibusque  Deo  famulantibus,  maxime  monachis,  ad  diuinum  cultum  debita  solatia  clementer 
impendi.  Habeant  igitur  prefata  monasteria  eandem  quam  actenus  et  deinceps  libertatem,  ut  nuUus  suc- 
cessorum  nostrorum  ipsa  uel  res  eorum  aut  in  beneficia  dare  aut  alio  iniuste  uertere  presumat,  sed  liceat 
prelatis  res  suas  intus  uel  foris  cum  consilio  fratrum  sororumue  regulariter  et  canonice  disponere  et  sine 
cuiuslibet  contrarietate  uel  contradictione  liberaliter  possidere,  decimas  uel  decimales  ecclesias  immo  uni- 
uersas  possessiones  suas  in  quibuslibet  episcopiis,  precipue  in  Bremensi,  Osnaburgensi  et  Paderburnensi, 
ubi  plurimos  habent,  et  res  aut  decimas  ita  iutegerrime  teneant  atque  possideant,  sicut  ab  antecessoribus 
nostris,  regibus  uidelicet  uel  imperatoribus  hactenus  habuerunt  atque  possiderunt.  Aliter  enim  in  Dei 
seruicio  persistere  non  poterunt,  cum  prebenda  eorum  ex  maiori  parte  de  decimis  constituta  sit.  Episco- 
pis  uero,  quibus  seruicium  et  mansionatica  debent  tempore  circuitus  sui,  secundum  scripta  sua  singulis 
annis  persoluant  Proinde  utrique  congregationi  regularis  electionis  potestatem  concedimus,  et  qui  ordinati 
fuerunt,  si  forte,  quod  absit,  in  aliquo  deliquerunt,  non  preter  canonicam  et  regulärem  deponantur  exa- 
minationem.  Et  ut  hec  auctoritas  concessionis  atque  contirmationis  nostre  firmier  habeatur  et  per  futora 
tempora  a  cunctis  fidelibus  sancte  Dei  ecclesie  nostrisque  presentibus  et  futuris  melius  credatur  diligentias- 
que  seruetur,  manu  propria  subter  eam  firmauimus,  sigilli  nostri  impressione  assignari  iussimus. 

Signum  domni  Herimanni  (L.  }I.)  regis  inuictissimi. 
Brun  canceliarius  uice  Sigefridi  archicancellarii  recognoui. 

Data  III.  Non.  Aug.  anno  dominice  incarnationis  M^LXXX^II^.  donmi  Herimanni  regis  I.  Indictione  V. 
Actum  coram  multis  principibus  in  palacio  regio  Goslare  in  Dei  nomine  feliciter  Amen. 

CLXII. 

Notum  Sit  omnibus  uere  Deum  diligentibus  ac  fidem  in  proximos  conseruantibus,  quod  quidam  libere 
natus  Hunika  nomine,  filius  Hassis  de  Binnetuelde,  propriam  anciliam  suam  Haburgam  sibi  jsociauit  coniugio, 
quam  emerat  X.  solidis  a  Habone  et  filio  eins  Ebbi  de  Ingheradinghusan.  Quam  postea  interueniente 
necessitate,  si  preoccupatus  morte  teneretur,  ne  heredes  sui  inter  se  certando  eam  addicerent  seruituti, 
consilio  aliquorum  sibi  consanguinitate  adherentium  accepto,  ne  eam  sine  consolatore  relinqueret,  tributa- 
riam  dedit  ad  duos  denarios  per  singulos  annos  persoluendos  super  altare  Sanctorum  apostolorum  Petri 
et  Andree,  quod  consecratum  habetur  a  uenerabili  Immado  episcopo  in  ecclesia  que  dicitur  Hierusalem, 
ad  orientem  posita  ciuitatis  Patherbronnense,  quamdiu  uiueret,  Si  filium  procrearet  aut  filiam,  cum  quo 
in  partu  eadem  hora  adgrauata  apparebat,  post  mortem  noatris  si  quis  prior  esset  ^tatis,  eundem  persol- 
ueret  tributum,  et  filii  eorum  a  generatione  usque  in  generationem  postmodum  seruarent  Traditio  uero 
ista  eo  tempore  facta  est,  quo  princeps  Herimannus  Westfalos  cum  exercitu  adiit,  anno  quoque  Popponis 
episcopi  VIto.  teste  ipsa  congregatione  ac  familia  ad  eam  pertinentem.  Traditionem  hanc  si  quis  causa 
pecuni^  uel  malo  consilio  irrumpere  nititur,  simul  cum  Juda  traditore  pereat,  anathema  sit  a  Jesu  XPYCto 
domino  nostro,  et  omnia  que  possidet  Ab  apostolis  vero  eins  P.  et  A.  T.  B.  ac  martiribus  sanctis  quo- 
rum  reliquie  in  hoc  altari  continentur,  in  die  iudicii  ab  bis  qui  promissam  dexteräm  Dei  tenent  separentur. 
His  adsocientur  quibus  dicetur,  Ite  maledicti  in  ignem  ^temum  qui  paratos  est  diabolo  et  angelis  eins, 
ibi  sine  intermissione  semper  manentes.  Omnis  ergo  quicunque  legertt  hoc  manuscriptum,  uel  legentem 
audierit,  respondeat  dicens,  AMEN.  Qui  autem  in  testimonio  ex  progenie  eorum  erant,  recitanda  sunt 
nomina.    Aelueric  frater  Hassis  et  filii  eius.    Yaderikin.  Hassi.  Alueric.  Hugh. 

Von  einem  Siegel  leigt  sieb  keine  Spar,  ^^ 

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126  1083. 


CLXIII. 


Aus  einf*r  alten  Abschrift  am  Ende  eines,  ehemals  dem  Kloster  Abdinghof  lu  Paderborn  gehörigen,    und  demselben   durch   den 

beil.  Vicelinus  geschenkten,  zu  Ende  des  11.  oder  im  Anfange  des  12.  Jahrhunderts  geschriebenen  Codex,  dessen  Hauptinhalt 

die  Geschichten  der  Heiligen  Willehadus,  Ansgarius  und  Rimbertus  bilden. 

Siguuinus  sancte  Coloniensis  ecclesie  solo  nomine  episcopus,  FRitherico  confratri  et  coepiscopo, 
uoluntariam  tarn  deuotissimi  oraminis  quam  seruimiuis  sui  exhibitionem.  Cum  nostris  temporibus  ultra 
modum  tribulationibus  uariisque  angustiis  sancta  ecciesia  in  suis  mcmbris  aflligeretur,  adeo  ut  tranquillitas 
et  pax  ex  inlegro  desperaretur,  compatiendo  tot  pressuris  totque  periculis  subuenire  illi  Deo  propitiante 
tractauimus,  et  hoc  tandom  illi  remcdium  consilio  nosirorum  fidelium  prouidimus,  ut  pacem  quam  peccatis 
nostris  exigcntibus  continuare  non  potuimus,  intermissis  saltem  diebus,  quantum  nostri  iuris  fuit,  aliquatenus 
recuperarcmus.  Feeimus  enim  hoc  et  perfecimus.  Conuocatis  igitur  parrochianis  nostris  ad  legitime  con- 
ductum  concilium,  quod  Colonio  in  sancti  Petri  matrice  ecciesia,  anno  dominice  incarnationis  millesimo 
LXXXIII.  indictione  VI.  XII.  Kai.  Maii  habitum  est,  ordinatis  aliis,  quod  de  his  facerc  disposuimus,  in 
publice  recitari  feeimus.  Quod  postquam  ab  omnibus  aliquamdiu  diuerso  modo  tractatum  est  et  retraeta- 
tum,  Deo  mediante  in  unum  tandem  conuentum  est,  et  tam  clero  quam  populo  pari  uolo  consentienlibus, 
quo  modo  et  quibus  per  annum  spaciis  obseruari  debeat  edocuiraus,  uidelicet  ut  a  primo  die  aduentus 
Domini  usque  ad  exactum  Epyphanie,  et  ab  intrante  sepluagesima  usque  in  octäuas  Pentecostes,  et  per 
tolam  illam  diem,  et  per  annum  omni  die  dominica,  feriaque  VI.  et  in  Sabbalo,  addita  llllor.  temporum 
feria,  omniumcjue  apostolorum  uigilia  cum  die  subsecula,  insuper  indifferenter  omni  die  canonice  ad  iciu- 
nandum  uel  feriandum  statuta  ucl  statuenda,  hoc  pacis  decretum  teneatur,  ut  itinerantibus  domique  ma- 
nentibus  securitalis  et  quietis  tutissima  sit  traditio,  ut  cedes  et  incendia,  prodas  et  assultus  nemo  faciat, 
nemo  fuste  et  gladio  aut  aliquo  armorum  genere  quemquam  Icdat,  et  ut  nemo,  quauis  culpa  faicosus,  ab 
aduenlu  domini  usque  in  octauas  epiphanie  et  a  septuagesima  usque  in  octauas  pentecostes  tollere  presu- 
mat  arma,  scutum,  gladium  aut  lanceam,  uel  cuiuscunque  prorsus  armature  sarcinam.  In  reliquis  uero 
diebus,  id  est  in  dominicis  et  sextis  feriis,  omnique  apostolorum  uigilia  cum  die  subsecuta,  et  omni  die 
ad  ieiunandum  uel  feriandum  statuta  uel  statuenda,  arma  illis  ferro  licebit,  ea  tamen  conditione,  ut  nulli 
quolibet  modo  losionem  inferant.  Si  necesse  fuerit  alicui  intra  spacium  condite  pacis,  id  est  ab  aduentu 
Domini  usque  ad  octauas  epiphanie,  et  a  septuagesima  usque  in  octauas  pentecostes  exire  de  nostro 
episcopatu  in  alium^  quo  ista  pax  non  tenetur,  arma  ferat,  ita  tamen,  ne  alicui  noccat,  nisi  impugnetur, 
ut  sc  defendat.  Reuersus  aulem  in  episcopatum  nostrum,  statim  arma  deponat.  Si  contigerit,  ut  debeat 
obsideri  castellum  aliquod  per  dies  qui  infra  pacem  comprehensi  sunt,  ab  inipugnatione  cessent,  nisi  ab 
obsessis  impugncntur  et  repugnare  cogantur.  Et  ne  hec  pacis  statuta  traditio  a  quauis  persona  temerc  et 
impune  uioletur,  huiusmodi  uiolatoribus  in  commune  ab  omnibus  est  dictata  senteutia.  Si  liber  uel  nobilis 
eam  uiolauerit,  uel  quolibet  alio  modo  defectauerit ,  absque  omni  sumptuum  aut  amicorum  interuentione 
a  finibus  confinium  suorum  expellatur,  totumque  predium  eins  heredes  sui  tollant,  et  si  beneficium  habuit, 
dominus  ad  quem  pertinet  illud  recipiat.  Si  uero  heredes  aliquod  illi,  postquam  expulsus  fuerit,  susten- 
taculum  uel  solatium  impendisse  inucnti  fuerint  et  conuicti,  predium  illis  auferatur  et  regie  ditioni  manci- 
pelur.  Quod  si  se  purgare  de  obiectis  uoluerint,  cum  XII.  qui  eque  nobiles  uel  eque  liberi  fuerint, 
iurent.  Si  seruum  occiderit  hominem,  decolletur.  Si  uulnerauerit,  manu  puniatur.  Si  alio  modo,  uel 
pugno,  siue  fuste  uel  lapide  percutiendo  defectauerit,  detondeatur  et  excorietur.  Si  autem,  cui  imputa- 
bitur,  se  innocentem  probare  uoluerll,  iudicio  aque  frigide  se  expurget,  ita  tamen  ut  ipse  et  nuUus  alius 
pro  eo  in  aquam  mittatur.  Si  autem  timens  uindictam,  que  in  eum  dictata  est,  aufugerit,  perpetue  ex- 
commanicationi  subiacebit,  et  in  quocunque  loco  auditus  fuerit,  mittantur  illuc  littere,  per  quas  denuncietur 
omnibus,  qOod  excommunicatus  est,  et  quod  cum  eo  communicare  nulli  licitum  est.  Non  debet  truncatio 
nianuum  in  pucris  fieri  qui  nondum  XII  annorum  etatcm  impleuerunt,  sed  in  illis  qui  ab  etate  id  est  a 

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XII.  annis  ad  maiorem  peruenerunt.  Pueri  tarnen  si  pugnauerunt,  uerberibus  castigentur  et  a  pugnando 
deterreantur.  Non  ledit  pacem,  si  quis  delinqiientem  seruum  suum  uel  discipulum  uel  quolibet  modo 
sibi  subditum  scopis  uel  fustibus  cedi  iusserit.  Excipitur  etiam  ab  hac  pacis  conslitutione,  si  dominus  rex 
publice  expeditionem  fieri  iusserit,  propter  appetendos  regni  inimicos,  uel  concilium  sibi  habere  placuerit 
propter  diiudicandos  iustieie  aduersarios.  Non  uiolatur  pax,  si  interim  dux  uel  alii  comites,  uel  aduocati, 
uel  qui  uice  illorum  funguntur,  placita  habuerint,  et  seeundum  quod  lex  habet  in  fures  et  predones  et 
alios  nocentes  iudicia  exercuerint.  Securitatis  gratia  omnibus  precipue  faicosis  huius  dominic^  pacis  statuta 
traditio  est,  sed  non  ut  post  expletam  pacem  rapere  et  predari  per  uillas  et  per  domos  audeant,  quia 
que  in  illos  antequam  ista  pax  statueretur  lex  et  sententia  diclata  est,  legitime  tenebitur,  ut  ab  iniquitate 
prohibeantur ,  quia  predatores  et  grassatores  ab  hac  diuina  et  ab  omni  prorsus  pace  excipiuntur.  Si  quis 
huic  pie  institutioni  contra  ire  nititur,  ut  nee  pacem  cum  aliis  Deo  permittere,  nee  etiam  obseruare  uolue- 
rit,  missam  illi  nuUus  presbiterorum  in  nostro  episcopatu  cantare  presumat  et  nullam  salutis  curam  im- 
pendat,  et  si  infirmatur,  nuUus  eum  Christianorum  uisitare  audeat,  et  uiatico  etiam  in  fine,  si  non  resi- 
piscit,  careat.  Summa  uero  Deo  promisse  pacis  et  communiter  collaudate  ista  erit,  ut  solummodo  non 
nostris  temporibus,  sed  in  perpetuum  apud  posteros  nostros  obseruetur,  quia  si  quis  eam  irritare  uel 
destruere  aut  uiolare  presumpserit,  siue  hoc  tempore  seu  qui  post  mukös  annos  circa  finem  seculi  nasci- 
turus erit,  a  nobis  inrecuperabiliter  excommunicatus  est.  Non  magis  in  comitum  aut  tribunorum  uel  po- 
tentum,  quam  in  totius  communiter  populi  potestate  et  arbitrio  constabit,  ut  uindictas  superius  dictatas 
uiolatoribus  sancte  pacis  inferant,  et  hoc  diligentissime  caueant,  ne  in  puniendis  amiciciam- uel  odium  uel 
aliud  quod  iustieie  contrarium  sit  exerceant,  ne  si  abscondi  possunt  delicta  aliquorum  abscondant,  sed 
potius  in  publicum  deferant.  Nullus  pro  redimendis  qui  in  culpa  deprehensi  fuerint  pecuniam  accipiat, 
nee  fauore  quopiam  culpabiles  adiuuare  contendat,  quia  qui  fecerit,  intolerabile  anime  sue  iudicium  incur- 
rit,  ac  per  omnes  fideles  meminisse  oportet,  non  homini  sed  soli  Deo  hanc  pacem  promissam  fuisse,  et 
tanto  tenacius  firmiusque  obseruandam  esse.  Quo  circa  uniuersos  obsecramus  in  Christo,  ut  ista  pacis 
necessaria  taxatio  inuiolabiliter  custodiatur,  ut  si  quis  eam  deinceps  uiolare  presumpserit,  omnino  a  sancte 
ecclesie  filiis  sequestretur,  et  banno  excommunicationis  inrecuperabilis  et  anathemate  mansure  perditionis 
dampnetur.  In  ecclesiis  uero  et  ecclesiarum  cimiteriis  honor  et  reuerentia  Deo  prebeatur,  ut  si  illuc  con- 
fugerit  raptor  uel  für,  minime  interficiatur  uel  capiatur,  sed  tamdiu  inibi  obsideatur,  donec  fame  urguente 
ad  deditionem  cogatur.  Si  aliqua  persona  reo  arma,  uictum  uel  fugam  moliri  presumpserit,  equalem 
penam  sicut  reus  sustinebit.  Clericos  uero  et  omnes  sub  hoc  ordine  uitam  degentes  banno  nostro  inter- 
dicimus  laicali  uindicta  puniri,  sed  manifesto  crimine  deprehensi,  episcopo  ipsorum  presententur.  Cnde 
laici  decollentur,  inde  clerici  degradentur,  unde  laici  detruncentur,  inde  clerici  ab  officiis  suspendantur,  et 
cum  consensu  laicorum  crebris  ieiuniis  et  uerberibus  usque  ad  satisfactionem  aiBigantur. 

JVRAMENTVM  PACIS  DEL  Ab  aduentu  Domini  usque  ad  proximam  diemlune  post  epyphaniara,  item 
a  LXXmt  usque  ad  octauam  pentecostes,  item  in  omnibus  uigiliis  et  ferialibus  festis,  et  tribus  diebus  in 
omni  septimana,  scilicet  a  uespera  V.  ferie  usque  ad  diluculum  II.  ferie  pax  sit  ubique,  ita  ut  nemo  ledat 
inimicum  suum.  Qui  occiderit,  capitalem  subeat  sententiam.  Qui  uulnerauerit,  manum  perdat.  vQui  pugno 
percusserit,  si  nobilis  est,  libram  componat.  Si  liber  aut  rainisterialis ,  X.  solidis,  si  seruus,  cute  et  ca- 
pillis.  Omnis  domus,  omnis  area  pacem  infra  septa  sua  habeat  firmam.  Nullus  inuadat,  nullus  eflFringat, 
nullus  infra  positos  temere  inquirere  aut  uiolenter  opprimere  presumat.  Qui  presumpserit,  cuiuscunque 
sit  conditionis,  capite  plectatur.  Si  fugiens  aliquis  inimicum,  uel  suum  uel  cuiuslibet  septum  intrauerit, 
securus  inibi  sit  Quilibet  hastam  uel  quidlibet  armorum  ultra  sepem  post  eum  immiserit,  manum  perdat. 
Cuicumque  uero  uiolatio  huius  pacis  imposita  fuerit  et  ipse  negauerit,  si  ingenuus  est  aut  liber.  XIl.  pro- 
batis  se  expurget.  Si  seruus,  tam  lito  quam  ministerialis,  iudicio  aque  frigide,  ita  scilicet  ut  ipsemet  in 
aquam -mittatur.    Si  furtum  acciderit  aut  rapina,  aut  bellum  patrie  mgruerit,  etclamormore  patri^  exortus 


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428  10S3  — 1085. 

faerit,  annati  omnes  insequantur,  et  in  eundo  et  redeundo  pacem  unusquisque  habeat.  Qui  uero  absque 
ineuitabili  necessitate  se  subtraxerit,  si  principum  terre  aliquis  est,  X.  libras,  si  nobilis  Y.,  si  über  aut 
ministerialis  II.,  si  lito  aut  seruus  V.  solides  persobiat,  aut  cutem  et  capillos  perdat.  Qui  excommunicatum 
uel  quibaslibet  sceleribus  dampnatum  sciens  receperit,  et  contra  leges  uel  diuinas  uel  humanas  defenderit» 
sententiam  dampnati  defensor  subeat.  Yiatori  hospitium  nemo  deneget.  Necessaria  si  habet  ^quo  sibi 
precio  ucndat,  si  non  habet,  a  uicinis  qui  habent  eadem  conuentione  acquirat.  Si  hospitium  negauerit. 
et  necessaria  uendere  uel  acquirerc  neglexerit,  magistrum  uille  uiator  appellat,  qui  conuocatis  ciuibus  suis 
rogata  ncgantem  ad  presens  decapillatum  excoriet.  Viator  si  importunus  extiterit  et  uioientiam  in  hospitio 
exercuerit,  uicinoS'Suos  hospes  conuocet,  iniuriam  denunciet,  quorum  consilio.  satisfactionem  exigat  et  re- 
cipiat.  Quibus  si  uiator  non  aequieucrit,  ut  raptor  dampnetur.  Viatur  si  necesse  habuerit,  IIos.  in  agro 
roanipulos,  aut  si  multum  tres  equis  suis  tollat,  quos  iu  eodem  agro  aut  in  proxima  uilla  depascat.  Pascua 
pratonim  et  poma  nuUus  prohibeat.  Qui  defenderit,  poenam  fugitiui  subeat.  Qui  conuicia  in  alium 
dixerit,  si  miles,  baculis  multetur,  si  rusticus,  scopulis  excorietur.  Hie  FIMS  JVRAMENTI.  Que  uero  sc- 
quuntur,  ore  omnium  laudata  et  in  manus  episcoporum  promissa  et  bauno  roborata  sunt.  In  omni  pacis 
tempore  predicto  nuUus  arma  ferat,  nisi  illa  quam  prescripsimus  neccssitas  exigat. 


CLXIV. 

Ad  omnium  qui  in  presenti  subsistunt  uel  in  futuro  successerint  fidelium  noticiam  peruenire  deside- 
ramus,  qualiter  ego  Erpho  septimus  decimus  sancte  Mimigardeuordensis  ecciesie  diuina  miserante  dementia 
Episcopus,  fidelium  in  quantum  potui  petitionibus  assensum  prebendo,  oppressis  subuenire,  afflictis  parcere« 
confractos  soluere,  animum  induxi,  cum  solum  placeant  omnipotenti,  qui  misericordie  sunt  dediti,  uec 
inuident  aliene  felicitati.  Igitur  Domina  Adalheiht  Fricconhorstcnsis  Dei  gratia  Abbatissa,  pietatis  amore  et 
salute  ulriusque  uite,  ministris  qui  ad  eandem  abbatiam  pertinebant,  ius  aliquante  melius  et  clementius 
quam  prius  haberent  constituere  dispositum  habens,  assumptis  secum  sue  prouisionis  filiabus,  eiusdem 
scilicet  Fricconhorstcnsis  coenobii  sororibus,  domina  preposita  IDA ,  decana  EILA,  custode  Gerburga,  aliis- 
que  quarum  nomina  inscripta  sunt,  Thicdhilda,  Suanihilda,  Gerthrude,  adiit  Serenitatcm  nostram  cum 
fidelibus  nostris,  summa  deuotione  et  humilitate  supplicans  et  deprecans,  ut  pro  diuini  timoris  et  amoris 
ueneratione,  suique  fidclis  seruicii,  ac  oratione  et  deuotione  totius  iilius  congregationis ,  cum  qua  prius  de 
Omnibus  negociis  egerat,  que  et  illi  in  omnibus  consenserat,  et  que  uoluit  uoluerat,  optauerat,  petiuerat, 
ut  ministris  supra  memoratis,  quia  non  melius  fere  ius  quam  liti  et  qui  cotidie  ad  curtes  seruiunt  habue- 
rant,  unde  et  plurimum  grauabantur,  quale  habent  qui  ad  episcopatqm  pertinent,  quale  et  domnus  meus 
Frithericus  pro  sua  dementia  ministris  qui  ad  preposituram  pertinent,  me  rogante  et  impetrante,  consen- 
tiente  fratrum  Mimigardeuordensium  unanimilate,  ius  dederat,  cohcoederetur,  et  pep  omnia  illis  similes  in 
lege,  iure,  iusticia  facerem.  Quod  ego.  habito  cum  fidelibus* meis,  tarn  de  clero  quam  de  militibus  et 
ecciesie  ministris  consilio,  cum  placeret  omnibus,  omnesque,  quia  bonum  illis  uideretur,  acclamarent,  uel- 
lent,  peterent.  facere  non  rennui,  et  ad  presens  cum  plurimi  tam  de  clero  quam  de  militibus  et  ministris 
ecciesie  adessent,  tale  ius,  legem,  iusticiam,  qualem  episcopales  et  qui  ad  preposituram  pertinent  ministri 
habere  uidentur,  concessi,  dedi,  concoedendo  dandoque  subscripsi,  confirmaui,  et  per  omnia  illis  similes, 
uolente  rogante  domina  eorum  uidelicct  abbatissa  Fricconhorstensi  A.,  consentiente  etiam  ac  dcprecantc 
unanimiter  tota  illa  congregatione,  feci  et  testamentum  scribendo  contradidi,  et  ne  quis  in  posterum  temc- 
raria  persona  irritare  rata  hec  et  certa  abolere  ullo  pacto  presumat,  bannum  episcopalem  superimposui, 
quo  cuncta  Ulis  firma  redderem,  confirmarem,  corrobarem.  Est  ius  constitutum,  quid  a  uiuentibus,  quid 
(i  dcfunctis  exigatur,  quid  oportet  ab  omnibus  teneri,  ac  propterea  necesse  est  doceri  et  ab  omnibus 
diliirentissime  obseruari. 


llQV 


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1089  —  1090.  429 

Huius  constitQtioms,  traditionis,  immo  et  laudationis  testes  inscribuntar,  ut  omnia  cerliora  reddaoUir. 
De  Clero  intererant.  Raodolfus  decanus.  Godascalcus  oicedominus.  Herimannus  custos.  Suehtgerus.  Adulfus. 
Liudbertus.  Gerbertus.  Rato.  Döring.  Franco.  Herimannus.  Uuerinherus.  UuacUinus.  Gisilberius.  et  molti 
alii  clericL 

De  militibus  uero  aderant  Lambertus  comes.  Conradus  longus.  Liuppoldus.  Godefridus  comes.  Bern- 
hardus.  Gerhardus  de  Laon.  Godascalcus  filius  eius.  Ruocgerus.  Eilbertus.  Hatheuuercus.  Ruobertus.  Folc- 
bertus.  Thiedmar.  Adalbertus.  Wicbem.  Meinhard.  et  alii  multi. 

De  ministris  ecclesi^  hi  fuerunt.  Wecil.  Suehtger.  Liudbraht.  Liuppo.  Ricbraht.  Eilbraht.  Ruocger. 
Meinhard.  Arnold.  Adalbraht.  Hugbold.  Liudger.  Atcilin.  Walcono.  Engilbraht.  Werinbraht.  Altman.  Heriman. 
Ado.  Odo.  Harbraht.  Hiddo.  Thiedric.  Hetcil.  Burchard.  Liuzo.  Berhtold.  Gerbraht.  Suehtger.  Ricbraht.  Wet- 
cil.  Watcilin.  Atcikin.  Godefnd.  Gerhard,  et  alii  quam  plurimi. 

Actum  Mimigardeford  in  camera  episcopi.  Anno  dominice  incamationis  millesimo  octogesimo  VI<^.  Indi^ 
ctione  VUIIa.  III.  Kai.  Januarii.  Anno  uero  ordinationis  domni  Erphonis  episcopi  primo.  Feliciter.  Amen. 

Von  dem,  der  UrkaDde  aufgedruckt  geweseoeo  Siegel  Ut  nur  ein  Brncbatück  übrig. 

CLXV. 

• 

In  nomine  sanct^  et  indiuidu^  Trinitatis.  ERPHO  diuina  miserante  dementia  Mimigardefordensis  etsi 
solo  nomine  episcopus.  Si  quid  sancte  Dei  ecclesie  ministrantibus  utilitatis  pio  affectu  impendere  curamus, 
retribui  nobis  apud  Dei  misericordiam  speramus,  maxime  cum  iuxta  preceptum  apostoli,  operamur  bonum 
apud  doraesticos  fidei.  Quo  circa  notum  fieri  cunctis  Dei  fidelibus  cupimus,  quaUter  cum  fidelium  nostro*- 
rum  consilio  prebendam  FRICCONHORSTENSIS  cenobii,  qu^  aut  uix,  aut  male  dabatur,  aut  eciam  impor- 
tune  subtrahebatur,  nee  post  subtractionem  resütuebatur,  ita  ut  VI.  ebdomadibus  inter  IVLIVM  et  AVGV- 
STVM  mensem  nee  potus  eis,  nee  panis  daretur,  in  cfteris  autem  temporibus  confus^  et  iudisposite  et 
contra  aliarum  consuetudines  ^cclesiarum  inutiliter  qu^  iuste  danda  erant  et  incaute  ministrabantur,  ratis 
temporibus  cautius  et  plenius  dari  constituimus,  quia  si  in  afflictione  positis  non  subueniremus,  iram  diuin^ 
ultionis  procul  dubio  incurreremus.  Panes  qui  dabantur,  quamuis  modius  bonus  esset,  parm  tamen  et 
uiles  erant,  quod  in  melius  commutauimus,  constituentes  ut  de  modio  siguli,  de  quo  ante  duodecim  fie- 
bant,  decem  panes  bene  boni  fierent,  et  de  modio  tritici,  uti  prius  abbatissa  scilicet  ADALHEIT  disposue- 
rat,  quatuordecim  panes  parari  iussimus,  excepto  quod  de  ipsis  panibus  tres  qui  singulis  dominicis  diebus 
supersunt,  in  suos  usus  dispensaus  accipiet,  eä  uidelicet  ratione,  ut  semper  in  quadragesima  Villi  m^  tri* 
tici  pro  eis  reddat,  unde  omnibus  in  commune  a  quinta  FERIA  post  caput  ieiunii,  TERCIA.  ET  SEXTA. 
ET  SABBATO,  usque  in  terciam  feriam  ante  pascha,  panis  nouos  in  modum  lune  formatus  detur,  et  in 
iisdem  supradictis  FERIIS  duo  becarii  de  meliori  ceruisia  singulis  propinentur,  in  diebus  uero  dominicis 
per  singulas  duo  becarii  et  panis  de  siligine,  qui  uulgariter  roggo  subtilis  dicitur,  continue  detur,  et  quia 
carnes  prebendarie,  siue  de  porcis,  siue  de  ouibus,  siue  de  uaccis  essent,  adeo  uiles  propter  macredinem 
et  paruitatem  erant,  ut  aliquotiens  ferculum  non  longius  quam  est  minimus  digitus  alicuius  adulti  hominis 
esset,  decreuimus  oues  et  porcos  meliorari,  et  porcum  qui  prius  in  triginta  neuem  fercula  diuidebatur, 
per  uiginti  quattuor  secari,  et  singulis  duo  fercula,  siue  porcina,  siue  ouina  uel  bouina  fuerit  caro,  bene 
et  iuste  secundum  illas  carnes  que  Monasteriensibus  fratribus  in  maiori  monasterio  dantur,  et  inter  duas 
unam  assaturam  dari.  Conuiuia  dabantur  prout  placuit,  non  ut  decuit,  quia  pars  aliqua  dabatur,  plurima 
subtrahebatur,  quia  nihil  cerli,  nihil  temperati  exhibebatur.  Vnde  inilo  in  commune  consilio  tempora  con- 
sütuiraus,  uidelicet  in  Aduentu,  in  NATIVITATE  DOMINI,  JOHANNIS  EVVANGELISTE,  In  OCTAVA,  In  EPI- 
PHANIA  DOMINI,  in  anniuersario  abbatisse  THIEDHILDIS,  in  purificatione  SANCTE  MARIE,  In  PASCHA, 
in  inuentione  SANCTE  CRVQS,  In  ASCENSIONE  DOMINI,  In  PENTEOSTE,  BONIFATII,  JOHANNIS  BAPT., 

Cod.  dipl.  hiit.  WetlTal.  17  ^  j 

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430  1090. 

aposlolorum  PETRI  et  PAVLI,  assumptionis  et  natiuitatis  SANCTE  MÄRIae,  MICHAHELIS,  EONIl  et  ANTO- 
Nll,  COSME  et  DAMIANI,  MAXLMI,  OiMNIVM  SAiNCTORVM,  MARTINI,  ANDREE,  cum  plenum  datnr  serui- 
dum  Septem  fercula,  cum  pleniter  non  datur  quinque  darf,  ad  cenam  uero  genus  cibi  quod  uulgo  struua 
dicitur,  et  assaturam  binis  et  binis.  A  Pascha  usque  Pentecosten,  SECVNDA  et  quarta  FERIA,  de  porcis 
giandibus  siue  frumento  pastis  lardum,  nisi  festiuitas  interuenerit,  iuxta  prius  constitutum,  donari  constitui- 
mus.  Pisces  non  dabantur  in  quadragesima ,  preter  unum  Salmonem,  qui  in  cena  Domini  dabatur,  ceteram 
legunHina  et  fabe  uiliter  et  incongrue  cocte  donabantuf,  nee  erat  Ulis  aliquod  soiatium,  unde  possent,  cum 
Deo  seruirent,  habere  spstentaculum.  Qua  propter  diuini  timoris  pariter  et  amoris  non  inmemores,  cum 
fidelioribus  nostris  accepto  consilio,  triginta  solides  in  quadragesima  disposuimus,  uidelicet  decem  de  man- 
sis  quos  dederat  domnus  FRITHERICVS  EPSr,  decem  de  decimis  quas  ego  peccator  ERPHO,  etsi  indignus 
successor  eins,  in  DEDICATIONE  EIVSDEM  ECCLESIE  tradidi,  quinque  de  GASGARE,  duo  de  VELON, 
tres  de  VVAMALO,  ut  a  capite  ieiunii  usque  in  PASCHA  quattuor  allecia  singulis,  ut  pro  loco  sanctisque 
Dei  ^cclesiis  attentius  exorent,  quanto  meliora  emi  potuerint,  donentur,  et  ut  huiusmodi  emptio  alicui  fideli 
laico  uel  clerico  committatur.  Viuum  dabatur  eis,  sed  indiscrete  et  minus  quam  indigerent,  unde  consulto 
opus  esse  uidimus,  et  quia  idem  uinum  de  cellario  abbatisse  dabatur,  uisum  est  nobis  et  fidelibus  nostris, 
ut  abbatisse  per  se,  sanctimoniales  suum  proprium  separatim  haberent  uinum,  ac  propterea  ad  compara- 
tionem  uini  sororum  ibidem  Deo  famulantium,  qUod  sui  iuris  sit,  in  suum  cellarium  deferatur,  libram 
unam  VVARTANHORST,  unam  marcham  de  adipibus  porcorum  et  de  bouinis  coriis,  unam  marcham  de 
pellibus  ouinis,  quattuor  solides  de  BALOHORNON,  computauimus,  ut  non  grauetur  abbatissa,  et  earum 
cesset  querimonia.  In  diebus  dominicis  et  in  omnibus  festiuitatibus  becarium  uini  quelibet,  et  in  conuiniis, 
si  in  dominica  euenerint,  duos  accipiant.  A  festiuitate  omnium  Sanctorum  usque  in  Pascha  uetus  ceruisia 
dabitur  et  medo  defecatus  propinabitur.  Antiquitus  uilissima  ceruisia  nulli  fere  nisi  indigentissimo  potabilis 
dabatur,  quod  a  supradicta  abbatissa  uidelicet  ADALHEIT,  sicut  de  triticeo  pane  bene  et  honeste  et  uli- 
liter  commutabatur ,  ut  omni  die  quinque  becarii  bone  ceruisie,  abnegato  pristine  constitutionis  incommodo, 
unicuique  siue  domi  fuerit  uel  exierit,  tribuantur.  Hanc  constitutionem  eins  utpote  bonam  laudamus,  ad- 
iuuamus,  et  eidem  sancte  congregationi  permanere  et  non  deficere,  banno  nostro  confirmamus.  Benedicta 
sit  que  in  melius  auxit  uel  auxerit,  maledicta  que  in  peius  mutauerit,  contriuerit,  diminuerit.  Oblationes 
pro  fidelium  memoria  collatas  iuxta  pristinum  seruari,  dari,  impendi  eciam  placuit.  Pecunia  ad  compa- 
randum  uestitum  parua  erat,  nee  ad  dimidium  alicui  earum  sufSciebat,  unde  inquisitione  facta,  de  curti 
Uuartanhorst  XIII.  libras  persoluendas  iure  inuenimus,  et  de  ipsis  Sanctimonialibus  ad  uestitum  cuilibet, 
siue  in  denariis,  siue  in  pannis,  siue  in  frumento  X.  solidos  dari  constituto  die,  uidelicet  in  feste  aposlo- 
lorum Symonis  et  Jude,  disposuimus,  preter  libram  que  Abbatisse  et  que  ad  comparandum  uinum  dabitur. 
Consuetudo  ibi  erat  aliis  sanctis  Dei  ecciesiis  contraria,  ut  quotcpiot  Sanctimonialium  defunctarum  prebende 
uacue  fierent,  quoadusque  a  succedentibus  aliis  recuperarentur,  sub  iure  essent  abbatisse,  in  quos  uellet 
eas  usus  conuertere.  Vnde  minui  uidentes  illarum  que  supefstites  fuerint  tam  uictum  quam  uestitum, 
quia  paucas  inuenimus  et  indigentes,  communi  consilio  et  affectus  pietate  condiximus,  ut  cuiuslibet  de- 
functe  Sanctimonialis  prebenda  post  obitum  eius  per  annum  donetur,  et  postea  subtrahatur,  ut  uiuentium 
et  Deo  ibidem  seruientium  uictus  et  uestitus  tanto  melius  et  commodius  impendatur.  H^c  inprimis  cum 
agerem  contraria  fuerant  abbatisse  prenominat^,  que  postea  per  fideles  nostros  submonita,  sponte  consen- 
sit,  bene  laudauit,  et  ut  hec  stabilia  et  inconuulsa  permanerent,  per  omnia  se  adiuturam  promisit.  Cui 
eciam  que  ad  se  pertineant  in  suos  usus  separatim  discreta  sunt,  separatim  Sanctimonialibus  attinentia 
disposuimus,  ut  utrique  parti  sua  constent  et  neutra  alteram  incuset,  omni  abolita  iniuria,  et  cessante  in 
futurum  querela. 

Igitur  cum  hec  omnia  multotiens  in  Capitolio  Fricconhorstensi,  presente  supradicta  abbatissa  et  con- 
sororibus  et  clericis  et  familia  eiusdem  ecclesie,  nee  non  presentibus  de  clero  S.  Pauli  quam  plurimis, 
cum  multis  nobilibus  tam  militibus  meis  quam  aliis  et  nostre  ecclesie  seruientibus  agerem  ad  altare  sancte 


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1090  —  1092.  131 

Crucis  missam  celebrans  IUI.  N.  SEPT.  astante  turba  innumerabili,  hec  decrela,  hec  disposita,  hec  consti- 
tula  banno  episcopali,  ul  perpetuo  maneaiit,  in  eternum  consislant,  perseuerent,  confirmauiraus,  corrobo- 
rauimus,  consolidauimus.  Secundo  in  dedicatione  maioris  ecclesie  Monasteriensis  IUI.  M.  NOVB.  peracta, 
eundem  bannum  domnus  Coloniensis  archiepiscopus  Herimannus,  et  Leodiensis  episcopus  Heinricus,  et  ego 
Monasteriensis  opilio  uideücet  ERPHO,  astante,  andiente  infinita  tarn  cleri  quam  populi  qui  ad  dedicationem 
conuonerat  multitudine  fecimus,  et  qui  ex  bis  quicquam,  que  supra  scripta  sunt,  irritum  fecerit,  perpetuo 
anathemate  excommunicando  condempnauimus.  Tercia  uice  111.  IDVS  FEB.  cum  in  maiori  ecclesia  Mona- 
steriensi  altare  in  honorem  Sancti  JOHANNIS  BAPT.  consecrarem,  quo  eciam  die  penitcntes  in  ecclesiam 
induxi,  et  reconciliationem  et  indulgentinm  totis  uotis  totisque  animis  quoad  poteram  facere  institi,  utpote 
insequenti  die  Iherosolimam  iturus,  eundem  bannum  repetiui,  non  tacui,  omnibus  indicaui.  Contestamur 
omnes,  conuenimus  cunctos,  monemus  uniuersos  qui  hec  audierant  uel  in  futuro  rescierint,  ne  anime  sue 
periculum  de  bis  tacendo  iiicurrant,  quin  eciam  quod  omnis  persona  hec  infringens  uel  irritans  uel  ad- 
nihilare  uolens,  iudicium  diuine  ultionis  incurrit,  sciat,  dicat,  contestetur,  admoneat,  in  Christi  nomine 
AMEN. 

Actum  Fricconhorst   Anno  dominice  incamationis   Millesimo    nonagesimo,    Indictione  XIII.  IUI.  Noo. 
Soptcmb.  Anno  Ordinationis  mef  quinto.  Feliciter.  AMEN. 

Da«  aufgedruckte  und  zugleich  mit  Pergamentslreifen  festgeheftete  Siegel  int  nur  noch  zum  Theil  erhalten.  Man  sieht 
noch  das  bischöfliche  Brustbild  (von  dem  Siegel  der  folgenden  Urkunde  verschieden)  mit  dem  Bischofsstäbe  in  der 
rechten  und  einem  geschlossenen  Buche  in  der  linken  Hand ;  von  der  Umscbriffc  ist  noch  zu  lesen :  S.  ERP.  DT, 
GRÄ.  M.  .  .  .  ERINE 


CLXVI. 

In  nomine  sanct^  et  indiuidue  Trinitatis.  ||  Sciant  fideles  tarn  presentes  quam  futuri,  quia  ego  Erpho 
Dei  gratia  sancte  Monasteriensis  ecclesie  prelatus  allodium  Ocelini  Were  consensu  sui  heredis  Lieuechini 
sepibus  e,t  edificiis  ab  eo  libere  conquisiui,  sibi  autera  ego  suoque  heredi  decimas  de  eodem  allodio  usque 
ad  exitum  uit^  sue  concessi.  Hoc  itaque  primum  in  curti  mea  Hasbcche  coUaudatum  est,  secundo  iure 
Westpbalico  confirmatum  in  placito  comitis  Dodechini  presentibus  bis.  Walone  albo  qui  aduocationem  de 
eodem  allodio  suscepit.  Biso  de  Lecdene  presens.  Odo.  Anno.  Lucechin.  Rocelo.  Abacho.  Godeschaicus  de 
Lon.  Liberi  omnes.  Ministri  autem  Hermannus  de  Lare.  Bernardus.  Godeschaicus.  Odelricus  de  Darenuelde 
et  frater  eins  Walthardus.  Mazo  de  Were.  Teodericus  de  Bilribechi  et  filius  eins  Hadoardus.  Rodulfus 
de  Lon.  Wezelo.  Ego  igitur  deinde  hoc  ipsum  allodium  pro  salute  anime  mee  in  usum  ^cclesie  beat^  Marie 
Monasterii  donaui,  ut  tamen  Ocelinus  et  filius  eins  reddidus  de  eodem  allodio  usque  ad  exitum  uite  sue 
habcret,  sed  tantum  duos  nummos  in  tributum  super  altare  beate  Marie  quoque  anno  persolueret.  Post 
mortem  uero  eins  filiique  sui  ecclesia  beate  Mari§  libere  obtineret,  exceptis  septem  partibus  Fredenensis 
ecclesie,  que  sunt  segregate  in  presentia  Weremboldi  eiusdem  ecclesie  aduocati.  Eppo  uillicus  presens  et 
Rodericus  frater  eins.  Hyeric.  Lubertus.  Odo  filius  Suegeri,  Suegerus  de  Wilne.  Anno  millesimo  nonage- 
simo IF.  dominice  incamationis,  indictione  XX.m*  Hec  stabilita  sunt  in  ecclesia  beat«  Marie  Monasterii. 
Testes  igitur  tarn  clerici  quam  laici  hi  sunt.  Ludolfus  prepositus.  Suegerus  decanus.  Adolfus  de  Lon.  We- 
zelo presbiter.  Landduuardus  presbiter.  Hoico  presbiter.  Themo.  Lambertus  de  Dale,  qui  aduocationem  de 
eodem  allodio  a  Walone  albo,  qui  antea  eam  habuerat,  suscepit.  Haceco.  Robertus.  Eilbertus. 

Das  unten  seitwärts  aufgedruckte  Siegel  ist  kreisförmig  und  seigt  den  Bischof  in  halber  Figur,  mit  unbedecktem  Hraptey 
übrigens  im  Ornate,  mit  der  Umschrift:  f  Erpho.  Di,  Gra.  Mimigardefurdensis  Eps. 

47* 


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132  ie»6  — io»T. 


CLXVII. 


In  nomine  sancte  et  indiuidu^  Trinitatis.  Odalricus  fauente  dementia  diuina  Mindensis  episcopus.  || 
Notum  esse  cupimus  tam  successure  posteritati  quam  presentis  temporis  aetati ,  qualiter  uenerabilis  matrona 
MERESVID  predia  sua  XI.  scilicel  Vorewerc  in  pago  qui  dicitur  Angeri  in  comitatu  MAGNI  ducis,  collau- 
dante  et  confirmante  filio  suo  GERHARDO  mundibulo  et  berede  legiümo,  ecclesie  nostre  absque  omni 
interdictione  et  conditione  (delegaue)rit.  Anno  ab  incarnatione  domini  M*  XCVI.  indictione  IUI.  V  Id.  Febr. 
ordinationis  autem  nostre  anuo  primo,  quorum  nomina  hec  sunt.  IL  in  Volchrisson,  unam  in  Frithegotessin, 
unum  in  (Wegerden,  unum)  in  Wermerinchuson,  unum  in  Hohinchuson,  II.  in  Hemeuhuson,  unum  in  Rio- 
denithe,  unum  in  Hiluise,  unum  in  Aesdorpe,  et  unum  in  Richildesbiuthle,  quod  situm  est  iuxta  iluuium 
(Alara),  cum  omnibus  appendiciis,  id  est  areis,  edificiis,  agris,  pratis,  pascuis,  terris  cultis  et  inculüs, 
aquis  aquarumque  decursibus,  molendenis,  molis,  piscationibus ,  siluis,  uenationibus,  uiis  et  inuiis/exitibus 
et  reditibusy  quesitis  et  inquirendis,  cum  omni  utilitate  que  uel  scribi  uel  nominari  potest,  et  CG.  utriusqne 
sexus  mancipia.  Nos  autem  consilio  familiarium  nostrorum  admoniti,  eadem  predia,  exceptis  duobus 
Voreuuerc  Riudenithe  et  Frithegotessun ,  eidem  matrone  ex  parte  nostri  quamdiu  ipsa  quidem  uixerit,  pro 
annuo  ccnsu,  quem  in  placito  soluit,  uno  uidelicet  denario,  concessimus.  Insuper  utrisque  pariter,  ei  filio- 
que  supradicto,  XII.  libras  decimarum  in  beneficium  dedimus,  ea  interposita  ratione,  ut  si  ipsa  superuixe- 
rit,  beneficia  cum  prediis  retineat,  sin  autem,  ipse  quidem  beneficia  habeat,  predia  uero  in  usum ecclesie 
cedant.  Hoc  ut  ratum  et  omni  tempore  inconuulsum  permaneat,  testibus  confirmauimus,  scriptis  insigni- 
uimus,  sigilli  nostri  inpressione  roborauimus.  Nomina  autem  testium  tam  liberorum  quam  ingenuorum 
subscripta  sunt.  Thetric.  Reginbreht.  Volcwin.  Bodo.  Heriman.  Fritheric.  Landward.  Widikin  aduocatus. 
Atholf.  Aerp.  Volmar.  Helmwerc.  Ascholf.  Kerstin.  Thancbreht.  Aeicco.  Aelo,  Dudo.  Fritheger.  Asbodo. 
Godefrith.  Marcward.  Retherd.  Aethelwic.  Meinward.  Aethelger.  Tanuno.  Windilbern.  Liuthard.  Thiederic. 
Aegiibreht.  Thietmar.  Liudolf. 

Das  Siegel,  welches  aaf  der  Charte^  an  einer  von  Schrift  leer  gelaisenen  Stelle,  mit  iichmalen  Pergamentstreifen  ange- 
heftet war,  Ut  ferloren  gegangen.  —  Die  Charte  ist  sehr  beschädigt,  doch  nur  wenige  Worte  gans  Terloren  gegan- 
gen, welche  oben  aus  dem  Abdrucke  bei  Würdtwein  ergäntt  und  eingeklammert  sind. 

CtXVIII. 

Aus  dem  Archife  des  Domstiftes  so  Osnabrück. 

In  nomine  Domini  nostri  IHU  XPI.  ||  Notum  facimus  et  notum  esse  uolumus  omnibus  tam  nostri 
quam  futuri  temporis  fidelibus,  RVOTHWARDVM  nobilem  nos  WIDONEM  sanct§  Osnanbruggensis  ecclesie 
episcopum  adisse,  et  consensu  et  coUaudatione  ADALDRYD  sororis  et  legiptime  heredis  su§  absque  omni 
conditione  in  placito  FOLCMARI  comitis  in  ins  et  proprictatem  perpetu^  possessionis  §cclesif  Sancti  Petri 
Osnanbruggeusi  et  nobis  ad  manum  aduocati  nostri  AMVLVNGI  tradidisse  duas  curias,  unam  LINE  etaliam 
HEMBEKE  cum  quadraginta  nominatis  mancipiis,  et  cum  omnibus  iure  ad  predictas  duas  curias  pertinenti- 
bus  tam  in  mansis  possessis  et  non  possessis,  quam  in  c^teris  omnibus  rebus,  que  in  Ulis  uel  in  quibus- 
cunque  aliis  pagis  habentur.  Insuper  in  predicti  comitis  placito  dedit  nobis  et  ecclesi9  nostre  in  parrochia 
HAGEN  duos  mansos  possessos,  et  in  parrochia  BRAMEZCHE  unum  mansum  uastum,  et  filium  suum  HIL- 
DEBRANDÜM  in  proprietatem  coUaudatione  predict§  heredis  sue.  Et  quia  in  his  omnibus  nobiscum  bene 
et  fideliter  egit,  easdem  curias,  quas  nobis  dedit,  cum  omnibus  ad  ipsas  attinentibus ,  preter  illos  duos 
mansos  qui  HAGE  siti  sunt,  et  unum  uastum  qui  est  BRAMEZCHE,  ei  et  uxori  su^  in  beneficium  prestiti- 
mus.  Insuper  ubi  ipse  uoluit  et  elegit,  ad  pr^dictum  beneficium  tres  libras  in  decimacione  minus  uno 
solide  addidimuS;  ita  ut  si  alter  eorum  alten  superstes  fuerit,  utrumque,  id  est  predium  quod  dedit  et 


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109T  — iioo.  433 

decimatio  quam  prestitimus,  iu  beneficiom  in  uita  habeat.  Post  obitum  vero  eorum  sine  onüii  contradi- 
ctione  et  pr^dium  et  decimatio  ex  toto  in  usum  predicte  ecclesie  redeat.  Si  quis  autem  ex^successoribus 
iiostris,  quod  absit,  hoc  quod  nos  fecimus  infringere  uoluerit,  potestatem  habeat  predictus  ROTHWARDVS 
ad  se  predia  que  dedit  recipiendi.  Vt  autem  hec  pagina  firmitudiuem  habeat,  sigilli  nostri  expressione 
signauimus.  Acta  sunt  ista  SINECL4  in  prenominati  comitis  placito,  Idus  Junii  anno  millesimo  nonagesimo 
septimo,  Indictione  V.  Presentibus  testibus  ex  nobilibus.  FÖLKER.  GOZWIN.  ADALBER.  GODESCALC. 
THIDRIC.  HATHEBRAND.  TIEMO.  Ex  liberis  autem.  FORMVND.  WALDMAR.  et  bergildi  ad  predictum 
placitum  pertinentes. 

Das  Siegel,  welches  aufgedruckt  war,  ist  Terloreu  gegangen.  —  Die  Urkunde  ist  sehr  sauber  und  charakteristisch  ge- 
schrieben« 

CLXIX. 

Aus  dem  Fürstlich« Salm -Horstmar'schen  Archire. 

Notum  Sit  Omnibus  fidelibus,  qualiter  domnus  BYRGHARDVS  Dei  gratia  Monasteriensis  episcopus, 
semper  inopum  et  oppressorum  pius  miserator,  Gerharde  de  Graz,  eorum  quibus  decimas  suas  debuit 
inclementia  oppresso,  sua  miseratione  subuenit.  Statuit  enim  sua  auctoritate,  ut  de  domo  et  agricultura 
suo  annuatim  tres  solidi  et  XYI.  modii  siliginis  persoluantur,  nullusque  episcopalis  debiti  exactor  ab  eo 
uel  successoribus  suis  amplius  exigere  habeat.  Huius  pacti  testes  adhibiti  sunt.  Herimannus  camerarius. 
Amoldus  dapifer.  Engilbertus  pincema.  Bernhardus  de  Chemene.  Ricbertus  de  Lon. 

Ein  grosses  kreisförmiges  Siegel  (wahrscheinlich  das  des  Bischofs)  war  aufgedruckt;  es  ist  aber  der  obere,  Dild  und 
Umschrift  enthaltende  Theil,  ganz  Terloren  gegangen,  wahrend  das  untere,  durchgedruckte  Stück  a'o-der  Rückseite 
der  Charte  sitien  geblieben  ist. 

CLXX. 

IN  NOMINE  DOMINI.  Notum  sit  omnibus  fidelibus  tarn  presentibus  quam  futuris,  quod  temporibus 
regis  Heinrici  quarti,  Domnus  Gumpertus  venerabilis  abbas  Patherbrunnensis  cenobii,  predium  quoddam 
cum  uniuersis  que  in  eo  erant  mancipiis,  iumentis  et  utensilibus,  in  pago  Ossenthorp,  in  aduocatia  Heinrici 
comitis  de  Rietbike,  a  quodam  Godicone  XX.  marcis  comparauit,  expendens  ad  coemptionem  illius  calicem 
argenteum  de  sua  ecciesia  cum  communi  fratrum  consilio,  certe  satis  utili  et  fructuosa  commutatione. 
Que  coemptio  postea  apud  Thuneresberg  in  placito  Erphonis  presidis  regali  banno  confirmata  est.  Ego  vero 
Heinricus  Dei  gratia  Patherbrunnensis  sedis  episcopus  decimationem  de  eodem  predio  iUi  monasterio  per- 
petualiter  delegaui,  tam  pro  remedio  anime  mee,  quam  interuentu  prefati  Godiconis,  qui  eam  in  benefi- 
cium  eatenus  possederat,  sicque  rogatu  predicti  abbatis  et  fratrum  eius  iam  dictam  coemptionem  et  huius 
decimationis  traditionem  nostra  pontificali  auctoritate  et  banno  stabih're,  firmare  et  roborare  curaui,  et 
istam  cartam  hanc  constitutionem  scriptam  continentem  sigilli  nostri  impressione  iusigniri  feci,  etemaferiens 
maledictione  omnes  qui  hanc  constitutionem  ullo  modo  infringere  presumpserint. 

Huius  traditionis  et  confirmationis  testes  sunt,  tam  canonici  quam  monachi  huius  nostre  principalis 
sedis.  Laici  vero.  Elver.  Gerhard.  Egbreth.  Hugo.  üflFo.  Liudold.  Eizo.  Essiko.  Herebold.  et  alii  multi. 

Acta  Patherbrunnon  XI.  Kai.  Septemb.  Anno  ab  incarnatione  Domini  M.C.  Indictione  YIH. 

Das  aufgedruckte  grosse  kreisförmige  Siegel  ist  swar  serbrochen,  doch  erkennt  man  darauf  noch  das  Bild  des  sitsenden 
Bischofs  mit  dem  Bischof^tstabe  in  der  rechten  und  einem  Buche  in  der  linken  Hand;  mit  der  Umschrift:  Heinricn« 
Gra.  DL  Patherbrunnensis  Epc«  f. 


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134  **o*- 


CLXXI. 


In  nomine  sancte  et  indiuidue  Trinitatis.  Heinricus  Dei  gratia  Patherbrunnensis  ecclesie  episcopus.  || 
Quotiens  a  nobis  subiccti  ea  postulant,  que  sie  eorum  profectui  conucniunt,  ut  racioni  per  onauia  compe- 
tant,  non  solum  quesita  uUro  oiFerre,  sed  et  que  proficua  sunt  eis  paterna  nos  dilectione  decet  exhibere. 
Vnde  oranium  fidelium  Christi  tarn  presentium  quam  futurorum  cognoscat  industria,  qualiter  domnus  Gum- 
pertus  uenerabilis  abbas  huius  ciuitatis  cum  suis  fcatribus  nos  adiit,  et  ecclesie  commisse  calamitates,  super 
incensis  eius  edificiis,  distractis  prcdiis,  aduocatorum  exactione,  uiolentonim  inuasione  conquerens,  qua- 
rundam  rerum  a  nobis  in  presentiarum  canonicam  correctionera  et  ^cclesiastice  defensionis  in  futurum 
tuicionem  racionabiliter  et  suppliciter  expetiit.  Nos  autem  ob  honorem  et  amorem  Dei ,  quo  ecciesiam  eius 
tuendam  gubernandamque  suscepimus,  et  licet  multo  labore  optate  pacis  et  quiclis  in  litore  coUocauimus, 
racionabili  peticioni  benignum  assensum  prebuimus,  et  primitus  que  militcs  et  homines  nostn  iuri  suo  et 
beneficio  uendicauerant,  plenarie  restitucntes,  hec  cum  aliis  omnibus  que  eadcm  ecclesia  eatenus  possede- 
rat  uel  deinceps  possessura  est  confirmantes  et  corroborantes,  presentis  scripti  auctoritate  et  banno  sta- 
biliuimus  et  communiuimus,  sub  anathematis  iuterminatione  statuentes,  ut  nuUa  persona  parua  uel  magna, 
domestica  uel  extrauea,  contra  Dei  ecclesias  seuiens,  quemlibet  abbatem  et  fratres  prefate  ecclesie  super 
bonis  concessis  uel  concedendis,  mobilibus  uel  immobilibus,  inquietare,  molestare  aut  diuestire  presumat. 
Quod  si  quis  ausu  temerario  attemptauerit,  et  quicquam  ipsius  ecclesie  iuris  aut  honoris,  siue  in  abbatis 
regulari  electione  seu  in  quacumque  ecclesiastice  dignitatis  et  utilitatis  prouisione  et  dispositione  imminuere 
uel  infringere  presumpserit,  anathematis  uinculo,  nisi  uelociter  cum  condigna  satisfactione  resipuerit,  inno- 
detur,  honorisque  ac  dignitatis  sue  periculum  patiatur.  Obseruantes  autem  eidem  et  in  eodem  loco  que 
sua  sunt,  misericordia  diuina  custodiat  et  post  hanc  uitam  ad  eternam  feliciter  peruenire  concedat.  Testes 
huius  confirmationis  sunt.  Thietmarus  abbas  de  Helmwardeshuson.  Roggerus  prepositus.  Reinboldus  decanus. 
Conradus  prepositus.  Beruhardus  cellerarius.  Heinric.  Godescalcus*  Hizel.  Folcbrath.  et  ceteri  omnes  canonici. 
Laici  uero.  Karolus  filius  regis  Danorum.  Erpho  comes.  Liuppold  comes.  Conrad.  Burghardus.  Tiemmo. 
Gumpratb.  Walo.  Heinric.  Heinric.  Bernhard.  Thietmar.  Liberi  homines.  Ministeriales  autem.  Einer.  Ecbertiis. 
Athelwort.  Eizo.  Item  Eizo.  Manegold.  Hildebold.  Herebold.  VflFo.  Hugo.  Adelbrath.  Godika.  Sibreth.  Code- 
scalc.  Radolf.  Brun.  Heriman.  et  alii  multi. 

Data  Patherbrunnon  Kai.  Nouemb.  Anno  dominice  incarnationis  M.CL  Indictione  VIIH.  Regnaate  Hein- 
rico  rege  HU. 

Das  zur  Seite  aafgedruckte  grntse  kreisförmige  Siegel  xeigt  den  Bischof  (in  ziemlich  roher  Figur)  mit  unbedecktem 
Haupte,  in  der  rechten  Hand  den  Bischofsstab,  in  der  linken  ein  offenes  Buch  haltend,  und  auf  einem  breiten  Stuhle 
sitaend;  mit  der  Umschrift:  Heinricus  Gra.  Di.  Patherbrunnensia  Epc.  f.  H£  ist  jedesmal  in  einen  Buchstaben 
susammengesogea. 

CLXXII. 

E  Strunckii  mscpt.  not.  crit. 

In  nomine  sancte  et  indiuidue  Trinitatis.  Adelbertus  Moguntine  sedis  archiepiscopus.  Quoniam  uni- 
uersis  ecclesiis  et  monasteriis  in  nostro  archiepiscopatu  constitutis  debito  karitatis  affectu  quantum  possu- 
mus  consulere  et  prouidere  tenemur,  et  eorum  iustis  et  honestis  precibus  non  contraire,  pro  deuota  pe- 
ticione  dilectorum  in  Christo  filiorum  Thietmari  abbatis  et  fratrum  Helmuuardeshusensis  coenobii,  sub  im- 
pressione  sigilli  nostri,  scripto  commendari  iussimus,  qualiter  fidelis  amicus  nostcr  Comes  Dedo  de  Zygen- 
berch  et  uxor  eius  Helburga  nomine,  sue  proprietatis  unum  mansum  in  Ghuthingen  ab  eisdem  quondara 
prefato  coenobio  pro  octo  marcis  argenti  temporibus  predicti  abbatis  impignoratum,  tandem  acceplis  aliis 
octo  marcis  argenti  ab  illo  abbate  et  monasterio,  consentientibus  heredibus  suis  Hermanno  uidelicet  ac 

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1101  ~- 1103.  135 

Sigebodone,  lam  sepe  dicto  coenobio  Helmuuardeshusen  la  proprietatem  tradidcrunt,  in  kastello  quod 
dicitur  Burcgrona,  Comite  Hermanno  ibidem  in  comiciali  iudicio  pr^sidente  et  uenditionem  siue  traditionem 
istam  regio  banno  sentencialiter  confirmante.  Acta  sunt  h^c  anno  dominic^  incarnationis  M^\C<'.P.  Indi- 
ctione  Villi. 

CLXXIII. 

In  nomine  sancte  et  indiuidae  Trinitatis.  Heinricus  Dei  gratia  Patherbrunnensis  ecclesie  episcopas.  || 
Qnod  ad  multorum  noticiam  peruenire  congruum  duximus,  litterarum  monimentis  mandare  prouida  deli- 
beratione  curauimus.  Presens  ergo  etas  omnisque  subsecutura  nouerit  posteritas,  qualiter  due  sorores 
secundum  carnem  libere  Hertha  et  Waltburg  nominale,  cum  consensu  tutoris  sui  Fritheboldi  suorumque 
heredum  Bernhard!  et  Fritherici,  quinque  mansos'in  uilla  Suiuuelde;  quos  hereditario  iure  possederant, 
ad  Patherbrunnense  cenobium  in  honore  Sanctorum  apostolorum  PETRI  et  Pauli  constructum,  tradiderunt» 
ut  non  solum  beneficium  necessari^  consolationis,  sed  eciam  auxilium  oportune  experirentur  defensionis. 

Hec  traditio  primo  facta  est  in  placito  Walonis  presidis  loco  qui  dicitur  Dure,  coram  muititudine 
que  ad  tribunal  eins  conuenerat,  quam  ipse  regali  banno  confirmauit  et  roborauit.  Secundo  coram  prin- 
cipali  altari  Sanctorum  apostolorum  PETRI  et  Pauli  presente  domno  Gumperto  abbate  cum  omni  congre- 
gatione  laicorumque  muititudine,  ubi  et  Heinricus  nostre  ecclesie  aduocatus  predictam  traditionem  de  altari 
suscepit,  regieque  potestatis  banno  postmodum  in  placito  aduocatie  sue  stabiliuit.  Postea  prenorainate 
sorores  ab  amicis  suis  ammonite  se  ipsas  in  proprietatem  predicte  ecclesie  dederunt,  et  prefatos  mansos 
cum  uno  qui  erat  ecclesie  in  eadem  uilla,  usibus  suis  quamdiu  uiuerent  profuturos  in  beneficium  recepe- 
runt  Hanc  traditionem  tam  legitime  factam  bannique  nostri  auctoritate  firmatam,  si  quis,  quod  absit, 
infringere  temptauerit,  uel  aliquam  lesionem  seu  iniuriam  prefati  cenobii  fralribus  inferre  presumserit,  iram 
et  oiTensam  Dei  Sanctonumque  eins  incurrat,  de  libro  uiuentium  memoria  illius  pereat,  eterne  maledictioni 
cum  diabolo  et  angelis  eins  subiaceat.  Que  ne  forte  attemptare  quis  audeat,  et  ut  memoriale  in  genera- 
lionc  generationum  permaneat,  paginam  hanc  inde  scribi  iussimus  et  eam  impressione  sigilli  nostri  subter 
consignatis  idoneis  testibus  signauimus.  Quorum  uomina  hec  sunt.  Rockerus  prepositus.  Reinholdus  deca- 
nus.  Conradus  prepositus.  Godescalcus.  Reinbertus.  Folcbcrtus.  canonici.  Liuppoldus  comes  qui  ad  placitum 
Walonis  presidis  presens  erat.  Worad  uicedominus.  Eizo.  Ecbrath.  Monegold.  Item  Eizo.  Rado  de  Brenken. 
Bernhardus  causidicus.  Frithebold.  Meingoz.  Sifridus.  Adelbero.  Folcbrath.  Cono.  Vdo.  VflFo.  Hugo.  Adelbralh. 
HiJdebold.  Heribold.  Godescalc.  Sibrath.  Brun.  Richard.  Radolf.  Becelin,  Eckehard.  Ernest.  Frithemar.  Thie- 
deric.  Walebrun.  Widelo.  Welziko.  Wizo.  Et  plures  alii  studio  breuitatis  omissi. 

Hec  traditio  et  confirmatio  facta  est  anno  incarnationis  dominice  M. CIL  Indictione  X.  Regnante  rege 
Heinrico  IUI. 

Die  Charte  ist  sehr  beschädigt  uod  das  Siegel  serbrocbco. 

CLXXIV. 

In  nomine  sancte  et  indiuidue  Trinitatis.  Heinricus  Dei  GRatia  PATHerbrunnensis  ecclesie  humilis 
minister.  ||  Si  specialibus  cuiusque  fidelium  nostrorum  necessitatibus  perspectis  succurrendum  et  consulen- 
dum  fore  pastoralis  soUicitudinis  officium  exigit,  multo  amplius  et  dignius  ecclesiarum  Dei  profectui  uel 
exaltationi  cohgruam  diligentiam  exhiberi,  nouis  ad  eins  necessitatem  et  utilitatem  atque  dignitatem  perti- 
nentibus  rebus,  noua  immo  necessaria  et  utilia  instituta  prouideri,  auctoritas  et  ratio  deposcit.  Qua  re 
debitam  ecclesiis  nobis  commissis  diligentiam  impendentes,  omnibus  Christi  fidelibus  tam  futuris  quam 
presentibus  notum  esse  uolumus,  qualiter  uir  quidam  Wlfheri  nomine  a  domno  Gumperto  abbate  ecclesie 


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436  1108  — lio«. 

beatorum  ÄPostolorum  PETRI  et  PAVU,  que  in  presenti  ciuitate  sita  est,  unum  Vorwerc  Qaallenstide 
dictum,  pertinens  in  curiam  prefate  ecclesie  Withun,  Jure  beneficii  accepit,  et  competentis  seruitti  eque  ut 
alii  ministeriales  iidelitatem  exhibens,  aliquamdiu  possedit.  Vir  autem  quidam  ingenuus  nomine  Wort, 
sedens  Herekenthorpe,  habebat  in  comitatu  Magni  ducis  in  pago  Hallo  Nouem  mansos  paterne  hereditatis, 
quos  usu  fructuario  minus  sibi  commodos,  prefato  abbati  Gumperto  offerens,  eos  in  dominium  ecclesie 
suscipi,  et  Qualienstide  in  ius  sue  redigi  postulabat  proprietatis.  Cuius  desiderio  abbas  suorum  fidelium 
satisfacicns  consiiio,  Qualienstide  a  Wlfliero  accipiens,  consensu  ipsius  illi  proprietario  iure  possidendum 
contradidit,  et  ab  eo,  heredibus  suis  fauentibus  et  predicto  duce,  bona  sua  in  Hallo  Wlfhero  iure  bene- 
ficii profutura  in  dicionem  ecclesi^  recepit.  H^c  nostra  licentia  et  presentia  facta,  banno  nostre  pontificalis 
auctoritatis  confirmauimus,  et  omnes  qui  hec  infringere  et  annullare  absque  iusta  et  utili  commutatione  .  .  . 
sunt,  perpetui  anathematis  uinculo  innodauimus.  Quf  eciam  ut  per  successiones  temporum  rata  et  incon- 
uulsa  permaneant,  litteris  ea  mandari,  testibus  comprobari,  impressione  sigilli  nostri  fecimus  roborarL 
Testes  huius  rei  sunt.  Eluer  comes.  Worad  uicedominus.  YfFo.  Ecbrath.  Essiko.  Eizo.  Ydo.  Cono.  Gerhard. 
Herebold.  Hildebold.  Altman.  Adelbrath.  Beruhard.  Waltgot.  Sigebodo.  Widelo.  Brun.  Frithemar.  Thancmar. 
Walebrun.  Aethelger  Liefdach.  Wlfinund.  Becelin.  et  alii  multi. 

Actum  Patherbumon  XII.  Kai.  Septembr.  Anno  dominic^  incarnationis  M.C.in.  Indictione  XI.  regnante 
Heinrico  rege  Uli*©. 

Die  Charte  Ut,  so  wie  das  aari^ed ruckte  Siegel,  sehr  beschädigt. 

CLXXV. 

IN  NOMINE  SANCTE  ET  INDIVmVE  TRINITATIS.  Ego  Gumpertus  DEI  GRATIA  Patherbrunnensis 
cenobii  humilis  prouisor.  Notum  fieri  cupio  posteris  nostris,  quod  quidam  ministerialis  principalis  ^cclesie 
nostre  nomine  Godiko,  propter  multimoda  sue  fidelitatis  et  dilectionis  erga  locum  nostrum  obsequia,  man- 
sum  unum  in  Vsne  cum  molendino,  pertinentem  in  curiam  nostram  Wanbeke,  tali  iure  a  nobis  accepit, 
ut  omni  anno  in  Dominica  medie  Quadragesime  unum  Salmonem  fratribus  nostris  persoluat  Quod  si  die 
ipsa  uel  precedenti  sabbato  non  persoluerit,  eodem  iure  et  sententia  quo  aliquis  ministerialium  nostrorum 
statuta  sibi  transgrediens  componat,  uel  si  hoc  facere  recusauerit,  manso  perpetualiter  careat.  Si  autem 
uel  ipse  uel  post  mortem  suam  quisquam  heredum  eins  uiolenter  eundem  mansum  retinere  uoluerit,  ex- 
communicationi  et  maledictioni  a  beate  memorie  Meinwerco  episcopo  inuasoribus  nostr^ .  ecclesie  imprecate 
subiaceat.  Ad  huius  rei  memoriale  monimentum,  cartam  hanc  conscriptam  sigillo  nostro  signauimus,  et 
nomina  testium  de  pluribus  hie  affiximus.  Vffo.  Hugo.  Ecbrath.  Heinric.  Folcbrath.  Altman.  Adelbrath.  Albern. 
Waltgot.  Hildebold.  Herebold.  Aelbing.  Adelbero.  Sibrath.  Godescalc.  Walebrun.  Becelin.  Ekkihard.  Thiederic. 
Liefdag.  Riehard.  Rethard.  Radolf.  Hartman,  et  alii  multi. 

Actum  Patherbruunon  Kai.  April,  anno  dominice  incarnationis  M.C.Y.  Indictione  Xül.  Regnante  Hein- 
rico IUI*«  rege. 

Das  aufgedruckte  Siegel  ist  gänzlich  zerstört. 

CLXXVI. 

y^*  In  nomine  domini  nostri  Christi.  Ego  Erkenbertus  Corbeiensis  abbas  ||  hanc  kartam  iussi  conscribi 
et  conseruari,  vt  sciant  tam  presentes  quam  futuri,  qualiter  Heithenrichus  et  Conradus  filii  Thiethardi, 
cum  essent  homines  liberi,  in  nostre  ecclesie  se  mancipauerunt  seruitium.  Dederunt  enim  X\^"^  mansos 
in  uiila  que  uocatur  Eilinstidi^  et  se  ipsos  ecclesie,  ut  mererentur  accipere  beneficium  et  aedificium  patris 


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1106  —  1107.  .    437 

sui,  excepta  uillicatione  in  GRONigge,  Croppensiidi,  Hammenlhoqj,  et  omni  utilitate  qu§  pertinet  ad  ser- 
uitium  abbatis,  hoc  firma  sponsione  coUaudantes,  ut  nunquam  super  hoc  negotio  aliquam  inquietudinem 
ecclesie  facerent.  Hec  autem  acta  sunt  Corbeie,  Sub  aduocato  comite  SIGEFRIDO,  coram  omni  congre- 
gatione  aliisque  testibus ,  Scilicet  Heinrico  preposito.  Wemhero.  Adelberone.  ac  Hugone.  Rotperto.  monachis. 
Eikone  patruo  eorum.  Adelrado  Comite.  Roderico.  Anshelmo.  Liudolfo.  Heremanno.  Odone.  Waldrico  pin- 
cerna.  Immone.  Annone.  Item  Annone.  Redingo.  Radolfo.  Hilderico.  Erph.  Wolmanno.  Rotmundo.  Brungero 
pincerna.  Heriboldo  vrbano  pretore.  Godescaico  dapifero.  Item  Godefrido.  Godescalco.*}  Walberto.  Wagone. 
Thiederico.  Gerberto.  Eberhardo.  Conrado.  Waldriko  Camerario.  Godefrido.  Christino,  et  aliis  multis.  Horom 
etiam  in  presentia  Reding  filium  suum  Albericum  cum  consensu  attaui  sui  Alberici  et  auunculorum  eius 
Alberici  et  Adelberti  in  seruitutem  sancto  Vito  tradidit  cum  Illlor.  mansis  et  dimidio  in  Dalethorph,  vt 
quod  habuit  pater  eius  in  Horslevi  ab  abbate  consequeretur  beneficium.  Que  ne  vel  obliuione  aut  aliqua 
occasione  vel  ex  nostra  vel  illorum  parte  immutentur,  et  ne  pars  alterutra  amodo  post  coram  probabilibus 
testibus  factam  conuentionem  inquietetur,  hec  conuentionis  karta  patroni  nostri  Sancti  VITI  sigillo  corrobo- 
retur,  cui  a  nomine  fidelium  tum  pro  honoris  sui  gratia,  tum  pro  etemi  iudicii  vindicta  contemptoribos 
preparata  contradici  debetur. 

Actum  Corbeie  coram  altario  sancti  STEPHANI  protomartiris,  anno  incamationis  M.C.VI.  imperante 
Heinrico  Vio. 


T 


Signum  Sei  Viti  Mris. 
Das  Siegel,  welches  anfgedrackt  war,  ist  Terloreo  gegangen. 

CLXXVII. 

IN  NOMINE  SANCTE  ET  INDIVIDVE  TRINITATIS.  Quia  nonnunquam  accidit,  ut  renim  gestaram 
homines  obliuiscantur ,  aut  si  forte  sciant  non  fateantur,  iccirco  notum  sit  uniuersis  posteris  nostris,  quod 
ego  Gumpertus  Dei  gratia  Patherbrunnensis  cenobii  humilis  prouisor,  mansum  unum  in  Hilasan  a  quodam 
canonico  matris  nostre  principalis  ecclesie  Reinboldo  nominato,  prcsentibus  et  ^auentibus  beredibus  eius, 
tribus  marcis  comparaui.  Mansum  istum  postmodum  cuidam  aurifici  nomine  Reinboldo,  fratrum  aiiorumque 
fidelium  nostrorum  consilio  in  beneficium  dedi,  tum  pro  seruitio  artis  sue  quo  nobis  fideliter  et  utiliter 
seruiuit,  tum  quia  ipse  tres  predictas  marcas  super  altare  Sanctorum  apostolorum  PETRI  et  PAVLI  ad 
coemptionem  eius  obtulit.  Tali  autem  conditione  illi  eum  dedimus,  ut  quoad  uixerit  ipse  eo  usu  fructuario 
iitatur,  post  mortem  uero  eius  sit  nobis  über  ab  omnibus  filiis  et  cognatis  eius,  et  nostris  usibus  seruiat. 
Hac  de  causa  cartam  hanc  conscriptam  et  sigillo  nostro  immo  Sanctorum  apostolorum  PETRI  et  PAVLI 
signatam,  predicto  Reinboldo  dedimus,  ut  sit  tam  ipsi  quam  nobis  in  testimonium. 

Iluius  rei  testes  sunt  Frithericus  prepositus.  et  ipse  Reinböldus  factus  decanus.  Heinricus.  Folcbertus. 
Gornandus.  Hizelinus.  Imgram.  Bernhardus.  canonici.  De  fratribus  nostris.  Lentfridus  prior.  Becelin.  Bernhard. 
Johannes.  Geueko.  Aelbing.  Meinwerc.  Werinher.  Adelger.  Rothard.  Albern.  Laici  uero.  Einer.  WIFo.  Hugo» 
Ilildebold.  Herebold.  Adelbero.  Ecbrath.  Folcbrath.  Waltgot.  Sibrath.  Bruno.  Godescalc.  Frithemar.  Liefdag. 
Ekkihard.  Becelin.  et  alii  multi. 

Datum  Patherbrunnon  VI.  Kai.  April.  Anno  dominice  Incarnationis  M.C.VII.  Indictione  XV.  Regnante 
Heinrico  rege  V. 

Das  sar  Seite  aufgedruckte  Siegel  ist  serstÖrt. 


*)  Von  einer  jüngeren  Hand  ist  über  diesen  Namen  geschrieben:  De  Holdesson. 

Cod.  dipi.  hu..  wcfi.  18       ^.g.^.^^^  ^y  Google 


438   -  1107  —  110». 

CLXXVIII. 

Aus  dem  Kopialbuche  des  Stifts  Cor^ej. 

In  nomine  sancte  et  indiuidue  Trinitatis.  Heinricns  diuina  fauente  dementia  quintus  Romanorani 
Rex.  Auctoritate  sanctarum  scripturarum  et  maxime  ex  diuersis  uerbis  in  euangelio  didicimus,  quod  do- 
mum  Dei,  que  ipso  testante  domus  orationis  uocatur,  nunc  hilariter  dando,  nunc  uota  persoluendo,  nunc 
iusticiam  faciendo  debemus  Honorare  atque  sublimare,  ut  hoc  modo  Deum  creatorcm  nostrum  hie  et  in 
futuro  propicium  habere  mereamur,  cui  seruire  uere  regnare  est.  Cuius  rei  consideratione,  nostram  pen- 
santes  salutem  et  successorum  nostrorum,  ecclesie  Corbeiensi  snbuenire  in  hiis  que  necessario  postulauit 
decreuimus.  Qua  propter  omnibus  Christi  nostrique  fidelibus  nunc  et  semper  notum  fieri  uolumus,  qualiter 
nos  causa  Dei  et  beatorum  martirum  Stephani,  Viti  et  Justini  et  aliorum  sanctorum,  ob  salutem  nostram 
nostrorumque  parentum,  digno  interuentu  Fritherici  Coloniensis  archiepiscopi ,  Burchardi  Mimigardeuorden- 
sis  episcopi,  Euerhardi  Eistadensis  episcopi,  Benedicti  Mutinensis  episcopi,  Heremanni  comitis,  Godefridi 
comitis,  Sigefridi  aduocati,  Luduuici  comitis,  Wieberti  et  aliorum  nostrorum  fidelium,  et  precipue  digna 
peticione  uenerabilis  Erkenberti  abbatis,  Officium  quod  quidam  Escelinus  sibi  pro  hereditario  beneficio 
uendicabat,  iudicio  contubemalium  suorum  ei  ablatum,  congregationi  remisimus,  et  nisi  predictus  abbas 
cum  fratribus  suis  intercessisset,  digna  ipsum  ultione  pro  iniusticia  ei  illata  punissemus.  Quam  abhomina- 
bili  enim  iniusticia  hoc  non  dico  beneficium  sed  maleficium  sibi  uendicauerit ,  ipsius  rei  agnitio  probabit, 
omnem  quippe  annonam  fratrum  extra  canonice  addecimatam  suscipiens  adhuc  decimabat,  et  quod  scele- 
stius  est  etiam  septimabat,  et  hoc  suum  beneficium  nefarie  affirmabat.  Omnibus  igitur  nostris  fidelibus 
idem  iniastum  et  sacrilegum  acciamantibus  et  probaotibus,  ipsum  ex  toto  officium  congregationi  remisimus 
et  confirmauimus  ut  prepositus  loci  iussu  et  consensu  abbatis  qui  pro  tempore  fuerit  prouisorem  annone 
fratrum  quem  cautiorem  iudicauerit  habeat,  nee  ipsi  abbati  uel  cuiquam  successorum  eins  seu  alicui  po- 
testati  magne  uel  parue  idem  commutare  liceat,  qui  uero  hoc  temerauerit  pro  contemptu  regie  maiestatis 
fisco  nostro  CCC»«  talenta  persoluat.  Vt  autem  hec  nostre  pietatis  concessio  omni  euo  inconcussa  perma- 
neat,  h^nc  cartam  inde  conscriptam  inpressione  nostn  sigilli  iussimus  insigniri. 

Signum  donini  Hdnrici  quinti  regis  inuictissimi.  (L  M.) 

Adelbertus  cancellarius  uice  Rothardi  Moguniini  archiepiscopi  et  archicanceUarii  recognoui, 

Data  IL  Kai.  Octobr.  Indictione  XV.  anno  dominice  incamationis  M.C^.VII.  Regnante  Heinrico  V«»  Rege 
Romanorum  anno  II.  Ordinationis  eis  VIII<>.  Actum  est  Corbeie  in  Christo  feliciter  amen. 


CLXXIX. 

IN  NOMINE  SANCTE  ET  INDIVIDVE  TRINITATIS.    Notum  sit  cunctis  ecclesie  fidelibus,  qualiter  comes 

ciuitatis  istius  Elferus  nomine,    pie  recor commemorationem   anim^  sup  coniugis  Regeliiidis, 

mansum  unum  in  Othihcm  quadraginta  iugerum,  consentientibus  heredibus' eius ,  cum  uno  mancipio  Tammo 
nomine,  ad  altare  Sanctorum  apostolorum  Petri  et  PauU  hac  sub  peticione  obtulit,  ut  idem  mansus  custo- 
dis  prouidentia  sanctorum  usibus  pro  requie  anime  eius  deseruiens,  eiusdem  concessionis  obtentu,  futuro- 
rumque  annue  commemorationis  interuentu,  a  peccatorum  nexibus  absoluta,  iustorum  congregetnr  consortio, 

et  que  procella  tempestatis  exorta,  tonitru  et  fulmine  percussa  subito  miser precibus  etern^  lucis 

mereatur  pcrfrui  solacio.  Ego  Gumpertus  Dei  gratia  Patherbrunnensis  cenobii  humiiis  prouisor,  hec  nola 
et  rata  apud  posteros  nostros  fieri  cupiens,  hanc  paginam  inde  conscribi  et  eam  sigillo  Sanctorum  apo- 
stoloi-um  PETRI  et  PAVU  et  nostro  insignire  mandaui.    Testimonium  perhibent  huic  rei   uiri  idonei.  Vffo. 

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1109  -  1110.  439 

Hugo.  Ecbrath.  Hildebold.  Adelbero.  Eizo.  Adelbrath.  Folcbrath.  Essiko«  Gerhard.   Godescalc.  Sibrath.  Fri- 
themar.  Radolf.  Embrico.  Meinger.  Richard.  Liefdagh.  Ekkihard.  Weliko.  et  alii  multl 

Actum  anno  dominice  incarnationis  M^CVIIH.  Indictione  H.  Regnante  rege  Heinrico  Y. 

Die  Charte  Ut  sehr  leratört,  und  das  Siegel,  welche«  derselben  mit  schmalen  Pergamentstreifen  aufgeheftet  war,  ver* 
loren  gegangen. 

CLXXX. 

Aus  dem  grossen  Kopialbuche  des  Domstirts  zu  Münster. 

in  nomine  sancte-  et  indiuidue  Trinitatis.^  Ad  omnium  noticiam  peruenire  desideramus,  qualiter  dorn- 
nus  Borghardus  Mimigardefordensis  episcopus,  ob  piam  peticionem  ac  deuotum  seruicium  Herimanni  came- 
rarü  et  su^  religiöse  uxoris  Athelindis,  et  omnium  fratrum  consensuac  rogatu,  talentum  decime  fratribus 
pie  ac  benigne  dedit,  ea  uidelicet  condicione,  ut  eidem  domn^  Athelind^  fratemitas  et  integra  sicut  uni 
fratrum  prebenda  quousque  uiueret  daretur,  et  si  ipsa  absente  maritus  suus  H.  domi  esset,  ipse  pleuam 
prebendam  acciperet,  si  uero  neuter  illorum,  sicuti  fratri  absenti  domne  A.  daretur,  hac  autem  defuucta, 
eius  prebenda  sicut  domne  Emme  indesinenter  tam  minoribus  quam  maioribus  distribuatur ,  sed  tarnen 
magis  plenarie,  scilicet  cum  pane  albo  et  nigro,  came,  lardo,  et  aliis  utilitatibus  que  dantur  ad  prebeiidas 
episcoporum  Sigifridi,  Thiedrici  et  Frederici.  Preterea  idem  Herimannus  unum  mansum  in  Dorouelde  Y. 
sol.  persoluentem  cum  quinque  mancipiis,  filiis  suis  YV^etzelino,  Ernestone,  Herimanno  benigne  ac  ultro 
consentientibus,  ad  usum  fratrum  tradidit,  quatinus  in  suo  anniuersario  utriusque  simul  sui  scilicet  et  uxoris 
sue  memoria  celebretur.  Hec  autem  sunt  loca  de  quibus  decimarum  debita  soluuntur.  De  Westbinnethem. 
Geko  II.  sol.  de  eadem  uilla  Hamako  II.  sol  Lanzo  de  Myddelwic  I.  sol.  Hetzel  de  Steinberghe  U.  sol. 
Adolf  de  Samaron  II.  sol.  de  dotali  manso  ecclesi^  den.  IL  sol.  de  curia  dn.  sex  sol.  de  domo  Bernhardi 
dn.  II.  sol.  de  quodam  in  Stathede  quod  iacet  sub  aratro  Hatewordi  decem  et  octo  numi.  de  quodam 
aruo  sub  aratris  Gerhardi  Sueui  in  Humelinctorpe  octo  numi.  Hoc  quoque  stabilissime  determinatum  est» 
ut  idem  predictus  mansus  Dorouelde,  atque  predicte  decime  in  custodia  celerarii  permaneant,  quicumque 
cclerarius  fueril,  ut  inde  prebenda  quotidiana  administretur.  Facta  sunt  hec  et  confirmata  banno  episcopali 
anno  dominice  incarnationis  M^.C^.X®.  Indictione  Illa.  anuo  uero  ordinationis  Burghardi  episcopi  XIP.  in 
ydoneorum  testium  presencia,  quorum  nomina  subter  notauimus.  Canonici.  Thidericus.  Thuringhus.  Burg- 
hardus.  Gerhardus  scolarum  magister.  Symundus.  Gerbertus.  Godefridus.  BetzeUnus.  Helmwördus.  Adeigotus. 
Norbertus.  Herolinghus.  Item  BetzeUnus.  Yolcbertus.  Amulricus.  Engilbertus.  Guntramnus«  Liberi.  Godescalcus. 
Bernhardus.  Ludbertus.  Lantfridus.  Herimannus  frater  suus.  Reyinfridus.  Ruotdolfus.  Adalbertus.  Ministeriales. 
Godescalcus.  tilii  sui.  Godescalcus.  Reynwardus.  Wlfhardus.  Engilbertus.  Amoldus.  Y^erenzo.  Herimannus. 
Wetzelinus.  Adalbero.  Bernhardus.  Ruothardus.  Wlfhardus.  Etzelinus.  Brünsten.  Bernhardus.  Weringis.  He- 
mezo.  Herimannus.  Kristianus.  Gerbertus.  Thiedericus.  Godescalcus.  Hathewordus.  Data  YUI^.  Idus  Augusti 
Mimigardeforde  feliciter. 

CLXXXL 

IN  nomine  sanct^  Trinitatis  et  individu^  Unilatis.  Antecessores  nostri  uiri  moribus  et  uita  religiosi 
per  omnia  sue  posteritati  prouidentes,  benignitatis  opera,  deuota  mentis  intentione,  litterarum  consignabant 
testimonio,  ut  si  forte  mentem  humanam  ceperit  preteritarum  rerum  obliuio,  statim  ueneranda  priorum 
memoria  redeat  ad  cor,  presentato  simulque  recitato  peracti  operis  priuilegio.  Igitur  Mimigardefordensis 
ecclesie  canonicus  Godescalcus  nomine,  presbiter  in  ordiue,  precedentium  patrum  uestigia  fideliter  incedens» 
tradidit  ^ancto  PAYLO  ob  remedium  anime  sue,  ad  usum  regularium  Deo  seruientium,  quoddam  predium 

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UO  1110  —  1113. 

in  Telgoht  situm,  firmissima  subnectens  ratione,  ut  illud  idem  predium  semper  sub  manu  decani  fratnimque 
consonsu  contineatur,  et  annuatim  in  uigilia  omnium  Sanctorum  oblatio  LX«.  panum  et  totidem  caseorum 
cum  candcla  fratribus  in  commune  deuotissime  tribuatur.  Hac  uero  traditione  coram  multis  testibus  ido- 
neis  tarn  clericis  quam  laiois  legitime  et  canonice  peracta,  impetrauit  ille  frater  Godescalcus  presbiter  a 
decano  Helmeriko  eundem  mansum  prestari  cuidam  Hezelino  eiusque  filio  Walthardo  post  illum,  ut  dum 
ipsi  uiuercnt,  colercnt  et  possiderent,  predictam  oblationem  determinate  persoluendo.  Sed  Walthardus 
filium  non  habens  iniit  consilium,  ut  unam  de  filiabus  suis  Ibikin  nomine  redimeret  cum  duobus  mancipiis 
erga  uillicum  Godescalcum,  consiliante  et  collaudante  familia,  et  sie  ab  omni  coactione  seruitutis  aliena 
facta,  copulata  est  homini  libero  nomine  Eilberto  in  coniugium.  Qui  postea  utrique  et  uir  et  mulier  cum 
Walthardo  aliisque  amicis  uenientes  in  capitolium,  coram  decano  Thiederiko  et  fratribus  dederunt  se  in 
proprium  cum  iuramento  sancto  PAVLO  sueque  familie  regulari,  ad  eandem  iusticiam  obtinendam,  quam 
habent  pertinentes  ad  preposituram,  ea  uidelicet  conditione,  ut  hoc  supradictum  predium ,  iam  a  Vualthardo 
redditum  decano,  prestaretur  ipsis  uiuentibus  et  filiis  suis  de  se  forte  uenturis,  cum  ipsa  ut  dictum  est 
danda  oblaüone.  Hoc  totum  cum  utique  omnibus  qui  aderaut  in  commune  placeret,  decanus  Thiedericos, 
cum  uoluntate  fratrum,  ipsum  predium  commisit  Eilberto  et  uxori  sue  Ibikin  iure  claustrali,  ut  dum  Uli 
uiuant  et  filii  sui  post  eos  illud  sepe  memoratum  studiose  persoluant  debitum  cum  cura  officiali.  Huius 
ergo  conuenlionis  testes  sunt.  Thiedericus  Decanus.  Betzelinus.  Gerbertus.  Godefridus.  Gerhardus.  Helmor- 
dus.  Ruotbertus.  Uorolingus.  Herimannus.  Guntramnus.  Amulricus.  Adalgotus  prepositus.  Herimannus.  Adal- 
bertus.  Rothericus.  Wicbertus.  Meinricus.  Hermodus,  et  de  ministris  ^cclesie.  Herimannus  camerarius.  Gode- 
scalcus uillicus.  Engilbertus.  Bernhardus.  Liutbertus.  Rohthardus.  Euerhardus.  Harteuuigus.  Walthardus.  Ric- 
bertus.  Eilbertus.  aliique  quam  plures,  quorum  noroina  notare  longum  est.  Sed  largiente  gratia  Dei,  et 
clericorum  et  laicorum  ita  stabilitum  est  testimonio,  ut  a  nullo  possit  infringi  sine  animarum  periculo. 
Viuat  et  regnat  Dominus  per  omnia  benedictus  Deus.   AMEN. 

Die  Schrift  der  Urkunde  ift  ausgezeichnet  schon  unc)  chiraktertstiscb.  —  Das  aufgedruckte  Siegel  zeigt  das  seitwiirts 
sehende  Brustbild  des  heil.  Paulus,  eben  »o  wie  es  bei  den  spateren  Dooikapitulariscben  Urkunden  ▼orkomnit,  und 
ist  am  Bande  bedeutend  beschädigt. 

CLXXXII. 

Aus  dem  Kopialbuche  des  Stiftes  Conrej. 

In  nomine  sancte  et  indiuidue  Trinitatis.  Nouerit  omnis  etas  et  sexus  tarn  presentium  quam  futurorum, 
qualiter  Erkenbertus  uenerabilis  abbas  Corbeie  ob  remedium  anime  su§  et  utilitatem  successorum  suorum 
acquisierit  allodium  Sigiberti  cuiusdam  liberi  et  honesti  uiri,  sciUcet  quidquid  habuit  in  episcopatu  Mogun- 
tinensi  et  Potherburnensi,  in  hiis  uillis.  Grene.  Siboldessen.  Item  Wulfringhusen.  Salla.  Andepen.  Infemisi. 
Saermergerinchusen.  cum  ministerialibus  uiris  et  aliis  mancipiis  utriusque  sexus,  edificüs,  areis,  agris,  pra- 
tis,  campis,  pascuis,  siluis,  aquis  aquarumque  decursibus  et  omnibus  utensilibus  ad  eas  iure  aspicientibus, 
coUaudantibus  filiabus  suis,  Machthilde,  Volcwiga,  Aluerada,  que  iusta  successione  heredes  eins  exstiterant. 
Concessit  hie  uenerabilis  abbas  predicto  uiro  Sigiberto  iusta  precaria  curiam  que  dicitur  Huldessen  cum 
omni  utilitate  ad  se  pertinente  et  duas  decimas  in  uillis  nuncupatis  Caphlike  et  Nanni.  ea  condicione  ut 
si  quis  de  hiis  prediis  a  prefato  Sigiberto  in  beneficio  aliquis  susceperit,  post  mortem  ipsius  irritum  fiat. 
Et  si  quis  minus  accepit  ex  hiis  tredecim  talentis,  abbas  id  supplebit,  insuper  pellicium  et  pelles  tali  uiro 
conuenientes  uel  tres  marcas  et  dimidiam  quoadusque  uiuat  singulis  annis  intra  festum  sancti  Martini  et 
sancti  Thome  persoluet,  de  piredicta  autem  precaria  Sigibertus  dabit  uni  filiarum  suarum  nomine  Machildi 
sanctimouiali  quamdiu  uiuit  duo  talenta,  mortuo  uero  eo  eadem  pecunia  ex  precaria  restabit  filie  usque 
ad  exitum  uite.  Haue  autem  donationem  fecit  idem  nobilis  uir  Sigibertus  primum  ad  altare  sanctorum 
martirum  Stephani  et  Yiti  pro  se  et  pro  anima  filii  sui  Sigiberti  coram   omni  congregatione  monachorum 


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1113 -- 1114.  4il 

a  quibus  et  in  fraternitatem  susceptus  est,  et  aliis  multis  inspicientibus.  Postea  ipsam  tradicionem  confir- 
mans  collaudatione  heredum  suarum  in  concilio  Gerhard!  comitis,  suscipiente  eodem  Gcrhardo  ipso  ab 
abhate  aduocato  super  ea  que  sibi  adiacent  constituto.  Que  item  confirmatio  ab  heredibus  facta  est  in 
concilio  Reinholdi  comitis  ipso  recipiente  et  aduocato  super  sibi  uicina  constituto.  Si  quis  autem  ex  suc- 
ccssoribus  nostris  ei  infringere  uoluerit,  ipse  liberam  disponendarum  rerum  suarum  habeat  facultatem.  Et 
ut  hec  Uli  rata  permaneant,  sigillo  patroni  nostri  insignari  prccipimus. 

Isti  sunt  testes  tradicionis  que  facta  est  Corbeie  ad  altare  sanctorum  martirum  Stephani  et  Viti. 
Hurapertus  qui  uice  aduocati  eam  recepit.  Sigifridus  et  Thietmarus  cognati  ipsius  Sigiberti.  Volcnand.  Ans- 
helm.  Wortwin.  Adelrad.  Aler.  Gerbert.  Heribold.  Baldo.  Godescalc.  Hereman.  Lenciko.  Hildibern.  Cunrad. 
et  alii  quam  plures.  Hü  autem  afFuerunt  confirmationi  facte  in  concilio  Gerhardi  comitis.  Godefridus  prepo- 
situs.  Ropertus  portarius.  Gebehard  capellanus.  Adelbertus  canonicus.  Folcmarus  comes.  Gumbertus  et 
frater  eins  Reimboldus.  Wortwin.  Fritherich.  Benno.  Reimbold.  Hicel.  Reinhard.  Walthric.  Rolhard.  Tucelin 
et  frater  eins  Ruthulf.  Hicel.  Thietmar.  Aluer.  Calud.  Hildeward.  Reimbert.  Hartman.  Thiedric.  Hartman. 
Gcrlag.  Thiedric.  Vnico.  Iko.  Wolbrath.  Witeko.  Aldwin.  Alberich.  Willico.  Thietmar.  Hü  omnes  sunt  liberi. 
Isti  autem  ministeriales.  Bodo  comes.  Godescalc  dapifer.  Liudolf  et  frater  eins  Heribold.  Volcbert  et  frater 
eins  Godescalcus.  Godescalcus  de  Hotepe.  Herinold  et  frater  eins  Humpertus.  Rudwin.  Wernhard.  et 
alii  multi  interfuerunt  ubi  hec  acta  sunt  secundum  legem  et  iusticiam  Angariorum.  Item  testes  con- 
lirmationis  que  facta  est  in  concüio  Reinboldi  comitis.  Ipse  Rcinboldus  qui  ea  recepit  aduocatus  super 
sibi  adiacentia  conslitutus.  Otto.  Tedi.  cognati  ipsius  Reinboldi.  Liudolf.  Hildebrecht.  Thetwin.  Sare- 
word  et  filius  eius  Johannes.  Adelward.  Meinger.  Euerhard.  Brun  et  frater  eins  Godescalc.  Bodo. 
Hager.  Reinhard.  Ricker.  Isiko.  Aldrich  et  filius  eius  Reinhert.  Thieder.  Marcward.  Meinhere.  Thieder. 
Bemhart.  Liuthere.  Joseph.  Johannes.  Atbercht.  Aisward.  Raso.  Volcmar.  Raben.  Stephan.  Walbrecht. 
Thiedrich.  Gerbrecht.  Wago.  Brun.  Berthold.  Helmwig.  Eberhard.  Odo.  Waldrik.  Marcward.  Reinbert  de 
Aldenthorp.  Haelt  de  cadem  uilla.  Otto.  Ruthcre  de  Holthusen  cum  filio  suo  eiusdem  nominis.  Reinger. 
et  alü  complures  comprouinciales  eorum.  Acta  sunt  autem  hec  secundum  ritum  Ostersahson  herescaph 
in  pago  Sulbirgowe.  Anno  dominice  incarnationis  M^.C^.XIIlo.  Regnante  Heinrico  Vto.  Ordinationis  uene- 
rabilis  abbatis  Erkenberti  abbatis  anno  octauo  in  Christo  feliciter  A.M.E.N. 

CLXXXIII. 

Notum  esse  uolumus  tarn  presentis  quam  futuri  euifidelibus,  quod  ego  HEINRICVS  gratiaDei  ecciesie 
Patberbrunnensis  episcopus,  rogatu  uenerabilis  ERKENBERTI  Corbeiensis  abbaiis  et  fratrum  eius,  tradidi 
ipsis  in  utilitatem  specialiter  fratrum  decimas  de  noualibus  qu^  fiunt  supra  uillam  Huxeri,  in  Bilenberg, 
in  Rokesberg,  in  Frithebugil,  in  omnibus  que  uel  modo  extirpata  sunt,  uel  post  hac  extirpari  poterunt, 
pro  remedio  anime  mee  ceterorumque  episcoporum  Patherbrunnensis  ecciesie.  Traditiones  etiam  antiquas 
et  consensum  antecessorum  meorum  confirmo  in  ceteris  decimis  omnibus  quas  in  Patherbrunnensi  episco- 
patu  possidere  noscuntur,  ne  quis  futurorum  terminos  antiquos  quos  statuerunt  patres  nostri  transgredi 
moliatur.  Et  ut  hanc  traditionem  nostram  et  confirmationem  nemo  conuellat,  set  in  f ternum  eis  rata  per* 
mancat,  has  lilteras  ipsis  conscribi  fecimus,  quas  etiam  in  testimonium  inpressione  sigiUi  nostri  roborari 
precepimus.  Actum  Corbeie  anno  dominic^  incarnationis  Millesimo  centesimo  quarto,*)  imperante  Romanis 
HEINRICO  quinto,  presidente  Corbeüs  abbate  ERKENBERTO.  Data  XVI.  Kai.  Martü. 

Von  dem  aurged ruckten  Siegel  ist  nur  ein  Bruchstück  übrig,  auf  welchem  man  noch  einen  Theil  von  dem  Bilde  eines 
sitienden  Bischofs  sieht. 


*)  So  liest  ftwar  das  Original;  da  aber  im  Jahre  1104  weder  Kaiser  Heinrich  V.  noch  der  Abt  Erkenbert  an  der  Regie- 
rung waren,  so  ist  zu  vermuthen,  dass  bei  der  Jahnabi  aus  Versehen  das  Wort  decimo  ausgefallen  ist« 


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U2  ins. 


CLXXXIV. 

Auf  einem  Codex  des  Stiftet  Corvejr.    Handfchrift  des  zwölften  JahrhuaderU. 

Sancte  huic  Corbeiensi  fcciesie  consulere  cupiens  ego  ERkenbertus  gratia  Dei  abbas,  sed  nihil  utili- 
tatis  considcrans  esse  in  foro  quod  adiacet  ponti  in  Hugseli,  consilio  fratrum  et  ministerialium  atque  alio- 
rum  fidelium  nostrorum  id  exegi,  ut  singulis  annis  de  singulis  maccllis  uel  locis  in  quibus  cum  mercimo- 
niis  consistuiit  mercatores,  Illh^^'.  nummi  kamere  nostre  persoluantur  in  cathedra  Sancti  Petri,  sicut  mos 
est  et  consuetudo  in  omuibus  locis  in  quibus  mercatus  regio  priuilegio  firmati  sunt.  Quod  ne  forte  graue 
sit  alicui  eorum  qni  h^c  soluunt,  damus  illis  potestatem,  ut  eadem  lociuendant,  et  pro  uadimonio  utlibue- 
rit  ponant  ut  ante  consueuerant.  Comes  etiam  qui  nostra  dispensatione  uille  prefuerit,  accipiat  quod  ab 
illis  dicitur  Vorhure,  ubi  locus  hereditario  iure  uacuatus  fuerit.  De  ipsa  autem  pecunia  constituimus  X. 
solides  dari  ad  altare  Sancti  Viti,  ut  per  tbtam  XL«»»"»  cerea  ibi  candela  pro  nostra  et  dantium  salut« 
iugiter  ardeat.  Hec  pro  loci  utilitate  nos  statuisse  quisque  fidelis  perpendat,  qui  autem  neglexerit  uel 
infregerit,  eterni  iudicii  sibi  dampnationem  adducit  Huius  statuti  testes  sunt.  Gerbertus  camerarius  noster. 
Godefridus  prepositus.  Ropertus  portarius.  Ex  laicis  vero  Widikindus.  Thietmarus.  Thiederic.  Hildibem. 
Christianus.  Eilharrd.  Roger.  Horic.  Tudico.  Egono.  Folcmar.  Ecelin.  Helmdag.  Adalrad  comitis  et  filii  eins 
IF.  Thiederic  et  Adalrad.  Waldric  pincerna.  Waldric  camerarius.  Waldric  item  pincema.  Gerbertus.  Anno. 
Liudolf.  Adelbreth.  Wern.  Presente  Sigefrido  aduocato.  attestante  omni  nostra  congregatione  et  cunctis  Hug- 
seliensibus  conciuibus.  Quc  ut  rata  ecclesie  nostre  maneant,  auctoritas  sacratissimi  Viti  ipsiusque  sigQli 
inmunitas  hec  scripta  corroborat.  Actum  apud  eandem  uillam  anno  incarnationis  Domini  M.C.XV.  Regnante 
Heinrico  V".  imperatore  augusto.  HR  Idus  Junii. 

Isdcm  ucnerabilis  Erkenbertus  abbas  utilitati  fratrum  et  suf  saluti  consulens,  statuit  nobis  ex  quibus- 
dam  prediis  que  ipse  adquisiuit  vel  redemit  karitates  in  anno.  Vnde  sicut  Uli  pro  bis  eternam  deprecamur 
requiem,  sie  infringenti  eternam  imprecamur  ultionem.  Statuit  primum  in  anniuersario  precessoris  sui 
Marcwardi  abbatis  V.  solides  fratribus  de  manso  uno  in  Choten.  Redemit  etiam  a  quodam  Wernhero  III^- 
talentis  et  dimidio  mansum  I.  in  Wcllethe  soluentem  X.  sol.  de  quibus  fratribus  statuit  V.  in  anniuersario 
patris  sui  X.  Kai.  Aprilis,  V.  in  anniuei*sario  matris  XL  Kai.  Nouembr.^^  Concessit  etiam  fratribus  molendinum 
adiacens  sub  monte  aqu^i  que  preterfluit  Albahtessen ,  quod  soluit  X.  sol.  precatu  Godefridi  prepositi,  qui 
ipsum  molendinum  redemit  ab  Ezzelino  XXIIb.  sol.  ut  fratribus  in  anniuersario  Titonis  inclusi,  qui  eundem 
prepositum  ad  conuersionem  perduxit,  V.  sol.  inde  persoluantur,  V.  reliqui  in  sanctarum  virginum,  qaarum 
reliquias  ipse  prepositus  nostro  monasterio  inuexit.  Vnam  quoque  mansum  redemit  ab  supradicto  Ezzelino, 
qui  iacet  in  Erclon.  Hunc  commisit  custodi  ^cclesi^,  ut  in  anniuersario  sui  VIII.  sol.  fratribus  inde  persoluat. 
Remisit  quoque  fratribus  XII.  iugera,  quod  uocatur  campus  gallinarum,  unde  substituit  eis  in  anniuersario 
suo  ceruisiam  XC.  modiorum.  Redemit  etiam  a  quodam  Aldolfo  beneficium  suum,  dimidiam  scilicet  carra- 
dam  vini,  nude  fratribus  ad  anniuersarium  suum  statuit  semei  propinari,  reliqua  preposito  dedit  ad  hospites 
sttscipiendos,  ne  uinum  fratrum  in  aliquo  minueretur.  *) 


*)  Dieser,  mit  der  obigen  Ürkonde  in  keiner  fachlichen  Verbindung  ftehende  Anhang,  iat  offenbar  nar  ein  wHIkitrlicber  Za« 
•atz  des  Abtchreibert  und  konnte  erst  nach-  Erkenberts  Tode  gemadit  werden ;  durfte  aber  hier  doch  weder  wegbIcibeOt 
noch  TOQ  der  ihm  einmal,  wenngleich  nur  lufaUigf  angewiesenen  Stelle  entfernt  werden. 


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1116  —  1118.  443 

CLXXXV. 

Aus  dem  Kopialbucbe  des  Sliftef  Corvey. 

Erkenbertus  Dei  gratia  Corbeiensis  abbas,  praesentibus  atque  futuris,  etate  futura  supenienturis, 
notum  esse  uolumus,  quomodo  temporibus  nostris  per  uicarium  meum  Christinum  elemosinam  monasterii 
adauxi.  Emit  itaque  ipse  Chrislinus  quatuor  talenlis  a  quatuor  fratribus,  Reimberto,  Eremfrido,  Bertholdo, 
Radolfo,  assentientibus  iustis  eorura  heredibus,  in  Crymmenhuseu  aream  unam  XL.  iugera  cum  omni 
utilitate,  edificiis,  pascuis,  siluis,  aquis  aquarumque  decursibus,  unde  prefati  fralres  consensu  heredum 
suorum  III.  Nou.  Maii  tradicionem  manu  sua  more  saxonico  iu  presencia  nostri  et  aduoeati  fideliumque 
nostrorum  coram  omni  congregaHone  fecerunt  in  monasterio  nosiro  ad  reliquias  sanctorum  marlirum  Ste- 
phani,  Viti  et  Justini.  Et  ego  firmaui  iure  meo  ad  domum  elemosinariam  coram  hiis  testibus.  Sigifrido 
comite  et  aduocato.  Widikindo  uice  aduocato.  Thietmaro  libero.  Adelrado.  Gerberto.  Ecelino.  Annone.  Erp. 
Ilaeldo.  Habone.  Waldrico  camerario.  Waldrico  pincerna.  Item  Waldrico  pincerna.  Godescalco  dapifero. 
Heriboldo  pretore  urbis.  Horico.  aliisque  quam  plurimis.  Anno  Domini  M°  C^.XVI.  actum  et  confirmatum. 

Tradidit  quoque  hortatu  prefati  Christini  quedam  nobilis  femina  Hoburc  ad  altare  sanctorum  marlirum 
predictorum  pro  salute  sua  omnisque  sue  parentele,  collaudantibus  berede  eins  Reinharde  et  vormundo 
suo  Ortomaro,  In  Crymmenhusen  areas  II.  mansos  III.  in  Eilenhusen  areas  II.  mansos  II.  in  Regildinchusen 
aream  I.  mansum  I.  cum  omni  uUlitate  in  edificiis,  agris,  pratis,  aquis  aquarumque  decursibus,  et  medie- 
täte  molendini  in  Crymmenhusen,  que  predia  sicut  priora  concessi  ad  elemosinam  monasterii,  et  domne 
Hoburge  prebcndam  omni  tempore  uite  sue  donaui.  Anno  domini  M^.C^.XVIIII.  II.  Kai.  Januarii,  coram 
hiis  testibus.  Sifrido  aduocato.  Adelrado.  Heriboldo.  Hildeberno.  Gerberto.  Horiko.  Sahsone.  Wem.  Eilhardo. 
Christino.  Ecelino.  Reinhero.  Hobone.  Godescalco.  et  prenominatis  Reinhero.  Ortomaro.  Hugone.  Confirma- 
tum in  placito  Roinholdi,  in  cuius  comilatu  eadem  predia  sita  sunt,  primo  iuxta  Olberg  coram  hiis  testi- 
bus. Vnicone.  Heremanno.  Wazzone.  Ecelino.  Barawardo.  Haeldo.  Reinggero.  Walberto.  Wagone.  Helmwigo. 
Wigmanno.  aliisque  innumeris  diuerse  condicionis  et  elatis.  Item  quoque  ipse  comes  secundo  ipsam  tradi- 
cionem regio  banno  confirmauit  in  quodam  placito  ubi  omnes  sui  comitatus  homines  auditores  et  testes 
orant.  Ilec  ut  inconuulsa  omni  tempore  maneant,  has  testamentales  literas  sigillo  Sancti  Viti  patroni  nostri 
muniuimus. 

CLXXXVI. 

Aus  dem  Archive  des  Fürsten  too  Salm-Horstmar. 

Lodewicus  Dei  gratia  Monasteriensis  Ecclesie  Episcopus,  Vniuersis  Christi  fidelibus  ad  quos  presentes 
liiere  peruenerint,  Salutem  cum  noticia  veritatis.  Noueritis  quod  constitutus  in  nostra  ac  testium  infra- 
scriplorum'presentia  Hermannus  Rost,  Canonicus  Monasterii  Varlarensis,  iiobis  quasdam  lit«ras  venerabilis 
in  Christo  patris  domini  Theoderici,  nostri  quondam  predecessoris,  eins  uero  sigillo  ut  prima  facie 
apparuit  sigillatas,  sigilloque  huiusmodi  afßxo  a  tergo  inferius  eisdom  lileris  more  veterum,  omni  ut  appa- 
ruit  suspicione  carentes,  presentauit,  supplicans  nobis,  ut  easdem  literas  transcribi  et  sigilli  nostri  appen- 
sione  inuniri  faceremus,  quarum  literarum  tenor  sequitur  in  hec  uerba. 

In  nomine  sancte  et  indiuidue  Trinitatis.  Ego  Theodericus  Dei  gratia  Mimigardeuordensis  Episcopus. 
Quia  boni  pastoris  est,  utilitati  sibi  commissi  gregis  in  omnibus  prouidere,  rem  memoria  dignam,  ne  eam 
annosa  vetustas  obscuret,  literis  nobis  placuit  auribus  posterorum  commendare.  Notum  itaque  esse  volu- 
mus  tam  futuris  quam  presentibus  Christi  fidelibus,  quod  lacrimabilibns  querelis  omninm  marke  que  Gopien 
vocatur  in  parochia  Cosfeldensi  inhabitantium  interpellati,  ob  deuastaUonem  eiusdem  marke,  que  in  succi- 
sione  pulcherrimorum  in  ea  lignorum  ab  hominibus  Cappenbergensium  Comitum  fiebat,   scilicet  a  Gurte 


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U4  11". 

Varlarensi  nee  non  et  a  Gurte  Gosfeldensi,  Illustrissimos  comites  et  fratres  Godefridum  et  Ottonem  atque 
nepotem  eorum  opliroe  indolis  iuuenem  Henricum ,  multis  nobilibus  personis  adhibitis ,  ad  communem  vtilita- 
tem  euocauimus  et  amica  ammonitione,  ut  ab  intolerabili  tyrannide  homines  suos  inhiberent,  commouimus, 
qui  Nobilissimi  Comites  Godefridus  et  Otto  atque  Nepos  ipsorum  Henricus,  quando  iam  conceperant  mente 
yoluntariam  pro  Christo  paupertatem  velle  subire,  siluam  que  vocatur  Northolt,  que  in  ipsorum  predio 
succreuerat,  nobis  persuadentibus,  ad  dilatandos  eiusdem  marke  terminos  in  reconsiliationem  preteriti 
facti,  simul  etiam  et  vltronei  aliam  siluam  que  Rette  vocatur  in  augmentationem  Yarlarensis  marke  contu- 
lerunt,  ea  videlicet  conditione,  vt  Yarlarensis  curtis  per  circulum  anni  in  eandem  siluam  Jus  habeat  omni 
die  cum  duabus  tantum  securibus  indifferenter  ligna  succidendi,  et  cum  duobus  curribus  et  non  pluribus 
euehendi.  lusuper  et  sorlem  vnius  Curtis  in  Jam  predicta  marka  adeo  plenarie  ac  si  in  ea  sita  esset 
oblineat.  Dccretum  est  etiam,  ut  si  homines  eandem  marke  Gopleu  inhabitantes,  maliciosa  intentione 
ipsam  siluam  Northolt  penitus  deuastando  succiderint,  seu  per  se  ligna  defeccrint,  curtis  Yarlarensis  Jus 
ipsum  quod  in  hac  silua  habuerat  in  reliquis  ipsius  marke  lignis  obtineat.  Sane  et  hoc  determinatum  est, 
vt  Curtis  in  Cosfelt  omnes  eandem  villam  in  Cosfelt  tam  inhabitantes  quam  adhuc  inhabitaturos  aqua  et 
pascuis  et  lignorum  sarmentis  süa  licentia  tueatur,  et  sua  sorte  contenta  nullam  violentiam  ipsam  marke 
inhabitantibus  in  succisione  lignorum  inferat  Yt  igitur  hec  compositio  utrique  parti  stabilis  in  euam 
permaneat,  eam  contra  omnium  machinamenta  fraudium  et  priuilegii  nostri  auctoritate  roboramus  et  sigilli 
impressione  communimus.  Testes  sunt  hü.  Wescelinus,  Renoldus,  Capellani.  Herimannus,  Otto,  Comites. 
Nithinc,  Franco,  liberi.  Robertus,  Herimannus,  Bernardus,  Ämoldus,  Walterus,  Svetherus,  Godescalcus, 
ministeriales.    Acta  sunt  hec  dominice  Incarnationis  Anno  H^.C^XYIII.  Indictione  quinta. 

Nos  igitur  Lodewicus  Episcopus  prefatus,  examinatis  literis  huiusmodi,  vna  cum  testibus  infrascriptis, 
easdem  transcribi  fecimus  et  sigilli  nostri  appensione  muniri.  Actum  Horstmare,  presentibus  ibidem  NobiG 
\\vo  domino  Giselberto  de  Brunchorst,  nee  non  venerabilibus  viris  Rodolpho  Decano  Ecclesie  saneti  Lud- 
geri  Monasteriensis,  et  Nicoiao  scolastico  Horstmariensi,  ac  Lamberto  nostro  Capellano,  nee  non  streoub 
viris  Bernardo  de  Drulshaghene  milite,  Johanne  Maleman,  Bertoldo  de  Langhen,  aliisque  quam  pluribus 
fide  dignis  ad  premissa  couuocatis.    Datum  anno  Domini  M^.  CCC^.  XLIIII.  Ipsa  die  beati  Jacobi  apostoji. 

Von  dem  angehängten  Siegel  tind  nur  noch  Bruchstücke  vorhanden. 


CLXXXII. 

In  nomine  sancte  et  indiuidue  Trinitatis.  Conradus  diuina  fauente  dementia  Marchio  Misnensis.  Omni- 
bus Christi  fidelibus  notum  esse  uolo  et  perpetue  memorie  commendari  desidero,  qualiter  uir  ecclesiasticus 
Monasteriensis  ecclesie  antistes  Fridericus,  conscnsu  uenerabilium  uirorum  fratrum  suofum,  meorum  pa- 
rentum,  uidelicet  marchionis  Dedonis,  Geronis,  Conradi  comitum,  patris  quoque  mei  Thietmonis,  celero- 
rumque  alio  consanguinitatis  articulo  mihi  coniunctorum ,  et  consilio  et  hcentia  uenerabilis  uiri  Bucconis 
Haluerstadensis  episcopi,  ecclesiam  que  dicitur  Gerbestcde,  pro  honore  saneti  Johannis  Baptiste,  cuius 
reliquie  ibidem  continentur»  ex  patrimonio  predictorum  principun)  ditatam  consummauit,  canonicam- 
que  uitam  sanctimonialium ,  quam  in  eodem  loco  incoptam  repererat,  eorundem  dominorum  licet 
laicorum  iuuamine,  ut  bene  nouerat,  canonicc  et  regularitcr  ordinauit.  Instituerunt  enim  hü  omnes 
prenominati  uiri  in  eadem  ecclesta  more  totius  Romane  ecclesie  abbatissam,  que  claustraliter  uiuens  sue 
spiritualiter  preesset  congregationi ,  eidemque  abbatisse  suam  singularem  partem  de  prediis  predicte 
ecclesie  ad  suam  procurationem  decreuerunt.  Alia  uero  ad  uiginti  quatuor  prebendas  sanctimonia- 
lium  et  sustentationem  sex  presbyterorum  et  unius  diaeoni  et  unius  subdiaconi  dari  iusserunt.  Quf 
uero  supcrerant,  ipsis  laicis  qui  dicebantur  ministeriales  ecclesi^  ad  mandatum  solius  abbatisse  seruirc 

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1118.  44S 

debentes,  cuique  ut  dignas  erat  impeudernnt.  Hoc  etiam,  ut  his*)  qui  prouectioris  etatis  inter  eosdem 
cognatos  esset  adaocatiam  haberet,  et  quod  nullus  ex  ipsis  eandem  aduocatiam  aliquo  modo  alienaret 
coUaudauerunt.  Ipsi  etiam  statuerunt  dari  seraicium  aduocato  ter  in  anno,  dum  presidere  debet  iudicio, 
primo  uidelicet  post  Epiphaniam,  tres  plenos  porcos,  tres  modiolos  et  dimidium  salis,  tria  maldra  et  di- 
midium  farine,  triginta  caseos,  dimidiam  sexagenam  scutellarum,  quindccim  bicaria,  quinque  galliuas, 
quinquaginta  oua,  Septem  sexagenas  auenf,  uiginti  urnas  ceruise,  quinque  ollas,  tria  plaustra  lignorum. 
In  ebdomada  post  pascba  dandi  sunt  tres  porci,  quorum  quilibet  ualeat  quatuor  solidos,  bernam  cum 
interioribus,  excepta  aruina,  capite  et  pedibus  ac  sulta,  reliqua  sicut  in  Epiphania.  Item  proxima  die 
dedicationis  dabuntur  sex  ones  et  reliqua  omnia  sicut  in  pascha,  sed  sine  porcis  et  berna.  Hec  ideo  sta- 
tuerunt, ne  aduocatus  grauis  esset  hominibus  ecclesie,  sed  eos  defensaret.  Quicquid  etiam  de  iustis  cau- 
sis  in  placito  suo  ab  hominibus  ecclesie  obtineret,  tercia  pars  sua  esset,  et  due  partes  ecciesie  cederent. 
Hoc  etiam  de  communi  consilio  omnium  cognatorum,  cum  opus  fieret,.  ut  abbatissa  eligeretur,  constitue- 
runt.  Bis  uero  hoc  modo  ordinatis  predicti  principes,  suasu  fratris  sui  episcopi  Friderici,  et  ob  hoc  quia 
melius  sciunt  clerici  regere  ecclesiasticos  ordines  quam  laici,  eandem  abbatiam  Monasteriensi  ecclesie  hac 
condicioue  obtulerunt,  ut  quicunque  Monasteriensis  esset  episcopus  in  eodem  loco  unam  curiam  cum  bonis 
ad  illam  determinatis  haberet,  ipseque  cum  illuc  causa  dandi  abbatissam,  quod  tamen  sine  predictorum 
heredum  consensu  nunquam  fieri  debet,  uel  pro  aliqua  alia  causa  eiusdem  ecclesie  dispositione  necessaria 
ueniret,  seruicium  sibi  fieret,  et  si  ultra  eiusdem  ecclesie  bonis  ...  sie  immitteret,  quod  aliqua  sine  tribus 
causis  faceret  quas  determinauerant,  si  uel  quod  abbatiam  sine  predictorum  heredum  consensu  uel  con- 
gregationis  alicui  daret,  uel  de  bonis  ad  prebendas  sanctimonialium  pertinentibus  sue  mensc  assumeret, 
uel  etiam  eiusdem  ecclesie  bona  beneficiali  iure  liberis  uiris  prestaret,  que  etiam  ad  loci  et  ad  huins  in- 
stitutionis  destructionem  pertinerent,  per  hoc  sibi  et  omnibus  successoribus  suis  predicti  loci  potestatem 
perderet.  Hac  igitur  re  tam  honeste  ordinata,  quam  diu  idem  F.  episcopus  uixit,  Status  eiusdem  ecclesie 
securus  penoansit,  nee  aliquis  pactum  ullo  modo  infregit.  Sed  mortuo  illo,  Erpo  subsequens  Monasterien- 
sis episcopus  predictum  pactum  uiolauit,  nam  bona  eiusdem  ecclesie  beneficiali  iure  liberis  uiris  cognatis 
suis  porrexit.  Quo  facto  comes  Thiemmo  pater  meus,  unus  de  predictis  fratribus,  qui  tunc  superstes  more 
instituto  eiusdem  ecclesie  aduocatiam  tenuit,  cum  marchione  H.  et  cum  fratre  suo  comite  C.  et  cum  co- 
mite  W.  et  fratre  suo  comite  D.  ac  cum  ceteris  cognatis  suis  iniit  consilium  quid  faceret,  cum  pactum  a 
se  et  a  patribus  illorum  firmatum  ruptum  esse  uiderent,  omnes  pariter  commoti,  legatione  facta  episco- 
pum  Erponem  in  ipsum  locum  Gerbestede  uocauerunt,  ut  de  hoc  facto  secum  tractarent  Ipse  autem 
uocatus  uenit  et  uix  de  predicte  potestatis  ablalione,  quf  pro  ruplo  pacto  fieri  debuit,  inter  se  et  eosdem 
principes  pace  composita,  bonis  ecclesie  redditis,  priorem  pacti  condicionem  reiterauit  communique  con- 
silio eara  deinceps  ratam  esse  collaudauit.  Reiterato  igitur  paclo  predicto  res  tota  tranquilla  sine  motu 
pcrmansit  quam  diu  idem  Erpo  episcopus  uixit.  Sed  eo  fideliter  in  domino  defuncto,  Burchardus  eiusdem 
Monasteriensis  ecclesie  dictus  episcopus  superuenit  et  rem  hoc  predicto  modo  ordinatam  inuenicns  non  ex 
parte  sed  omnino  destruxit.  Nam  defuncta  eiusdem  ecclesie  abbatissa,  nullam  aliam,  ut  regula  sanctimo- 
nialium exigit,  ipsis  prefecit,  sed  partem  allodionim  quo  abbatissc  pertinuit,  cum  aliis  plurimis  bonis  que 
pro  animabus  predictorum  principum  et  cognatorura  illorum,  quorum  omnium  Corpora  ibidem  sepulta  sunt, 
in  anniuersariis  eorum  ad  dandas  oblationes  fratribus  et  sororibus,  et  ad  dandas  elemosinas  pauperibus 
in  altari  sancti  Johannis  Baptiste  oblata  et  banno  Haluerstadensis  episcopi  confirmata  fuerunt,  mense  su^ 
assumpsit.  Sanctimoniales  etiam  quas  ibi  meliores  inuenerat  et  quendam  canonicum,  quia  obedientes  erant 
Romane  ecclesiie  eiecit,  et  quatuor  sue  assentantes  uoluntati  retinuit,  bona  etiam  ad  earum  prebendas  per- 
tinentia  sibi  usurpauit,  quedam  insuper  eiusdem  ecclesie  bona  militibus  dedit,  comiti  H.,  domino  Wiberto, 


♦)  für  if. 

Cod.  dipl.  hist.  Westfol.  19 

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U6  1118  —  1120. 

domino  H.  domino  B.  domino  S.  domino  M.  et  ceieris  multis  quibus  uoluit,  et  sie  seruicium  Dei  quod  in 
illo  clausti'o  fieri  debebat  cottidie  prorsus  destruxit.  Moi'tuo  uero  illo  destructore  ecclesie,  uenerabilis 
dominus  mcus  böne  memorie  R.  Haluerstadensis  episcopue  egre  ferens  tantam  loci  destruetionem,  commu- 
nicato  consilio  totius  ecclesie,  dignum  duxit  ad  bonum  statum  prestante  Domino  reformare.  Ego  uero, 
quia  locus  ille  ad  mcam  speclabat  tutelam  et  defensionem,  quamuis  in  ecclesiasticis  rebus  adhuc  essem 
teuer  et  fatuus,  tarnen  multorum  uenerabilium  uirorum,  episcoporum,  abbatum  ceterorumque  fidelium 
Christi  preceptis  et  monitis  iustructus,  libenter  ex  habundanti  rerum  mearum  copia  ad  eterne  beatitudinis 
uitam  obtinendam  et  ad   temporalem   feliciter  transigendam ,   diuina  auxiliante  gratia,  quod  mee  felicitati 

aptissimum fidelium  .  .  .  auxilio  incipere  et  in  Domino  perficcre  constanter  elaboraui.  Quid  plura? 

Sanctimoniales  ille  uioleuter  exstruse  in  locum  suum  reducte  sunt,  et  ipsarum  petitione  ordo  ille  antiquior 
(in  S.  Benedict!  regulam)*)  et  in  seraturas  transmutatus  est.  Dominus  autem  meus  R.  episcopus  ex  regula 
S.  Augustini,  communicato  consilio  ecclesie  et  meo  assensu,  patrem  spiritalem  eis  preesse  instituit,  qui  in 
spiritalibus  necessitatibus  ....  tamen  pater  nunquam  nisi  per  spontancam  et  liberam  electionem  eis  pre- 
poneretur.  His  uero  ita  beue  ordinatis  et  dispositis  superuenit  T.  Monasteriensis  episcopus,  qui  omne 
quod  ad  honoreni  ecclesi^  ....  destniere  et  adnichillare  conatus  est,  Deo  tamen  opitulante  nichil  profecit, 
nisi  hoc  solum  quod  de  bonis  ecclesie  quinquaginta  mansos  qui   ad  prebendas  sanctimonialium   pro  anima 

roarchionis  H inde  abstulit,  per  quod  etiam  ipse  condicionem  ab  antecessoribus  meis  factara  in- 

fregit.  Supplicaui  etiam  domino  Pape,  quatenus  bona  ecclesi^  que  beneficiali  iure  liberis  uiris  tradita 
fuerant,  uidelicet  coipiti  H.  et  .  .  .  de  .  .  .  ingrothe  et  ceteris  quos  tedium  est  numerare,  bona  quoque 
que  prefatus  T.  episcopus  su§  mense  est  ausus  usurpare,  sua  auctoritate  congregationi ,  que  Deo  gratias 
numero  ad  Ceutnm  uiginti  monialcs  sub  sancta  professione  scraturis  subdita  manet,  reddi  faceret,  omnia- 
que  que  ad  honorem  Dei  et  ecclesie  predicte  ordinata  fuerant,  uetus  quoque  pactum  a  parentibus  meis 
condicionaliter  factum,  et  cetera  omnia  que  ad  statum  eiusdem  loci  pertinent,  ipsius  auctoritate  roborari 
ac  priuilegio  consigniri  impetraui.  Tali  modo,  ut  supradictum  est,  Gerbestcde  locus  a  parentibus  meis 
institutus  est,  taliter  est  per  me  reformatus,  presentibus  domino  Cardinali  qui  tunc  mecum  fuit,  ac  domino 
meo  R.  Haluerstadensi  episcopo,  et  ceteris  episcopis,  abbatibus,  clericis  ac  laicis  multis  presentibus.  Anno 
dominice  incarnationis  Millesimo  centesimo  oclauo  decimo,  in  ipso  loco  Gerbestedc,  in  nomine  Doraini 
feliciter.    Amen. 

Das  Siegel  ist  verloren  gegangen. 

CLXXXVIII. 

v>'.  In  noraine  sancte  et  indiuidue  Trinilatis.  Erkeuberlus  Corbeiensis  abbas  presentibus  atque  fuluris.  || 
Placuit  nostre  humilitali  omnibus  notum  facere  in  quibus  tempore  nostro  pro  posse  ecclesie  nobis  commisse 
prouidimus,  et  quanto  labore  que  inutilitcr  emergebant  resecare  studuiraus.  Ea  uidelicet  intentione,  ut 
successoribus  nostris,  si  qua  super  causis  per  nos  quoquo  modo  finitis  inquietudo  mota  fuerit,  dum  qua- 
litcr  composita  sint  nouerint,  defensionem  certissimam  liec  nostra  scripta  proferant,  loco  autem  prodesse 
nolcntes  obprobrium  sue  desidie  habeant,  si  non  soluni  ipsi  pro  se  non  laborare,  sed  nee  aliorum  labo- 
ribus  prouisa  curauerint  conseruare.    Fuit  igitur  in  diebus  nostris  quidam  FSUEOPH^OTC ,**)  qui  magi- 


,  ♦)  Die  eingeschloMcnen,  im  Originale  ▼orloren  gegangenen  Wprte,  find  ans  der  alten  Aufschrift  der  Urkunde  zu  ergänzen. 

**)  Dass  der  Schreiher  des  a'lteslrn ,  aus  dem  15.  Jahrhundert  herrührenden,  CorvejrWhen  Kopialbuches ,  die  ungewöhnliche 
grierhiM'be  Maju«kel,  mit  welcher  dieser  ^ame  im  Originale  geschrieben  ist,  nirht  verstand,  und  indem  er  sie  mit  ähnlich 
gestalteten  lateinischen  Buchstaben  verwechselte,  den  unerhörten  tarnen  Twaeolihaoc  herausbrachte,  ist  weiter  nicht  tu 
verwundern.  Kaum  traut  man  aber  seinen  Augen,  wenn  Falke,  der  das  Original  vor  sich  hatte,  ohne  alle  Ahnung, 
dass  er  es  mit  griechischen  Schrinztigen  zu  thun  habe,  den  ffamen  Twaetihao^c  schreibt,  und  eine  gelehrte  Anmerkung 
darüber  macht,  wo  er  unter  andern  aus  der  letzten  Hälfte,  haojc,  den  Namen  des  Gaues  Ahugo  herausfinden  will. 


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1120  —  iiai.  •  447 

Stratum  sibi  et  dominatum  super  has  curtes  uendicabat.  Gudelmon.  Ouenhuson.  Hestinon.  Ziatesson.  Ikken- 
huson.  Munichuson.  Hedesthorp.  Sologon.  Bramhomon.  Fridderun.  Visbike.  Bernesthorp.  Sutholu  et  per 
hoc  prebendam  fratrum  sibi  non  fratribus  utiliter  usurpare  inteudebat.  Officium  autem  ipsum-sibi  here- 
ditarium  affirmabat,  unde  res  ita  se  habet.  Pater  eius  Reinfridus  de  ipsis  curiis  annuatim  solebat  ad  ma~ 
nus  prepositi  reditus  colligere,  post  hoc  ausus  est  dicere  sui  iuris  esse,  inibi  uillicos  statuere,  pro  libitu 
cuncta  disponere.  Manifeste  autem  Dei  iudicio  eo  Morsacio  interfecto,  precessor  meus  beat^  memorie 
Marcwardus  filio  eius  adhuc  ad  mamillas  posito  officium  et  beneficium  patris  concessit,  sed  puer  paulo 
post  obiit»  officium  autem  et  beneficium  in  potestatem  abbatis  rediiU  Tum  mater  cum  hoc  Godefrido 
adhuc  perparuo,  adiutorio  eorum  quos  adtrahere  putuit,  beneficium  uix  hac  condicione  optinuit,  ut  offi- 
cium coram  abbate  multisque  qui  affuerant  perpetim  abdicaret  Hoc  pacto  mater  conticuit  cum  filio.  A 
me  quoque  officium  non  quesiuit,  cum  beneficium  suum  suscepit.  Post  autem  quam  nupsit,  ininstis  suis 
fautoribus  fretus,  pro  quo  XXX.  iam  annis  conticuerat»  officium  requisiuit.  Vnde  cum  me  nunc  per  priu- 
cipes  et  c^teros  liberos  homines  meos,  nunc  per  ministcriales  meos  nimium  soUicitaret,  premio  ab  hac 
sentencia  eum  reuocare  contendi,  sed  non  recepit.  Judicio  igitur  quesito,  cum  iam  lege  ministerialium 
partcm  suam  uideret  infirmari,  quod  prius  obtuleram  recipere  tandem  consensit,  quia  officium  remanere 
sibi  non  posse  persensit  Dedi  itaque  ipsi  YIl.  marcas,  et  coram  subscriptis  testibus  officium  uoluntarie 
abdicauit.  Gerberto  decano.  Wulframno  camerario.  Godefrido  preposito.  Hugone  preposito  omnique  con- 
grcgatione.  Sigifrido  comile  et  aduocato.  Widikindo  uice  aduocato.  Conrado  de  Euerstein.  Sigeberto  nobili. 
Reinoldo  uassallo.  Gumberto  de  Wartberg.  Reinboldo  firatre  eius  de  Koanstein.  Bemhardo  de  Waldekke. 
Folcmaro  de  Ittera.  Folcnando.  Conrado  de  Euerskute.  Heinrico  Olepe.  Thicdrico.  Bern.  Thietmaro.  mini- 
sterialibus.  Adelrado.  Godescalco  et  fratre  eius  Annone«  Heriboldo.  Liudolfo.  Waldrico  camerario.  Item 
Waldrico  pincerna.  Item  Waldrico  iuniore.  Godeskalco  paruo.  Gerberto.  Reinhero.  Annone.  Wernhardo. 
Walone.  Karolo.  Altolfo.  Widolone.  Odone.  Wazone.  Thiedrico.  Helmwigo.  Wagone.  Waltberto.  Folcberto. 
Godescalco.  Albwino.  socero  Godefrido  de  quo  racio  est.  Skerpoldo«  Conrado.  Reinboldo. 

Actum  Corbeie  anno  Domini  M.CXX.  Regnante  Heinrico  Vto.  Idus  Maii.   H^c  ut  nulli  sint  in  dubio 
firmamus  domini  nostri  sancti  Viti  sigillo. 


Signum  sancii  \i/  ^•^*  *'*^- 

Das  auf  die  Schlasfforrael  durch  einen  Kreuiscbnitt  aufgedruckte  Siegel  ist  ▼erloren  gegangen. 

CLXXXVIIIb. 

In  nomine  domini  nostri  Ihesu  Christi,  ego  Rocherus  Magedeburgensis  ecclesif  archiepiscopus,  sub 
presenti  pagina  notum  facio  omnibus  Christi  fidelibus  tam  futuris  quam  presentibus»  quod  litem  et  discor- 
diam  diu  inter  canonicos  Angarenses  suumque  prepositum  Othelricum  diu  de  prebendali  dispositione  habi- 
tam,  pacis  et  concordi^  cupidus,  tandem  communicato  consilio  decani  prefatf  ^cclesi^  quondam  preposito 
ceterorumque  reltgiosorum  virorum  tam  laicorum  quam  clericorum  subscripta  conditione  sedaui,  et  ut  in 
posterum  inuiolabiliter  permancret,  firmiter  stabiliui.  Summa  autem  eorum  querimoni^  specialiter  fuit  de 
curte  quadam  in  pago  Heildageshem  sita,  quam  a  uenerabili  nostro  archiepiscopo  Hartwige  ^cclesie  An- 

49* 


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US  iiJi. 

gareDsi  traditam  *)  eiasdem  eccicsie  canonicis  in ,  .  propalad^runt,  Huiusque  ueritatis  testimonium 

manifesta  sigillati uerint,  sed  predictum  prepositum  eandem  curtem  sibi  usurpasse,   et  sub 

priua redegisse  proclamauerunt.    Ad  sedandam  huius   disceptationis  controueraam  ego  ...  tum 

ponens,  et  utrique  parti  prout  habilis  potui  consulens,  statui  quatinus  seruitia  ad  priuatum  usum  prepositi 
pertinentia  duarum  marcarum  precio  inminucrentur,  et  usui  fratrum  restituerentur,  ita  uidelicet  qüod  de 
curte  H.i.ga.  dimidia  marca.  De  SUiburin  dimidia  marca.  De  SiboUinghusun  dimid.  M.  De  Angarensi  ucro 
curte,  unde  prius  XIUL  dierum  eidem  preposito  seruitiura  persoluebatur,  uel  marca  argenti,  Septem  io 
usus  fratrum  remissis,  VII.  alios  in  proprio  usu  ipse  prepositus  sub  precio  dimidio  marce  obtineret.  Additis 
insuper  preposito  in  proprium  usum  Heildageshem.  Bedingthorpe.  ceteris  omnibus  ex  integre  in  prebendaro 
fratrum  dispensandis.  Huius  autem  pacis  et  concordie  testes  sunt.  Decanus  Hathuwardus.  Gezo  camerarius. 
Frethericus  custos.  Johannes.  Ekehardus.  Guntramnus  prepositus.  Fredericus.  Purichardus.  ecciesie  nostre 
maiores.  Angarenses  autem  ecciesie  canonici  tres.  Aezelinus  decanus.  Theodericus.  Hucbertus.  Laici  quattuor 
Yolcmarus. '  Fredericus.  Meinricus.  Widulo.  et  alii  plures.  Facta  sunt  autem  hec  anno  ab  incarna(ione 
Domini  M.C.XXI. 

Das  aurgedruckte  grosse  kreisförmige  Siegel  zeigt  den  EnbischoF,  mit  anbedecktem  Haupte,  auf  einem  mit  Stufen  Ter* 
sehenen  Stuhle  sitzend,  in  der  rechten  Hand  den  Dischorsstab,  in  der  linken  ein  öifenes  Buch  haltend;  mit  der  Dm- 
sclirift:  Roggerus  Dei  Gra.  Magutheburgensis  Ecciesie  Archieps.  f 

CLXXXIX. 

In  nomine  sanct^  et  indiuidue  Trinitatis.  ||  S.  Dei  gratia  Mindensis  episcopus.  Pro  omnibus  que  cole- 
stis  nobis  retribuit  misericordia ,  nichil  digne  retributionis  humanus  inuenit  defectus,  nunquam  tarnen  a 
iuste  quantum  possumus  uicissitudinis  debito  nostre  deuotionis  auertetur  afFectus.  A  parentibus  enim  in 
hac  ecclesia,  cui  indigne  presideo,  adhuc  pucr  oblatus,  eadem  Dei  aspirante  misericordia ,  cum  maxima 
caritatis  et  dilectionis  abundantia  ab  omnibus  canonicis  in  consortium  fratemitatis  eorum  sum  receptus,  et 
ita  mecum  per  omnes  etatum  uices  omnium  perseuerante  gi*atia,  per  diuersa  bencficiorum  et  dignitatum 
incremenla  promotus,  nullis  ut  dictum  est  precedeiitibus  meritis,  communi  tarnen  consensu,  uoluntate  et 
peticione,  prouisor  ecciesie  sum  constitutus.  Unde  notum  esse  desideramus  tam  futurorum  quam  presen- 
tium  ecciesie  nostre  nostrique  fidelium  dilectioni,  quod  pro  his  tantis  diuine  pietatis  et  eccicsie  nostre  ab 
ineunle  etate  in  nos  respectibus,  et  maximc  pro  spe  eterne  retributionis,  liec  hereditatis  nostre  predia  in 
occidentali  parte  fluminis  quod  Leina  dicitur  sita,  unum  Vorewerc  in  Sutrem,  unum  in  Bedebure,  unum 
in  Idanhusen,  unum  in  Westrem,  unum  in  Wechertheren ,  unum  in  Elmenhurst,  cum  omnibus  ad  bec  ea- 
dem Vorewerc  iure  pertinentibus,  uidelicet  mancipiis  utriusque  sexus,  areis,  edificiis,  terris  cultis  et  in- 
cultis,  siluis,  pratis,  pascuis,  aquis  aquarumque  decursibus,  molendinis,  piscationibus,  uenationibus,  que- 
sitis  et  adquirendis,  cum  omnibus  uUatenus  usui  aptis,  hec  inquam  omnia  cum  consensu  et  coUaudatione 
cognate  et  legitime  heredis  mee  Berte,  laudante  etiam  dno.  Brunone  eiusdem  Berte  marito  et  mundiburdo, 
consentiente  etiam  in  id  ipsum  et  adstipulante  fidelissimo  amico  et  cognato  eodemque  mundiburdo  meo 
dno.  Adolfe  comite  sene  de  Scoamburg,  hec  inquam  uniuersa  ecciesie  Mindensi  eiusque  patronis  beato 
Petro  apostolorum  principi  sanctoque  Gorgonio  precioso  martyri,  in  pago  Mersteine,  in  mallo  Gerberli 
comitis,  fratris  comitis  Erponis,  iuxta  uillam  Runeberchen,  in  orientali  parte,  perpetuo  iure  possidenda 
tradidi.  Sed  unum  Vorewerc  ex  supradictis  in  Sutherem,  ob  recordationem  anime  mee,  in  usum  fratrum 
meorum  incommutabili  firmitate  donaui.  Ecclesiam  etiam  in  Idanhusen  ab  episcopo  nuUi  concedcndam  nisi 


*)  Die  Urkunde  des  Erzbischofs  Hartwig  Sber  diese  Schenkung,  vom  Jahre  1094,  ist  noch  vorbanden,  aber  ao  zerrissen  und 
verdorben,  dass  von  dem  Innhalte  nut  noch  wenig  herauszufinden  ist,  und  eine  Abschrift  der  vorhandenen  Fragmente 
unnütz  sein  würde. 


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Itat--ii22.  449 

sacerdoü  qui  ibidem  stabiliter  habitare  Deoque  fideliter  seruire  studuerit,  conslitui.  Et  ut  hec  nostre  tra- 
ditioDis  et  coDstitutionis  deuotio  nunquam  in  irritum  ducatur,  hanc  cartam  conscribi  iussimus,  sigilli  nostri 
impressione  signauimus,  banni  nostri  ^firmamento  stabiliuimus ,  testibus  idoneis  corroborauimus.  Hi  sunt 
tostes.  Nobiles.  Adolfus  comes  predictus.  Eberhardus  uicedominus.  Bernhardus  et  frater  eins  Cono.  Ministri 
occlesie.  Gerbertus,  Egilwardus.  Herewardus.  Liudolfus.  Vastmarus.  Preterea  alii  quidara  liberi  homines. 
Meinfrith.  Athelbern.  Hoico.  Rothward.  Athelhelm.  Ido.  Eilbold.  Thancward.  Eico,  Meinhard.  Dodilo.  Egilhard. 

Da«  Siegel,  welches  auf  die  Charte,   an  einem  von  der  Schrilt  leer  gelassenen  Räume,  mit  schmalen   Pergamentstreifen 
angebeAet  war,  ist  verloren  gegangen. 

cxc. 

Kach  einer  im  ehemaligen  Miinsterschen  Landes-Archive  aufbewahrten,  neueren  Abschrift. 

In  nomine  Sancte  et  indiuidue  Trinitatis.  Theodcricus  Monasteriensis  Ecclesie  Dei  gratia  Episcopus. 
Notum  fieri  volumus  tarn  presentibus  quam  futuris  Christi  fidclibus,  quod  Comites  Gpdefridus  et  Otto  fra- 
trcs  pro  salute  animarum  suarum  obtulerunt  se  et  sua  quedam  Deo  et  beat'c  Marie  semper  virgini  et 
bcatorum  apostolorum  choro  omnibusque  Sanctis,  vidclicet  Capenbergh  quod  iure  allodii  possidebant,  cum 
aliis  allodiis,  curiis  et  mansis,  Werne,  Nette,  Alsteden,  Heile,  Capenbergh,  cum  uiiiuersis  usibus  earum, 
scilicet  pratis,  pascuis,  viis  et  inviis,  et  irriguis,  molendinis,  nemorosis  et  campestribus ,  tradentes  hec  in 
manus  fratris  Norberti  ad  usum  et  necessitatem  fratrum  tarn  presentium  quam  futurorum  ibidem  Deo 
seruientium  sectmdum  apostolica  instituta  et  secuudum  regulam  beati  Augustini ,  sub  disciplina  et  magisterio 
prcnominati  fratris  Norberti.  Ego  vero  Theodericus  supradictus  Monasteriensis  episcopus,  rogatus  a  Colo- 
niensi  Archiepiscopo  et  a  supranominatis  fratribus  Ottone  et  Godefrido  et  ab  uniuerso  Canonicorum  ibidem 
degentium  collegio,  X^.VIIP.  Kalend.  Septembris,  in  die  scilicet  Assumptionis  Sancte  Dei  genitricis  semper 
virginis  Marie,  per  pontificale  officium,  habentes  cooperatorem  Spiritum  Sanctum,  castrum  et  eiusdem 
castri  ambitum  solemni  consecratione  vertimus  et  immuta;iimus,  ut  exinde  esset,  sit  atque  permaneat  im- 
munitas  atque  cimiterium,  iacientes  in  eodem  ecclesie  fundamentum,  assignantes  eidem  ecclesie  predicta 
allodia  in  dotem  perpetuam.  Post  hec  autem  brevis  elapso  temporis  intcruallo,  et  aucto  fratrum  ibidem 
collegio,  Godefridus  et  Otto  supra  dicti  germani,  adhuc  in  habitu  positi  militari,  de  allodiis  que  tunc  he- 
reditario  iure  possederunt,  Mencgede,  Curete,  Sorbecke,  Wisele,  Wesheim,  cum  mansis  et  mansionariis, 
YÜs  et  inviis,  pratis  et  pascuis,  nemoribus  et  campestribus,  et  cum  uniuersis  usibus  et  appcndiciis  suis  et 
iusliciis  earum,  supradicte  ecclesie  Capenbergh,  seruisque  et  ancillis  Dei  ibidem  constitutis,  coram  tribunis 
in  statutis  placitis  in  usus  perpetuos  contradiderunt  et  transfuderunt,  suasque  dationes  et  oblationes  in 
synodo  nostra  renouauerunt  et  banno  nostro  sibi  firmari  postulauerunt.  Ea  autem  que  Deo  oblata  sunt, 
sacrorum  attestatione  canonum  sacra  esse  perhibentur,  unde  qui  ea  Deo  auferre  et  ad  suum  usum  retincre 
presumunt,  sacrilegii  et  etern§  damnationis  rei  esse  conuincuntur.  Ea  propter  quicunque  temerario  ausu 
Deo  et  fratribus  iam  dictam  ecclesiam  et  curtes  vel  aliquid  de  supradictis  possessionibus  auferre  presum- 
pserit,  cum  fratribus  nostns  ecclesie  nostre  prelatis  et  sacerdotibus,  in  presentia  nobilium  et  ecclesie  mini- 
strorum,  vinculo  anathematis  usque  quo  rcsipiscat  innodauimus.  Vt  aulem  hec  tam  a  futuris  quam  a  pre- 
sentibus  rata  habeantur,  et  hoc  ordine  legitime  gesta  et  firmata  esse  credantur,  bulla  nostra  assignauimus, 
et  in  virtute  Spiritus  Sancti,  ut  perpetuo  inconuulsa  permancant,  vinculo  banni  nostri  firmauimus.  Actum 
vero  est  Anno  incamationis  Domini  Millesimo  Centesimo  vigesimo  secundo.  Confirmatum  vero  Anno  eius- 
dem incamationis  Millesimo  Centesimo  vigesimo  quinto. 

Testes  prime  traditionis.  Adolphus  comes  de  Altena.  Wigboldus.  Bruno  tribunus.  Wenierus.  Emunt. 
Franco.  Lambertus.  Reginbolt.  Bertholf.  Confirmationis  vero  que  facta  est  in  synodo  testes.  Bruno  prepositus. 
Rutbertus  decanus.  Engelbertus  custos.  Gerardus  magister.  Helmwardus.  Guntramus.  Folcmarus  de  Sancto 
Mauricio,  et  omnes  canonici  et  sacerdotes  qui  sacr^  synodo  tunc  interfueruut.  Nobiles  vero.  Rudolphus  et 
frater  eins  Bernardus.  Wem.  Bemardus.  Hereman.  Ministeriales  vero.  Walterus.  Thietmarus.  Bruno. 

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450  it>3. 


CXCI. 


In  nomine  sancte  et  indiuidue  Trinitatis.  Helmburch  humilis  ancilla  Dei.  Notum  esse  uolo  tarn  futuris 
quam  presenlibus,  quod  pro  remedio  animae  meae,  ||  collaudatione  BERNHARDI  de  Lippe,  in  cuius  eram 
tutela  et  mundiburdio,  consensuque  aliorum  coheredum  meorum,  tradidi  perpetualiter  in  proprium  sanctae 
MARIAE  Dei  geuitrici  reliquisque  sanctis  in  ecciesia  Herisiensi  quatuor  mansos  cum  omnibus  suis  pertinen- 
tiis,  hoc  est  animatis  et  inanimatis,  mobilibus  et  inmobilibus,  sitos  in  uilla  OVERIDE  nominata»  in  panro- 
chia  LOVENE,  in  comitatu  FRIDERICI  comitis  ad  Thuneresberhc.  Fecimus  autem  hoc  ea  uidelicet  ratione, 
ut  deinceps  omni  tempore,  remota  omnium  hominum  contradictione .  pertineant  in  perpetuum  ad  preben- 
dam  sanctimonialium  ibidem  Deo  sueque  sanctissim^  genitrici  sancteque  SATYRNINAE  uirgini  seruientium. 
Et  ut  hoc  in  futurum  iugiter  firmum  perseueret  et  inconuulsum,  uenerabilis  eiusdem  loci  abbatissa  BEA- 
TRIX nobis  petentibus  hoc  inde  iussit  fieri  scriptum,  sigilli  sui  inpressione  roboratum  et  insignitum.  Inter- 
fuerunt  autem  huic  traditioni  fideles  isti.  Venerabilis  predicta  BEATRIX  abbatissa.  Preposita  Helmburch. 
Decana  Helmburch.. Ida.  Redin.  Siburch.  Beatrix.  Gunderat.  Cunegunt.  Liutdrut  cum  reliquis  consororibus. 
Ex  clero.  Ade.  Thietwart.  Helmer.  Herrat.  Marcwin.  Ex  laicis  liberis  et  ministerialibus.  BERNHART  de  Lippe. 
Conrat  eiusdem  )oci  aduocalus.  Odelric.  Vdo.  Cono.  Conrat.  Bemhart.  Cönrat.  Widerolt.  Heinric.  Odelric. 
Alberic.  Godescalc.  Reinhere.  Wezel.  Riprech.  Vdo.  Wiren.  cum  aliis  muUis  utriusque  sexus  fidelibus. 

EGO  Thietmarus  uenerabilis  abbatisse  BEATRICIS  notarius  scripsi. 

Data  U}.  Non.  Mart.  anno.dominicae  incarnationis  M.C.XXUL  Indict.  L  Actum  HERISIE  in  monasterio 
sanctissime  Dei  genitricis  MaRie  feliciter  AMEiN. 

'  Das  Siegel,  welche«  aufgedruckt  war,  Ut  ▼crloren  gegangen. 

CXCII. 

In  nomine  sancte  et  indiuidu^  Trinitatis.  Heinricus  Dei  Gratia  Patherbrunnensis  ^cclesif  episcopos.  || 
Sicut  sagacis  industri  e  et  laudando  prouidentie  cognoscitur  res  gestas  memorie  posterorum  commendare, 
ila  nihilominus  desidi§  et  uegligentie  ascribitur,  neglectu  earum  emulis  ecclesiarum  aditum  presümptuose 
inuasionis  uigilanter  non  premuniri.  Que  sollerter  contemplantes,  et  ecciesiis  nobis  commissis  ecclesiasticae 
tuicionis  protectionem  in  futurum  impendentes,  omnibus  fidelibus  notum  esse  uolumus,  qualiter  uir  quidam 
nomine  Wighardus  ac  uxor  sua  Walburg  nominata  cum  duobus  filiis  suis  Wighardo  et  Folcberto  tempo- 
ralem carnis  sue  libertatem  sub  ^cclesiastice  seruitutis  redigentes  proprietatem ,  salubri  consilio  parique 
desiderio  se  in  proprietatem  Patherbrunnensis  cenobii  iure  ministerialium  dedenint,  duosque  mansos  in 
Othen,  quos  hereditario  iure  possederant,  laudantibus  et  fauentibus  legitimis  heredibus,  ecclesio  conferen- 
tes,  eos  ab  ipsius  ecclesif  abbate  Hamukone  sibi  posterisque  suis  a  generatione  in  generationem  iure  be- 
neficii  profuturos  receperunt.  Hanc  tradilionem  a  Fritherico  coinite  aduocato  ecclesie  nostre  apud  Balhor- 
non  regali  banno  firmatam  et  stabilitam,  banni  nostri  muuimine  roborauimus,  et  hanc  cartam  in  testimo- 
nium  ueritatis  scriplam  sigilli  nostri  impressione  insiguiri  mandauimus.  Huius  traditionis  et  confirmalionis 
testes  paucos  de  pluribus  proferamus.  Wino  prepositus.  Bernhardus  decanus.  Conradus  prepositus.  Gode- 
scalcus,  Esicus.  Reinbertus.  Rantwigus.  Folcbertus.  Hartmannus.  canonici.  Ministeriales  autem.  VflTo.  Hugo. 
Heinric.  Eilbreth.  Adelbero.  Bernhard.  Altman.  Folcbrath.  Welciko.  Waltgot.  Albern.  Reinzo.  Eilbrath.  War- 
mund. Becelin.  Gerlach.  Actum  in  Patherbrunnon  XOIL  Kai.  Jul.  anno  ab  incarn.  D.  M.C.XXni.  hdict.  I. 
Regnanle  Heinrico  V.  rege. 

Das  aufgeheftet  gewesene  Siegel  ist  verlorea  gegangen. 

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11J3.  451 


CXCIII. 


In  nomine  sancte  et  indiuidae  Trinitatis.  ||  Ego  Hamuko  Dei  gratia  Patlicrbrunnensis  ecciesie  humilis 
minister.  Notum  fieri  cupio  posteris  nostris,  quod  quidam  uir  Wighard  et  uxor  sua  Waltburg  nomine  cum 
duobus  filiis  Wighardo  et  Folcberto  ex  libera  conuersione  se  dantes  in  proprietatem  ecciesie  nostre,  acce- 
perunt  a  nobis  mansum  unum  quadraginta  iugerum  in  Othihem,  quem  comes  ciuitatis  huius  Elferus  pro 
requie  anime  coniugis  sue  Regelindis  ad  altare  Sanctorum  apostolorura  PETRI  et  PAVLI  optulit,  tali  con- 
dicione,  ut  omni  anno  in  feste  Sancti  Michaelis  tarn  ipsi  quam  post  eos  posteritatis  sue  filii  duodecim  de- 
narios  grauioris  monet^  custodi  ecciesie  nostre  persoluant,  et  si  hoc  neglexerint,  uel  duodecim  solidos 
soluant,  uel  manso  careant.  Huius  rei  testes  sunt  et  presentis  scripti  pagina  et  homines  quorum  hec  sunt 
nomina.  Wino  prepositus.  Bernhardusdecanus.  Conradus  prepositus.  Godescalcus.  Esicus.  Reinbertus.  Rant- 
wigus,  canonici,  Ministeriales  autem.  Vffo.  Hugo.  Heinric.  Eilbrath.  Adelbero.  Bernhard,  Walmant.  Folcbrath. 
Wekiko.  Waltgot.  Albern.  Reinzo.  Eilbrath.  Warmund.  Becelin.  Gerlag.  et  alii  multi. 

Actum  Patherbrunnon  Xffll.  Kai.  Jul.  Anno  ab  incarn.  D.  M.CXXUI.  Ind.  I.  Regnante  Heinrico  rege  Vto. 

Von  dem,  mit  Pcrgamentftretfea  lur  die  Charte  gehefteten  Siegel,  das  seitwä'rta  sehende  Brustbild  des  Ahles,  mit  unbe«  , 
decktem  Haupte,  einen  Stab  in  der  rechten  und  ein  Buch  in  der  linken  Hand,  vorsteUend,  ist  ein  grosser  Tbtii  ver^ 
loren  gegangen,  daher  auch  die  Umschrift  nicht  mehr  ansugeben. 

CXCIV. 

In  nomine  sancte  et  indiuidue  Trinitatis.  Heinricus  Dei  gratia  Patherbrunnensls  ecciesie  episcopus.  || 
Nouerit  omnium  fidelium  Christi  tam  presentium  quam  futurorum  uniuersitas,  qualiter  ecciesia  que  est  in 
Atlon  uenerit  in  proprietatem  Patherbrunnensis  conobii.  Antiquiores  nostri  dixerunt  ibidem  quondam  fuisse 
congregationem  in  honore  sancte  Dei  genitricis  MARIE  coadunatam,  in  cuius  honore  cadem  basilica  est 
dedicata.  Nunc  uero,  peccatis  hominum  ut  putalur  exigentibus»  uix  parua  quedam  uestigia  huius  rei  di- 
nosci  possuut.  Ynde  domnus  Hamuko  uenerabilis  Patherbrunnensis  cenobii  abbas  temporalibus  rebus  pro 
subditorum  necessitatibus  explendis  sedule  deditus,  beate  Dei  genitricis  et  uirginis  MARIE  amore  prouoca- 
tus,  et  fratrum  et  fidelium  suorum  consilio  et  auxilio  animatus,  Bernhardum  comitem  fratrem  Volkoldi  de 
Malesburgh,  cuius  propria  fuit  ^cclcsia,  cum  amicis  suis  adiit,  et  conuentionem  pro  ecciesia  cum  eo  fa- 
ciens,  sedecim  ei  marcas  spopondit.  Qui  ueniens  cum  berede  suo  unico  scilicet  fiiio  nomine  Amulungo, 
tradidit  ecciesie  beatorum  apostolorum  Petri  et  Pauli  in  Patherbrunnon  ipsam  ecclesiam  cum  agris  et  man- 
cipiis,  pascuis  et  pratis,  et  cum  omnibus  attinentiis,  Widikindo  aduocato  ecciesie  astante  et  cum  abbate 
et  fratribus  suscipiente.  Abbate  autem  memoratum  argentum  persoluente,  rursum  uenit  prcdictus  comes 
Bemhardus  in  placitum  memorati  Widikindi  aduocati,  et  hanc  traditionem  laudauit,  stabiliuit  ac  fiinmauit, 
legitime  berede  suo  unico  filio  astante,  laudante  atque  una  secum  tradente.  Vnde  nos  supeme  remune- 
ralionis  intuitu  ac  prefali  abbatis  et  fratrum  suorum  rogatu,  ipsam  ecclesiam  cum  omnibus  suis  appendiliis 
acquisitis  seu  acquirendis,  nostra  pontificali  auctoritate,  ecciesie  beatorum  apostolorum  Petri  et  Pauli  in 
Patherbrunnon  confirmamus  et  corroboramus,  elerna  ferientes  malcdictione  omnem  hominem,  qui  quem- 
Hbet  abbatem  et  fratres  ipsius  monasterii  super  hac  inquietare,  molestare  aut  diuestire  presumserit.  Vt 
autem  hec  confirmationis  nostre  auctoritas  stabilis  et  inconuulsa  permancat,  paginam  hanc  inde  conscriptam 
sigillo  nostro  insigniri  fecimus.  Huius  traditionis  et  confirmationis  testes  sunt  tam  canonici  quam  monachi. 
Laici  uero.  Thiederic  de  Vordei.  Erpo.  Wezelo.  Vffo.  Hugo.  Heinrich.  Liudold.  Athelbero.  Altman.  Folbrath. 
Altmar.  Frithemar.  Welciko.  Sigebodo.  Sibrath.  Warmund.  Sibrath.  Reinzo.  Eilbrath.  teriach.  Godescalc.  Conrad. 

Acta  sunt  hec  Balhornon.  XIIII.  Kai.  Decembr.  Anno  ab  incamatione  Domini  M.CXXUI.  Indictione  U. 
Regnante  V.  Heinrico  imperatore. 

Das  grosse,  seitwärts  neben  der  Schrift  aufgeheftet  gewesene  Siegel  ist  verloren  gegangen. 


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452  iias. 


cxcv. 


Ads  dem  Archive  der  Sundesherrschaft  Kappenberg. 

v><«    In  nomine  sancte  et  indiuidue  Trinitatis.  Heinricus  diuina  fauente  clementia  quartus  Romauorum  Im- 
perator Augustus.  II  Notum  fieri  uolumus  tarn  presentibus  quam  futuris  Christi  fidelibus,   quod   Godefridus 
comcs  et  fratcr  eins  Otto  castrum  Capenberg,  qnod  Jure  allodii  possidebant,  cum  adiacentibus  quatuor 
curiis,  Nette,  Werne,  Heile,  Alsteden,  Deo  patri  omnipotenli,  et  beate  Dei  Genitrici  Marie,   et  beatissimis 
apostolis  Petro  et  Paulo,   Sanctisque   omnibus,  spe  future  retributionis  animati  optulenint,  tradentes  hoc 
uenerabili  fratri  Norberte  suisque  fratribus  sibi  subiectis,   eorumque  successoribus  in  canonica  professione 
seeundum  apostolica  instituta  ibidem  degenlibus.   -Nos  ipsis  fratribus  ad  imperiale  patrocinium  confugicnli- 
bus  traditionem  hanc  ratam  et  inconuulsam  permanere  statuimus.    Decernimus  etiam  et  firmamus   ex  ro- 
gatu  eorundem  fratrum,  quod  nuUus  episcopus  uel  eiusdem  ecclesie  futurus  prelalus  potestatem  habeat, 
regulam,    professionem,  institutionem  assumptam  immutare,    uel  indulgcntia  laxioris  licenti^  corrumpcre. 
Aduocatus  ibi  nullus  sit|  nisi  quem  fratres  ipsi  unanimiter  elcgerint.    Qui  si  incommodos  uel  inutilis  fuerit, 
si  semel,  secundo  uel  tercio  correptus  non  emendauerit,  alium  eligendi  liberam  habeant  facultatem.    Hoc 
et  fideles  Dei  scire*)  uolumus,  quod  eidem  Godefrido  eiusque  fratri,  pro  redemptione  anim^  mee,  supra- 
dicto  sacerdote  pro  eis  intercedente ,  rcgiam  offensam  ex  animo  condonamus,  obsides  eorum  manumitti- 
mus,  et  quicquid  cause  uel  exactionis  in  ipsos  habuimus  uel  habere  possemus,  eternaliter  postponimus. 
Ad  hanc  uero  nostram  traditionem  testes  ydoneos  adhibuimus.   Adelbertum  Mogontinum  archiepiscopum. 
Fridericum  archiepiscopum  Coloniensem.  Hartwicum  Ratisbonensem  episcopum.  Ottonem  Bauenbergensem 
episcopum.  Brunonem  Spirenscm  episcopum.  Herimannum  Augustensem  episcopum.  Gebehardum  Herbipo- 
Icnsem  episcopum.  Alii  quoque  principes.  Heinricus  dux  Baioariorum.  Fridericus  dux.  Symon  dux.  Pertolfus 
dux  et  fratcr  eins  Cunradus.  Marchio  Theipoldus.  Marchio  Engelbertus.  Berengarius  comes.  üt  autem  hec 
noslr^  traditionis  auctoritas  stabilis  et  inuiolata  omni  permaneat  euo,  hanc  inde  cartam  scribi,  et  sigilli 
nostri  impressione  iussimus  insigniri.    Preterea  quascunque  possessiones ,  quecuuque  bona,  in  terris,  uiueis, 
mancipiis,  censibus,  decimis,   molcndinis,  aquis  aquarumue  decursibus,   pratis,  pascuis,  nemoribus,   cam- 
pestribus,  montibus,  collibus,  uallibus,  aut  quibnslibet  aliis  rebus  predicta  Capenbergensis  ecclesia  in  pre- 
sentiarum   possidet,    aut  in  futurum  concessioue  pontificum,    largitione  regum   uel  principum,    oblationc 
fidelium,  seu  aliis  iustis  modis  poterit  adipisci,  omnia  ei  imperatoria  auctoritate  confirmamus.    In  quibus 
hec  propriis  uöcabulis  duximus  exprimenda.  Mengede.  Curede.  Sorbeke.  Wisele.  Weshem.  cum  mansis  et 
mansionariis  et  uniucrsis  usibus  et  Justiciis  suis.    Si  qua  igitur  ecciesiastica  secularisue  persona  hanc  nostre 
constitutionis  paginam  sciens  contra  eam  uenire  temptauerit,  si  secundo  tercioue  commonita  presumptionem 
suam  non  correxerit,  indignationis  nostre  penam  sentiet. 

Signum  Heinrici  Quarti  Romanorum  Imperatoris  (L.  M.)  Inuictissimi, 
Phylippus  CanceUarius  Recognoui  vice  Archicancellarü. 

Data  anno  dominice  Incarnationis  M®.C®XXMIF.  Indicüone  XIII.  apud  Lobwisen,    Quando  dominus 
Imperator  anulum  et  baculum  ecclesie  Remisit. 

Das  wie  gewöhnlich  aurgedruckte  grosse  Majesta'Usiegel  ist  swar  am  obern  Thcile  schadhaft ,  jedoch  die  Figur  des  Kai- 
sers nebst  dem  grösseren  Tbeile  der  Umschrift  noch  erhalten. 


*)  Im  Originale  steht  durch  einen  Schreibfehler:  scrire. 

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112  3.  453 


CXCVI. 


In  Christi  nomine.  Notum  esse  nolumus  tarn  presentis  eui  quam  futuri  Christi  fidelibus,  Qualiter 
ego  Wino  prepositus  matris  ecciesie  Sancti  LIBORII,  communicato  Bernhardi  decani  nostri  ceterorumque 
fratrum  ac  fidelium  nostronim  consilio,  decreuerim  nt  quicumque  uillicus  procurauerit  curtim  que  est  in 
LESSETE,  et  libera  est  a  soluendis  decimis,  pro  duobus  mansis  ad  ipsam  pertinentibus,  unde  nobis  iure 
debentur  decim^,  super  granarium  nostrum  Villi,  maldra  frumenti  annuatim  debeat  persoluere,  itaconcessa 
sibi  decima ,  ut  siue  ipsemet  uillicus  siue  alius  quicumque  ex  supradictis  mansis  quicquam  ipso  concedente 
seuerit,  nullus  ei  m  congregandis  decimis  uim  uUam  inferat,  sed  ipse  uillicus  utilitati  sue  ex  bis  utiibuerit 
prouideat.  Si  uero  ipse  uillicus  plus  agrorum  de  quibus  nobis  decima  debetnr  quam  supradictos  mansos 
seminauerit,  debitam  de  eis  nobis  decimam  dimittat,  et  sie  omnis  inter  nos  et  fratres  uostros  monachos 
de  decimis  disceptatio  cesset. 

Huius  rei  testes  sunt.  Hamuco  abbas,  cuius  uigilantia  ut  hfc  fierent  elaborauit.  Ruothard.  Gerlag. 
monachi.  Bernhardus  decanus.  Cuonradus  prepositus.  Reginbraht.  Esic.  Gernand.  Rantwig.  canonici.  Hi 
laici.  Yolcbraht  Waldgot  Altman.  Adalbero.  Bernhard.  Yolcmar.  Hizel.  Sibraht.  Warmund.  Liudolf.  Gerlag. 
aliique  quam  plures. 

Aurgedrackt  ist  du  älteste ,  grosse  kreisförmige  Siegel  des  Domkapitels  tu  PAderborn,  mit  dem  vorwärts  sehenden 
Brastbilde  eines  Heiligen  in  bischöflicher  Kleidung  Aber  mit  unbedecktem  Haupte  und  in  der  linken  Hand  eine  Schrift- 
rolie  haltend,  und  der  Umschrift:  Scs.  Liborius  Epc 


Cod.  dipl.  bist.  Westfal.  20 

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1. 

2. 


3. 
4. 
5. 


6. 
7. 

8. 


Nachweisung 

1.     der   abgebildeten   Siegel. 

BliM'siegcI  Kaiser  Otto*s  IIL  gehörig  zu  der  Urkunde  Nr.  LXXIV. 

Grös-sercs  Sie^t>l  des  Bischofs  Meinwcrk  von  Paderborn;   aus  der  mit  dem  Museum  Taterländ.  Altcrthüroer   zu   Münster  ver- 
bundenen SiegoLsammlung.     Die  Urkunde,   lu  welcher  es  gehörte,   ist  nicht  mehr  nachsuweisen ;   vielleicht  war  es  diejenige, 
deren  Fragmente  bei  Nr.  988.  der  Regesien  erwähnt  sind. 
Kleineres  Siegel  desselben,  gehörig  zu  der  Urkunde  Nr.  XCV. 
Grösseres  Siegel  des  Bischofs  Jmaä  von  Paderborn;  zu  der  Urk.  Nr.  CXLIII. 

Kleineres  Siegel  desselben,  mit  einer  antiken  Gemme;   aus   der   mit  dem  Mus.   vaterl.  Alterth.  zu  Münster  verbünd.  Siegrl- 
sammlung.       Die  Urkunde ,  zu  welcher  es  gehörte,   ist  nicht  mehr  nachzuweisen.  ^-  Durch  ein  zu  spa't  bemerktes  Versehen 
ist  der  Kopf  in  der  Abbildung  verkehrt  gezeichnet,  da  er  im  Originale  nach  der  entgegengesetzten  Seite  siehL 
Siegel  des  Bischofs  Erpho  von  Mimigardevord ;   zu  der  Urk,  Nr.  CLXVI. 
Siegel  des  Bisrhnfs  Heinrich  von  Paderborn;  zu  der  Urk.  Nr.  CLXXI. 
Acitestes  Siegel  des  Domkapitels  zu  Paderborn;  zu  der  Urk.  Nr.  CXCVL 


2.     der  abgebildeten  Monogramme  deutscher  Kaiser  und  Könige. 

(Die  Monogramme  Kaiser  Ludwigs  des  Frommen  sind  bei  den  Urkunden  Nr,  2,   3  und  4  in  den  Text  eingedruckt.) 


1.  Kaiser  Lothars  /.,  843;  Urk.  Nr.  XVI. 

2.  König  Ludwigs  des  Deutschen,  844;  Urk.  Nr.  XVllI. 

3.  De^elben,  870;  Urk.  Nr.  XXVI. 

4.  Desselben,    unvollständig   (ohne  Mittelstrich),    868;    Urk. 

Nr.  XXV. 

5.  Kaiser  Karls  des  Dicken,  887;  Urk.  Nr.  XXXII. 
ö,  Königs  järnulj,  887;  Urk.  Nr.  XXXV. 

7.  Desselben,  892;  und  seines  Nachfolgers,  Ludwigs  des  Kin- 

des, auf  einer  Charte;  Urk.  Nr.  XLIV. 

8.  König  Conrads  /.,  913;   Urk.  Nr.  XL  VI. 

9.  König  Heinrichs  /.,  927;  Urk.  Nr.  XLVIII. 

10.  Desselben,  935;  Urk.  Nr.  XLIX. 

11.  König  Otto's  /.,  940;  Urk.  Nr.  LH. 

12.  Desselben,  als  Kaiser,  973;  Urk.  Nr.  LX. 

13.  Kaiser  Otto's  //.,  980;  Urk.  Nr.  LXVI. 

14.  König  Otto's  IIL,  987;  Urk.  Nr.  LXIX. 

15.  Desselben,  993 ;  Urk.  Nr.  LXXl. 


16.  Desselben,  995;  Urk.  Nr.  LXXH. 

17.  Dess.  aus  dems.  Jahre;  Urk.  Nr.  LXXIII. 

18.  König  Heinrich  IL,  1002;  Urk.  Nr.  LXXVI. 

19.  Desselben,  1011 ;  Urk.  Nr.  LXXXII. 

20.  Desselben,  als  Kaiser,  1015 ;  Urk.  Nr.  LXXXV. 

21.  Desselben,  1018;  Urk.  Nr.  XCIV. 

22.  Demselben,  1019;  Urk.  Nr.  XCIX. 

23.  König  Conrads  IL^  1025;  Urk.  Nr.  CXL 

24.  Desselben,  als  Kaiser,  1031;  Urk.  Nr.  CXVIII. 

25.  Desselben,  1032;  Urk.  Nr.  CXXUL 

26.  Desselben,  1033 ;  Urk.  Nr.  CXXVL 

27.  König  Heinrichs  IIL,  1039;  Urk.  Nr.  CXXXI. 

28.  Desselben,  1043;  Urk.  Nr.  CXXXIII. 

29.  König  Heinrichs  /^.,  1059;  Urk.  Nr.  CL. 

30.  Des  Gegenkönigs  Hermann,  1082;  Urk.  Nr.  CLXL 

31.  Kaiser  Heinrichs  K,  1123;  Urk.  Nr.  CXCV. 


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REOESTA 


HISTORIAE    WESTFALIAE, 


Die    Quellen 


der 


Geschichte     W  e  s  t  f  a  I  e  n  s^ 

in  chronologisch  geordneten 

Nachweisungen  und  Auszügen. 


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Vor    Chr.    55. 

<.  Als  Ariovist  den  Waffen  Cäsars  erlegen,  und  die  Herrschaft  der  Römer  über  Gallien  und  Belgien 
bis  an  den  Rhein  ausgedehnt  war,  beginnt  auch  für  die  Länder  zwischen  Rhein  und  Weser  die 
erste  geschichthche  Morgenröthe.  —  Verdrängt  von 'den  Sueven,  kommen  die  üsipeter  und 
Tenchterer  auf  das  linke  Rheinufer,  treffen  hier  mit  den  Römern  zusammen,  und  werden  von 
Cäsar  fast  alle  treulos  niedergemetzelt.  Nur  ein  Theil  der  Reiterei  rettet  sich  zu  den  Sigam- 
brera.  Cäsar  verlangt  ihre  AusUeferung;  der  kräftige  Volksstamm  der  Sigambrer  aber  beant- 
wortet diese  übermüthige  Forderung  mit  stolzer  Weigerung.  —  Ea  quae  secuta  est  hieme,  qui  fuit 
annus  Cn.  Pompeio,  M.  Crasso  Coss.,  Usipetes  Germani  et  item  Tenchtheri  magna  cum  multitudine 
hominum  flumen  Rhenum  transierunt,  non  longe  a  mari  quo  Rhenus  influit.  Causa  transcundi 
fuit,  quod  ab  Suevis  complures  annos  exagitati  belle  premebantur  et  agricultura  prohibebantur. 
.  .  .  Qui  complures  annos  Suevorum  vim  sustinuerunt,  ad  extremum  tamen  agris  expulsi  et  multis 
Germaniae  locis  triennium  vagati  ad  Rhenum  perveneruut,  quas  regiones  Menapii  incolebant  etc. 
Jul.  Caesar  de  belle  Gall.  lib.  IV.  cap.  1.  4.  —  ati  Ovöutstcu^  edvog  FsQiiavLxbvy  xal  Tccyxgiai 
doxovöL  XQOVSifov  öq>stsQOiQ  btnsvöLV  OTCccacoöloig  tgspaß^ai  t&v  KfXÜiccQog  hcnianf  ig  juvzcaag- 
Xdlovg'  o  dh  KouSccq  avroig  ^QSößevo(iivotg  ig  avthv  ini^e^cLij  tovg  ^Qiößst^  iiaxa6%mir  %ixi  xo 
ncc&og  iTcalvois  ig  tikog  al^pvlöiov  ovrco  öwsvsx^vaiy  mg  tsööccQaxowa  ^vQiadag  tovrcov  tfvyjco- 
%ipf(u,  Katava  ts  iv  'Pcoft]?,  tüv  xig  övyyQatpBCDv  q>i]6lf  yvfDiiriv  iösveyTcsTv ,  ixSovvai  tolg  ßa^ßa- 
Qoi/g  tov  KaüSttQCCf  6g  ivccyhg  ^ov  ig  ducTtQeößBvöc^hfovg  sQYUöaiuvov.  Appian.  de  reb.  Gall.  XVIIL 
(ed.  Schweigh.  Vol.  L  p.  89.)  Cf.  Caes.  B.  G.  IV.  41— 15.  Sueton.  Caes.  24.  Plularch.  Caes  22.  — 
lila  pars  equitatus  Usipetum  et  Tenchtherorum,  quam  supra  commemoravi  praedandi  fru- 
mentandique  causa  Mosam  transisse  neque  proelio  interfuisse,  post  fugam  suorum  se  trans  Rhe- 
num in  fines  Sigambrorum  receperat  seque  cum  iis  coniunxerat  Ad  quos  quum  Caesar  nuncios 
misisset,  qui  postularent,  eos,  qui  sibi  Galliaeque  bellum  intulissent,  sibi  dederent,  responderunt: 
Populi  Romani  imperium  Rhenum  finire:  si,  se  in^ato,  Germanos  in  Galliam  transire  non  aequum 
existimaret,  cur  sui  quidcpiam  esse  imperii  aut  potestatis  trans  Rhenum  postularet?  Caes.  B.  G. 
IV.  16.  —  Indem  diese  Ereignisse  die  Veranlassung  wurden,  dass  Roms  Adler  zum  erst^nmale 
diesseit  des  Rheins  erschienen  und  an  die  Grenzen  Westfalens  vorrückten,  bilden  sie  zugleich 
den  Anfang  des  ältesten,  aber  ruhmreichsten  und  bedeutsamsten  Zeitabschnittes  der  westfä- 
lischen Geschichte. 

2.  Cäsar  schlägt  eine  Brücke  über  den  Rhein  und  verheert  das  Land  der  Sigambrer,  kehrt  aber, 
ohne  tiefer  in  Deutschland  vorzudringen,  nach  kurzem  Aufenthalt  auf  dem  rechten  Rheinufer, 
nach  Gallien  zurücL  Ubii,  qui  uni  ex  transriienanis  ad  Caesarem  legatos  miserant,  amicitiam 
fecerant,  obsides  dederant,  magnopere  orabant,  ut  sibi  auxilium  ferrel,  quod  graviter  ab  Suevis 
premerentur,  vel  si  id  facere  occupationibus  reipublicae  prohiberetur,  exerdtum  modo  Rhenum 

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Vor  Chr.  55  —  53, 

transportaret:  id^sibi  ad  auxilium  spcmque  reliqui  tcmporis  satis  futurum:  tantum  esse  nomen 
atque  opinionem  eius  exercitus,  Ariovisto  pulso  et  hoc  novissimo  proelio  facto,  etiam  ad  ultiroas 
Germanorum  nationes.  uti  opinione  et  amicitia  populi  Romani  tuti  esse  possint.  Navium  raagnam 
copiam  ad  transportandum  exerciium  pollicebantur.  ||  Caesar  bis  de  causis,  quas  commemo- 
ravi,  Rhenum  transire  decreverat;  sed  navibus  transire  neque  satis  tutum  esse  arbitrabatur,  noque 
suae  neque  populi  Romani  dignitatis  esse  statuebat.  Itaque,  etsi  summa  diificultas  faciundi  pon- 
tis  proponebatur  propter  latitudinem,  rapiditatem  altitudinemque  fluminis,  tamcn  id  sibi  conten- 
dendum  aut  aliter  non  transducendum  exercitum  existimabat.  .  .  .  ||  Diebus  decem  .  .  .  omni 
opere  effecto,  exercitus  transducitur.  Caesar,  ad  utramque  partem  pontis  firmo  praesidio  relicto, 
in  fines  Sigambrorum  contendit.  Interim  a  compluribus  civitatibus  ad  eum  legati  veniunt,  quibus 
pacem  atque  amicitiam  petentibus  liberaliter  respondit,  obsidesque  ad  se  adduci  jubet.  AI 
Sigambri,  ex  eo  tempore,  quo  pons  institui  coeptus  est,  fuga  comparata,  hortantibus  üs  quos  ex 
Tenchtheris  atque  Usipetibus  apud  se  habebant,  finibus  suis  excesserant  ^aque  omnia  expor- 
taverant  seque  in  solitudinem  ac  Silvas  abdiderant.  ||  Caesar  paucos  dies  in  eorum  finibus  mo- 
ratus,  Omnibus  vicis  aedificiiscpie  incensis  frumentisque  succisis,  se  in  fines  Ubiorum  recepit,  atque 
üs  auxilium  sumn  poUicitus,  si  ab  Suevis  premerentur,  haec  ab  üs  cognovit:  Suevos,  postcaquam 
per  exploratores  pontem  fieri  comperissent,  more  suo  conciüo  habito,  nuncios  in  omnes  partes 
dinüsisse,  uti  de  oppidis  demigrareut,  IQ^eros,  uxores  suaque  omnia  in  silvas  deponerent,  atque 
omnes,  qui  arma  ferro  possent,  unum  in  locum  convenirent:  hunc  esse  delectum  medium  fere 
regionum  earum  quas  Suevi  obtinerent:  hie  Romanorum  adventum  exspectare  atque  ibi  decer- 
tare  constituisse.  Quod  ubi  Caesar  comperit,  omnibus  bis  rebus*  confectis,  quanim  renim  caussa 
transducere  exercitum  constituerat,  ut  Germanis  metum  iniiceret,  ut  Sigambros  uicisceretur,  ul 
Ubios  obsidione  liberaret,  diebus  omnino  X.  et  VIII.  trans  Rhenum  consumtis ,  satis  et  ad  laudem 
et  ad  utilitatem  profectum  arbitratus,  se  in  Galliam  recipit  pontemque  rescidit.  Caesar  B.  G.  IV. 
16  —  19.  —  EvQfDV  de  tovg  xb  ZvydfLßQovg  ig  ta  iQvpva  avaxeKo^iutHwg  xaL  tovg '  2jovT^ß(n)s 
öv6tQsq)Ofiivovgy  mg  Tcpl  ßori^TJöowag  6q)lötv,  av^ci^öav  hrtbg^fiSQäv  itxoöiv.  Dio  Cass.  XXXIX.  48. 
(ed.  H.  Steph,  p.  127.) 

53. 

3.  Nochmals  überschreitet  Caesar  den  Rhein;  kehrt  aber  zurück,  als  er  erfährt»  dass  sich  die  Sueven 
nach  dem  Bacenis- Walde  zurückgezogen  haben.  (Caesari  übü  referunt)  Suevos  omnes,  postea- 
quam  certiores  nuncii  de  exercitu  Romanorum  venerint,  cum  omnibus  suis  sociorumque  copiis, 
quas  cocgissent,  penitus  ad  extremes  fines  sese  recepisse;  silvam  esse  ibi  infinita  magnifudine, 
quae  adpcllatur  Bacenis;  hanc  longe  introrsus  pertinere  et  pro  nativo  muro  obiectam  Cheruscos 
ab  Suevis  Suevosque  ab  Cheruscis  iniuriis  incursionibusque  prohibere;  ad  eius  initium  silv^e 
Suevos  adventum  Romanorum  exspectare  constituisse.  Caes.  B.  G.  VI,  10. 

i.  Darauf  wendet  sich  Cäsar  gegen  die  Eburonen;  aber  jetzt  fallen  2000  Sigambrer  in  Gallien  ein. 
Trans  Rhenum  ad  Germanos  pervenit  fama,  diripi  Eburones  atque  idtro  omnes  ad  praedam  evo- 
cari.  Cogunt  equitum  duo  milia  Sigambri,  qui  sunt  proximi  Rheno,  a  quibus  receptos  ex  fuga 
Tenchtheros  atque  Usipetes  supra  docuimus:  transeunt  Rhenum  navibus  ratibusque  XXX  milibus 
passuum  infra  eum  locum,  ubi  pons  erat  perfectus  praesidiumque  ab  Caesare  relictum.  Primos 
Eburonum  fines  adeunt;  multos  ex  fuga  disperses  excipiunt;  magno  pecoris  numero,  cuius- sunt 
cupidissimi  barbari,  potiuntur.  Invitati  praeda  longius  procedunt:  non  hos  palus,  in  belle  latro- 
cinüsque  natos,  non  silvae  morantur.     Caes.  B.  G.  VI.  35. 

Diese  überraschen  ein  römisches  Korps  unter  Q.  TulUus  Cicero  bei  Aduatuca  und  belagern, 
aber  vergebhch,  das  dortige  Lager.    (Caes.  B.  G.  VI.,  35 — 40.)    Germani,  desperata  expugna- 

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Vor  Chr.  52  —  16.  5 

tione  castrorum,  quod  nostros  iam  constitisse  in  muuitionibus  videbant,  cum  ea  praeda,  quam 
in  silvis  deposuerant,  trans  Rhenum  sese  recepenint.    Ibid.  44. 

Uober  die  germanischen  Feldzüge  Caesars  sind  noch  zu  beachten  Liv.  epit.  CV.  Caesar 
victis  Germanis  in  Gallia  caesisque  Rhenum  transcendit  et  maximam  partem  doinuit  Sueton. 
Caes.  25.  Germanos,  qui  trans  Rhenum  incolunt,  maodmis  affecit  dadibus,  Eutrop.  lY.,  44. 
Germanos  ti*ans  Rhenum  adgressus  immanissimis  prodiis  vicit. 

52. 

5.  Deutsche  treten  von  nun  an  in  römischen  Solddienst  und  nehmen  an  allen  Waifenthaten  in  Gallien 

Antheil.  So  siegten  vierhundert  deutsche  Reiter  bei  Noviodunum  (Neuvy)  —  Caes.  B.  G.  YD.,  43.  — 
und  als  ganz  Gallien  für  die  Freiheit  aufsteht  und  die  Wege  nach  Italien  und  der  Provinz 
versperrt,  eilen  auf  Caesars  Ruf  deutsche  Hilfsschaaren  vom  rechten  Rheinufer  herbei.  Cae- 
sar trans  Rhenum  in  Germaniam  mittit  ad  eas  civitates,  quas  superioribus  annis  pacaverat,  equi- 
Icsque  ab  his  accersit  et  levis  armaturae  pedites,  qui  inter  eos  proeliari  consueverant.  Eorum 
advcntu,  quod  minus  idoneis  equis  utebantur,  a  tribunis  militum  reliquisque,  sed  et  equitibus 
romanis  atque  evocatis  equos  sumit  Germanisque  tribuit.  Caes.  B.  G.  VII-,  65.  —  Bei  Gergovia 
und  Alesia  tragen  diese  wesentlich  zur  Entscheidung  bei.    Ib.  VIL,  67.  70.  80. 

Auch  in  den  folgenden  Jahren  finden  wir  deutsche  Hilfstruppen  erwähnt.  Vgl.  Caes.  R  G. 
VIII.,  1 3.  36.  Sie  folgten  Caesar  überall  hin.  Ihre  Kühnheit  entschied  sowohl  die  Schlacht  bei 
Pharsalus  (Appian.  de  B.  c.  II.,  64.  Flor.  IV.,  2.)  wie  den  Sieg  bei  Alexandrien  (de  B.  Alex.  29.). 
Auch  bei  Philippi  fochten  sie  sowohl  auf  Seiten  des  Brutus,  wie  des  Octavian.  (Appian.  d. 
B.  C.  IV.,  88.  V.,  417.) 

46. 

6.  Niederlage  der  Römer  unter  Lollius,  durch  die  Deutschen.  —  o  Sl  Sri  ^uttog  t&v  rore 

öviißavTCJV  toig  ^PcDiucloi^  noUfimVy  o67C£q  arov  %td  zov  Avyov6xov  in  tfjg  xoleag  i^yaye  XQog  tovg 
Ksktovg  iyivsto.  Zvyaiißgol  ts  yag  xalOvöLnhai  ts  xcd  TiyxtrjQot  ro  (ikv  xgärav  iv  ty  ög)STiQ^  tivag 
avtäv  övXkaßovTsg  dveötavQcoöav.  htevca  81  xol  xov  ^Piqvov  dutßavzeg  tjjv  tB  FB^fLavUeif  xtd  rijv 
raXatlav  ilErjXaTriöav'  ro  xs  ütnixav  ro  t&v  ^Pcnfialayv  Itcb^ov  6tpl6iv  ivijÖQSvöav.  ocal  q>evyov6iv 
avtoig  iniiSn(6(iBvoiy  r^  ts  AoXUfp  aqxovti  avx&v  ivkv%ov  avehtiöroi  xal  ivlxriöav  Tcal  ix&vov. 
(AO^&v  de  tccvta  6  Avyov6tog  Sq^itjös  (uv  in  avxovg*  ov  ^uvtoi  xol  iiyyov  xl  xoki^urv  hxsv.  ot 
yoQ  ßoQßttQOty  xov  xs  Aikhjov  nagaöTcsvatonsvov  xcd  ixslvov  Ctqaxsvovxa  xvtofieimty  ig  xs  n}v 
iavxäv  dvsxc6^6av  Tcai  öieovdccg  iTCoirjtSavtOy  6(ii]Q0vg  dovxsg.  Dio  Cass.  UV.,  20.  (p.  622.)  — 
Acccpta  in  Germania  clades  sub  legato  M.  Lollio,  homine  in  omnia  pecuniae  quam  recte  fa- 
ciendi cupidiore  et  inter  sumraam  vitiorum  dissimulationem  vitiosissimo ,  amissaque  legionis  V. 
aquUa  vocavit  ab  urbe  in  Gallias  Caesarem.  Vellei.  Patcrc.  IL,  97.  —  Graves  ignominias  clades- 
que  duas  omnino  nee  alibi  quam  in  Germania  accepit,  Lollianam  et  Varianam:  sed  LoUianam 
maioris  infamiae  quam  detrimenti.  Suet.  Octav.  23.  —  Insidiis  Romanorum  Germani  circumventi 
sub  M.  Lollio  legato  graviter  vexati.  Jul.  Obsequens  Prodig.  cap.  431.  —  Centuriones  roma- 
nos,  qui  ad  stipcndia  missi  eraiit,  circumventos  crucibus  afBxerant  (sc.  Sigambri).  Schol.  ad 
Horat.  Od.  IV.  2,  36.  44,  54.  —  yvcigi^ia  ds  xavxa  tucvsöxi^  xcc  s&vri  noXe^uyvvxa  nqog  ^P(o\Lalovg, 
bIx  iv8iS6vxa  ocal  nakiv  atpuSxcifLSva  ^  xol  luxtcdslTtovra  xag  Tuxxoiadagjmv  xksla  di  yvaQifia  wtiJQ^sVy 
si  inhQBTCB  xoTg  öXQCctriyotg  o  Zsßaöxog  duxßalvetv  xov  ^AkßiVy  (isxioviSv  xovg  ixHtSe  inavi6xa{Uvovg. 
wvl  8^ fVTtoQcixsQov  vTciXaßs  6xQaxrjysLV  xov  iv  yjQöl  nolefwv,  d  xäv  ffo  rov  "AXßiog  Tcad''  rjövxlav 
ovxtov  a7ci%0LX0  xai  («)  nago^voi,  nqog  xf^v  TCOivcDvCav  x^g  ^x&gag.  ^g^avxo  8s  xov  nokifiov 
£ovya(ißQOL  nXrjölov  oloiovvzBg  xov'PijvoVy  MiXava  Sxovxsg  riya^a.  mxH&ev  fjSri   Sislxov  aUm 

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Vor  Chr.  16— iJ. 

aVjOi  dwcustevowsg  xal  xatcdvo^voLy  nahv  S  iq)Uixa^i£VOiy  XQodidovtEg  jud  ta  ofi/iiK^  xol  ta$ 
TcUycBiQ.  Tcqog  ovg  fj  (lav  a'3tv6rta  ^ya  oq)akog'  ot  öa  niötav^ivtag  ta  (UyiOta  xaxaßloa^aify  xcD^cbup 
o£  Xri^(n)67(ov  Ttal  oi  rovtcov  vm^xocr  nag'  olg  ra  tQia  zayiwxa  ^Pafiaimv  (istä  xw  &cqaxfiy(n> 
OvAqov  Kovivtiklov  ytagcuSnovöri^iwa  oTttoXeto  £|  avidgag,  hiöav  Öa  dlTuxg  oacavtag  xal  xaga6%w 
%A  vaoDTBQa  raQiiavLxa  layaiQoxcetGv  d-gla^ßov  xtX.  Strab.  VII.,  1,  4.  Vgl.  unten  Nro.  32.  (Die 
Lesart  des  vorstechenden  Textes  xcacai&av  ^Äiy  diatxov  >crA,  die  alle  Handschriften  und  Ausgaben 
bieten,  ist,  wenn  man  nicht  dem  Verb  eine  ungehörige  Bedeutung  beilegt,  ohne^  Sinn:  wahr- 
scheinlich ist  alxov  zu  schreiben,  da  sich  ötalxov  leicht  aus  ijdi}  erklärt.  Alsdann  wäre  zu 
interpretiren :  x.  if.  cL  a.  dwagxavovöi  xol  iUKvaXvovxai  xtX.)*) 

42. 

üeber  zwei  ^ahre  war  Augustvs,  der  Niederlage  des  Lollius  wegen,  in  Gallien  geblieben.  Dann 
übertrug  er  seinem  Sohne  Drusus  die  Bewachung  der  Rheinufer.  —  Erster  Feldzug  des  Dm- 
sus.  —  Civitates  Germaniae,  eis  Rhenum  et  trans  Rhenum  positae,  oppugnantur  a  Druse.  liv. 
epit.  CXXXVII.  —  xäv  xa  yag  IJvyä^ßgcav  octd  xäv  öv^iiaxov  avx&v  Sul  xa  xtjv  xov  AvyovfSxov 
OTCovöiav  xal  dta  xo  xovg  Tdkaxag  fifi  id'sXodovXetv  noXs^oD^ivxav  Cfplöi^  x6  xa  v^rifxoov  XQOTUcti- 
Xaßa  .  •  .  .  xal  xovg  KaXxovg  xriQT^öttg  xov  ^Pfivov  diaßalvovzag  ävho^a,  xcd  nsta  xovxo  ig  xa  xrfl 
xav  Ovötnevciv  xccxa  avxriv  xtjv  xAv  Baxaovov  vri6ov  dußt]'  xal,  inl  x^v  Zvyafißglda  iTiaiJ^ev 
Inujiagal^G^v  övxva  iTCOQ&rjöav  ^g  xa  xov  iiacaavov  öuc  xov  'Pifvov  xaxaxlavöag  xovg  xa  Ogauslov^ 
(oxaiciöaxo  xal  ig  xrjv  XavxCda  dta  xtjg  Ufivrjg  i(ißaX(ov  ixtvdvvavda  ^  xäv  nXolav  inl  x^g  xov 
'SlTtaavov  TtaXiggolag  anl  ^qov  yavoiiivcDV,  xal  xoxa  luv  vno  xäv  (^gaiöloVy  naf^ri  övvaözQaxavxO' 
X(ov  avxäy  ötD^alg  avaxdgTjöa*  %ftficovyorp  t}v  xtX.  Dio  Cass.  LIV.,  32.  (p.  622.)  —  iv  xco  'Jitaöia 
jilQovöog  BgovxxsQovg  xaxavaviidxflöa,  Strab.  VE.,  1,3.  —  Das  Jahr  dieses  Ereignisses  wird  zwar 
von  Strabo  nicht  angegeben;  doch  ist  wohl  ohne  Zweifel  das  vorstehende  gemeint.  Die  vor- 
handenen Quell -Nachrichten  geben  wenigstens  keine  Wahrscheinlichkeit,  dass  sich  dieses  Fluss- 
gefecht bei  einem  der  folgenden  Feldzüge  ereignet  hätte. 


*)  Die  Strabooische  Stelle  hat  onnothige  Weiterungen  in  chronologischer  Hinsicht  veranlasst.  Augenscheinlich  spricht 
«ie  von  einem  langwierigen  Kriege,  der  reich  an  den  roannichfultigsten  Wechsellallen  war.  Bald  habe  sich  dieses, 
bald  jenes  deutsche  Volk  an  die  Spitze  der  Bewegung  geschwungen.  Mehrmals  sei  der  Krieg  durch  feierlich 
besiegelte  Verträge  beendet  worden,  aber  Verräiherei  habe  ihn  immer  von  neuem  wieder  Ins  Leben  gerufen. 
Schon  diese  Andeutungen  genügen,  um  die  eine  Annahme,  dass  Strabo  als  Anfangspunkt  des  Krieges  die  Varia- 
oische  P^iederlage  betrachte,  als  völlig  unhaltbar  zu rücksu weisen ;  der  Angriff  des  Sigambrers  Melo  ist  vielmehr 
viel  weiter  hinaufzurücken.  Eine  andere  Annahme,  die  dieses  Ereigniss  ins  Jahr  25  (v.  Chr.)  setzt,  ermangelt 
indess  ebenfalls  aller  Begründung.  Einmal  geschieht  der  Sigambrer  bei  den  kriegerischen  Vorfallen  dieses  Jahres 
gar  keine  Erwähnung;  und  höchst  wahrscheinlich  sind,  wie  bei  den  vorhergehenden  Feldzügen  in  den  Jahren 
38  und  29,  suevische  Völkerschaften  gemeint.  Gesetzt  aber  auch,  es  wären  Sigambrer  gewesen,  so  hätte  doch 
Strabo  nidit  von  solchen  Vorgängen  den  Anfang  des  Krieges  datiren  können.  Bis  zum  Jahre  16  (v.  Chr.)  waren 
nämlich  alle  Feldzüge  gegen  die  Deutschen  vereinzelte  Unternehmungen,  die  viele  Jahre  auseinander  liegen,  und 
nur  augenblickliche  Abwehr  und  Züchtigung  muthwilliger  Anfalle  bezwecken.  S.  Dio  Cass.  XLVIU.,  49.;  Llo 
21 — 22. ;  LIIL,  26. ;  LIV»,  11.  Eine  anhaltende  und  ernstere  Aufmerksamkeit  wenden  dagegen  die  Römer  den 
deutschen  Angelegenheiten  erst  mit  der  clades  Lolliana  zu:  nun  erst  machte  sich  das  Bedürfoiss  fühlbar,  die 
Völker  am  rechten  Rbetnufer  dauernd  zu  beruhigen.  Früher  nur  defensiv,  verfuhr  daher  Rom  jetzt  angriffsweise: 
es  begann  einen  Eroberungskrieg,  der,  einzelne  Unternehmungen  abgerechnet,  bis  zu  dem  Augenblicke  fortge« 
«rährt  hat,  als  Strabo  jene  Bemerkungen  niederschrieb.  Allen  folgenden  Feldzügen  ist  sonach  ein  und  dasseihe 
Gepräge  aufgedrückt:  sämmtllch  kann  man  sie  als  zusammenhangende  Operationen,  als  Momente  eines  und  des- 
selben Kampfes  ansehen;  und  demnacfi  unterliegt  es  keinem  Zweifel,  dass  Strabo  die  clades  Lolliana  meint  und 
an  obiger  Stell«  alt  Urheber  derselben  den  S^amlirer  Melo  nennt. 


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Vor  Chr.  IJ  — 9.  7 

44. 

8.  Zweiter  Feldzug  des  Drusus.  —  Cherusci,  Tencteri,  Catti  (al.  Chauci)  aliaeque  Germanorum  trans 

Rhenum  geiitee  subactae  a  Druso  refenintur.  Liv.  epit  CXXXVIII.  —  y/fc«  di  rä  Tj^t  ycgbg  rov 
noksyuov  av&ig  mgiMfiös  xal  rov  %b  ^Piivov  h^QcuddTj  xtd  t<yvg  Ov6vnhag  TuxxsiSt^hpaxo'  rov  rs 
Aovniav  J^bv^b  xtd  ig  rriv  r&v  £vyd(ißQav  hißdks  xol  81  avxiig  %al  ig  rr^v  XeQOV^xlda  ngoexci- 
(fr}ös  \iijifiv  rov  Ov'üiov^ov.  i^dvtnj&ri  de  roOro  nowjöaLy  ort  ol  ZvyafißQov  rovg  Xavcovg  iiovovg 
räv  nQoöotxav  iirj  d'eXrjöavrag  <fq>l6v  &ümjLajpi6<xt  iv  ogyii  6%6vrBg  ücavdruisl  in  avrovg  i^sörga- 
tev6ixv'  fud  r^  xcugä  roiirp  iXccd's  rriv  %(6qocv  avrSrv  dts^fi^ddv.  %al  SUßr^  av  tujcI  rov  Ovtöov^ov, 
el  ^ri  räv  rs  isartidelav  iöTcaviös  xol  6  xsi^v  iviöri^ '  9ial  rt  xol  (f/t^vo^  iv  rä  ^rgatoxidp  avrov 
&(p&ri.  ovi^  ovv  xsQotriQm  duc  ravra  XQoexd^öSy  xal  ig  rriv  ipiUav  ävcaio^^oiiBvog  8siv6g  imv- 
ivv€v6BV.  ot  yoQ  noUfuoi  alXfog  rs  ividgcug  avrov  ixaxmöav  xal  nozs  ig  örsvov  xai  xoilov  %(oqIov 
Tcaraxlslöavrsg  oUyov  8U(p&£igav.  xav  na66vSl  av  dnciXsöaVy  sl  fiig  xaTaq)Q0vii6avrsg  öq>övy  Ag  xai 
iakcncocov  xal  (uag  iniTtosti^g  ovrmVy  Ofioös  avrolg  aövvtaxrot  ixcigriöav'  vucti^ivTsg  yag  ix  rov- 
rov  ovTiid''  oi/uolmg  i^Qa&uvovrOy  aXka  xo^^mdev  (uv  ötpag  nagsXvnovVy  iyyvg  8s  ov  nqo6riB6av* 
&6rs  rov  jdQOvöov  dvriMorafpQOvi^öavra  avräv  ixst  rSy  ri  o  rs  Aoxmlag  xai  6  ^EUömv  öv^lyvw- 
X€Uf  q>fOvgi6v  rt  öiplöw  intrs^xüsai  xal  eveqov  iv  Xaxroig  na^  avrä  rä  ^Prjva*  8ia  fteif  ovv  ravra 
rag  rs  inivuxlovg  niucg  xal  ro  inl  xikr^rog  ig  ro  aörv  iXa/dai  ry  rs  rov  äv9vndrov  i^ovölf^  insi- 
8av  8iaarQarijY^&ijy  XQi^^aöQ'at  iXaßs.  Dio  Cass.  LIV.,  33.  (p.  623.)  —  In  Germania  in  castris 
Drusi  examen  apum  in  tabernaculo  Hostilii  Rutilii  praefecti  castrorum  consedit,  ita  ut  funem 
praetendentem  praefixamque  tentorio  lanceam  amplecterentur.  Multitudo  Romanorum  per  insi- 
dias  subiecta  est.  Jul.  Obseq.  prod.  432.  —  Sedere  (apes)  in  castris  Drusi  imperatoris,  qiium 
prosperrime  pugnatum  apud  Arbalonem  est,  haudquaquam  perpetua  auruspicum  coniectura,  qui 
dirum  id  ostentum  existimant  semper.  Plin.  bist.  nat.  XI.,  18.  —  Die  Veste  Aliso  wird  bald  in 
der  Nähe  Liesboms  im  Münsterischen,  bald  bei  Elsen  im  Paderbornschen  gesucht.  S.  v.  Lede- 
burs  L.  u.  V.  d.  B.  S.  294.  flg.  In  neuester  Zeit  haben  sich  v.  Bardeleben  (Zweifel  und  Ansich- 
ten über  die  örtliche  Lage  des  von  Drusus  im  J.  11.  (v.  Chr.)  erbauten  Cast^lls  an  der  Lippe. 
Kassel,  1839.  S.  72.  flg.)  und  ükert  (Alte  Geographie  Bd.  3.  S.  443.)  für  Haltern  an  der  Lippe 
entschieden.  Es  ist  hier  nicht  der  Ort,  in  diese  Untersuchungen  tiefer  einzugehen.  Oberstlieut. 
Schmidt,  welcher  in  neuster  Zeit  die  sorgfältigsten  Lokal-Forschungen  hinsichtlich  der  Schauplätze 
der  Römerkriege  vorgenommen  hat,  glaubt  aus  überwiegenden  Gründen  Aliso  an  die  Mündung 
der  Glenne  in  die  Lippe,  auf  den  grossen  Kamp  bei  Schulte  Nomke,  setzen  zu  müssen.  —  Auch 
über  Arbalo  schwanken  die  Ansichten;  jedenfalls  ist  dieser  Ort  auf  der  Rückzugslinie^  von  der 
Weser  zu  suchen.  —  Sollte  aber  nicht  vielleicht  in  der  obigen  Stelle  des  Plinius:  apud  Aliso- 
nem,  zu  lesen  sein? 

10. 

9.  Dritter  Feldzug  des  DrustiS.  —  Bellum  contra  transrhenanas  gentes  a  Druso  gestum  refertur,  in  quo 

inter  primores  pugnaverunt  Senectius  et  Anectius  tribuni  civitatis  Nerviorum.  Liv.  epit.  CXXXIX.  — 
ra  8s  dl)  räv  Kskr&v  räv  rs  aU^syv  xtd  räv  Xdrrmv  {nqog  yaq  rovg  UvyafißQOvg  (istiovqöav 
xai  rrig  rs  %&Qag  avrävy  §v  olxslv  naga  räv  ^Ptoiuciov  fiXi](psöaVy  i^avi6rt]0av)  6  Agovöog  %d  (isv 
ixaxoös  ra  8s  i%siQd6axo  xtu  nsta  rovro  lg  rs  rrjv  ^Pdfiriv  (sc.  6  Agovöog  xal  b  TißeQuog)  övv 
rä  Jvyov6r(p  övvsxofilödTiöav  (iv  yäg  rij  Aovy8ovvl8i  ra  noXka  ovr&g  iyyv&ev  rotg  KsXrolg 
iq)s8QevG)v  Sihqißs).    Dio  Cass.  UV.,  36.  (p.  625.) 

9. 
10.  Vierter  Feldzug  und  Tod  des  Drusus.  —  Bellum  adversus  Germanorum  trans  Rhenum  civitates 
gestum  a  Druso  refertur.    Ipse  a  fractura,  equo  super  crus  eins  collapso,  tricesimo  die,  quam  id 

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i  Vor  Chr.  9—8, 

acciderat,  mortuus  est  Liv.  epit.  CXL.  —  T^  de  ixoiiiv^  hsi  o  ^Qov^og  iwca  tov  KqmcIvov 
VTCoctsvös'  xcel  tevtä  6rj^ia  cvk  äya^a  övvrivijfiri^  .  •  .  ov  y4vtoi  utal  i(pQ6wt6i  u  takav, 
diX  sg  TS  xriv  täv  Xatx&v  iösßake  Tud  XQoi^XJ^B  (idxQi'  xijg  Ijovr^ßlag^  tijv  te  iv  %o6lv  ov»  äraXai- 
ntBQmg  %BiQov^uvog  xal  twg  nqog^uyvvvxag  ol  ovk  ivamborcl  XQcctAv.  xavtsvQ'ev  xgog  xs  xriv  Xb- 
ifav^iäav  iietiötri  xol  xov  Oviöov^ov  ötaßag  '^laös  ^U^j^  xov  'Akßl&v  navxa  noQ&mv  xxX.  Dia 
Giss.  LV ,  4 .  (p.  627.)  —  Cura  atque  onus  Gennanici  belli  delegata  Druso  Claudio,  fratri  Neronis, 
adoleseenti  iot  tantarumque  virtutum,  quot  et  quantas  natura  mortalis  recipit  vel  industria  per- 
cipit  .  .  .  Scd  illum,  magna  ex  parte  domitorem  Gcrmaniae,  plurimo  ejus  gentis  variis  in  locis 
profuse  sanguine,  fatorum  iniquitas,  consulem,  agentem  annum  tricesimum,  rapuit.  Vellej.  Palerc. 
IL,  97.  —  Missus  in  eam  provinciam  Drusus  primos  domuit  üsipetes;  inde  Tenctheros  percucur- 
rit  et  Cattos.  Nam  Marcomannorum  spoliis  insignibus  quendam  cditum  tumulum  in  tropaei  mo- 
dum  excoluit  Inde  validissimas  naliones,  Cheruscos,  Suevosque  et  Sicambros,  pariter  aggressus 
est,  qui  viginti  centurionibus  incrematis  hoc  velut  sacramentum  sumserant  bellum  adeo  certa 
victoriae  spe,  ut  praedam  in  antecessum  pactione  diviserint  Cherusci  equos,  Suevi  aurum  et 
argentum,  Sicambri  captivos  elegeranL  Sed  omnia  retrorsum.  Victor  namque  Drusus  equos, 
pecora,  torques  eorum  ipsosque  praeda  divisit  et  vendidiL  Praeterea  in  tutelam  provincianim 
praesidia  atque  custodias  ubique  disposuit  per  Mosam  flumen,  per  Albim,  per  Visurgim.  Nam 
per  Rheni  quidem  ripam  quinquaginta  amplius  castella  direxit.  Bonnam  et  Gesoniam  cum  pon- 
tibus  iunxit  classibusque  firmavtt.  Invisum  atque  inaccessum  in  id  tempus  Hercynium  saltum 
patefecit.  Flor.  FV.,  12.  —  Drusus  in  Germania  primo  Üsipetes,  deinde  Tencteros  et  Cattos  per- 
domuit.  Uarcomannos  pene  ad  intemecionem  cecidit  Postea  fortissimas  nationes,  et  quibus 
natura  vires,  consuetudo  experientiam  virium  dabat,  Cheruscos,  Suevos  et  Sicambros  pariter  uno 
hello,  sed  etiam  suis  aspero,  superavit.  Oros.  Histor-  lib.  VI.  cap.  21.  (edit  Haverkamp.  p.  446.)  — 
Die  verworrene  Darstellung  des  Florus  erstreckt  sich  augenscheinlich  ül^er  alle  Feldzüge  des 
Drusus,  und  fast  bis  auf  den  Wortausdruck  abhängig  davon  ist  Orosius.  Es  mag  dies  als 
Fingerzeig  dienen,  wie  wenig  kritisch  manche  neuere  Untersuchung  diese  Stellen  be- 
nutzt habe. 

lOe  ^enus  Suevos  acre  indomitosque  Sygambros 

Contudit  inque  fugam  barbara  terga  dedit.  — 
Nee  tibi  deletos  potent  narrare  Sygambros 

Ensibus  et  Suevos  terga  dedisse  suis. 
Pedo  Albinov.  in  cons.  Liv.  v.  47—18.,  311—312.  —  Cf.  Senec.  cons.  ad  Polyb.  34.  ad  Marc.  3. 
Sueton.  Qaud.  1. 

8. 
11.  Den  Krieg  gegen  die  Deutschen  fortzusetzen  kömmt  Augusins  selbst  nach  Gallien.  Hier  übergibt 
er  Tiberius  den  Oberbefehl.  Kaum  ist  dieser  aber  über  dem  Rhein,  so  bitten  die  Deutschen 
um  Frieden.  —  Sigambrer  und  Sueven  werden  aufs  Hnke  Rheinufer  übergesiedelt,  inl  xwg 
Kakxovg  iöXQoxevös.  xai  avxog  {uv  iv  xtj  oItuIu  vneiuivBV'  6  Sa  d^  Tißiqiog  xov  Pipwv  SUßri' 
q>oßijd'svxsg  ovv  avxovg  ol  ßoQßoQOi  nXfjv  x&v  ZvyaiißQ(ov  (legebatur  KavxaßQwv)  inexriQvxsv' 
6(xvxo '  xal  0VX6  xoxs  hvxov  xivog  (6  yicQ  Auyovöxog  ovtc  Sqyri  ötpCöiv  avsv  iTcalvav  önslösö^cU)  ov^ 
vöx^ov.  fir^fi^ov  fuv  yccQ  xal  ov  Zvyaiißqoi  (leg.  KccvxaßQol)  nQBößsig'  xoöovxov  dh  idiriöav  dtuorpafod- 
«•«/  xiy  SüXB  xal  ixBlvovg  navxagy  xal  nokkovg  nal  iXkoyliuyvg  ovxagy  nQOöcatoliü&dUy  o  xs  yccg  Avyovötog 
(SvXXaßmv  avxovg  ig  noUig  xivag  TcaxBd-svo  xal  kuBlvov  dvöavaüxsxilöarcsg  iavxovg  xaxBxunöavxo.  wm 
xovxov  xoivov  niv  xwa  fi6vxa6aVy  hcaixa  inl  7CoU.Si  xo  nid^rnia  0(päv  xoig  ^Pmiudoig  avtaseidoöav.  Dio 
Cass.  LV.,  6.  (p.  631.)  —  Moles  deinde  eins  belli  translata  inNeronem,  quod  is  sua  et  virtute  etfor- 


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Vor  Chr.   8  —  6.  u.  f.  9 

tuna  administravit  peragratusque  victor  onmes  partes  Germaniae  sine  ullo  detrimento  commissi 
exercitus  (quod  praecipue  huic  duci  semper  curae  fuit)  sie  perdomuit  eam,  ut  in  formam  paene 
stipendiariae  redigeret  provinciae.  Tum  alter  triumphus  cmn  altere  consulatu  ei  oblatus  est. 
Vellei.  Paterc.  II.,  97.  —  Suevos  (al.  Ubios)  et  Sigambros  dedentes  se  traduxit  in  Galliam  atque 
in  proximis  Rheno  agris  coUocavit.  Sueton  Octav.  21.  —  Bello  germanico  XL.  millia  dediticio^ 
rum  traiecit  in  Galliam  iuxtaque  ripam  Rheni  sedibus  assignatis  coUocavit.  Quas  ob  res  et  ovans 
et  curru  m'bem  ingressus  est.  Id.  Tib.  9.  —  Quo  bello  CCCC.  millia  captivorum  ex  Germania 
transtulit  et  supra  ripam  Rheni  in  Gallia  collocavit.  Eutrop.  VII.,  9.  (wo  richtiger  ebenfalls 
XL.  millia  zu  lesen.)  —  (Tiberius)  Germanos  bello  arripuit,  e  quibus  quadraginta  millia  captivorum 
Victor  abduxit.  Oros.  VI.,  21.  —  Se  (sc.  Tiberiiun)  novies  a  divo  Augusto  in  Germaniam  missum 
plura  consilio  quam  vi  perfecisse:  sie  Sugambros  in  deditionem  acceptos,  sie  Suevos  etc.  Tacit. 
ann.  II.,  26.  —  quondam  Sugambri  excisi  et  in  Gallias  traiecti  —  Ibid.  XII.,  39.  —  (Augustus) 
Sicambros  in  Galliam  transtulit.  Aurel.  Yict.  epit.  de  Caes.  cap.  1.  —  xavvqg  (sc.  r^ff  Tcotaiäas) 
dh  ta  fuv  slg  xiiv  KEkxixriv  iistijyayov  'PcDfuobt,  rcc  d'l^^  iietavaövawa  slg  rrjv  iv  ßdd'H  xcigav, 
9taQ'dxsf  MttQdol'  loujtol  d'  alölv  oUyoi  xal  x&v  HovydiißQov  (isQog.  Strab.  YII.,  4.,  43.  —  Anlass 
zu  der  Uebersiedelung  mag  die  Anlage  eines  limes  auf  dem  rechten  Rheinufer  gegeben  habea 
(Tacit.  ann.  I.,  50.  limitem  —  a  Tiberio  coeptum).  Vgl.  Soekeland,  üeber  die  Verhältnisse  und 
Wohnsitze  der  deutschen  Völkersch.  S.  40.  flg.  Dass  indess  die  Uebersiedelung  nur  einen  klei- 
nen Theil  der  genannten  Völkerschaften  traf,  daran  kann  eine  Vergleichung  sämmtlicher  obiger 
Stellen  keinen  Zweifel  gestatten. 

7. 

42.  Auf  die  Nachricht  von  neuen  Bewegungen  eilt   Tiberius,  der  nach  Rom  abgereist  war,  abermals 

nach  Deutschland;  richtet  aber  nichts  Bemerkenswerthes  aus.  xivrid'iwav  xiväv  h  rg  F^qi/M- 
vUf  i^mfiu^dij.  .  .  .  iv  yoQ  dq  xy  FsQ^iavla  ovflfv  a^iov  (ivqiirjg  iJwe/Jij.  Dio  Cass.  LV.,  8. 
(p.  633 — 34.)  Diese  Angabe  des  Dio  Cassius  erhält  vollkommene  Bestätigung  durch  das  tiefe 
Stillschweigen  des  Velleius  Paterculus. 

6.  u.  f. 

43.  Tiberius  geht  nach  Rhodus.    Während  dessen  Abwesenheit,  kurz  vor  der  christlichen  Zeitrechnung, 

befehligt  L.  Domitius  Ahenobarbus  am  Rhein,  xaind  xs  ovv  a(ia  xol  xa  x&v  KskxAv  hcai/vci^.  6  yoQ 
^oiUxiog  nQoxeQOv  [ihv,  Sag  hi  xäv  XQog  x&  "löxgp  %(oqUov  riq%Bj  xovg  xs  ^EQ^juwvdovQOvg  i%  xiig 
olxslag  ovx  ol^  OTCoog  i^avcasxavxag  xol  xctra  ^rivqCiv  ixigag  yfjg  xXavtoiihHyvg  vxolaßmv  hf  lUfBi  xrjg 
Ma^KOiucwldog  xat^xuss  ocal  xov  ^Akßlocv  (itiÖBPog  ot  ivavxiov\ihov  dutßccg  tpiXlav  xs  xotg  iTCslvy  ßoQßa- 
(foig  övvid'sto  xal  ßo(U)v  in  avxm  x&  livyovtfxp  td^öato'  xms  de  n^fog  xs  xov  ^Pf[vov  (letsXd'wv 
xci  ioacsöovtag  xivag  Xsqw^xcdv  xaxayayelv  öl  etsq&v  i&slijöicg  iöv&cvxn^s  xal  xaxatpqovijöcci  ötpäv 
Tcal  xovg  ickkovg  ßoQßccQOvg  iscob/iösv.  Dion.  Cass.  fragm.  a  Jos.  Morellio  edita.  Bassaui  4798. 
p.  32.  Vgl.  Fr.  Roth,  de  Germania  L.  Domitio  penetrata.  4825.  '• —  Dieses  wichtige  Bruchstück 
ist  auffallender  Weise  bis  in  die  nieste  Zeit  übersehen,  oder  doch  nur  flüchtig  benutzt  wor- 
den. Zwar  gehört  es  blos  mit  seiner  letzten  Hälfte  hieher,  aber  da  es  bisherige  Missverständ- 
nisse und  irrthümliche  Annahmen  berichtigt,  schien  die  vollständige  Mittheilung  angemessen.  Vor 
dem  Erscheinen  der  Morellischen  Fragmentensammlung  beschränkte  sich  nämlich  unsere  ganze 
Kunde  von  den  Erfolgen  des  Domitius  in  Deutschland  auf  die  folgenden  wenigen  Worte  des 
Tacitus  (ann.  IV.,  44.):  exercitu  flumen  Albim  transcendit,  longius  peiietrata  Germania,  quam 
quisquam  priorum;  woran  sich  noch  die  Notiz  desselben  Schriftstellers  knüpft,  dass  die  pontes 
Regesu  hiat.  Westfal.  ioigitized  by  L^OOglC 


40  Vor  Cbr.  €.  «.  t  --  oaeh  Cbr.  9. 

long!  ein  Werk  dieses  Feldhenm  gewesen  sein.  (ann.  I.,  63.)  Nun  aber  erfehren  wir  ans  dem 
beregten  Bruchstück,  dass  L.  Domitius  zn  zwei  verschiedenen  Malen  an  den  Gränzen  Deutsch- 
lands den  Oberbefehl  führte,  zuerst  am  Danubischen  Limes,  dann  an  den  Ufern  des  Rheins; 
dass  er  bei  zwei  Unternehmungen  in  das  Innere  Deutschlands  betheiligt  war;  dass  der  Elbe- 
Zug  nichts  wie  man  bisher  annahm,  vom  Rhein  aus,  sondern  von  der  Donau  her  statt  hatte, 
und  dass  nicht  bei  dieser  Gelegenheit,  sondern  später,  bei  der  Anwesenheit  am  Rhein,  die  Er- 
richtung der  pontes  longi  erfolgte.  Auch  der  Zeitpunkt  dieser  Unternehmungen  tritt  nun  ent- 
schieden hervor.  Denn  da  uns  das  Dionische  GeschichtsweriL  zwischen  den  Jahren  6  v.  Chr.  — 
5  n.  Chr.  nur  lückenhaft  erhalten  wurde;  nach  dem  Anfange  der  christlichen  Zeitrechnung  aber 
Yinicius,  dann  Tiberius  und  zuletzt  Germanicus  am  Rhein  befehligten:  so  müssen  die  beiden 
Feldzüge  den  Jahren  6 — 1  v.  Chr.  angehören.  Beide  waren  aber  durch  eine  längere  Zwischen- 
zeit getrennt  (xQotsQov  iih  —  tote  di);  so  dass  wir  uns  gewiss  nicht  irren,  wenn  wir  die  An- 
wesenheit des  Domitius  am  Rhein  kurz  vor  die  christliche  Zeitrechnung  setzen.  —  Ueber  die 
pontes  longi  vgl  die  Anmerkung  zu  45.  p.  Chr.  (Nr.  27.). 


Nach   Chr.   4—3. 


44.  M.  Vinicius  befehligt  am  Rhein.    Dieser  fuhrt  drei  Jahre  Krieg  gegen  die  Deutschen,    protinus  (Ti- 

berium)  in  Germaniam  misit,  ubi  ante  triennium  sub  H.  Yinicio  . .  .  immensum  exarserat  bellum. 
Erat  id  ab  eo  quibusdam  in  locis  gestum,  quibusdam  sustentatum  feliciter:  eoque  nomine  de- 
creta  ei  cum  speciosissima  inscriptione  operum  omamenta  triumphalia.     YelleL  Paterc.  II.,  404. 

4. 

45.  Der  Krieg  hatte  bis  zu  diesem  Jahre  fortgedauert.     Nun  wird   Tiberius  wieder  nach  Deutschland 

geschickt.  Ohne  bemerkenswerthe  Thaten,  aber  nicht  ohne  grosse  Erfolge  durchzieht  er  Deutsch- 
land nach  verschiedenen  Richtungen,  hd  tovg  KsXtovg  ifftQoteuöav  luv  xal  oUot  tivhsf  iatQOr 
tevöe  de  xtd  6  TißiQiog*  xai  nixQi  ys  tov  srorofiov,  xqozsqov  fuv  tov  Ovtöw^n^iWy  ffcra  dh  xovto 
Tud  tov  jAßlov  XfOBidgriöev,  ov  {ihrtoi  xtd  a^to(iVfi(Mveuv6v  xi  tote  ye  ixqax^*  tudtoi  xtd  cevro- 
%Qaxo(fog  fLTi  Ott  rot;  Avyovdtov^  iXXk  xtd  tov  Ttßeflov  hc  avtoig  xXriQ'ivtos,  9ud  tijucg  ixivir 
xlovg  Fcäbv  Zevtlov  tov  trig  I\QfLavlag  a^ovtog  laßovtog*  ineidij  fi^  fijovov  cauc^y  aXXa  xal 
devtBQOv  q>o(hfiivttg  avtovg  iüxslöavzo.  Dio  Cass.  LV.,  28.  (p.  650.)  —  Intrata  protinus  Ger- 
mania: subacti  Caninefates,  Attuarii,  Bructeri,  recepti  Cherusci,  gentes  immaniores  et  mox  nostra 
clade  nobiles,  transitus  Yisurgis,  penetrata  ulteriora:  quum  omnem  partem  asperrimi  et  periculo- 
sissimi  belli  Caesar  vindicaret;  in  iis,  quae  minoris  erant  discriminis,  Sentium  Satuminum,  qui 
tum  legatus  patris  eins  in  Germania  fuerat,  praefecisset,  virum  multipllcem  virtutibus,  navum, 
agilem,  providum,  militariumque  officiorum  patientem  ac  peritum  pariter,  sed  eundem,  ubi  ne- 
gotia  fecissent  locum  otio,  liberaliter  lauteque  eo  abutentem,  ita  tamen,  ut  emn  splendidum  ac 
hilarem  potius,  quam  luxuriosum  aut  desidem  diceres.  .  .  .  Anni  eins  acstiva  usque  in  mensem 
Decembrem  producta  immAni«  emolumentum  fiiere  victoriae.    Yellei.  Paterc.  n.,  405. 

5. 

46.  Zweiter  Feldzug  des  Tiberius.    Pietas  sua  Caesarem  paene  obstructis  hieme  Alpibus  in  urbem 

traxit:  at  tutela  imperii  eum  voris  initio  reduxit  in  Germaniam,  in  cuius  mediis  &iibus  ad  caput 
Juliae  (Lupiae?)  fluminis  hibema  digrediens  princeps  locaverat    Pro  dii  boni!  quanti  voluminis 

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Nach  Chr.  6.  n.  f.  —  9.  41 

opera  insequenti  aestate  sub  duce  Tiberio  Caesare  gessimusi  Perlustrata  armis  tota  Germania 
est,  victae  gentes,  paene  nominibus  iDCognitae,  receptae  Cauchorum  nationes.  Onmis  eorum 
iuventus,  infinita  numero,  immensa  corporibus,  sitQ  locorum  tutissima,  traditis  sfrmis  una  cum  du- 
cibus  suis,  septa  fulgenti  armatoque  militum  nostrorum  agmine,  ante  imperatoris  procubuit  tribu- 
nal.  Fracti  Langobardi,  gens  etiam  Germana  feritate  ferocior,  dcniquc,  quod  numquam  antea 
spe  conccptum  nedum  opere  tentatum  erat,  ad  quadringentcsimum  milliarium  a  Rheno  usque 
ad  flumen  Albim,  qui  Semnonum  Hermundurorumque  fines  praeterfluit,  Romanus  cum  signis  per- 
ductus  exercitus,  et  eodem,  mira  felicitate  et  cura  ducis  temporumque  observanlia,  classis,  quae 
Oceani  circumnavigaverat  sinus,  ab  inaudito  atque  incognito  ante  mari  flumine  Albi  subvecta  .  .  . 
exercitui  Caesarique  se  iunxit.  .  .  .  Victor  onmium  gentium  locorumque,  quos  adierat,  Caesar 
cum  incolumi  inviolatoque  et  semel  tantummodo  magna  cum  clade  hostium,  fraude  eorum  ten- 
tato  exercitu,  in  hibema  legiones  reduxit.  Vellei.  Paterc.  IL,  405 — 107.  —  ahia  de  tov  wxbitQ 
xoQoöJtoviijifaöi  ötpiöt  öl  oklyov  av&ig  xiiv  el^tniv  öo&rjvav  td  te  täv  ^aXfiaxAv  oud  xa  räv 
IlawQvUav  (uiiovas  xe  xaqax^ivxa  xtd  o^slag  inutxifoqnis  deij^ivza  iyivexo.  Dio  Cass.  LV.,  28.  (p.  650.) 

6,  u.  f. 

17.  Während  des  pannonischen  Aufstandes  herrscht  zwischen  Rhein  und  Weser  tiefer  Friede.    Römische 

Truppen  sind  über  das  Land  zerstreut;  in  der  Nähe  der  Besatzungen  entstehen  Märkte  und  Ko- 
lonien;, die  Fürsten  erhalten  römisches  Bürgerrecht  (Tacit.  ann.  L,  58.);  ihre  Söhne  treten  in 
römischen  Dienst  (Tac.  1.  c.  IL,  9.  VelleL  Paterc.  II.,  118.):  in  Rom  selbst  umgü)t  eine  Wache 
getreuer  Deutschen  die  Person  des  Imperators  (Suet.  Oct.  49.)  So  ist  das  Volk  auf  dem 
Wege,  romanisiri  zu  werden.  —  slxov  xiva  ol  ^Po^uuoi  avxfjg  (sc.  xijg  FsQ^ucvlag)  ovtc  dO'Qoa^ 
aXk'  mg  xov  wu  etvx^  xBiqfo^hxOy  (öio  ovdh  ig  Uttoqlag  (ivi^ii/qv  äg)l»eto)  xol  (^Qcctiäzal  xa  avxäv 
ixH  ixsliux^ov  9tai  nolBig  ipKllcvxo'  lg  xs  xov  xody^v  0(pAv'  oi'^ßdgßoQOL  (levB^Qv^iU^ovto  %al  dyoQog 
ivofuiov  öwodovg  xa  algriviTiag  inotovvxo.  ov  ^»^oi  xal  xAv  mxxqlonv  i^öv  xäv  xa  öv^Mpvxayv 
XQox&v  Tud  xl^g  avxov6(Mv  duUxi^g  xi^g  xs  ix  x&v  oxkanf  i^ölag  ix^rjönivoL  riöav.  %al  dia  xovxo^ 
timg  [UV  xaxa  ßgaxv  xol  o8^  xivi  (lexic  gnjlaxijg  necsfuivd'ocvov  avxdy  ovxs  ißaqvvowo  x^  xov  ßiov 
fuxaßoi,^^  ntd  iXav^avov  h(paq  akkowofuvou    Dio  Cass.  LVL,  18.  (p.  667.) 

9. 

18.  Befreiung   des  nordwestlichen  Deutschlands,   durch  die  Niederlage   des   Varus.  — 

i%A  de  6  OvoQog  6  Kv'ivtUiog,  luxd  xr^v  xmv  üvqcdv  difpiv  xijv  xs  'qys(iovalav  x^g  Fsgiutvlttg 
laßav  TUfl  xa  xoq'  ixstvoig  i%  xrig  op^^ff  duovxmv^  iönavöav  avxovg  d^QOcixsQOV  [uvaöxijöcct,  xal  xa 
xs  aU4X  mg  %al  dovXsvovöi  6q>i6i,v  initaxxß  wu  ;(r^fi€trcc  dg  xtd  na^  vnrix6<av  hcQaööav  ovx  ijvi- 
6X0VX0  dlX  Ol  xs  TCQmxoiy  xijg  xqoö&sv  dwaöxstccg  i(pii(isvoL  xal  xa  nXrjdTi  x^v  öwrjdTi  xaxdöxaöiv 
nQo  xrig  dklotpvlov  daöxoxalag  nQOtinwvtagy  ix  (ikv  xov  fpavsQOv  ovx  djci&tfjöavy  ^toXXovg  fiev  TtQog 
xA  ^PfiVfpy  nokkovg  Sa  xai  iv  x^  <fq)stEQf  x&v  ^Pwfialmv  ogävxsg  ovxag*  ds^dfievoi  da  xov  Ovoqov^ 
ag  xal  xdvxa  xa  nqoaxaöiSofisvd  6q>i6i  xoiTJöovragy  JCQOiiyafov  avxov  xo^gm  nov  dxo  xov  ^Privov 
ig  xs  x^v  XsQOvöxlda  xai  ngog  xov  Ovtöovgyov.  xdvxavd''  siqifivixcixaxa  xal  ipiXixcixata  öiayayovxag 
nloxiv  avxp  ycagiöxov  mg  xal  avsv  (fxQoxuaxAv  dovXavatv  Svvdiiavou  \\  Ovx'  ovv  xa  öxQorevfLoxay 
m6xs(f  sbiog  r^v  iv  TtokafUf^  öwslx'B,  xal  dx  avxmv  övxvovg  cdxovöi  xoig  d8wdxoi£y  mg  xal  ixl 
^vkany  x^Q^^^  xivmvj  fj  xal  kyiSxmv  övkk'qijfeöiy  xaQoao^atg  xa  xuii  xmv  ixixriSalmv^  dudamav. 
^4axv  8a  Ol  fidkusxa  övvoiioHawag  xai  difxnYoi  xrig  xa  ixißovkijg  xai  xov  xoUpuov  ysvoiisvoi  aAAot 
xs  xai  j4Q(uviog  X4d  Zriyifi^SQogy  6w6vxsg  xs  avxm  dal  9cal  6vva6timyLavoi  xokXdxig,  ^aQöovvzog  ovv 
avxov  xal  (ii^xs  xi  daivov  x^ogSaxo^ihov  xal  xaöi  xoig  x6  xs  yi/yv6iuvov  vxotoxovöi  xal  qwlatxaö' 
%(U  ol  xa(faivovöiv  ovx  oxmg  dxufxovvtog  dXXic  xal  ixixtfimvtog,  mg  fidxfiv  avxöig  xs  xaQoxxonavoig 

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(2  Nach  Chr.  9. 

fud  i7(slvovg  SiaßäXXovöiv  htaviötavccU  tweg  nq&toi  täv  oaea^sv  mhov  obeovvt&v  ist  noQaöuBvriiSf 
Mag  ix  avrovg  6  OvoQog  oQ^itjöag  evcdatotBQog  öq)i6w  iv  ty  xogeluy  &g  xal  dia  ipiUccg  duav^ 
yivritai  \L7i6b  i^aCtpvrig  navtfov  ayba  nolefia^ivriov  ctvxä  <pvXaxiiv  tiva  itovri6if{tau  xcu  löxsv  ovro* 
TCQomevQ&^av  ts  yccQ  i^opfuSinra  xal  naqifuvov  &g  %aL  xa  0viiiui%ixa  naifoöxsvaöotrtsg  oud  duaor 
%iav  OL  TCQOiSßoridiiöovteg.  tag  te  dwapifig  iv  holyap  9tij  ov<fag  xa(filaßav  otcd  caunctslvaweg  tov$ 
noQa  öiplöiv  fxaörot,  iftgancizagy  ovg  tcqotsqov  ytr^%s6aVy  ixiildvv  avrm  iv  vkaig  ^di;  SvösKßaxoig 
Svti.  Ttcevtav&a  ana  xb  dvsq>avri6av  noXifiioi  ävd^  vnrixocyv  ovtBg  xol  noXXa  xai  dsiva  Blgyd6avto,\\ 
Td  xßyccQ  0Q7I  xal  q)aQaYy(DSri  xal  dvio^iaht  xal  xa  divdQa  oud  ntncva  xol  vxBQiiTjxfj  ijv  &6xb  rov$ 
*P&{udovg,  xal  tcqIv  xovg  xolBidovg  ötpiöi  ngoönsöBlv,  iy^ivd  xb  XB(ivowag  xal  odoxoiovvxccg  yBipv- 
ffwvxdg  XB  xa  xovxov  dBoiuva  xovij&rivaL  rjyov  8b  xal  aiid^ag  xoXXag  xal  vmxoqfOQa  noXkcty  mg 
xal  iv  bIqi^vji'  »alSeg  xb  ovx  oUyoi  xal  ywaZxBg  ^  xb  akkri  9'BQaxBla  övxvri  avxolg  övvBlxBtcr 
&6XB  xal  xora  xovxo  iöxBSaöfiEvij  xfi  odoutogla  ^^^(^ai.  x^v  xovxm  xal  vetog  xal  avB(U)g  xoivs' 
ixi/yBVOfiBVoi  hl  xal  liailov  6q)ag  diiöJCBiifav'  x6  xb  löafpog  oXufdrufov  xbqI  xb  xatg  (l^cug  xol  x^ 
totg  öxbX^böl  ysvoiuvov  öqxdBQcixata  avxovg  ßadl^Biv  inoUi  xal  xa  axQa  x&v  Heviq&v  xaraO'^ovo- 
fLeva  xal  xataxbczovza  ÖietdQaoöBv.  iv  xoiavxr^  ovv  drj  xivi  d^ri%avüf  xoxb  xäv  ^Pafudanf  ovriDV, 
ot  ßdgßaQoi  navtaxo&Bv  ofta  avrovg  i^a/stivalog  81  avxäv  x&v  ^oxiuoSBOtdraVy  axB  xal  fiutBiQOi 
x&v  XQiiiiiäv  ovxBg^  nBQiBtSxoixtöavto*  xal  x6  (ikv  nq&xov  %6^ci^ev  SßaXoVy  hcBixa  öly  &g  i^iivvsto 
fikv  ovödg,  ixLXQciöTCOVto  dh  xoXkolj  ofioöB  avxovg  ix(oqn6av.  ola  yoQ  ovxb  iv  xd^Bi  xivl  aXlic  avafii| 
'  taig  XB  aiid^aig  xal  xoig  doTckoig  xoQBvoiievoLy  ovxb  öviSXQatpfjvcU  xr^  ^fSCmg  dwdfiBvoi  ildvxovg  u 
xod*'  ixdöxovg  x&v  obI  %qo6^yvvvxwv  iStpüsiv  ovxBg  hcaöxov  fihf  xoUm,  dvxiÖQOV  dh  ovdiv.  ||  Avtov 
XB  OVV  iöxQatOTCBdBVöavxOy  x^Q^^^  xivog  ixixtjdBlov  (£g  yB  iv  oqbi  vkoiÖBi  ivsdixBto)  Xaßoiuvoiy 
xtd  (istic  xovxo  xdg  xb  nkBlovg  aiid^ag  oud  xakXa  xa  (ifj  ndw  6<ptöiv  dvayouxia,  xa  ^  ouxtaxttV' 
öavvBg  xa  8h  oud  xaxdkiTCowBgy  övvxecayfiivoi  iiiv  nj^  liaXXov  xfj  vifXBQalf  ixogev^tiöavy  &^b  xat 
ig  i^dov  XI  ;|^(09/bv  xpo^o^c^at*  ov  (iSvxoi  oud  dvai(i(xnl  dscTjUM^av.  ivxev&Bv  dh  OQavxsg  ig  xsvlag 
av^tg  iöiscBöov  oud  ruinivovto  yiv  ngog  xovg  XQOöxbcxovxag  ötpiöiv,  ovx  iXaxusxa  Sh  8^  oud  oucca 
xovxo  avxo  kctcuov.  <fvöZQBq>6iuvoi  yag  iv  öxevoxaQlay  oscag  d&^oi  hcxBlg  xb  ofuw  oud  oMÜxai 
inixQi%<iQ6iv  avxotgy  xolXa  [UV  xbqI  oXki^koigy  otoXka  dh  oud  xbqI  xoig  dirSgotg  iöfpdUavto.  xoxb  yoQ 
^fbiga  xoQBVO(tivoig  6tpl6iv  iyivetOy  oud  avxolg  vBXog  xb  avf^ig  Xdßqog  oud  avByuog  (Uyag  xqoöocböov 
^  ovxb  1101  XQO'Civai  ovd"'  lötaöd'ai  naylmg  ixixQBocBVf  dXla  xal  xf^v  x^<^ti;  ötpag  x&v  onXayi/ äq)BlXeto. 
OVXB  yoQ  xoig  xo^Bviuutiv  ovxb  xoig  dxovxloig  rj  xaig  yB  dönlöiv  (^b  xid  SuißQoxoig  ovöaig)  oud&g 
Xßfl^at  idvvavxo,  xoig  yoQ  noXs^oig^  i^iXoig  xb  xo  xXbuSxov  ovifi  xal  xtjv  i^ovölav  oud  xrig  i(p6dw 
xtd  xfjg  dvaxfoq^öBmg  ddBa  ^oi;<5£v,  ^xxov  nov  xavta  Hvvißaivf.  XQog  Shi^  avxol  xb  ocoXif  xXelovg 
y&yovoxBgy  (oud  yoQ  x&v  akkav  x&v  tcqoxbqov  XBQUSoumovvtaov  övji^ol  aiXag  xb  oud  ixl  x^  Xbuc 
öwiji^ov)  oud  ixBlvovg  ildtxovg  ^8fi  ovxag  (xoXlol  yoQ  iv  xalg  otglv  (idxaig  dotoXciXBöav)  oud  iocvxXow 
XB  ^fov  xal  xaxBtpovBvov  äöxB  oud  xov  Ovagov  oud  xovg  akXovg  xovg  XoytiiGndtovg,  (poßij^ivtag  fii;  fftoi 
^ayQijd'&öiv  ^  oud  XQog  x&v  ix'^üsxav  dxo&dvcDüiy  (oud  yag  XBXQ&iiivoi  ^öav)  igyov  öblvov  ft^,  dvayxaujv 
8hy  roAfi^tfat*  aikol  yoQ  iavxovg  dsjcixzBwav.  \\  ^Slg  8h  xovxo  8iriyyilXhiy  ov8h  x&v  aXk&v  ov8Blghiy  bI  xol 
i^Qono  xigy  i^iivvato'  dXX  ot  (ihv  xov  aQ%ovta  6fp&v  iiuinjöavtOy  ot  8h^  oud  xa  oxXa  Tcagion^Bgy  ixivQexof 
öq>ag  x&  ßovloykhtp  tpovBVHV*  (pvyBlv  yag  ovl^  bI  xdiidkuixd  Xig  rj^BlBVy  i8vvaxo,  ixootcevo  xb  ovv  dSeag 
nag  oud  dinnf  oud  Sxxog.  otav  ndvxBg  dst&XovxOy  rj  xal  idkmöaVy  sl  (iri  ot  ßdQßaqot  xbqI  xr^v  xiqg  Xelag 
a(ficaytiv  a6%okoi  iyivovxo,  ovxao  ydg  otxB  i^^afuviöxatoi  xoilol  dxiöxaöav  oud  ot  öaXxiyxtidy  ot  6vv 
avxolg  ovxBgy  X(fOX(xl6v  Xi  öviißo^($avxBg  86^av  xoig  ivavxloig  (vv^  yag  ixByivBto  oud  ovx  ic)g&vto) 
&g  xal  xoQa  xov  ^AMqr^vov  XBTCBmiivoi  nagiöxov.  ocdx  xovxov  ixuvol  xb  ini^x^v  '^g  dui^Bog  oud  6  'j^iX(f^ 
vag,  luxd'&v  xo  yiyvoiisvovy  ovx&g  6q>l6iv  iocBXovifijöB.  xal  xivBg  (ietd  xovxo  oud  x&v  iahoxoxQV 
dvBxoiäödTiöaVy  Xvxga^ivtBg  vxo  x&v  oIxbUov  ixetgdxri  ydg  ötpiöi  xovxo  noii^öaty  itp  &  xb  li'O 
xJig  'IxccXlag  avxovg  bIvol  xovxo  fuv  v^tBgov  iyivsto.     Dio  Cass.  LVL,  18 — 22.  (p.  667 — 670.)  — 


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Nach   Chr.   9.  43 

Tantum  qnod  ultimam  imposuerat  Pannonico  ac  Dalmaiioo  hello  Caesar  manmn,  quum  intra 
quinque  consummati  tanti  operis  dies  fanestae  ex  Germania  epistolae  caesi  Vari  trncidata- 
rumque  legionum  trium  totidemque  alarum  et  sex  cohortium  ....  Yarus  Quincü- 
lius»  inlostri  magis  quam  nobili  ortus  familia,  vir  ingenio  mitis,  moribus  quietus,  ut  corpore  ita 
animo  immobilior,  otio  magis  castrorum  quam  bellicae  adsuetus  militiae,  pecuniae  vero  quam 
non  contemtor,  Syria,  cui  praefuerat»  declaravit,  quam  pauper  divitem  ingressus  dives  pauperem 
reliquit;  is  quum  exercitui,  qui  erat  in  Germania,  praeesset,  concepit  esse  homines,  qui  nihil 
praeter  vocem  membraque  haberet  hominum;  quique  gladiis  domari  non  poterant,  posse  iure 
mulceri.  Quo  proposito  mediam  ingressus  Germaniam,  velut  inter  viros  pacis  gaudentes  dulce- 
dine,  iurisdictionihus  agendoque  pro  tribunalis  ordine  trahebat  aestiva.  ||  At  Uli,  quod  nisi  ex- 
pertus  vix  credat>  in  sununa  feritate  versutissimi  natumque  mendacio  genus,  simulantes  fictas  li- 
tium  series  et  nunc  provocantes  alter  alterum  iniuria,  nunc  agentes  gratias,  quod  eas  romana 
iustitia  finiret  feritasque  sua  novitate  incognitae  disciplinae  mitesceret  et  solita  armis  discemi 
iure  terminarentur,  in  summam  socordiam  perduxere  Quinctilium,  usque  eo,  ut  se  praetorem 
urbanum  in  foro  ius  dicere,  non  in  mediis  Germaniae  finibus  exercitui  praeesse  crederet.  Tum 
iuvenis^  genere  nobilis,  manu  fortis,  sensu  celer,  ultra  barbarum  promtus  ingenio,  nomine  Armi- 
nius,  Sigimeri  principis  gentis  eins  filius,  ardorem  animi  vultu  oculisque  praeferens,  adsiduus 
mOitiae  nostrae  prioris  comes,  etiam  civitatis  romanae  ius  equestremque  consecutus  gradum, 
segnitia  ducis  in  occasionem  sceleris  usus  est,  haud  imprudenter  speculatus,  neminem  celerius 
opprimi  quam  qui  nihil  timeret,  et  frequentissimum  initium  esse  calamitatis  securitatem.  Primo 
igitur  paucos  mox  plures  in  societatem  consiUi  recipit;  opprimi  posse  Romam  et  dicit  et  persua- 
det;  decretis  facta  iungit;  tempus  insidiarum  constituit  Id  Varo  per  virum  eins  gentis  fidelem 
clarique  nominis  Segestem  indicatur.  Obstabant  sed  iam  fata  consiliis  omnemque  animi  eins 
aciem  praestrinxerant:  quippe  ita  se  res  habety  ut  plerumque  deus  fortunam  mutaturus  consilia 
comimpat  efficiatque,  quod  miserrimum  est,  ut,  quod  accidit,  id  etiam  merito  accidisse  videatur 
et  casus  in  culpam  transeat.  Negat  itaque  se  credere  spemque  se  benevolentiae  ex  merito  ' 
aestimare  profitetur.  Nee  diutius  post  primum  indicem  secundo  relictus  locus.  ||  Ordinem  atro- 
cissimae  calamitatis,  qua  nuUa  post  Crassi  in  Parthis  damnum  in  exteris  gentibus  gravier  Roma- 
nis fuit,  iustis  voluminibus  ut  alii  ita  nos  conabimur  exponere:  nunc  summa  deflenda  est.  Exer- 
citus  omnium  fortissimus,  disciplina,  manu,  experientiaque  bellorum  inter  romanos  milites  princeps» 
marcore  ducis,  perfidia  hostis,  iniquitate  fortunae  circumventus,  quum  ne  pugnandi  quidem  egre- 
gie  occasio,  in  quantum  voluerant,  data  esset  miseris,  castigatis  etiam  quibusdam  gravi  poena, 
quia  romanis  et  armis  et  animis  usi  fuissent,  inclusus  silvis,  paludibus,  insidiis  ab  eo  hoste  ad 
intemecionem  trucidatus  est,  quem  ita  semper  more  pecudum  trucidaverat,  ut  vitam  aut  mortem 
eins  nunc  ira,  nunc  venia  temperaret  Duci  plus  ad  moriendum  quam  ad  pugnandum  animi 
fuit:  quippe  patemi  a\itique  exempli  successor  se  ipse  transfixit.  At  e  praefectis  castrorum  duo- 
bus  quam  darum  exemplum  L.  Eggius,  tarn  turpe  Ceionius  prodidit.  Qui  quum  longo  maximam 
partom  absumsisset  acies,  auctor  deditionis  supplicio  quam  proelio  mori  maluit.  At  Vala  Numo- 
nius  legatus  Vari,  cetera  quietus  ac  probus,  diri  auctor  exempli  spoliatum  equite  peditem  relin- 
quens  fuga  cum  alis  Rhenum  petere  ingressus  est.  Quod  factum  eins  fortuna  ulta  est:  non  enim 
desertis  superfuit,  sed  desertor  occidit.  Vari  corpus  semiustum  hostilis  laceraverat  feritas :  Caput 
eins  abscisum  latumque  ad  Maroboduum  et  ab  eo  missum  ad  Caesarem  gentilitii  tamen  tumuli 
sepultura  honoratum  est.  Vell.  Paterc.  II.  447 — 449.  —  Germani  victi  magis  quam  domiti 
erant  moresque  nostros  magis  quam  arma  sub  imperatore  Druso  suspiciebant:  postquam  vero 
ille  defunctus,  Varii  Quinctilii  libidinem  ac  superbiam  haud  secus  quam  saevitiam  odisse  coepe- 
runt.    Ausus  ille  agere  conventum:  et  in  castris  ius  dicebat,  quasi  violentiam  barbarorum  et 

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U  IVach   Chr.  9. 

lictoris  virgis  et  praeconis  voce  posset  inhibere;  at  illi,  qui  iam  pridem  rubigine  obsitos  enses 
inertesque  moererent  equos,  ut  primum  togas  et  saeviora  armj^  iura  viderunty  duce  Arminio 
arma  corripiunt:  quum  Interim  tanta  erat  Varo  pacis  fiducia,  ot  ne  praedicta  quidem  et  prodita 
per  Segestem  unum  principum  coiiiuratione  commoveretur.  Itaque  improvidum  et  nihil  tale 
metuentem  improviso  adorti,  quum  ille  (o  securitas!)  ad  tribunal  citaret,  undique  invadunt^  castra 
rapiunt:  tres  legiones  opprimunlur.  Varus  perditas  res  eodem,  quo  Cannensem  diem  Paulus, 
et  fato  est  et  animo  secutus.  Nihil  ilia  caede  per  paludes  percpie  silvas  cruentius,  nihil  insulta- 
tione  barbarorum  intolerantius,  praecipue  tarnen  in  causarum  patronos.  Alüs  oculos,  aliis  manos 
amputabaut:  unius  os  sutum,  rescisa  prius  lingua,  quam  in  manu  tenens  barbarus,  atandem», 
inquit,  avipera,  sibilare  desiste.D  Ipsius  quoque  consulis  corpus,  quod  militum  pietas  humi  ab- 
diderat,  effossum.  Signa  et  aquilas  duas  adhuc  barbari  possident:  tertiam  signirer  prius,  quam 
in  manus  hostium  vcniret,  evuLsit  mersamque  intra  baltei  sui  latebras  gerens  in  cruenta  palude 
sie  latuit  Hac  clade  factum,  ut  imperium,  quod  in  litore  Oceani  non  steterat,  in 
ripa  Rheni  fluminis  staret!  Flor.  IV.,  42.  —  Ueber  die  Misshandlung  der  Leiche  des  Varus 
vgl.  auch  Tacit.  ann.  L,  71,  der  als  Urheber  der  Frevelthat  den  Sohn  Segimers,  des  Bruders  des 
Segestes,  nennt.  —  Uebrigens  waren  sämmtliche  drei  Legionsadler  in  die  Hände  der  Deutschen 
gefallen  und  zwar  die  Beute  der  Marser  (Tacit.  ann.  II.,  25.),  der  Bructerer  (Tacit  1.  c.  L,  60.) 
und  der  Chancen  (Dio  Cass.  LX.,  8.)  geworden. 

Schicksal  der  Römischen  Gefangenen  bei  den  Deutschen.  Yariana  clade  quam  multos 
splendidissime  natos,  senatorium  per  militiam  auspicantes  gradum,  fortuna  dcpressit!  alium  ex 
illis  pastorem,  alium  custodem  casae  fecit.  Senec.  ep.  47.  —  Quum  in  captivos  saeviretur  a 
Germanis,  praeclari  facinoris  auctor  fuit  Caldus  Coelius,  vetustate  familiae  suae  dignissimus:  qui 
complexus  catenarum,  quibus  vinctus  erat,  seriem  ita  illas  inlisit  capiti  suo,  ut  protinus  pariter 
sanguinis  cerebrique  profluvio  exspiraret.  Vellei.  Paterc.  IL,  120.  Der  Grabstein  eines  Manius 
Caelius,  der  bei  der  Yarianischen  Niederlage  seui  Leben  verlor,  wurde  im  Anfange  des  16.  Jahr- 
hunderts bei  Xanten  gefunden  und  steht  gegenwärtig  im  Bonner  Museum.  Er  trägt  folgende 
Inschrift:  M\  CAEUO  T.  F.  LEM.  BON.  LEGATO  LEG.  XfiX.  ANN.  UU.  S.  CECIDIT  BELLO  YA- 
RIANO.  OSSA  INFERRE  UCEBIT.  P.  CAEUÜS.  T.  F.  LEM.  FRATER  FEQT.  cf.  Lorschs  Central- 
mus.  II.  S.  I.  flg. 

Späterer  Besuch  des  Schlachtfeldes  durch  die  Römer  miter  Germanicus.  (Vgl.  unten  Nr.  26.) 
Ductum  inde  agmen  ad  Ultimos  Bructerorum:  quantumque  Amisiam  et  Lupiam  amnes  inter,  va- 
statum:  haud  procul  Teutoburgiensi  saltu,  in  quo  reliquiae  Yari  legionumque  insepultae  diceban- 
tur.  Igitur  cupido  Caesarem  invadit  solvendi  suprema  militibus  ducique,  permoto  ad  miserab'o- 
nem  omni  qui  aderat  exercitu  ob  propinquos,  amicos,  denique  ob  casus  bellorum  et  sortem 
hominum.  Praemisso  Caecina,  ut  occulta  saltuum  scrutaretur  pontesque  et  aggeres  humido  pa- 
ludum  et  fallacibus  campis  imponeret,  incedunt  moestos  locos  visuque  ac  memoria  deformes: 
prima  Yari  castra  lato  ambitu  et  dimensis  principiis  trium  legionum  manus  ostentabant:  dcia 
semiruto  vallo,  humili  fossa  accisae  iam  reliquiae  consedisse  intelligebantur:  medio  campi  alben- 
tia  ossa,  ut  fugerant,  ut  restiterant,  disiecta  vel  aggerata:  adiacebant  fragmiua  telorum  equorum- 
cpie  artus:  simul  truncis  arborum  anteiixa  ora:  lucis  propinquis  barbarae  arae,  apud  quas  tribu- 
nos  ac  primorum  ordinum  centuriones  mactaverant.  et  cladis  eins  superstites,  pugnam  aut  vin- 
cula  elapsi,  referebant:  hie  cecidisse  legatos,  illic  raptas  aquilas:  primum  ubi  vulnus  Yaro  ada- 
ctum,  ubi  infelici  dextra  et  suo  ictu  mortem  invencrit:  quo  tribunali  concionatus  Arminius,  quol 
patibula  captivis,  quae  scrobes,  utque  signis  et  aquilis  per  superbiam  inluserit  Igitur  Romanus 
qui  aderat  exercitus,  sextum  post  cladis  annum,  trium  legionum  ossa,  nullo  noscente,  alienas  re- 
liquias  an  suorum  humo  tegeret,  omnes  ut  coniunctos,  ut  consangmneos,  aucta  in  bestem  ira, 


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Nach   Chr.   9.  45 

moesti  simul  et  infensi  condebant    Primum  exstruendo  tumulo  cespitem  Caesar  posoit,  gratis- 
simo  munere  in  defunctos,  et  praesentibus  doloris  socius.    Tactt.  ann.  I.,  60 — 62. 

Wo  ist  das  Varianische  Schlachtfeld  zu  suchen?  —  Zwar  hat  kaum  eine  andere  ge- 
schichtliche Frage  in  älterer,  wie  in  jüngerer  Zeit  so  viele  literarische  Verhandlungen,  als  diese,  her- 
beigeführt; aber  trotz  aUer  minutiösen  Aengstlichkeit,  trotz  allen  Scharfsinnes,  den  man  aufbot, 
ist  dennoch  der  Erfolg  ein  sehr  unergiebiger  geblieben.  Was  sich  nach  den  vorstehenden  An- 
gaben des  Alterthums  mit  entschiedener  Gewissheit  feststellen  lässt,  beschränkt  sich  auf  die  An- 
nahme, dass  der  dreitägige  Kampf  innerhalb  des  Teutoburger  Waldgebirges,  nicht  weit  von  den 
Ems-  und  Lippequellen  stattfand.  «Alles  übrige,  bemerkt  mit  vollem  Rechte  v.  Ledebur,  was 
man  zur  Ermittelung  der  einzelnen  Ruhepunkte,  Lagerplätze  und  Kampfscenen  hat  angeben  wol- 
len, kann  nur  als  ein  sehr  trüglicher  Versuch  gelten,  die  für  die  deutsche  Geschichte  so 
äusserst  wichtige  und  entscheidende  Schlacht  in  ihren  einzelnen  Momenten,  wie  auf  einem  Si- 
tuationsplane zu  verfolgen. »  Uebrigens  sehe  man  über  die  betreffende  ältere  Literatur  Grupen's 
Orig.  Germ.  Theil  i.,  S.  130.  flg.;  über  die  neuere  v.  Ledebur's  L  u.  V.  d.  B.  S.  196.  flg.  — 
Günstiger  ist  das  Resultat  der  Forschui^en  über  die  Zeit  der  Schlacht;  denn  dass  die  drei 
Schlachttage  auf  den  9.,  4  0.  u.  4  4.  September  d.  J.  9  fallen,  hat  Ed.  Schmid  (Bestinunung 
des  Tages  der  Hermannsschlacht,  Jena  4848.  und  in  der  Allgem.  Encykl.  der  Wissensch.  u. 
Künste,  II.  Sect.  6.  B.  S.  224.)  möglichst  wahrscheinlich  gemacht. 
49.  Die  Römer,  die  dem  Blutbade  oder  der  Gefangenschaft  entrannen,  flüchteten  nach  Aliso  und  ent- 
kamen von  dort  später  glücklich  zum  Rhein,  xccl  ta  iQV(ucca  xavta  xatäfxov  ol  ßagfioQOi  StsQ 
{vogr  nsQl  o  iöxohfihft^s  ovte  xov  ^Pfjvov  8iiß^6av  ovx  ig  vriv  raXcctüxv  si^tißalov.  aiX  ovif 
ixslvo  X€iQco6a6&ai  'qdwi^&riöav^  ind  pn^rs  xoXiOQitstv  tpclctavto  xol  xol^oxaig  oi  ^Pwfumi  &üx;voi$ 
ijlß&vto.  futa  dh  tovro  nvtoiiBvoi  (pvXaTcijv  tov  ^Pqvov  taug  *PG)(uäovg  novijöatfdca  ocal  rov  Tißir 
Qu>v  iSvv  ßaget  xqoösIovvbiv  ötgateviiari  oi  fiev  xoXlol  inavi&ctiöav  tov  iqviuxxog*  ot  ik  vicoXbia^ 
9ivTfg  cacoörawsg  avtovy  äöte  fii]  alq>vvSlaig  i7Cs^eXsv6e6i  t&v  hnog  wxxovöd'aiy  tag  odovg  irif* 
(fow,  öxavsi  6vtlmv  ai(fi]6stv  r^hci'Kotsg  avtovg.  oi  if  ivtog  ovtsg  'Aoftcobt,  iag  (wv  svnoQovv  rpo- 
qnigy  nuxxa  xdqav  fysvoVf  ß&ij^sutv  iCfogÖexofiBvor  tog  dh  ovta  tig  hcsxovgsi  avtovg  xal  Xijip  fhru- 
üjpvtOy  i^l&ov,  viixva  tijQijöavtBg  x^tfiigiotr  (ijöon;  dh  ötgaxiätat  (»hv  oUyoL,  Soaloi  Öh  xoXXol)  ouu  tb 
fia^  XQckov  9tal  ÖevtsQOV  q)vXcactiiQiov  t&v  ßoQßoQmv  na^M'ov'  XQog  dh  tä  tgltp  yevo^isvot  itpiagd" 
di^<Scnr  Tcal  navtBg  av  oaccSlovto  rj  xol  läkcjöaVy  el  fii}  oi  ßägßaqoi  xsqI  t^v  a^ayriv  tijg  Xslag 
itQcacovtö  xal  ot  öcckxi/yxtai  tgoxatov  ti  üvfißoij^avtsg  do^av  noQiöxoVy  äg  ini/xovQla  toZg  xokuH^ 
xovfiivoig  ihjlvd'sv.  dta  xal  mg  akrfi&g  hcsHov^dTjöav.  Zonar.  ann.  X.,  37.  (p.  409.  ed.  Venet.). 
Eine  Vergleichung  mit  Dio  Cassius  zeigt,  dass  dieser  die  letzten  Vorgänge  irrthümlich  der  Nie- 
derlage des  Varus  unmittelbar  folgen  lässt.  —  Reliqui  ex  Variana  clade,  quum  obsiderentur, 
quia  defici  frumento  videbantur,  horrea  tota  nocte  circumduxcrunt  captivos,  deinde  praecisis 
manibus  dimiserunt,  ne  spem  maturae  expugnationis  reponerent  in  fame  Romanorum,  quibus 
iiigens  alimentorum  copia  superesset.  Frontin.  strateg.  III.,  45,  4.  —  Caelius  primipilaris,  qui  in 
Germania  post  Varianam  cladem  obsessis  nostris  pro  duce  fiiit,  veritus,  ne  barbari  ligna,  quae 
congesta  erant,  vallo  admoverent  et  castra  eius  incenderent,  simulata  lignorum  inopia,  missis 
undique,  qui  ea  fiirarentur,  effecit,  ut  Germani  universos  truncos  araolirentur.  Ib.  IV.,  7,  8.  — 
Lucii  etiam  Caeditii  praefecti  castrorum  eorumque,  qui  una  circumdati  Alisone  immensis  Germa- 
norum  copiis  obsidebantur,  laudanda  virtus  est:  qui  omnibus  difficultatibus  superatis,  quas  inopia 
rerum  intolcrabiles,  vis  hostium  faciebat  inexsuperabiles,  nee  temerario  consilio  nee  segni  Pro- 
videntia usi  speculatique  opportunitatem  ferro  sibi  ad  suos  peperere  reditum.  .  .  .  Reddatur 
verum  L.  Asprenati  testimonium,  qui  legatus  sub  avunculo  suo  Varo  militans  nava  virilique  opera 
duarum  legionum,  quibus  praeerat,  exercitum  ioununem  tanta  calamitate  servavit  matureque  ad 

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\Q  ISach  Chr.   9--li. 

inferiora  hiberna  descendendo  vacillantes  iam  eis  Rhenam  sitarom  gentium  animos  confirmavil 
Sunt  tarnen,  qui  ut  vivos  ab  eo  vindicatos  ita  iugulatorum  sub  Varo  occupata  crediderint  patri- 
monia  hereditatemque  excisi  exercitus,  in  quantum  voluerit^  ab  eo  aditam.  Vellei.  Paterc.II.,  120. 
—  Nach  den  Combinationen  des  Obersüieut.  Schmidt  muss  auch  das  neuerdings  wieder  aufge- 
fundene römische  Kastell  auf  dem  Annenberge  bei  Haltern,  welches  eine  befestigte  Etappe  auf 
der  Heerstrasse  zwischen  Castra  vetera  und  Aliso  bildete,  bald  nach  der  Schlacht  im  Teutobur- 
ger  Walde  von  den  Deutschen  erstürmt  und  zerstört  worden  sein.  Ztschr.  f.  vaterl.  Gesch.  u. 
A.  K.  n.  S.  334. 
20.  Eben  so  gross,  wie  der  Schrecken  Roms  und  die  Verzweiflung  des  Augustus  (Dio  Cass.  LVI.,  23 — ^24. 
Suet.  Oct.  23.  49.),  war  jetzt  die  Begeisterung  der  Deutschen.  Addiderat  Segestes  legatis  filium 
nomine  Segimundum:  sed  iuvenis  conscientia  cuuctabatur.  quippe  anno,  quo  Germaniae  desci- 
vere,  sacerdos  apud  aram  Ubiorum  creatus  ruperat  vittas  profugus  ad  rebelles.  Tacit.  ann.  I., 
67.  Cf.  I.,  59.  —  Sogar  die  deutsche  Leibwache  in  Rom  musste  entwaflthet  werden.  (Dio  Cass. 
LVI.,  24.  Suet.  Oct.  49.)  —  Nur  der  Amsibarier  Boiocalus  bildet  eine  unrühmliche  Ausnahme, 
aderatque  üs  clarus  per  illas  gentes  et  nobis  quoque  fidus  nomine  Boiocalus,  vinctum  se  rebel- 
lione  Cherusca  iussu  Arminii  referens,  mox  Tiberio  et  Germanico  ducibiis  stipendia  meruisse. 
Tacit.  ann.  XIII.,  55. 

40. 
24.  Auf  die  Nachricht  von  der  Niederlage  rafft  Augustus  in  grösster  Eile  ein  neues  Heer  zusammen 
und  sendet  hiemit  Tiberius  nach  Deutschland.  6  8b  Tißi^uoq  diaßtivM  vov  ^PfivGV  ovx  Mxqwstfy 
aU!  iftQiiu^Bv  initriQGiVy  fi^  ol  ßuQßccQOL  tomo  xohJücüölv*  cAX  ovS  ixslvoi  dtaßiivcci  iroAfujtfccv, 
yvovtsg  avrov  nagovra,  Zouar.  ann.  X.,  37.  (p.  410.)  —  Cf.  Dio  Cass.  LVI.,  22.  Vellei.  Paterc. 
n.,  420.    Suet.  Tib.  48— 49. 

44. 

22.  Tiberius  und  Germanicus,  der  Sohn  des  Drusus,  gehen  über  den  Rhein.  (Tiberius)  ultra  Rhenum 
cum  exercitu  transgreditur.  arma  infert  ei,  quem  arcuisse  pater  et  patria  contenti  erant,  pene- 
trat  interius,  aperit  limites,  vastat  agros,  urit  domos,  fundit  obvios  maximaque  cum  gloria  inco- 
lumi  onmium,  quos  transduxerat,  numero  in  hiberna  revertitur.  Vellei.  Paterc.  Bf.,  420.  —  post 
Gladem  sub  Varo  acceptam  eins  prosperrimo  rei  cum  eventu  eadem  excisa  Germania.  Ibid.  422.— 
MdQTcov  de  'AifivUov  iura  Ucatdlov  Tavgov  vnateuöawog  TißiQU>s  (i£v  Tud  reQ^vvxog  &vtlvfcir 
%ov  ttQxav  h  tB  TYiv  Kektvxrjv  iöißaXov  xal  xatidQoiMv  tiva  avxrig.  m  lUvzoi  ovts  yi^xü  ^^^^  ^^^ 
Kifi6av  (ig  yuQ  xeiQag  ovdelg  avtotg  jJbi)  ovxb  H^og  xi  vnijyayowo.  ÖBÖimsg  yicg^  fir/  Tud  övinpoQf 
avdig  JtBQOtiiSaöiVf  ov  n&w  no^^at  xov  ^Pr^vov  ngoijk&oVf  akX  avxov  nov  jx^t  xov  (istoxwfov 
[ulvavtBg  .  .  •  ixav7]k&(>v.  Dio  Cass.  LVI.,  25.  (p.  674.)  —  Cf.  Zonar.  ann.  X.,  37.  —  Traieclu- 
rus  Rhenum  conmieatum  onmem  ad  certam  formulam  adstrictum  non  ante  transmisit,  quam  con- 
sistens  apud  ripam  explorasset  vehiculorum  onera,  ne  qua  deportarentur  nisi  concessa  aut  ne- 
oessaria.  Trans  Rhenum  vero  eum  vitae  ordinem  tenuit,  ut  sedens  in  cespite  nudo  cibum  ca- 
peret,  saepe  sine  tentorio  pemoctaret,  praecepta  sequentis  diei  omiiia,  et  si  quid  subiti  muneris 
iniungendum  esset,  per  libellos  daret  addita  monitione,  ut,  de  quo  quisque  dubitaret,  se  nee  alio 
interprete  quacunque  vel  noctis  hora  uteretur.  ||  Disciplinam  acerrime  exegit  .  .  .  Proelia, 
cpamvis  minimum  fortunae  casibusque  permitteret,  aliquante  constantius  inibat,  quoties  locu- 
brante  se  subito  ac  nullo  propellente  decideret  lumen  et  extingueretur,  confidens,  ut  aiebat, 
ostento  sibi  ac  maioribus  suis  in  omni  ducatu  expertissimo.  Sed  re  prospere  gesta  non  multum 
abfuit,  quin  a  Bructero  quodam  occideretur,  cui  mter  proximos  versanti  et  trepidatione  detecto 

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Nach  Chr.  12  -*  14.  47 

tonnentis  expressa  confessio  est  cogitati  facinoris.  ||  A  Germania  in  iHrbem  post  biennium  re- 
gressus  triumphum,  jquem  distulerat,  egit  Suet.  Tib.  48 — 20.  —  Die  mitgetheQteu  Angaben 
setzen  die  Richtigkeit  der  hier  getroffenen  chronologischen  Anordnung  ausser  Zweifel  Bisher 
sehrieb  man  den  Feldzug  des  Tü^erius  und  Germanious  fälschlich  dem  Jahre  40  bei. 

12.  u.  f. 
23.  In  den  folgenden  Jahren  dauert  der  Krieg  ohne  wesentliche  Erfolge  oder  bemerkenswerthe  Unter- 
nehmungen fort,  xol  lutic  tovto  (sc.  DBQiUKViatov  wd  KxaUxavog  vnax.)  'ffcijcccto  (sc.  6  ^y.) .  .  . 
£3cl  t^  xov  KsXtixov  noXifiOv  nQogxiöeiy  fnfr«  datoi  avtov  iöTtaiea&ai  f«}V  dy€cvaxt6iVj  st  linpchi 
övöövtolij  xtX.  Dio  Gass.  LM.,  26.  (p.  672.)  —  Bellum  ea  tempestate  nullum  nisi  adversus  Ger- 
manos  supererat,  abolendae  magis  infamiae  ob  amissiun  cum  Quinctilio  Yaro  exercitum,  quam 
cupidine  proferendi  imperii  aut  dignum  ob  praemium.  Tacit  ann.  I.,  3.  —  Von  Kriegsereignis- 
sen geschieht  gar  keine  Meldung;  nur  wissen  wir,  dass  die  Gauchen  damals  römische  Besatzung 
aufnahmen  (Tacit.  ann.  I.,  38.)  und  der  Amsibarier  Boiocalus  gegen  sein  eigenes  Vaterland 
kämpfte  (Tacit.  ann.  XIII.;  55.). 

44. 

2i.  Am  Oberrhein  befehligt  (7.  SiUus,  am  Niederrhein  A.  Caedna,  beide  unter  dem  Oberbefehle  des 
Germanicus,  Der  letztere  beschwichtigt  den  wilden  Aufruhr  der  niederrheinischen  Legionen 
den  die  Nachricht  vom  Tode  des  Augustus  (f  49.  Aug.)  veranlasst  hatte,  und  führt  die  Truppen 
zur  Sühne  zu  einem  Yerwüstungszuge  in  das  benachbarte  Marserland.  .  .  .  iunctoque  ponte  tra- 
mittit  duodecim  millia  e  legionibuSi  sex  et  viginti  socias  cohortes»  octo  equitum  alas,  quarum  ea 
seditione  intemerata  modestia  fuit.  ||  Laeti  neque  procul  Germani  agitabant,  dum  iustitio  ob 
amissum  Augustum,  post  discordiis  attinemur.  At  Romanus  agmine  propere  silvam  Caesiam  limi- 
temque  a  Tiberio  coeptum  scindit.  castra  in  limite  locat,  frontem  ac  tergum  vallo,  latera  con- 
caedibus  munitus.  Inde  saltus  obscuros  permeat  consultatque,  ex  duobus  itmeribus  breve  et 
solitum  sequatur  an  impeditius  et  intentatum  eoque  hostibus  incautum.  Delecta  longiore  via» 
cetera  accelerantur:  etenim  attulerant  exploratores,  fcstam  eam  Germanis  noctem  ac  solennibus 
epulis  ludicram.  Gaecina  cum  expeditis  cohortibus  praeire  et  obstantia  sQvarum  amoliri  iubetur. 
legiones  modico  intervallo  sequuntur.  Juvit  nox  sideribus  inlustris  ventumcpie  ad  vicos  Blarso* 
rum  et  circumdatae  stationes  stratis  etiam  tum  per  cubilia  propterque  mensas  nullo  metu,  non 
antepositis  vigiliis.  adeo  cuncta  incuria  disiecta  erant.  neque  belli  timor  ac  ne  pax  quidem  nisi 
languida  et  soluta  inter  temulentos.  ||  Gaesar  avidas  legiones,  qualatior  populatio  foret,  quattuor 
in  cuneos  dispertit.  quinquaginta  millium  spatium  ferro  flammisque  pervastat.  non  sexus,  non 
aetas  miserationem  attulit  profana  simul  et  sacra  et  celeberrimum  illis  gentibus  templum,  quod 
Tanfanae  vocabant,  solo  aequantur.  sine  vulnere  milites,  qui  semisomnos,  inermos  aut  palantis 
cociderant.  Excivit  ea  caedes  Bructeros,  Tubantes,  Usipetes :  saltusque,  per  quos  exercitui  regressus, 
insedere.  quod  gnarum  duci:  incessitque  itineri  et  proelio.  pars  equitum  et  auxiliariae  cohortes  duce- 
bant;  mox  prima  legio;  et  mediis  impedimentis  sinistrum  latus  unetvicesunanii  dextrum  quintani  clau- 
sere;  vicesima  legio  terga  firmavit;  post  ceteri  sociorum.  Sedhostes,  donec  agmen  per  saltus  por- 
rigeretur,  immoti.  dein  latera  et  frontem  modice  adsultantes  tota  vi  novissimos  incurrere:  turba- 
banturque  densis  Germanorum  catervis  leves  cohortes,  quum  Caesar  advectus  ad  vicesimanos  voce 
magna,  hoc  illud  tempus  oblitterandae  seditionis»  clamitabat:  pergerent^  properarent  culpam  in  decus 
vertere.  Exarsere  animis  unoque  impetu  perruptum  hostem  redigunt  in  aperta  caeduntque.  simul 
primi  agminis  copiae  evasere  Silvas  castraque  conununivere.  Quietum  inde  iter:  fidensque  recentibus 
ac  priorum  oblitus  miles  in  hibemis  locatur.  Tacit  ann.  1, 49  — 54 .  —  Cf.  Dio  Gass.  LVD,  6.  (p.  694.)  — 

RescfU  hUt  WettfaL  $  3 

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\j00gle 


IS  ]Hacb  Chr.  14 -- 15. 

Ueber  die  Richtung,  welche  der  Zug  des  Germanicus  nahm,  wie  vher  die  Lage  des  Harser- 
Landes  bestehen  noch  immer  abweichende  Ansichten.  S.  v.  Ledebur  L.  a  V.  d.  B.  S.  444  flg. 
—  Dass  die  Römer  bei  Castra  vetera  (Xanten)  über  den  Rhein  gingen,  ist  unzweifelhaft;  auch 
lässt  das  neque  procul  und  die  weitere  Erzählung  des  Tacitus,  so  wie  die  Jahreszeit  (denn  frü- 
hestens kann  der  Zug  erst  Mitte  October  stattgefunden  haben)  eben  so  sicher  auf  eine  geringe 
Entfeniung  der  Marser  schliessen.  üeberdies  wissen  wir,  dass  sich  die  Marser  an  der  Varus- 
schlacht betheiligten,  also  von  dem  Schlachtfelde  nicht  weit  entfernt  wohnten.  Dies  alles 
bestimmt  uns,  ihre  Wohnsitze  nordwärts  von  der  Lippe  anzunehmen.  Die  Silva  Caesia  würde 
demnach  der  Dämmerwald  (man  hat  an  Coesfeld  gedacht  und  hier  sogar  einen  Namens-Anklang 
zu  finden  gemeint) ;  der  limes  a  Tiberio  coeptus  in  der  Nähe  Schermbecks  zu  suchen  sein  (über 
die  dortigen  Landwehren  vgl.  Fiedlers  Geschichten  mid  Alterthümer  des  untern  Germaniens 
S.  464.  flg.);  und  mit  den  saltus,  wodurch  die  Römer  kamen,  wären  die  Berghöhen  nordwärts 
von  Haltern  gemeint.  Statt  auf  dem  gewöhnlichen  Wege  etwa  bei  Haltern  über  die  Stever  ins 
Marser-Land  einzudringen,  hätte  sich  Germanicus  mehr  nördlich  durch  die  Borken-Berge  gewandt 

45. 

25.  Die  Uneinigkeit  zwischen  Armimus  und  Segestes  bestimmt  Germanicus  im  Beginne  des  Frühjahrs  zu 
einer  Unternehmung  gegen  die  Gatten,  während  er  Caecina  nach  Westfalen  sendet,  wo  Segestes 
'  seine  Tochter,  des  Arminit^  Gattion,  den  Römern  in  die  Hände  liefert.  Spes  incesserat,  dissi- 
dere  hostem  in  Arminium  ac  Segestem,  insignem  utrumque  perfidia  in  nos  aut  fide.  Armiuius 
turbator  Germaniae;  Segestes  parari  rebellionem  saepe  alias  et  supremo  convivio,  post  quod  in 
arma  itum,  aperuit  suasitque  Varo,  ut  se  et  Arminium  et  ceteros  proceres  vinciret:  nihU  auso- 
ram  plebem  principibus  amotis,  atque  ipsi  tempus  fore,  quo  crimina  et  innoxios  discemeret  sed 
Varus  fato  et  vi  Arminii  cecidit.  Segestes,  quamquam  consensu  gentis  in  bellum  tractus,  discors 
manebat,  auctis  privatim  odiis,  quod  Armüüus  filiam  eins  alii  pactam  rapuerat.  gener  invisus  ini- 
mici  soceri:  quaeque  apud  concordes  vincula  caritatis,  incitamenta  irarum  apud  infensos  erant 
II  Igitur  Germanicus  quatuor  legiones,  quinque  auxiliarium  millia  et  tumuhuarias  catervas  Ger- 
manorum  eis  Rhenum  colentium  Caecinae  tradit,  totidem  legiones,  dupliciun  sociorum  numenim 
ipse  ducit.  positoque  castello  super  vestigia  patemi  praesidii  in  monte  Tauno  expeditum  exer- 
citum  in  Cattos  rapit  .  .  .  Fuerat  animus  Cheruscis  iuvare  Cattos,  sed  exterruit  Caecina  huc 
Uluc  ferens  arma,  et  Marsos  congredi  ausos  prospero  proelio  cohibuit.  ||  Neque  multo  post 
legati  a  Segeste  venerunt  auxilium  orantes  adversus  vim  popularium,  a  quis  circumsedebatur, 
validiere  aqud  eos  Arminio,  quando  bellum  suadebat.  Nam  barbaris,  quanto  quis  audacia  prom- 
tus,  tanto  magis  fidus  rebusque  motis  potior  habetur.  Addiderat  Segestes  legatis  filium  .  .  .  (vgl 
oben  bei  Nr.  20.)  Adductus  tamen  in  spem  clementiae  Romanae  pertulit  patris  mandata  benig- 
neque  exceptus  cum  praesidio  Gallicam  in  ripam  missus  est.  Germanico  pretium  fiiit  convertere 
agmen:  pugnatumque  in  obsideutes  et  ereptus  Segestes  magna  cum  propinquorum  et  clientium 
manu.  luerant  feminae  nobiles,  inter  quas  uxor  Arminü  eademque  filia  Segestis,  mariti  magis 
quam  parentis  animo,  neque  victa  in  lacrimas  neque  voce  supplex  compressis  intra  sinum  mani- 
bus  gravidum  uterum  intuens.  Ferebantur  et  spolia  Yarianae  cladis  plerisque  eorum,  qui  tum 
in  deditionem  veniebant,  praedae  data.  ||  Simul  Segestes  ipse,  mgens  visu  et  memoria  bonae 
societatis  impavidus.  Yerba  eius  in  hunc  modum  fuere:  Non  hie  mihi  primus  erga  populum 
romauum  fidei  et  constantiae  dies,  ex  quo  a  divo  Augusto  civitate  donatus  sum,  amicos  inimi- 
cosque  ex  vestris  utilitatibus  delegi,  neque  odio  patriae  (qnippe  proditores  etiam  iis,  quos  ante- 
ponunt,  invisi  sunt),  verum  quia  Romanis  Germanisque  idem  conducere,  et  pacem  quam  bellum 
probabam.  ergo  raptorem  filiae  meae,  violatorem  foederis  vestri,  Arminium  apud  Varum,  qui  tum 

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Nach  Gbr.  15.  »  49 

exercitui  praesidebät»  reiim  fecL  dflatus  segnitia  docis,  quia  parum  praesidii  in  legibus  erat,  ut 
me  et  Arminium  et  consdos  vinciret,  flagitavi.  testis  illa  nox,  mihi  utinam  potius  novissimal  quae 
secuta  sunt»  defleri  magis,  quam  defendi  possunt  ceterum  et  inieci  catenas  Arminio  et  a  factione 
eius  inieetas  perpessus  sum.  Atque  ubi  primum  tui  copia,  vetera  novis  et  quieta  turbidis  ante* 
habeo,  neque  ob  praemium,  sed  utme  perfidia  exsolvam:  simul  genti  Germanorum  idoneus  con- 
ciliator,  si  poenitentiam  quam  perniciem  maluerit.  Pro  iuventa  et  errore  filii  veniam  precor, 
filiam  necessitate  huc  adductam  fateor.  tuum  erit  consultare,  utrum  praevaleat,  quod  ex  Arminio 
coucepit  an  quod  ex  me  genita  est  Caesar  clementi  response  liberis  propinquisque  eius  inco- 
lumitatem,  ipsi  sedem  vetere  in  provincia  pollicetur.  .  .  .  Arminii  uxor  virUis  sexus  stirpem 
edidit.  educatus  Ravennae  puer,  quo  mox  ludibrio  conflictatus  sit^  in  tempore  memorabo.  Tacit. 
ann.  I,  55  —  58. 

26.  Die  Gefangennehmung  semes  Weibes  entflammt  die  Rache  des  Arminius:  die  Cheruscer  und  alle 

benachbarte  Völker  ruft  er  zu  den  Waffen  auf.  Nun  dringt  Germanicus  nach  Westfalen  vor 
und  verwiistet  alles  Land  zwischen  Ems  und  Lippe.  Fama  dediti  benigneque  excepti  Segestis 
vulgata,  ut  quibusque  bellum  invitis  aut  cupientibus  erat,  spe  vel  dolore  accipitur.  Arminium 
super  insitam  violentiam  rapta  uxor,  subiectus  servilio  uxoris  Uterus  vecordem  agebant.  vohta- 
batque  per  Cheruscos,  arma  in  Segesten,  arma  in  Caesarem  poscens.  neque  probris  temperabat: 
egregrium  patrem!  magnum  imperatorem!  fortem  exercitumi  quorum  tot  manus  unam  mulier- 
culam  avexerint.  sibi  tres  legiones,  totidem  legatos  procubuisse:  non  enim  se  proditione  neque 
adversus  feminas  gravidas,  sed  palam  adversus  armatos  bellum  tractare.  cemi  adhuc  Germano- 
rum in  lucis  Signa  romana,  quae  diis  patriis  suspenderint.  coleret  Segestes  victam  ripam,  redderet 
filio  sacerdotium:  hominem  Germanos  nunquam  satis  excusaturos,  quod  inter  Albim  et  Rhenum 
virgas  et  secures  et  togam  viderint.  aliis  gentibus  ignorantia  imperii  romani  inexperta  esse  sup- 
pUcia,  nescia  tributa:  quae  quando  exuerint  irritusque  discesserit  ille  inter  numina  dicatus  Au- 
gustus,  ille  delectus  Tiberius,  ne  imperitum  adolescentulum,  ne  seditiosum  exercitum  pavescerent 
si  patriam,  parentes,  antiqua  mallent,  quam  dominos  et  colonias  novas,  Arminium  potius,  gloriae 
ac  libertatis,  quam  Segestem,  flagitiosae  servitutis  ducem,  sequerentur.  ||  Conciti  per  haec  non 
modo  Cherusci  sed  conterminae  gentes  tractusque  in  partis  Inguiomerus,  Arminii  patruus,  veteri 
apud  Romanos  auctoritate.  unde  maior  Caesari  metus.  et  ne  bellum  mole  una  ingrueret,  Caeci- 
nam  cum  quadraginta  cohortibus  romanis  distrahendo  hosti  per  Bructeros  ad  flumen  Amisiam 
mittit,  equitem  Pedo  praefectus  finibus  Frisiorum  ducit,  ipse  impositas  navibus  quattuor  legiones 
per  lacus  vexit,  simulque  pedes,  eques»  classis  apud  praedictum  amnem  convenere.  Ghauci, 
quum  auxilia  pollicerentur,  in  commilitium  adsciti  sunt.  Bructeros  sua  urentis  expedita  cum 
manu  L.  Stertinius  missu  Germanici  fudit  interque  caedem  et  praedam  reperit  undevicesimae 
legionis  aquilam  cum  Yaro  amissam.  Ductum  inde  agmen  ad  Ultimos  Bructerorum,  quantumque 
Amisiam  et  Luppiam  amnes  inter,  vastatum,  haud  procul  Teutoburgiensi  saltu,  in  quo  reliquiae 
Yari  legionumque  insepultae  dicebantur.  ||  .  .  .  (Ygl.  oben  bei  Nro.  48.)  Sed  Germanicus  ce- 
dentem  in  avia  Arminium  secutus,  ubi  primum  copia  fuit,  evehi  equites  campumque,  quem  hostis 
insederat,  eripi  iubet.  Arminius  colligi  suos  et  propmquare  silvis  monitos  vertit  repente,  mox 
Signum  prorumpendi  dedit  iis,  quos  per  saltus  occultaverat.  Tunc  nova  acie  turbatus  eques, 
missaeque  subsidiariae  cohortes  et  fugientium  agmine  impulsae  auxerant  constemationem,  trude- 
banturque  in  paludem,  gnaram  vincentibus,  iniquam  nescüs,  ni  Caesar  productas  legiones  instru- 
xisset  inde  hostibus  terror,  fiducia  militi,  et  manibus  aequis  abscessum.  Tacit.  ann.  I,  59  —  63. 

27.  Als  das  römische  Heer  den  Rückzug  antritt,  wird  Caecina  bei  den  langen  Brücken  heftig  bedrängt 

Nur  mit  Mühe  erreicht  er  den  Rhein.  Mox  reducto  ad  Amisiam  exercitu  legiones  classe»  ut 
advenerat,  reportat;  pars  equitum  litore  Oceani  petere  Rhenum  iussa;  Caecina,  qui  suum  militem 

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20  I^Bcb  Chr.  15. 

dücebat,  monitus,  cpianquam  notis  itineribus  regrederetnr,  pontes  longos  qnam  matarrime  snpe- 
rare.  Angustus  is  trames  vastas  inter  paludes  et  quondam  a  L.  Domitio  aggeratus.  cetera  limosa, 
tenacia  gravi  coeno  aut  rivis  incerta  erant,  circum  silvae  paolatim  adclives.  quas  tum  Arminias 
implevit»  compendiis  viarum  et  cito  agmine  onustum  sarcinis  armisque  militem  quum  antevenis- 
set.  Caecinae  dubitanti,  quonam  modo  ruptos  vetustate  pontes  reponeret  simulque  propulsaret 
hostem,  eastrametari  in  loco  placuit,  nt  opus,  et  alii  proeÜum  inciperent.  ||  Barbari,  perfringere 
stationes  seque  inferre  munitoribus  nisi,  lacessunt»  circumgrediuntur,  occorsant  miscetur  operan- 
tium  bellantiumque  clamor.  et  cuncta  pariter  Romanis  adversa:  locus  uligine  profunda ,  idem  ad 
gradum  instabilis,  procedentibus  lubricus,  Corpora  gravia  loricis.  neque  librare  pila  inter  imdas 
poterant.  contra  Cheruscis  sueta  apud  paludes  proelia,  procera  membra,  hastae  ingentes  ad 
vulnera  facienda  quamvis  procul.  nox  demum  inclinantis  tum  legiones  adversae  pugnae  exemit 
Germani  ob  prospera  indefessi  ne  tum  quidem  sumta  quiete,  quantum  aquarum  consurgendbus 
iugis  oritur,  vertere  in  subiecta:  mersaque  humo  et  obruto,  quod  effectum  operis,  duplicatus 
militi  labor.  Quadragesimum  id  Stipendium  Caecina  parendi  aut  imperitandi  habebat,  secundarum 
.ambiguarumque  rerum  sciens  eoque  interritus.  Igitur  futura  volvens  non  aliud  repperit,  quam 
ut  bestem  silvis  coerceret,  donec  saucii  quantumque  gravioris  agminis  anteirent.  nam  medio 
montium  et  paludum  porrigebatur  planities,  quae  tenuem  aciem  pateretur.  Deliguntur  legiones: 
quinta  dextro  lateri,  unetvicesima  in  laevum,  primani  ducendum  ad  agmen,  vicesimanus  adversum 
secuturos.  ||  Nox  per  diverea  inquies,  quum  barbari  festis  epulis,  laeto  cantu  aut  truci  sonore 
subiecta  vallium  ac  resultantis  saltus  complerent,  apud  Romanos  invalidi  ignes,  interruptae  voces, 
atque  ipsi  passim  adiacerent  vallo,  oberrarent  tentoriis,  insomnes  magis  quam  pervigiles.  ducem- 
que  terruit  dira  quies:  nam  Quintilium  Varum  sanguine  oblitnm  et  paludibus  emersum  cemere 
etaudire  visus  est  velut  vocantem,  non  tarnen  obsecutus  et  manum  intendentis  reppulisse.'Coepta 
luce  missae  in  latera  legiones  metu  an  contumacia  locum  deseruere,  capto  propere  campo  bu- 
mentia  ultra.  Neque  tamen  Arminius,  quamquam  libero  incursu,  statim  prorupit,  sed,  ut  haesere 
coeno  fossisque  impedimenta,  turbati  circum  milites,  incertus  signorum  ordo,  utque  tali  in  tem- 
pore, sibi  quisque  properus  et  lentae  adversum  imperia  aures,  irrurapere  Germanos  iubet,  cla- 
mitans:  en  Varus  et  eodemque  iterum  fato  vinctae  legiones!  Simul  haec:  et  cum  delectis  scindit 
agmen  equisque  maxime  vulnera  ingerit.  illi  sanguine  suo  et  lubrico  paludum  lapsantes,  excussis  re- 
ctoribus,  disiicere  obvios,  proterere  iacentes.  plurimus  circa  aquilas  labor,  quae  neque  adversum 
ferri  ingruentia  tela  neque  figi  limosa  humo  poterant.  Caecina,  dum  sustentat  aciem,  suffosso 
equo  delapsus  circumveniebatur,  ni  prima  legio  sese  opposuisset.  iuvit  hostium  aviditas  omissa 
caede  praedam  sectantium,  enisaeque  legiones  vesperascente  die  in  aperta  et  solida.  neque  is 
miseriarum  finis:  struendum  vallum,  petendus  agger,  amissa  magna  ex  parte,  per  quae  geritur 
humus  aut  exciditur  cespes,  non  tentoria  manipulis,  non  fomenta  sauciis.  infectos  coeno  taut 
cruore  cibos  dividentes,  funestas  tenebras  et  tot  hominum  millibus  unum  iam  reliquum  diem  la- 
mentabantur.  ||  Forte  equus  abruptis  vinculis  vagus  et  clamore  territus  quosdam  occurrentium 
obturbavit.  tanta  inde  constematio  inrupisse  Germanos  credentium,  ut  cuncti  ruerent  ad  portas, 
quarum  decumana  maxime  petebatur,  aversa  hosti  et  fogientibus  tutior.  Caecina,  comperto, 
vanam  esse  formidinem,  quum  tamen  neque  auctoritate  neque  precibus,  ne  manu  quidem, 
obsistere  aut  retinere  militem  quiret,  proiectus  in  limine  portae,  miseratione  demum,  quia  per 
corpus  legati  eundem  erat,  clausit  viam.  simul  tribuni  et  centurioues  falsum  pavorem  docue- 
runt.  II  Tunc  contractos  in  principia  iussosque,  dicta  cum  silentio  accipere,  temporis  ac  ne- 
cecsitatis  monet:  unam  in  armis  salutem,  sed  ea  consilio  temperanda,  manendumque  intra 
Valium,  donec  expugnandi  bestes  spe  propius  succederent;  mox  undique  erumpendum:  illa  erap- 
tione  ad  Rhenum  perveniri.  quodsi  fugerent,  pluris  Silvas,  profundas  magis  paludes,  sae\itiam 


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Nach  Chr.  15  —  16.  3f 


^  hostium  SQperesse,  ac  victoribos  decns,  gloriam.  quae  domi  cara,  quae  in  castris  honesta  ^  mo- 

^  morat;  reticuit  de  adversis.  Equos  dehinc,  orsus  asuis»  legatorum  tribunorumque  nalla  ambitione 

^  fortissimo  cuique  bellatori  tradit^  uthi,  mox  pedes,  in  hostem  invaderent.   ||   Haud  minus  inquies 

^  Gennanus  spe,  cupidine  et  diversis  ducum  sententiis  agebat:  Araninio,  sinerent  egredi  egressosque 

I  rursum  per  humida  et  impedita  circomvenirent,  suadente;  atrociora  Inguiomero  et  laeta  barba- 

f  ris,  ut  Valium  armis  ambirent,  promtam  expugnationem,  plures  captivos,  incomiptam  praedam 

i  fore.    Igitur  orta  die  proruunt  fossas,  iniiciunt  crates,  summa  valli  prensant,  raro  super  milite 

et  quasi  ob  metom  defixo.  postquam  haesere  mnnimentis,  datur  cohortibus  signum   cornuaque 

£  ac  tubae  concinuere.  exin  clamore  et  impetu  tergis  Germanorum  circumAinduntur,  exprobrantes: 

I  non  hie  Silvas  nee  paludes   sed  aequis  locis  aequos  deos.    Hosti  facile  excidium  et  paucos  ac 

i  semermos  cogitanti  sonus  tubarum,   fulgor  armorum,  quanto  inopina  tanto  maiora  offunduntur, 

G  cadebantque  ut  rebus  secundis  avidi,  ita  adversis  incauti.    Arminius  integer,  Inguiomerus  post 

[  grave  vulnus  pugnam  deseruere:  vulgus  trucidatum  est,  donec  ira  et  dies  permansit.    Noete  de- 

r  mum  reversae  legiones,  quamvis  plus  vulnerum,  eadem  ciborum  egestas  fatigaret^  vim,  sanitatem, 

;  copias,  cuncta  in  victoria  habuere.   ||   Pervaserat  interim  circumventi  exercitus  fama,  et  infesto 

Germanorum  agmine  Gallias  peti:  ac  ni  Agrippina  impositum  Rheno  pontem  solvi  prohibuisset, 

erant,  qui  id  flagitium  formidine  auderent.  sed  femina  ingens  animi  munia  ducis  per  eos  dies 

induit  militibusque,  ut  quis  inops  aut  saucius,  vestem  et  fomenta  dilargita  est.    Tradit  C.  Plinius, 

Germanicorum  bellorum  scriptor,  stetisse  apud  priucipium  pontis  laudes  et  grates  reversis  legio- 

nibus  habentem.  Tacit.  ann.  L,  63 — 69.  —  Die  pontes  longi  hat  man  entweder  in  südlicher 

Richtung  von  der  Unter- Ems  oder   westwärts  vom  Teutoburger- Walde   gesucht,  je  nachdem 

man  Caecina  in  Verbindung  mit  Gertnanicus  zur  Unter -Ems  zurückmarschiren  und  dann  erst 

zum  Rhein  ziehen,  oder,  was  doch  jedenfalls  als  das  Natürlichere  erscheint,  ihn  schon  früher 

vom  Hauptkorps  sich  trennen  liess.    So  findet  sie  v.  Ledebur,   der  ersten  Ansicht  folgend,   in 

der  Nähe   Billerbeck's,   in  den  Baumbergen  (L  u.  V.  d.  B.  S.  314  flg.);  während  sich  Grupen 

(Origg.  Germ.  Th.  1.  S.  154  flg.),  WilheUn  (Genn.  u.  s.  B.  S.  303.),  Schmidt  (Zeitschr.  für  vaterL 

G.  u.  A.  lY.  S.  347.)  u.  A.  für  die  westliche  Richtung  und  die  Umgebungen  von  Stromberg, 

Ahlen  und  Beckum  entscheiden.  Nach  der  letzteren  Ansicht  hätten  wir  in  den,  im  Sommer  f835 

im  Kirchspiel  Beckum  entdeckten  und  untersuchten  Gräbern,  Denkmaale  der  Niederlage  Caecina's 

anzunehmen.    Vom  Oberstlieut  Schmidt   haben  vnr   weitem  Aufschlüssen  über   diesen  Punkt 

entgegenzusehen. 

28.  Im  Chenisker- Lande  überwog  jetzt  Armins  Ansehen:  auch  Segitner,  der  Bruder  des  Segestes,  mit 

seinem  Sohne,  ward  jetzt  gezwungen,  römischen  Schutz  zu  suchen.  Jam  Stertinius,  ad  accipien- 
dum  in  deditionem  Segimerum,  fratrem  Segestis,  praemissus,  ipsum  et  filium  eins  in  civitatem  Ubi- 
orum  perduxerat,  data  utrique  venia:  facile  Segimero,  cunctantius  filio,  quia  Quinctilü  Vari  cor- 
pus ülusisse  dicebatur.    Tacit.  ann.  I.,  74.  —  Cf.  Dio  Cass.  LVII.,18.  (p.  703). 

«6. 

29.  Während  Germanicus  den  Silius  gegen  die  Gatten  entsendet^  bricht  er  selbst  auf  die  Nachricht  von 

der  Belagerung  AHso's  in  Westfalen  ein.  Caesar  .  .  .  Silium  legatum  cum  expedita  ^manu  inrup- 
tionem  in  Cattos  facere  iubet:  ipse,  audito,  castellum  Luppiae  flumini  adpositum  obsideri,  sex 
legiones  eo  duxit  .  .  .  neque  Caesari  copiam  pugnae  obsessores  fecere,  ad  famam  adventus  eins 
dUapsi.  tumulum  tamen  nuper  Varianis  legionibus  structum  et  veterem  aram  Druso  sitam  disie- 
cerant.  restituit  aram  honorique  patris  princeps  ipse  cum  legionibus  decucurrit  tumulum  iterare 
haud  Visum,  et  cuncta  inter  castellum  Alisonem  ac  Rhenum  novis  limitibus  aggeribusque  per- 
munita.  Tacit.  ann.  U.,  7. 

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22  Nach  Chr.  16. 

30.  Aur  einer  Flotte  von  4000  Schiffen  fuhrt  er  sodann  sein  gesammtes  Heer  über  die  Züyder-See 
zur  Ems  und  von  dort  zur  Weser.  Hier  greift  er  zweimal  die  Deutschen  an,  aber  ohne  Ent- 
scheidung. Lacus  inde  et  Oceanum  usque  ad  Amisiam  flumen  secunda  navigatione  pervehitur. 
Classis  Amisiae  relicta  laevo  amne  erratumque  in  eo,  quod  non  subvexit:  transposuit  militem 
dexteras  in  terras  iturum.  ita  pinres  dies  efficiendis  pontibus  absumti.  Et  eques  qoidem  ac  le- 
giones  prima  aestuaria  nondum  adcrescente  unda  intrepidi  transiere;  postremum  auaJIiorum  ag- 
men  Batavique  in  parte  ea,  dum  insultant  aquis  artemque  nandi  ostentant,  turbati  et  quidam 
hausti  sunt.  Metanti  castra  Caesari  Angrivariorum  defectio  a  tergo  nuntiatur.  missus  illico  Ster- 
tinius  cum  equite  et  annatura  levi  igne  et  caedibus  perfidiam  ultus  est.  ||  Flumen  Yisurgis  Ro- 
manos Cheniscosque  interfluebat.  eins  in  ripa  cum  ceteris  primoribus  Arminius  adstitit  quaesitoque, 
an  Caesar  venisset?  postqum  adesse  responsum  est,  ut  liceret  cum  fratre  coUoqui,  oravit  Erat 
is  in  exercitu,  cognomento  Flavius,  insignis  fide  et  amisso  per  vuhius  oculo  paucis  ante  annis 
duce  Tiberio.  tum  permissum:  progressusque  salutatur  ab  Armiuio,  qui  amotis  stipatoribus,  ut 
sagittarii  nostra  pro  ripa  dispositi  abscedcrent,  postulat,  et,  postquam  digressi,  unde  ea  deformitas 
oris?  interrogat  fratrem.  illo  locum  et  proelium  referente,  quodnam  praemium  recepisset?  ex- 
quirit.  Flavius  aucta  stipendia,  torquem  et  coronam  aliaque  militaria  dona  memorat,  inridente 
Aiminiovilia  servitii  pretia.  ||  Exin  diversi  ordiuntur:  hie  magnitudinem  romanam,  opes  Caesaris 
et  victis  graves  poenas,  in  deditionem  venienti  paratam  clementiam,  neque  coniugem  et  filium 
eius  hostiliter  haberi;  ille  fas  patriae,  libertatem  avitam,  penetrales  Germaniae  deos,  matrem 
precum  sociam,  ne  propinquorum  et  adfinium,  denique  genüs  suae  desertor  et  proditor,  quam 
imperator  esse  mallet.  paulatim  inde  ad  iurgia  prolapsi,  quo  minus  pugnam  consererent,  ue 
flumine  quidem  interiecto  cohibebantur,  ni  Stertinius  adcurrens  plenum  irae  armaque  et  equum 
poscentem  Flavium  attinuisset.  cemebatur  contra  minitabundus  Arminius  proeliumque  denuntians: 
nam  pleraque  latino  scrmone  intcriaciebat,  ut  qui  romanis  in  castris  ductor  popularium  meruis- 
set.  II  Postero  die  Germanorum  acies  traus  Visurgim  stetit.  Caesar,  nisi  pontibus  praesidüsque 
iinpositis  dare  in  discrimen  legiones  haud  imperatorium  ratus,  equitcm  vado  tramittit.  praefuere 
Stertinius  et  e  numero  primipilarium  Aemilius,  distantibus  locis  invecti,  ut  hostem  diducerenL 
qua  celerrimus  amnis,  Cariovalda  dux  Batavorum  erupit.  eum  Cherusci,  fugam  simulantes,  in 
planitiem  saltibus  circumiectam  traxere,  dein  coorti  et  undique  effusi  trudunt  adversos,  instant 
cedentibus  coUectosque  in  orbem  pars  congressi,  quidam  eminus  proturbant.  Cariovalda,  diu 
sustentata  hostium  saevitia,  hortatus  suos,  ut  ingruentes  catervas  globo  frangerent^  atque  ipse  in 
dcnsissimos  inrumpens,  congestis  telis  et  suffosso  equo  labitur  ac  multi  nobilium  circa,  ceteros 
vis  sua  aut  equites  cum  Stertinio  Aemilioque  subvenientes  periculo  exemere.  ||  Caesar  trans- 
gressus  Visurgim  indicio  perfugae  cognoscit  delectum  ab  Arminio  locum  pugnae:  convenisse  et 
alias  nationes  in  silvam  Herculi  sacram,  ausurosque  noctumam  castrorum  oppugnationem.  habita 
indici  fides.  et  cemebantur  ignes  suggressique  propius  speculatores  audiri  fremitum  equorum 
immensique  et  inconditi  agminis  murmur  attulere.  Igitur  propinquo  summae  rei  discrimine  ex- 
plorandos  militum  animos  ratus,  quouam  id  modo  incorruptum  foret,  secum  agitabat:  tribunos  et 
ccnturiones  laela  saepius  quam  comperta  nuntiare;  libertorum  servilia  ingenia;  amicis  inesse 
adulationem;  si  concio  vocetur,  illic  quoque,  quae  pauci  incipiant,  reliquos  adstrepere;  penitus 
noscendas  mentes,  quum  secreti  et  incustoditi  inter  militaris  cibos  spem  aut  metum  proferrent 
II  Noctecoepta  egressus  augurali,  per  occulta  et  vigilibns  ignara,  comite  uno,  contectus  humeros 
ferina  pelle,  adit  castrorum  vias,  adsistit  tabemaculis  firuitorque  fama  sui,  quum  hie  nobilitatem 
ducis,  decorem  alius,  plurimi  patientiam,  comitatem,  per  seria,  per  iocos  eundem  animum  lau- 
dibus  ferrent  reddendamque  gratiam  in  acie  faterentnr,  simul  perfidos  et  ruptores  pacis  ultioni 
et  gloriae  mactandos.    Inter  quae  unus  hostium,  latinae  linguae  sciens,  acto  ad  vallum  equo 


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Nach  Chr.  16.  23 

voce  magna  coniages  et  agros  et  stipendii  in  dies,  donec  bellaretur,  sestertios  centenos,  si  quis 
transfugisset^  Arminii  nomine  pollicetur.  Incendit  ea  coniumelia  legionum  iras.  veniret  dies,  da- 
retur  pugna:  sun^turum  militem  €rermanorum  agros,  tracturum  coniuges :  accipere  omen  et  ma- 
trimonia  ac  pecunias  hostium  praedae  destinare.  Tertia  ferme  vigilia  adsultatum  est  castris  sine 
coniectu  teli,  postquam  crebras  pro  munimentis  cohortes  et  nihil  remissum  sensere.  ||  Nox  ea* 
dem  laetam  Germanico  quietem  tulit  viditque  se  operatum  et  sanguine  sacro  respersa  praetexta 
pulchriorem  aliam  manibus  aviae  Augostae  accepisse.  Auctus  omine  addicentibus  auspiciis  vocat 
concionem  et,  quae  sapientia  praevisa  aptaque  imminenti  pugnae,  disserit:  non  campos  modo 
militi  romano  ad  proeliiim  bonos,  sed,  si  ratio  adsit,  silvas  et  saltus.  nee  enim  inmiensa  barba- 
rorum scuta,  enormis  hastas  inter  truncos  arborum  et  enata  humo  virgulta  perinde  haberi  quam 
pila  et  gladios  et  haerentia  corpori  tegmina.  denserent  ictus,  ora  mucronibus  quaererent:  non 
loricam  germano,  non  galeam,  ne  scuta  quidem  ferro  nervo ve  firmata,  sed  viminum  textus  vel 
tennis,  fucatas  colore  tabulas.  primam  utcunque  aciem  hastatam,  ceteris  praeusta  aut  brevia 
tela.  iam  corpus,  ut  visu  torvum  et  ad  brevem  impetum  validum,  sie  nuUa  vulnerum  patientia. 
sine  pudere  flagitii,  sine  cura  ducum  abire,  fiigere,  pavidos  adversis,  inter  secunda  non  divini, 
non  humani  iuris  memores.  si  taedio  viarum  ac  maris  finem  cupiant,  hac  acie  parari.  propiorem 
iam  Albim,  quam  Rhenum.  neque  bellum  ultra,  modo  se,  patris  patruique  vestigia  prementem, 
iisdem  in  terris  victorem  sisterent  Orationem  ducis  secutus  militum  ardor  signumque  pugnae 
datum.  II  Nee  Arminius  aut  ceteri  Germanicorum  proceres  omittebant  suos  quisque  testari:  hos 
esse  Romanos,  Yariani  exercitus  fugacissimos,  qui,  ne  bellum  tolerarent,  seditionem  induerint» 
quorum  pars  onusta  vulneribus  tergum,  pars  fluctibus  et  procellis  fractos  artus  infensis  rursum 
hostibus,  adversis  diis  obiiciant,  nulla  boni  spe:  classem  quippe  et  avia  Oceani  quaesita,  ne  quis 
venientibus  occurreret,  ne  pulsos  premeret,  sed  ubi  miscueriut  manus,  inane  victis  ventorum 
remorumve  subsidium  meminissent  modo  avaritiae,  crudeUtatis,  superbiae.  aliud  sibi  reliquum 
quam  tenere  libertatem  aut  moriante  servitium?  ||  Sic  accensos  etproelium  poscentes  in  cam- 
pum,  cui  Idistaviso  nomen,  deducunt.  Is  medius  inter  Visurgim  et  coUes,  ut  ripae  fluminis  cedunt 
aut  prominentia  montium  resistunt,  inaequaliter  sinuatur.  pone  tergum  insurgebat  silva,  editis  in 
altum  ramis  et  pura  humo  inter  arborum  truncos.  Campum  et  prima  silvarum  barbara  acies 
tenuit.  soli  Cherusci  iuga  insidere,  ut  proeliantibus  Romanis  desuper  incurrerent.  Noster  exer- 
citus sicincessit:  auxiliares  Galli  Germanique  in  fronte;  pöst  cpios  peditessagittarii;  dein  quattuor 
legiones  et  cum  duabus  praetorüs  cohortibus  ac  delecto  eqnite  Caesar;  exin  totidem  aliae  legio- 
nes  et  levis  armatura  cumequite  sagittario  ceteraeque  sociorum  cohortes.  ||  Intentus  paratusque 
miles,  ut  ordo  agminis  in  aciem  adsisteret.  Yisis  Cheruscorum  catervis,  quae  per  ferociam  pro- 
ruperant,  validissimos  equitum  incurrere  latus,  Stertmium  cum  ceteris  turmis  circumgredi  tergaque 
invadere  iubet,  ipse  in  tempore  adfuturus.  Interea  pulcherrimum  augurium  octo  aquilae  petere 
Silvas  et  intrare  visae  imperatorem  advertere.  exclamat:  irent,  sequerentur  romanasaves,  propria 
legionum  numina.  simul  pedestris  acies  infertur  et  praemissus  eques  postremos  ac  latera  impulit 
mirumque  dictu,  duo  hostium  agmina  diversa  fuga,  qui  silvam  tenuerant,  in  aperta,  qui  campis 
adstiterant,  in  silvam  ruebant  medii  inter  hos  Cherusci  collibus  detrudebantur,  inter  quos  insignis 
Arminius  manu,  voce,  vulnere  sustentabat  pugnam  incubueratque  sagittariis,  illa  rupturus,  ni  Rae 
torum  Yindelicorumque  et  Gallicae  cohortes  signa  obiectssent  nisu  tamen  corporis  et  impetu  equi 
pervasit,  oblitus  faciem  suo  cruore,  ne  nosceretur.  quidam  agnitum  a  Chaucis  inter  auxilia  ro- 
mana  agentibus  emissumque  tradiderunt.  Yirtus  seu  fraus  eadem  Inguiomero  effugium  dedit. 
ceteri  passim  trucidati  et  plerosque,  tranare  Yisurgim  conantes,  iniecta  tela  aut  vis  fluminis, 
postrcmo  moles  ruentium  et  incidentes  ripae  operuere.  quidam,  turpi  fuga  in  summa  arborum 
nisi  ramisque  se  occultantes,  admotis  sagittariis  per  ludibrium  figebantur.  alios  prorutae  arborcs 


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24  ISach  Chr.  16. 

fidflixere.  ||  Magna  ea  victoria  neque  cnienta  nobis  fuit  Quinta  ab  hora  diei  ad  noctem  cacsi 
hostes  decem  millia  passuum  cadaveribus  atque  armis  opplevere,  repertis  inter  spolia  eorum 
catenis,  quas  in  Romanos  ut  non  dubio  eventu  portaverant.  Miles  in  loco  proelii  Tiberium  im- 
peratorem  salutavit  struxitque  aggerem  et  in  modum  tropaeorum  arma  subscriptis  victanim 
gentium  noifiinibus  imposuit.  ||  Haud  perinde  Germanos  vulnera,  luctus,  excidia,  quam  ea  spe- 
cies  dolore  et  ira  adfecit.  qui  modo  abire  sedibus,  trans  Albim  coneedere  parabant,  pugnam 
volunt,  arma  rapiunt.  plebes»  primores,  iuventus,  senes  agmen  romanum  repente  incursant,  tor- 
bant.  postremo  deligunt  locum  flumine  et  silvis  clausum,  arta  intus  planitie  et  humida.  silvas 
quoque  profunda  palus  ambibat,  nisi  quod  latus  unum  Angrivarii  lato  aggere  extulerant,  quo  a 
Cheruscis  dirimerentur.  hie  pedes  adstitit.  equitem  propinquis  lucis  teuere,  ut  ingressis  silvam 
legionibus  a  tergo  foret.  ||  Nihil  ex  his  Caesari  incognitum:  consilia,  locos,  promta,  occulta 
noverat  astusque  hostium  in  perniciem  ipsis  vertebat  Seio  Tuberoni  legato  tradit  equitem  cam- 
pumque.  peditum  aciem  ita  instnixit,  ut  pars  aequo  in  silvam  aditu  incederet,  pars  obiectum 
aggerem  eniteretur.  quod  arduum,  sibi,  cetera  legatis  permisit  quibus  plana  evenerant,  facile 
inrupere,  quis  impugnandus  agger,  ut  si  murum  succederent,  gravibus  supeme  ictibus  conflicta- 
bantur.  Sensit  dux  imparem  cominus  pugnam,  remotisque  paulum  legionibus  funditores  libra- 
toresque  excutere  tela  et  proturbare  bestem  iubet.  missae  e  tormentis  hastae,  quantoque  eon- 
spicui  magis  propugnatores,  tanto  pluribus  vulneribus  deiectL  Primus  Caesar  cum  praetorüs 
cohortibus  capto  vallo  dedit  impetum  in  silvas.  coUato  illic  gradu  certatum.  bestem  a  tergo 
palus,  Romanos  flumen  aut  montes  claudebant.  utrisque  necessitas  in  loco,  spes  in  virtute,  salus 
ex  victoria.  ||  Nee  minor  Germanis  animus,  sedgenere  pugnae  et  armorum  superabantur,  quum 
ingens  multitudo  artis  locis  praelongas  hastas  non  protenderet,  non  colligeret,  neque  adsulübus 
et  velocitate  corporum  uteretur,  coacta  stabile  ad  proeliiun,  contra  miles,  cui  scutum  pectori 
adpressum  et  insidens  capulo  manus,  latos  barbarorum  artus,  nuda  ora  federet  viamque  strage 
hostium  aperiret,  impromto  iam  Aiminio  ob  continua  pericula  sive  illum  recens  acceptum  vulnus 
tardaverat.  quin  et  Inguiomerum  tota  volitantem  acie  fortuna  magis  quam  virtus  deserebat  et 
Germanicus,  (pio  magis  agnosceretur,  detraxerat  tegimen  capiti  orabatque:  insisterent  caedibus; 
nil  opus  captivis;  solam  interuecionem  gentis  finem  belle  fore.  Jamque  sero  diei  subducit  ex 
acie  legionem  faciendis  castris.  ceterae  ad  noctem  cruore  hostium  satiatae  sunt,  equites  ambigue 
certavere.  ||  Laudatis  pro  concione  victoribus  Caesar  congeriem  armorum  struxit  superbo  cum 
titulo:  DEBELLATIS  INTER  RHENÜM  ALBIMQÜE  NATIONIBUS  EXERCITÜM  TIBERII  CAESARIS 
EA  MONIMENTA  MARTI  ET  JOVI  ET  AUGÜSTO  SACRAVISSE.  ...  Mox  bellum  in  Angrivarios 
Stertinio  mandat,  ni  deditionem  properavisscnt.  atque  Uli  supplices  nihil  abnuendo  veniam  onuiium 
accepere.  Tacit.  ann.  II.,  8 — 22.  —  lieber  diesen  Feldzug  des  Gewianicus  und  die  hier  er- 
Avähuten  Örtlichkeiten  sehe  man  die  schätzbaren  Mittheiluugen  Schmidt's  in  der  ZeitscL  für  v. 
G.  u.  A.  IV.  S.  346—358. 
31.  Kaum  zurückgekehrt  (die  Flotte  vrBv  durch  einen  Seesturm  an  den  Küsten  der  Nordsee  zer- 
<>treut  und  theUweise  vernichtet  worden),  wendet  sich  Germanicus,  während  er  Silitis  mit  33,000 
Mann  gegen  die  Gatten  schickt,  mit  einem  noch  grössern  Heere  gegen  die  Marser.  Sed  fama 
classis  amissae  ut  Germanos  ad  spem  belli  ita  Caesarem  ad  coercendum  erexit.  C.  SUio  cum 
tiiginta  peditum,  tribus  equitum  millibus  ire  in  Gattes  imperat,  ipse  maioribus  copiis  Blarsos  in- 
rumpit,  quorum  dux  Mallovendus  nuper  in  deditionem  acceptus  propinquo  luco  defossam  Varia- 
nae  legionis  aquUam  modico  praesidio  servari  indicat.  Missa  extemplo  manus,  quae  bestem  a 
fronte  eliceret,  alii,  qui  terga  circumgressi  recluderent  humum:  et  utrisque  adfuit  fortuna.  eo 
promtior  Caesar  pergit  introrsus,  populatur,  exscindit  non  ausum  congredi  bestem  aut,  sicubi 
restiterat,  statim  pulsum  nee  unquam  magis,  ut  ex  captivis  cognitum  est,  paventem.     Quippe 


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Nach   Chr.   17.  25 

invictos  et  nuUis  cambus  superabfles  Romanos  praedicabant,  qui  perdila  classe,  amissis  armis, 
post  constrata  equorum  virorumque  corporibus  litora  eadem  virtute,  pari  ferocia  et  veluti  aucti 
numero  inrupissent.    Reductus  inde  in  hiberna  miles.    Tacit.  ann.  II.,  25. 

17. 

32.  Glänzender  Triumphzug  des  nach  Rom  heimberufenen  Germamcus.     C.  Caecilio,  L.  Pomponio  coss. 

Germanicus  Caesar  a.  d.  VII.  Kai.  Junias  triumphavit  de  Cheruscis,  Cattisque  et  Angrivariis,  quae- 
que  aliae  nationes  usque  ad  Albim  colunt:  vecta  spolia,  captivi,  simulacra  montium,  iluminum, 
proeliorum,  bellumque,  quia  conficere  prohibitus  erat,  pro  confecto  accipiebatur.  Tacit.  ann.  II.,  44. — 
hiöav  ds  dlxag  catavteg  xci  7CaQi6%(yv  tm  vsatsQa  rsQfiaviM^  kafmQotatov  d-glafißcn;^  iv  &  i^Qia(ir 
ßev&ri  räv  inifpavsötatav  on/dgäv  iScS^iattt  Tud  yuvaixäv'  ££iuyovvz6g  ts  Seysötov  viog^  XqQov6' 
wov  ^yffMöv,  xai  adtkqyii  avtovy  yvvri  S  IdQfiBvlov  tov  dtoAffio^xiftfaifrog  iv  rotg  XfjQOvöxoig  iv  rg 
XQog  OvoQOv  Koviwlhov  xoQaöXirvSiiöBi  xai  vvv  hi  <h>vi%f)vtog  tov  xoksfiovy  ovofuc  ®ov&if£XdcCy 
xal  vtog  tQurrjg  Sov^ieXatog'  hi  da  Zeöl&cacog  Ziyt^ii^Qov  ^  viog  rov  XrjQovöTiGyv  r^yeiiovog  xal  ij 
ywi}  tovrov  ^Pa(dg^)  Ovocqo(ivqov ^)  dvyatijQy  rjysitovog  X&ttiov^)  xcct  ^svdoQiiy  BaitoQitog^)  tov 
Mikovog  adslqxw  vibg^  Zovyafißqog.  I^iörijg^)  öi  6  xev&SQog  tov  '^(uvlov  jmxI  i^  ^X^g  dtdötij 
nQog  trjv  yvci^iriv  avrov  xcd  laßtov  xcuqov  ijvtoiioXrjös  xtd  tp  ^giaiißp  naqfjy  töv  fpUtcctanf  iv 
zi(i7j  dyofisvog'  imfixevös  de  koü  jdlßfig'')  täv  Xavtayv  iSQevg  tcoi  oUm  dh  öd^uxta  iscofisuvdTi  ix 
twv  7t£jcoQdrffi&i/cav  ^v&v'  Ka&vhcav  oud  jifiifivmv,  BgovotzigcoVy  OvcbasyVy^)  Xtj^oviSxGWj  Xat- 
tayi/y  XattovoQlcüVy  Javdävy^  TovßavtlcDvJ^)     Strab.  VII.*)     (Vgl.  oben  bei  Nro.  6.) 

33.  Unterdess  beginnen  in  Deutschland  die  Cheruscer  und  ihre  Verbündete  Krieg  gegen  die  Sueven 

unter  Maroboduus.  Suevi  praetendebantur  auxilium  adversus  Cheruscos  orantes.  nam  discessu 
Romanorum  ac  vacui  extemo  metu,  gentis  adsuetudine  et  tum  aemulaiione  gloriae,  arma  in  se 
verterant.  vis  nationum,  virtus  ducum  in  aequo,  sed  Haroboduum  regis  nomen  invisum  apud 
populäres,  Arminium  pro  libertate  bellantem  favor  habebat.  ||  Igitur  non  modo  Cherusci  socii- 
que  eorum,  vetus  Arminii  miles,  sumsere  bellum,  sed  e  regno  etiam  Marobodui  Suevae  .gentes, 
Semnones  ac  Langobardi,  defecere  ad  eum.  quibus  additis  praepoUebat,  ni  Inguiomerus  cum 
manu  clientium  ad  Maroboduum  perfugisset,  non  aliam  ob  causam,  quam  quia  fratris  filio  iuveni 
patruus  senex  parere  dedignabatur.  Diriguntur  acies  pari  utrimque  spe  nee  ut  oltm  apud  Ger- 
manos  vagis  incursibus  aut  disiectas  per  catervas:  quippe  longa  adversum  nos  milida  insueve- 
rant  sequi  signa,  subsidiis  firmari,  dicta  imperatorum  accipere.  At  tunc  Arminius  equo  collustrans 
cuncta,  ut  quosque  advectus  erat,  reciperatam  libertatem,  trucidatas  legiones,  spolia  adhuc  et 
tela  Romanis  derepta  in  manibus  multorum  ostentabat,  contra  fugacem  Maroboduum  appellans, 
proeliorum  expertem,  Hercyniae  latebris  defensum  ac  mox  per  dona  et  legationes  petivisse  foe- 
dus,  proditorem  patriae,  satellitem  Caesaris,  haud  minus  infensis  animis  exturbandum  quam  Varum 
Quintilium  interfecerint.  meminissent  modo  tot  proeliorum,  quorum  eventu  et  ad  postremum 
eiectis  Romanis  satis  probatum,  penes  utros  summa  belli  fuerit.  ||  Neque  Maroboduus  iactantia 
sui  aut  probris  in  hostem  abstinebat,  sed  Inguiomerum  tenens,  illo  in  corpore  decus  omne  Che- 
ruscorum,  illius  consiliis  gesta,  quae  prospere  ceciderint,  testabatur:  vecordem  Arminium  et  re- 
rum  nescium  alienam  gloriam  in  se  trahere,  cpioniam  tres  vacuas  legiones  et  ducem  fraudis 
ignarum  perfidia  deceperit  magna  cum  clade  Germaniae  et  ignominia  sua,  quum  coniunx,  quum 
filius  eius  servitium  adhuc  toierent     At  se  duodecim  legionibus  petitum  duce  Tiberio  illibatam 


♦)  Variet.  lect.  ^)  Codd.  Alyt^n^gov.  ^  Vat.  'Paßiq.  *)  Mose,  et  Med.  Ovx^ofiigov,  ♦)  Codd.  Bavrwv,  Mose.  Bvcrrfav. 
Vcnct.  BQ€tTvtav,  *)  Med.  Bano^tSo<;,  •)  Codd.  AlyiaTt^q.  ')  Cas.  Alßrjq.  ^  Codd.  Novaütfav,  •)  Mugo^v? 
W)  Codd.  2!ovßartUa¥. 

Reget.  hUt.  Westfal.  4    ^igitized  by  L^OOglC 


26  IHach   Chr.   It  — 19. 

Germanorum  gloriam  servavisse.  mox  conditiouibus  aequis  discessum:  neque  poenitere,  quod 
ipsorum  in  manu  sit»  integrum  adversum  Romanos  bellum  an  pacem  incrueutam  malint  His 
voeibus  instinctos  exercitus  propriae  quoque  causae  stimulabant,  cpium  a  Cheruscis  Langobardis- 
que  pro  antiquo  decore  aut  recenti  libertate,  et  contra  augendae  dominationi  certaretur.  Non 
alias  maiore  mole  concursum  neque  ambiguo  magis  eventu  fusis  utrimque  dextris  cornibus,  spe- 
rabaturque  rursum  pugna,  ni  Maroboduus  castra  in  colles  subduxisset.  id  Signum  perculsi  fuit: 
et  transfugiis  paulatim  nudatus  in  Marcomanos  concessit  misitque  legatos  ad  Tiberium  oraturos 
auxilia.  Responsum  est,  non  iure  eum  adversus  Cheruscos  arma  romana  invocare,  qui  pugnantis 
in  eundcm  bestem  Romanos  nulla  ope  iuvisset.  Missus  tamen  Drusus,  ut  rettulimus,  pacis  firma- 
tor.    Tacit.  ann.  IL,  44—46. 

34.  Um  diese  Zeit  sind  von  Strabo  die  Nachrichten  über  Deutschland  im  7.  Buche  seiner  yBayqatpixa  auf- 

gezeichnet worden  (VI.,  4,  2.  VII.,  1,  4.).  Sie  geben  zwar  über  die  Länder  zwischen  Rhein 
und  Weser  manche  schälzenswerthe  Notizen;  aber  die  Ausbeute  im  Ganzen  ist  dennoch  nur 
kärglich;  überdies  wegen  der  vielen  handschriftlichen  Corruptclen,  besonders  in  den  Eigennamen, 
die  Texteskritik  schwierig.  —  Nachfolgend  stellen  wir  die  betreffenden  geographischen  Angaben 
zusammep.  Ev&vs  tolwv  ta  nigav  tov  ^Pijvov  nsza  tovg  Kßkrovg  ngog  rijv  ea  X8xh(ieva  Fsq- 
yMVol  vinovtaiy  lUTiQov  i^aXXazrovtEg  tov  KskuTUW  fpvlov  xü  ts  xk60va<S(i&  zrjg  dyQwrrjrog  xol 
t(}v  luysd'ovg  xal  trig  ^av&otritog'  takXa  äa  7taQanXri<su)i  xal  iiOQfpaig  x(d  ^^s6i  xol  ßloig  ovtsSi 
otovg  sigyJTuxiuv  toifg  KsXtovg,  ^l6  Shuxia  (lov  doxovüL  ^P&iuuot  xovzo  avzolg  tiö&ai  tovvoiutj  äg 
av  yvriöiavg  Fakdrag  (pgci^eLv  ßovkofuvoi'  yvijötjOi  yd(f  oi  FeqiuxvoI  wxxa  tiiv  ^PmiMtUav  Svocksmov» 
II  "£6X1  Sb  ta  (ihv  ngäta  iieQri  tiqg  xcigttg  tavtr^g  td  JtQog  tp  ^Pijvip  (^XQ^  ^'^^  ixßokäv  äxo  tijg 
TCfiyr^g  oQ^anivoig'  6%i^hv  da  rot  xcel  rovro  iöti  xb  iöxigiüv  t^g  xcigag  xlatog  rj  xotafua  niacu 
Tavttig  8b  td  fikt/  slg  tr^v  KBktiMtjv  fisxijyayov  'Pofuxtbt.  .  .  .  Metd  6b  tovg  X(x(fcacovap,t(ws 
X  Slüjül  i<sxiv  B&vri  xd  (uxcc^  xov  'Pifi/ov  x(d  xov  "Akßuog  xoxaiuWj  og  xagdklrilog  nag  ixBiva  gd 
n(f6g  xov  ilTtaavbvj  ovx  ikdtxa  %aipai/  öu^imvy  rinBQ  ixsivog.  EUl  da  iisxato  oud  akkoi  notapd 
nkatoly  av  iv  tp  l^naöla  ^govöog  BgovTczBQOvg  wxxBvavfxuxqOBy  ^hvtag  i&öavtag  dsco  votov  ngbg 
ßo^gav  TCfd  tov  'SIkbuvov.  'E^ygxai  ydg  fj  x^Q^  ^Q^S  votov.  .  .  .  "j^kka  d*  ivÖBiötagd  ictiv 
l^vT]  rBQfMviocdy  Xrigovöitol  xb  Tcal  Xdxxoi  xal  Fafiaßgiovvoi  xal  Xattovdguyt'  ngog  Öh  tp  'SItuopo 
2j(niyaiLßgol  ta  md  Xavßoi  (lege  Xdnaßoi)  xal  Bgovxxagoi  xal  Klfißgoiy  Kavxot  xa  xal  Kaovkxoi  xtd 
Kccilifiavol  xal  akkov  nkaCovg.  'Eni  xavxd  da  x&  'jifut^ia  q>agovxat  Blöovgytg  ta  xal  Aovxlag  nova- 
t'^Sj  df^%f»yv  ^Ptfvov  nagl  i^axoölovg  ötadüwg,  giav  duc  Bgovxxagmv  täv  ikatt6v<x>v.  ||  Täv  Si 
Fagfiavävy  &g  ainovy  ot  nav  xgoödgxxioi  stag^xov6L  tä  'Slxaavä.  Fvagliovrai  if  dno  t&v  ixßoköv 
tov  ^Pi}vov  kttßovtag  trjv  dgxfiv  {Uxgi  xov  "Akßuog.  Toiixcav  d*  alöl  yvagiiicixatoi  £ovyanßgol  xb 
xal  Kiiißgoi,  Strab.  VII.,  1,  2 — 3.  2,  4.  —  xakamaioi  Sa  Mavdxioi  xäv  ixßokäv  iq>'  axdxaga  xov 
noxa^uyvy  xaxotxovvtag  aki]  xal  8gv\u)vg  ovx  v^A^^,  dkkd  nvxvr^g  vkr^g  xal  dxav&cidovg.  Tccctd  xov- 
xovg  ^  tdgwxai  £ovyd\Lßgoi  FagiiavoL  Ildavig  ^  vTcigTCBtvxai  xr^g  xota(Uag  xavxrig  ot  iMVfißoi 
xgoöayogavofuvoL  Fagiiavoly  xai  ävvdfUL  xm  jckij^ai  iiatpigovxag  x&v  akkav  v(p'  mv  o£  i^akawo- 
liavoi  xatifpevyov  alg  x'qv  ivtbg  xov  ^Pi^vov  wvl'  xai  dkko^  8a  xatx  akkovg  xoxovg  Swauxavovöi 
xal  8ia8&x^ovxai  xd  ^mnvga  xov  nokifuyv,  xäv  ngoxagov  dal  xaxakvofUv&v.    Strab.  IV.,  3,  4. 

19. 

35.  Der  römische  Senat  weist  das  Anerbieten  eines  Häupdinges  der  Gatten,    Arminius  zu  ermorden, 

zurück.  Reperio  apud  scriptorcs  senatoresque  eorundem  temporum,  Adgandestrii  principis  Cat- 
torum  lectas  in  senatu  litteras,  quibus  mortem  Arminii  promittcbat,  si  patrandae  ncci  venenum 
mitteretur:  responsum  esse,  non  fraude  neque  occultis,  sed  palam  et  armatum  populum  roma- 
num  bestes  suos  ulcisci.    Tacit.  ann.  II.,  88. 

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H^ch  Chr.   21  —  26.  27 

36.  Ai'mifuus  wird  ermordet.     Ceterum  Arminias  abscedentibus  Romanis  et  pulso  Maroboduo  regnum 

adfectans  libertatem  populariura  adversam  habuit  petitusque  armis,  quum  varia  fortuna  certaret, 
dolo  propinquorum  cecidit:  liberator  haud  dubio  Germaniae  et  qui  noii  primordia  populi  romani 
sicut  alii  reges  ducesque,  sed  florentissimum  imperium  lacessierit,  proelüs  ambiguus,  bello  non 
victus.  Septem  et  triginta  annos  vitae,  dtiodecim  potentiae  explevit  caniturcpie  adhuc  barbaras 
apud  gentes;  Graecorum  annalibus  ignotus,  qui  sua  tantum  mirantur:  Romanis  haud  perinde  co- 
lebris,  dum  vetera  extollimus,  recentium  ineuriosi.  Tacit.  ann.  II.,  88.  —  Tacitus  erwähnt  zwar 
die  Ermordung  des  Arminius  unter  den  Ereignissen  des  Jahrs  «4  9;  aber  nur,  weil  ihm  der  da- 
mals beabsichtigte  Mordanschlag  dazu  eine  passende  Gelegenheit  bietet,  Deim  da  er  dem  über- 
wiegenden Einflüsse  des  Arminius  an  der  bezeichneten  Stelle  ausdrücklich  eine  zwölfjährige 
Dauer  zuschreibt»  dieser  Einfluss  aber  erst  von  der  Varianischen  Niederlage  an  gerechnet  wer- 
den kann;  so  muss  der  Tod  des  Arminius  in  das  Jahr  24  gesetzt  werden. 

26. 

37.  Bei  der  Bewältigung  des  thracischen  Aufstandes  werden  die  Römer  von  einer  Sigambrischen  Gehörte 

unterstützt.  li  (sc.  sagittarii)  dum  eminus  grassabantur,  crebra  et  inulta  vulnera  fecere:  propius 
incedentes  eruptione  subita  turbati  sunt  receptique  subsidio  Sugambrae  cohortis,  quam  Romanus 
promptam  ad  pericula  ncc  minus  cantuum  et  armorum  tumultu  trucem  haud  procul  instruxerat. 
Tacit.  ann.  IV.,  47.  —  Diese  Erwähnung  der  Sigambrer  ist  die  letzte  geschichtliche.  Denn 
wenn  auch*  der  Name  beim  Juvenal  und  Hartial  (sat.  IV.,  447.  —  de  spect.  III.,  9.)  und  sogar 
noch  bei  den  Dichtem  des  5.  und  6.  Jahrhunderts,  beim  Claudian  (de  bello  Get  449;  in  Eu- 
trop.  I.,  383;  de  IV.  cons.  Honorii  446;  epithal.  279;  de  bello  Gild.  373;  in  I.  cons.  Stilich.  I., 
224;  in  11.  cons.  St.  48.),  Sidonius  ApoUinaris  (ep.  4,  4;  paneg.  Avit.  42.  444;  ep.  ad  Maj.  34; 
Narb.  246)  und  Venantius  Fortimatus  (ad  Charib.  reg.  6,  4.)  zum  Vorschein  kommt;  so  darf  man 
doch  Dichterstellen,  zumal  diese  spätem,  in  geschichtlicher  Beziehung  nur  mit  äusserster  Behut- 
samkeit gebrauchen.  Im  gegenwärtigen  Falle  hieraus  den  Fortbestand  des  Volkes  zu  folgern, 
wäre  nur  einer  gänzlich  unkritischen  Auf&ssung  möglich.  Bis  auf  den  Wortausdruck  NachäfTer 
des  klassischen  Alterthums  ringen  nämlich  die  Schriftsteller  der  spätem  Zeit  in  Allem  nach  alter- 
thümlichem  Klange  und  Gepränge:  Wendungen,  Gleichnisse,  BQder  tragen  einen,  oft  ins  Einzelne, 
entlehnten  Zuschnitt  und  zumal  in  den  Namen  wird  oft  bis  zum  Ekel  Antikes  und  Modernes  - 
durch  einander  gewirrt.    Wenn  Sidonius  ApoUinaris  z,  B.  (ep.  4,  4 — 4.)  sagt: 

Tu  Tuncmm  et  Vachalim,  Visurgin,  Albin 

Francoram  et  penitissimas  paludes 

btrares,  venerantibus  Sicambris, 

Solis  moribus  inter  arma  tutus. 
so  hat  er  augenscheinlich  die  Horazische  Stelle  (IV,  44,  54 — 52.) 

Te  caede  gaudeutes  Sygambri 

Compositis  venerantur  armis. 
vor  Augen  gehabt.  Dennoch  hat  man  kolchen  Dichterstellen  bisher  ein  entscheidendes  Gewicht, 
beigelegt.  Man  geht  nämlich  von  der  Ansicht  aus>  der  Stamm  der  Sigambrer  sei  noch  im 
5.  Jahrhundert  nicht  erloschen  gewesen;  er  habe  im  Gegentheil  den  Vorrang  in  der  fränkischen 
Völker -Verbindung  behauptet  und  das  Königsgeschlecht  der  Merovinger  hervorgebracht  Das 
gänzliche  Stillschweigen  der  gleichzeitigen  Geschichtschreiber,  dass  Julian,  Ammian,  Sulpicius 
Alexander,  die  notitia  »mper«,  obwohl  diese  von  den  Ampsivariera,  Bructerern,  Chamavcn,  Chat- 
tuariem,  Tubanten,  Gauchen,  Angrivariem  und  Gatten  häufige  Meldung  thueii»  der  Sigambrer  mit 

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28  Ifacb  Chr.  26  — 4i. 

keinfer  Silbe  erwähnen,  dies  alles  erweckt  kein  Bedenken,  erregt  keine  Schwierigkeit.  Man 
stützt  sich  vorweg  für  jene  Ansicht  auf  die  genannten  Dichter,  ohne  sogar  zu  merken,  dass  die 
Zeugnisse,  worauf  man  sich  beruft,  nicht  einmal,  was  man  will,  besagen.  Denn  hienach  bildet 
das  Volk  der  Sigambrer  nicht  etwa  einen  Theil  des  fränkischen,  sondern  es  besteht  zwischen 
Franken  und  Sigambrern  völlige  Identität,  so  dass  der  neue  Name  der  Franken  in  die  Stelle 
des  alten  sigambrischen  getreten  ist.  Und  nicht  blos  die  obigen  Dichterstellen  dienen  hiefür  zum 
Beleg,  sondern  auch  alle  ältere  fränkische  Chroniken  (vgl.  Eccard  Gonunent.  de  reb.  Franc.  Orient.  T.  I. 
p.  190.  619.  Duchesne  script.  rer.  Franc.  T.  I.  p.  591.  —  Die  alte  vita  s.  Hildulphi  nennt  z.  B. 
die  Gegend  um  Trier  Sicambria.);  wie  denn  auch  Lydus  (de  mag.  p.  248.  ed.  Bonn.)  ausdrück- 
lich sagt:  xal  £vya(ißQoig  inayqvnvalv  i^nslksi.  Ogdyyovg  avtovg  £|  f^ysiiovog  xalovöiv  bei  rov 
naqovtog  ol  neql  'P^rov  xal  'Podcn/ov.  Wenn  daher  der  Bischof  Remgius  bei  der  Taufe  an  Chlod- 
wig  die  bekannten  Worte  richtet:  mitis  depone  colla  Sicamber!  (Greg.  Tur.  II.,  31.),  so  will  er 
nicht  etwa  die  Sigambrer  als  einzelnen  fränkischen  Volksstamm  bezeichnen,  sondern  die  Benen- 
nung Sicamber  ist  ihm  völlig  gleichbedeutend  mit:  Francus.  Diese  Annahme  völliger  Identität 
war  im  5.  und  6.  Jahrhundert  sogar  unter  den  Franken  selbst  allgemein  geworden;  während 
dagegen  von  der  vermeintlichen  Existenz  eines  besondem  fränkischen  Sigambrer -Stanames  da- 
mals nicht  die  mindeste  Andeutung  vorhanden  ist.  —  Uebrigens  war  auch  dieser  Identitäts- 
Glaube  nur  aus  Trugschlüssen  hervorgegangen.  Die  Sigambrer  waren  es,  welche  in  der  altem 
Zeit  unter  allen  deutschen  Völkerschaften  die  römischen  Waffen  am  meisten  beschäftigten  und 
sich  vor  allen  durch  Muth  und  Tapferkeit  hervorthaten.  Ihr  Name  ward  dqiher  gleich  furchtbar, 
wie  der  cimbrische  (Strab.  VII.,  2,  4.)  und  in  allen  römischen  Provinzen  gehört:  daher  ein  ste- 
hender, willkommener  Lieblings -Ausdruck  für  die  klassischen  Dichter.  Vgl.  Ped.  Albinov.  in 
cons.  Liv.  17,  311.  Propert.  eleg.  IV.,  6,  77.  Ovid.  am.  I.,  14,  49.  Grat,  cyneg.  202.  Horat.  IV.,  2,  33. 
14,  51.  Juven.  IV.,  147.  Mart.  de  spect.  III.,  9.  Sigambrisch  und  germanisch  wurden  von  die- 
sen fast  synonym  gebraucht.  So  aber  mussten  die  faden  Nachäffereien  der  spätem  Dichter, 
woran  sich  die  geographischen  Angaben  des  Strabo  und  Ptolemäus  reihen,  welche  beide  die 
Wohnsitze  der  Sigambrer  in  die  Nähe  der  Rhein -Mündung,  also  in  das  Kemland  der  spätem 
Franken  legen,  eine  Annahme  veranlassen  und  befestigen,  wodurch  bis  in  die  neueste  Zeit  die 
mannichfaltigsten  Irrthümer  hervorgerufen  wurden.  —  Gewiss  ist  das  Volk  der  Sigambrer  schon 
sehr  früh,  vielleicht  in  dem  Bmcterischen,  untergegangen. 

41. 

38.  Gabirdus  und  Galba  siegen,  der  erste  über  die  Chancen,  der  letzte  über  die  Gatten.  ixHvoi  (sc. 
ol  i^sUvd-SQOi)  de  Tud  tag  rl(iag  avtov  (sc.  rov  Kkavdu)v)  tag  intvixlovg  inl  totg  iv  ty  Mavffir 
xavlcf.  TtQax&slöL  di^aö&cu  ^eaiöavy  ov%  oti  ocazo^ioöavtay  aiX  ovf  iv  ty  d(fxy  n&  ovtOy  orc  di£- 
7eoXe(ii]d7j,  Tudtoi  oud  tovtp  t^  hu  o  ta  Fdkßag  6  JSovlstbciog  Xdtt(wg  ixQcctfiaa  9cal  Ilovxhos 
raovtviog  MavQOvöhvg  (lege:  Xavocovg)  vixijöag  ta  ts  aXXa  evdwUiiriöe  xal  devav  ötQatuatmn^, 
og  liovog  hi  na^  avtoZg  ix  t^g  tov  Ovoqov  6v^(poQag  r^Vy  iTtofäöato'  fog  xai  dkrj^hg  ovo{ux,  avto- 
XQaxoQog  ose  äiMpotigiov  ötpäv  tov  KXavdiov  laßetv.  Tä  dh  i%o^(p  o[  avtol  av&ig  Mttvfoi  Tcoh- 
INiöaweg  xatBCtQd<piiiSav'  2jovritciviog  iiiv  yaq  IlavXipog  xtL  Dio  Cass.  LX.,  8 — 9.  (p.  770.)  — 
Gabinio  Secundo,  Ghaucis,  gente  Germanica,  superatis,  Chaucius  coguomen  usurpare  congessit. 
Suet.  Claud.  24.*) 


*)    Man  hat  anbe^eiflicher  Weise  an  der  Stelle  des  Dio  Gassias  die  wanderlichsten  Emendationen  Tersucht,  wahrend 
Suetona  Worte  aaaaer  Zweifel  stellen,  dasa  Kavxovq  statt  MotvqQvaiovq  tu  schreiben  sei.     SöEeland,  der  sich  mit 


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Nach   Chr.  47.  29 

47. 
39.  Die  Cheniscer  erhalten  Italicus  zum  König.  Eodem  anno  Cheniscorum  gens  regem  Roma  peti- 
vit,  amissis  per  interna  bella  nobilibus  et  uno  reliquo  stirpis  regiae,  qui  apud  urbem  habebatur, 
nomine  Italicus.  Patemum  huic  genus  e  Flavio  fratre  Arminii,  mater  ex  Catumero  principe 
Cattorum  erat:  ipse  forma  decorus  et  armis  equisque  in  patrium  nostrumque  morem  exercitus. 
Igitur  Caesar  auctum  pecmiia,  additis  stipatoribus,  hortatur,  gentile  decus  magno  animo  capessere: 
illum  primum  Romae  ortum  nee  obsidem  sed  civem  ire  extemum  ad  imperium.  Ac  primo  lae- 
tus  Germanis  adventus,  atque  eo  quod  nuUis  discordiis  imbutus  pari  in  omnes  studio  ageret, 
celebrari,  coli,  modo  comitatem  et  temperantiam  nulli  invisam,  saepius  vinolentiam  ac  libidines, 
grata  barbaris,  usurpans.  iamque  apud  proximos  iam  longius  clarescere,  quum  potentiam  eius 
suspectantes,  qui  factionibus  floruerant,  discedunt  ad  conterminos  populos  ac  testificantur,  adimi 
veterem  Germaniae  libertatem  et  romanas  opes  insurgere:  adeo  neminem  üsdem  in  terris  ortum, 
qui  principem  locum  impleat,  nisi  exploratoris  Flavii  progenies  supra  cunctos  attoliatur?  frustra 
Arminium  praescribi,  cuius  si  filius  hostili  in  solo  adultus  in  regnum  venisset,  posse  extimesci  in- 
fectum  alimonio,  servitio,  cultu,  omnibus  extemis.  at  si  patema  Italico  mens  esset,  non  alium  in- 
fensius  arma  contra  patriam  ac  deos  penatis  quam  parentem  eius  exercuisse.  ||  His  atque  tali- 
bus  magnas  copias  coegere.  nee  pauciores  Italicum  sequebantur.  non  enim  inrupisse  ad  invitos, 
sed  accitum  memorabant.  quando  nobilitate  ceteros  anteiret,  virtutem  experirentur,  an  dignum 
se  patruo  Arminio,  avo  Catumero  praeberet.  nee  patrem  rubori,  quod  fidem  adversus  Romanos 
volentibus  Germanis  sumtam  nunquam  omisisset.  falso  libertatis  vocabulum  ostcndi  ab  üs,  qui 
privatim  degeneres,  in  publicum  exiUosi,  nihil  spei  nisi  per  discordias  habeant.  Adstrepebat 
hinc  alacre  vulgus,  et  magno  inter  barbaros  proelio  victor  rex:  dein  secunda  fortuna  ad  superbiam 
prolapsus  pulsusque  ac  rursus  Langobardorum  opibus  refectus  per  laeta,  per  adversa  res  Che- 
ruscas  adflictabat.    Tacit.  ann.  XI.,  16 — 17. 


vollster  EnUchiedenheit  (üeber  die  VerbältniMe  u.  Wohns,  d.  deaUcb.  Volk.  S.  51.  flg.)  der  Annahme  v.  Lede- 
bur's,  Mav()ovaiov<:  sei  aus  Mdgaov^  korrumpirl,  widersetzt,  fällt  in  einen  eben  so  schlimmen  Irrthum,  wenn  er 
mit  Mannen  Mavifovq  lesen  will.  Dagegen  streitet  der  ganze  Zusammenhang  der  Stelle.  Claudias  legte  sich  auf 
den  Rath  seiner  Freigelassenen  gleich  im  Anfange  seiner  Regierung  wegen  der  Erfolge  in  Mauritanien  die  Ehren 
eines  Triumphes  zu.  Diese  Erfolge  seien  aber,  meint  Dio  Cassius,  geschweige  denn,  dass  sie  durch  die  BeibUIfe 
des  Claudius  zu  Stande  gekommen  wären,  sogar  noch  zu  den  Lebzeiten  des  Caligula  erfochten  worden.  Der 
Triumph  sei  also  eine  Anmaassung  gewesen  und  er  müsse  um  so  sonderbarer  erscheinen,  da  in  demselben  Jahre, 
als  Claudius  zur  Herrschaft  gelangt  sei,  Galba  und  Gabinius,  der  eine  über  die  Catten,  der  andere  über  die  Cau- 
chen  gesiegt  hätten,  so  dass  Claudius  in  Folge  dieser  Siege  mit  Recht  den  Beinamen  Imperator  angenommen  habe. 
Eben  jene  Mauren,  fährt  dann  Dio  Cassius  fort,  Ton  denen  eben  die  Rede  gewesen  sei,  hätten  in  dem  darauf 
folgenden  Jahre  abermals  die  Waffen  ergriffen  u.  s.  w.  Nach  dieser  Andeutung  des  wahren  Sinnes  der  Dionischen 
Worte  wird  es  unnöthig  sein,  die  VerbesserungsTcrsuche,  die  man  angestellt  hat,  noch  einer  weitern  Kritik  zu 
unterwerfen.  P(ur  möge  gegen  ükert,  der  sich  auch  (Alt.  Geogr.  Bd.  3.  S.  58.)  für  Mugaovq  entscheidet,  erinnert 
werden,  dass  die  Annahme,  die  Cauchen  hätten  keinen  Antheil  an  der  Varianischen  Niederlage  gehabt,  alles  Be- 
weises entbehrt.  Denn  daraus,  dass  sie  später  gegen  Arminius  fochten,  lässt  sich  nicht  folgern^  dass  sie  den  Römern 
auch  zur  Zeit  der  Varus  -  Schlacht  befreundet  waren.  Von  ihrem  Tolksthümtich  deutschen  Sinne  gaben  sie  im 
Gegentheil  sogar  bei  den  Feldzügen  des  Germanicus  und  in  den  Reihen  der  Römer  die  entschiedensten  Beweise. 
Cf.  Tacit.  ann.  II.,  17.  tJeberdies  sind  wohl  nur  die  kleinen  Cauchen,  in  deren  Gebiet  im  J.  14.  (n.  Chr.)  ein 
römisches  praesidium  stand  und  die  Feste  Amisia  lag,  Verbündete  des  Germanicus  gewesen.  Cf.  Tacit.  ann.  XI.,  18. 
—  Die  Abschreiber  des  Dio  Cassius  scheinen  übrigens  von  den  libjschen  Völkerschaften  bessere  Kunde  gehabt  zu 
haben,  als  von  den  germanischen.     So  findet  man  LXVll.,  4.  und  LXXl.,  20.  Naaofiovmv  Yerschrieben  statt 


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30  Nach    Chr.   47  —  59. 

• 

40.  Um  dieselbe  Zeit  verwüsten  die  Cauchen  das  untere  Germanien.    Als  aber  Corbulo  in  dem  eigenen 

Lande  sie  angreifen  will,  zieht  Claudius  alle  römische  Besatzungen  über  den  Rhein  nach  Gallien 
zurück.  Per  idem  tempus  Chauci  nulla  dissensione  domi  et  morte  Sanquinii  alacres,  dum  Cor- 
bulo adventat,  inferiorem  Germaniam  incursaverc  duce  Gannasco,  qui  natione  Caninefas,  auxilia- 
ris  et  diu  meritus,  post  transfuga,  levibus  navigiis  praedabundus  Gallorum  maxime  oram  vastabat, 
non  ignarus,  dites  et  imbelles  esse.  At  Corbulo  provinciam  ingressus  magna  cum  cura  et  mox 
gloria,  cui  principium  illa  militia  fuit,  triremes  alveo  Rheni,  ceteras  navium  ut  quaeque  habiles 
per  aestuaria  et  fossas  adcgit:  lintribusque  hostium  depressis  et  exturbato  Gannasco,  ubi  prae- 
sentia  satis  composila  sunt,  legiones,  opeium  et  laboris  ignaras,  populationibus  laetantes,  veterem 
ad  morem  rcduxit.  .  .  .  ||  Ceterum  is  terror  milite?  hostesque  in  diversum  adfecit:  nos  virtutem 
auximus,  barbari  ferociam  mfregere.  Et  nalio  Frisiorum  post  rebellionem  clade  L.  Apronü  coe- 
ptam  infensa  aut  male  fida,  datis  obsidibus,  consedil  apud  agros  a  Corbulone  descriptos.  Idem 
senatum,  magistralus,  leges  imposuit  ac  ne  iussa  exuerent,  praesidium  immunivit,  missis  qui  maio- 
res  Chaucos  ad  dedilionem  pellicerent,  simul  Gannascum  dolo  adgrederentur  nee  inritae  autde- 
generes  insidiae  fuere  adversus  transfugam  et  violatorem  fidei.  Sed  caede  eius  motae  Chauco- 
rum  mentes,  et  Corbulo  semina  rebellionis  praebebat,  ut  laeta  apud  plcrosque,  ita  apud  quosdam 
in  suiistra  fama.  cur  hostem  concirct?  ad  versa  in  rempublicam  casura;  sin  prospere  egisset, 
formidolosum  paci  virum  insignem  et  ignavo  principi  praegravem.  Igitur  Claudius  adeo  novam 
in  Germanias  vim  prohibuit,  ut  referri  praesidia  eis  Rhenum  iuberet.  ||  lam  castra  in  hoslili 
solo  molicnti  Corbuloni  hae  litterae  redduntur.  ille  re  subita,  quanquam  multa  simul  oflFunderentur, 
metus  ex  imperatore,  contemplio  ex  barbaris,  ludibrium  apud  socios,  nihU  ahud  prolocutus  quam: 
beatos  quondam  duccs  romanos!  Signum  receptui  dcdit.  Tacit.  ann.  XI.,  18 — 20.  —  Fvalog  8i 
^oiiltiog  KoQßovXcov  tv  ty  KeXux^  ötgatriyciv  xa  xb  öxqox^^uxxa  üvvsxQOtriös  Tud  xäv  ßaQßagav 
akhyug  xs  xai  ovg  ixakovv  Kav%ovg  ixdxcDös.  xai  avzov  iv  xy  sroAsfi/a  ovxa  6  KXavdiog  dvescakBöe» 
trjv  XB  yccQ  agsf^v  avxov  wu  xr^v  aöxriöiv  fucd^av  ovx  ixixQBilfBV  avxp  hcl  tcXbov  av^^vai.  nv- 
^6(uvog  8b  xovxo  o  KoQßov?.(DV  BTtavfjk&By  xoöovxov  yuovov  dvaßoijöas'  <d  luxxaQioL  ot  nakta  »ori 
öxQovriyiiöavxBg !    Dio  Cass.  LX.,  30.  (p.  788.)  — 

Et  vos,  crinigeros  bellis  arcere  Caycos, 

Oppositi,  petitis  Romam  Rhenique  feroces 

Deseritis  ripas  et  apertum  gentibus  orbem.    Lucan.  Phars.  I.,  463.  sq. 

51. 

41.  Feindseligkeiten  zwischen  den  Cheruscem  und  Gatten.     lisdem  temporibus  in  superiore  Germania 

trepidatum  adventu  Cattorum,  latrocinia  agitantium.  ...  lUi  metu,  ne  hinc  Romanus  inde  Che- 
rusci,  cura  quis  aeternum  discordant,  circumgrederentur,  legatos  in  urbem  et  obsides  misere. 
Tacit.  ann.  XII.,  27,  28.  —  Bei  dieser  Gelegenheit  wurden  Gefangene  aus  der  Varus- Schlacht 
befreit.  Aucta  laetitia,  quod  quosdam  e  clade  Yariana  quadi*agesimum  post  annum  servitio  ex- 
emerant.    Tacit.  1.  c. 

59. 

42.  Die  Ansibarier  erscheinen  am  Rhein,  um  sich  dort  verdrängt  von  deu  Cauchen  anzusiedeln;  werden 

aber  von  den  Römern  zurückgewiesen.  Eosdcm  agros  (sc.  quibus  Frisii  decedere  iussi  erant) 
Ansibarii  occupavere,  validior  gens  non  modo  sua  copia  sed  adiacentium  populorum  miseratione, 
quia  pulsi  a  Chaucis  et  sedis  inopes  tutum  exsilium  orabant.  aderatque  iis  clarus  per  illas  gentes 
et  nobis  quoque  fidus  nomine  Boiocalüs.  viuctum  se  rebellionö  Cherusca  iussu  Anninii  referens, 
mox  Tiberio  et  Germanico  ducibus  stipendia  meruisse:    et  quiuquaginta  annorum  obsequio  id 


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Jfach  Chr.  59  —  71.  31 

quoque  adiungere,  quod  gentem  snam  ditioni  nostrae  subiiceret  quotam  partem  campi  iacere, 
in  quam  pecora  et  armenta  militum  aliquando  transraitterentur?  servarent  sane  receptos  gregibus 
inter  hominum  famam,  modo  ne  vastitatem  et  solitudinem  mallent  quam  amicos  populos.  Cha- 
mavorum  quondam  ea  arva,  mox  Tubantum  et  post  Usipiorum  fuisse.  sicuti  coelum  deis,  ita 
terrtis  generi  mortalium  datas,  quaeque  vacuae,  eas  publicas  esse.  Solem  deinde  respiciens  et 
cetera  sidera  vocans,  quasi  coram  interrogabat,  veUentne  contueri  inane  solum?  potius  mare 
superfunderent  adversus  tenrarum  ereptores.  |I  Et  commolus  bis  Avitus:  patienda  melionim  im- 
peria.  id  düs,  quos  iraplorarent,  placitum,  ut  arbitrium  penes  Romanos  maneret,  quid  darent, 
quid  adimerent,  neque  alios  iudices  quam  se  ipsos  paterentur.  Haec  in  publicum  Ansibariis 
respondit;  ipsi  Boiocalo,  ob  memoriam  amicitiae  daturum  agros.  quod  ille  ut  proditionis  pretium 
aspernatus  addidit:  deesse  nobis  terra,  in  qua  vivamus:  in  qua  moriamur,  non  potest.  atque  ita 
infensis  utrimque  animis  discessum.  Illi  Bructeros,  Tencteros,  ulteriores  etiam  nationes  social 
belle  vocabant.  Avitus  scripto  ad  Curtilium  Manciam  superioris  exercitus  legatum,  ut  Rhenum 
transgressus  anna  a  tergo  ostenderet,  ipse  legiones  in  agrum  Tencterum  induxit,  excidium  miiii- 
tans  ni  causam  suam  dissociarent.  Igitur  absisteniibus  bis  pari  metu  exterriti  Bructeri,  et  cete- 
ris  quoque  aliena  pericula  deserentibus  sola  Ansibariorum  gens  retro  ad  Usipios  et  Tubantes 
concessit.  quorum  terris  exacti,  quum  Cattos,  dein  Cheruscos  petissent,  errore  longo  hospites 
egeni,  bestes  in  alio,  quod  iuventutis  erat,  caeduntur,  imbeUis  aetas  in  praedam  divisa  est.  Ta- 
cit.  ann.  XllL,  55 — 56. 

70. 

43.  Als  Gaudins  Civilis  die  Bataver  zum  Aufstande  verleitet  und  sich  nach  den  ersten  günstigen  Erfol- 

gen gegen  Castra  vetera  wendet,  betheiligen  am  Kriege  sich  auch  die  überrheinischen  Deutschen, 
vor  allen  die  Bructerer  und  Tenctorer.  lunguntur  Bructeri  Tencterique  et  excita  nunciis  Ger- 
mania ad  praedam  famamque.  Tacit.  bist.  IV.,  21.  —  Der  Tapferkeit  dieser  Deutschen  geschieht 
mehrmals  vor  Castra  vetera,  wie  in  den  Gefechten  gegen  Vocula  Erwähnung.  L.  c.  23.  sq.  — 
Bald  tritt  ganz  (?)  Deutschland  mit  Civilis  in  Verbindung.  Civilem  inmiensis  auctibus  universa 
Germania  ex  tollebat,  socictate  nobilissimis  obsidum  firmata.  L.  c.  28.  —  Gatten,  Usipier  und 
Mattiacer  belagern  Mainz.    L.  c.  37. 

74. 

44.  Immer  bedenklicher  wird  der  Aufstand:  ganz  Gallien  fallt  ab,  bald  auch  die  Legionen  unter  Vocula, 

endlich  auch  Castra  vetera.  Der  Legat  Mummius  Lupercus,  welcher  gefangen  genommen  wurde, 
wird  als  Geschenk  für  die  Veleda  bestimmt.  Mummius  Lupercus  legatus  legionis  inter  dona 
missus  Vcledae.  Ea  \nrgo  nationis  Bructerae  late  imperitabat  vetere  apud  Germanos  more,  quo 
pleras(jue  feminarum  fatidicas  et  augescente  sjperstitione  arbitrantur  deas.  Tuncque  Veledae 
auctoritas  adolevit.  nam  prosperas  Germanis  res  et  excidium  legionum  praedixerat.  Sed  Luper- 
cus in  itinere  interfectus.     Tacit.  bist.  IV.,  64. 

45.  Gegen  die  colonia  Agrippinensis,    die  stets  mit  den  Römern  befreundet  gewesen  war,  richtet  sich 

der  Hass  der  Deutschen.  Die  gegenüberwohnenden  Tencterer  wollen  ihr  harte  Bedingungen 
auflegen,  sie  appellirt  aber  an  Veleda  und  Civilis.  «Arbitrum  habebimus  Civilem  et  Veledara 
apud  quos  pacta  sancientur.»  Sic  lenitis  Tencteris  legati  ad  Civilem  et  Veledam  missi  cum  do- 
nis  cuncta  ex  voluntate  Agrippinensium  perpetravere.  Sed  coram  adire  adloquique  Veledam 
negatum.  Arcebantur  adspectu,  quo  venerationis  plus  inesset.  Ipsa  edita  in  turre,  delectus  e 
propin({uis  consulta  responsaque  ut  internuncius  uuminis  portabat.     Tacit  bist.  IV.,  65. 

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32  Nach   Cbp.  71  -<  TT. 

46.  Als  Petilius  Cerealis  den  Oberbefehl  übernimmt,  kehrt  das  Glück   auf  die  Seite   der  Römer  zurück. 

Im  Trierschen  wird  das  Heer  des  Civilis,  in  welchem  sich  auch  die  Bructerer  und  Tencterer 
befanden  (sinistro  comu  Bructeii  Tencterique,  Tacit.  bist.  IV.,  77.)  aufs  Haupt  geschlagen  uud 
bis  nach  Castra  vetera  zurückgeworfen.  Alsbald  fallen  die  Agrippinenser  ab  und  ermorden  zu 
Tolbiacum  eine  Cohorte,  die  aus  Friesen  und  Chaucen  zusanmiengesetzt  war.  Civilis  .  .  .  non 
invalidus,  flagrantissima  cohortium  suarum  iutegra,  (juae  e  Chaucis  Frisiisque  composita,  Tolbiaci 
in  finibus  Agrippinensium  agebat.  Sed  tristis  nuncius  avertit,  deletam  cohortem  dolo  Agrippi- 
nensium,  qui  largis  epulis  vinoque  sopitos  Germanos,  clausis  foribus,  igne  iniecto  cremavere. 
Tacit.  bist  IV.,  79. 

47.  An  dem  darauf  erfolgenden  unglücklichen  Kampfe  bei  Castra  vetera  nehmen  auch  die  Bructerer 

lebhaften  Antheil  (Bructerorum  cuneus  tranatavit,  Tacit  bist.  V.,  48.);  sie  werden  indess  ungeach- 
tet der  Hülfe  der  Chaucen  (Civili  Chaucorum  auxilia  venere,  L.  c.  49.)  mit  den  Batavern  ge- 
zwungen, über  den  Rhein  zu  weichen.    L.  c.  sq. 

48.  Das  Admiralschiff  des  Cerealis,  das  bei  einem  Ueberfall  erbeutet  worden  war,    schicken  die  Deut- 

schen der  Veleda,  Multa  luce  revocti  bestes  captivis  navibus  praetoriam  triremem  flumine  Lup- 
pia donum  Yeledae  traxere.  Tacit.  bist.  V.,  22.  —  Darauf  knüpft  Cerealis  mit  der  Veleda  Unter- 
handlungen an.  Cerealis,  per  occultos  nuncios  Batavis  pacem,  Civili  veniam  ostentans,  Veledam 
propinquosque  monebat,  fortunam  belli  tot  cladibus  adversam  opportune  erga  populum  romanum 
merito  mutare.  Caesos  Treveros,  receptos  Ubios,  ereptam  Batavis  patriam:  neque  aliud  Civilis 
amicitia  paratum  quam  vulnera,  fugas,  luctus.  exulem  eum  et  extorrem  recipientibus  oneri:  et 
satis  peccavisse,  quod  totiens  Rhenum  transcenderint.  si  quid  ultra  moliantur,  inde  iniuriam  et 
cuipam  hinc  ultionem  et  deos  fore.  ||  Miscebantur  miuis  promissa.  Et  concussa  transrhenanorum 
fide,  inter  Batavos  quoque  sermones  orti,  non  prorogandam  ultra  ruinam  etc.   Tacit.  bist.  Y.,  24 — 33. 

72.  u.  f. 

49.  Noch  unter  Vespasian  rächten  sich  die  Römer  an  den  Bructerem.    Mindestens  wissen  wir,  dass  die 

Vekda  in  römische  Gefangenschaft  gerieth.  vidimus  sub  divo  Yespasiano  Veledam  diu  apud 
plerosque  numinis  loco  habitam.     Tacit.  Germ.  8.  — 

captivaeque  preces  Yeledae  —  Stat.  Papin.  silv.  1.,  4,  94. 

Ueber  die  Veleda  vgl.  auch  Suid.  s.  v.  dctagovtfa*  ij  fura  rijg  Bskrjöag  iv  ty  KeXtut^. 

77. 

50.  C.  Knius  Secundus  widmete   Titus,  als  dieser  zum  6ten  Male  Consul  war,   die  historia  naturalis, 

welche  mithin  in  dem  vorstehenden  Jahre  beendet  wurde.  Eine  reiche  Fundgrube  nicht  bloss 
naturhistorischer,  sondern  auch  geschichtlicher,  geographischer  und  artistischer  Notizen,  ist  das 
Werk  auch  für  die  Kenntniss  des  alten  Germaniens  nicht  ohne  Wichtigkeit.  Ausser  den  allge- 
meinen geographischen  Angaben  nimmt  es  auf  Westfalen  insbesondere  durch  die  Schilderung 
der  Chaucen  und  ihres  Landes  Bezug.  Germanorum  genera  quinque.  .  .  .  Alterum  genus  Ingae- 
vones,  quorum  pars  Cimbri,  Teutoni  ac  Chaucorum  gentes.  Proximi  autem  Rheno  Istaevones, 
quorum  pars  Cimbri  (lege:  Sicambri).  Mediterranei  Hermiones,  quorum  Suevi,  Hermunduri, 
Chatti,  Cherusci.  .  .  .  Amnes  clari  in  Oceanum  defluunt  .  .  .  Albis,  Yisurgis,  Amisius,  Rhenus, 
Mosa.  Introrsus  vero,  nullo  inferius  nobilitate,  Hercynium  iugum  praetenditur.  Plin.  bist.  nat.  lY.,  28.  — 
Sunt  vero  in*  septentrione  visae  nobis  Chaucorum  (sc.  gentes),  qui  maiores  minoresque  appellan- 
tur.  Yasto  ibi  meatu  bis  dierum  noctiumque  singularum  iritervallis  effusus  in  immensum  agitur 
Oceanus,  aetemam  operiens  rerum  naturae  controversiam:  dubiumque  terrae  sit  an  parte  in 
maris.    Qlic  misera  gens  tumulos  obtinet  altos  aut  tribmialia  structa  manibus  ad  experimenta 


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Nach   Chr.  7  7  —  84.  33 

altissimi  aestus,  casis  ita  impositis»  navigantibus  similes,  quum  integant  aquae  circumdata,  nau- 
fragis  vero,  quum  recesserint,  fugientesque  cum  man  pisces  circa  tuguria  venantur.  Non  pecu- 
dem  his  habere,  non  lacte  all,  ut  finitimis,  ne  cum  feris  quidem  dimicare  contigit,  omni  procul 
abacto  frutice.  Ulva  et  palustri  iunco  funes  nectunt  ad  praetexenda  piscibus  retia,  captumque 
manibus  lutum  ventis  magis,  quam  sole  siccantes  terra  cibos  et  rigentia  septentrione  viscera  sua 
urunt.  Pütus  nonnisi  ex  imbre  servato  scrobibus  in  vestibulo  domus.  Et  hae  gentes,  si  vincan- 
tur  hodie  a  populo  romano,  servire  se  dicunt.  Ita  est  profecto :  multis  fortuna  parcit  in  poenam. 
II  Aliud  e  silvis  miraculum:  totam  reliquam,Germaniam  replent  adduntque  frigori  umbras.  altis- 
simae  tarnen  haud  procul  supra  dictis  Ghaucis  circa  duos  praecipue  lacus.  .  .  .  bi  cadem  scp- 
tentrionaU  plaga  Hercyniae  silvae  robonim  vastitas  intacta  aevis  et  congenita  mundo  prope  im- 
mortali  sorte  miracula  excedit  Ut  alia  omittantur  fide  caritura,  constat  attoUi  coUes  occursantium 
inter  se  radicum  repercussu,  aut  ubi  secuta  tellus  non  sit,  arcus  ad  ramos  usque  et  ipsos  inter 
se  rixantes  curvari  portarum  patentium  modo,  ut  turmas  equitum  transmittant.  glandiferi  maxime 
generis  omnes,  quibus  bonos  apud  Romanos  perpetuus.    Id.  XVI.,  i — 2. 

Das  wichtigste  Werk  des  Plimus  (ur  die  deutsche  Geschichte,  die  Erzählung  der  römischen 
Feldzüge  in  Deutschland,  ist  leider,  bis  auf  eine  dürftige  Notiz  beim  Tacitus  (S.  oben  Nr.  27.) 
ganz  verloren  gegangen.  Bellorum  Germaniae  (libri)  viginti,  quibus  onmia,  quae  cum  Germanis 
gessimus  bella,  coUegit.  Inchoavit,  quum  in  Germania  militaret,  somnio  monitus.  Adstitit  enim 
quiescenti  Drusi  Neronis  ef&gies,  qui  Germaniae  latissime  victor  ibi  periit:  commendabat  memo- 
riam  sui  orabatque,  ut  se  ab  iniuria  oblivionis  assereret  PUn.  iun.  Ep.  III.,  5.  —  Schon  zur  Zeit 
des  Symmachus  war  die  Schrift  nur  noch  dem  Namen  nach  bekannt  Enitar,  si  fors  votum 
iuvet,  etiam  Plinii  Secundi  Germanica  bella  conquirere.    Synunach.  Ep.  IV.,  18. 

84. 

51.  Als  Doniitian  Krieg  gegen  die  Gatten  führt,  scheinen  auch  Bewegungen  am  Niederrhein  stattgefun* 

den  zu  haben,  indem  der  Kaiser  im  Lande  der  Ubier  Festen  errichtete.  Imperator  Caesar  Au- 
gustus  Germanicus  eo  hello,  quo  victis  hostibus  cognomen  Gcrmanici  meruit,  quum  in  finibus 
Ubiorum  castella  poneret,  pro  fructibus  locorum,  quae  vaUo  comprehendebat,  pretium  solvi  iussit: 
atque  ea  iustitiae  fama  omnium  fidem  adstrinxit.    Frontin.  Strat.  II,  11,  7. 

52.  Gleichzeitig  ereignet  sich  die  kühne,  aber  unglückUche  Unternehmung  einer  Usipier- Gehörte  in  Bri- 

tannien. Eadem  aestate  cohors  Usipiorum,  per  Germanias  conscripta  et  in  Britanniam  transmissa, 
magnum  ac  memorabile  facinus  ausa  est:  Occiso  centurione  ac  militibus,  qui  ad  tradendam 
disciplinam  inmixti  manipulis  exemplum  et  rectores  habebantur,  tres  liburnicas  adactis  per  vim 
gubernatoribus  adscendere  et  uno  remigante,  suspectis  duobus  eoque  interfectis,  nondum  vulgato 
rumore  ut  miraculum  praevehebantur.  mox  hac  atque  illa  rapti  et  cum  plerisque  Britannorum 
sua  defensantium  proelio  congressi,  ac  saepe  victores,  aliquando  pulsi,  eo  ad  extremum  inopiae 
venere,  ut  infirmissimos  suonim,  mox  sorte  ductos  vescerentur.  atque  ita  circumvecti  Britanniam, 
amissis  per  inscitiam  regendi  navibus,  pro  praedonibus  habiti,  primum  a  Suevis,  mox  a  Frisiis 
intercepti  sunt,  ac  fuere,  quos  per  conunercia  vcnumdatos  et  in  nostram  usque  ripam  mutatione 
ementium  adductos  indicium  tanti  casus  inlusti^avit.  Tacit.  Jul.  Agric.  vit.  28.  —  övQocrcärai  yoQ 
xivBs  (ftaöiaöceirtsg  %ai  ixaxovtag%iyvg  xiXloQxov  xs  q)0VBv6avt€g  ig  nhna  ncctiapvy^yv'  wd  i^ava%- 
^ivTBg  xsQiisci^vöav  ta  XQog  iöTi^iQav  avrijgf  mg  nov  to  ve  ocviux  Tcal  datSQo,  nQog  %a  6t(f(xt6xaäa 
ta  tiXVTij  ovza  nQogöx&utBg.  Dio  Gass.  LXVL,  20.*) 


*}    Tillemont  setzt  den  Feldzag  gegeo  die  Gatten  in  das  Torhergehende  Jahr,  den  Beweis  auf  eine  MünEe  stützend, 
welche  imp.  V.  mit  trib.  pot.  II.  verbindet.    Diese  ist  aber  entweder  unächt,  oder  es  hat  eine  Verwechselang  in 
Eege.U  hUt.  WertW.  5  ^.^^.^^^  ^^  (^OOglC 


34  r<ach   Chr.  85  u.  f.  --  99. 

85.  U.  f. 

53. '  In  diesem  Jahre  oder  doch  bald  darauf  beginnt  ein  langwieriger  Krieg  der  Gatten  gegen  die  Chc> 
ruscer.  Xoqijoiiijqos  dhy  6  t&v  Xaqov^xcov  ßaöiXevSy  v^^  Xavtav  ix  xrjg  i^iig  Suc  v^v  n(f6g  ^PEh 
(lalovg  q>üuav  iiocsöiav,  to  piv  atgätov  italqovg  tivag  noQsXaße  xal  TtQeittav  iv  tfi  xa&odm  iyivsto' 
isteita  iyxataXsupd'elg  vit  avt&Vy  ixstdri  6(ii]Q0vg  toig  ^P&naloLg  fjcsfiifSf  tov  jdoyLvtuxvov  tadzsvüh' 
xal  öv^i^xlccg  {uv  ovx  fev%f,  xffVfiaza  ös  ikaßn.  Dio  Cass.  LXVII.,  5.  (ed.  Reim.  p.  1104.)  —  Die 
Folge  dieses  Krieges  war  der  Sturz  der  cheruscischen  Macht.  In  latere  Chaucorum  Cattorum- 
que  Cherusci  nimiam  ac  marcentem  diu  pacem  inlacessiti  nutrierunt.  idque  iucundius  quam  tutius 
fuit,  quia  inter  inpotentes  et  validos  falso  quiescas,  ubi  manu  agitur,  modestia  ac  probitas  no- 
mina  superioris  sunt,  ita,  qui  olim  boni  aequique  Cherusci,  nunc  inertes  ac  stulti  vocantur.  Gattis 
victoribus  fortuna  in  sapientiam  cessit  Tracti  ruina  Gheruscorum  et  Fosi,  contermina  gens,  ad- 
versarum  rerum  ex  aequo  socii,  quum  in  secundis  minores  fuissent.    Tacit.  Germ.  36. 

98. 

54.  Die  Bructerer  werden  von  den  Ghamavern  und  Angrivariem  befehdet.    Juxta  Tencteros  Bructcri 

olim  occurrebant,  nunc  Ghamavos  et  Angrivarios  immigrasse  narratur  pulsis  Bructeris  ac  penitus 
excisis  vicinarum  consensu  nationum  scu  superbiae  odio,  seu  praedae  dulcedine,  seu  favore 
quodam  erga  nos  deorum.  nam  ne  spectaculo  quidem  proelii  invidere.  super  LX  milia  non  ar- 
mis  telisque  romanis,  sed,  quod  magnificcntius  est,  oblectationi  oculisque  ceciderunt.  Maneat 
quaeso  duretque  gentibus,  si  non  amor  nostri,  at  certe  odium  sui:  quando  urgentibus  imperii 
faüs  nihil  iam  praestare  fortuna  malus  potest,  quam  hostium  discordiam.    Tacit  Germ.  33. 

99. 

55.  Siegreicher  Feldzug  des  Vestricius  Spurinna  gegen  die  Bructerer.    Heri  a  senatu  Vestricio  Spurin- 

nae,  principe  auctore,  triumphalis  statua  decreta  est,  non  ita,  ut  multis,  qui  nunquam  in  acie 
steterunt,  nunquam  castra  viderunt,  nunquam  denique  tubarumsonum  nisiin  spectaculis  audienint, 
verum  ut  Ulis,  qui  decus  istud  sudore  et  sanguine  et  factis  assequebantur.  Nam  Spuriuna  Bruc- 
terum  regem  vi  et  armis  induxit  in  regnum  ostentatoque  boUo  ferocissimam  gentem,  quod  est 
pulcherrimum  victoriae  genus,  terrore  perdomuit.  G.  Plinii  epist.  II,  7.  —  Da  Tacitits  und  Plinius 
unerwähnt  lassen,  wann  die  beiden  Unglücksfalle,  welche  ihrer  Erzählung  zufolge  die  Bructerer 
trafen,  sich  ereigneten;  so  kann  zwar  jode  Zeitbestimmung  immer  nur  als  muthmaassliche  gelten: 
indess  glauben  wir  doch  die  hier  getroffene  chronologische  Anordnung  gegen  jede  andere  bisher 
angenommene  genügend  rechtfertigen  zu  können.  Was  das  zuletzt  erwähnte  Ereigniss  anbelangt, 
so  gibt  nämlich  die  Briefsammlung  des  jungem  Plinius  gerade  in  dieser  Hinsicht  nicht  unwich- 
tige Andeutungen.  Diese  Sammlung  fällt  zwischen  die  Jahre  96  —  410  (n.  Ghr.),  da  unter  allen 
Briefen,  welche  ein  verlässiges  geschichtliches  Merkzeichen  an  sich  tragen,  und  deren  ist  eine 
sehr  grosse  Anzahl  vorhanden,  keiner  vor  96  und  keiner  nach  110  geschrieben  wurde.  Da  wir 
nun  aus  einem  Briefe  erfahren,  dass  sich  Vestjicius  Spurinna  bei  einem  Besuche  des  flimus 
im  77.  Lebensjahre  befand  (ep.  III,  1.);  so  muss  uns  ein  so  hohes  Alter  berechtigen,  den  Feld- 
zug des  Spurinna  so  weit,  als  möglich,  nach  dem  Anfange  des  vorbezeichneten  Zeitraums  zu 


den  Zahlen  sUtrgefunden  und  ist  IV  statt  U  za  lesen.  Denn  die  Münsen  Domitians  seigen  erst  seit  dem  Jahre 
84  den  Beinamen  Germanicus,  den  sich  bekanntlich  dieser  Kaiser  wegen  des  caltischen  Feldzuges  beigelegt  hat.  —• 
Auch  die  Feldzüge  des  Agricola  in  Britannien  müssen  hiernach  um  ein  Jahr  weiter  hinausgeschoben  werden,  da 
sich  aus  Tacilus  folgern  lässt,  dass  die  Unternehmung  der  Usipier  und  der  Krieg  gegen  die  Gatten  einem  ood 
demselben  Jahre  angeliöreo*    Gf.  Tac  Agrio.  vit.  33.  u.  89. 


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rfach  Chr.  99.  35 

verlegen.  Am  Rhein  befehligte  aber  während  Nervas  Regierung  der  spätere  Kaiser  Traian  und 
blieb  dort  bis  99;  überdies  wissen  wir,  dass  sich  Spurinna  zu  Anfang  der  Regierung  des  Nerva 
zu  Rom  befand  (ep.  I.  5).  Folglich  hat  der  Feldzug  des  Spurinna  frühestens  im  J.  99  statthaben 
können:  denn  ihn  unter  Traians  Oberbefehlen  jene  Unternehmung  ausführen  zu  lassen,  dagegen 
streitet  einmal  die  ganze  Fassung  jenes  Schreibens»  und  dann  das  hohe  Ansehen,  dessen  sich 
Spurinna  schon  unter  Domitian  und  früher  erfreuete.  Der  einzige  Einwand,  den  man  gegen 
diese  Annahme  allenfalls  erheben  könnte,  und  der  auch  wirklich  benutzt  worden  ist,  um  Spu- 
rinna s  Feldzug  früher,  als  die  Niederlage  der  Bructerer  durch  die  Chamaver  zu  setzen,  würde 
eben  die  Angabe  des  Tacitus  sein,  dass  das  Volk  der  Bructerer  fast  gänzlich  aufgerieben  worden 
sei,  während  doch  Plinius  dasselbe  hello  ferocissimam  gentem  nennt.  Indess  schon  die  Weise, 
wie  Tacitus  sich  ausdrückt,  der  Gebrauch  der  Worte  «  narratur  »  und  «  nunc  »  zeigt,  dass  hier  von 
einer  Begebenheit  die  Rede  sei ,  welche  so  eben  erst  sich  ereignet  hatte,  so  dass  nur*  das  erste 
vage  Gerücht  davon  in  Umlauf  gekommen  war.  Tacitus  selbst  misst  diesem  Gerede,  wie  der 
Beisatz  «  narratur  »  beweist,  keinen  sonderlichen  Glauben  bei,  und  dass  es  in  der  That  ein  unbe- 
gründetes war,  ergibt  sich  am  sichersten  gerade  aus  der  Folgezeit,  da  wir  das  Volk  der  Bruc- 
terer noch  Jahrhunderte  hindurch,  und  zwar  mächtiger  als  je  zuvor,  auf  dem  Schauplatze  der 
Geschichte  erblicken.  Da  Tacitus  nach  seiner  ausdrücklichen  Angabe  die  Germania  während 
Traians  zweiten  Consulats,  also  im  Jahre  98  (Germ.  37.)  schrieb,  so  wird  denmach  auch  die 
Nachricht,  die  er  gibt,  demselben  Jahre  angehören. 
56.  Die  Geimania  des  Tacitus  ist  unter  allen  Schriften,  welche  uns  das  klassische  Alterthum  erhalten 
hat,  für  die  Kenntniss  des  alten  Germaniens  die  wichtigste.  Geschrieben  kurz  nach  dem  Re- 
gierungsantritte Traians  wurde  sie  später,  als  die  vita  Julü  Agricolae,  welche  dem  J.  97  ange- 
hört, und  früher,  als  die  historiae  und  die  annales  verfasst,  und  so  bildet  sie  folglich  auch 
zeitlich  den  Kern  und  Mittelpunkt  einer  schriftstellerischen  Wirksamkeit,  welche  für  die  Geschichte 
Deutschlands,  insbesondere  aber  des  Rhein-  und  Weserlandes  die  schätzbarste  Ausbeute  gewährt. 
So  wie  nämlich  die  deutschen  Kriege,  wovon  Tacitus  erzählt,  grösstentheils  auf  wcsträlischem 
Boden  und  gegen  die  hier  heimischen  Völker  geführt  wurden,  so  hat  auch  die  Germania  vor- 
zugsweise Westfalen  vor  Augen.  Dies  beweist  vor  Allem  die  grosse  Ähnlichkeit,  die  in  hiesiger 
Verfassung,  in  hiesiger  Sitte  und  Lebensweise  noch  zur  Zeit  der  Karolinger  mit  der  Beschreibung 
des  Tacitus  bestand,  so  wie  viele  Grundzüge  dieser  SchUderung  noch  viele  Jahrhunderte  später, 
manche  bis  m  die  neuesten  Zeiten  ihre  Geltung  bewahren.  —  Das  wichtigste  der  Tadteischen  Be- 
schreibung lassen  wir  nachstehend  folgen. 

Die  alten  Deutschen  wohnten  in  zerstreut  hegenden  Einzelhöfen,  wie  der  westfälische  Bauer 
noch  gegenwärtig:  Städte  kannte  man  nicht.  NuUas  Germanorum  populis  urbes  habitari  satis 
notum  est:  ne  pati  quidem  inter  se  iunctas  sedes  Colunt  discreti  ac  diversi,  ut  fons,  ut 
campus,  ut  nemus  placuit.  Vicos  locant  non  in  nostrum  morem  connexis  et  cohaerentibus  aedi- 
ficiis:  suam  quisque  domum  spatio  circumdat,  sive  adversus  casus- ignis  remedium  sive  inscitia 
aedificandi.  ne  caementorum  quidem  apud  illos  aut  tegularum  usus:  materia  ad  omnia  utuntur 
informi  et  citra  speciem  aut  delectationem.  quaedam  loca  dUigentius  inlinunt  terra  ita  pura  ac 
splendente,  ut  picturam  ac  lineamenta  colorum  imitetur.  Solent  et  subterraneos  specus  aperire 
eosque  multo  insuper  fimo  onerant,  suiSugium  hiemi  et  receptaculum  frugibus,  quia  rigorem  fri- 
gorum  eiusmodi  locis  molliunt,  et  si  cpando  hostis  advenit,  aperta  populatur,  abdita  autem  et 
defossa  aut  ignorantur  aut  eo  ipso  fallunt»  quod  quaerenda  sunt    Tacit.  Germ.  46. 

Die  Hauptbeschäftigung  war  Ackerbau  und  Viehzucht;  der  Boden  arm  und  rauh.  Ueblich 
war  die  Dreifelderwirthschaft.  Terra  elsi  aliquanto  specie  differt,  in  Universum  tarnen  agt  silvis 
horrida  aut   paludibus  foeda:    humidior,   qua  Gallias  .   .  .  adspicit:  satis  ferax:    frugifcrarum 

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36  IHacb  Chr.  99. 

arborum  impatiens:  pecorum  foecunda»  sed  plenimque  improcera.  ne  armentis  quidem  saus 
honor  aut  gloria  frontis.  numero  gaudent.  eaeque  solae  et  gratissimae  opes  sunt.  —  Agri  pro 
numero  cultorum  ab  universis  in  vices  occupantur,  quos  mox  inter  se  secundum  dignationem 
paniuntur.  facilitatem  partiendi  camponim  spatia  praestant.  Arva  per  annos  mutant:  et  superest 
ager.  nee  enim  cum  ubertatc  et  amplitudine  soli  labore  contendunt^  ut  pomaria  conserant  et 
prata  separent  et  hortos  rigent.  sola  terrae  seges  imperatur.    Ib.  5.  26. 

Die  Verfassung  hatte  eine  demokratische  Grundlage:  sie  beruhte  auf  der  Souveränität  der 
Volksgemeinde,  die  im  Gauding,  dem  Mittelpunkte  aller  öffentlichen  Geschäfte,  zusammentrat,  de 
maioribus  (rebus)  omncs  (Consultant). . .  coeunt,  nisi  quid  fortuitum  et  subitum  ihcidit,  certis  diebos, 
quum  aut  inchoatur  luna  aut  impletur,  nam  agendis  rebus  hoc  auspicatissimum  initium  credunt. 
Ncc  dierum  numerum,  ut  nos,  sed  noctium  computant.  sie  constituunt,  sie  condicunt.  nox  ducere 
tiiem  videtur.  Illud  ex  libertate  Vitium,  quod  non  simul  nee  ut  iussi  conveniunt,  sed  et  altor  et 
tertius  dies  cunctatione  coeuntium  absumitur.  Ut  turbae  placuit,  considunt  armati.  silentium  per 
sacerdotes,  quibus  tum  et  coercendi  ius  est,  imperatur.  mox  rex  vel  princeps,  prout  aetas  cuique, 
prout  nobilitas,  prout  decus  bellorum,  prout  facundia  est,  audiuntur,  auctoritat«  suadendi  magis, 
quam  iubendi  potestate.  Si  displicuit  sententia,  fremitu  aspernantur;  sin  placuit,  frameas  concu- 
tiunt.  honoratissimum  adsensus  genus  est  armis  laudare.  —  Licet  apud  concilium  accusare  quoque 
et  discrimen  capitis  intendere.    Distinctio  poenarum  ex  delicto.    Ib.  41.  12. 

Für  den  Frieden  bestand  eine  besondere  Obrigkeit.  Der  Graf  besass  mit  Zuziehung  eines 
Ausschusses  von  Freien  das  Richteramt  und  die  vollziehende  Gewalt.  Dafür  hatte  er  Antheil  an 
den  Bussen  und  wurden  ihm  Beden  dargebracht.  Eliguntur  in  iisdem  conciUis  et  principcs,  qiii 
iura  per  pagos  vicosque  reddunt.  centeni  singulis  ex  plebe  comites  consilium  simul  etauetoritas 
adsunt.  —  Mos  et  civitatibus  nitro  ac  viritim  conferre  principibus  vel  armentorum  vel  frugum, 
quod  pro  honore  acceptum  etiam  necessitatibus  subvenit.  —  equorum  pecorumque  numero  con- 
victi  multantur.  pars  multae  regi  vel  civitati,  pars  ipsi  qui  vindicatur  vel  propinquis  eins  exsol- 
vitur.  Ib.  12.  15.  12. 

Es  gab  edle  Geschlechter.  An  die  Abstammung  waren  Vorzüge  geknüpft.  Ausser  der  Fä- 
higkeit zu  den  öffentlichen  Ämtern  gehörte  dahin  die  Vorberathung  in  allen,  die  Entscheidung  in 
den  minder  wichtigen  Angelegenheiten,  und  das  Recht,  ein  Dienstgefolge  zu  besitzen.  Reges  ex 
nobilitate,  duces  ex  virtute  sumunt.  —  De  minoribus  rebus  principes  Consultant,  de  maioribns 
omnes:  ita  tamen,  ut  ea  quoque,  quorum  penes  plebem  arbitrium  est,  apud  principes  pertrac- 
tentur.  —  Insignis  nobilitas  aut  magna  patrum  merita  principis  dignationem  etiam  adolescentulis 
adsignant:  ceteris  robustioribus  ac  iam  pridem  probatis  adgregantur.  nee  ruber  inter  comites 
aspici.  gradus  quin  etiam  et  ipse  comitatus  habet  iudicio  eins,  quem  sectantur.  magnaque  et 
comitum  aemulatio,  quibus  primus  apud  principem  suum  locus,  et  principum,  cui  plurimi  et 
acerrimi  comites.  Haec  dignitas,  hae  vires:  magno  sempcr  electorum  iuvenum  globo  circumdari, 
in  pace  decus,  in  hello  praesidium.    Ib.  7.  11.  13. 

Durch  Dienstgefolge  wurden  die  meisten  Kriege  geführt.  Nee  solum  in  sua  gente  cuique 
sed  apud  finitimas  quoque  civitätes  id  nomen,  ea  gloria  est,  si  numero  ac  virtute  comitatus  emi- 
neat.  expetuntur  enim  legationibus  et  muneribus  ornantur  et  ipsa  plerumcpe  fama  bella  profligant 
—  Quum  ventum  in  aciem,  turpe  principi,  virtute  vinci,  turpe  comitatui,  virtutem  principis  non 
adaequare.  Jam  vero  infame  in  omnem  vitam  ac  probrosum,  superstitem  principi  suo  ex  aeie 
recessisse.  —  Si  civitas,  in  qua  orti  sunt,  longa  pace  et  otio  torpeat,  plerique  nobilium  adoles 
centium  petunt  nitro  eas  nationes,  quae  tum  bellum  aliquod  gerunt,  quia  et  ingrata  genti  quies 
et  facilius  inter  ancipitia  clarescant.  magnumque  comitatum  nonnisi  vi  belloque  tueare.  exigunt 
enim  principis  sui  liberalitate  illum  bellatorem  equum,  illam  cruentam  victricemque  frameam.  Nam 

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Wach  Chr.  99.  37 

epnlae  et^  quanquam  incompti,  lai^  tarnen  apparatas  pro  stipendk)  cedont  materia  munificentiae 
per  bella  et  raptus.    Ib.  13.  44. 

Nur  Genossenschaft  an  der  Yolksgemeinde  machte  frei  und  rechtsfähify.  Neben  den  Freien 
war  nämlich  ein  zahlreicher  Stand  von  Unfreien  vorhanden,  der  aber  in  verschiedene  Abstufun- 
gen zerfiel.  Aleam  (quod  mirere)  sobrii  inter  seria  exercent  tanta  lucrandi  perdendive  temeritate, 
ut,  quum  omnia  defecerunt,  extreme  ac  novissimo  iactu  de  übertäte  ac  de  corpore  contendant. 
victus  voluntariam  servitutem  adit.  quamvis  iuvenior,  quamvis  robustior  adligari  se  ac  venire 
patitur.  ea  est  in  re  prava  pe^vicacia:  ipsi  fidem  vocant.  ser\^os  conditionis  huius  per  commercia 
tradunt,  ut  se  quoque  pudore  victoriae  exsolvant.  ||  Ceteris  servis  non  in  nostrum  morem.de- 
scriptis  per  familiam  ministeriis  utuntur.  Suam  quisque  sedem,  suos  penates  regit,  frumenti 
modum  dominus  aut  pecoris  aut  vestis,  ut  colono,  iniungit:  et  servus  hactenus  paret.  cetera 
domus  officia  uxor  ac  liberi  exsequuntur.  Verberare  servum  ac  vinculis  et  opere  coercere  rarum. 
occidere  solent  non  disciplina  et  severitate,  sed  impetu  et  ira  ut  inimicum,  nisi  quod  impune. 
Liberti  non  multum  supra  servos  sunt,  raro  aliquod  momentum  in  domo,  nunquam  in  civitate, 
exceptis  dumtaxat  iis  gentibus,  quae  regnantur.  ibi  enim  et  super  ingenuos  et  super  nobiles  as- 
cendunt,  apud  ceteros  impares  libertini  libertatis  argumentum  sunt.  —  Dominum  ac  servum 
nullis  educationis  deUciis  dignoscas:  inter  eadem  pecora,  in  eadem  humo  degunt,  donec  aetas 
separet  ingenuos,  virtus  agnoscat.    Ib.  24.  25.  20. 

Die  Gemeinde -Verbindung  beruhte  auf  Gesammtbürgschaft  Obwohl  Blutrache  gebräuchlich 
war,  konnte  doch  auch  der  Mord  durch  eine  Vermögensbusse  gesühnt  werden.  Suscipere  tam 
inimicitias  seu  patris  seu  propinqui,  quam  amicitias  necesse  est,  nee  implacabiles  durant.  luitur 
enim  etiam  homicidium  certo  armentorum  ac  pecorum  numero  recipitque  satisfactionem  universa 
domus,  utiliter  in  publicum,  quia  periculosiores  sunt  inimiciliae  iuxta  libertatem.  —  pars  multae 
regi  vel  civitati,  pars  ipsi  qui  vindicatur  vel  propinquis  eins  exsolvitur.    Ib.  21.  12. 

Mit  der  Schutzpflicht  der  Verwandten  stand  das  Erbrecht  in  Verbindung.  Allgemeines  Princip 
desselben  war  die  Consanguinität.  Testamentarische  Verfügungen  waren  unbekannt.  Sororum 
filiis  idem  apud  avunculum,  qui  apud  patrem  honor.  Quidam  sanctiorem  arctioremque  hunc 
nexum  sanguinis  arbitrantur.  .  .  .  Heredes  tamen  successoresque  sui  cuique  liberi:  et  nullum 
testamentum.  Si  liberi  non  sunt,  proximus  gradus  in  possessione  fratres,  patrui,  avunculi.  Quanto 
plus  propinquorum,  quo  maior  adfinium  numerus,  tanto  gratiosior  senectus:  nee  ulla  orbitatis 
pretia.  Ib.  20. 

Heilig  war  die  Ehe;  eigenthümlich  die  Mitgift,  severa  illic  matrimonia:  nee  ullam 
morum  partem  magis  laudaveris.  nam  prope  soli  barbarorum  singulis  uxoribus  contenti  sunt, 
exceptis  admodum  paucis,  qui  non  libidine,  sed  ob  nobilitatem  plurimis  nuptiis  ambiuntur. 
Dotem  non  uxor  marito,  sed  uxori  maritus  offert.  intersunt  parentes  et  propinqui  ac  nmnera 
probant:  munera  non  ad  delicias  muliebres  quaesita,  nee  quibus  nova  nupta  comatur,  sed  boves 
et  frenatum  equum  et  scutum  cum  framea  gladioque.  in  haec  munera  uxor  accipitur,  atque 
invicem  ipsa  armorum  aliquid  viro  adfert.  hoc  maximum  vinculum,  haec  arcana  sacra,  hos  con-  ^ 
iugales  deos  arbitrantur.  Ne  se  mulier  extra  virtutum  cogitationes  extraque  bellorum  casus  putet, 
ipsis  incipientis  matrimonii  auspiciis  admonetur,  venire  se  laborum  periculorumque  sociam,  idem 
in  pace,  idem  in  proelio  passuram  ausuramque.  hoc  iuncti  boves,  hoc  paratus  equus,  hoc  data 
arma  denunciant.  sie  vivendum,  sie  pereundum.  accipere  se,  quae  liberis  inviolata  ac  digna  rcd- 
dat,  quae  nurus  accipiant,  rursus  quae  ad  nepotes  referautur.  ||  ...  Paucissima  in  tam  numerosa 
gente  adulteria,  quorum  poena  praesens  et  maritis  permissa.  accisis  crinibus  nudatam  coram 
propinquis  expellit  domo  maritus  ac  per  omnem  vicum  verbere  agit.  publicatae  enim  pudicitiae 
nulla  venia,  non  forma,  non  aetate,  non  (^ibus  maritum  invenerit.    Ib.  48.  19. 

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38  IHach  Chr.  99. 

Ausser  <)er  Beschreibung  des  altdeutschen  Staats-  und  Hauswesens  gibt  die  Germania  zugleich 
wichtige  Aufschlüsse  über  Abstammung  und  geographische  Abfolge  der  germanischen  Völker- 
schaften. Ipsos  Germanos  indigenas  crediderim  minimeque  aliarum  gentium  adventibus  et  hospitiis 
mixtos.  —  Celebrant  carminibus  antiquis  (quod  unum  apud  iUos  memoriae  et  annalium  genus 
est)  Tuisconem  deum  terra  editum  et  filium  Mannum  originem  gentis  conditoresque.  Manno  tris 
filios  adsignant,  e  quorum  nominibus  proximi  Oceano  Ingaevones,  medü  Herminones,  ceteri  Istae- 
vones  vocentur.  quidam,  ut  in  licentia  vetustatis,  plures  deo  ortos  pluresque  gentis  adpellationes, 
Marsos,  Gambrivios  (MS.  marsossi  gambrivos)  Suevos,  ^Vandalios  adfirmant  eaqpie  vera  et  anti- 
qua  nomina.  —  Proximi  Cattis  certum  iam  alveo  Rhenum,  quique  terminus  esse  sußiciat,  Usipü 
ac  Tcncteri  colunt.  Tencteri  super  solitum  beliorum  decus  equestris  disciplinae  arte  praecellunt, 
nee  maior  apud  Cattos  peditum  laus,  quam  Tencteris  equitum.  sie  instituere  maiores,  posteri 
imitantur.  hi  lusus  infantiura,  haec  iuvenum  aemulatio,  perseverant  senes.  inter  familiam  et  pena- 
tes  et  iura  successionum  equi  traduntur:  cxcipit  fiUus,  non  ut  cetera  maximus  natu,  sed  prout 
ferox  hello  et  melior.  ||  Juxta  Tencteros  Bructeri  olim  occurrebant,  nunc  Chamavos  et  Aiigri- 
varios  immigi-asse  narratur.  .  .  .  (vgl.  vorh.  Nr.  54.)  ||  Angrivarios  et  Chamavos  a  tergo  Dulgibini 
(MS.  Dulgitubini  —  Dulgicubini  —  Dulcubimi)  et  Chasuari  cludunt  aliaeque  gentes  haud  perinde 
memoratae.  a  fronte  Frisii  excipiunt.  Maioribus  minoribusque  Frisiis  vocabulum  est  ex  modo  viriura. 
Utraeque  nationes  usque  ad  Oceanum  Rheno  praetexuutur  ambiuntque  immenses  insuper  lacus 
et  Romanis  classibus  navigatos.  ...  ||  Hactenus  in  occidentem  Germaniam  novimus.  in  sep- 
tentrionem  ingenti  flexu  redit.  Ac  prirao  statim  Chaucorum  gens,  quanquam  incipiat  a  Frisiis  ac 
partem  litoris  occupet,  omnium  quas  exposui  gentium  lateribus  obtenditur,  donec  in  Cattos  usque 
sinuetur.  Tarn  immensum  terrarum  spatium  nou  tcnent  tantum  Chauci  sed  et  implent,  populus 
inter  Germanos  nobilissimus  quique  magnitudinem  suam  malint  iustitia  tueri  sine  cupiditate,  sine 
impotentia,  qnieti  sccretique  uulla  provocant  bella,  nuUis  raptibus  aut  latrociniis  populantur.  id 
pretium  virtutis  ac  virium  praecipuum  argumentum  est,  quod,  ut  superiores  agant,  non  per  in- 
iurias  adsequuntur.  prompta  tarnen  omnibus  arma  ac,  si  res  poscat,  exercitus,  plurimum  virorum 
ecjuorumque.  et  quiescentibus  eadem  fama.  ||  In  latere  Chaucorum  Cattorumque  Cherusci  iii- 
raiam  ac  marcentem  diu  pacem  iidacessiti  nutrierunt.    Ib.  2.  32  —  36. 

99  —  117. 

57.  Kaiser  Traian  befestigt  Roms  Herrschaft  wieder  in  den  diesseitigen  deutschen  Ländern.  Romani 
iniperii,  quod  post  Augustum  defensum  magis  fuerat  quam  nobiliter  ampHatum,  fine^  longo  laleque 
diffudit.  urbes  trans  Rhenum  in  Germania  reparavit.  Eutrop.  Vlll.,  2.  —  Apud  Agrippinam  Gal- 
liac  urbem  insignia  sumpsit  imperii,  mox  Germaniam  trans  Rhenum  in  pristinum  statum  reduxit. 
Gros.  Yll.,  12.  —  Wahrscheinlich  ist  nur  das  südwestliche  Deutscldand  gemeint;  hierauf  scheint 
wenigstens  hinzudeuten  Aurel.  Vict.  de  Caes.  XIII.  Iter  conditum  per  feras  gentes,  quo  facile  ab 
usque  Pontico  mari  in  Galliam  permeatur,  castra  suspectioribus  atque  opportunis  locis  exstructa.  — 
Uebrigens  bezieht  sich  auf  die  Anwesenheit  Traians  am  Rhein  auch  Mart.  Epigr.  X.,  7. 

Nympharum  pater  amniumquo  Rhene 

nee  te  barbara  contumeliosi 

Calcatum  rota  conterat  bubulci^, 
Sic  et  comibus  aureus  receptis 
Et  romanus  eas  utraque  ripa: 
Traianum  populis  suis  et  urbi, 
Tibris  te  dominus  rogat,  remittas. 

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Nach   Chr.   140  —  150.  39 

440—450. 
58.  Vorzüglich  in  diese  Zeit  fällt  die  schriftstellerische  Wirksamkeit  des  berühmten  Aegyptiers  Claudius 
Ptolemaeus.  Wenigstens  gehören  dieser  seine  beiden  Hauptwerke  an:  die  grosse  Astronomie 
(ij  fca&i}fiarix^  &vvta^ig)y  welche  von  den  Arabern  den  Namen  Almagest  erhielt,  und  die  aus 
acht  Büchern  bestehende  Geographie  (rj  yscoyga^ixri  vgyijyqöig).  Der  Almagest  erschien  nämlich 
im  J.  444  oder  bald  nachher,  da  von  den  darin  mitgetheilten,  von  Ptolemaeus  selbst  angestellten 
astronomischen  Beobachtungen  die  früheste  ins  neunte  Regierungsjahr  Hadrians,  also  ins  Jahr 
426,  die  späteste  aber  ins  Jahr  444  fällt.  Im  Almagest  aber  geschieht  des  geographischen  Wer- 
kes als  eines  künftig  und  bald  erscheinenden  Erwähnung.  Vgl.  IL,  42.  S.  448.  der  Halma  sehen 
Ausgabe.  —  Diese  yccoypaqpMciJ  vipi^yriöig  ist  fiir  die  alte  Erdbeschreibung  eine  überaus  bedeu- 
tende und  EpochebUdende  Schrift.  Namentlich  über  Deutschland  bietet  sie  eine  Fülle  wichtiger 
und  theilweise  ganz  neuer  Angaben,  und  theils  aus  diesem  Grunde  theils  wegen  der  anschei- 
nenden Genauigkeit  diente  sie  bisher  zum  Hauptanhalt  betreffender  geographischer  Untersuchun- 
gen, wenn  gleich  die  kritische  Würdigung  des  Schriftstellers  dabei  weder  im  Ganzen  noch  im 
Einzelnen  bedeutend  gewonnen  hat.  —  Nachstehend  folgen  in  der  für  das  Verständniss  benö- 
thigten  Ausdehnung  sämmtliche  hieher  bezügliche  Stellen. 

Trjg  FsQiuxvlag  t^v  fwv  dvöfUKriv  xXsvqov  ayo^/gft  o  ^Pf^vog  notccfMg,  xrjv  de  oQxzmjv  6  reQ- 
fucvixog  'SlTuavogy  ^g  rj  xsQLyQaqni  §x^c  ovxag' 
Mecä  tag  tov  'Pifvov  ixßoXag 

OvISqov  jcovafiov  xf  /  vd  y  *) 

Mmxx^^avX^  U^r{V  xiy  vi  g*)  if^) 

l^Haöiov  icotafLOÜ  ixßoXal      xd*  ve^) 

Ol  Tcriyal  tov  jcozaiuw  Xß  vß 

OvL6ov^u)gx(ytaiiovixßoXalXa  vs  Sf  ^) 

al  Tcriyal  tov  noxa^ov  k8  vß  g' 

"Akßiog  notofuw  ixßoXai        ka  vg  d'  *) 

.  .  .  Kcixi%ov6i  8b  rijg  ragy^viag  ta  luv  noQcc  rov  ^Pfjvov  Ttotaiwv  aq%onivoig  iac  a(f7Ctav  ot  te 
Bov6dxt£QOi^)  OL  iiixQol  xol  OL  Zvya^ßQoiy'^  vtp'  ovg  oi  Zovtjßoi  ot  AayyoßagSoi^)* 
elta  TayxtSQOi^)  xal  'lyxQlcavag^^)  ^a^v  tov^^)  ^Pijvov  xai  %&v  ^Aßvoßaimv ^^)  ogicn;'  xal 
fet  'ivtovsQyoi^^)  xal  Ovagylovag  ^^)  xal  KaQLtvoly  v(p  ovg  Ovtönol  xal  ij  täv 
'EXovrjtlc^v  ^^)  "EQTjfiog  ^%Qi  täv  Bl^iihfcn;  'Akxliov  ogiov  t^v  de  vcoQGUxeavZtiv  vx£q  ^uv  tovg 
BovöaxtiQOvg  ^^)  oi  OqIölol^^)  (lixQitov  'Afiaölov  norcciuwy  fmra  6e  tovtovg  Kavxoi  ot  fnixQol 
\Uxqi  tov  OvLöov^Log  xotaiiov'  elta  Kavxoi  ot  (leltovg  (lixQ^  ^^^  "Akßvog  xotaiwv'  iq>6&ig  de 


Variet.  lect.  ^)  BovISqov  F.;  xC  /  M.  xjy  MedioUn.  »17  q  vulgo;  yd  q  ^  Med.  ^  MaQaQ/tavlq  B.  E.  Palatin.  1.  M. 
MuQvunuviq  Med.;  ktj  q  Med.;  yS  6'  B.  E.  Palatin.  1.  M.  wl  yo  Med.  Hunc  versum  ante  priorem  vulgo  colloca- 
tum  huc  translolimus  cum  B.  E.  G.  Pal.  1.  M.  Med.  »)  r^yfiavia  (JmrfQa  add.  A.  B.  D.  E.  F.  G.  Pal.  i.  Vlndo- 
bon.  *)1^  Pal.  1.  M.  *)  Xß  conie.  GrashoP.  ^  BorauxroQot,  M.  ')  ^vynfißQoi  B.  D.  E.  Pal.  1.  Vind.  £t'yttß*ß(>ol 
F.  Srxpß(joi,  (sie)  A.  SvyyufißQot  vulgo.  ^  ol  £ov.  0*  Aay,  suadente  Grashof.  ol  Joi/.  Aay.  vulgo;  Sovtjßoi  Med. 
J^ovijßoi  A.  G.  Sovrfßoi  B.  F.  Pal.  1.  Zvrjßoi  Vind.  Oqucvi  ^ÖMvrjßoi  M.  Sovißoi,  vulgo;  AuyoßuQdoi  B.  E.  Pal.  1. 
AoyyoßuQdot,  Med.  liOn^ohdiTdii  AoyyoßÜQ  (sie)  M.  ^  Tfyxtgoi  A.  B.  D.  E.  F.  G.  Pal.  1.  Med.  Vind.  TVyecr^io*  M. 
Tiyyntoi  Edd.  1.  2.  TiyyQOi  Edd.  3.  4.  TlynrtQot  Grash.  »o)  ^lyxgUurfq  F.  "IvTj{iUavtq  B.  E.  G.  Pal.  1.  M.  ol  yxiiiwnq 
(sie)  D.  otyxQiunq  (sie)  Vind.  'HxgCimq  Med.  NirgUavtq  A.  ^JyyQitonq  Edd.  ")  tov  e  coniect.  Grasli.  t*  Tulgo. 
*^  ^AßvoßuMv  F.  \/4ßvoßomv  M.  ^Aroßotv  Med.  *AvvoßaUav  vulgo.  *'*)  '/vrow^yo*  B.  Pal,  1.  Med.  ^lyrovrji/yot  M. 
*/iToiv'()yo*  vulgo.  ")  Ovuf^iovtq  M.  Med.  ")  ^Eaov^mv  B.  E.  F.  G.  Pal.  1.  M.  Med.  ^Eovkrjrinv  (sie)  A 
*iiA*«iM»»  D,  Vind.  ^EXXointritoy  C.  Pal.  2.  ^EXXotn^iwv  Edd.  ^^  Baxrfgoiq  M.  ")  *l»i^laiot,  M.  0Qiaaioi  vulgo. 
*)  Da  die  Bexeichnung  von  Yo  mit  dem  eigenthümlirhen  in  der  Wilhergschen  Ausgabe  und  sonst  gebrauchten  Zeichen 
Dicht  möglich  war,  so  wurde  hiefür  das  auch  sonst  übliche  9   gewählt.  I  T 

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40  140  —  150. 

ixl  tav  av%ha  viiq  KinßQii^g  XsQöoviiöov  Sd^ovsg,  ^)  avrriv  de  t^v  XBif(t6vij<tov  vnhq  (liv  rovg 
Im^vos^)  ZtyovXaveg^^)  .  .  .  ftara  de  rovg  Za^<tg  azo  tov  XaXovöov  notaiwv  itiiQi  zov 
2](yuiißov  TCOftaiuw  (Pagodsivol^^)  .  .  .  TAv  öh  ivtog  mi  iie^oyslayv  i&väv  fiiyiöza  (liv  iöti  x6 
t£  tAv  £ov7jß&v  zäv  läyyiX&Vf'^^)  oZ  döiv  avatokixdtsgoi  xmv  Aayyoßofdciv^^)  civazelvovTBg 
XQog  a(fKtovg  (Ujifii  täv  pdöan;  zw  "Akßtog  xoza^y  xol  ro  zAv  £ovijßav  zmv  £Biiv6vav^^)  .  . . 
'EXdööova  de  s&tni  9ud  fiaro^  xaivzai  Kav%a}v  (ikv  zäv  iivxq&v  xcH  zäv  Scnyqß&v  BovödxzsQOi 
oi  {iBiiovg^^)  vq>  ovg  Xat^ar  Kav%(Qv  8b  zäv  (letiovmv  9ud  zäv  Jknnjßenf  'AyyQiov- 
uQcoif^^)  Bha  Aayyoßci(fdoLy^^)  vq>  ovg  ^ovkyoii^vioir^^  £tt^6ve9V^)  de  xtd  zäv 
ZovrißGiv  TevzovoaQOi'^^)  xol  OvIqovvoi^^)  .  .  .  Tlaktv  vno  fiev  zovg  Seiivovag  ohovöi 
Zlikiyyai^^)  .  .  .  vno  dh  zovg  ZiXlyyag^^)  KaXovncuvBg^^)  iq/  SnazBQa  zov  "Akßiog  nozoftov, 
.  vip  ovg  XaiQOvaxol^*)  oud  Kaficcvoi^^)  \Ujjfi  zov  MriXtßoxov  OQOvg  .  .  .  IldXiv  ax  dvazoläv 
ftiv  zäv  Aßvoßaltov^^)  ogiarv  olxovöiv  vno^'^)  ^v  zovg  Sovijßovg  Ka6ovaQOiy  sha  Nbqzbqb- 
avBg,^)  elza  AavSovzoi^  vq>  ovg  Tovqcüvoi  xol  Maqovlyyoi*  vm  dh  zovg  KafUxvovg^^) 
Xcizzai^^)  Tud  Tovßavzoi  •  .  . 

IloXeig  dk  zldswcu  Tcaza  z^v  rBQiuevlav  iv  (lev  z^  a^fKZtHp  aSde' 

9Xr^ov[i  V!q  g'  if  vd  g'  Ä'*^) 

Hutxovzavda  TS^y  vd  y'*^) 

OaßiQovov  Xa  g  vb  /**) 

TiMjova.**)  ji6vg>civcL*^)  AvqiiuQlg,^'^)  MccQicyvlg.  izsQa  Maguovlg.  Koivorivov.^)   liiftovtcu^^  jAbi- 
öog.  ^)  Aamßov^tov.  Bovvtziov.  OvIqovvov,  OvlqIzcov.  **)  'JWytor.  2jxov(fyov.  liiSxavxaXlg.  *«) 
*Ev  de  zä  v%o  zovzo  nXliuczi  xokBig  aZde' 

'AaxLßovgyiov  xf  g'  vß  g' ^^) 

NavciXia  x{  yo'  vd^*) 


Varict.  lect.  *«)  "uHoi^  et  "Atova^  B.  C.  D.  E.  F.  Pal.  1.  Med.  Vind.  Avlonq  et  Av^wai;  G.  M.  *•)  Si>yoifXmn^  E.  2iyoi.- 
Awwc  B.  Pal.  1.  Jiyoidwvfq  M.  »)  Ofa^oinvot  A.  B.  C.  D.  E.  F.  G.  Pal.  1.  M.  Med.  Vind.  0aQo6f^o£  Edd.  «»)  '^yyi- 
Xwv  A.  'jly^tloiv  Med.  *u4rytüiäy  vulgo.  ^  AayyoßaQSufp  B.  D.  E.  F.  G.  Pal.  1.  Ed.  4.  Aayytßd^nr  Vind. 
Aoyyoßtt^Sotv  A.  M.  Med.  Aoyyißd()dmv  C.  Edd.  1.  2.  3.  ^  to  vwy  Xtfuvovtav  Svi^ßmv  Med.  Xirijßwf  Tulgo. 
^*)  BovtfttxroQot  M.  ftfÜ^ovfq  H.  qut  minores  nnminaotur  M.  ^)  *AifyQiovu^io»'  A.  B.  C.  D.  £.  Pal.  2.  Med.  Vind. 
*AYQun>aQu>i,  F.  -«O  Auyyoßdffdoi.  A.  B.  E.  F.  Pal.  1.  Aoaatoßdiydo^  vulgo.  *')  JovXyovfto*  M.  -^  'A^omv  Med.  £a- 
uorwv  C.  *')  TfiTovouQoi^  B.  D.  E.  Pal.  1.  Tnrrovoagoi  M.  7Virrorou()»o»  A.  TwrovoaQoi.  vulgo.  **}  Oifi^onvoi  A. 
B.  D.  E.  F.  Pal.  1.  Vind.  Ed.  2.  Ovigoitvol  Med.  Omgovyoi  Pal.  2.  Ed.  1.  Ovigovrot  (sie)  M.  Ed.  4.  Ov^qovvoi.  (sie) 
Ed.  3.  '^)  JSihyytu  (sie)  M.  Aiyytu  vulgo.  ^)  XiXiyyaq  necessario  scripsimus.  Sihyyuq  M.  Aiyyaq,  A.  F.  Med. 
*'Ediyyaq  B.  D.  B.  G.  Pal.  1.  Viod.  "IXtyyaq  Edd.  *^  xttl  AovHontq  A.  xul  Aoittiavfq  Vind.  KaXovnovtq  Med. 
^*)  XaiiiovoHot  (sie)  G.  Med.  Ed.  4.  Xan)ovaixol  A.  C.  D.  Vind.  Ed.  1.  2.  3.  XaiQovaiuoi  B.  E.  Pal.  1.  XagxMoi  M. 
a*)  KavfMol  G.  M.  ^6)  "AßvoßaUf)v  B.  D.  E.  F.  G.  Pal.  1.  Vind.  Aifvoßaiiav  (sie)  A.  Avr6ßwv  Med.  Aßvoßwv  M. 
*Avvoßuiwv  Tulgo.  «')  li.Tü  B.  E.  F.  Pal.  1.  M.  Med.  vn^Q  Edd.  i'.to  /t*y  Grash.  ^)  A'f()Tf(>f«if«  B.  Pal.  1.  il'f^w-. 
^«M(?  D.  NtQxkLVfq  G.  i\V(>Tf«ra*  M.  J\^f()T¥(.wat«ei?  Vind.  '**)  JCa^a<foi>^  G.  Med.  Ed.  1.  iTa/cat'oi/?  C.  D.  F.  Pal.  2. 
Vind.  Kofutßovq  B.  E.  Pal.  1.  M.  Kufiavrovq  Edd.  2.  3.  4.  JCai'/McW'?  A.  *^)  Xavrrcu  M.  *>)  0iXifovfit  M.  Intp. 
0A»oiV  A.  fDXvovft  Med.  [Flevum.  Tac]  ^-)  Sfrotnuy^a  G.  M.  [sua  tutanda.  Tac.  ann.  IV.,  73.  Gonferri  iubet 
Nübbe  in  apecimine.]  *=*)  TtxtXia  B.  Pal.  1.  M.  TnUXia  vulgo.  [Texel?]  *♦)  Oaßlyavov.  B.  E.  [Fabaria.  Plin.] 
**)  l\i^ovtt  B.  E.  Pal.  1.  Tgyoiiu  M.  ^(/toi'a  A.  jTFxot'ia  F.  T^tjova  vulgo.  ♦•)  Atv^va  A.  F.  M,  Vind.  ^oi'fcmt 
ß.  E.  Pal.  1.  Ae^m  vulgo.  [Levefanum  Itin.]  *')  AtQifiijglq  A.  D.  Aif*if}£q  Med.  **)  JtoArooAvov  A.  JTMi^oxrov  M, 
Kotvai^roy  Med.  **)  AlarovM  B.  G.  Pal.  1.  Gstina.  KKftovta  M.  **)  ^AUtaaoqJi,  'AXtioroq  M.  **)  Ovqniov  A.  CV'f^/rioy 
Med.  OiupovTwv  G.  *^  ^AmavxaXlq  M.  ")  IJc  s  B.  E.  G.  Pal.  1.  M.  xC  ?  d'  vulgo.  [Asciburgium  Tac.  Itin.] 
»♦)  NaßaXia  C.  D.  F^Pal.  2^  Med.  Vind.  -A'icrcUm  Grash.  »f  y  B.  E.  G.  Pal.  1.  M.  »7  /  Med.  lä  ß.  Pal.  1.  M. 
vß  q  E.  17  yo  Med.  kJ  yo'  17  d'  vulgo.  [Navalia  Tacit.] 


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140  —  150.  il 


MedioXavuw 

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TivSiqvov 

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Boyadiov 

19 

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vß  s'  3'") 

Meöovuyv 

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vye'y'") 

jiQsysXla 

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vßy'^') 

Euhuyla.  ^)  Aovjcq>ov(f8ov.'')  ZJovgovdaia.  KoXayxoQOv'"')  AovylSowov.''^)  2kqayova.  ji^uoifu- 
Iwov.''^)  BovdoQiyov.  jhwcaQUtvog.  liQöwiov.''')  Salulla,  SsctSoeoa.''*) 
'Ev  de  tä  vno  tovto  xlliuat  noX&s  ^s' 

vä  s'«) 

va'«) 

V  s   /") 

va  z  '•) 
2iyodoi;i/(W.®*)  ^ovov««.^)  Bi(fytov.  Mrivotiyada.^^)  Bi7U>vQyu>v*^^)  MoQoßovdcv  kcX.  .  .  , 


Meusov 

1^ 

BovdoQtg 

*ij  ff 

Mcctrlcexov 

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"Aqtavvw 

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Novalöiov 

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MriXoxaßog 

Aa  g 

rQaviovaQiov 

ia  g 

AoxoQLtov 

his' 

Varietject._w)  ntf  ?  A.  Zj  q  iT  Med.  ^  c  /Med.  [Medlolanum  hin.]  ")  Tow^/pior  G.  M.  A  nf  B.  E.  G.  Pal.  1, 
M.  n&  Y  ry  y  "^^V*  [Theudunim  Itin.]  »^  IM  E.  G.  Pal.  1.  ^  St^svirKtov  A.  Vind.  ^  c'  A.  D.  [Herenatiam? 
Itin.]  _»•)  ^AiatQla  B.  Pal.  1.  l^/woria  M.  '4^0oa  Med.  Wjwo^  £.  F.  ^AtMUna  Tnlgo.  mc  £^  B.  £.  G.  PaL  1.  M. 
Intp.  ya  Tolgo.  [Amisia  Tac]  ^  7ot/iU9)oiMf^or  Med.  7Vt;A^o^ov  M.  et  inmargine  G^  ^>)  17  ^0'  G.  M.  ^  tftEv- 
/a(7or  M.  ^)  Kdvdovov  Pal.  1.  Med.  Kmdovov  (sie)  M.  jKaxfot/or  Tulgo.  A/9  G.  M.  ra  /o'  dedimus  cum  Mannert. 
p.  456.  ifa  /  Tulgo.  •♦)  TqoaawldQovoQv  Pal.  1.  TQonaiavdqovoov  B.  E.  ky  c  /  B»  E.  •*)  Aovnia  A^F.  Vind. 
AovTtrtai  B.  E.  Pal.  1.  Aov:tTa  M.  ^^  itfcaot/^for  B.  E.  PaL  1.  Mtisaavutv  Vind.  Moeftum  Mkoviov  M.  17  ('  /  A. 
B.  D.  E.  F.  Pal.  1.  Med.  Vind.  ^  ?  <r  G.  M.  Intp.  ^  9  /  Tolgo.  <^  '^e^Afo  B.  EJ?.  Pal.  1.  Med.  'AQtytovia  M. 
^Aifyilut  vulgo.  •»)  reOfiuyid  G.  M.  fcdo^Mx  Pal.  1.  »»)  Aoint^ovQ^av  Pal.  1.  M.  A7  ?  A.  D.  F.  '«)  foJla;^^ 
B.  E.  Pal.  1.  7^)  AovriSowov  A.  B.  C.  D.  Pal.  1.  2.  Med.  Vind.  ^  A^/uoüuJiutov  A.  A^uofsahiov  D.  MiliotfaUw 
B.  E.  Pal.  1,  Aif*wouXior  TuIgo.  ?>)  'Aqa^ywy  G.  M.  ?«)  l^TA^ai«  A.  M.  ^Vridaua  Pal.  1.  7^)  ^AXiaaor  A.  Elisum 
'l^i^iaoy  M.  Vf;U»croy  B.  E.  F.  Pal.  1.  [Aliio  Tac.  ^EX^aiav  Dte  Cas«.]  _»«)  Boviogiq  A.  B.  D.  E.  F.  G.  Pal.  1.  M. 
Med.  Vind.  Botidtogiq  vulgo.  X17  c  d'  B.  E.  Pal.  1.  Med.  xif  vulgo.  k&  M.  ^^)  MarrUutav  consulto  scripsimas. 
Maxriadoy  M.  Afcrrrioicov  Talgo.  50^1  V4  Intp.  [Mattiacom  Tac.  Plin.]  ^  *AqtniKwov  M.  i  A.  V  (sie)  F.  Pal.  1. 
M.  [arx  Taani?]  »)  ya  «:'  A.  [IfoTesium]  ^)  JKi7;ioxa^o9  B.  E.  F.  G.  Pal.  1.  Med.  Intp.  MtilofutßoiiU.  MjjXomvoq 
vulgo.  V  yo'_B.  E.  G.  Pal.  1.  M.  *  y  Tulgo.  **)  r'()mW  tt()«or  A.  F.  Vind.  ravf^wvuqMt  Med.  Aa  q  B.  E.  G. 
Pal.  1.  M.  A«  5  a'  tulgo.  T  ?'  A.  yff  M.  ««)  a«^  yo  M.  ^)  J&ioVowoy  B.  E.  Pal.  1.  »♦)  ^/^ouoy«  F.  Pal.  I. 
Tuuona   Touovo^a  M.     ^}  Mijvo4ndda  Pal.  1.  Med.  Mtp^omonda  B.  £.  Monogarda  MmayaSa  M.     <^<^  BMoi;^d«oy  M. 

Regetta  bist.  West.  6  ^ 

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42  140  —  150. 

Nriöoi  81  vniQxecvtai  r^g  FsQ^iavCas  wnä  {ikv  rag  tov  ''JXßu>g  hcßoXag  at  %dKov(uvai  Sa^o- 
vmv^'^)  tQslgy  av  to  luta^v  ijtsxet  luolqag. 

üi  i;^/88)  _  ciaud.  Ptolem.  Gcogr.  U.,  10.  ed.  Wilberg.  _ 

T&v  Sb  iv  tfi  rsQfiavLcc  diaöTJ^unv  nolecjv  17  [iev  li^öia  rrfv  ii£yl4Striv  rj^Qav  fx^i  ägäv  ig  s' 
Tcal  SiBötriKEv  '^Xs^ccvdQalag  Ttgog  öv6£ig  Sgaig  /?•  r/  8h  Aovnnla  xriv  {uyiötr^v  'q^SQav  I%f6  (d^ov 
tg  g'  Ö'  xal  diiötrixev  'AXe^avögeiag  nQog  dvösig  ägatg  a  yo\  Claud.  Ptolem.  Geogr.  Vin.,'2.  (nach 
der  Ausgabe  von  Montanus  und  einer  brieflichen  Mittheilung  des  Hrn.  Prof.  Wilberg). 

Den  vorstehenden  Auszügen  liegt  die  Wilberg -Grashofsche  Textes -Recension  zu  Grunde: 
nur  ist,  unbedeutende  Einzelheiten  abgerechnet,  abweichend  von  ihr  in  den  Text  aufgenommen: 
TiyxtsQoi  statt  TeyyuQoiy  jdayyoßdgdot  (S.  40.  Z.  8.)  statt  AaTixoßtxQÖoL  und  bei  der  Längenbe- 
stimraung  von  Navalia,  weil  Ptolemäus  planmässig  bei  der  AulDFührung  der  Ortschaften  von  W. 
nach  0.  fortschreitet,  statt  der  Wilbergschen  Lesart  xg  /  die  Vulgata  xg  yo\  Zu  den  offenbaren 
Corruptelen  gehört  überdies  noch  die  Breitenbestimmung  von  Amasia.  Denn  wäre  die  Vulgata 
va  oder  die  Wilbergsche  Lesart  va  g'  richtig,  so  müsste  dieser  Ort,  wie  dies  hinsichthch  Alisum  s 
und  Carrodunums  der  Fall  ist,  in  dem  folgenden  Klima,  unter  dem  sechszehnten  Parallel  aufge- 
führt sein,  als  dessen  nördlichste  Gränze  Ptolemäus  ausdrücklich  (Geogr.  L,  23.  cf.  Almag.  IL,  6. 
p.  84.  ed.  Halma,  wo  va  g  statt  va  g  4'  zu  lesen)  51®  30'  Br.  angibt.  Ausserdem  wissen 
wir  auch,  dass  Amasia  nach  der  Mündung  der  Ems_  hin,  folglich  weit  nördlicher  lag. 
cf.  Tacit.  ann.  IL,  38.  Sollte  also  vielleicht  die  Vulgata  va  vorzuziehen  und  diese  bei  der  sehr 
häufigen  Verwechselung  von  a  und  ff,  in  v8  umzuändern  sein? — Höchst  wahrscheinlich  ist  femer 
der  im  Texte  mehrfach  erwähnte  Name  Ilai,ovhg  aus  einer  Corruptel  entstanden.  Bekanntlich 
erregt  diese  frühe  Erwähnung  des  sächsischen  Volkes  in  geschichtlicher  Hinsicht  sehr  viele  Be- 
denken gegen  sich,  weshalb  nach  einer  ehedem  ziemlich  gangen  Ansicht,  dass  der  Text  des 
Ptolemäus  im  Mittelalter  mannichfach  verunstaltet  wäre,  dieser  Name  bei  Vielen  für  ein  späterem 
Einschiebsel  galt.  Um  so  willkommner  ist  daher  der  Umstand,  dass  von  Wilbergs  kritischen 
Hülfsmitteln  die  grössere  Hälfto  an  den  beiden  ersten  Stellen  die  Variante  "JS^ovig  und  Av^ovsg 
gibt,  und  auch  noch  später  einer  der  bessern  Codices,  nämlich  der  Mailänder,  dieselbe  Lesart 
bietet.  Ist  es  nämlich  schon  an  sich  wahrscheinlicher,  dass  der  unbekannte  Name  der  Zi^sg 
in  den  später  weltberühmten  der  Za^sg  überging,  als  umgekehrt  dieser  in  jenen;  so  möchte 
überdies  diese  Variante  noch  aus  einem  andern  Grunde  den  Vorzug  verdienen.  Ptolemäus  lässt 
die  Wohnsitze  dieses  Volkes  bis  zum  Fluss  XdXovdog  reichen  und  erinnert  dadurch  unwillkür- 
lich an  die  Stelle  des  Tacitus  (de  moribus  German.  c.  46.):  Cetera  iam  fabulosa:  Hellusios  et 
Oxionas  (al.  Exionas)  ora  hominum  vultusque,  corpora  atque  artus  ferarum  gerere.  quod  ego, 
ut  inconpertum,  in  medium  rehnquam.  Wenigstens  dürfte  bei  einer  schärfern  kritischen  Würdi- 
gung der  betreffenden  Angaben  des  Ptolemäus  gegen  die  Identität  der  Exiones  und  Axones  wohl 
nicht  als  Gegengrund  geltend  gemacht  werden,  dass  Ptolemäus  die  Axones  am  östlichen  Elb- 
üfer,  Tacitus  dagegen  die  Exiones  (Oxiones)  über  die  östliche  Gränzmarke  der  Sueven  wohnen 
läsät. 

Wenn  man  hinsichtlich  des  Werthes,  den  die  Angaben  des  Ptolemäus  in  Beziehung  auf 
Deutschland  haben,  noch  inuner  eine  umfassende  und  eindringliche  Kritik  vermisst,  so  liegt  der 
Grund  davon  hauptsächlich  darin,  dass  die  beispiellose  Verehrung,  womit  schon  die  nächsten 
Generationen  die  Werke  dieses  Schriftstellers  umgaben  und  die  ihm  selbst  den  Zunamen  daibg 
und  d-sLotatog  erwarb,  nicht  blos  durch  das  ganze  Mittelalter  hindurch  fortgewährt,  wo  sogar 


Varict.  lect.    s')  Xa^wyoMr  Med.  ä:©!.«*  C.  D.  Pal.  1.  Vind.    ^  »^C  y  B.  E.  Pal.  i.  M.  <  r>    fnlgo.    —   BU  auf 
das  Eingeklammerte  ist  die  Var.  lect.  der  Wilb.  Ausgabe  eatnommen« 


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140  —  150.  43 

seine  Astronomie  und  Geographie  als  die  einzige  Fundgrube  des  betreffenden  Wissens  galt,  son- 
dern auch  bis  auf  die  Neuzeit  nachgewirkt  hat.  Das  reichhaltige  Material,  das  in  der  Geogra- 
phie niedergelegt  ist,  die  \ielen  sonst  ganz  unbekannten  Völker-  und  Städtenamen,  die  zahlrei- 
chen Breiten-  und  Längenbestimmungen,  die  passende  Anordnung  des  gewaltigen  StoflFes,  über- 
haupt die  weit  alle  ähnliche  Erzeugnisse  des  Alterthums  überragende  Vollständigkeit  und  Wich- 
tigkeit seiner  Schrift  —  alle  diese  schätzbare  Eigenthümlichkoiten  bestachen  das  Urtheil  und 
Hessen  die  Kritik  nur  selten  ihre  Stimme  erheben.  Wenn  dies  aber  geschah,  so  ging  man 
gewöhnlich  nur  von  einer  oder  andern  Einzelnheit  aus:  dagegen  wurde  der  schriftstellerische 
Gesammtcharakter  und  das  Verhältniss  des  Ptolemäus  zu  seinem  Vorgänger  Marinus  von  Tyrus 
ausser  Acht  gelassen.  Die  Hauptwerke  des  berühmten  Aegyptiers  tragen  indess  ein  und  das- 
selbe Gepräge.  Was  zunächst  den  Alnnagest  anbelangt,  so  geht  nämlich  das  ürtheil  unserer 
grössten  Astronomen  dahin,  dass  dieser  in  allen  Hauptthcilen  nur  eine  Copie  Hipparchs  bilde. 
Ce  qu'  U  y  a  de  bon,  sagt  Delambre  in  der  Biographie  universelle  (tom.  XXXVI.  p.  273.),  et 
d'irreprehensible  dans  la  Syntaxe  mathematique,  c  est  la  trigonom^trie,  c'est  la  partie  purement 
spherique  et  la  theorie  math6matique  des  eclipses.  Dans  toutes  ces  parties  Ptolemee  n'a  fait 
que  copier  Hipparque,  qui  avait  r6solu  tous  cesprobl&mes  avant  lui.  Er  führt  dann  dieses 
Abhängigkeitsverhältniss  noch  weiter  aus  imd  schliesst  (p.  275 — 276):  Ptol6m6e  na  pas  kxk  un 
grand  astronome,  puisqu'il  na  rien  observ6  ou  que  du  moins  il  ne  nous  a  transmis  aucune 
Observation  a  laquelle  on  puisse  accorder  la  moindre  confiance  .  ^  .  .  mais  il  fut  un  savant 
laborieux,  un  math^maticien  distingue.  Wie  Delambre  urtheilen  auch  Halley,  Lemonnier,  La- 
lande,  Gassini,  BoulUau.  Vgl.  Biogr.  un.  a.  a.  O.  Eben  so  wie  der  Almagest,  ist  nun  auch  die 
Geographie  nur  Copie,  nur  eine  Ueberarbeitung  der  Schrift  des  Marinus,  wobei  die  eigenen 
Zuthaten  verhältnissmässig  als  geringfügig  erscheinen.  Dessen  hat  auch  Ptolemäus  selbst  gar  keine 
Hehl.  Er  preist  nämlich  seinen  Vorgänger  nicht  blos  seiner  kritischen  Umsicht,  sondern  auch  des 
grossen  Fleisses  und  der  grossen  Sorgfalt  wegen,  womit  er  die  vorgängige  geographische  Lite- 
ratur und  zugleich  eigene  Erkundigungen  in  seinem  umfanghaltigen  Werke  benutzte  und  in  wie- 
derholten Ausgaben  berichtigte.  q>alvecai  yoQ  Tud  7cXeIo6iv  tötOQlatg  üUQmsstzaxag  noQa  tag  hi 
ttvcD&ev  slg  yväöiv  iMwöag  xol  tag  ndvtcDV  öx^Sov  tAv  ücqo  avtov  list  ixciisksiag  diBikriqxüg 
ijtavoQd'ciiSecig  ts  trig  Seovörig  d^uoöag^  oöa  ^  XQ067imvt(og  hvy%avB  %muit^\Uva  9cal  vn  ixil- 
V09V  xal  vq>  iavtov  ro  ngärov,  mg  ix  täv  ixdoöecyv  avtov  trjg  rov  ysiDyQaq>LXov  nlvaxog  dioQd'ci' 
ösmg  nXaioviov  ovaav  heöti  (humeiv.  I.,  6.  Daher  geht  denn  auch  eingestanden  seine  Absicht 
nur  dahin,  dass  er  mit  Ausschluss  der  Mängel  sich  an  die  Ansichten  und  Angaben  des  Marinus 
durchgängig  anschliesse.  tva  triv  yvmyiflfiv  tov  dvdgog  öl  oXrig  tfjg  &uvtä^6ag  nji^iiömiuv  xcoQlg 
%mv  tv%6vtmv  tivog  SioQQ'ioöeag.  I.,  19.  cf.  I.,  6.  üeber  die  Mängel  in  dem  Werke  des  Marinus 
spricht  er  sich  1.  L  c.  6 — 19.  ausführUch  aus.  Sie  bestanden  in  der  unpassenden,  Gleichartiges 
zerstückelnden  und  darum  die  Brauchbarkeit  erschwerenden  Anordnung  des  Stoffes.  So  umfass- 
ten  z.  B.  die  Klimate,  Längen-  und  Breitengrade  besondere  Rubriken,  so  dass,  wer  über  die 
geographische  Lage  eines  Ortes  Aufschluss  suchte,  genöthigt  war,  sämmtliche  Rubriken  zu  ver- 
gleichen. Dadurch  wurde  bei  dem  grossen  Umfange  und  bei  den  wiederholten  Ausgaben  des 
Werkes,  welche  immer  von  neuem  wieder  Zusätze  und  Berichtigungen  erhielten,  Veranlassung 
gegeben,  dass  die  Berichtigung  oft  an  einer  Stelle  eingetragen  wurde,  an  emer  andern  dagegen 
die  frühere  falsche  Angabe  stehen  blieb,  so  dass  nun  namentlich  in  den  geographischen  Orts- 
und in  den  Gränzbestimmungen  der  Länder  viele  widersprechende  Angaben  vorhanden  waren. 
L,  15 — 16.  Und  solche  Versehen  konnten,  wie  Ptolemäus  mit  Recht  bemerkt,  um  so  weniger 
vennieden  werden,  weil  Marinus  auch  bei  der  letzten  Ausgabe  noch  immer  nicht  eine  auf 
seine  eigenei)  Angaben  gegründete  Charte  zu  Stande  gebracht  hatte.  L,  17.     Ptolemäus  suchte 


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44  140  —  150. 

also  im  Gegensatz  za  seinem  Vorgänger  beide  Mängel  zu  vermeiden  und  demnach  einmal  dem 
Stoffe  eine  leicht  übersichtliche  Anordnung  zu  geben,  und  dann  die  vorfindlichen  Widersprüche 
wieder  zu  beseitigen,  üeberdies  aber  beruft  er  sich  auch  noch  auf  eigene  Zuthaten.  Einiges, 
also  doch  jedenfalls  nur  weniges,  stehe  mit  seinen  eigenen  Erkundigungen  in  Widerspruch.  Ivmk 
öi  xcä,  xoig  vvv  [ötoQOviiivoig  ovx  ixsi  öv^tpdvog,  l.,  17.  Die  Belege,  die  er  dafür  anfuhrt  und 
die  er  auf  Aussagen  von  Kauflouten  stützt,  betreffen  insgesammt  Indien  und  die  südliche  Ostküste 
von  Afrika.  Nachrichten,  die  ihn  zugleich  veranlassten,  in  diesen  östlichen  und  südlichen  Ge- 
genden, einer  wahren  terra  incognita,  eine  Reduzirung  der  Langen  -  und  Breitengrade  vorzuneh- 
men und  deshalb  seinem  Vorgänger  eine  zu  weite  Ausdehnung  der  Erde  nach  O.  und  S.  vor- 
zuwerfen. I.,  6 — 14.  —  Solche  Geständnisse  müssen  die  Folgei-ung  nahe  legen,  dass  uns  in  der 
y6€jyQaq>ixri  vqyijyriöig  eigentlich  nur  die  Schrift  des  Marinus  vorliege,  nur  freilich  in  eine  andere 
Form  umgewandelt;  eine  Annahme,  welche  durch  eine  Detail -Prüfung  des  Werkes  vollends 
bestätigt  wird.  Ptolemäus  schrieb  nämlich  dieses  Werk  um  die  Mitte  des  zweiten  christlichen 
Jahrhunderts;  wäre  es  also  eigene  Arbeit  d.  h.  auf  eigene  Anschauung  und  eigene  Benutzung 
der  einschläglichen  Literatur  gegründet  gewesen,  nicht  aber  eine  fremde,  so  würde  es  natürlich 
mit  der  Abfassungszeit  auch  überall  im  Einklang  stehen.  Dies  ist  aber  nicht  der  Fall:  vielmehr 
reicht  es,  wenige  Einzelnheiten  ausgenommen,  seinem  Inhalte  nach  nicht  über  die  Regierung 
Trojans  hinaus.  Zum  Beweise  sollen  hier  einige  betreflFende  Punkte  näher  angedeutet  werden. 
Bekanntlich  bestand  in  der  römischen  Kaiserzeit  die  Sitte,  dass  man  entweder  neu  gegründete 
Städte  nach  den  Namen  der  jeweiligen  Kaiser  benannte  oder  dass  auch  ältere  Städte  ihre  frü- 
hem mit  den  kaiserlichen  Benennungen  vertauschten.  Dafür  liefert  die  Geschichte  der  ersten 
römischen  Imperatoren  viele  Belege,  bei  Niemanden  aber  zalilreicher,  als  hinsichtlich  Hadrians. 
Eine  grosse  Menge  von  Städten  erhielt  nämlich  von  diesem  den  Namen  Adrianopolis  (multas 
civitates  Adrianopolis  appellavit.  Spartian.  Hadrian.  20.):  imd  noch  können  über  zwanzig  namhafl 
gemacht  werden,  die  entweder  nach  seinem  Vornamen  Adius  oder  nach  seinem  Hauptnamen 
benannt  wurden.  So  Adrianopolis  in  Thracien,  früher  Uscudama  (Ammian.  XXVII.,  4.),  Adriano- 
theras  in  Mysien,  Adriane  in  Cyrenaica,  zwei  Aelia  in  Hispanien,  Aelia  Capitolina,  früher  Hiero- 
solyma  u.  s.  w.;  ferner  Stratonicea  in  Macedonien,  Mopsueste,  Adana,  Aegae  und  Tarsus  in  Ci- 
licien,  Neo- Caesarea  im  Pontus,  Goneis  in  Thracien,  Dio- Caesarea  in  Palästina  u.  s.  w.  Gleich- 
falls verdankte  ihm  Marcianopolis ,  die  Hauptstadt  Unter -Moesiens,  Gründung  und  Benennung 
(Ammian.  XXVü.,  4.).  Nun  findet  sich  aber  merkwürdiger  Weise  von  allen  auf  Hadrian  bezüg- 
lichen Ortsnamen  nur  ein  einziger  im  Ptolemäus,  nämlich:  'IsQoöoXviia  ^  vvv  xccAovfici/i}  WtAue 
KasavcoUa  (V.,  16.),  da  der  Zusatz  bei  Philippopolis :  ij  ocal  'JtdQtavonoXig  (III.,  11.)  falsch  und  un- 
zweifelhaft Glossem  ist.  Cf  Wilb.  ad  h.  1.  Ueberhaupt  wird  von  Städte -Namen,  deren  Entste- 
hung der  Regierungszeit  Hadrians  angehört,  ausserdem  nur  noch  die  Stadt  und  der  Nomos 
^AirtLvoov  in  Aegypten  erwähnt.  Und  doch  werden  Städte,  welche  nach  frühem  Kaisem  benannt 
sind,  in  grosser  Zahl  aufgeführt  So,  um  bei  dem  nächsten  Vorgänger  Trojan  stehen  zu  bleiben, 
jlBy{(ov  X  Ovixta  (IL,  8.)  TgaCavfi  jiaytiov  (II.,  8.)  TgcuMvog  hfiijv  (III.,  1.)  TQätäva  (III.,  1.) 
OvXstiavov  (III.,  8.)  Ovhciavov  (III.,  9.)  TffaXavomlig  (lU.,  11.)  TqalavonoTug  (Y.,  2.).  Auch  weist 
auf  Trojan  der  Stadtname  nkcrcivonoXig  (DI.,  11.)  hin.  Wie  hinsichtUch  jener  Städte,  so  i^ie- 
derholt  sich  dasselbe  merkwürdige  Schweigen  auch  hinsichtlich  der  neuen  Provinztheilungen, 
welche  Hadrian  und  seinem  Nachfolger  AntoniniLS  zugeschrieben  werden.  So  wurde  namentlich 
von  ersterm  Italien  in  vier  Jurisdictionen  getheilt.  Muss  nun  schon  alles  dieses  die  Vermuthung 
begründen,  dass  das  Werk  des  Ptolemäus  seinem  Stoffe  nach  der  Regierung  Trojans  angehöre, 
so  deuten  auch  noch  andere  Einzelnheiten  auf  dieselbe  Zeit  hin.  So  erscheint  Dacien  noch 
nicht  als  Provinz:  noch  sind  hier  nicht,  wie  bei  den  übrigen  Donau- Piro vinzen  die  Standlagcr 


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114  —  217.  45 

römischer  Legionen  aufgeführt  und  noch  wird  Zarmizegethusa  als  königliche  Residenz  aufgeführt, 
wenn  auch  römische  Colonien,  die  gleich  nach  der  Bewältigung  Daciens  gegründet  wurden, 
schon  namentlich  aufgezeichnet  stehen;  ein  Schwanken,  das  sich  eben  durch  die  mehrfachen 
Ausgaben  des  Marinus  erklärt  und  wohl  darauf  hinzudeuten  scheint,  dass  die  letzte  dieser  Aus- 
gaben bald  nach  dem  Ende  der  dacischen  Kriege  erschien.  Wenigstens  ist  es  dann  auch  er- 
klärlich, warum  die  spätem  parthischen  Feldzüge  Trojans  für  das  Werk  noch  keine  Ausbeute 
liefern.  Mehrere  Völkerschaften  treten  nämlich  damals  in  der  Geschichte  auf  und  schliessen 
sich  den  Römern  an,  wie  die  Heniocher,  Macheionen,  Apsiler,  werden  aber  vom  Ptolemäus  nicht 
erwähnt;  mehrere  Ortschaften  in  Mesopotamien,  Assyrien,  Babylonien  und  Arabien  erlangen 
ebenfalls  damals  entweder  durch  hartnäckige  Vertheidigung  oder  durch  sonstige  kriegerische 
Ereignisse  einen  geschichtUchen  Namen,  wie  Ademystre,  Messene  im  Tigris,  Atra,  Ozogardana, 
aber  auch  sie  kennt  und  nennt  Ptolemäus  nicht.  Lauter  Thatsachen,  die  wohl  nicht  bezweifeln 
lassen,  dass,  wenige  spätere  Zuthaten  ausgeschlossen,  der  geographische  StoflF,  den  das  Werk 
des  Ptolemäus  bietet,  der  Regierungszeit  Trojans  entspricht.  In  diese  und  die  Regierung  Domi- 
tions  fällt  nun  aber  die  schriftstellerische  Wirksamkeit  des  Marinus:  denn  einmal  nennt  ihn 
Ptolemäus  den  spätesten  der  gleichzeitigen  Geographen  {v0tatog  täv  xad''  fjiios  L,  6,)  und  dann 
wissen  wir,  dass  er  einen  Theil  seiner  Nachrichten  über  Africa  den  Feldzügen  des  Flaccus  und 
Matemus  verdankt,  von  denen  ersterer  nach  Eusebius  im  J.  86,  also  unter  Domition,  gegen  die 
Nasamonen  kriegte.  Vgl.  Zonar.  p.  580.  C.  ed.  Venet.  —  So  bietet  diese  ganze  Untersuchung 
ein  einstimmiges  Ergebniss,  das  augenscheinlich  für  die  spezielle  Kritik  des  Ptolemäus  von  grosser 
Wichtigkeit  ist.  Die  Nachrichten  dieses  Geographen  stellen  uns  also  Deutschland  nicht  in  den 
Verhältnissen  dar,  wie  es  sich  um  die  Mitte  oder,  da  man  irrthümlich  die  Abfassungszeit  bisher 
zwischen  460  und  480  n.  Chr.  annahm,  gar  gegen  das  Ende  des  zweiten  christhcheij  Jahrhun- 
derts befand,  sondern  die  Germania  des  Ptolemäus  oder  richtiger  des  Morinus  ist  der  Zeit  nach 
bald  nach  Tacitus  zu  setzen,  folglich  gegen  den  Anfang  des  genannten  Säculums  hinabzurücken. 

174. 

59.  Didius  Julianus  wehrte  den  Einbruch  der  Gauchen  in  Belgien  ab.    (Didius  Jnlianus)  Belgicam  sancte 

ac  diu  rexit.  Cauchis,  Germaniae  populis,  qui  Albim  fluvium  accolebant,  erumpentibus  restitit 
tumultuariis  auxiliis  provincialium :  ob  quae  consulatum  meruit  testimonio  imperatoris.  Ael.  Spar- 
tian.  Did.  Julian,  c.  4.  Wdil  das  Consulat  des  Didius  JuManus  ins  Jahr  475  fällt,  so  fand  das 
Ereigniss  höchst  wahrscheinlich  im  vorhergehenden,  also  während  des  Markomannen -Krieges 
statt.  Gleichzeitig  waren  auch  die  Gatten  wiederholt  gegen  die  Römer  als  Feinde  aufgetreten. 
Catti  in  Germaniam  ac  Rhetiam  irruperant  .  .  .  (missus  est)  contra  Cattos  Aufidius  Victorinus- 
Capitol.  M.  Anton,  phil.  c.  8.  Cattos  etiam  debellavit  (Didius  Julianus).  Spart.  1.  c.  Es  lässt 
sich  daher  wohl  annehmen,  dass  die  Deutschen,  deren  Hülfe  der  Kaiser  gegen  die  Donau-Völker 
erkaufte,  aus  dem  Rhein -Weserlande  stammten,  emit  et  Germanorum  auxilia  contra  Germanos. 
Capit.  1.  c.  c.  24.    Vgl.  v.  Ledebur's  Bructerer  S.  247. 

244—247. 

60.  Die  Deutschen  an  der  Nordsee,  in  der  Gegend  der  Elbe -Mündung,  vermuthlich  also  die  Gauchen^ 

erzwingen  sich  von  Caracaüa  Tribut  und  Solddienst,  nokkol  fia  xal  rov  xaq  avt&  dTisavö, 
jcegl  ticg  tov  "Mßidog  ixßoXagy  obtovwcav  ixQsößev^avro  otQog  avtov  tpdlav  aLxwvxBg^  ha  JX'Hif'^^ 
XaßcDöLV,  iTtsiSfi  yccQ  ovzog  inBscQaxBi^  &vxvol  avv^  ixid'Evto  xoXefMJöacv  caudovvreg'  olg  TiaCi  Mv- 
i&eto.  xal  yä(f  ei  ^o^oc  yvdiiriv  avtoig  iUysco,  cüX  oQ&vtsg  tovg  x^^^S  iSovlovwo.  aXii^Big 
yoQ  tovg  X9^iSovg  avzolg  iöfB(faito^  totg  dh  6q  ^P&iuJoig  xlßdfiioy  wd  to  oi/yvQuyv  %al  to  j/focLotw 

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46  256  —  287. 

^OQHXJBV.  (tb  [UV  yoQ  ix  (Mklßdov  7uxtaQyv(foviuvov,  to  dh  xtd  hi  xcelxov  KatccxQv&ovfLevov  htxsua' 
i^co.)    Dio  Cass.  LXXVfl.,  U. 

256. 

61.  Die  Franken,  für  welche  noch  lange  der  Name  Sigambern  synonym  gebraucht  wird  (vgl. 

.  oben  Nr.  37.)  und  welche  die  sumpfigen  Niederungen  an  der  Issel  bewohnen  (Franci  inviis  strati 
paludibus,  Flav.  Vopisc.  Prob.  12.),  fangen  an,  von  hier  aus  in  Gallien  einzudringen,  werden 
aber  \ou  dem  nachmaligen  Kaiser  Aurelian  (damals  Feldherm  des  Kaisers  Valerian)  zurückge- 
trieben. Idem  (Aurel.)  apud  Maguntiacum  Tribunus  leiionis  sextae  Gallicanae,  Francos  irruentes, 
cum  vagarentur  per  totam  Galliam,  sie  afflixit  ut  treccntos  ex  his  captos,  septingentis  interemlis, 
sub  Corona  vendiderit.    Vopisc.  Aurelian.  7. 

Von  dieser  Zeit  an  wiederholen  sich  die  Kriege  der  Franken  gegen  die  Römer.  —  Den 
Gegenkaiscr  Postumius  (261)  unterstützten  die  Franken  gegen  Gallien.  (Trebell.  Gallien.  7.).  Kaiser 
Aurelian  führte  bei  seinem  grossen  Triumphe,  im  J.  274,  Franken  unter  den  besiegten  Völkern 
mit  auf  (Vopisc.  Aurelian.  33.),  und  der  nachmalige  Kaiser  Probus  hatte  sich  im  Kriege  gegen 
dieselben  ausgezeichnet  (Vopisc.  Prob.  20.) 

277. 

62.  Kaiser  Probus  nimmt  den  in  Gallien  eingedrungenen  deutschen  Völkerschaften  die  gemachten  Ero- 

berungen wieder  ab,  und  treibt  sie  über  den  Rhein  zurück.  (Vopisc.  Prob.  43.)  —  Bei  dieser 
Gelegenheit  mag  es  geschehen  sein,  dass  er  gefangene  Franken  an  das  schwarze  Meer  ver- 
pflanzte, die  aber  von  hier  aus,  als  Seeräuber,  das  mittelländische  Meer  beunruhigten.  Ogay- 
MDV  täv  ßaödsl  (sc.  JlQoßtp)  TCQoöeM^ovtcov  xal  tv%&vt(ov  ohfr^Ctm^  fuuj^  rig  oacoötaöa,  niolcav 
evTCOQiicouiay  tr^v  ^EkXaäa  övvEtccQa^sv  ascaaav.  ocd  ZiTuXlf  xqo6%ov6a  xeil  ty  HvQoxovöicDv  ngaö- 
lU^aöa  Ttokvv  naxa  tavtr^v  elQydöato  q)6vov.  i^di^  Sa  9ud  Aifhii^  «(fo6oQiMf&si6a  9cal  datoxQOvöd'euiaf 
öwaiucog  ix  KoQxriöovog  inevex^slöriSy  otoxB  yiyweu  ojca&rig  inave^alv  olTLoia,  Zosim.  Histor.  I.,  71. 
—  Recursabat  quippe  in  animos  illa  sub  divo  Probe  et  paucorum  ex  Francis  captivorum  incre- 
dibUis  audacia  et  indigna  felicitas,  qui  a  Ponto  usque  correptis  navibus  Graeciam  Asiamque  po- 
pulati,  nee  impune  plerisque  Libyae  Ktoribus  appulsi,  ipsas  postremo  navalibus  quondam  victoriis 
nobUes  ceperant  Syracusas,  et  immenso  itinere  pervecti  oceanum,  qua  terras  irrupit  intraverant, 
atque  ita  eventu  temeritatis  ostenderant,  nihU  esse  clausum  piraticae  desperätioni,  quo  navigiis 
pateret  accessus.  Eumen.  Panegyr.  Constantio  dict.  cap.  18.  —  Es  ist  hieraus  zu  schliessen, 
dass  die  Franken  schon  von  Uirer  Heimath  her  mit  Schiffahrt  und  Seeräuberei  bekannt  sein 
mussten.*) 

287. 

63.  Die  Sachsen  erscheinen  im  nordwestlichen  Deutschland  als  Grenznachbarn  der  Franken  (Franci 

et  Saxones  iisdem  confines,  Ammian.  Marcellin.  XXVII.,  8.),  und  werden  den  Römern  bekannt, 
indem  sie,  gemeinschaftlich  mit  den  Franken,  die  Küsten  von  Belgien  und  Armorica  beunruhigen. 
Kaiser  Diodetian  überträgt  die  Vertheidigung  der  bedrohten  Provinzen  dem  Carausius,  der 
aber  die  erlangte  Macht  benutzt,  sich  in  Britannien  zum  Herrscher  aufzuwerfen.  Carausius  .  .  . 
cum  apud  Bononiam  per  tractum  Belgicae  et  Armoricae  pacandum  mare  accepisset,  quod  Franci 
et  Saxones  infestabant,  .  .  .  purpuram  sumsit  et  Britannias  occupavit.    Eutrop.  IX.,  21. 


*)    Die  Begebenheiten  der  Franken  werden  weiterbin  nur  erwähnt,   in  tofem  sie  mit  denen  der  Sachsen  in  Vttbin- 
dang  flehen ,  oder  auf  sie  Einfloss  haben. 


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2  87.       .  47 

Abgesehen  von  jener  ganz  vereinzelten  und  unklaren,  wahrscheinlich  nur  einer  verdorbenen 
Lesart  angehörigen  Notiz  des  Ptolemäus  (s.  Nr.  58.)  lernen  wir  die  Sachsen  ursprünglich  zwischen 
Elbe  und  Weser  kennen,  und  gerade  dieses  Land  bat  das  ganze  Mittelalter  hindurch  den 
Namen  Sachsen  vorzugsweise  behalten.  Ist  hiernach  anzuaehmen,  dass  die  Sachsen  Nachfolger 
der  alten  Kauchen  waren,  und  zu  diesen  in  demselben  Verhältnisse  stehen,  wie  die  Franken  zu 
den  Sigarabem?  —  Dem  Zeugnisse  späterer  Dichter,  welche  die  Bewohner  des  Sachsenlandcs 
noch  Kauchen  nennen,  ist  allerdings  nur  wenig  Gewicht  beizulegen;  z.  B.: 

—  Rhenumque  minacem 

Comibus  infractis  adeo  mitescere  cogis, 

üt  Salius  jam  rura  colat,  flexosque  Sicambri 

In  falcem  curvent  gladios,  geminasque  viator 

Cum  videat  ripas,  quae  sit  Romana,  requirat: 

Ut  jam  trans  fluvium,  non  indignante  Cauco, 

Pascat  Belga  pecus  —  Claudian.  de  laud.  Stilich.  lib.  I.  v.  220 — 226. 
Alte  Sagen  über  die  Herkunft  der  Sachsen.  Sie  sollen  zu  SchiflFe  (aus  Skandinavien?)  in 
das  später  von  ihnen  benannte  Land  gekommen  sein,  und  zwar  zuerst  das  nachmals  sogenannte 
Hadeler  Land  am  Unken  Ufer  der  Nieder -Elbe  in  Besitz  genonmien,  dann  von  hier  aus  einen 
Theü  des  damaligen  Gebietes  der  Thüringer  erobert  haben.  Widukindi  Res  gest.  Saxon.  lib.  I. 
c.  3 — 6.  ap.  Pei-tz.  Monum.  Germ.  bist.  Scriptor.  Tom.  III.  pag.  417.  sq.  (Über  die  frühere 
Ausdehnung  des  Thüringer  Landes  bis  an  die  Ostsee,  vgl.  Fabricius:  das  frühere  Slaventhum 
der  zu  Deutschland  gehörigen  Ostsee -Länder;  in  d.  Jahrb.  des  Mcklenb.  Vereins  f.  Gesch.  u. 
Alterthurask.  6.  Jahrg.  S.  7  — 11.)  —  Eine  andere  Tradition  lässt  (mit  ümkehrung  der  wirklichen 
Geschichte?)  die  Sachsen  aus  Britannien  kommen,  verwechselt  aber  jenen  alten  Eroberungskrieg 
gegen  die  Thüringer  mit  dem  viel  späteren  (Nr.  81.),  von  den  Franken  und  Sachsen  gemein- 
schaftlich geführten  Kriege,  welcher  dem  Thüringischen  Reiche  ein  Ende  machte.  Translatio  S. 
Alexandri,  ap.  Pertz.  Scriptor.  T.  H.  pag.  674. 

Der  moralische  Charakter  der  Sachsen  wird  als  rauh  und  grausam,  aber  edelmüthig  ge- 
schildert. Gens  Saxouum  fera  est.  Salvian.  de  gubem.  Dei,  lib.  IV.  (in  ej.  Opp.  ed.  Rittersh. 
Nor.  1623.  pag.  141.)  —  Saxones  crudelitate  eflferi,  sed  minus  perfida.  Id.  lib.  VIl.  (p.  263.) 
Letzteres  wird  besonders  im  Gegensatze  zu  den  Franken  gesagt  (quibus  familiäre  est  ridendo 
fidem  frangcre,  Vopisc.  Procul.  13.).  —  Gefangene  Sachsen,  welche  zu  Rom  in  blutigen  Kampf- 
spielen auftreten  sollten,  brachten  sich  selbst  ums  Leben,  um  dieser  öffentlichen  Schmach  zu 
entgehen.  Symmach.  lib.  II.  e